Aufkleber und T-Shirt Blog

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Mehr Sicherheit für Fußgänger und Radfahrer durch Aufkleber für den „Toten Winkel“

659807_web_R_K_by_lichtkunst.73_pixelio.deAuf einem Schulhof geht es immer turbulent zu, doch heute ist für die Schüler der 5. Klassen der Anne-Frank-Realschule in Oberhausen kein normaler Schultag. Heute ist die Polizei zu Gast und diese möchte ihnen eine besondere Gefahr im Straßenverkehr näherbringen: abbiegende LKWs und Busse. Eigens dazu wurden gleich sieben große Fahrzeuge auf den Schulhof gebracht. Jetzt werden einige der Fünftklässler gebeten, sich an der rechten Seite eines LKW-Führerhauses zu postieren. Die praktische Übung soll den Kindern und auch Erwachsenen verdeutlichen, wie groß der „ eines LKWs ist. Dabei gerät so mancher ins Staunen. Schnell zeigt sich, dass es sich hier wirklich um eine unterschätzte Gefahr handelt. Deshalb hat sich die Stadt Oberhausen, die Polizei, die Verkehrswacht und diverse Unternehmen Gedanken gemacht, wie man die Sicherheit von Fußgängern und Radfahrern erhöhen kann. Ergebnis der Überlegungen ist ein Aufkleber, der künftig die Seiten und das Heck von LKWs zieren wird.

Die Deutsche Verkehrswacht ist Schirmherr der Aktion und deshalb war niemand Geringerer als der Vorsitzende der Verkehrswacht Oberhausen, Dieter Elsenrath-Junghans, persönlich bei der Vorstellung des neuen Sicherheitskonzepts in der Schule anwesend. Auch Schulleiterin Ursula Niemann, Polizeipräsidentin Kerstin Wittmeier und Bürgermeisterin Elia Albrecht-Mainz liegt das Projekt am Herzen.

Elsenrath-Junghans nahm sich für die Schüler viel Zeit und erklärte ihnen, was es mit dem „Toten Winkel“ auf sich hat. Damit sie auch in Zukunft immer daran denken, werden sie künftig durch die bunten Aufkleber mit der Aufschrift „Vorsicht Toter Winkel – Lass mich vorbei, ich sehe dich nicht“ erinnert. Fahrzeuge der Berufsfeuerwehr, des städtischen Dienstleisters OGM, des Prüfunternehmens Dekra, der Energieversorgung Oberhausen (EVO) sowie der Fahrschulen Steinborn und Krüssmann tragen ab sofort die Aufkleber an der rechten Seite und dem Heck. Jeder, der ebenfalls Interesse an den neuen Stickern hat, kann diese kostenlos über die Verkehrswacht in Oberhausen ordern.

Hintergrund der Aktion sind die zahlreichen Verkehrsunfälle, die sich im „Toten Winkel“ ereignen. Im letzten Jahr waren es beispielsweise 515 Radfahrer in Nordrhein-Westfalen, die in diesem Gefahrenbereich verunglückten. Fünf von ihnen starben. Häufig sind Kinder und ältere Menschen betroffen. Ihre Wahrnehmungs- und Reaktionsfähigkeit ist noch nicht oder nicht mehr so gut entwickelt. Dadurch sind sie mehr gefährdet als andere Verkehrsteilnehmer.

Seit über 30 Jahren ist der „tote Winkel“ bei Verkehrswacht und Polizei ein Thema. Von den neuen Aufklebern erhofft man sich vor allem die Aufmerksamkeit der Kinder, die das schwächste Glied der Gesellschaft sind. Sie werden oft von Bus- und LKW-Fahrern übersehen, weil sie einfach zu klein sind. Die Aufkleber sollen dabei die betreffende Personengruppe selbst auf die Gefahr hinweisen und sie sensibilisieren. Ein Aufkleber allein vermeidet keinen Unfall, aber er geht das Problem von einer anderen Seite an. Bisher wurden hauptsächlich die Fahrer auf das Risiko aufmerksam gemacht, die gefährdeten Personen jedoch wurden nur am Rande gewarnt oder gar nicht. Die Aufkleber holen dies nun nach und sprechen gezielt diejenigen an, die unmittelbar von der Gefahr bedroht werden. Ein gut durchdachtes Konzept, welches hoffentlich ebenfalls in anderen Städten Nachahmer findet, denn jeder Verkehrstote ist ein Toter zu viel. Jede Möglichkeit zur Vermeidung von Unfällen sollte genutzt werden.

Bildquelle: © lichtkunst.73 / Pixelio.de

00 Schneider ist zurück – Poster zum Film bei Sammlern begehrt

644151_web_R_K_B_by_Rainer Sturm_pixelio.deIm Jahre 1994 war es, als Helge Schneider erstmals in der Gestalt von 00 Schneider die deutschen Kinos eroberte. In „00 Schneider – Jagd auf Nihil Baxter“ klärte der längst pensionierte Kommissar einen Mord an einem Zirkusclown auf. Die Realisierung des Films lag fast komplett in den Händen des Allroundtalents. Helge Schneider schrieb das Drehbuch, führte Regie und übernahm neben der Hauptrolle diverse Nebenrollen. So spielte er sowohl 00 Schneider als auch den Mörder Nihil Baxter, bei dem es sich um einen verwirrten Kunstsammler handelte. Auch die Musik zum Film wurde von Schneider komponiert sowie verschiedene Titel innerhalb des Films von ihm interpretiert.

„00 Schneider – Jagd auf Nihil Baxter“ zeigte einmal mehr, was in dem Unterhaltungs-Multitalent steckte. Der Film war der zweite Kinofilm von Schneider und wurde von ihm selbst als sein bestes Werk bezeichnet. Seine Fans teilten bisher diese Meinung uneingeschränkt mit ihm. Doch jetzt will es Schneider noch einmal wissen und wagt nach fast 20 Jahren mit „00 Schneider – Im Wendekreis der Eidechse“ einen weiteren Angriff auf die Lachmuskeln der Zuschauer. Inzwischen ist es ruhig im Leben des ehemaligen Kommissars Roy Schneider geworden und er hat damit begonnen, seine Memoiren auf einer uralten mechanischen Schreibmaschine zu verfassen. Sein ständiger Begleiter ist in dieser Zeit der Zwergspitz Zorro, der genau die Farbe seines geliebten Mantels hat.

Aber wie das Leben nun mal so spielt, findet der ehemalige Gesetzeshüter einfach keine Ruhe. Die Ereignisse überschlagen sich. In der Nachbarschaft wird ein Tabakladen überfallen, ein Huhn wird entführt und unbescholtenen Rentnern werden Zigaretten gestohlen. Ein klarer Fall für 00 Schneider! Schnell führt ihn die Spur zu Jean-Claude Pillemann, einem Kettenraucher mit dem Spitznamen Eidechse. Aber das ist nur der Anfang. Im Laufe des Films taucht eine Tante aus Amerika auf, die sich als gemeiner Trickbetrüger herausstellt, Schneiders Hund verschwindet bei einem Autounfall und taucht später auf mysteriöse Weise wieder auf und wo ein Krimineller sein Unwesen treibt, ist es nur eine Frage der Zeit, bis sich weitere hinzugesellen. Jede Menge Arbeit für Kommissar Schneider also und jede Menge Action im Film. Dennoch bleibt es übersichtlich und die Handlung lässt sich gut verfolgen.

Der neue Helge Schneider Film ist eine Mischung aus allem: Krimi, Komödie, Katastrophenfilm. In fast allen Szenen taucht Schneider auf, ein absolutes Highlight und demzufolge Muss für echte Schneider-Fans. Wie im ersten Teil führte der „Meister“ Regie, schrieb das Drehbuch und kümmerte sich um die Filmmusik. Selbstverständlich ist er auch wieder in mehreren Rollen zu sehen. Zwar überließ er dieses Mal das Spielen des Bösewichts Rocko Schamoni, aber er selbst ist natürlich in der Hauptrolle sowie als Psychiater Dr. Walther Henry, als Radiosprecher und als Zahnarzt Dr. Fracklefuss zu sehen. Ein weiterer Beweis für seine vielseitigen schauspielerischen Fähigkeiten.

Gleich zum Kinostart schaffte es „00 Schneider – Im Wendekreis der Eidechse“ mit mehr als 33.000 Besuchern auf Platz 11 der Kinocharts. Mindestens ebenso begehrt wie der Film selbst sind die Poster zum Film. Vor allen Dingen handsignierte Exemplare erfreuen sich großer Beliebtheit bei den Fans und sind schon jetzt heiß gehandelte Fanartikel.

Bildquelle: © Rainer Sturm / Pixelio.de

Banksy, die Kunst und die Frage: Ist diese denn nur auf Leinwand echt?

585437_web_R_K_by_Marco Schlüter_pixelio.deDer Street-Art-Künstler Banksy aus Großbritannien gehört zu den ganz Großen in seiner Branche. Er hat es geschafft und zählt millionenschwere Schauspieler wie Angelina Jolie und Brad Pitt zu seinen Kunden. Am vergangenen Sonntag jedoch zeigte Banksy ein anderes Bild von sich: Er ließ einen Stand im New Yorker Central Park aufbauen und dort von einem älteren Mann einige seiner Werke verkaufen. Allerdings nicht für den üblichen Preis von mehreren Millionen Dollar, sondern für einen sozusagen winzigen Obolus von gerade einmal 60 Dollar das Stück. Das Außergewöhnliche daran war, dass sich nur wenige Menschen dafür interessierten. Sie erkannten schlichtweg nicht, welche Schätze ihnen da zu einem Spottpreis angeboten wurden.

Ein einfaches Schild mit der Aufschrift „Spray Art“ wies auf die Aktion hin. Mehr wurde aber nicht verraten. So dürfte es nur für Kenner am unverwechselbaren Stil feststellbar gewesen sein, dass hier Kunstwerke von Banksy zum Verkauf standen. Von diesen waren aber scheinbar nur wenige unterwegs, denn die erste Interessentin erschien erst um halb vier nachmittags am Stand. Das war dreieinhalb Stunden nach Öffnung desselben. Zwar kaufte die Frau gleich zwei Bilder, allerdings handelte sie vorab erst einmal einen Rabatt in Höhe von 50 Prozent aus. Sie wusste offensichtlich nicht, welche Kostbarkeiten sie da in der Hand hielt. Damit erging es ihr wohl ähnlich wie den anderen beiden Käufern in Gestalt einer Neuseeländerin und eines Mannes aus Chicago, der lediglich was als Dekoration für sein neues Heim suchte. Nach sieben Stunden, also um 18 Uhr, war Schluss. Verkauft wurden acht Bilder zu einem Gesamtpreis von 420 Dollar.

Der genaue Sinn der ungewöhnlichen Aktion bleibt im Hintergrund. Fakt ist, dass Banksy seit Oktober Einwohner von New York ist und aktuell eine Inszenierung von ihm läuft. Täglich platziert er seit seinem Umzug ein Kunstwerk in der Stadt und das, obwohl Graffiti in New York verboten ist. Vielleicht sollte diese Verkaufsaktion ein Protest dagegen sein? Oder der Künstler wollte vielleicht die Menschen dafür sensibilisieren, dass Kunst nicht nur auf Leinwand stattfindet, sondern eben auch auf der Straße? Legt man das Motto der Aktion zugrunde, welches „Better Out Than In“ lautet, steckt wohl eher Protest gegen den Umgang mit Graffitis in der Stadt dahinter. Unter diesem Satz fasst der Künstler seine Bilder zusammen. Abgeleitet ist jener von Paul Cézanne, der damit seine Meinung kundtat, dass Studiobilder niemals so gut sein können wie Bilder, die draußen gefertigt werden.

Aber nicht nur mit seinen Kunstwerken zu Schleuderpreisen und den Graffitis an den unterschiedlichsten Stellen in der Stadt erregte Banksy in der letzten Zeit Aufsehen. Zeitgleich mit seiner Verkaufsaktion im Central Park schickte er zwei LKWs auf Tour durch die Straßen von New York. Im Inneren des einen gestaltete der Künstler einen naturgetreuen Garten, den anderen packte er voll mit quietschenden Stofftieren. Letzterer symbolisierte einen Schlachthaustransport unter dem Titel Sirens of the Lambs. Er wird demnächst auch in anderen Stadtteilen auftauchen.

Bis heute ist die wahre Identität von Banksy nicht geklärt. Es wird vermutet, dass er aus Bristol stammt. Dort und in London tauchten seine Graffitis erstmals auf. Später wurde er weltweit bekannt.

Bildquelle: © Marco Schlüter / Pixelio.de

Der Kinderstar ist Vergangenheit! – das zeigen die neuen Poster von Miley Cyrus

441857_web_R_K_B_by_bluefeeling_pixelio.deFans der 2011 ausgelaufenen Serie „Hannah Montana“ müssen schon zwei Mal hinschauen: Ist das wirklich ihre süße Miley Cyrus, die sich hier fast nackt wie Gott sie schuf vor der Kamera gerekelt hat, um die aktuellen Poster von ihr entstehen zu lassen? Ja, das ist sie. Daran besteht kein Zweifel. Eine Ähnlichkeit mit dem Kinderstar aus vergangenen Tagen ist kaum mehr zu erkennen und der will die 20jährige auch längst nicht mehr sein. Sie will ihr Image des Kinderstars aus der erfolgreichen Disney-Serie abstreifen und endlich eine Frau werden. Dafür entledigte sie sich zum Entsetzen vieler erst einmal ihrer Kleidung. Schon bei den letzten öffentlichen Auftritten machte Cyrus deutlich, wohin die Reise geht. Mit einem Hauch von Nichts in Form von hautfarbenen Dessous aus Latex trat sie bei den MTV-Awards auf die Bühne und in ihrem Video zum Song „Wrecking Ball“ sitzt sie nackt auf einer Abrissbirne. Das ist nun wirklich nicht mehr jugendfrei. Dennoch war der Titel ausgerechnet im sonst so konservativen Amerika der erste Nummer-1-Hit der jungen Sängerin. Zudem wurde das Video innerhalb von 24 Stunden 19,3 Millionen Mal im Netz angesehen. Das ist ein neuer Rekord! Der alte stammte übrigens ebenfalls von Cyrus und wurde von ihr mit der Single „We can´t stop“ aufgestellt.

Mit den aktuellen Postern wird es aber noch schlimmer für die Miley-Fans, die ihren Star wie früher in Erinnerung behalten wollen. Für das neue Album „Bangerz“ dürfte Terry Richardson zum Fotoapparat greifen und ein Shooting mit der neuen Miley machen. Der Fotograf ist für Skandale und stark polarisierende Bilder bekannt. Für ihn beziehungsweise ihre Poster posierte die Sängerin in einem knappen roten Body, was allein in der heutigen Zeit sicher kein Stein des Anstoßes wäre, allerdings sind die Posen eindeutig zu reizvoll, was der Cyrus jede Menge Kritik von Fans und Kollegen einbrachte. Sie solle es nicht zu weit treiben, war der eindeutige Tenor der zahlreichen Nachrichten, die ihr beispielsweise über Twitter gepostet wurden. Jedenfalls ist Miley Cyrus damit die Aufmerksamkeit aller gewiss.

Eine „Karriere“, wie sie dem aufmerksamen Beobachter nur allzu bekannt vorkommen dürfte. Popsängerin Britney Spears ist ein gutes Beispiel. Zwar war sie nicht durch eine Fernsehserie bekannt geworden, aber das ehemalige Popsternchen erlebte mit einem Imagewechsel ebenfalls einen steilen Absturz. Miley Cyrus jedoch schlägt bisher alle Bedenken und Warnungen in den Wind. Sie hält fest an ihrem Weg und hält ihn für den einzig richtigen.

Mit elf Jahren sprach Cyrus erstmalig für eine Rolle in der Serie „Hannah Montana“ vor, wurde aber abgelehnt, weil sie aus Sicht der Produzenten zu klein und zu jung war. Ein Jahr später wurde sie erneut zu einem Vorsprechen eingeladen und bekam die Hauptrolle der „Miley Stewart“. Die erste Folge der Serie wurde am 24. März 2006 in den USA mit einem durchschlagenden Erfolg ausgestrahlt. Nie zuvor hatte eine Serie auf diesem Sender eine derartige Quote zu verzeichnen. Innerhalb kurzer Zeit wurde Miley Cyrus zu einem Superstar und das nicht nur in ihrer Heimat, sondern auf der ganzen Welt. Ab September 2007 lief die Serie im deutschen Fernsehen. Gleichzeitig mit ihrer Schauspielkarriere trieb die US-Amerikanerin ihre Gesangskarriere voran. Sie sang Titelsongs zu bekannten Serien und Filmen, unter anderem natürlich zur ihren eigenen Produktionen, nahm Alben auf und gab weltweit Konzerte.

Bildquelle: © bluefeeling / Pixelio.de

Einkaufen mit Blick auf das Etikett ist ratsam, bringt aber nicht immer Klarheit

398384_web_R_K_B_by_gänseblümchen_pixelio.deDas Etikett auf der Verpackung ist für viele Verbraucher ein wichtiger Anhaltspunkt, was sie kaufen. Leider ist es aber in den vergangenen Jahren gerade diesbezüglich immer wieder zu unschönen Vorfällen gekommen. Auf was kann man sich eigentlich noch verlassen beim Lebensmittelkauf? Regelmäßig werden die gesetzlichen Vorgaben bezüglich der Deklarierung von Lebensmitteln geändert und verschärft, allerdings tun sich damit auch Lücken auf, die die Hersteller für sich zu nutzen wissen. Es wird getrickst, was das Zeug hält, und somit der Verbraucher wissentlich an der Nase herumgeführt. Die Verbraucherzentralen steuern dagegen. Sie kämpfen gegen Lügen in der Lebensmittelbranche und haben nun ein neues Buch herausgegeben, das sich mit den beliebtesten Verschleierungspraktiken der Hersteller befasst. Titel des Buches ist „Lebensmittel-Lügen – Wie die Food-Branche trickst und tarnt“.

Bereits bei den Namen der Produkte geht es los. Wer sich einen „Erdbeer-Drink“ holt, sieht vor seinem geistigen Auge wohlschmeckende Milch mit frischen Erdbeeren zusammengemixt zu einem gesunden und leckerem Drink. Erdbeeren sind aber in einem solchen Getränk in der Regel überhaupt nicht zu finden. Der Geschmack stammt ausschließlich von natürlichen Aromen, deren Gewinnung alles andere als appetitlich anmutet. Gern wird auch bei Erzeugnissen aus Hühnerfleisch geschummelt. Häufig wird der „Chicken Nugget“ oder das „Crispy Chicken“ aus Fleischstücken zusammengefügt und hinterher mit Billigpanade überzogen. Wäre man bei der Herstellung zugegen, würde man sich den Kauf sicher überlegen und das Fleisch vom Metzger bevorzugen, welches man anschließend selbst zubereitet. Auf der Zutatenliste ist übrigens nicht unbedingt von der Verarbeitungsart zu lesen. Da steht Hühnerfleisch, was in dem Falle auch der Wahrheit entspricht. Die Verarbeitungsart lässt sich aus der sogenannten Verkehrsbezeichnung herauslesen, für die man etwas mehr die Verpackung studieren muss.

Und wo wir gerade beim Fleisch sind: Ist etwas aus einer bestimmten Tierart, wie eben Geflügel gefertigt, bedeutet das nicht automatisch, dass auch nur Geflügel im Produkt vorkommt. In welcher Menge das Geflügel vorhanden sein muss, ist nämlich nicht vorgeschrieben. Beliebt ist vor allem die Zugabe von wesentlich günstigerem Schweinefleisch. Da kann es durchaus sein, dass dieses ganz vorn auf der Zutatenliste steht, demzufolge am meisten darin ist, und der Anteil des Geflügels lediglich fünf Prozent beträgt.

Bei ihren Produkten spielen die Lebensmittelhersteller weiterhin mit den Sinnen der Verbraucher. Wem läuft nicht beim Anblick einer kross gebackenen Hühnerkeule oder frischen reifen Früchten das Wasser im Mund zusammen? Solche Abbildungen prangen übergroß –oftmals mit der Bezeichnung „Serviervorschlag“ – auf den Verpackungen und regen den Appetit an. Dabei ist in den meisten Fällen nicht einmal all das enthalten, was auf der Verpackung zu sehen ist. Das Studieren des Etiketts bringt eine andere Wahrheit ans Licht. Gesetzliche Vorschriften gelten bezüglich der enthaltenen Zutaten sowie deren Menge und da ergibt sich häufig ein ganz anderes Bild vom Verpackungsinhalt.

Populär bei den Verbrauchern ist der Griff zu regionalen Produkten. Aber Vorsicht: Regional heißt nicht zwangsläufig, dass das Produkt wirklich aus der Region stammt. Der Gesetzgeber gewährt den Herstellern große Freiheit, geht es um Begriff wie „regional“ oder „aus der Heimat“. Dabei kann das Produkt zum Beispiel lediglich in der Region hergestellt sein, die Zutaten können aber ganz woanders herstammen. Weitere Angaben auf dem Etikett geben Aufschluss, ob ein einheimisches Produkt vorliegt oder nicht. Fehlen derartige, ist davon auszugehen, dass der Begriff nur für Werbezwecke herhalten muss.

Bildquelle: © gänseblümchen / Pixelio.de

Nie mehr ohne Aufkleber–wie ein Hohenlimburger seine Sammelleidenschaft auslebt

617734_web_R_K_by_Tania Müller_pixelio.deÜber 230 Aufkleber auf einem kleinen Auto, das gibt es wirklich. Einen Mann aus Hohenlimburg, einer Stadt an der Grenze vom Ruhrgebiet zum Sauerland, hat die Sammelleidenschaft gepackt und die lebt er auf seinem Twingo aus. Mehr als 230 Aufkleber in allen möglichen Formaten zieren das Gefährt. Platz ist noch genug, meint der Besitzer. Ständig gibt es Nachschub, von der Familie, Freunden und Bekannten aus der ganzen Welt. Erst kürzlich kamen per Post zwei neue Aufkleber aus Portugal. Natürlich werden auch sie in naher Zukunft auf dem Twingo platziert.

Ein solch einmaliges Auto fällt auf, sogar in Berlin, wo die Menschen wahrlich genug verrückte Dinge sehen. Bei einer Reise in die Hauptstadt konnte Günter Krämer, der Besitzer des Wagens, einige Blicke auf sich ziehen. Auch auf der Autobahn im Stau ist das Fahrzeug ein Hingucker. Krämer wird oft angesprochen oder erntet ein Lächeln, noch nie hat es negative Reaktionen gegeben. Selbst seine Arbeitskollegen unterstützen ihn beim Sammeln und bringen ihm Aufkleber mit. Steht über allem letztendlich die Frage, wie Krämer zum Sammeln und Anbringen von Aufklebern auf seinem Auto gekommen ist.

In den 1970er- und 1980er-Jahren war es nicht ungewöhnlich, dass auf den Hecks von Autos Aufkleber prangten. Die Zahl gestaltete sich allerdings in der Regel recht übersichtlich. Nur ausgewählte Sticker hatten das Recht auf einen Platz auf dem Auto. Meist mussten sie eine Lebensweisheit oder Gesinnung des Fahrzeugbesitzers wiedergeben. Heute geht man an die „Autokleberei“ noch sparsamer heran und entscheidet sich oft für kleine, dezente Exemplare. Wie kommt dann ein Mensch wie Günter Krämer dazu, sein Auto über und über mit Aufklebern zu versehen? Den Plan dazu hatte er eigentlich nicht, obwohl auch der Vorgänger bereits reichlich beklebt war. Doch dann kam er wieder in den Besitz eines Aufklebers, der nach einer besonderen Stelle geradezu verlangt und schon ging die Sammelei wieder los. Fast alle Aufkleber haben einen spaßigen Hintergrund, manche überbringen aber auch eine Botschaft, die dem Sammler am Herzen liegt, wie etwa faire Arbeitsbedingungen, gefordert von der IG Metall, oder der Aufruf gegen Ausländerhass.

Anfangs gab es schon ein paar skeptische Stimmen, was die Sammelleidenschaft des 45-jährigen betraf. Vor allem die Tatsache, dass das Auto mit den vielen Aufklebern wohl nicht für einen Wiederverkauf geeignet wäre, beschäftigte das Umfeld des Sammlers. Dieser dachte aber gar nicht daran, sein Fahrzeug weiter zu verkaufen. Für ihn ist ein Auto ein Gebrauchsgegenstand, welches er bis zum letzten Tag fährt. Den Twingo hatte er einst wegen der Abwrackprämie gekauft. Das ist jetzt vier Jahre her und genau jene Zeitspanne hat ausgereicht, um den neuen Wagen mit den mehr als 230 Aufklebern zu versehen. Es werden auf alle Fälle noch mehr, da ist sich Krämer sicher. Einfach ist es jedoch nicht, passende Aufkleber zu finden. Häufig wird billiges Material verwendet, welches schnell verblasst und nicht wetterfest ist. Das sind für einen Autoaufkleber keine guten Voraussetzungen. Demzufolge muss Krämer auf eine entsprechende Qualität achten. Seine Freude am Sammeln trübt das nicht. Schließlich gibt es noch genug freie Stellen auf seinem Twingo und er wird das Auto auch noch viele Jahre lang fahren.

Bildquelle: © Tanja Müller / Pixelio.de