Aufkleber und T-Shirt Blog

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Der T-Shirt Druck macht viele tolle Aktionen möglich

160107_web_R_K_by_Jürgen Oberguggenberger_pixelio.deLängst sind bedruckte T-Shirts so etwas wie Alltag. Überall trifft man inzwischen auf sie. Vereine, Unternehmen, Schulen und andere Gemeinschaften demonstrieren ihre Zusammengehörigkeit mit T-Shirts in gleichen Designs, Einzelexemplare erinnern an ein denkwürdiges Ereignis. T-Shirts mit individuellem Druck liegen im Trend und sind für jedermann erreichbar. Allgemein sind T-Shirts Basics im Kleiderschrank. Sie werden von allen Geschlechtern und allen Altersgruppen getragen. Charakteristisch für das T-Shirt ist die T-Form. Sie gab diesem Bekleidungsstück seinen Namen. Entwickelt hat es sich vermutlich aus dem sogenannten Takelhemd, welches die Seeleute früher trugen. Später diente das T-Shirt nur als Unterhemd, heute ist es ein Allroundkleidungsstück, das zu jedem Anlass passt.

Die unglaubliche Vielfalt der T-Shirts führt dazu, dass alle Menschen an ihnen Gefallen finden. Manchmal treibt die Liebe zum T-Shirt allerdings absurde Blüten. Das trifft vor allen Dingen zu, wenn ein bekannter Name dahinter steht. So verkauft der Rapper Kanye West im Rahmen seiner eigenen Kollektion ein rein weißes T-Shirt ohne irgendwelche Aufdrucke oder sonstigen Besonderheiten für schlappe 120 Dollar. Das sind umgerechnet 80 Euro. Hier lässt sich über Sinn oder Unsinn vortrefflich streiten. Da ist die Aktion der „Westdeutschen Zeitung“ wesentlich attraktiver und zudem mit einem guten Zweck verbunden. Um die Schüler an den Krefelder Schulen zu mehr Bewegung und sportlicher Aktivität zu motivieren, schrieb die Zeitung für jedes „Sehr gut“ in Sport auf dem Zeugnis ein eigens für die Aktion bedrucktes T-Shirt als Belohnung aus. Das ließen sich die Kids nicht zwei Mal sagen. Sobald sie ihr Zeugnis in den Händen hielten, stürmten sie die Geschäftsstelle, um sich ihren wohlverdienten Preis abzuholen. Dabei stellte sich schnell heraus, dass längst nicht alle Kinder zur Generation Playstation und Co gehören. Viele haben noch Spaß an der Bewegung und verbringen ihre Freizeit lieber mit Freunden auf dem Fußballplatz oder im Schwimmbad.

Apropos Fußball: Dass man mit einem T-Shirt trotz aller Unkompliziertheit auch ins Fettnäpfchen treten kann, bewies unlängst Mario Götze. Ihn kam die Wahl seines T-Shirts wegen eines unpassenden Aufdrucks teuer zu stehen. Als der Spieler als Neuzugang beim legendären FC Bayern München Anfang Juli der Öffentlichkeit vorgestellt wurde, trug er ein T-Shirt, auf dem unübersehbar das Logo seines Privatsponsors prangte. Das brachte ihm noch vor seinem ersten Spiel für den Verein eine hübsche Geldstrafe ein. Es wird über einen fünfstelligen Betrag spekuliert. Eine offizielle Bestätigung gibt es darüber aber nicht. Und Mario Götze ist nicht der Einzige, dem ein solches Missgeschick widerfahren ist. Zeitgleich wurde ebenfalls über Jan Kirchhoff und Mario Gomez eine derartige Strafe verhängt. Sie traten bei offiziellen Terminen ebenfalls mit T-Shirts von ihren Privatsponsoren an. Das musste geahndet werden! Die fälligen Geldbeträge sollen übrigens den Flutopfern zu Gute kommen. Dies wiederum eine erfreuliche Geste, die auf Zustimmung treffen dürfte.

In Hannover wurde kürzlich sogar ein T-Shirt-Kiosk eröffnet, wo selbst designte T-Shirts verkauft und originell in Pizzakartons verpackt werden. Der Weg zum T-Shirt-Designer steht im Übrigen allen offen. Jeder kann seine Kreativität ausleben und sein eigenes T-Shirt gestalten. Auf Seiten wie clickandprint.de kann man seinen ganz individuellen T-Shirt-Druck mit eigenen Motiven verwirklichen. Ob es ein Einzelstück sein soll oder gleich die Bestellung von mehreren Exemplaren getätigt wird, spielt dabei keine Rolle.

Bildquelle: © Jürgen Oberguggenberger / Pixelio.de

Nicht immer muss die Leinwand für kreative Malereien herhalten

594972_web_R_K_B_by_Katharina Wieland Müller_pixelio.deUm am Markt wettbewerbsfähig zu bleiben, bedarf es regelmäßig neuer Ideen. Das weiß natürlich auch die Warsteiner Brauerei. Das Traditionsunternehmen, welches 1753 gegründet wurde, verbindet ab September Kunst und Biergenuss in der „Warsteiner Art Collection“ miteinander. Dann erhält jeder beim Kauf von einem Kasten bestimmten Bieres eine Aluflasche in einem einmaligen Design gratis dazu. Auf ihr prangt ein Kunstwerk von einem internationalen Künstler. Sechs Stück an der Zahl waren es, die von der Brauerei die Gelegenheit erhielten, sich auf einer der Flaschen zu verewigen: Insa, Nychos, Aaron de la Cruz, Stefan Strumbel, Brooke Reidt und 123 Klan. Die Künstler sind zwischen Streetart und Galerie angesiedelt. Sie haben abseits vom Mainstream und den sonst herrschenden Vorstellungen über Kunst ihren eigenen Stil gefunden. Die Aktion der Warsteiner Brauerei gibt ihnen die Gelegenheit, ihren Kunststil einer breiten Masse zu präsentieren. Neu sind derartige Aktionen der deutschen Großbrauerei nicht. Vor mehr als 30 Jahren begann das Zusammenspiel zwischen Bier und Kunst. Damals zeichnete kein Geringerer als der weltberühmte Pop Art – Künstler Andy Warhol die Pilstulpe vom Warsteiner Bier. Seit dieser Zeit unterstützt das Unternehmen regelmäßig Kunstprojekte.

Das 260. Firmenjubiläum der Brauerei nahm man nunmehr zum Anlass, endlich einmal eine eigene Kunstkollektion herauszubringen, bei der die urbane Kunst mit ihren vielfältigen Facetten im Vordergrund steht. Interessant ist dabei die unterschiedliche Sichtweise, mit der die Künstler an die gestellte Aufgabe herangegangen sind. Es gab lediglich die Vorgabe, eine Flasche aus Aluminium als Leinwand zu nutzen. Aussagen zu einem gewünschten Motiv oder einem bestimmten Thema wurden nicht getätigt. So konnte jeder Maler die berühmte, künstlerische Freiheit in vollem Umfang ausleben. Herausgekommen sind Motive, die die Herkunft der Künstler widerspiegeln und zugleich die unterschiedlichen Hintergründe der Inspiration zu dem jeweiligen Kunstwerk erkennen lassen. Im Gegensatz zu einer Glasflasche, bei der die Gestaltungsfläche lediglich auf die Etiketten vorne und hinten beschränkt ist, bietet eine Aluminiumflasche wesentlich mehr Platz. Den wussten die Künstler für ihre aussagekräftigen Bilder zu nutzen.

Der Kunde kann sich davon ab September im Handel überzeugen. Wer nicht solange warten möchte, hat am 24. August die Gelegenheit, als geladener Gast im ehemaligen Berliner Kaufhaus Jandorf der erstmaligen Präsentation der „Warsteiner Art Collection“ beizuwohnen. Neben den sechs Sammelflaschen sind weitere Werke der jungen Künstler zu sehen, die außerdem persönlich anwesend sein werden. Steht man nicht auf der Gästeliste, ist die kostenlose Ausstellung vom 25. bis zum 27. August für die Öffentlichkeit geöffnet und das täglich von 12 bis 18 Uhr.

Kunst und Bier werden auch in Zukunft bei der Warsteiner Brauerei ein Thema sein. Die erste eigene Kollektion ist noch nicht im Handel und schon ruft das Unternehmen zu einem weiteren Designwettbewerb über das soziale Netzwerk Facebook auf. Jeder kann mitmachen und ein Motiv für eine Flasche kreieren. Nächstes Jahr werden die besten Entwürfe bei einer Special-Edition zu sehen sein.

Zählt man sich nicht zu den Künstlern und möchte lieber einmal hinter die Kulissen der Brauerei schauen, hat man im Besucherzentrum „Warsteiner Welt“ am Firmensitz im nordrhein-westfälischen Warstein die Möglichkeit dazu. Fünf Tage in der Woche finden Führungen durch die Brauerei statt. Am Donnerstag ist zusätzlich Partytime mit einem DJ angesagt.

Bildquelle: © Katharina Wieland Müller / Pixelio.de

Ein Aufkleber schützt im Kreis Minden-Lübbecke gegen Fahrraddiebstahl

EPSON scanner imageFahrräder sind ein begehrtes Diebesgut. Das Schloss kann noch so sicher sein, es genügen nur fünf Minuten beim Bäcker und der Drahtesel ist auf Nimmerwiedersehen verschwunden. Die Aufklärungsquote der Polizei ist relativ gering. Häufig werden die einzelnen Teile des Rads verkauft, das Wiederfinden eines kompletten Fahrrads ist selten. Steht der Wiederverkauf desselben im Vordergrund, handeln die Diebe schnell und entkommen dadurch dem Zugriff der Ordnungshüter. Zudem ist ein Fahrrad von einem Außenstehenden längst nicht in der Art wiedererkennbar, wie es bei einem Auto der Fall ist. So bleibt den Betroffenen in der Regel nichts anderes übrig, als eine Neuanschaffung vorzunehmen. Besonders ärgerlich ist der Diebstahl bei einem teuren Rad, welches mehrere hundert oder gar tausende Euros gekostet hat.

Im Kreis Minden-Lübbecke ist seit einiger Zeit ein Präventionsprojekt in Gange, was den Diebstahl von Fahrrädern verhindern soll. Das Projekt trägt den Namen „Kein Fahrrad ohne Nummernschild“ und wurde als Modellprojekt am 8. Juni 2010 von der Kreispolizeibehörde Steinfurt in Nordrhein-Westfalen ins Leben gerufen. Natürlich ist ein starres Nummernschild wie bei einem Auto an einem Fahrrad schlecht anzubringen, dennoch ist es in Form eines Aufklebers möglich.

Ende Juni 2013 ging nun das Projekt in Petershagen an den Start. Der Ort mit seinen rund 25.000 Einwohnern ist die vierte Stadt, die sich an der Aktion beteiligt. Zuvor wurde diese in Porta Westfalica, Minden und Bad Oeynhausen begonnen. Am Rathaus in Lahde wurde am 29. Juni um 10.00 Uhr das erste Rad in Petershagen mit dem schwer ablösbaren Aufkleber ausgestattet. Auf ihm befindet sich ein Code, der das Fahrrad unverwechselbar und im Falle eines Diebstahls besser auffindbar macht. Für die Kennzeichnung mit dem Aufkleber melden sich Interessenten zwecks einer Terminabsprache direkt bei der Polizeiwache. Hier werden nun auf einer Karte die persönlichen Daten des Besitzers sowie die Daten zum Rad erfasst, anschließend wird der Aufkleber aufgebracht. Unter anderem werden auf der Karte das Kennzeichen und die Nummer des Fahrradrahmens vermerkt. Möglich ist die Kennzeichnung von Montag bis Freitag, jeweils von 7.30 bis 16.00 Uhr und am Wochenende von 12.30 bis 21.30 Uhr. Zur Registrierung sind der Personalausweise und die Rechnung des Fahrrads erforderlich. Ist letztere nicht vorhanden, wird über den Polizeicomputer ein Datenabgleich vorgenommen. Sofern kein anderer Eigentümer dabei ermittelt wird, was letztendlich unschöne Konsequenzen für den aktuellen Besitzer nach sich zieht, kann die Registrierung durchgeführt werden.

Die ganze Aktion ist kostenlos.

Der Landrat Dr. Ralf Niermann kann in dieser Beziehung bereits mit konkreten Zahlen aufwarten. Mehr als 2.000 Fahrräder wurden bereits codiert. Aus den drei anderen Städten, wo das Projekt schon vor einiger Zeit startete, ist bereits ein Rückgang bei den Fahrraddiebstählen zu bemerken. Allerdings trifft das nur auf die gekennzeichneten Räder zu. In Minden wurden seit dem 1. September 2012 gerade einmal sieben von den 1.553 registrierten Fahrrädern gestohlen. Jener ist auffällig und macht das Rad für einen Wiederverkauf ungeeignet. Bad Oeynhausen meldete bisher 274 codierte Räder und Porta Westfalica 260. Die Aufkleber sind mit einer speziellen Sicherheitsfolie versehen. Dadurch können sie nur mit äußerster Mühe wieder entfernt werden. Das wirkt auf Diebe abschreckend. Aufwand und Nutzen stehen in keinem Verhältnis zueinander, sofern überhaupt von Nutzen die Rede sein kann. Schließlich ist das mit dem Aufkleber ausgestattete Fahrrad unverkäuflich.

Bildquelle: © I.Rasche / Pixelio.de

Der Traum aller Superheldenfans wird bald wahr – ein Poster gibt es aber noch nicht

644151_web_R_K_B_by_Rainer Sturm_pixelio.deBatman und Superman sind die wohl bekanntesten Superhelden unserer Erde. Millionen Menschen zählen sich zu ihren Fans. Sie haben die Comics der Helden gelesen und natürlich auch die zahlreichen Kinofilme gesehen. Über Jahrzehnte hinweg kämpften Batman und Superman gegen das Böse, bisher aber immer getrennt. Das möchte US-Regisseur Zack Snyder nun ändern. Der Macher von „300“ und „Watchmen“ zeigte sich auf der diesjährigen „Comic Con 2013“ – der aktuell weltweit größten Messe rund um das Thema Comic – im kalifornischen San Diego äußerst gesprächig: Er plauderte über sein Ziel, die beiden Superhelden voraussichtlich im Sommer 2015 gemeinsam auf der Kinoleinwand gegen die Bösewichte dieser Welt antreten zu lassen. Der Streifen wird den Namen „Man of Steel II“ tragen. An einen Misserfolg des Films glaubt der erfolgreiche Regisseur nicht. Im Gegenteil, er hat sogar schon die Titel für weitere Folgen parat. Im Jahre 2016 ist demnach „Flash“ zu sehen und ein Jahr später bereits „Justice League“. Das dürften drei unvergessliche Jahre für Cineasten und Superheldenfreunde werden.

Auf ein Poster müssen die Fans allerdings noch warten. Schließlich ist die Rollenverteilung noch nicht einmal klar. Henry Cavill wird wiederum in die Rolle von Superman schlüpfen. Eine Zusage des britischen Schauspielers soll bereits vorliegen. Er ist nach eigenen Aussagen schon voller Vorfreude auf die Dreharbeiten. Ein geeigneter Darsteller für Batman ist dagegen noch nicht gefunden. Christian Bale steht nicht mehr zur Verfügung. Nach der Batman-Trilogie im letzten Jahr hat er seinen Fledermaus-Umhang ein für allemal an den Nagel gehängt. Überdies hat der neue Film nichts mit der Trilogie gemein. Bei der Regieführung gibt es zumindest keine Veränderung. Warner Bros. vertraut auf das Können von Snyder. Schließlich hat der erste Teil von „Man of Steel“bis heute schon 600 Millionen Dollar in die Kinokassen gespült. Das sind umgerechnet 456 Millionen Euro. Man bedenke aber dabei, dass der Start des Films erst im Juni dieses Jahres erfolgte und er immer noch in den globalen Kinos zu sehen ist. Neben Cavill als Superman stehen in weiteren Rollen Diane Lane, Lawrence Fishburne und Amy Adams fest. Beim Script vertraut die Produktionsfirma gleichfalls auf bewährtes und greift wiederum auf Drehbuchautor David Goyer zurück, der sich am Drehbuch von „Man of Steel“ beteiligt hat. Hinter Christopher Nolan als Produzent steht dagegen bisher noch ein Fragezeichen. Hier gibt es noch keine Bestätigung, ob er wieder mit von der Partie sein wird.

Im Comic arbeiteten die Superhelden übrigens das erste Mal schon 1954 zusammen. In den „Worlds Finest“-Comicstraten sie als beste Freunde auf. Obgleich sich beide rivalisierend gegenüberstanden, waren sie in tiefer Kameradschaft miteinander verbunden. Der US-amerikanische Comicautor Frank Miller beendete allerdings 1986 die Freundschaft in seiner Miniserie „Dark Knight“. Fortan befanden sich Superman und Batman politisch als auch philosophisch auf völlig verschiedenen Seiten. Der Name „Dark Knight“ ist übrigens ein Synonym für Batman, während mit „Man of Steel“ Superman in Verbindung gebracht wird. Ab nächstes Jahr sind sie nun endlich wieder vereint. Dann beginnen nämlich die Dreharbeiten zu „Man of Steel II“. Sofern natürlich ein geeigneter Darsteller für Batman gefunden ist.

Bildquelle: © Rainer Sturm / Pixelio.de

Rembrandt, der Meister der Leinwand, erhält eine besondere Ehrung von Google

Eigentlich hieß Rembrandt mit bürgerlichem Namen Rembrandt Harmenszoon van Rijn, allerdings ging er nur mit seinem Vornamen in die Geschichte ein. Stets und ständig ist von Rembrandt die Rede. Jedes Kind weiß, dass es sich dabei um einen Maler handelt. Rembrandt wurde am 15. Juli 1606 im niederländischen Leiden geboren. Verstorben ist er am 4. Oktober 1669 in Amsterdam. Damit fiel seine Lebenszeit genau in das sogenannte Goldene Zeitalter. Die Niederlande waren in dieser Zeit politisch, wirtschaftlich und ebenfalls künstlerisch auf ihrem Höhepunkt. Rembrandt dagegen erlebte Höhen und Tiefen in seinem Leben. Oft hatte er mit erheblichen finanziellen Problemen zu kämpfen. Im Jahre 1656 musste er sogar Konkurs anmelden. Als er starb, war er völlig verarmt.

Heute wäre der Künstler mit seinen Werken Millionär, wenn nicht gar Milliardär. Wie bei vielen anderen seiner Zunft wurde der wahre Wert seines Schaffens erst nach seinem Tod erkannt. Ohne Zweifel gehören Rembrandts Werke zu den wertvollsten der Welt. Das bisher teuerste Gemälde von ihm ist das aus dem Jahre 1658 stammende Porträt „Ein Mann mit den Armen in der Hüfte“. Es wurde am 8. Dezember 2009 für unglaubliche 20.201.250 Pfund bei Christie´s in London versteigert. Umgerechnet sind das 33.210.855 Dollar.

Wie umfassend sein Schaffenswerk ist, darüber streiten die Experten. In den 1920er Jahren ging man von mehr als 700 Werken aus. In der Gegenwart spricht man ihm etwa 100 Gemälde auf Leinwand, rund 300 Radierungen und ungefähr 1.000 Zeichnungen zu. Seine Motive waren dabei vielfältig. Historiengemälde waren ebenso dabei wie Gruppenbildnisse und Porträts. Landschaften inspirierten ihn gleichfalls. Außerdem gibt es mehrere Selbstporträts von ihm. Ein solches wurde von Google auserkoren, um den Meister zu seinem 407. Geburtstag zu ehren.

Das „Selbstbildnis mit roter Mütze“ ist relativ unbekannt. Es entstand um 1660, also etwa neun Jahre vor seinem Tod. Der Künstler ist deutlich gealtert, die Sorgen und Nöte der Vergangenheit stehen ihm ins Gesicht geschrieben. Die Alterung Rembrandts lässt sich gut verfolgen, hat er doch unzählige Selbstporträts von sich gefertigt. Auf einem Großteil von ihnen ist Rembrandt verkleidet zu sehen. Bekannt ist beispielsweise das „Selbstporträt als Apostel von Paulus“, dessen Entstehung auf rund ein Jahr nach dem oben genannten Bild datiert wird. Vermutlich im Jahr 1663 malte Rembrandt sein wohl berühmtestes Selbstporträt: das „Selbstporträt als Zeuxis“. Die Einordnung des Bildes wird sogar von Experten als schwierig erachtet. Häufig wird es als Bildnis der Selbstironie betrachtet. Da es nur wenige Jahre vor dem Tode Rembrandts von diesem geschaffen wurde, sieht man es als Selbstreflexion über die Erkenntnis der eigenen Sterblichkeit und Arroganz. Die Deutung ist angesichts des Lebens von Rembrandt am wahrscheinlichsten.

Ein Klick auf das Selbstporträt, welches Google in ein sogenanntes Doodle umwandelte, führte direkt zu den Ergebnissen zum Suchwort „Rembrandt“. Das Google Doodle ist das veränderte und auf ein bestimmtes Thema angepasste Google-Logo. Es ist zu besonderen Anlässen auf der Startseite zu sehen. 2011 hat sich Google seine Doodles in den USA patentieren lassen. Geben tut es die kleinen Spielereien bereits seit 1998. Bis Mitte Mai diesen Jahres sind mehr als 1.600 Doodles erschienen. Das Rembrandt-Doodle ist in der Zahl noch nicht enthalten. Anfangs wurden die Doodles weltweit geschaltet. Inzwischen sind sie auf bestimmte Länder zugeschnitten. Nur globale Ereignisse wie Weltmeisterschaften oder die Olympischen Spiele werden in weltweiten Doodles gewürdigt.

Link zum Bild: http://www.pixelio.de/media/145457

Picasso meets Fashion – Wie Kunst auf Leinwand einen Modefotografen inspiriert

105307_web_R_K_by_Paul-Georg Meister_pixelio.deWer Mode in Szene setzen will, muss sich heute einiges einfallen lassen. Der Modefotograf Eugenio Recuenco hat dies getan: Er hat sich von seinem Landsmann Pablo Picasso inspirieren lassen und großartige Fashionaufnahmen geschaffen. Sie könnten ohne Zweifel den Originalen den Rang ablaufen. Liebhaber der Fotografie werden sicher nicht achtlos an den Aufnahmen vorbeigehen. Recuenco schuf für seine Models die gleiche Szenerie wie auf den Bildern von Picasso. Dabei geht es dem Künstler nicht vordergründig darum, die Mode zu präsentieren, sondern eher das Lebenswerk Picassos zu würdigen. Es ist seine ganz persönliche Hommage an einen der bedeutendsten Maler des 20. Jahrhunderts.

Sieht man Fotografie und Kunstwerk nebeneinander, treten die Gemeinsamkeiten deutlich zutage. Die Models tragen Kleidung mit identischen Mustern und Farben, die Haare wurden gleich gestylt, die Kopfbedeckungen ähneln sich. Natürlich passen ebenfalls der Hintergrund und die Requisiten, sofern welche vorhanden sind. Pablo Picasso war Mitbegründer des Kubismus. Das Konzept bildet auch die Basis der Fotografien von Recuenco. Er hat es zudem um einen visuellen Effekt erweitert: Seine zweidimensionalen Bilder erscheinen beim Betrachten dreidimensional.

Die beiden Künstler verbindet allerdings noch mehr als lediglich die Begeisterung für den Kubismus. Wie Picasso ist Recuenco ein Spanier und wurde bereits mehrfach für sein Schaffen geehrt. Zahlreiche Fotos, Kurzfilme und Werbespots haben ihm zu Auszeichnungen verholfen. So inszenierte Recuenco im Jahre 2011 das Musikvideo „Mein Herz brennt“ für die deutsche Musikgruppe Rammstein. Sein filmisches Auge und seine außergewöhnlichen Sets lassen Einzigartiges entstehen. Seine neuesten Kunstwerke sind gleichfalls preisverdächtig. Sie sind kraftvoll gestaltet und scheinen aus einer anderen Welt zu stammen. Ein weiteres, gemeinsames Merkmal der Kunstschöpfer ist ihr Perfektionismus. Nur rundum perfekte Szenen sind es würdig, für die Ewigkeit festgehalten zu werden. Dafür vertraute Recuenco auf aufwändige Kulissen, die von Hand gefertigt wurden und bis ins Detail ausgeklügelt waren. Nichts wurde dem Zufall überlassen, alles musste wie beim großen Meister zu 100 Prozent perfekt sein.

Dem Fotografen gelingt mit seiner Fotoserie eine interessante Kombination von altehrwürdiger und moderner Kunst. Die Kunstwerke Picassos als Vorlage zu nehmen, ist eine große Herausforderung, die Recuenco ohne Zweifel gemeistert hat. Zwar ist er noch nicht auf dem Level, dass ihm zu Ehren bereits zu seinen Lebzeiten zwei Museen eingerichtet werden, aber was nicht ist, kann ja noch werden. Picasso erging es so. Das Musée Picasso in Antibes und das Museu Picasso in Barcelona ehrte den Künstler schon zu Lebzeiten für sein Schaffenswerk. Im Museu Picasso sind hauptsächlich Jugendwerke zu sehen, die der Maler zwischen 1895 und 1904 schuf. Im Musée Picasso unterhielt der Künstler von Juli bis Dezember 1946 ein eigenes Atelier. Das Museum befindet sich in einem Schloss, dem Chateau Grimaldi, welches nach dem Adelsgeschlecht der Grimaldi benannt wurde. Picasso vermachte der Gemeinde Antibes 23 Bilder und wurde zum Ehrenbürger der Stadt ernannt. 1990 erhielt das Museum aus dem Nachlass des Künstlers von Jaqueline Picasso weitere Werke. Aber nicht nur Gemälde auf Leinwand sind im Musée Picasso zu sehen. Picasso war zugleich Grafiker und Bildhauer. Daher können auf der Terrasse des Museums weiterhin Plastiken und Skulpturen des Künstlers bestaunt werden.

Bildquelle: © Paul-Georg Meister / Pixelio.de