Aufkleber und T-Shirt Blog

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Von Autoaufkleber bis Superluxusschlitten ist alles dabei auf der IAA 2013

608579_web_R_K_B_by_ticketlink.de_pixelio.deSeit 1953 ist die IAA Personenkraftwagen im Programm der Frankfurter Messe eine feste Institution. In jedem ungeraden Jahr ist es soweit. Das bedeutet, dass die nächste IAA in den Startlöchern steht. 2013 ist eine ungerade Zahl und somit findet vom 12. bis 22. September dieses Jahres endlich wieder die von Ausstellern und Besuchern sehnsüchtig erwartete IAA auf dem Messegelände in Frankfurt/Main statt. Selbstverständlich wird wiederum alles vertreten sein, was Rang und Namen in der Autobranche besitzt. Besonders die deutschen Autohersteller präsentieren sich zahlreich. Einerseits zeigen sie alte Modelle im neuen Glanz, andererseits handelt es sich um Studien und Konzeptcars, die die Zukunft revolutionieren könnten. Das letzte Wort hat aber in dieser Hinsicht immer der Verbraucher. Er muss schließlich die Autos kaufen und da tut er sich momentan hauptsächlich bei den umweltbewussten Elektroautos schwer. Nichtsdestotrotz ist BMW wieder mit seinem i3 und i8 vertreten. Die beiden Serienfabrikate mit Elektroantrieb stehen beim bayerischen Autobauer auf der aktuellen IAA im Vordergrund. Da könnte man glatt die dritte Generation vom X5, das 4er Cabrio und das 4er Coupé in der Neuauflage übersehen. Der Hersteller wird sich aber sicher auch darüber Gedanken gemacht haben, wie man den neuen Modellen gebührende Aufmerksamkeit verschafft.

Audi tritt gleichfalls mit altbewährtem im neuen Kleid auf: Der A8 war ein wenig in die Jahre gekommen und hat daher ein Facelift erhalten. Das Ergebnis wird auf der IAA präsentiert. Weiterhin ist der RS 7 Sportback zu sehen. Der durchaus familientaugliche Audi mit dem Fließheck hat 560 PS unter der Haube und ist für 140.000 Euro zu haben. Der Dritte im Bunde der deutschen Autohersteller ist Mercedes, der den kleinen SUV mit dem geheimnisvollen Namen GLA ins Rennen schickt und außerdem die neue S-Klasse sowie eine Coupéversion im Gepäck hat. Beim VW-Konzern steht der praktische Nutzen im Mittelpunkt. Der Golf, seit Jahrzehnten einer der Topseller auf dem Automarkt, betritt als GolfPlus die Bühne der internationalen Autowelt. Sein Highlight ist eine komplett neue Karosserie. Konzernschwester Skoda hat ein Coupé mit einem Kombi gekreuzt und bringt diese Kreuzung als Rapid Spaceback heraus. Auch unter den Fittichen von VW entstanden ist der neue Seat Leon ST. Er ist nun ebenfalls als Kombi erhältlich. Opel startet in die kommende Saison mit einem vollständig überarbeiteten Insignia und der Allradvariante Country Tourer.

Nachdem die Deutschen mit einem derart großen Aufgebot anreisen, fragt man sich, ob überhaupt noch Platz für andere Autohersteller vorhanden ist. Ja, und das nicht gerade wenig. Auch Mazda wird beispielsweise mit dem Kompaktwagen Mazda3 dabei sein und damit einen direkten Angriff auf Golf & Co starten. Der absolute Hingucker der IAA 2013 stammt aber dann doch von einem deutschen Autohersteller: Das Monza-Coupé, welches als Studie präsentiert wird, kommt vom Rüsselsheimer Autobauer Opel und ist ein deutliches Zeichen, wie zuversichtlich der Konzern trotz aller negativen Ereignisse der Vergangenheit in die Zukunft blickt. Wer selbst einen Blick darauf werfen möchte, hat vom 14. bis 22. September die Gelegenheit dazu. Die vier Tage zuvor ist die Messe den Presseleuten (10. und 11. September) sowie den Fachbesuchern (12. und 13. September) vorbehalten. Die IAA ist täglich von 9 bis 19 Uhr geöffnet und sollte es nicht gleich ein topmodernes neues Auto werden, mit dem man anschließend nach Hause fährt, so dürfte doch wenigstens ein Autoaufkleber als Erinnerung an den Messebesuch drin sein.

Bildquelle: © ticketlink.de / Pixelio.de

Mit QR-Codes Kunden anlocken und den Umsatz erhöhen

653883_web_R_K_by_Windorias_pixelio.deDie QR-Codes kommen dem Trend zum mobilen Shopping entgegen. Nahezu jedes Smartphone verfügt über die Fähigkeit, einen QR-Code zu scannen und auszulesen. Darüber erfolgt eine Weiterleitung zum Online-Shop des jeweiligen Unternehmens oder zu speziellen Werbeaktionen in Form von Sonderangeboten, Werbespots oder ähnlichem. Das Schöne an den QR-Codes ist, dass sie selbst für kleine Unternehmen als Werbemaßnahme infrage kommen und einen neuen Vertriebskanal für diese öffnen.

Bei der Werbung ist Vielseitigkeit Trumpf. Wer alle Chancen nutzt, die Menschen auf seine Produkte aufmerksam zu machen, kann sich über mehr Kunden und dementsprechend mehr Umsatz freuen. Allerdings hat nicht jede Firma die finanziellen Mittel zur Verfügung, um zur besten Sendezeit einen Werbespot im Fernsehen zu schalten oder eine seitengroße Kampagne in einer bundesweiten Tageszeitung abdrucken zu lassen. Eine eigene Webseite dagegen hat mittlerweile eigentlich fast jeder und diese lässt sich hervorragend mit einem QR-Code verbinden, der ebenfalls keine Unsummen kostet.

Die quadratischen Kästchen mit den auffälligen Schwarz-Weiß-Mustern begegnen uns inzwischen überall. Sie hängen an Telefonmasten, sind in Katalogen und Zeitungen zu sehen, werden auf Verpackungen aufgedruckt oder aufgeklebt. Was sie uns sagen wollen, ist unterschiedlich. In Koblenz kann man zum Beispiel über einen QR-Code Schäden an Radwegen melden. Werbetechnisch dürfte diese Maßnahme aber kaum von Relevanz sein. Hier geht es eher darum, eine direkte Weiterleitung zum Onlineshop oder einem speziellen Produkt einzurichten und dem Interessenten damit das lästige Eingeben von URLs zu ersparen. Einmal gescannt und schon wird die hinter dem QR-Code versteckte Seite automatisch aufgerufen. Einfacher kann man es seinen Kunden nicht machen.

Die Nutzung von QR-Codes wird sicher in der Zukunft noch um einiges erweitert werden. Der Lebensmitteleinkauf via Smartphone, schnell noch die Konzerttickets bestellen oder die Fahrkarte für die Bahn kaufen? Überhaupt kein Problem und das, obwohl die technischen Möglichkeiten noch lange nicht ausgereizt sind. Aber die Kauffreude über das Internet wächst weiter, wie aktuelle Studien beweisen. Laut einer Befragung des ECC-Konjunkturindex im Mai nutzten in der Vergangenheit 40 Prozent der Online-Käufer schon einmal ihr Tablet oder Smartphone zum Einkaufen. Demgegenüber steht allerdings, dass bisher lediglich 35 Prozent der Händler ihre Onlineshops für die Benutzung mit mobilen Geräten optimiert haben. Das verprellt möglicherweise potenzielle Kunden.

Internetriese Google wird ebenfalls in Zukunft verstärkt auf die Präsenz von Webseiten auf mobilen Geräten setzen und danach das Ranking in den Suchergebnissen ausrichten. Dann wird eindeutig der Shop im Vorteil sein, der seine Seite für mobile Endgeräte optimiert hat. Sucht der Nutzer mit einem Smartphone oder Tablet nach einem bestimmten Produkt soll künftig die Weiterleitung nicht mehr auf die Hauptseite erfolgen, sondern sofort auf die mobile Version der Webseite und im Idealfalle sogar direkt auf die jeweilige Produktseite.

Die Nutzung von QR-Codes für den eigenen Shop setzt die Umstellung des Shops auf Responsive Web-Design voraus. Die Anzeige auf einem Smartphone oder Tablet erfolgt in dem Falle ebenso übersichtlich wie auf dem Bildschirm eines Desktop-PCs. Desweiteren muss ein Plug-in für QR-Codes installiert werden. Mit diesem können Codes erstellt und so platziert werden, dass noch mehr Menschen der Webseite einen Besuch abstatten. Richtig eingesetzt, sind QR-Codes das Bindeglied zwischen mobilen Endgeräten, Online-Marketing und Webshop.

Bildquelle: © Windorias / Pixelio.de

In Leverkusen weisen seit neuestem Aufkleber den Weg durch die City

162548_web_R_K_by_Eleonore Moritz_pixelio.deIn einer fremden Stadt fällt die Orientierung nicht leicht. Einen Stadtplan hat man in den meisten Fällen nicht zur Hand und auch das Navigationsgerät hilft außerhalb des Autos nicht unbedingt weiter. Die Stadt Leverkusen wollte ihren Gästen das Zurechtfinden in der Stadt erleichtern und hat vor kurzem Aufkleber mit Stadtplänen auf den Böden in Parkhäusern aufgebracht. Derzeit ist die Zahl der Karten-Aufkleber noch überschaubar, nur einen gibt es. Erst einmal muss getestet werden, ob die runden aufgeklebten Pläne der Innenstadt überhaupt von den Parkhausbesuchern wahrgenommen werden. Bunt genug, dass sie ins Auge fallen müssten, sind sie allemal. Doch wer in einer fremden Stadt in einem fremden Parkhaus den Ausgang sucht, schaut nicht unbedingt dabei auf den Boden. Die Wirkung bleibt also abzuwarten.

Mehrere Jahre sind seit der Idee bis zur Umsetzung derselben vergangen. Es wurde viel diskutiert und geplant, bis endlich die Aufkleber mit einem Durchmesser von 1,20 Meter in die Tat umgesetzt waren. Wer gerne selbst einen Blick darauf werfen möchte: Zu sehen ist der aufgeklebte Stadtplan in der Tiefgarage City Center am Ausgang zum Friedrich-Ebert-Platz. Hauptsächlich soll er Besuchern der Stadt helfen, die zum Einkaufen kommen. Der Einfall dazu stammt aus dem Jahre 2009. Da hatten bereits Immobilienbesitzer, Händler sowie die Wirtschaftsförderung Leverkusen erkannt, dass Ortsfremde für eine bessere Orientierung in der Stadt dringend Hilfe benötigen. Dementsprechend wurde der Stadtplaner Professor Walter Ackers aus Braunschweig mit der Erstellung eines Konzepts zu einer besseren Beschilderung der Innenstadt beauftragt. Er verbrachte in der Vergangenheit immer wieder Zeit in der Stadt, um Schwachstellen aufzudecken und Vorschläge für Verbesserungen zu erarbeiten. Nun sind die Vorarbeiten abgeschlossen und es kann die praktische Umsetzung beginnen. Ab Oktober werden insgesamt 20 Aufkleber und 19 Stelen angebracht. Der Aufkleber in der Tiefgarage City Center dient vordergründig zum Testen des Materials.

Auch die Produktion der aufklebbaren Stadtpläne bleibt in der Region. Sie stammen vom Unternehmen Heuser und Hille mit Sitz im Gewerbegebiet Fixheide. Als Material wurde Floor Graphics Laminat verwendet. Nach dem Aufbringen des Testaufklebers wird in den nächsten zwei bis drei Wochen intensiv beobachtet, ob das Material hält und die Verklebetechnik gut genug für den dauerhaften Einsatz ist. Größte Schwierigkeit bei der Herstellung war, einen Kleber zu finden, der auf verschiedenen Untergründen hält.

Die Frage der Technik war für Stadtplaner Ackers nicht relevant. Er wollte Besuchern die Stadt Leverkusen verständlich machen. Auf dem Stadtplan sind zum Beispiel wichtige Straßen, in denen Händler ihre Geschäfte haben, auffällig gelb eingefärbt. Mit Orange wurden etwa das City Center, die Rathaus-Galerie, das Erholungshaus und Galeria Kaufhof gekennzeichnet. Der rote Punkt zeigt an, wo man selbst steht. Weiterhin haben die Standorte von City Defibrillatoren einen Platz erhalten. Ihr Standort wurde mit grünen Rechtecken mit weißen Herzen und Blitzen kenntlich gemacht. City Defibrillatoren kommen bei plötzlichen Herzstillständen zur Anwendung und können selbst von Laien bedient werden. Viele bunte Symbole, die Erklärung dazu sucht man allerdings vergebens, was wiederum die Frage aufwirft: Ob diese Art von Karte wirklich für den Besucher der Stadt verstanden wird? Das Projekt verschlingt 270.000 Euro an Kosten, die zum größten Teil vom Land Nordrhein-Westfalen getragen werden.

Bildquelle: © Eleonore Moritz / Pixelio.de

Kunst auf Leinwand – nicht immer ist sie echt!

527510_web_R_K_B_by_Elisabeth Erbe_pixelio.deImmer wieder wird die internationale Kunstszene von Skandalen erschüttert. Mal ist es ein spektakulärer Raub aus einem namhaften Museum, mal sind es täuschend echte Fälschungen, denen selbst Experten zum Opfer fallen. Aktuell erregt ein Ereignis der letzten Kategorie Aufmerksamkeit: Der Chinese Pei-Shen Qian hat Werke von Barnett Newman, Mark Rothko und Jackson Pollock so täuschend echt gefälscht haben, das nicht einmal die bekanntesten Galerien New Yorks, eine US-Botschaft und überhaupt Museen auf der ganzen Welt den Schwindel erkannt haben.

Es ist noch gar nicht lange her, dass der deutsche Kunstmarkt vom Maler Wolfgang Beltracchi zum Narren gehalten wurde, schon tut sich ein neuer Skandal auf, der globale Ausmaße hat. Überall fanden die Meisterwerke von Pei-Shen Qian Anerkennung, jedoch kannte den Künstler selber keiner. Der Chinese aus Queens nutzte einfach die Namen von berühmten Malern und deren weltbekannten Motive, um Geld zu verdienen. Im Zuge dessen soll Qian ebenfalls für den Niedergang der ältesten Galerie New Yorks verantwortlich sein. Seit 1846 war M Knoedler & Co eine feste Größe in der internationalen Kunstwelt. Michael Knoedler kam damals aus Schwaben über den großen Teich und übernahm die Galerie in New York. Wer Geld hatte und die Kunst liebte, ging fortan dorthin und das eineinhalb Jahrhunderte lang.

Ein vermeintlicher Coup am Ende der 1990er Jahre entpuppte sich letztendlich jedoch als Fehlgriff. Über die Mexikanerin Glafira Rosales wurde der Verkauf von mehreren Werken einiger großer amerikanischer Maler eingefädelt. Angeblich stammten die unbekannten Gemälde aus einer Erbschaft, die nun vom anonymen Erben an den Mann gebracht werden sollte. Eine scheinbar lukrative Sache, die nicht nur Knoedler zum Zugreifen verleitete. Wer kann als Kunstliebhaber bei Newman, Pollock & Co schon widerstehen? Insgesamt wurden 63 Bilder für mehr als 80 Millionen Dollar – das sind umgerechnet 60 Millionen Euro – verkauft. Keine unüblichen Preise für Werke dieser Künstler.

Die Freude über den scheinbar besten Deal des Jahres währte allerdings nur kurz. Plötzlich hieß es, dass die Gemälde auf Leinwand gar nicht echt seien. Daraufhin fand eine genaue Begutachtung der in Rede stehenden Kunstwerke statt und die damit betrauten Experten kamen zu der Erkenntnis, dass es sich bei allen um Kunstfälschungen handelte. Bei einigen Motiven war die Maltechnik nicht korrekt, bei anderen hatte man Farben verwendet, die es zu den Lebzeiten der Künstler noch gar nicht gegeben hatte. Der Schaden ging in die Millionen und zog Ende 2011 die plötzliche Schließung von M Knoedler & Co nach sich. 165 erfolgreiche Jahre Kunsthandel lösten sich sozusagen in Luft auf.

Die „New York Times“ prangerte Pei-Shen Qian als Urheber des Skandals an. Er entpuppte sich allerdings nur als kleines Licht. Vor etwa zwei Jahrzehnten hatten die Mexikanerin und ihr Freund den Straßenmaler angesprochen. Ob er nicht bereit sei, ein paar spezielle Bilder für sie zu malen. Der Chinese willigte ein und kopierte hinter verhängten Fenstern in seinem Haus die Kunstwerke der Großen. Während Rosales beim Verkauf Millionen dafür kassierte, erhielt Qian für jedes Bild „nur“ ein paar  Tausend Dollar. Unter die Millionäre ist er also mit seinem Tun nicht gegangen, dafür erwartet ihn aber mit Sicherheit eine nette Zelle in einem amerikanischen Gefängnis.

Bildquelle: © Elisabeth Erbe / Pixelio.de

Poster, Platten und weitere persönliche Dinge von ABBA wurden versteigert

536237_web_R_K_B_by_Katharina Wieland Müller_pixelio.deDie Sammlung umfasste insgesamt 25.000 Artikel und wurde vom Schweden Thomas Nordin angelegt. Seine Liebe zu ABBA entfachte just in dem Augenblick, als die Gruppe ihren internationalen Durchbruch schaffte. Für ihn ist es unvergesslich geblieben, wie er als damals Neunjähriger abends länger aufbleiben durfte, um gemeinsam mit seinen Eltern den “Grand Prix de la Chanson” vor dem Fernsehbildschirm zu verfolgen. Und genau diesen gewann ABBA mit dem Song „Waterloo“. Das allerdings bekam Nordin nicht mehr mit: Zu der späten Stunde war der Junge bereits auf der Couch eingeschlafen. Damit er eine Erinnerung an den Abend hatte, schenkte ihm seine Mutter tags darauf eine Platte von ABBA. Damit war der Grundstein für sein Fandasein gelegt und die Sammelleidenschaft nahm ihren Lauf. Später machte Nordin zudem eine Ausbildung zum Schneider. Sein Beruf passte so hervorragend zu den immer sehr ausgefallenen Kostüm-Designs seiner Lieblingsgruppe und bescherte ihm sogar einmal einen Auftrag für Björn und Benny.

Im Laufe der Jahre kamen immer mehr Gegenstände zur ABBA-Sammlung hinzu. Nach fast 40 Jahren Sammelwut war es an der Zeit, einmal eine Bestandsaufnahme zu machen. In 37 Umzugskisten fand das Sammelgut von Nordin Platz. Vorher hatte es viele Schränke und Schubladen in seiner Wohnung gefüllt. Die Umzugskisten ließ der Sammler schließlich von einem Auktionshaus in Stockholm abholen. Beim Auspacken kam einiges zutage: Poster, Anstecker, Aufkleber, Becher, Seife, Weihnachtsbaumkugeln, Taschen und vieles mehr. Auf allen prangte unverkennbar der ABBA-Schriftzug. Das Highlight war eine Baseballjacke aus lila-glänzendem Stoff, die nur für den australischen Markt produziert wurde. Die Sammlerstücke wurden in Glasvitrinen den Interessenten präsentiert. Jeder konnte mitbieten. Der Wert der Sammlung wurde auf 90.000 Euro geschätzt. Erzielt wurden letztendlich 65.000 Euro. Das höchste Gebot entfiel auf eine Maxi-Single des Titels „Hovas Vittne“. Sie wechselte für ungefähr 5.900 Euro den Besitzer. Die Baseballjacke brachte dagegen nur rund 4.400 Euro ein.

Alles hat der Sammler, der mit jedem Stück eine eigene Geschichte verbindet, aber nicht weggegeben. Dafür sind die Erinnerungen an die Band, deren vier Mitglieder er aufgrund einer Zusammenarbeit für ein Musical persönlich kennt, dann doch zu stark. Eine Postkarte mit Autogrammen und ein Poster hat er behalten. Teile der Sammlung hatte Nordin bereits einige Male zuvor ausgeliehen. Im Jahre 1999 zeigte das Nordische Museum in Stockholm im Rahmen seiner ABBA-Ausstellung Exponate des Sammlers. Die Wanderausstellung „ABBA World“, die unter anderem in Australien, Ungarn und der britischen Hauptstadt London zu sehen war, enthielt ebenfalls Ausstellungsstücke aus Nordins Sammlung. Nun aber war für den Sammler die Zeit reif, die Vergangenheit hinter sich zu lassen und sich abzunabeln. Immerhin hat ABBA fast vier Jahrzehnte lang sein Leben bestimmt.

Das Interesse an der Auktion war enorm. Journalisten aus allen Ländern der Erde baten um ein Interview, ABBA-Fans und Sammler nahmen Kontakt zu Nordin auf, weil sie sich im Vorfeld über die Auktionsangebote informieren wollten. Jetzt ist der ganze Spuk vorbei und Nordin kann sich auf ein ganz normales Leben ohne ABBA einstellen. Von dem Erlös der Auktion will er eine lange Reise machen oder sich ein Haus auf Bali kaufen. Dazu hat er momentan noch keine konkreten Pläne. Sicher ist nur eins: In Zukunft spielen nicht mehr ABBA, sondern andere Dinge für ihn eine Rolle.

Bildquelle: © Katharina Wieland Müller / Pixelio.de

Aufkleber im Bus gegen Kriminalität in Herne

619417_web_R_K_B_by_Susanne Schmich_pixelio.deSeit Jahren steigt die Zahl der Wohnungseinbrüche. Scheinbar sind die Menschen dafür immer noch nicht sensibilisiert genug. Deshalb hat das Polizeipräsidium in Bochum, welches zugleich für die Stadt Herne zuständig ist, eine neue Kampagne gestartet. Die Einbruchdiebstähle im Ort beschäftigen die Ordnungshüter mittlerweile überaus intensiv. Leider wird aber nur jeder zehnte Einbruch aufgeklärt. Sozusagen viel Wirbel um Nichts bei der geringen Aufklärungsquote. Dabei wäre es ein Leichtes, dem Tun der Langfinger einen Riegel vorzuschieben, wären die Bürger aufmerksamer. Daher wollen die Ermittlungsbehörden nun mit Aufklebern in den Bussen die Sinne der Menschen schärfen.

Das Ruhrgebiet hat in den letzten Jahren mit einem deutlichen Anstieg von Wohnungseinbrüchen zu kämpfen. Die „bösen Buben“ scheinen sich auf das systematische „Abklappern“ der Städte verlegt zu haben. Organisierte Banden aus Rumänien und Bulgarien haben zwischen Duisburg und Dortmund bewährte Routen, die in regelmäßigen Abständen auf dem Programm stehen. Fast immer tun sich währenddessen einfache Einbruchsmöglichkeiten auf. Das gezielte Vorgehen könnte ein Grund für die geringe Aufklärung sein. Von ehemals 700 gemeldeten Einbrüchen ist die Zahl bei der letzten Erfassung inzwischen auf 2.500 angewachsen. Die Polizei hat aufgrund dessen zum einen ihre Ermittlungen intensiviert, zum Anderen wird zukünftig stärker auf Prävention gesetzt, um derartige Fälle zu vermeiden.

Im Zuge der Präventionsmaßnahmen fährt ab sofort die gesamte Busflotte der HRC mit unübersehbaren Aufklebern durch das Stadtgebiet von Herne. Damit soll auf das bestehende Problem aufmerksam gemacht werden. Zwei unterschiedliche Motive sind dafür im Einsatz. Das Erste fordert dazu auf – wie oben bereits gesagt-, den Verbrechern buchstäblich einen Riegel vorzuschieben, also seine Wohnungstür mit einem Sicherheitsriegel zusätzlich zu sichern. Denn umso schwerer es den Einbrechern gemacht wird, umso weniger haben sie Interesse daran, in die Wohnung einzudringen. Der zweite Aufkleber appelliert an Nachbarschaftshilfe und Zivilcourage. Eine Aquarellzeichnung stellt eine Einbruchsszene im Blickwinkel einer Beobachterin dar. Diese Zeugin greift letztendlich zum Telefon und informiert die Polizei. In der Gegenwart, wo lieber weggeschaut, statt die Initiative ergriffen wird, ein wahrlich selten gewordener Anblick. Es gibt immer wieder Berichte, dass die Notrufnummern missbraucht werden. Kommt es jedoch darauf an, wirklich einen Notruf abzusetzen, scheuen sich die Menschen davor.

Auch zu mehr Wachsamkeit im Alltag appelliert die Polizei. Auffällige Personen oder Fahrzeuge mit ausländischen Kennzeichen sollten gemeldet werden. So könnten viele Straftaten von vornherein vermieden und vielleicht sogar in einigen Fällen andere Einbrüche aufgeklärt werden. In Herne werden die Bürger künftig bei jeder Busbenutzung daran erinnert, ihr Hab und Gut bessern zu sichern sowie mit einem Blick für sich und andere durchs Leben zu gehen. Ein nachahmungswürdiges Projekt! Immerhin ist man nirgendwo vor einem Einbruch gefeit, ob im eigenen Zuhause oder in einer Ferienwohnung. Und gerade jetzt zur Urlaubszeit haben Einbrecher in zahlreichen Häusern und Wohnungen alle Zeit der Welt, diese in Ruhe auszuräumen. Daran schließt sich fast nahtlos die zweite Hoch-Zeit der Kriminellen an. Herbst und Winter sind wegen dem frühen Einbruch der Dunkelheit äußerst beliebt. Bei schlechtem Wetter sind weniger Menschen auf den Straßen, viele kommen erst im Dunkeln nach Hause und die Einbrecher selbst sind durch das fehlende Licht gut getarnt.

Bildquelle: © Susanne Schmich / Pixelio.de