Aufkleber und T-Shirt Blog

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Etiketten waren der Anfang des Museums für DDR-Produkte in Erfurt

Die gute alte Zeit! Nicht jeder im ehemals geteilten Deutschland erinnert sich mit Freuden daran. Doch ins Museum für DDR-Produkte in der thüringischen Landeshauptstadt Erfurt kommt man gerade aus diesem Grund. Der Besuch im privaten Museum von Gisela Bruchner ist tatsächlich wie ein Ausflug in die Vergangenheit. Die liebevoll eingerichtete Ausstellung in der Heinrichstraße 94 zeigt Exponate aus der DDR-Zeit in großer Menge. Inzwischen ist der Platzbedarf so enorm geworden, dass die Rentnerin ein ganzes Haus kaufen musste. Vorher war das Museum in der Paulstraße beheimatet. Jetzt findet man es in der Brühlervorstadt unter der bereits oben genannten Adresse.

In dem sanierungsbedürftigen Haus richtet Bruchner nun nach und nach ihr Museum ein. Das ist ein kosten- und zeitintensives Unterfangen. Vieles versucht die Museumsbetreiberin selbst zu machen, aber es gibt auch mindestens ebenso vieles, was durch Handwerker erledigt werden muss, die natürlich dafür bezahlt werden wollen. Das Geld ist knapp. Deshalb hat es auch noch keine richtige Eröffnung am neuen Standort gegeben. Trotzdem will Gisela Bruchner weiter sammeln und ihre gesammelten Werke der Öffentlichkeit zur Verfügung stellen. Zum Verstauben in Kisten und Kästen sind diese zu schade, auch wenn zurzeit noch sehr viel Arbeit wartet.

Das Erdgeschoss ist schon zum größten Teil eingeräumt, aber hier und da fehlt noch etwas. So sucht man zum Beispiel nach einem Regal aus einem alten Dorfkonsum zur standesgemäßen Präsentation der Waren. Jeder Raum hat ein eigenes Thema. Das erste Obergeschoß ist wie eine Wohnung eingerichtet, welche man bei einem Rundgang bis in den kleinsten Winkel kennenlernt. Da gibt es ein Bad, eine Küche, ein Wohnzimmer und sogar ein Bibliothekszimmer mit einer Leseecke. Dort kann man es sich bequem machen und in alter „DDR-Literatur“ schmökern. Wer nicht sitzen möchte, kann sich an den Wänden Tapeten und Poster, aber auch Postkarten, Eintrittskarten oder Etiketten auf Tafeln anschauen. In Aktenordnern hat Bruchner sorgfältig Preisschilder, Gebrauchsanweisungen von Haushaltsgeräten und alte Quittungen eingeheftet, die man nach Herzenslust nach Bekanntem durchstöbern kann. Bisher ist zwar nicht alles ausgepackt, aber der Museumsbesucher bekommt trotzdem jede Menge Gelegenheit, in alten Erinnerungen zu schwelgen und einige Stunden im Museum zu verbringen.

Die Sammelleidenschaft brach bei Gisela Bruchner kurz nach der Wende in den 1990er Jahren aus. Anfangs sammelte sie nur Etiketten, später ärgerte sie sich darüber, dass vieles auf dem Müll landete, bloß weil es aus DDR-Zeiten stammte. Zur damaligen Zeit war sie noch berufstätig und konnte es nicht glauben, dass man beispielsweise Büros komplett ausräumte und das ganze Inventar erneuerte, bloß weil die Ära der DDR vorbei war. Sie fing also damit an, Dinge einfach aufzuheben.

Aktuell sind fast alle Exponate schriftlich erfasst. Es kommen aber auch immer wieder Sachen dazu. Im neuen Gebäude ist mehr Platz, sodass Bruckner zunächst für alles aus der DDR-Produktion offen ist. Sogar ein Original-Wartburg war schon einmal im Gespräch. An Ideen mangelt es der Museumsinhaberin nicht, aber sie hat nur zwei Hände. Gern würde sie die Arbeit mit ehrenamtlichen Helfern teilen. Diese dürfen sich jederzeit bei ihr melden. Interessenten steht das Museum für DDR-Produkte Mittwoch und Donnerstag von 10-18 sowie Samstag und Sonntag von 13-18 Uhr für einen Besuch offen.

Bildquelle: © Sven Grundmann / Pixelio.de

Aufkleber mit RFID-System werden immer dünner

Was haben Mülltonnen, Banknoten, Bezahlkarten, ein gechiptes Haustier und viele andere Dinge gemeinsam? Sie wurden durch den Einsatz der RFID-Technologie unverwechselbar gekennzeichnet. Das kann einerseits durch einen Aufkleber geschehen, andererseits durch einen Transponderchip, wie er unter anderem bei Hunden und Katzen zum Einsatz kommt. Die Technik ist in beiden gleich. In einem Transponder sind die Daten auf oder in dem jeweiligen Objekt hinterlegt. Mittels elektromagnetischer Wellen werden diese an ein Lesegerät übermittelt und von diesem sichtbar gemacht.

In vielen Bereichen kommt bereits ein RFID-System zur Anwendung. Die Erweiterung des Einsatzgebietes wird in den nächsten Jahren rasch voranschreiten. Neue Druckverfahren und die geringen Herstellungskosten für Transponder machen die Technologie überaus interessant. So sind beispielsweise die im November 2010 eingeführten Personalausweise in Deutschland mit RFID-Chips ausgestattet. In Dresden und Bremen basiert die kostenpflichtige Entsorgung des Hausmülls ebenfalls auf RFID-Technologie. Das Gewicht der Tonnen wird automatisch erfasst und mit Hilfe von RFID genau dem betreffenden Haushalt zugeordnet. Die Abrechnung in diesen Städten erfolgt demzufolge nicht pauschal, wie es sonst üblich ist, sondern exakt auf den Bedarf gerechnet.

Die Entwicklungen der RFID-Technologie führen zu immer kleineren und immer dünneren Kennzeichnungsmöglichkeiten. Aktuell wurde von einem Unternehmen ein Aufkleber mit einer Stärke von 820 my herausgebracht. Sie sind für die Kennzeichnung von metallischen Flächen vorgesehen. Bei my handelt es sich um das Tausendstel von einem Millimeter. Die ultradünnen Labels halten trotzdem allen Belastungen stand und können außerdem mit handelsüblichen Thermotransferdruckern bedruckt werden. Sie werden hauptsächlich für die Industrie gefertigt. Ihre Reichweite liegt zwischen vier und sechs Metern. Die Aufkleber sind in verschiedenen Ausführungen erhältlich und mit leistungsstarken Chips eines amerikanischen RFID-Unternehmens ausgestattet.

Die Technologie RFID ist nicht neu. Schon zum Ende des Zweiten Weltkriegs waren erste Anwendungen bekannt, die natürlich für die Kriegsführung eingesetzt wurden. Die sogenannte Freund-Feind-Erkennung basierte auf einem RFID-System. Dafür versah man die eigenen Panzer und Flugzeuge mit einem Transponder, der vom Radar gelesen werden konnte. Damit war die Zuordnung von herannahenden Einheiten – Freund oder Feind – möglich. Nach dem Krieg wurde die Technik auch für andere Gebiete interessant. Ab den 1970er Jahren wurde sie vordergründig zur Sicherung von Waren verwendet. Für die Landwirtschaft wurden die Möglichkeiten zur Tierkennzeichnung vorangetrieben. Hier war 1979 ein Jahr mit vielen Veränderungen. In den 1990er Jahren wurde das Mautsystem der USA größtenteils auf RFID-Technologie umgestellt. Später kamen Skipässe, elektronische Wegfahrsperren, elektronische Schlösser und die bargeldlose Zahlung als Einsatzvarianten für RFID hinzu. Bahnbrechend war 2006 die von Forschern des Fraunhofer Instituts in Bremen entwickelte Möglichkeit, temperaturunempfindliche Transponder in Leichtmetallbauteile einzugießen. Jetzt war die unverwechselbare Kennzeichnung von Metallteilen bereits während des Gießverfahrens durchführbar und musste nicht nachträglich vorgenommen werden. Somit war gleichzeitig die Gefahr gebannt, dass die Kennzeichnung verlorenging oder entfernt werden konnte.

Die Abkürzung RFID steht übrigens für radio-frequency identification. Ins Deutsche übersetzt heißt das so viel wie „Identifizierung unter Zuhilfenahme von elektromagnetischen Wellen“. Der Vorgang der Erfassung des Transponders und die darauffolgende Identifizierung des gekennzeichneten Gegenstandes oder Lebewesens erfolgt automatisch. Das erleichtert die Erfassung von Daten um einiges. Die Energie für den Transponder wird durch den Austausch mit dem Lesegerät gewonnen. Größere Transponder können über eine eigene Energiequelle verfügen. Im Lesegerät ist eine spezielle Steuerungssoftware für die Auslesung der Daten vorhanden. Eine weitere Software bildet die Schnittstelle zu Datenbanken und anderen EDV-Systemen.

Bildquelle: © olga meier-sander / Pixelio.de

Aufkleber goes erneuerbare Energien

Es ist kein Geheimnis, dass die Vorräte an fossilen Brennstoffen wie Erdgas, Kohle und Erdöl dem Ende zugehen. Außerdem ist ihre Nutzung der Umwelt nicht gerade zuträglich. Das Heizen mit diesen Stoffen verursacht Unmengen an Kohlendioxid, welches häufig in Zusammenhang mit der globalen Klimaerwärmung genannt wird. Deshalb ist die Menschheit schon seit einigen Jahrzehnten auf der Suche nach alternativen Energiequellen, die sich beispielsweise aus der Sonne, dem Wasser und dem Wind ergeben.

Neben den an zahlreichen Orten entstehenden und bereits entstandenen Windparks sind die Solarzellen dem Otto-Normal-Verbraucher am geläufigsten. Diese Art der erneuerbaren Energie ist für fast jedermann nutzbar. Eine Photovoltaikanlage ist inzwischen auf vielen Hausdächern zu sehen. Die daraus gewonnene Energie wird zur Bereitung von Warmwasser und zur Unterstützung der Heizungsanlage genutzt. Außerdem erfolgt eine Einspeisung in das öffentliche Netz der Stromversorger. Dafür erhält der Betreiber der Anlage eine Vergütung.

Ende 2011 lag der Anteil des Solarstroms am gesamtdeutschen Stromverbrauch bei 3,5 Prozent. Im Jahre 2012 stieg dieser weiter an. Bei der Produktion von Photovoltaikanlagen ist Deutschland ebenfalls auf den vorderen Plätzen zu finden. Somit werden Photovoltaikanlagen in Deutschland hergestellt und auch hier genutzt, wenngleich derzeit die Ausbeute an Energie noch nicht so hoch ist wie beispielsweise in den südlichen Ländern. Aber mit dem Klimawandel geht auch eine höhere Sonnenstrahldauer einher, was man sich für die Gewinnung von Solarenergie hierzulande zu Nutzen machen möchte.

Die Photovoltaikanlagen sind sicher zukunftsweisend, allerdings sind sie um einiges zu groß, um sie zur Energieversorgung von kleineren Geräten wie beispielsweise Mobiltelefonen oder Uhren zu verwenden. Dennoch gab ihre Technik den Ausschlag zu weiteren Entwicklungen. So widmeten sich Forscher an der Stanford University der Herstellung von biegbaren Solarzellen. Sie werden wie Aufkleber verwendet und benötigen keinen festen Untergrund für ihre Anbringung, ja mehr noch: Durch ihre Biegsamkeit lassen sie sich flexibel dem Untergrund anpassen. Für die Herstellung wird auf einer Scheibe aus Silicium und Siliciumoxid eine 300 Nanometer dicke Schicht aus Nickel aufgebracht. Diese Schicht bildet den Untergrund für dünne Solarzellen. Danach wird das Ganze mit einem Schutzpolymer versehen. Damit die Solarzellen aufgeklebt werden können, kommt ferner auf diese ein hitzelösliches Klebeband.

Die flexibel verwendbaren Energieversorger eröffnen ein neues Feld zur Nutzung von Solarenergie. Man könnte mit ihnen nicht nur die Energieversorgung von eigentlich jedem mobilen Gerät der Gegenwart sicherstellen, gleichzeitig wären auch Weiter- und Neuentwicklungen in den verschiedensten Bereichen denkbar. Immerhin könnte man die Solarzellen zum Aufkleben auch in unterschiedlichen Größen produzieren und dementsprechend größere Dinge mit Energie versorgen. Das ist aber alles noch Zukunftsmusik. Vom Entwicklungsbereich der Universität müssen sich die biegbaren Solarzellen erst einmal ihren Weg in die Serienproduktion bahnen. Findet sich ein Unternehmen, für welches dieselbe interessant erscheint, werden die Solarzellen dort einem intensiven Praxistest unterzogen, bevor die kostspielige Produktion beginnt. Ob und wann die Solarzellen in Aufkleberform überhaupt auf dem Markt erscheinen, ist noch unklar. Dementsprechend müssen wir uns weiterhin in Geduld üben und auf herkömmliche Energieversorger wie Batterien und Akkus zurückgreifen. Fakt ist aber, dass die aufklebbaren Solarzellen ein toller Beweis dafür sind, wie man etwas Praktisches wie Aufkleber und etwas Nützliches wie Solarzellen in einem Produkt vereinen kann.

Bildquelle: © derateru / Pixelio.de

Die Kunstsammlung auf Leinwand des Deutschen Flick sorgt für viele Diskussionen

Es ist zehn Jahre her, dass Friedrich Christian Flick seine umstrittene Sammlung zeitgenössischer Kunstwerke für eine Ausstellung dem Museum Hamburger Bahnhof in Berlin versprach. Die Kunstsammlung ist weltbekannt, hat aber nicht unbedingt den besten Ruf. Dabei geht es nicht um die Werke selbst, sondern eher darum, wie sie in den Besitz von Flick gelangt sind: Die Gelder zum Kauf der etwa 2.500 Exemplare sollen aus dem Gewinn seines Großvaters aus den Rüstungsbetrieben des Zweiten Weltkrieges stammen, welcher zum Teil durch Zwangsarbeiter erwirtschaftet wurde. Zwar zahlte Flick im Jahre 2005 aus seinem Privatvermögen fünf Millionen Euro an einen Zwangsarbeiterfonds, dennoch haben es ihm viele bis heute nicht verziehen, dass er sozusagen das „Blutgeld“ von seiner Familie zum Erschaffen einer einzigartigen Kunstsammlung verwendete.

Trotz aller Kritik entpuppte sich die Ausstellung schnell als Besuchermagnet. Flick stellte der Stiftung Preußischer Kulturbesitz mit Leihvertrag vom 9. Januar 2003 über 160 Kunstwerke seiner privaten Sammlung zu Ausstellungszwecken zur Verfügung. Darunter befinden sich Arbeiten von Stan Douglas, Nam June Paik, Dan Graham und Bruce Nauman. Die Arbeiten des Letztgenannten – es sind 100 an der Zahl – bilden das Herzstück des Museums. Aber auch wichtige Werke von Andy Warhol, Sigmar Polke und Sol LeWitt sind im Hamburger Bahnhof zu sehen. Warhol hatte eine Vorliebe für 1 x 1 Meter große Leinwände. Viele Werke von ihm sind auf einer Leinwand mit exakt diesen Maßen aufgebracht.

Obgleich der Vertrag zwischen Flick und der Stiftung Preußischer Kulturbesitz schon Anfang 2003 unterzeichnet wurde, dauerte es nochmals mehr als ein Jahr, bis der damals amtierende Bundeskanzler Gerhard Schröder endlich im September 2004 die „Flick Collection“ eröffnen konnte. Zum einen wurden noch extra die angrenzenden Rieckhallen mit acht Millionen Euro von Flick für die Ausstellung hergerichtet, zum anderen hielt die Diskussion über die mit dem Erbe von Großvater Friedrich Flick zusammengetragene Sammlung an.

Bei Unterzeichnung des Vertrages war die Dauer der Leihgabe bis zum Jahre 2010 begrenzt, zu Beginn des Jahres 2008 schenkte Flick jedoch dem Museum die Werke, sodass die Ausstellung nunmehr dauerhaft zu sehen ist. Auf mindestens 300 Millionen Euro wird der Wert dieser von Experten geschätzt. Insgesamt umfasst die Präsentation im Hamburger Bahnhof 1.500 Werke, die nicht alle aus der Sammlung von Flick stammen und abwechselnd gezeigt werden.

Auch Künstler der Gegenwart erhalten Gelegenheit, in dem Berliner Museum ihre Kunstwerke zu präsentieren. Zudem sind es nicht nur Gemälde, die in die Epoche der zeitgenössischen Kunst eingeordnet werden. Das Joseph Beuys Medien-Archiv ist gleichfalls im Hamburger Bahnhof untergebracht und umfasst Ton- und Filmdokumente von Joseph Beuys, der Bildhauer, Aktionskünstler, Kunsttheoretiker und Zeichner war. Weiterhin sind verschiedene Werke von Beuys ausgestellt.

Der Hamburger Bahnhof ist ein Teil der Nationalgalerie. Das Gebäude selbst ist eines des ältesten Bahnhofsgebäude Deutschlands. In Hamburg befindet sich der Berliner Bahnhof. Er ist das Gegenstück zum Hamburger Bahnhof. Im Jahre 1846 wurde die Berlin-Hamburger Bahn in Betrieb genommen. Heute wird auf dieser Strecke die höchste Geschwindigkeit zwischen zwei Hauptbahnhöfen in deutschen Großstädten erreicht. Bis zu 230 km/h sind möglich und auch erforderlich, um die Fahrtzeit von gerade einmal 90 Minuten von Hamburg nach Berlin oder umgedreht erreichen zu können.

Bildquelle: © victoria leni / Pixelio.de

Keanu Reeves wird Samurai – die neuen Poster zu „47 Ronin“ sind der Beweis dafür

Eigentlich steht „47 Ronin“ bisher unter keinem guten Stern. Bereits bei der Entstehung des Films ging einiges schief. So verschob sich der Termin der Fertigstellung um mehr als ein Jahr und dann überschritt man auch noch das Budget. Aber man könnte hier sagen, dass alle guten Dinge drei sind und der Streifen deshalb einen durchschlagenden Erfolg haben wird. In Deutschland läuft der Film am 9. Januar 2014 in den Kinos an. Bis dahin bleibt es bei dem einen oder anderen Poster, welches es zu betrachten gibt, und einigen Trailern, die uns sicher im Vorfeld noch begegnen werden und Lust auf den Film machen sollen.

Im Film geht es um den gesetzlosen Samurai Kai, der von keinem geringeren als Keanu Reeves dargestellt wird. Um diesen Epos richtig aufzuziehen, stand ein Budget von 175 Millionen Dollar zur Verfügung und diese reichten bei Weitem nicht aus. Das lässt bereits erahnen, dass zumindest an tollen Effekten und ebensolchen Spielorten nicht gegeizt wurde. Die Poster lassen da aber noch einige Fragen offen. Sie sind eher schlicht gehalten und konzentrieren sich zumeist auf den Hauptdarsteller, der entweder in traditioneller Tracht der Samurai oder in Rüstung sowie Samuraischwert in kämpferischer Pose den meisten Platz darauf einnimmt. Auf einem Poster ist Reeves in beiden Ausstattungen zu sehen, auf einem weiteren ist lediglich der Filmtitel abgebildet, auf dem Nächsten eine Geisha und ein viertes zeigt Reeves gemeinsam mit der Samuraigruppe 47 Ronin, welche dem Film den Namen gab.

Die Handlung des Streifens ist schnell wiedergegeben. Der Samurai Kai schließt sich der vorgenannten Samuraigruppe an. Dies geschieht natürlich aus einem bestimmten Grund: Man möchte Rache für den ermordeten Anführer nehmen. Im Fokus der Aktion steht der heimtückische Lord Kira, der von Tadanobu Asano gespielt wird. Da im Film nichts ohne eine schöne Frau geht, taucht bei „47 Ronin“ eine solche in Gestalt von Mizuki (Rinko Kikuchi) auf, die mit Lord Kira sympathisiert und ihm beim Streben nach der absoluten Macht hilfreich zur Seite steht. Ferner kommt die Liebe nicht zu kurz. Das Paar des Films sind Kai und Mika (Kou Shibasaki). Letztere ist die Tochter des ermordeten Anführers. Der Weg zu ihrem Herzen ist gepflastert von schweren Prüfungen, die nicht nur Kai, sondern auch seine 47 Ronin bestehen müssen und weil Samurais Elitekämpfer sind, sind die Prüfungen von besonderer Härte, sodass sie eben nur von derartigen „Spezialisten“ gemeistert werden können.

Was erwartet also den Cineasten beim Besuch von „47 Ronin“? Jede Menge Action, asiatische Kampfkunst und romantische Liebesszenen. Ob die Mischung dem Regisseur Carl Erik Rinsch gelungen ist, bleibt abzuwarten. Er gehört nicht unbedingt zu den bekanntesten aus der Filmszene. Im Jahre 2010 war der Film „The Gift“ von ihm in den Kinos zu sehen. Der Erfolg des Films war aber nicht als durchschlagend zu bezeichnen. Eigentlich stammt Rinsch aus der Werbefilmbranche und es gab um ihn einigen Trouble bei der Produktion von „47 Ronin“. So wurde er wegen der Budgetüberschreitung gefeuert und war dann doch wieder am Schnitt beteiligt. Jetzt hat das alles ein Ende und der Start des Films wird mit Spannung erwartet.

Bildquelle: © Winter / Pixelio.de

Über mehr als 6.600 Etiketten auf Lebensmitteln beschwerten sich Verbraucher im Internet

Derzeit ist die Grüne Woche in Berlin in vollem Gange. Die international bedeutendste Messe für Gartenbau, Ernährungs- und Landwirtschaft fand erstmalig im Jahre 1926 statt. Aktuell läuft die 78. Veranstaltung dieser Art. Noch bis zum 27. Januar können sich interessierte Besucher über landwirtschaftliche Erzeugnisse aus der ganzen Welt informieren. Dazu gehört die Verkostung von Spezialitäten ebenso wie die Vorstellung vom Urlaub auf dem Bauernhof und die Präsentation von verschiedenen Nutztierarten.

Angesichts der Bekanntheit der Grünen Woche zieht sie gleichfalls namhafte Politiker und Prominente an. Zu Beginn der Messe war der Etikettenschwindel bei Lebensmitteln ein Thema. Der Bundesverband der Verbraucherzentralen (vzbv) nannte bei der Auftaktveranstaltung eine erschreckende Zahl an Beschwerden, die in den letzten 18 Monaten von Verbrauchern eingereicht wurden: Sie beschwerten sich über mehr als 6.650 Etiketten auf Lebensmitteln per Internet. Anlass dazu gab ihnen das Gefühl, dass sie durch die Kennzeichnung und die Aufmachung der Produkte getäuscht werden sollten.

Eigens zu diesem Thema wurde die Webseite www.lebensmittelklarheit.de vom vzbv ins Leben gerufen. Gerd Billen als Vorstand desselben gab an, dass man bei etwa jeder dritten Kritik eine Verbesserung des beanstandeten Lebensmittels erreicht habe. Eine weitere Förderung des Portals sei nach Angaben des Bundesverbraucherministeriums durchführbar.

Seit Juli 2011 besteht die Internetseite. Sie ist ein Gemeinschaftsprojekt der Verbraucherzentralen und wurde zudem vom Ministerium gefördert. Ziel war es, den Verbrauchern eine Anlaufstelle zu schaffen, wo der vielfach angeprangerte Schwindel mit den Etiketten auf den Lebensmitteln endlich einmal gezielt angesprochen werden konnte. In Anbetracht der veröffentlichten Zahlen scheint dies ein voller Erfolg zu sein. Beschwerden gab es beispielsweise über “Kalbswiener“, in denen gerade einmal 15 Prozent Kalbfleisch enthalten waren. Auch Joghurts, die nach ihrer Aufmachung mit zahlreichen leckeren Früchten versehen sein müssten, im Endeffekt aber nur durch Aromen ihren Geschmack erhalten haben, waren auf der Beschwerdeliste zu finden.

Billen regte unter diesem Hintergrund zu einem Klarheitsgebot betreffend der Kennzeichnung von Fleisch und Wurst an. Zudem sollte für den Verbraucher problemlos erkennbar sein, ob die Tiere artgerecht gehalten wurden. Zutaten dürften nicht versteckt werden. Noch einmal zurückkommend auf den Früchtejoghurt müsste bereits auf der Vorderseite unübersehbar vermerkt sein, dass keine Früchte, sondern Fruchtaroma zum Erreichen des gewünschten Geschmacks eingesetzt werde. Drei einfache Regeln seien laut Billen für den Lebensmittelmarkt ausreichend: Es müsse tatsächlich das enthalten sein, was auf dem Etikett steht. Im Gegenzug dazu müsse auch wirklich alles, was an Zutaten zum Einsatz kam, auf der Verpackung vermerkt sein und das auf eine verständliche Art.

Für Bundesverbraucherministerin Ilse Aigner von der CSU ist das oben genannte Internetportal ein Schritt in die richtige Richtung. Der große Erfolg beweise das und daher möchte man das Projekt auch in der Zukunft weiter fördern. Mittlerweile ist vielen Unternehmen bewusstgeworden, dass die Wünsche und Anregungen der Verbraucher ernst zu nehmen seien und man auf diese eingehen sollte. Aigner sprach der Wirtschaft die Empfehlung aus, die Chance zu einer intensiveren Kommunikation mit dem Kunden zu nutzen. Letztendlich entscheidet nämlich der Kunde darüber, ob ein Produkt auf Dauer am Markt verbleibt oder nicht. Der Schwindel mit den Etiketten ist für eine dauerhafte Etablierung eine denkbar schlechte Basis.

Bildquelle: Egon Häbich / Pixelio