Aufkleber und T-Shirt Blog

Entries Tagged as ''

Kunst auf Leinwand doch freiwillig zurück an rechtmäßige Besitzer?

667340_web_R_K_by_Tony Hegewald_pixelio.deIm Jahre 2012 geriet der bekannte Kunstsammler Cornelius Gurlitt in die Schlagzeilen, als die Augsburger Staatsanwaltschaft in seiner Wohnung seine fast 1.300 Werke umfassende Kunstsammlung beschlagnahmte. Als Grund dafür wurde der Verdacht auf Unterschlagung und Steuerhinterziehung angegeben. Es ergab sich, dass einige Exemplare zur NS-Raubkunst zählten. Demzufolge gingen in der Folgezeit zahlreiche Herausgabeklagen beim Gericht ein.

Eine erste offizielle Stellungnahme zum Sachverhalt bezog Gurlitt im November 2013. Unter anderem gab er damals gegenüber dem Magazin „Der Spiegel“ an, dass er nicht gewillt sei, die betreffenden Werke freiwillig herauszugeben. Jetzt ließ er die Aussage von seinem Anwalt widerrufen. Dieser teilte mit, Gurlitt werde sich die Klagen genau anschauen und anschließend eine Lösung mit den jeweiligen Parteien aushandeln, die fair und gerecht ist. Das eigens zur Aufklärung gegründete Team „Schwabinger Kunstfund“ hat Gurlitt eine Aufstellung der Werke zukommen lassen, zu denen Anfragen von möglichen Erben vorliegen. Allerdings beinhalten jene nur wenige Anfragen mit konkreten Forderungen, betreffend echte NS-Raubkunst, erklärte Gurlitts Anwalt. Zugleich liefen Verhandlungen mit den Behörden zur Rückgabe der tatsächlich im Eigentum des Kunstsammlers stehenden Werke an diesen.

Nach Aussage der Sondereinheit in Berlin erfolgte bisher die Identifizierung von 458 Objekten als NS-Raubkunst. Zu sehen sind die Grafiken, Zeichnungen und Gemälde in der Lost Art Internet Datenbank der Koordinierungsstelle Magdeburg. Die Herkunft der Werke aus der Gurlittschen Kunstsammlung soll so durch die Mithilfe der Öffentlichkeit geklärt werden. Die Lost Art Internet Datenbank ist eine Einrichtung für Kulturgutdokumentation und Kulturgutverlust infolge des Nazi-Regimes und wird vom Bund sowie den Ländern der Bundesrepublik Deutschland betrieben. Die erste Sichtung der Kunstgegenstände ist abgeschlossen. Der Anwalt des Sammlers monierte, dass es im Rahmen derer für zahlreiche Bilder überhaupt keine Anfragen gab. Hier wurde lediglich pauschal der Verdacht auf NS-Raubkunst erhoben.

Das mit der Identifizierung und Herkunftsbestimmung beauftragte Team steht unter Leitung der früheren Kulturpolitikerin Ingeborg Berggreen-Merkel. Unterstützt wird sie unter anderem von Uwe Hartmann als Leiter der Berliner Arbeitsstelle für Provenienzforschung, von Meike Hoffmann, die Projektkoordinatorin der Forschungsstelle „Entartete Kunst“ an der Freien Universität Berlin ist, sowie dem Leiter der Magdeburger Koordinierungsstelle für Kulturverluste, Michael Franz. Auch Shlomit Steinberg vom Israel Museum und Yehudit Schendar von der Holocaust-Gedenkstätte Yad Vashem in Jerusalem gehören dem international besetztem Expertenteam an. Die Einsetzung desselben wurde vom Bundesland Bayern und der Bundesregierung beauftragt. Die Aufgabe der Arbeitsgruppe ist die Unterstützung der Augsburger Staatsanwaltschaft bei ihren Ermittlungen zur Herkunft der Kunstwerke aus Gurlitts Wohnung. Er hatte die Sammlung von seinem Vater geerbt.

Hildebrand Gurlitt war ein Kunsthändler, der im Auftrag von Hitler agierte. Die Sammlung galt als verschollen, bis sie von den Ermittlern in der Wohnung von Cornelius Gurlitt entdeckt wurde. Die Sicherstellung der Werke, welche zum Teil auf Leinwand verewigt wurden, nahm mehrere Tage in Anspruch. Sie ging vom 28. Februar bis 2. März 2012. Bekannt wurde sie erst im vergangenen Herbst. Bis dahin lebte Gurlitt zurückgezogen und widmete sich hauptsächlich der Erhaltung der Sammlung, ohne aber eigene Käufe zu tätigen. Im Sommer 2011 wurde vom Kölner Auktionshaus Lempertz das Werk „Löwenbändiger“ von Max Beckmann für 864.000 Euro versteigert. Den Verkaufserlös teilte Gurlitt im Nachhinein mit den Erben des jüdischen Kunsthändlers Alfred Flechtheim, da im Zuge der Herkunftsermittlung der Verdacht nahelag, dass jener das Werk aufgrund der Verfolgung durch die Nazis verkaufte.  

Bildquelle: © Tony Hegewald / Pixelio.de

Immer noch keine Sticker für die laufende Bundesliga-Saison erhältlich

587152_web_R_K_B_by_Juergen Jotzo_pixelio.deDie Sammler von Bundesliga-Stickern warten in dieser Saison vergeblich auf ihre geliebten Klebebildchen. Bis heute sind keine erhältlich und die Nachrichten vom US-amerikanischen Hersteller Topps schürt die Wut der Sammler noch mehr: Künftig sollen die Sticker ausschließlich beim Discounter Penny angeboten werden und das sogar als kostenlose Zugabe zum Einkauf. Die eingefleischten Sammler, von denen viele bereits seit ihrer Kindheit dazugehören und die zum Teil einiges an Geld für besonders seltene Motive zahlen, sind entsetzt. Das war man schon als der Traditionshersteller Panini von Topps verdrängt wurde. Der Sticker-Hersteller, der sich 2008 angeblich für 12,4 Millionen Euro die Rechte für die Vermarktung der Klebebilder sicherte, lässt das Sammeln zunehmend unattraktiver werden, sagen die Fans.

Tatsächlich scheint man sich bei Topps lieber auf die Sammelkarten mit den Kicker-Porträts zu konzentrieren, die mehr als die Sticker kosten und besonders bei Kindern begehrt sind. Fünf Stück der sogenannten „Match Attax“ kosten einen Euro, für Sondereditionen mit sechs Stück Inhalt werden gar 3,99 Euro fällig. Das ist das Sechsfache vom Preis für fünf Aufkleber. Vermutlich zur Vermeidung einer Konkurrenzsituation wurden bis dato weder ein Album noch die sehnsüchtig erwarteten Sticker zur laufenden Saison 2013/14 herausgebracht.

Die Hoffnungen liegen auf dem Rückrundenstart. Dazu hat Topps mitgeteilt, dass nun endlich die Klebebildchen herauskommen sollen, der Haken daran: Die Sticker sollen exklusiv über den Discounter Penny vertrieben werden. Das neue Vermarktungskonzept des Herstellers sieht pro zehn Euro Einkaufswert ein Tütchen mit fünf Aufklebern gratis vor, für 60 Cent kann man ein solches käuflich erwerben. Ein hervorragendes Instrument zur Kundengewinnung und –bindung, dessen Erfolg bei anderen Discountern mittlerweile unübersehbar ist. Dort geht man bereits seit Jahren mit Sammelbildern und Spielzeug auf Kundenfang. Am bekanntesten dürfte diesbezüglich der deutsche Handelskonzern Rewe sein, unter dessen Dach zugleich Penny beheimatet ist. Zur letzten Fußball-WM konnten einige Filialen durch die damals durchgeführte Sammelkartenaktion bis zu 25 Prozent mehr Umsatz verbuchen. Für die teilnehmenden Unternehmen also durchaus eine lukrative Sache, wenn es richtig gemacht wird.

Der Stickerhersteller und das Unternehmen Penny halten sich zur zukünftigen Zusammenarbeit noch etwas bedeckt. Von Topps wurde das geplante Vorgehen zwar bestätigt, bei Penny jedoch herrscht von oben angeordnetes Redeverbot. Bei den Sammlern wird dafür umso mehr geredet. In den Internetforen wird sogar zum Boykott der Aktion aufgerufen, was manche allerdings mit gemischten Gefühlen aufnehmen. Der Vertrag zwischen Topps und DFL sieht nämlich keine Pflicht zum Vertrieb der Sticker vor. Somit kann es bei einem Boykottieren sein, dass es überhaupt keine Aufkleber mehr gibt und das wäre für die Sammler wesentlich unerfreulicher. Deshalb wird der Eine oder Andere wohl in den sauren Apfel beißen und sich zum nächsten Penny aufmachen, um seine geliebten Sammelbildchen zu bekommen. 

Einen Lichtstreif am Horizont gibt es aber auch für die Boykotteure. Zur Fußball-WM im Sommer 2014 greift Panini wieder ins Sammelgeschäft ein. Die Aufkleberrechte für das Großereignis liegen nämlich in den Händen der Italiener. Dies bedeutet, es wird wie immer ein Album mit Stickern an allen bekannten Verkaufsstellen geben. Und im nächsten Jahr läuft dann der Vertrag zwischen Topps und der DFL aus. Das lässt ebenfalls auf bessere Zeiten hoffen.

Bildquelle: © Juergen Jotzo / Pixelio.de

Poster für die dritten „Hungerspiele“ vorgestellt

678523_web_R_K_B_by_Gaby Stein_pixelio.deWährend in manchen Kinos gerade „Die Tribute von Panem – Catching Fire“ ausgelaufen ist, steht Jennifer Lawrence mit ihren Schauspielkollegen schon wieder in den Startlöchern, um gleich den nächsten Teil folgen zu lassen. Insgesamt sind vier Teile der „Tribute von Panem“ geplant. Die Vorlage zu den Filmen lieferte Suzanne Collins Roman „Die Tribute von Panem – Gefährliche Liebe“.

Um die Kinozuschauer nicht allzu lange auf die Folter zu spannen und die Geschichte nicht in Vergessenheit geraten zu lassen, wurde nun ein Poster zu „Die Tribute von Panem 3: Flammender Zorn (Teil1)“ veröffentlicht. Darauf zu sehen: Flammen und ein goldener Ring mit einem auffliegenden Vogel darin. Schlicht, aber seine Wirkung nicht verfehlend, so könnte man die Gestaltung des Posters beschreiben. Ein eingefleischter Fan weiß ohnehin, was er erwarten darf. Dass es genauso spannend werden dürfte wie in den vorangegangenen Teilen, steht außer Frage. Der Kinostart von „The Hunger Games – Mockingjay Part 1“, wie der Film im Original heißt, ist für den 27. November 2014 angekündigt.

Nachdem Katniss alias Jennifer Lawrence wieder einmal die Hungerspiele des Kapitols lebend überstanden hat, indem sie aus der Arena durch ihren Mentor Haymitch, Spielmacher Heavensbee und Finnick Odair gerettet wurde, soll die vom zerstört geglaubten Distrikt 13 ausgehende Revolution gegen das Kapitol weiter vorangetrieben werden. Katniss gilt nach wie vor als das Gesicht der Revolution und wird deswegen für Propaganda-Aktionen auserkoren. Zuerst einmal begibt sie sich allerdings in ihren ehemaligen Heimatdistrikt, der von der Regierung komplett zerstört wurde. Dort findet sie nur noch den Familienkater vor – ihre Familie wurde vor der Zerstörung in den Distrikt 13 gebracht -, den sie mit in ihre neue Heimat nimmt. Die hier lebenden Menschen agieren aus dem Untergrund und haben den Sturz der Regierung zum Ziel, bei dem ihnen Katniss helfen soll. Diese aber bangt um das Leben ihres Freundes Peeta in Gestalt von Josh Hutcherson. Er wurde während der Sabotage der Hungerspiele im vorhergehenden Teil „Die Tribute von Panem – Catching Fire“ vom Kapitol gefangengenommen. Die Regierung nutzt Peeta nunmehr als Lockvogel, um die Revolution niederzuschlagen. In einer Sondersendung warnt er die Revolutionäre vor einem Militärschlag des Kapitols. Nachdem Katniss das Versprechen erhalten hat, dass sie Präsident Snow (Donald Sutherland) eigenhändig töten darf und Peeta bei einem Sieg der Revolutionäre nicht für seine Lockvogeltätigkeit bestraft wird, ist sie schließlich zur Mithilfe bereit. Wie diese aussieht und ob endlich die Befreiung aus der Knechtschaft des Kapitols gelingt, ist ab November in den Kinos zu sehen.

Bei den mitwirkenden Schauspielern wurde sowohl auf altbekannte als auch auf neue Gesichter gesetzt. Neben Jennifer Lawrence, Josh Hutcherson und Donald Sutherland, die seit dem ersten Teil dabei sind, stoßen in “Die Tribute von Panem 3 -  Flammender Zorn (Teil 1)”  beispielsweise Natalie Dormer, bekannt aus „Game of Thrones“, sowie Julianne Moore neu dazu. Die Regie lag wie beim zweiten Teil in den Händen von Francis Lawrence.

„Die Tribute von Panem – Catching Fire“ erreichte 2013 Platz 3 der weltweit erfolgreichsten Filme. Die 130-Millionen-Dollar-Produktion spielte insgesamt 847 Millionen Dollar ein. Rang 2 sicherte sich „Ich – einfach unverbesserlich 2“ mit einem Einspielergebnis von 935,1 Millionen Dollar. Der erfolgreichste Film 2013 war „Iron Man 3“ mit eingespielten, unglaublichen 1,2 Milliarden Dollar.

Bildquelle: © Gaby Stein / Pixelio.de

Mehrfach ausgezeichneter Film kommt in die Kinos – Poster schon lange da

667337_web_R_K_by_Tony Hegewald_pixelio.deZu den ersten Filmstarts des Jahres gehört das Sklavendrama  „12 Years a Slave“. Dieser Film löste im Vorfeld einige Diskussionen aus. Während in den USA das Thema auch mehrere hundert Jahre danach von manchen Menschen am liebsten totgeschwiegen wird, ist ein Großteil der Filmkritiker der Meinung, dass es sich um den besten Film des Jahres handelt. Eins steht fest: Für schwache Nerven ist das Werk nicht geeignet. Es zeigt schonungs- und rücksichtslos das wahre Leben der Sklaven im Süden Amerikas im 19. Jahrhundert. Ein typisches Hollywood-Produkt ist der Film damit nicht, obgleich das manche Poster im Vorfeld hätten vermuten lassen können. Da wurde häufig auf die Gesichter der Stars gesetzt, selbst wenn sie wie Brad Pitt nur eine kleine Nebenrolle hatten. Sicher aber ein gutes Mittel, um die Menschen in die Kinos zu locken und ihnen ein unvergessliches Kinoerlebnis mit Tiefgang zu bescheren. Brad Pitt ist übrigens nicht nur im Film zu sehen, er war zugleich einer der Nebenproduzenten, die unter der erfahrenen Hand von Regisseur Steve McQueen ein wahrhaftiges Meisterwerk der Filmkunst erschaffen haben.

Verfilmt wurde die wahre Geschichte eines Mannes, der mit seiner Familie in Saratoga im US-Bundesstaat New York lebt. Der Amerikaner Solomon Northup, dargestellt von Chiwetel Ejiofor, ist verheiratet und Vater von drei Kindern. Seinen Lebensunterhalt verdient er als Musiker. Er ist zufrieden mit seinem Leben als freier und angesehener Mann in einer Gegend, wo die Sklaverei Mitte des 19. Jahrhunderts abgeschafft wurde. An einem Tag im Jahre 1841 verändert sich sein Leben von einem Moment auf den anderen allerdings komplett. Northup wird von Betrügern in eine Falle gelockt. Als er wieder aufwacht, liegt er in Ketten und hat zwölf Jahre lang Tyrannei als Sklave auf Baumwoll- und Zuckerrohrplantagen in Louisiana vor sich.

McQueen und sein Stab verstehen es meisterhaft, die Geschichte wieder lebendig werden zu lassen. Der Film entstand an realen Schauplätzen auf alten Landgütern und in den schwülen Sümpfen Louisianas. Die fantastischen Landschaftsaufnahmen könnten fast über das eigentliche Thema hinwegtäuschen, doch wenn die Kamera nach einem ausladenden Schwenk über die atemberaubende Landschaft der Südstaaten an einem Baum hängenbleibt, an dem entlaufene Sklaven erhängt werden, ist man schnell wieder zurück auf dem Boden der Tatsachen.

Die Idee zum Film stammt übrigens von McQueens Frau. Unter dem Titel „12 Years a Slave“ veröffentlichte Northup 1853 seine Lebensgeschichte. Obgleich das Buch wenig bekannt ist, blieb es bis heute erhalten. Die Gattin von McQueen trieb ein Exemplar auf und inspirierte ihren Mann zur Verfilmung des Buches. Dieser hat schon Erfahrung in dem Filmgenre gesammelt und bereits zwei überaus erfolgreiche Filme – „Hunger“ und „Shame“ – aus dem Bereich produziert. Er setzte dabei sowohl auf den Bekanntheitsgrad der Darsteller als auch ihr Können, speziell, was die Charakterdarstellung betrifft. So ist beispielsweise Michael Fassbender, der beide Hauptrollen in den oben genannten Filmen innehatte, wieder mit von der Partie und als Gutsbesitzer zu sehen, der sich durch seine Liebe zu einer Sklavin in widersprüchliche Gefühle verstrickt. Eine schauspielerische Gratwanderung, die Fassbender hervorragend meistert. Die weiteren Hauptrollen wurden mit Benedict Cumberbatch, Paul Dano und Paul Giamatti besetzt. Die Filmmusik stammt von Oscar-Preisträger Hans Zimmer, das Drehbuch schrieb John Ridley.

Bildquelle: © Tony Hegewald / Pixelio.de

Bundesministerium macht mit Aufkleber deutlich, was Kleinkinder brauchen

548847_web_R_K_B_by_Wilhelmine Wulff_pixelio.deMit den ersten freien Schritten hat sich das Kind vom Baby zum Kleinkind entwickelt und geht fortan mit geänderten Ansprüchen durchs Leben. Jetzt will es vieles selber machen, es erobert die Welt und ist nicht immer einer Meinung mit seinen Eltern. Kurzum: Es nimmt aktiv am Familienleben teil und möchte als gleichberechtigtes Familienmitglied behandelt werden.

Damit sich ein Kind gut entwickelt, braucht es die vielfältigsten Anregungen. Weiterhin spielt eine gesunde Ernährung und ausreichend Bewegung eine große Rolle. Keine Frage, Eltern sein ist schön, aber angesichts der Verantwortung auch anstrengend und gerade beim ersten Kind kommt oft Unsicherheit auf, ob man alles richtig macht. Glücklicherweise gibt es das Idealbild der perfekten Eltern nicht. Wer auf sein Herz hört, seinen Kindern Liebe und Geborgenheit schenkt, sie unterstützt und ihnen zur Seite steht, ist schon einmal auf einem guten Weg zu einer guten Eltern-Kind-Beziehung. Was man sonst noch tun kann, verrät die Kurzinfo „Was Kleinkinder brauchen“. Sie gibt Tipps zur Ernährung von Ein- bis Dreijährigen und enthält außerdem für diese Altersgruppe passende Bewegungsangebote.

Mit der 16 Seiten umfassenden Broschüre der IN FORM-Initiative des Bundesernährungsministeriums mit dem Namen “Gesund ins Leben” erhalten Familien mit Kleinkindern einen Leitfaden an die Hand, der sie vor allem im Alltag begleiten soll. Zugleich wurde ein Aufkleber herausgegeben, der kurz und kompakt über die Wünsche eines Kleinkindes informiert. Er passt exakt auf die Rückseite des gelben Kinder-Untersuchungshefts und beinhaltet sieben freche Sprüche, die kurz und prägnant zeigen, auf was es im Leben eines Kleinkindes ankommt. So wird zum Beispiel auf die Wichtigkeit einer rauchfreien Umgebung hingewiesen, die Anzahl der Mahlzeiten und der Ablauf derselben aufgeführt sowie auf das richtige Trinken eingegangen. Entwickelt wurde der Aufkleber gemeinsam mit Experten von verschiedenen Fachgesellschaften. Ebenso wie die Broschüre steht er für eine kostenlose Bestellung zur Verfügung.

Dass jedes Kind anders ist, dürfte den meisten Eltern bewusst sein, dennoch kommen dann und wann Zweifel auf. Entwickelt sich mein Kind altersgerecht? Wie bringe ich ihm das Essen bei und wie viele Mahlzeiten am Tag benötigt mein Kind? Was ist das passende Getränk und welche Menge sollte das Kind täglich zu sich nehmen? Fragen über Fragen gehen Eltern durch den Kopf und selbst, wenn man bereits ein oder mehrere Kinder großgezogen hat, ist man doch stets für einen Hinweis dankbar. Mit dem praktischen Aufkleber trägt man diesem Wunsch der Eltern Rechnung. Sie haben häufig keine Zeit, umfassende Ratgeber zu lesen oder stundenlang im Internet nach einer Antwort auf ihre Frage zu recherchieren. Ohne viele Worte erledigt das der neue Aufkleber. Ein kurzer Blick darauf genügt und schon wissen die Eltern wieder, wo es langgeht.

Aufkleber und Infobroschüre sind aber nicht das Einzige, was junge Eltern vom Netzwerk Gesund ins Leben erwarten können. Sie sind nur ein geringer Teil eines umfangreichen Medienangebots, welches auf Eltern mit Kindern aller Altersgruppen zugeschnitten ist. Dabei können Eltern ebenso darauf zugreifen wie Fachkräfte. Darunter fallen zum Beispiel Kinderärzte, Klinikpersonal, Ernährungsberater und andere Personen, die mit Kindern und Familien arbeiten. Das Projekt wird vom Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft finanziell gefördert.

 

Bildquelle: © Wilhelmine Wulff / Pixelio.de

Ab sofort gibt es die Rettungskarte mit QR-Code für Mercedes und Smart

652462_web_R_K_B_by_Daniel Pittner_pixelio.deEingeführt wurde die Rettungskarte bereits 2007. Sie entstand auf Initiative des ADAC. Mit der Karte soll eine Rettung im Unglücksfalle erheblich schneller erfolgen und somit die Überlebenschancen der Verunglückten gesteigert werden. Eine Verpflichtung zum Mitführen der Rettungskarte besteht nicht, eine gute Idee ist sie aber allemal. Die Daimler AG griff die Idee der Rettungskarte für ihre Fahrzeuge auf und führte sie weiter. Konkret bedeutet das, sie passte die Rettungskarte an die Technik der Gegenwart an und stattete die Rettungskarten mit einem QR-Code aus. Ab sofort sind die Aufkleber für Fahrzeuge der Marken Smart und Mercedes ab Baujahr 1990 kostenlos in den Fachwerkstätten erhältlich. Empfohlen wird die Anbringung an der Innenseite des Tankdeckels und im Bereich der gegenüberliegenden B-Säule angebracht. Neugebaute Fahrzeuge sind künftig bereits ab Werk mit den Aufklebern an diesen Stellen ausgestattet.

Der aufgedruckte QR-Code enthält wichtige Informationen für Retter und Ersthelfer, speziell auf den Fahrzeugtyp abgestimmt. Er wird mittels Smartphone oder Tablet gescannt und ausgelesen. Anschließend erfolgt die Ausgabe der relevanten Daten direkt auf den Bildschirm des Lesegeräts. Zeitraubende Nachfragen werden somit vermieden und die Rettung der Verunglückten kann sofort beginnen. Enthalten ist beispielsweise die Position von den Gaspatronen für die Airbags, der Verlauf von stromführenden Kabeln und die genaue Lage der Autobatterie. Weiterhin werden die Stellen an der Karosserie angegeben, von welchen aus die Helfer am schnellsten mit ihren Stemm- oder Schneidgeräten in den Innenraum des Wagens vordringen können.

Wer nicht Besitzer von einem Smart oder Mercedes ist oder aus irgendeinem anderen Grund keine aufklebbare Rettungskarte mit oder ohne QR-Code sein Eigen nennt, hat auf der Webseite des ADAC die Möglichkeit, eine Rettungskarte passend zu seinem Fahrzeugtyp als PDF-Datei herunterzuladen und auszudrucken. Für den Inhalt der Karten sind die Fahrzeughersteller verantwortlich. Alternativ kann man sich die Rettungskarte in den ADAC-Geschäftsstellen ausdrucken lassen. Das ist insbesondere dann erforderlich, wenn man selbst nur einen Schwarz-Weiß-Drucker hat. Die Rettungskarte sollte unbedingt farbig sein, damit sie im Bedarfsfalle sofort ins Auge sticht und problematische Bereiche des Fahrzeugs klar erkennbar sind. Nach dem Ausdrucken wird erst einmal überprüft, ob die Rettungskarte dem Fahrzeug tatsächlich entspricht. Bei der Airbagausstattung sind stellenweise Abweichungen gegeben, da immer die maximal mögliche Ausstattungsvariante dargestellt ist. Ist sichergestellt, dass es sich um die korrekte Rettungskarte handelt, wird sie hinter der Fahrer-Sonnenblende platziert. Dieser Ort ist allen Rettungskräften, auch international, bekannt. Um ein Ausbleichen zu verhindern, wird die bedruckte Seite nach innen gefaltet. Zuletzt wird der Aufkleber „Rettungskarte im Fahrzeug“ – in jeder ADAC-Geschäftsstelle zu bekommen – entweder am linken oberen oder unteren Rand der Windschutzscheibe angebracht. So hält man auch ohne QR-Code die notwendigen Angaben für die Rettungskräfte bereit.

Derzeit ist für das Auslesen des QR-Codes auf der Rettungskarte eine Internetverbindung notwendig, nach eigenen Angaben plant Mercedes allerdings eine eigene App, die den Offline-Zugriff auf die Daten zulässt. Sie ist voraussichtlich ab Mitte 2014 verfügbar.

Die QR-Codes von Smart und Mercedes stellen eine Ergänzung zu einem seit Februar letzten Jahres eingesetzten Systems dar, welches herstellerübergreifend den Zentralen Leitstellen für Rettungsdienst sowie Brand- und Katastrophenschutz den direkten Abruf von Informationen aus dem Fahrzeugregister des Kraftfahrt-Bundesamts in Flensburg mit Hilfe des Kfz-Kennzeichens erlaubt.

Bildquelle: © Daniel Pittner / Pixelio.de