Aufkleber und T-Shirt Blog

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Update zum bald erhältlichen Bluetooth – Sticker für verlegte und verlorene Dinge

Die heute verfügbaren Technologien machen vieles möglich, was uns Menschen den Alltag erleichtert. Gehört man zu der Gruppe, die gerne irgendetwas verlegt und anschließend Stunden mit der Suche nach dem betreffenden Gegenstand verbringt, hat man sich über die Nachricht des neu entwickelten Stickers mit Bluetooth zum Auffinden von verschollenen Dingen sicher überaus gefreut.

Anfangs war es nur eine Pressemitteilung, die den Aufkleber und dessen Technik vorstellte. Die Finanzierung des Projektes und demzufolge die Frage, ob überhaupt eine Produktion in größeren Mengen stattfinden wird, stand damals noch in den Sternen. Auf dem heute endenden GSMA Mobile World Congress (MWC) in Barcelona wurde die Angelegenheit endlich konkret: Der Sticker wird unter der Bezeichnung StickNfind bald in den Handel kommen. Die Finanzierung wurde über ein Crowdfunding sichergestellt. Die damit zur Verfügung stehenden finanziellen Mittel sind sogar höher ausgefallen, als man zu Anfang erhofft hatte.

Zu der guten Nachricht des baldigen Verkaufsstarts konnte man auf dem MWC endlich den Aufkleber persönlich unter die Lupe nehmen und natürlich auch ausprobieren. Es überraschte dabei nicht, dass der Sticker und die dazugehörige App wie angekündigt funktionierten. Der Sticker hat die Größe eines Knopfes und kann eigentlich überall da angebracht werden, was man so mit sich führt und gerne irgendwo liegen lässt. Für die Nutzung des Aufklebers muss dieser an das Smartphone angemeldet werden. Das ist unkompliziert und schnell erledigt. Nach der Anmeldung zeigt die App sofort an, wie weit Handy und Aufkleber voneinander entfernt sind. Die Maximalentfernung lässt sich individuell vom Benutzer einstellen. Die Reichweite des Bluetooth-Signals ist allerdings begrenzt. Hier sind die Entwickler aber weitergekommen und haben die Distanz von ursprünglich 30 auf 50 Meter erweitert. Wird der Abstand zwischen Smartphone und Sticker zu groß, fangen beide zu piepsen an. Die Technik überzeugte selbst in der Messehalle, wo zahlreiche Funksignale vorhanden waren und Hunderte von Menschen für einen entsprechenden Geräuschpegel sorgten. Ein kleiner Schwachpunkt: Die App zeigt zwar die Entfernung an, die Richtung jedoch wird nicht angegeben. Also heißt es doch wieder suchen, aber sicher nicht in dem Umfang, wie man es vor der Erfindung des StickNfind tun musste.

Mit der öffentlichen Vorstellung der Sticker wurde ebenfalls das weitere Vorgehen offenbart. Die Fertigstellung der Aufkleber erfolgt einen Monat früher. Demzufolge ist der Beginn der Auslieferung für den März geplant. Vorerst kommen nur die US-Amerikaner in den Genuss des praktischen Stickers. In Deutschland muss man noch ein bis zwei Monate auf den Verkaufsstart warten. Dafür kann man sich schon einmal mit den Preisen anfreunden. Für etwa 50 US-Dollar erhält man zwei Sticker, ein Viererpack kostet um die 90 US-Dollar. Dafür ist die erforderliche App kostenlos. Die Batterie in den Aufklebern hält nach Herstellerangaben etwa ein Jahr lang.

Der GSMA Mobile World Congress findet seit 1987 statt. Es handelt sich dabei um eine Messe mit dem Schwerpunkt Mobilfunk. Sie ist die größte Mobilfunkmesse in Europa und daher als wegweisend zu bezeichnen. Im Jahre 2012 konnte man einen Besucher- und Ausstellerrekord verzeichnen. Rund 1.500 Aussteller präsentierten etwa 67.000 Besuchern ihre neuesten Produkte. Mit der diesjährigen Veranstaltung möchte man dieses Ergebnis natürlich noch toppen.

Bildquelle: © Margot Kessler / Pixelio.de

Die Kunst auf Leinwand ist längst nicht ausgestorben

Seit der Antike widmen sich die Menschen der Landschaftsmalerei. Viele namhafte Künstler wie beispielsweise Claude Monet malten Landschaften und schufen dadurch unvergessene Kunstwerke. Die Landschaftsbilder sind nicht nur wegen des berühmten Künstlers dahinter wertvoll, sondern ebenfalls wegen der darauf zu sehenden Momentaufnahmen von Landschaften, wie sie stellenweise heute gar nicht mehr existieren.

Auch in der Gegenwart gibt es Menschen, die die Schönheit von Landschaften in der ganzen Welt auf Leinwand festhalten. Einer von ihnen ist Rüdiger Houba. Der Maler lebt in der Eifel und dieser Landstrich verzauberte ihn einmal derartig, dass er prompt vergaß, sein Auto zu lenken. Das war der Anstoß für ihn, seine gesammelten Eindrücke in Bildern festzuhalten. Inzwischen hat er so viele davon geschaffen, dass es für eine Ausstellung im SWR-Studio Trier reicht.

Ein klassischer Landschaftsmaler wie eben jener Monet ist Houba nicht. Er lässt sich von Alltagsszenen inspirieren, schaut sich in seinem Heimatdorf um und fängt dort Impressionen sein. Acrylfarben und Leinwand sind immer dabei. Schließlich weiß man als Künstler nie, wo das nächste Motiv auf einen wartet. Houba liebt intensive Farben und ein großes Format. Nur so kann man die richtige Bühne für eigentlich banale Alltagssituationen schaffen, ist seine Meinung.

Die Eifel übt einen besonderen Reiz auf den 52-jährigen Maler aus. Anfangs dachte er, nur die Landschaft würde ihn beeindrucken. Täglich entdeckte er neue schöne Dinge, die er nicht mehr vergessen konnte. Später merkte er, dass die hier lebenden Menschen und die Landschaft eine enge Verbindung zueinander haben. Beides zusammen macht die Eifel zu einem außergewöhnlichen Ort zum Malen. Ein Bild Houbas zeigt beispielsweise Jugendliche an einer Bushaltestelle. Eine alltägliche Situation, nichts Aufregendes oder Außergewöhnliches, doch die Jugendlichen sind ein Teil der Eifel, denn sie leben hier und haben hier ihre Heimat.

Im krassen Gegensatz dazu stehen die skurrilen Werke des Künstlers. Auf einem Bild ist Bundeskanzlerin Angela Merkel mit einer Flasche Bier in der Hand zu sehen. Die Szene spielt sich auf einer Straße in Prüm ab. Dahinter ist ein Hot-Dog-Stand zu sehen, im Vordergrund drängt sich eine Gruppe von Kameraleuten und Fotografen, die sehr aufgeregt ist. Houba versteht sich als Chronist. Er malt Szenen, die aus dem Leben gegriffen sind. Nichts entspringt der Fantasie oder wird aufgepeppt, weil das Original zu langweilig erscheint. Was auf den Bildern zu sehen ist, entspricht der Wahrheit und ist tatsächlich so gewesen. Der Künstler möchte ein Chronist der Zeit und speziell der Eifel sein.

Zwölf Jahre ist es her, seit Rüdiger Houba von Krefeld in die Nähe von Gerolstein gezogen ist. In Prüm eröffnete er ein Atelier mit Blick auf die Gemeindeverwaltung. Eine Fläche von 200 Quadratmetern besitzt die einstige Arztpraxis. Der Künstler gibt hier Malkurse für Kinder und Erwachsene. Sogar vom Land erhält er finanzielle Unterstützung. Dadurch kann er seinen eigenen Malstil weiterentwickeln. Er selbst beschreibt ihn als relativ grob, allerdings hat sich im Laufe der Zeit eine hohe Detailtreue eingestellt. Möchte man die Ausstellung von Rüdiger Houba mit dem Titel “Hier spielt die Musik” besuchen, hat man bis zum 12. April in der Hosenstraße 20 die Gelegenheit dazu.

Bildquelle: © Tobias Kunze / Pixelio.de

Der Schwindel mit den Etiketten gehört weltweit zum guten Ton

Pferdefleisch, Bio-Eier, Bier – dies sind nur drei Begriffe, die in den letzten Tagen und Wochen in Kombination mit Skandalen durch die Medien gegangen sind. Die Lebensmittelskandale wurden in der jüngsten Vergangenheit immer mehr. Schuld daran soll der enorme Druck auf die Erzeuger sein. Es ist nicht möglich, eine entsprechende Qualität zu halten und dafür ständig weniger Geld zu bekommen, so der Standpunkt dieser. Einerseits verständlich, andererseits überaus ärgerlich. Gerade das Beispiel Bio-Eier, die deutlich mehr kosten als Eier aus Massentierhaltung und durch deren Verzehr man als Verbraucher gezielt etwas für seine Gesundheit tun möchte, sorgt für einigen Ärger.

Im Durchschnitt isst jeder Deutsche pro Jahr 214 Eier. In der Zahl enthalten sind ebenfalls die Eier, die weiterverarbeitet wurden, beispielsweise in Nudeln. Der Absatz von Eiern aus Bio- und Freilandhaltung ist in den vergangenen Jahren enorm angestiegen. Der Verbraucher achtet vermehrt auf seine Gesundheit und die der Tiere. Er möchte ein gutes Gewissen beim Genuss seines Eies haben. Umso schlimmer ist die Nachricht, dass kürzlich mit dem Bio-Siegel versehene Eier aus Großbetrieben im Handel gefunden wurden. Und um noch eins draufzusetzen: Die Schuld ist nicht bei den Erzeugern zu suchen, sondern in dem enormen Preisdruck, welchem dieselben ausgesetzt sind, und den zu großen Strukturen, die eine genaue Kontrolle nahezu unmöglich machen. Vom aktuellen Skandal wussten die Verantwortlichen bereits seit gut einem halben Jahr. Handlungsbedarf sah man nicht unbedingt, die Weitergabe von Informationen erfolgte nur schleppend. Die Frage, wie das passieren konnte, lässt sich nicht eindeutig beantworten. Verwirrend ist unter anderem die Tatsache, dass die Biorichtlinien auch eingehalten werden können, obwohl die Vorgaben zu den Haltungsbedingungen nicht erfüllt sind. So müssen die Hühner in Biohaltung von qualifiziertem Fachpersonal versorgt werden. In Großbetrieben ist das kaum einzuhalten, wird aber auch nicht überprüft, weil es einfach an Möglichkeiten dazu fehlt.

Die Skandale im Lebensmittelbereich erstrecken sich nicht nur auf Fleischprodukte. Wer gerne sein Feierabendbier genießt, könnte hier auch auf falsche Angaben auf dem Etikett hereinfallen. Mitarbeiter des größten Brauereikonzerns der Welt traten vor Kurzem mit dem Vorwurf des Bierpanschens gegen ihren Arbeitgeber an die Öffentlichkeit. Für einen größeren Gewinn seien vor allem Premiummarken mit Wasser gestreckt worden, die Angaben zum Alkoholgehalt auf den Etiketten entsprächen somit nicht der Wahrheit. In den USA ist diesbezüglich mittlerweile eine Verbraucherklage anhängig. Weitere sollen in der nächsten Zeit folgen. Während das Unternehmen selbst die Vorwürfe zurückweist, war von einigen hochrangigen Mitarbeitern zu hören, dass das Panschen zur Politik des Unternehmens gehöre und seit vielen Jahren praktiziert werde. Das Unternehmen mit Hauptsitz in Belgien bietet in Deutschland drei Marken an.

Welchen Umfang die aktuellen Skandale haben, weiß noch keiner. Täglich werden neue Fakten ans Licht gebracht. Ob es da etwas nutzt, härtere Strafen für Etikettenschwindler einzuführen, so wie es inzwischen auch viele Politiker fordern? Was bringen Gütesiegel, die an gesetzliche Vorgaben geknüpft sind, wenn es an der Möglichkeit zur Kontrolle der Einhaltung derer fehlt? Und kann man den Angaben auf den Etiketten überhaupt noch trauen? Schließlich geht es hier um Lebensmittel und von denen kann auch eine Gefahr für die Gesundheit ausgehen. Man denke nur an den sogenannten Gammelfleisch-Skandal, wo mit dem Haltbarkeitsdatum gemogelt wurde.

Bildquelle: © Sara Hegewald / Pixelio.de

Unlauterer Wettbewerb durch Aufkleber am Briefkasten

Stein des Anstoßes war ein Aufkleber mit der Aufschrift „Bitte keine Werbung/keine kostenlosen Zeitungen“. Ein Aufkleber also, der auf Tausenden von deutschen Briefkästen zu sehen ist. Aber neben der Aufschrift befand sich das Logo des Anzeigeblattes, welches die kostenlosen Aufkleber verteilt hatte. Damit sah es das Oberlandesgericht in Koblenz als erwiesen an, dass man gezielt Einfluss auf den Verbraucher nehmen wollte, indem man den Einwurf der Werbung von Konkurrenzunternehmen unterbindet und gleichzeitig durch das Logo die Zustellung des eigenen Produkts – ein regionales Anzeigeblatt – gewährleistete. Obwohl der Kunde eine freie Entscheidung über das Aufbringen des Aufklebers treffen konnte, handelt es sich bei dieser Vorgehensweise nach Ansicht des Gerichts um unlautere Werbung. Es untersagte daraufhin dem betroffenen Unternehmen für die Zukunft gleichgeartete Werbeanzeigen.

Geklagt hatten Herausgeber anderer kostenloser Anzeigeblätter der Region. Die Beklagte hatte im Mai vorigen Jahres in ihrem Blatt eine Anzeige in eigener Sache geschaltet. Es wurden kostenlose Aufkleber für Kundenbriefkästen in der oben bereits vorgestellten Aufmachung angeboten. Das Ziel der Aktion war für die Kläger offensichtlich: Man wollte die Mitbewerber aus den Briefkästen verbannen und nur das eigene Blatt darin wissen. Um das zu verhindern, beantragten die Kläger gegen den vermeintlichen Konkurrenten beim Landgericht Mainz den Erlass einer einstweiligen Verfügung, damit eine solche Werbung unterbunden werde. Der Antrag wurde allerdings abgelehnt. Das Landgericht Mainz sah durch die Werbung keine gezielte Behinderung der Konkurrenten. Immerhin stand es dem Verbraucher frei, ob er den Aufkleber am Briefkasten anbringt oder nicht. Zudem sei lediglich eine optische Betonung des Produkts der Beklagten gegeben. Die Ansicht teilten die Kläger nicht und gingen gegen die Entscheidung in Berufung.

Mit Erfolg wie das Urteil des Oberlandesgerichts Koblenz nun zeigt. Hier wertete man den Sachverhalt nämlich völlig anders. Die Kombination der Formulierung und des Logos des Anzeigenblattes richte sich eindeutig gegen die Mitbewerber und ziele auf deren Verdrängung ab. Die gleichen Chancen am Markt für kostenlose Anzeigeblätter werden durch die generelle Zustimmung oder allumfassende Ablehnung eines Einwurfs derselben bestimmt. Versucht nun ein Bewerber am Markt mit einem eigentlich ablehnenden Aufkleber den Einwurf aller Anzeigeblätter zu unterbinden, räumt aber durch sein eigenes Logo die Zustimmung für den Empfang des eigenen Blattes ein, verschafft er sich gegenüber den Mitbewerbern einen unrechtmäßigen Vorteil am Markt. Außerdem werden die Konkurrenzprodukte auf unbestimmte Zeit vom Verbraucher ferngehalten. Darin ist die Absicht der Werbeanzeige zu sehen. Eine bewusste Beeinflussung des Verbrauchers fand in dem Moment der Ablehnung der Konkurrenzprodukte statt. Die freie Entscheidung über die Benutzung des Aufklebers eignet sich nicht dazu, den Vorwurf der unlauteren Werbung zu entkräften.

Für den Verbraucher hat ein solches Urteil keine unmittelbaren Folgen. Er macht sich auf alle Fälle nicht strafbar, sollte er einen derartigen Aufkleber an seinem Briefkasten anbringen. Ob einem selbst ein Schaden entsteht, liegt im eigenen Ermessen. Fehlt einem etwas, sollte das eine oder andere kostenlose Anzeigeblatt nicht den Weg in den Briefkasten finden? Kann man dadurch beispielsweise keinen Preisvergleich in den regionalen Supermärkten vornehmen und auf Schnäppchenjagd gehen? Das sind Fragen, die jeder Einzelne persönlich für sich beantworten muss, falls sich ein solcher Aufkleber am Briefkasten befindet.
Bildquelle: © Joujou / Pixelio.de

Heute mal umgekehrt – erst Musical, dann Kinofilm! Ein Poster zeigt “Les Misérables” als Kinoversion

Betrachtet man erfolgreiche Musicals wie „Dirty Dancing“ oder „König der Löwen“ gab es zuerst einen Kinofilm und anschließend wurde dazu ein Musical produziert. Bei Les Misérables” ist es allerdings umgekehrt: Erst wurde das Musical auf den Bühnen der Welt aufgeführt, nun kommt es als Film in die Kinos und zwar mit einer absoluten Starbesetzung. Als Vorlage zum Musical und zum Film dient der Roman Die Elenden (auf Französisch “Les Misérables”) von Victor Hugo aus dem Jahre 1862. Hugo befand sich zu der Zeit auf Guernsey im Exil. Obwohl die Handlung des Romans zum größten Teil frei erfunden ist, setzt sie sich doch kritisch mit den damals herrschenden Verhältnissen auseinander. Verpackt ist das Ganze als Liebesgeschichte mit einem Hauch von Abenteuer.

Schauplatz ist das Frankreich des beginnenden 19. Jahrhunderts, genauer gesagt eine Schiffswerft in Toulon im Jahre 1815. Hier leistet Jean Valjean, gespielt von Hugh Jackman, aufgrund einer Verurteilung wegen Brotdiebstahls Zwangsarbeit. Als er nach vielen Jahren endlich von Aufseher Javert (Russell Crowe) entlassen wird, irrt er auf der vergeblichen Suche nach Arbeit im ganzen Land umher. Als ihm ein Bischof Unterkunft gewährt, bestielt in Valjean und flüchtet. Doch seine Flucht ist nur von kurzer Dauer. Schnell wird er gefangengenommen. Zu seiner Überraschung steht der von ihm bestohlene Bischof auf seiner Seite und überlässt ihm sogar das Diebesgut als Geschenk. Das ist für Valjean ein Schlüsselerlebnis: Er beginnt endlich ein ehrliches Leben. Unter seiner neuen Identität als Monsieur Madeleine wird er Fabrikbesitzer und alles könnte endlich gut werden, würde ihn nicht seine Vergangenheit einholen. Der Aufseher Javert ist mittlerweile Inspektor und hat Valjean nicht vergessen. Nach vielen Jahren treffen die Beiden wieder aufeinander und es kommt zum Showdown.

Die Herausforderung, aus einem erfolgreichen Musical einen ebensolchen Kinofilm zu machen, war für Regisseur Tom Hooper (erhielt einen Oscar für seinen Film “The King’s Speech) nicht leicht. Die Messlatte lag hoch. Gesang sollte auch in der Verfilmung eine wesentliche Rolle spielen. Die Umsetzung ist Hooper dennoch gelungen. An faszinierenden Bildern, Kostümen und Kulissen wurde nicht gespart. Der Film ist ein Augenschmaus und auch die Ohren können sich auf einiges gefasst machen. Hooper ging beim Gesang ebenfalls neue Wege: Er ließ seine Schauspieler live am Set singen. Das ist ein Novum, denn der Gesang wird üblicherweise vorher im Studio produziert und bei den Dreharbeiten als Playback wiedergegeben. Die Schauspieler hatten dadurch eine große Hürde zu nehmen, aber alle machten ihre Sache gut. Zwar ist der Gesang nicht perfekt, aber er macht die Geschichte noch glaubwürdiger.

Die weibliche Hauptrolle neben Jackman und Crowe wurde mit Anne Hathaway besetzt. Sie taucht zwar relativ selten als Fantine auf, allerdings tut sie dies umso nachhaltiger. Überzeugend ist hauptsächlich ihr Auftritt mit “I Dreamed a Dream”. In den Nebenrollen sind Samantha Barks, Amanda Seyfried, Eddie Redmayne, Sacha Baron Cohen und Helena Bonham Carter zu sehen. Auf dem Poster zum Film finden sie aber keinen Platz, sodass man schon ins Kino gehen muss, um ihr schauspielerisches Können zu bewundern. Alles in allem ist die Umsetzung des Musicals “Les Misérables” in eine Leinwandversion als geglückt zu bezeichnen.

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Im Februar sind viele Künstler von Kunstwerken auf Leinwand geboren.

Am 1. Februar 1801 erblickte der US-amerikanische Maler Thomas Cole das Licht der Welt. Seine Wurzeln waren allerdings in Großbritannien. Er kam im Jahre 1818 mit seiner Familie in die USA und war gemeinsam mit seinem Vater in dessen Tapetenmanufaktur tätig. Nebenbei widmete sich Cole der Malerei, war erst Porträtmaler, später entdeckte er seine Liebe zur Landschaftsmalerei und gründete schließlich die Hudson River School, deren bedeutendster Vertreter er wurde. Der Name Hudson River School bezeichnete eine Gruppe US-amerikanischer Maler, die sich der Landschaftsmalerei verschrieben hatten. Ihr Stil war der Romantik zuzuordnen. Er stand besonders der Düsseldorfer Malerschule und der Schule von Barbizon nahe. Thomas Cole ließ sich vor allem von den Catskill Mountains am Ufer des Hudson Rivers, den Niagarafällen und dem Gebirge Airondocks im Bundesstaat New York inspirieren. Bekannte Werke des Künstlers sind „Lake with dead trees (Catskill)“ aus dem Jahre 1825 und „Expulsion from the Garden Eden“ aus dem Jahre 1828.

Im gleichen Jahrhundert wie Cole geboren, zudem Mitglied der Schule von Barbizon und ebenfalls von der Landschaftsmalerei angetan, war der Schweizer Maler Karl Bodmer. Sein Geburtstag war der 11. Februar 1809. Dementsprechend ist Bodmer nur wenige Jahre jünger und erlebte den Einfluss Coles auf die Landschaftsmalerei aktiv mit. Bodmer wurde aber nicht allein durch seine Landschaftsmalereien berühmt, er leistete einen wertvollen Beitrag zur Unsterblichkeit der Indianerkulturen in den Great Plains, die längst untergegangen ist. Während seiner Schaffenszeit in Europa reiste er entlang des Rheins, der Lahn und der Mosel. Dort fand er in der wunderschönen Landschaft mit ihren mannigfaltigen Schlössern und Burgen an den Ufern der großen Flüsse ausreichend Betätigungsfeld zum Ausleben seiner Leidenschaft. Er fertigte Aquarelle, Aquatinten, Ölbilder, Kupferstiche und Zeichnungen. Doch dann trat Bodmer eine Reise an, die sein ganzes Leben und das der nach ihm folgenden Menschen veränderte.

Im Jahre 1832 brach Prinz Maximilian zu Wied-Neuwied nach Nordamerika auf. Dafür nahm er Bodmer als wissenschaftlichen Zeichner unter Vertrag. Er sollte die Menschen und das Land sowie die Tier- und Pflanzenwelt des fernen Kontinents mit größtmöglicher Genauigkeit zeichnen. Was damals ein normales Dienstverhältnis war, entpuppte sich später als einzigartiges Erbe für die gesamte Menschheit. Bodmer fertigte Hunderte von Zeichnungen und Skizzen an, die das Leben der Indianer zeigte, wie es später nie wieder werden würde. Überall waren seine Malutensilien wie Bleistift, Leinwand und Aquarellkasten griffbereit. Bodmer hatte sein Herz an die Indianer verloren und wollte sein restliches Leben mit ihnen verbringen. Eine Krankheit und die Bitte des Prinzen, doch wieder mit nach Europa zu kommen, ließen Bodmer seinen Plan aufgeben und zurück nach Paris kehren.

Auch dort konnte er das Erlebte nicht vergessen und zeichnete weiter an den in Amerika begonnenen Kunstwerken. Manche entstanden gar erst in Europa, sodass bis heute nicht sicher ist, welche Bilder direkt in Amerika gefertigt wurden und welche in Europa. Nichtsdestotrotz haben die Bilder Bodmers einen großen Bekanntheitsgrad auf der ganzen Welt erreicht. Nach seinem Tode wurden diese versteigert und sind heute sowohl in bekannten Museen der USA als auch in berühmten Ausstellungen Europas zu sehen. Die Kunstwerke Bodmers waren weiterhin die Inspiration für die Indianergeschichten von Karl May. Der Schriftsteller war mit Prinz Maximilian zu Wied-Neuwied befreundet und nutzte die Bilder des Malers zur Bekanntmachung der Indianer in Deutschland.

Bildquelle: © Huber / Pixelio.de