Aufkleber und T-Shirt Blog

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Ein Aufkleber für familienfreundliche Unternehmen

396923_web_R_K_B_by_Stephanie Hofschlaeger_pixelio.deKinder kosten Geld und Unternehmungen mit der ganzen Familie verschlingen an einem Tag auch mal problemlos Beträge bis in den dreistelligen Bereich hinein. Das weiß auch die Stadt Duisburg und bietet ihren Familien seit 2008 eine Familienkarte an, die einiges an Vergünstigungen bereithält. Zum dritten Mal wird die Karte in diesem Jahr ausgegeben. Anmelden muss man sich dafür nicht. Jeder Haushalt mit Kindern bekommt automatisch Post von der Stadt. Dabei werden ebenfalls Alleinerziehende und nicht verheiratete Paare berücksichtigt. Eine unkomplizierte Angelegenheit! Ist mindestens ein Kind unter der Adresse gemeldet, kommt die Familienkarte ins Haus geflattert. Insgesamt 40.000 Familien sind es, die bisher die Karte erhalten haben, 26.000 von ihnen nutzen sie aktiv und mit der Neuauflage werden sicher noch einige mehr hinzukommen.

Die damit verbundenen Angebote können sich sehen lassen. Die neue Familienkarte beinhaltet 280 davon. Darunter sind beispielsweise ein Gratisgetränk zum Essen, Rabatte auf Kinderschuhe, Spielsachen oder auch auf Brautmoden, Fliesen und eine Zweitbrille. Ferner gibt es freien Eintritt im Museum und kostenlose Kindergerichte. Zudem lässt sich die Familienkarte nicht nur in Duisburg einsetzen, benachbarte Städte beteiligen sich gleichfalls an der Aktion. Unter anderem sind das Neanderthal-Museum in der Nähe von Mettmann, die Camera Obscura in Mülheim, das Sealife in Oberhausen, das Alpincenter in Bottrop und die Zoom-Erlebniswelt in Gelsenkirchen mit von der Partie. Die Familienkarte umfasst die Bereiche Kultur, Einkaufen, Bildung, Freizeit und Sport, eben alles, was Familien Spaß macht und was sie für ein Leben mit Kindern benötigen.

Aktuell werden die neuen Familienkarten zugestellt. Die Neuauflage machten die Wirtschaftsbetriebe Duisburg (WBD) möglich, die alle drei Jahre etwa 10.000 Euro für die Aktion geben. Von diesem Geld werden beispielsweise die Druckkosten für die Karten, der Versand derselben und die Werbeplakate bezahlt. Der Stadt und den Steuerzahler kostet die Familienkarte keinen Cent. Und die teilnehmenden Unternehmen müssen ebenso nichts bezahlen. Sie alle sind von Anfang an dabei. Keiner hat sein Engagement seit der Einführung durch den Jugendamtsleiter Thomas Krützberg vor fünf Jahren eingestellt. Er freut sich über die rege Beteiligung und ruft weitere Unternehmen zur Teilnahme auf. Als Dank gibt es einen bunten Aufkleber mit der Aufschrift „Wir sind ein familienfreundliches Unternehmen.“ Er kann an Firmenfahrzeugen, Schaufenstern, Türen und vielem mehr angebracht werden.

Der Aufruf gilt nicht nur für Unternehmen, sondern weiterhin für Vereine. Manche wie der TuS Hamborn-Neumühl, der 1. Walsumer Judo-Club und der Hamborner Tambourcorps „In Treue fest“ stehen bereits auf der Liste. Wer im Besitz einer Familienkarte ist und diese beim Verein vorweist, spart sich beispielsweise die Aufnahmegebühr oder kann einige Wochen kostenlos trainieren. Familien leben also in Duisburg gut. Ein Beispiel, das in Deutschland Schule machen sollte! Viele Städte bieten bereits gleichgeartete Aktionen an. Auf solch ein Ausmaß wie in Duisburg trifft man aber eher selten. Oft sind es Angebote, die auf die Ferienzeiten zugeschnitten sind oder von einzelnen Institutionen ins Leben gerufen wurden. Dennoch sollten Familien überall gut aufpassen. Sie können an zahlreichen Orten sparen, sei es durch günstige Familienangebote, Ferientickets für die Kinder oder Gutscheine, die sich auch im Internet finden lassen.

Bildquelle: © Stephanie Hofschlaeger / Pixelio.de

Die neueröffnete Bond World 007 zeigt den beliebtesten Agenten der Welt nicht nur auf einem Poster

426153_web_R_K_by_Anna Meister_pixelio.deIn Mürren in der Schweiz verkehrt die Schilthornbahn. Sie führt auf den gleichnamigen Berg, der mit seiner Höhe von 2.970 Metern der höchste Gipfel der Berner Voralpen ist. Wer in eine Kabine der Schilthornbahn steigt, merkt aber spätestens bei der Abfahrt, dass hier etwas anders ist. Geht die Fahrt mit der Seilbahn los, tutet oder klingelt es nicht, wie man es sonst von einer solchen Bahn kennt, sondern es erklingt die Titelmelodie, die sich durch sämtliche Bondstreifen zieht, das James Bond Theme. Die Bahn fährt ab und man macht sich mit der ehemals längsten Luftseilbahn der Welt auf die Reise in eine andere Welt, in die Bond World 007.

Warum diese ausgerechnet auf einem Berg in der Schweiz entstand, hat einen guten Grund. Vor über 40 Jahren war es die Auswahl als Filmlocation für den Bond-Streifen Im Geheimdienst Ihrer Majestät, die die Bahn vor dem Untergang rettete. Sozusagen als Dankeschön wird nun gegenüber den Gipfeln Mönch, Jungfrau und Eiger die einzigartige Ausstellung am 29. Juni 2013 eröffnet. Sie befindet sich im legendären Panoramarestaurant Piz Gloria und zeigt auf 400 Quadratmetern alles, was das Herz des James Bond Fans begehrt. Der Schwerpunkt liegt dabei natürlich auf dem sechsten Film, für welchen auf dem Schilthorn und im Restaurant einige Schlüsselszenen entstanden.

Am 21. Oktober 1968 kam die Filmcrew im bis dahin beschaulichen Mürren an und versetzte den ganzen Ort sowie die Umgebung in Aufruhr. Immerhin waren 120 Menschen an der Entstehung des Films beteiligt. Täglich waren Hubschrauber am Himmel zu sehen und nachts musste so mancher Einwohner auf seine wohlverdiente Nachtruhe verzichten, weil am Filmset noch lange kein Feierabend war. Die Hauptrolle in „Im Geheimdienst Ihrer Majestät“ spielte übrigens George Lazenby. Der Australier war bisher der einzige Bond-Darsteller, der in nur einem Film aus der Reihe zu sehen. Auch deshalb ist der Film wohl nicht ganz so bekannt. Die Streifen mit Sean Connery, Pierce Brosnan oder Roger Moore sind natürlich weitaus populärer, aber dennoch sicherte er der Schilthornbahn das Überleben.

Als Flop kann der Film allerdings nicht bezeichnet werden. An Action mangelte es keinesfalls. Ob es nun spektakuläre Hubschrauberflüge über eine grandiose Landschaft waren oder wilde Verfolgungsjagden mit Bobschlitten und auf Skiern, die Stuntmen sowie Schauspieler zeigten ihr ganzes Können und der Film lockte die Menschen weltweit in die Kinos. Er war der Bond-Film mit der schönsten Bergkulisse und das damals erste alpine Drehrestaurant der Welt als Schauplatz tat sein Übriges dazu.

Die „Bond World 007“ ist Hightech vom Feinsten. In der interaktiven Show werden die Schlüsselszenen aus „Im Geheimdienst Ihrer Majestät“ für den Besucher hautnah erlebbar. Man kann sowohl eine Simulation des Hubschrauberangriffs auf den Unterschlupf von Bösewicht Ernst Stavro Blofeld, gespielt von Telly Savalas, in der Originalhülle einer Alouette III des Schweizer Helikopterbauers Air Glaciers miterleben als auch in einem originalgetreuen Bobschlitten wie Bond vor Blofeld auf der Flucht durch die Bergwelt der Schweizer Voralpen davonrasen. Ein unvergessliches Erlebnis nicht nur für Bond-Fans! Als Erinnerung daran kann man im Souvenirshop bestimmt auch ein Poster zum Film bekommen und sich dieses in der Autogrammstunde anlässlich der Eröffnung von den Darstellern signieren lassen. Sie findet am Eröffnungstag im Drehrestaurant „Piz Gloria“ von 11 bis 12.30 Uhr sowie von 14 bis 15 Uhr statt.

Bildquelle: © Anna Meister / Pixelio.de

Anna Amalia auf Leinwand ist zurück in ihrer Heimatstadt Weimar

359290_web_R_K_B_by_Günter Nieber_pixelio.deKunstwerke gehen oft seltsame Wege. So war es auch beim Porträt der Herzogin Anna Amalia von Sachsen-Weimar-Eisenach, das sie anlässlich eines Aufenthalts in Rom von der dort lebenden Künstlerin Angelika Kauffmann anfertigen ließ. Die Malerin war schweizerisch-österreichischer Abstammung und in zweiter Ehe mit dem venezianischen Maler Antonio Zucchi verheiratet. Zudem war Kauffmann mit Johann Wolfang von Goethe befreundet, der wiederum zu Anna Amalia ein freundschaftliches Verhältnis unterhielt. Jener war es auch, der die Herzogin zu der Reise nach Rom ermutigte. Obwohl sie zu jenem Zeitpunkt in einem verhältnismäßig fortgeschrittenen Alter war – ihr 50. Geburtstag war nicht mehr fern -, brach sie am 15. August 1788 mit sechs weiteren Personen nach Italien auf. Dort verbrachte sie 22 Monate und weilte währenddessen ebenfalls im Haus von Kauffmann.

Anna Amalie genoss das Leben in Rom fernab von ihren politischen Verpflichtungen und tat, was Freund Goethe ihr geraten hatte. Sie besuchte Theater und Konzerte, hatte eine Audienz mit dem Papst, ließ sich die Sehenswürdigkeiten der Stadt zeigen und nahm am gesellschaftlichen Leben teil. Als Anna Amalia nach Weimar zurückkehrte, brachte sie ein Bild auf Leinwand mit, das sie selbst auf einer Veranda oder Terrasse sitzend zeigt. Im Hintergrund ist das Kolosseum zu sehen. Um sie herum verschiedene Dinge, die fest zu ihrem Leben gehörten und charakteristisch für sie waren. Goethe war voll des Lobes und bezeichnete das Gemälde als „vortreffliches Bildnis“. Diese Vortrefflichkeit gelang nur, weil sich während des Romaufenthaltes zwischen Anna Amalia und Angelika Kauffmann eine tiefe Zuneigung entwickelt hatte.

Im Jahr 1797 fand das Bild seinen Platz im Römischen Haus im Park an der Ilm. Seit 1998 gehört dieser zum UNESCO-Weltkulturerbe und ist Bestandteil des Ensembles „Klassisches Weimar“. Als das Römische Haus nach dem Ende der Monarchie an den Freistaat Thüringen überging, erhielt die großherzogliche Familie das Gemälde und verwahrte es im ehemaligen Kloster Heinrichau in Niederschlesien/Polen. Nach dem Zweiten Weltkrieg verlor sich allerdings die Spur des Bildes, bis am 23. Mai 2011 beim Generaldirektor der Museen der Klassik-Stiftung Weimar, Wolfgang Holler, das Telefon klingelte. Der Anruf kam vom Londoner Auktionshaus Sotheby´s. Man habe das bis dato verschollen geglaubte Bildnis von Anna Amalia zur Versteigerung angeboten bekommen und setze das Interesse Weimars voraus, dasselbe zu erhalten. Dieses war natürlich vorhanden und dennoch dauerte es noch bis zum 27. Juli 2012, bis das Bild endlich wieder von Polen nach Deutschland kam. Zu verdanken ist das vor allem Michael Prinz von Sachsen-Weimar-Eisenach. Er setzte sich vehement für die Rückkehr des Gemäldes in die Heimat ein und fand mit dem Auktionshaus sowie Dr. Piotr Büchner als vormaligen Eigentümer eine Lösung, damit das Bild wieder in den Schoß der Familie zurückkehren konnte. Diese wiederum vermachte es der Stiftung als Dauerleihgabe. Somit ist Anna Amalia seit dem 24. Juni 2013 endlich wieder im Stadtschloss Weimar zu sehen.

Im Nord-, Ost- und Westflügel des Schlosses ist das Schlossmuseum beheimatet. Die dort gezeigten Kunstwerke zählen zum Großteil zur ehemaligen großherzoglichen Kunstsammlung. Sie umfasst Ausstellungsstücke vom Mittelalter bis zur Moderne um etwa 1900. Regelmäßig finden Führungen statt. Von März bis Oktober hat das Museum Dienstag bis Sonntag täglich von 10 bis 18 Uhr geöffnet.

Bildquelle: © Günter Nieber / Pixelio.de

Ein düsteres Poster zeigt einen Vorgeschmack auf die Rückkehr von Riddick ins Kino

295087_web_R_K_by_katja irmschler_pixelio.deAls Geschöpf der Nacht darf „Riddick“ alias Vin Diesel allemal bezeichnet werden. Das Muskelpaket ist von Anfang an in der Science-Fiction-Reihe dabei, die inzwischen in die dritte Runde geht. Der am 18. Juli 1967 geborene Action-Held ist bekannt dafür, dass er es richtig krachen lassen kann. Das hat er bereits in den zahlreichen Filmen aus der „Fast & Furios“ – Reihe bewiesen. Auch bei „Riddick“ trifft man auf grenzenlose Action und das ausnahmsweise mal ganz ohne Autos. Wie immer geht es düster zu. Das sieht man bereits auf dem neuen Poster, welches eigentlich als überaus spartanisch zu bezeichnen ist. Zu sehen ist lediglich das Gesicht von Filmheld „Riddick“ und das im Grunde genommen nicht einmal richtig, weil das Poster gemäß dem Filmmotto düster gehalten ist. Hervorstechend sind die blauen Augen, mit denen „Riddick“ in der Finsternis sehen kann. Sie sind sein Markenzeichen und so mancher Kinobesucher wird sich noch sehr gut an den ersten Augenblick erinnern, als diese stechenden Augen von der Kinoleinwand auf ihn herabblickten.

Riddick“ ist ein berüchtigter Schwerverbrecher und seit der dem ersten Filme „auf der Flucht vor diversen Kopfgeldjägern. Seine Augen wurden durch einen operativen Eingriff zu Nachtaugen umgewandelt. „Riddick“ kann dementsprechend in der Dunkelheit sehen, ist aber gleichzeitig überaus lichtempfindlich. Das kommt ihm einerseits entgegen und hilft ihm, bereits seit etlichen Jahren sein Überleben zu sichern, andererseits nutzen seine Gegner die Lichtempfindlichkeit aus und versuchen ihn dadurch zu überwältigen. Am Tag beziehungsweise bei Helligkeit trägt „Riddick“ stets eine Schutzbrille.

Im neuen Streifen lebt „Riddick“ auf einem Planeten, der von der Sonne verbrannt wurde und äußerst lebensfeindlich ist. Dennoch ist er dort nicht allein. Gefräßige Raubtiere leisten ihm Gesellschaft und trachten ihm nach dem Leben. „Riddick“ will deshalb von dem Planeten verschwinden und sieht seine einzige Möglichkeit darin, einen auf dem Planeten Transmitter zu erreichen und mit diesem ein Notsignal abzusetzen. Der Plan gelingt, zumindest teilweise, denn durch das Signal werden zwei Raumschiffe mit Kopfgeldjägern angelockt, die sich in der Nähe befinden. Sie wittern ihre große Chance, endlich die stattliche Prämie zu kassieren, die auf den Kopf von „Riddick“ ausgesetzt ist. Mit der Landung der Raumschiffe geht der Film erst richtig los. Es geht nicht nur darum, „Riddick“ endlich dingfest zu machen und den Behörden zu übergeben, man steht auch in unmittelbarer Konkurrenz zueinander und versucht dementsprechend, sich gegenseitig auszustechen. Zudem hat der Kapitän des einen Schiffes noch eine Rechnung aus vergangenen Tagen mit „Riddick“ offen. So kommen weiterhin persönliche Angelegenheiten ins Spiel. Und als sei das nicht schon schlimm genug, braut sich auch noch auf dem Planeten ein alles vernichtender Sturm zusammen. Bald geht es nicht nur für „Riddick“ ums nackte Überleben. Man darf also gespannt sein, wer ab 19. September 2013 sein Leben lassen wird und wem es gelingen wird, vom Planeten zu flüchten. Wird „Riddick“ zur letzteren Kategorie gehören? Das wird man erfahren, wenn man sich den Film anschaut.

Neben Vin Diesel sind Powerfrau Katee Sackhoff, der smarte Karl Urban, der vor Kraft strotzende Dave Bautista und der charismatische Jordi Mollà zu sehen. Eine hochkarätige Besetzung, die wieder einmal zeigt, dass Regisseur David Twohy genau weiß, was die Fans sehen wollten. Er führte schon bei „Pitch Black – Planet der Finsternis“ und „Regie“. Damit dürfte seine Eignung für den dritten Film bestätigt sein.

Bildquelle: © katja irmschler / Pixelio.de

Neue EU-Verordnung erfordert die komplette Umgestaltung von Etiketten

305776_web_R_K_by_michael hirschka_pixelio.deDie Lebensmittelinformations-Verordnung (LMIV) wurde nach langem Ringen am 6. Juli 2011 vom Europäischen Parlament verabschiedet. Im Dezember 2014 tritt sie in Kraft. Sie stellt sicher, dass alle Verbraucher europaweit die gleichen Informationen erhalten und zudem umfangreicher informiert werden. Mit dem Inkrafttreten der neuen Verordnung verlieren die deutsche Lebensmittel-Kennzeichnungsverordnung und die europäische Etikettierungs-Richtlinie ihre Gültigkeit. Der Bund für Lebensmittelrecht und Lebensmittelkunde e. V. (BLL) beschäftigt sich seit Langem mit der Kennzeichnung von Lebensmitteln. Er hat die neuen Regelungen bereits ausführlicher betrachtet. Im Folgenden wird die neue Verordnung in eine für die Verbraucher verständliche Fassung gebracht.

In Zukunft ist auf jedem Etikett eine Nährwerttabelle zu finden. Ferner dürfen weitergehende Angaben zu den Nährwerten wie etwa Richtwerte für die Tageszufuhr – in der Fachsprache Guideline Daily Amount, kurz GDA genannt – gemacht werden. Für die Kennzeichnung von Allergenen gelten mit der neuen Verordnung strengere Regeln. In der Zutatenliste müssen sie künftig zum Beispiel durch eine andere Schriftfarbe oder Fettdruck deutlich hervorgehoben werden. Die Informationspflicht zu enthaltenen Allergenen wird auf unverpackte Lebensmittel ausgedehnt. Die Herkunftskennzeichnung für Frischfleisch wurde ebenfalls neu geregelt und erweitert. Bis dato waren Angaben zur Herkunft nur bei Rindfleisch Pflicht. Mit der EU-Lebensmittelinformations-Verordnung unterliegen nun gleichfalls Schwein, Ziege, Geflügel und Lamm der Herkunftskennzeichnung.

Auch dem Etikettenschwindel wird ein Riegel vorgeschoben. Lebensmittelimitate – das sind Lebensmittel, in denen ein sonst üblicher Bestandteil durch einen anderen ersetzt wurde – sollen für den Verbraucher leichter erkennbar werden. Zum einen muss neben dem Namen des Erzeugnisses darauf hingewiesen werden, zum anderen müssen aus mehreren Stücken zusammengesetzte Fleisch- oder Fischprodukte eindeutig gekennzeichnet werden, damit sofort erkennbar ist, dass es sich bei dem Produkt um kein natürlich gewachsenes Stück handelt. Zu guter Letzt wurden einheitliche Schriftgrößen für die gesetzlich vorgegebenen Angaben festgelegt. Der Aufdruck muss sich an einer gut sichtbaren Stelle befinden und mindestens eine Schriftgröße von 1,2 mm besitzen. Für Verpackungen mit Oberflächen weniger als 80 Quadratzentimeter ist eine Mindestschriftgröße von 0,9 mm erforderlich.

Da die Umstellung auf die neue Verordnung eine gewisse Zeit in Anspruch nimmt, wird den Unternehmen eine Übergangsfrist von drei bis fünf Jahren gewährt. Die Neugestaltung der Etiketten stellt sich dabei als besonders zeit- und geldintensives Unterfangen dar. Vor allem Exportländer wie etwa Österreich mit einer Exportquote von 60 Prozent dürfen für die neuen Etiketten tief in die Tasche greifen. Man rechnet mit Kosten im zweistelligen Millionenbereich. Die Etiketten müssen neu entworfen, der Text angepasst und im schlimmsten Falle sogar alte Etiketten vernichtet werden. Daraus ergibt sich ein immens hoher Kosten- und Zeitaufwand, der hauptsächlich kleineren Unternehmen einiges abverlangt.

Aber nicht nur das: Der Platz auf den neuen Etiketten wird durch die Vorgabe der Mindestschriftgrößen denkbar knapp. Bei Exportartikeln werden die Angaben in mehreren Sprachen aufgebracht. Das ist durch verschiedene Richtlinien geregelt, die auch weiterhin ihre Gültigkeit haben werden. Somit stehen sich Export und Lebensmittelinformations-Verordnung ein wenig im Weg. Die Praxis wird zeigen, wie sich beides unter einen Hut bringen lässt. Die Unternehmer hoffen dabei nur, dass es nicht bald wieder zu einer Änderung kommen wird. Als Lösung für die Etikettenangelegenheit bietet sich eventuell für jede Sprache ein Eigenes an. Soweit möchten es die Exportunternehmen allerdings aus Kosten- und Zeitgründen nicht unbedingt kommen lassen.

Bildquelle: © Michael Hirschka / Pixelio.de

Die Biennale in Venedig zeigt nicht nur Kunst auf Leinwand

512708_web_R_K_B_by_moritz rothacker_pixelio.deEine Biennale ist eine Ausstellung, eine Schau oder ein Festival, welches alle zwei Jahre stattfindet. Abgeleitet ist der Begriff von Biennium. Das Wort steht für einen Zeitraum von zwei Jahren. Drei Biennalen sind in der internationalen Kunstwelt tonangebend. Die wohl wichtigste Biennale hat derzeit in Venedig ihre Pforten geöffnet. Vom 1. Juni bis 24. November 2013 gibt es in der Stadt all jenes zu bestaunen, was heute unter den Namen Zeitgenössische Kunst fällt. Diese erstreckt sich längst nicht mehr nur auf ein Gemälde auf Leinwand. Manch ein Künstler benötigt gar einen ganzen Raum, um seiner Kunst Ausdruck zu verleihen. Und selbst dieser reicht nicht immer aus, sodass man auf der Biennale di Venezia auch zahlreiche Kunstwerke im Freien betrachten kann.

Bei dem enormen Platzbedarf erscheint es nur logisch, dass die gesamte Stadt involviert ist. Schiffswerften (sogenannte Arsenali), Museen, Paläste und sonstige Orte, die mit Kunst in Verbindung gebracht werden, werden in die Ausstellung einbezogen. Venedig wird für ein halbes Jahr so etwas wie die Kunsthauptstadt der Welt und jeder Künstler, gleich ob als Austeller oder Besucher, plant in dieser Zeit eine Reise in die Stadt der Lagunen ein. Höhepunkt bildete ohne Zweifel die Verleihung des „Goldenen Löwen“. Er ging an Edson Chaga, einem Angolaner, der sich für die Fotografie begeistert. Obwohl sich seine Ausstellung weitab von der Besucherroute befindet, konnte er sich doch die begehrte Auszeichnung sichern. Im Palazzo Cini ist die Ausstellung mit dem Titel “Encyclopedic City Luanda” zwischen alten Gemälden zu sehen.

Die zeitgenössische Kunst zeichnet sich dadurch aus, dass aktuelle Hilfsmittel wie Digitalkameras, Lasertechnik und moderne Materialien bei der Erschaffung derselben zum Einsatz kommen. Ebenso wie in der Wirtschaft ist auch bei dieser Kunstrichtung ein Trend gen Asien zu bemerken. Die chinesischen Künstler haben bei der diesjährigen Biennale eindeutig die Nase vorn. Ihnen widmet sich eine Sonderausstellung in einer riesigen Halle. Sie befindet sich am nördlichen Ende der Arsenali, deren Hallen aus dem 16. Jahrhundert stammen. Ein friedliches Miteinander der Kunstkulturen sozusagen sowie der Moderne und der Vergangenheit. Die Arsenali bieten genau das richtige Ambiente für eine Kunstausstellung. Die jahrhundertealten Hallen sind eine eigenständige Sehenswürdigkeit, die ebenfalls ein Hauch von Kunst verkörpert. Seit 1999 ist die Biennale di Venezia hier heimisch. Eine bessere Heimat als Zentrum der bedeutenden Kunstausstellung konnte man kaum finden.

Die 55. Biennale wird natürlich auch mit deutscher Beteiligung durchgeführt. Im Deutschen Pavillon, der eigentlich Französischer Pavillon heißt, sind Arbeiten von Davanita Singh, Romuald Karmakar, Ai Weiwei und Santu Mofokeng zu bewundern. Zu Recht wird sich nun der Eine oder Andere fragen, was die Personen hinsichtlich ihrer Namen mit Deutschland zu tun haben. Kuratorin Susanne Gaensheimer hat in der Beziehung einen transnationalen Ansatz im Sinn. Da bereits durch den deutschen Beitrag im Französischen Pavillon ein grenzüberschreitendes Projekt begründet wurde, wollte sie sich nicht nur über die Landesgrenzen hinweg ausbreiten, sondern sogleich über die Grenzen aller Kontinente. Die Gesamtleitung der Biennale di Venezia 2013 liegt in den Händen von Massimiliano Gioni. Er ist der jüngste Kurator seit Bestehen der Biennale in Venedig. Außerdem nimmt in diesem Jahr erstmalig der Vatikan teil.

Bildquelle: © moritz rothacker / Pixelio.de