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Das neue Poster gegen Alkoholmissbrauch

AlkoholmissbrauchIn Karlsruhe wird davon berichtet, dass die Zahlen des Alkoholkonsums der jungen Leute erschreckend sind. Die Delikte der Körperverletzungen unter Alkoholkonsum haben sich seit 1995 fast verdoppelt,, die Zahl der Jugendlichen, welche wegen einer Alkoholvergiftung im Krankenhaus gelandet sind, hat sich in den letzten sieben Jahren vervierfacht.

Wolfram Jäger, der Bürgermeister der Stadt, hat erklärt: „Diejenigen, die durch Alkoholmissbrauch, Gewalt und Vandalismus auffallen, brauchen eine klare Ansage, dass die Stadt Karlsruhe dieses Verhalten nicht duldet“. Es geht nicht um die Menschen, die hin und wieder mal ein Glas Bier oder Wein trinken, aber es soll klar gemacht werden, dass die Institutionen das Thema, gerade nach dem Freiburger Urteil, ernst nehmen.

Den Jugendlichen ist oftmals nicht bewusst, was auf sie zukommen kann, wenn sie unter Alkoholeinfluss randalieren oder gewalttätig werden. So können die Behörden unter anderem den sogenannten „Idiotentest“ anordnen oder den Randalierern mit der „Aktion sicheres Nightlife“ ein Hausverbot in allen Clubs und Kneipen der Stadt erteilen.
Durch das Design des Posters mit dem Slogan „Mach kein Stress“, welcher in „Jugendsprache“ geschrieben worden ist, sollen die jungen Menschen über die möglichen Konsequenzen aufgeklärt werden.

Neben den Postern werden im Rahmen der Kampagne auch Fleyer und Plakate verteilt. Hinzu kommen noch große City Light Poster, welche beleuchtet sind und im öffentlichen Raum zu sehen sein werden.

Foto ©: ka-news GmbH





				

			

Politiker von Poster empört

Po2Werbung auf Großpostern zu machen ist noch nichts Schlimmes, aber wenn dann ein nacktes Hinterteil darauf zu sehen ist, kann es schon mal die Politik empören.
So auch Poster einer Diskothek in Unterweitersdorf, welche mit einem großen Poster Werbung machen wollten. Frauen der SPÖ und der Grünen sehen dies allerdings als Provokation.

Das fast nackte Hinterteil, schließlich ist es mit einem String-Tanga bedeckt, sei noch gar nicht das Schlimme an dem Poster, vielmehr ist es die Fliegenklatsche mit dem Spruch „Wir schlagen wieder zu“, welcher auf der linken Backe gezeigt wird. Die Grünen sehen dies als Verharmlosung von Gewalt und Sexismus. Und Frauensprecherin Maria Buchmayr erinnert noch einmal daran, dass jede vierte Frau in Österreich betroffen ist von solcher Gewalt.
Zudem müssten Poster solcher Art als widerlich und verharmlosend betitelt werden.
Frauensprecherin der SPÖ im Bezirk Freistadt, Almut Tillner, kann auch nichts Gutes an diesem werbenden Poster finden. „Das Plakat ist pornografisch und sexistisch“, waren nur ein Teil ihrer Worte. Sie ist der Meinung, dass so etwas nichts für die Öffentlichkeit ist.

Eigentlich sollte das Poster nur eine lustige Werbung für die Eröffnung sein und keine Aufregung hervorrufen, beteuerte der Diskobetreiber Robert Bremmer. „Mit Gewaltverherrlichung hat das nichts zu tun“ sagte er.

Die Grünen haben wenig Verständnis gezeigt und das Poster wird auch noch ein Nachspiel für den Diskobetreiber haben, denn die Grünen werden den Werberat einschalten und zurate ziehen.

Wie an diesem riesen Poster gezeigt, kann noch lang nicht Werbung so gestaltet werden, wie es jeder möchte. Selbst dann nicht, wenn es ein Humor sein und niemanden angreifen sollte.
Ob der Werberat für das fast nackende Hinterteil mit der Fliegenklatsche eine Strafe oder sogar ein Verbot erteilt ist noch nicht absehbar.
Damit hat die Politik aber gezeigt, dass noch lang nicht egal ist, was in der Öffentlichkeit abgedruckt wird.

Foto: Peter Schmidt / aboutpixel.de