Aufkleber und T-Shirt Blog

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Leichtere Zahlung durch QR-Code auf Rechnung

Euro-ÜberweisungSEPA ist ein aktueller Begriff, der vielen Unternehmern einen unbehaglichen Schauer über den Rücken jagt. Dahinter verbirgt sich ein neues Zahlungsverfahren, welches den Zahlungsverkehr innerhalb der EU vereinfachen soll. Bisher aber kann diesem noch keiner so richtig was Gutes abgewinnen. Ursprünglich war die Einführung zum 1. Februar 2014 geplant. EU-Parlament und Kommission haben die Umstellungsfrist allerdings bis zum 1. August verlängert. Den Unternehmen ist es recht. Sie sehen große Probleme auf sich zukommen. Die Umstellung der EDV und der Kundendaten ist mit einem immensen Aufwand verbunden. Besonders kleine und mittelständische Unternehmen hätten den fristgerechten Umstieg auf SEPA zum 1. Februar nicht gewährleisten können. Deshalb schlug die Kommission im Januar einen Zeitraum von weiteren sechs Monaten für den Übergang vor. Dennoch dürften die Probleme weiter bestehen bleiben. Nicht nur, dass vor allem mit der IBAN eine schier unübersichtliche Zahlenkolonne auf den Rechnungen erscheinen muss, zugleich soll diese auch noch in einem einheitlichen QR-Code aufgebracht werden, um Fehler in der 22 Stellen umfassenden Zahl zu vermeiden. Das wiederum bedeutet, dass Unternehmen extra einen QR-Code generieren und in ihre Rechnungen implementieren müssen.

Aufgeschoben ist nicht aufgehoben. Zwar können die Unternehmen sich jetzt ein halbes Jahr länger Zeit lassen, ob es aber alle rechtzeitig schaffen, bleibt weiterhin abzuwarten. Wären die neuen Bedingungen zum 1. Februar in Kraft getreten, wäre von Zahlungsdienstleistern und Banken nur noch die Bearbeitung von Zahlungen im SEPA-Format erfolgt. Unternehmen, bei welchen die Umstellung noch nicht abgeschlossen gewesen wäre, hätten demzufolge mit großen Schwierigkeiten rechnen müssen. Bei ein- und ausgehende Zahlungen, die nicht das vorgeschriebene Format gehabt hätten, wäre eine Sperrung erfolgt. Im schlimmsten Falle könnte man dann sozusagen von einer Zahlungsunfähigkeit der betreffenden Firma sprechen.

Eigentlich soll das SEPA-Zahlungsverfahren der Vereinfachung von Zahlungen innerhalb der EU dienen, bisher jedoch hat es den Verwaltungsaufwand der Unternehmen nur enorm erhöht. Die Verschmelzung von Bankleitzahl und Kontonummer in einer Zahl, der IBAN, birgt ein hohes Fehlerrisiko in sich. Bei der Übertragung derselben kommt es schnell zu Zahlendrehern oder anderen Fehlern. Mit dem weiterhin geplanten QR-Code möchte der der European Payments Council (EPC) daher ein Einscannen der IBAN ermöglichen. Der Zahlungspflichtige erhält durch das Scannen des Codes alle notwendigen Daten beziehungsweise wird die IBAN gleich in die Überweisungsmaske eingefügt, sofern die Überweisung über eine entsprechende App ausgeführt wird.

Die Implementierung des QR-Codes ist freiwillig. Die Sicherheit im Zahlungsverkehr wird durch einen solchen erhöht, gleichzeitig kommt es aber auch zu einer nochmaligen Erhöhung des Umstellungsaufwands. Zudem ist fraglich, ob sich Aufwand und Nutzen die Waage halten, denn nicht jeder zahlt mit einem mobilen Endgerät seine Rechnungen. Hier werden sicher erst die Praxiserfahrungen zeigen, ob sich der QR-Code auf Rechnungen durchsetzen kann.

Zum Verwaltungsaufwand der SEPA-Umstellung gehört ebenfalls die Aktualisierung des Lastschrifteinzugs. Dafür müssen Geschäftspartner und Kunden angeschrieben werden. Im Dezember 2013 war dies trotz des damals feststehenden Umstellungstermins zum 1. Februar 2014 lediglich bei 10 Prozent der Lastschriftverfahren erfolgt. Sorgen bereiten den Unternehmern und Zahlungsinstituten ebenfalls die Auszahlung von Löhnen und Gehältern. Sollte die Fehlerquote bei der Umstellung nur zwei Prozent betragen, ist die Nachbearbeitung von mehr als eine Million Lastschriften und Überweisungen notwendig, gibt die Bundesbank zu bedenken. Bleibt zu hoffen, dass durch die Verlängerung der Umstellungsfrist Fehler weitestgehend vermieden werden.

Bildquelle: © Thorben Wengert / Pixelio.de

Sticker zur Fußball-WM 2014 – mit Panini hautnah die WM in Brasilien erleben

584306_web_R_K_by_Gisela Peter_pixelio.deDie am 12. Juni 2014 in Brasilien beginnende Fußball-WM wirft seit Langem ihre Schatten voraus. Für die Stickersammler war hauptsächlich eine Frage von Bedeutung: Wann bringt Panini endlich seine Sticker und das dazugehörige Sammelalbum heraus? Bislang hält sich das Unternehmen zum Veröffentlichungstermin immer noch bedeckt, es wurde lediglich bekanntgegeben, dass es wie gewohnt die begehrten Klebebildchen geben wird. Der Termin wird aber sicher vor dem Eröffnungsspiel in der Arena Corinthians in São Paolo/Brasilien am 12. Juni 2014 liegen. Vermutet wird ein Verkaufsstart im April, sodass die Fußballfans und Sammler noch ausreichend Gelegenheit zum Kaufen und Tauschen haben, bevor das Fußballgroßereignis sie täglich vor den Fernsehbildschirm zieht.

Das Panini Stickerheft ist eine Institution in der Welt der Stickersammler. Seit 1961 bringt das Unternehmen Alben mit dazugehörigen Stickersammlungen heraus. Dabei ist die Liebe zum Fußball unverkennbar, für Italiener natürlich eine Selbstverständlichkeit. In Deutschland erwachte die Sammelleidenschaft zur Fußball-WM 1974, die im eigenen Land stattfand und zudem vom Turniersieg der deutschen Fußball-Elf gekrönt wurde. Eine mehr als 50 Jahre währende Geschichte hat Panini also bereits hinter sich. Da wundert es nicht, dass die Sammelleidenschaft bei manchen eine Familienangelegenheit ist. Vom Opa bis hin zum Urenkel erwarten dieser Tage alle sehnsüchtig den Start der neuen Stickerserie zur Fußball-WM 2014. Bis dahin bleibt nur die Betrachtung des neuen Heftes im Internet übrig. Wie es die Tradition verlangt, ist der Einband in den Landesfarben des Veranstalters gehalten. Das wäre dementsprechend gelb-grün. Zudem ziert WM-Maskottchen “Fuleco”, ein Kugelgürteltier, die Vorderseite.

Rund 640 Sticker gehören zur neuen Serie. Neben den Mannschaften und einzelnen Spielern erfolgt eine Vorstellung der 12 Spielstätten, es wird ein Spielplan für das gesamte Turnier dabei sein sowie das WM-Maskottchen und der WM-Pokal vorgestellt. Im Mittelpunkt jedoch stehen die 32 Fußballmannschaften, die in Brasilien in den Wettstreit um die beste Fußballmannschaft der Welt treten werden. Demzufolge wird es ein Mannschaftsbild geben und das Verbandswappen. Ferner werden jeweils 17 Spieler eines jeden Teams näher vorgesellt. Für eine Vollständigkeit der Spieler kann allerdings wegen der Fertigstellung Wochen vor dem Beginn der WM keine Garantie gegeben werden. Sollten Nachnominierungen erfolgen, finden diese aus verständlichen Gründen keine Berücksichtigung mehr.

Sobald Sammelalbum und Sticker im Handel sind, wird man sie an Kiosken, Tankstellen und in Supermärkten finden. Die Sticker werden in Tüten á 5 Stück zu je 60 Cent angeboten. Kurz nach dem Erscheinen beginnt auch im Internet ein reger Handel beziehungsweise Tausch. Ziel ist das Erreichen eines vollständigen Sammelalbums. Da der Sammler nicht weiß, welche Aufkleber in den Tüten verborgen sind, hat er oftmals viele in mehrfacher Ausführung. Andere bekommt er dafür überhaupt nicht. Im Internet finden die Sammler zusammen und tauschen rege die Klebebildchen aus.

Echte Sammelprofis kaufen im Netz die sogenannten Displays, aus denen man an der Verkaufsstelle die einzelnen Tüten herausnimmt. In den Displays sind 100 Tüten mit je 5 Aufklebern enthalten. Sie kosten um die 50 Euro. Eine kostengünstigere oder kostenlose Alternative stellen Tauschbörsen dar. Manch begehrten Sticker findet man auch auf dem Flohmarkt oder man sucht auf Online-Auktionsplattformen. Grundsätzlich dürfte es gelingen, das Sammelalbum voll zu bekommen, auf welche Weise aber die Vollständigkeit erreicht wird, bleibt jedem selbst überlassen.

Bildquelle: © Gisela Peter / Pixelio.de

Rettungsgasse dank Aufkleber – wie die Idee eines Mannes Menschenleben rettet

594195_web_R_K_B_by_Jens Märker_pixelio.deHeiko Feist ist begeisterter Motorradfahrer und außerdem Mitarbeiter des Bayerischen Roten Kreuzes (BRK). Er weiß deshalb zur Genüge, was auf deutschen Autobahnen los ist. Als er sich eines Morgens im Bad auf seine Schicht als Motorradstreife des BRK vorbereitete und dabei in seinem Kopf das Verkehrsaufkommen auf der A96, der A7 und der A8 sowie die damit verbundenen Wege zu den diversen Unfallstellen vor sich sah, kam ihm die Idee für das „Projekt Rettungsgasse“. Grundlage bildete die Frage, wie man die Autofahrer dazu bewegen kann, eine Gasse für die Retter zu bilden. Die Lösung erschien Feist genauso einfach wie verblüffend: Er entschied sich für einen Aufkleber auf der Heckscheibe von Autos mit der Aufschrift „Bei Stau Rettungsgasse frei halten“. Dazu jeweils einen nach rechts und links weisenden Pfeil. Fertig war die unmissverständliche Aufforderung für Autobahnnutzer, die im Stau stehen.

Anfangs war das Projekt nur im kleinen Rahmen vorgesehen. Der BRK-Mitarbeiter hatte für sich selbst, für seine Lebensgefährtin und für einige Bekannte einen entsprechenden Aufkleber gefertigt. Allerdings blieb die Idee nicht lange unentdeckt. Ein Einsatzfotograf sah den Aufkleber an der Heckscheibe von Feist und begeisterte sich sofort für die Aktion. Die Beiden schlossen sich zusammen und stellten ein Foto des Aufklebers auf ihren Facebookseiten ein. Es schien, als hätte die Gemeinschaft nur auf jemanden gewartet, der das Zepter in die Hand nimmt und Taten sprechen lässt. Immer mehr begeisterte Nutzerkommentare kamen zusammen und immer mehr User fragten, wo man den Aufkleber erhalten könne. Am 12. Februar 2014 schließlich bekam das „Projekt Rettungsgasse“ seine eigene Seite in dem bekannten Sozialen Netzwerk. Mittlerweile bekennen sich auf Facebook fast 10.000 Menschen dazu.

Bislang kostet ein Aufkleber acht Euro. Der relativ teure Preis resultiert aus der ursprünglich geplanten Auflage in geringer Stückzahl. Inzwischen haben aber schon über 2.000 Menschen bundesweit Interesse daran angemeldet. Das Projekt entpuppt sich zur Freude des Initiators als Selbstläufer. Feist hat dementsprechend mit Verhandlungen über eine höhere Auflage begonnen, die zugleich einen geringeren Preis für den einzelnen Aufkleber mit sich bringt. Außerdem arbeitet er gemeinsam mit seinen Unterstützern an einem Flyer zum Projekt.

Aber der Aufkleber allein reicht nicht aus, um eine schnellere Hilfe am Unfallort zu gewährleisten. Diese Erfahrung musste Feist ebenfalls schon machen. Als es kürzlich auf der A8 krachte und sich ein Rückstau von 20 Kilometer Länge bildete, hätte auch sein Aufkleber wegen der Unfallstelle im Baustellenbereich nicht viel ausrichten können. Hier war es zu eng zum Bilden einer Rettungsgasse. Im Endeffekt wurden die Ersthelfer mit einem Rettungshubschrauber zur Unfallstelle gebracht. Glücklicherweise waren zwei Personen nur mittelschwer verletzt. Bei anderen Unfällen gehe es oft um Minuten, die über Leben und Tod entscheiden, gibt der Rot-Kreuz-Mitarbeiter zu bedenken. Er ist verwundert, warum auf eine solch simple Idee bisher niemand in der Politik oder in einem Automobilclub gekommen ist. Feist selbst haben dafür nur wenige Minuten unter der Dusche ausgereicht und sogar für die Verbreitung seiner Idee musste er nur wenig Zeit aufwenden. Die Menschen jedenfalls sind offen dafür und bereit, durch die Bildung einer Rettungsgasse aktiv Menschenleben zu retten.

Bildquelle: © Jens Märker / Pixelio.de

Legofiguren auf Poster stellen die Kandidaten für den diesjährigen Oscar vor

102429_web_R_K_B_by_Erich Kasten_pixelio.deHintergrund der originellen Aktion ist der Start von „ in den amerikanischen Kinos am 7. Februar 2014 und die bevorstehende Oscar-Verleihung. Der Filmstart fiel besser aus, als von den Machern erwartet. Daher gibt es nun sozusagen als Dank von allen Nominierten in der Kategorie „Bester Film“ ein Poster mit LEGO-Figuren. Darunter beispielsweise „Gravity“, „12 Years a slave“und „The Wolf of the Wall Street“. Natürlich sind die Poster originalgetreu den jeweiligen Filmpostern nachempfunden, lediglich die Schauspieler wurden durch LEGO-Figuren ausgetauscht. Eine tolle Sache, nicht nur für LEGO-Fans.

In Deutschland ist der Abenteuer-Animations-Film „The LEGO Movie“ ab dem 10. April zu sehen. Dann ist die Oscar-Verleihung 2014 längst vorbei. Sie findet am 2. März in Los Angeles statt. Die witzigen Filmposter machen noch mehr Lust darauf, der Verleihung beizuwohnen. Schließlich hat LEGO eine fast genauso lange Geschichte wie die begehrteste Filmtrophäe der Welt. Somit dürften der „Goldjunge“ und die beliebten Spielfiguren einander Respekt zollen. Mit den LEGO-Postern tut das auf alle Fälle das 1932 gegründete Unternehmen schon einmal gegenüber den Hollywoodschauspielern für ihre tollen schauspielerischen Leistungen. Ob jene im Gegenzug dann bei der Preisverleihung ihre eigene LEGO-Figur als Glücksbringer in den Händen halten werden, bleibt abzuwarten. Eine gute Idee wäre es allemal. Immerhin haben auch die Figuren bei den Aufnahmen für die Filmposter „ihren Kopf hingehalten“.

Die kleinen Plastikfiguren sind übrigens in der Filmbranche heißbegehrt. Seit den 1980ern-Jahren gibt es die sogenannten Brickfilme, in denen LEGO-Figuren die Hauptrolle spielen. Schnell entwickelte sich eine Szene von Hobbyfilmer, die regelmäßig neue Filme mit den Figuren herausbrachten. Das war für das Unternehmen der Anlass, ein eigenes Filmset für diese Fans herauszugeben. Das „Steven Spielberg Movie Maker Set“ enthielt neben den zu dem Film passenden Legosteinen weiterhin eine Webcam. Einer der bekanntesten Brickfilme ist die Verfilmung des „Wunders von Bern“. Der zehnminütige Streifen mit dem Titel „Die Helden von Bern“ erschien anlässlich der Fußball-WM 2006 und blieb sogar den unvergessenen Originalkommentar von Herbert Zimmermann nicht schuldig. Einen hohen Bekanntheitsgrad hat ebenfalls die „LEGO Star Wars“-Reihe erreicht. Sogar der letztjährige Weltrekordsprung von Felix Baumgartner aus 39.000 Metern Höhe wurde mit LEGO-Figuren nachgestellt und ist im Internet zu sehen.

Seit 2005 treffen sich die Brickfilmer einmal jährlich zu einem eigenen Festival, der Steinerei. Die Veranstaltung ist vergleichbar mit dem „Deutschen Filmpreis“ oder dem „Goldenen Spatz“ speziell für Kinder- und Jugendfilme. Es werden Filme eingereicht und einer kompetenten Jury vorgeführt. Sie entscheidet, wer den Preis für den besten Film mit nach Hause nimmt. Ferner werden Preise für den besten Regisseur sowie ein Publikumspreis vergeben. Interessant ist die Themenbreite der Filme. Von Terrorismusthrillern bis hin zu Literaturverfilmungen ist alles dabei, was man filmisch in Szene setzen kann.

Das Produzieren von Brickfilmen liegt fast ausschließlich in der Hand von Erwachsenen und wird inzwischen äußerst professionell betrieben. Die Filme entstehen durch die Aufnahme von Bewegungssequenzen in Einzelbildern. Anschließend werden die einzelnen Szenen schnell abgespielt. Dabei ergibt sich ein flüssiger Film. Bei den meisten Filmen handelt es sich um Kurzfilme mit etwa zehn Minuten Länge. „The LEGO Movie“ ist allerdings eine offizielle amerikanisch-australische Profiproduktion mit einem Budget von 60 Millionen und einer Filmlänge von 100 Minuten.

Bildquelle: © Erich Karsten / Pixelio.de

Ein Aufkleber, der Leben rettet!

533450_web_R_K_B_by_Axel Hoffmann_pixelio.deIn insgesamt 40 Ländern Europas erreicht man mit der Nummer 112 über das Handy oder das Festnetztelefon die Rettungsleitstelle, wo die Koordination von Polizei, Feuerwehr und Rettungsdienst zusammenläuft. Dort wird alles getan, damit der Anrufer schnell die von ihm benötigte Hilfe bekommt. Die Nummer ist ohne Vorwahl gültig, kostenlos und an keinen Telefonanbieter gebunden beziehungsweise unabhängig vom Netzempfang mit dem Handy. So ist gewährleistet, dass wirklich jedem in einer Notsituation geholfen werden kann.

Schon im Kindergarten lernen die Kinder die Nummer 112 kennen und bekommen vermittelt, welche wichtigen Fragen sie am Telefon beantworten können müssen, damit die Hilfe zeitnah und präzise erfolgen kann. Umfragen ergaben, dass inzwischen auch 20 Prozent der Deutschen um die Gültigkeit der Nummer im europäischen Ausland wissen. Ausreichend ist die Zahl aber nicht. Schließlich bedeutet dies im Umkehrschluss, dass 80 Prozent die 112 ausschließlich auf Deutschland beziehen und demzufolge im Ausland nicht wissen würden, wie sie bei einem Notfall an Hilfe gelangen. Zum Euronotruftag am 11. Februar stand deshalb die 112 im Vordergrund des Geschehens. So wurden etwa Aufkleber verteilt. In manchen Orten war das aber erst mit einiger Verzögerung möglich, denn das Ganze wurde natürlich mit Beteiligung verschiedener prominenter Personen durchgeführt. Neben regionalen Politikern war auf mancher Veranstaltung weiterhin der eine oder andere EU-Abgeordnete anzutreffen, der sich gleichfalls für die europaweite Rettung starkmacht, und bekanntlich haben eben jene immer einen vollen Terminkalender.

Der Euronotruftag hat aber auch gezeigt, dass es noch einiges zu tun gibt, wenn es um die Rettung ohne Grenzen geht. Unter anderem wurde die Frage debattiert, wie die europaweite Nummer in die Köpfe aller Menschen gebracht werden kann. Aufkleber sind eine Möglichkeit. Sie könnten in öffentlichen Einrichtungen, in Reisebüros oder in Informationsstellen zum kostenlosen Mitnehmen ausgelegt werden. Denkbar ist ferner eine Verbreitung über Zeitungen und Zeitschriften. Selbstverständlich sollte die Nummer aber immer präsent sein. Deshalb wurden vielerorts anlässlich des Euronotruftags Rettungswagen mit neuen Aufklebern ausgestattet.

Wer international auf die 112 zugreift, wird übrigens direkt an die Polizei weitergeleitet. Gültig ist die Nummer außer in den Staaten der EU unter anderem auch in Südkorea, in der Schweiz, in Liechtenstein, in Kasachstan und in der Ukraine. Ein anderes Problem bei der Wahl der Notrufnummer ist die Wählbarkeit von Mobiltelefonen, die stellenweise mit der kurzen Nummer – in manchen Ländern gibt es gar nur zweistellige Notrufnummer – nicht zurechtkommen und deshalb die Nummer nicht wählen oder eine Fehlermeldung im Display anzeigen. In Deutschland besteht das Problem nicht. Hier ist beim Halten des Anrufs bei der Rettungsleitstelle außerdem die Ortung der anrufenden Person möglich. Seit dem November 2006 erlauben alle Mobilfunkanbieter außer E-Plus die Handyortung via GSM, also über die Einwahl in das Funknetz. Mit dem Wählen des Notrufs gibt der Betreffende eine Datenschutzverzichtserklärung ab. Jedes eingehende Gespräch über die Notrufnummer wird grundsätzlich aufgezeichnet. Eine eventuelle Unterdrückung der Rufnummer hat keine Bedeutung, die mit der Nummer verbundenen Daten können trotzdem problemlos abgerufen werden. Dennoch erfolgt eine Ortung des Geräts nur nach Zustimmung des Anrufers, wobei es allerdings keine Rolle spielt, ob dieser der rechtmäßige Eigentümer ist. Dem Missbrauch der Notrufnummer wurde durch eine Verordnung aus dem Jahre 2009 ein Riegel vorgeschoben, indem die Wahl ohne betriebsbereite SIM-Karte im Gerät nicht mehr möglich ist.

Bildquelle: © Axel Hoffmann / Pixelio.de

Gurlitts Kunstsammlung auf Leinwand größer als bisher angenommen

401946_web_R_K_by_Erich Hörzenauer_pixelio.deSeit März 2012 beschäftigt sich die Staatsanwaltschaft mit dem Schwabinger Kunstfund, der Kunstsammlung von Cornelius Gurlitt, die er einst von seinem Vater Hildebrand Gurlitt erbte und bei welcher der Verdacht besteht, dass diese teilweise aus NS-Raubkunst stammt. Fast täglich gab es neue Meldungen zu dem Fall und jetzt wurde eine weitere Sensation bekannt: In einem Haus in Salzburg wurden 60 weitere Kunstwerke gefunden. Bislang hatte Gurlitt jede Spur zu dem Haus vermeiden können und das tat er nicht ohne Grund. Die Fahnder sind sich einig, dass die nun gefundenen Gemälde den materiell deutlich wertvolleren Teil seiner Sammlung darstellen. In München wurden zwar ebenfalls Gemälde von einigem Wert gefunden, darunter etwa Werke von Matisse und Liebermann, den größten Teil machten allerdings Zeichnungen, Aquarelle, Druckgraphiken und Gouachen aus, sodass sich der angebliche Milliardenschatz nach kurzer Zeit „nur“ als Millionenschatz entpuppte. Nach dem neuesten Fund in Salzburg rückt allerdings der Wert in Milliardenhöhe in greifbare Nähe.

Das Haus in Salzburg erscheint auf den ersten Blick unscheinbar. Keine Alarmanlage, keine moderne Sicherheitseinrichtungen, dahinter vermutet wohl kaum einer einen Kunstschatz von derartigem Wert. Die zumeist impressionistischen Werke stammen unter anderem von Monet, Manet, Liebermann, Picasso und Renoir. Genaue Angaben zu den Bildtiteln liegen nicht vor. Gurlitts Anwalt ließ die Gemälde von einer Kunsthistorikerin erfassen. Im Anschluss an die Inventarisierung erfolgte der Abtransport derselben an einen unbekannten Ort. Ein Abgleich mit der Raubkunstdatenbank „Lostart“ wurde nach Auskunft des Anwalts bereits vorgenommen, Übereinstimmungen hätte es allerdings keine gegeben. Um einen endgültigen Ausschluss handelt es sich dabei aber nicht. Manchmal kann erst nach dem Wiederauftauchen eines Kunstwerks geklärt werden, ob es überhaupt Raubkunst ist. Bis dahin sei die Erfassung als anonymer Titel in einer langen Liste denkbar.

Die „Landschaft mit Kühen“ von Paul Gauguin aus dem Jahre 1886 ist solch ein Bild. Es war über 40 Jahre lang verschollen und tauchte nach seinem Verkauf auf einer Auktion im Jahre 1900 erst wieder 1943 im Privatbesitz eines Schweizers auf. Der vorherige Eigentümer ist unbekannt. Daher weiß man auch nicht, ob das Bild freiwillig oder unter Druck den Besitzer wechselte. Ähnlich verhält es sich mit Monets „Waterloo Bridge“. Der letzte Eintrag im Verzeichnis war ein Vermerk zu einem Verkauf 1914. Das ist inzwischen 100 Jahre her. Eine lange Zeit, in der viel passiert sein kann.

Einige der in Gurlitts Haus in Salzburg gefundenen Kunstwerke auf Leinwand werden mit einer Kunstausstellung von 1954 in Verbindung gebracht. Das im Krieg ausgebombte Folkwang-Museum in Essen war damals plötzlich Veranstalter einer großen Ausstellung mit mehr als 100 Werken. Darunter welche von Künstlern, deren Namen jahrzehntelang in Deutschland nicht genannt werden durften. Da das Museum aber selbst keine Exponate im ausreichenden Maße besaß, wurden kurzerhand private Sammler um Leihgaben gebeten. Unter anderem befand sich Hildebrand Gurlitt darunter, der vom damaligen Museumsleiter im Ausstellungskatalog sogar noch mit einem besonderen Dank bedacht wurde. Woher jener die Kunstwerke hatte, wurde allerdings nicht nachgefragt. Im Gegenteil: Man war froh, eine Kunstaustellung zugunsten des Wiederaufbaus des Museums auf die Beine stellen zu können. Dafür spielte es keine Rolle, wo die Exponate dafür herkamen.

Bildquelle: © Erich Hörzenauer / Pixelio.de