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Von der Leinwand auf die Leinwand – Städel Museum startet neues Projekt

651541_web_R_K_by_lichtkunst.73_pixelio.deDie Kunst kommt im Alltag häufig zu kurz. Manche wollen, manche können beides nicht in Einklang bringen. Die Einen schaffen es wegen ihrer ungünstigen Arbeitszeiten nicht ins Museum, die Anderen haben Respekt vor einer solchen Institution und gehen von vornherein davon aus, dass der Besuch im Museum nichts für sie ist. Museumsräume gelten als elitär. Hier muss man eine gewisse Etikette wahren, die vielen suspekt erscheint. Für Familien also denkbar ungeeignet und auch andere Zielgruppen sind nur mäßig daran interessiert, stundenlang Bilder anzuschauen, mit denen sie sozusagen nichts verbindet.

Museen muten im Zeitalter der modernen Medien als altmodisch und verstaubt an. Wer ein Kunstwerk betrachten möchte, kann problemlos das Internet bemühen. Man braucht nicht das Haus verlassen und muss keinen Eintritt zahlen. Bequemer geht es nicht, für die Museen bedeutet es aber fast schon ein Sterben auf Zeit. Genau dieser Entwicklung wollen das Städel Museum und eine Drogeriemarktkette entgegentreten. Sie setzen sich künftig gemeinsam für eine fortschreitende Digitalisierung des Museums ein und machen die Integration der Kunst in den Alltag leichter. Ab sofort kann sich der Kunde in den Filialen der Kette Wandbilder mit weltberühmten Motiven erstellen. Kunst wird erschwinglich und alltagstauglich. Über 100 Werke stehen zur Wahl. Sie wurden vom Städel Museum zur Verfügung gestellt. So kann man sich etwa für ein Porträt von Botticelli oder für eins der Werke von Manet und Monet. Von der Leinwand auf die Leinwand, wenn auch mit wesentlich weniger Aufwand als es damals zum Entstehungszeitpunkt des Kunstwerks der Fall war.

Schon häufiger habe man im Städel Museum darüber nachgedacht, wie man die Menschen im Alltag erreichen und für Kunst begeistern kann. Dafür wurden schon mal die „heiligen Hallen“ des Museums verlassen und allgemein an einem wesentlich modernen Kunstpräsentationskonzept gefeilt. Führungen gehören ebenso dazu wie ein Blick hinter die Kulissen oder Workshops, wo der Besucher selbst zum Pinsel greifen darf. Der KinderKunstKlub soll Kindern zwischen sechs und 13 Jahren die Kunst näherbringen. Für einen überschaubaren Jahresbeitrag gibt es ein Jahr lang freien Eintritt in alle drei Häuser und zu allen öffentlichen Veranstaltungen.

Um Abwechslung zu bieten und das Interesse hochzuhalten, wechseln die Ausstellungen regelmäßig. Von „langweiligen“ Museumsbesuchen, wo der Besucher minutenlang respektvoll vor einem Bild verharrt, hat man sich nicht ganz entfernt, allerdings geht der Trend im Städel Museum auch in die andere Richtung, und zwar zum Mitmachen. Bestes Beispiel ist die vom 6. Mai bis zum 13. Juli 2014 stattfindende Ausstellung vom österreichischen Künstler Erwin Wurm mit dem klangvollen Titel „One Minute Sculptures“. Die Ausstellung wird im Museum sowie im Garten präsentiert und alle sind dazu herzlich eingeladen. Der Clou der Ausstellung: Hier wird der Besucher selbst zum Kunstwerk. Dafür muss er lediglich eine Minute lang nach Anweisung des Künstlers in einer bestimmten Position verharren. So kann er etwa zum Hund werden, nach der Anweisung „Wirf dich weg“ als „Müll“ enden oder mal eben schnell zum Tassenhalter umfunktioniert werden. Eine tolle Idee, die Kunst einmal auf eine völlig andere Weise interpretiert und verständlich macht. Neben professionellen Performern sucht das Museum aktuell noch weitere Mitwirkende, wobei Geschlecht, Alter und Beruf völlig egal ist.

Bildquelle: © lichtkunst.73 / Pixelio.de

Kleine Aufkleber kennzeichnen Rewe-Produkte aus nachhaltiger Erzeugung

522371_web_R_K_by_Thorben Wengert_pixelio.deEs gibt viele Aufkleber, die die besondere Qualität eines Produktes hervorheben sollen. Aktuell liegen Produkte aus nachhaltiger Erzeugung im Trend. Der deutsche Handelskonzern Rewe Group bietet ebenfalls Waren aus nachhaltiger Produktion und hat dafür sogar ein eigenes Label entworfen. Mittlerweile werden zahlreiche Verpackungen in den Geschäftsstellen von dem blau-weißen Label geziert.

Rewe liegt die Hochwertigkeit seiner Produkte sehr am Herzen. Dabei steht nicht nur die Qualität im Vordergrund, sondern es wird zugleich auch auf soziale und ökologische Nachhaltigkeit wertgelegt. Für den Verbraucher heißt dies, dass bei der Erzeugung beziehungsweise der Herstellung auf Umweltschutz und Menschenwürde geachtet wird. In den letzten Jahren legte das Unternehmen in der Hinsicht ein hohes Engagement an den Tag und wurde mehrfach ausgezeichnet.

Die Vergabe des „Pro Planet“ – Labels erfolgt nicht einfach so. Bis zur Kennzeichnung durchläuft das jeweilige Produkt einen fünfstufigen Prozess. Erst der erfolgreiche Abschluss desselben berechtigt zum Tragen des begehrten Aufklebers. Der Prüfungsprozess wurde vom Unternehmen gemeinsam mit Experten des Collaborating Centre on Sustainable Consumption and Production (CSCP), dem Wuppertal Institut für Klima, Umwelt und Energie sowie der Innovationsberatungsagentur triple innova entwickelt.Im CSCP entstehen die Ideen. Es wurde vom Umweltprogramm der Vereinten Nationen (UNEP) und dem Wuppertal Institut für Klima, Umwelt und Energie gegründet. Aufgabe der Einrichtung ist die Forschung und Beratung im Bereich „nachhaltiger Konsum und nachhaltige Produktion“.

Im Februar 2014 waren bereits etwa 500 Produkte Träger der „Pro Planet“ – Auszeichnung. Sie stammen aus den verschiedensten Kategorien und zeigen damit, dass Nachhaltigkeit und Umweltschutz nicht an eine bestimmte Produktgruppe gebunden ist. So sind Fußbälle mit der blau-weißen Kennzeichnung ebenso im Sortiment von Rewe zu finden wie Blumen oder Obst & Gemüse. Weitere Produktbereiche, in denen das Label vergeben wurde, sind Farben, Brot & Backwaren, Fisch, Papier und Hähnchen. Es herrscht also eine große Vielfalt bei den Produkten, die nachhaltig und unter menschenwürdigen Bedingungen hergestellt wurden.

Bevor ein Produkt den Aufkleber erhält beziehungsweise es erst einmal auf die Liste der Kandidaten kommt, muss es vorgeschlagen werden. Der Vorschlag kann von den Mitarbeitern der Rewe-Group kommen, von den Mitgliedern des „Pro Planet“ – Beirats eingebracht werden oder auch von externen Personen. Anschließend wird die Empfehlung vom unternehmensinternen Strategiekreis „Pro Planet“ diskutiert. An dieser Diskussion sind wiederum Mitarbeiter aus den Bereichen Qualitätssicherung, Strategischer Einkauf und Nachhaltigkeit beteiligt. Weiterhin werden Angehörige aus den Strategischen Geschäftseinheiten hinzugezogen. Zum Ende der Diskussion bestimmen alle Beteiligten zusammen die Produktgruppe, die die Nächste für den fünfstufigen Prüfungsprozess wird. Da Rewe großen Wert auf Transparenz und Nachvollziehbarkeit legt, wird selbstverständlich jeder Schritt dokumentiert. Dadurch wird gleichfalls sichergestellt, dass der Lebenszyklus eines Produkts für die Umwelt und uns Menschen verträglicher wird.

Das „Pro Planet“ – Projekt steht zwar unter der Schirmherrschaft der Rewe Group, jedoch wird es nicht ausschließlich von dieser betreut. Externe Experten, staatliche Institutionen und Nichtregierungsorganisationen haben außerdem ein Mitspracherecht. Desweiteren ist eine enge Zusammenarbeit mit den Handelspartnern gegeben. Jeder Beteiligte berät, unterstützt und ist aktiv in eine Verbesserung der Produkte eingebunden. Ziel ist es, dass die Waren mit dem „Pro Planet“ – Label während ihrer Herstellung, Verarbeitung sowie Verwendung Mensch und Umwelt deutlich weniger belasten als auf herkömmliche Weise produzierte Waren.

Bildquelle: © Thorben Wengert / Pixelio.de

„Fast & Furios 7“ kommt auch ohne Paul Walker – auf dem Poster ist er aber dabei

SONY DSCAls am 30. November 2013 der Unfalltod des Schauspielers Paul Walker bekannt wurde, brach vor allem für die Fans der „Fast & Furios“ – Filme eine Welt zusammen. Bedeutete dies nun das Ende der beliebten Filmreihe? Was wird aus dem siebten Teil, dessen Dreharbeiten zum Todeszeitpunkt des Hauptdarstellers bereits begonnen hatten? Vorerst wurden sie auf Eis gelegt, bei allen saß der Schock tief. Nun aber – knapp vier Monate nach dem tragischen Ereignis – gaben die Produzenten bekannt, dass der siebte Teil in die Kinos kommen und Paul Walker darin zu sehen sein wird. Möglich macht es die moderne Technik. Body Doubles und Computer sollen den Schauspieler wieder zum Leben erwecken, um „Fast & Furios 7“ wie geplant auf die Leinwand zu bringen. Die Body Doubles besitzen ähnliche Körperproportionen wie der Darsteller und sollen für Bewegungseinstellungen von Walker zum Einsatz kommen. Bei Einstellungen, die Walker in Nahaufnahme zeigen, werden computeranimierte Bilder verwendet, die in Fachkreisen unter den Namen Computer Generated Images (CGI) bekannt sind.

Lange wurde über die Zukunft des Films diskutiert und spekuliert. Man sprach von einem drehbuchmäßigen „In-Rente-schicken“ des Charakters Brian O´Conner alias Paul Walker. Dann wurde wieder von einer Übernahme der Rolle durch Walkers jüngeren Bruders Cody gesprochen. Jener ist Stuntman, lebt im US-Bundesstaat Oregon, weist eine große Ähnlichkeit mit seinem älteren Bruder auf und stand ihm zudem sehr nahe. Letztendlich entschied man sich aber doch für das einzig wahre Original. Laut den Universal-Filmstudios werden die Dreharbeiten zu „Fast & Furious 7″ noch in diesem Monat wieder aufgenommen. Der Film wird voraussichtlich am 10. April 2015 in die Kinos kommen. Damit wurde der Start um ein Jahr verschoben. Den Fans dürfte es dennoch egal sein. Wenigstens gibt es eine Fortsetzung ihrer Lieblingsfilmreihe.

Wie gewohnt ist der siebte Teil von „Fast & Furious“ mit nahezu allen Stars besetzt, die die Actionszene momentan zu bieten hat. Vin Diesel wird ebenso zu sehen sein wie Jason Statham, der allerdings erst in der sechsten Folge zum Stab hinzustieß. Statham, der den Bruder Ian vom in „Fast & Furious 6“ verstorbenen Owen Shaw spielt, ist der Bösewicht des Teils. Er sinnt auf Rache für den Tod seines Bruders und wird schnell zu einer großen Gefahr für die Toretto-Familie, die eigentlich familienrechtlich gesehen nur aus Dominic (Vin Diesel) und Mia Toretto (Jordana Brewster) besteht. Im Laufe der Jahre ist die Familie aber stets größer geworden. So gesellten sich später der bekannte Rapper Ludacris, im Film als Tej Parker, und Actionstar Dwayne Johnson in der Rolle des Luke Hobbs dazu. Dagegen waren Paul Walker als Brian O´Conner sowie Michelle Rodriguez als Letty von Anfang an dabei und mehr oder weniger die engsten Freunde der Torettos.

Die namenlosen Stars von „Fast & Furious“ sind eindeutig die Autos. Sie spielten bisher immer die Hauptrolle und drängten so manches Mal die menschlichen Darsteller in den Hintergrund. Das lässt sich auch unschwer auf den Postern erkennen. Drei an der Zahl sind mittlerweile herausgekommen. Während eines ganz spartanisch lediglich den Titel des Films auf schwarzem Untergrund wiedergibt, sind auf einem anderen zwei Autos am Ende einer leuchtendroten Bremsspur zu sehen. Das letzte Poster zeigt Walker und Diesel auf den Motorhauben solcher PS-Monster sitzend.

Bildquelle: © Bernd Kasper / Pixelio.de

Neue Spur zu vor 17 Jahren verschwundenen Klimt-Gemälde auf Leinwand entdeckt

684383_web_R_K_B_by_Angela Parszyk_pixelio.deEs gibt einige Bilder von Gustav Klimt, die Aufsehen erregen und das nicht nur wegen ihrer künstlerischen Aussagekraft. Von Zeit zu Zeit kommt es vor, dass Gemälde von Klimt auf rätselhafte Weise verschwinden und manche von ihnen tauchen auch irgendwann wieder auf. Ein vor 17 Jahren bei Restaurationsarbeiten aus der Galerie von Piacenza gestohlenes Bild von Gustav Klimt ist aber bis heute verschollen. Damals funktionierte die Alarmanlage nicht, die Diebe hatten leichtes Spiel, das kostbare Kunstwerk an sich zu nehmen. Das war am 19. Februar 1997. Wegen seinem hohen Bekanntheitsgrad gilt das Ölgemälde als unverkäuflich, aufgetaucht ist es dennoch nicht wieder.

Kurz nach der Tat wurde gegen einen Galerieaufseher ermittelt. Aus Mangel an Beweisen stellte man die Ermittlungen schließlich ein. Desweiteren gab es Spuren, die ins Ausland führten. Trotzdem wurden die Diebe nicht gefasst und das Bild blieb verschwunden. Nun will die italienische Polizei eine neue Untersuchung des Falls in die Wege leiten. Der technologische Fortschritt auf dem Gebiet der Kriminaltechnik könne möglicherweise neue Erkenntnisse in dem Fall bringen. Die Rede ist von einer Spur, die einst auf dem Rahmen des Bildes entdeckt wurde. Da allerdings zu jener Zeit noch keine Auswertung von DNA-Spuren durchgeführt werden konnte, soll dies nunmehr nachgeholt werden. Eventuell ergebe sich dadurch eine Spur zu den Dieben. Kunstexperten gehen bei dem Diebstahl des Ölbildes aus den Jahren 1916/17 von einem Auftragsdiebstahl aus.

Um zahlreiche Bilder von Klimt ranken sich Mythen. So tauchte im Sommer des Jahres 2012 in einer Garage in Oberösterreich ein Bild auf, das von Experten als „schlechte Dekorationsmalerei“ bezeichnet wurde. Nachdem im Gustav-Klimt-Werkkatalog Studien von Klimts Bruder Ernst zu diesem Gemälde gefunden wurde, ordnete man das Werk Ernst Klimt und Franz Matsch zu. Später aber wurde „Der trompetende Putto“ von Wissenschaftlern der Universität Hannover als „echter“ Gustav Klimt identifiziert.

Ursprünglich war das Kunstwerk, ein Deckenfresko mit einem Durchmesser von 170 Zentimetern, im Wiener Atelier von Gustav Klimt zu sehen. Als in dem Haus ein Lift eingebaut wurde, lagerte man das Kunstwerk ein. Danach kam es nicht wieder zum Vorschein und galt als verschwunden, bis es plötzlich nach einem Vierteljahrhundert in einer Garage gefunden wurde. Die Experten der Uni Hannover untersuchten das Werk naturwissenschaftlich und arbeiteten dabei mit österreichischen Kunsthistorikern zusammen. Im Ergebnis wurde es als eine Arbeit von Gustav Klimt identifiziert. Während der Untersuchung fanden die Wissenschaftler ebenfalls heraus, dass das Gemälde übermalt wurde. Dies erschwerte die rein optische Begutachtung enorm, wodurch wiederum eine naturwissenschaftliche Analyse erforderlich wurde. Sie brachte letztendlich Klarheit über die Echtheit des Gemäldes.

Gustav Klimt war einer der bekanntesten Vertreter des Wiener Jugendstils. Einige seiner Werke wurden zu NS-Raubkunst und nicht alle sind bis heute wieder aufgetaucht beziehungsweise wurden an ihre rechtmäßigen Besitzer zurückgegeben worden. Am 8. November 2006 fand eine Versteigerung von vier Gemälden Klimts statt, die einen Gesamterlös von 327,7 Millionen Dollar – das sind umgerechnet 257,6 Millionen Euro – einbrachte. Die vier Bilder auf Leinwand waren erst kurz zuvor den rechtmäßigen Erben durch einen Schiedsgerichtsspruch übereignet worden. Das Land Österreich hatte auf sein Vorkaufsrecht für 300 Millionen Dollar verzichtet.

Bildquelle: © Angela Parszyk / Pixelio.de

Nervige Aufkleber richtig entfernen

272305_web_R_K_B_by_SueSchi_pixelio.deGeht man in die Geschäfte, trifft man auf eine Unmenge von Produkten, die mit Aufklebern gekennzeichnet sind. Hier steht der Preis, dort wurde ein gutes Testergebnis zum Beweis für die Hochwertigkeit des Artikels als Klebeetikett aufgebracht. Und neuerdings werden auch noch QR-Codes nachträglich als Sticker angebracht. Dadurch steigert sich die Ansehnlichkeit der Verpackung, so denn überhaupt eine gegeben ist, kaum. Das mag bei einem Lebensmittel oder einem Verbrauchsmaterial kein Problem sein, möchte man das Produkt jedoch zu Dekorationszwecken nutzen oder verschenken, beeinträchtigen die zahlreichen Aufkleber die Optik ungemein. Sie wollen daher entfernt werden und das möglichst schonend.

Zu Beginn der Entfernungsaktion spielt die Oberfläche, auf welcher der Sticker klebt, eine Rolle. Greift man nämlich zum falschen Mittel, kann dies eine Beschädigung oder gar Zerstörung derselben nach sich ziehen. In einem Produkt zum Entfernen eines Aufklebers ist zumeist Lösungsmittel enthalten und welche Folgen deren falsche Anwendung haben kann, dürfte jedem hinreichend bekannt sein.

Zu den schonendsten Methoden gehört das Ablösen von Etiketten mit handelsüblichen Spülmittel oder Seife. Sollte es machbar sein, kann das Produkt eine Weile in Spülwasser beziehungsweise Seifenlauge eingeweicht werden. Alternativ ist das Einweichen der betroffenen Stelle ausreichend, um den Aufkleber mühelos zu entfernen. Eventuelle Überreste lassen sich mit einem Schwamm beseitigen. Öl ist ein weiteres Hausmittel, das sich zum Ablösen von Klebeetiketten eignet. Dafür wird das Etikett mit etwas Speiseöl oder Margarine eingerieben. Nach einer kurzen Einwirkzeit sollte sich der Aufkleber leicht entfernen lassen. Ein ähnliches Ergebnis ist mit Wärme erreichbar: Wird das Etikett mit einem Föhn angewärmt, kann es oft problemlos entfernt werden. Hier gilt es aber darauf zu achten, dass die darunterliegende Oberfläche höhere Temperaturen verträgt.

Wichtig ist, vorher keinesfalls zu versuchen, den Aufkleber mit den Fingernägeln zu entfernen. Dann wird es nämlich ungleich schwieriger, den Aufkleber rückstandslos zu entfernen und das unabhängig davon, welche Methode man anwendet. Man kann zwar zunächst vorsichtig probieren, ob sich das Etikett abziehen lässt, ist das aber nicht der Fall, sollte man lieber zu Hilfsmitteln greifen. Bewährte Mittel sind außerdem Nagellackentferner und Benzin. Sie führen eigentlich immer zum Erfolg, wirken jedoch wesentlich aggressiver und können unter Umständen deutliche Spuren auf der Oberfläche zurücklassen. Daher sollten solch aggressiven Mittel nur im äußersten Notfall zum Einsatz kommen.

Wie leicht sich ein Aufkleber ablösen lässt, darauf hat auch das Material desselben Einfluss. Kunststoffetiketten sind reißfester als welche aus Papier. Die Wahrscheinlichkeit, dass man nach dem Lösen einer Ecke den Aufkleber ganzheitlich entfernen kann, ist bei einem Kunststoffetikett daher wesentlich höher als bei einem Papieretikett. Allerdings kann das Ergebnis durch den verwendeten Kleber trotz Kunststoffetikett nicht befriedigend ausfallen. Etwa 30 verschiedene Klebstoffe werden in der Etikettenherstellung eingesetzt. Manche sind wärme-, manche fett-, manche wasser- und manche alkohollöslich. Leider sind auf der Verpackung, auf der der Aufkleber prangt, oft keinerlei Angaben zum verwendeten Klebstoff bei diesem zu finden. Daher hilft nur ausprobieren, welches der vorgestellten Mittel am besten hilft.

Bei den Herstellern fällt die Entscheidung häufig auf Etiketten, die sich schlecht lösen lassen. Das hängt mit dem Preis der Aufkleber zusammen und natürlich mit den Verpackungskosten des Produkts, in die der Aufkleberpreis einfließt. Rückstandlos entfernbare Klebeetiketten sind im Allgemeinen teurer als nervige „Knibbel-Aufkleber“.

Bildquelle: © SueSchi / Pixelio.de

Der große Schwindel mit den Etiketten – und es ist kein Ende in Sicht

502074_web_R_K_B_by_Reina_pixelio.deEin Bummel durch einen Supermarkt ist wie ein Bummel durch eine kleine heile Welt. Überall springen uns Etiketten ins Auge, die uns hochwertige und gesunde Lebensmittel anpreisen. Hier steht „ohne Zucker“, dort taucht der Zusatz „Bio“ auf, an anderer Stelle wird mit dem Begriff „regional“ geworben. Der Verbraucher soll sich in Sicherheit wiegen und viele von ihnen tun dies auch. Sie gehen zum Beispiel davon aus, dass regional für ein von Anfang bis Ende in der Region hergestelltes Produkt steht. Beim Schwarzwälder Schinken etwa. Da ist ein Großteil der Kunden der Meinung, dass das für die Herstellung genutzte Schwein auch aus dem Schwarzwald stammt. Es ist allerdings absolut ausreichend, wurde der größte Teil des für den Schinken verwendeten Fleisches dort verarbeitet. Mittlerweile versucht man, wenigstens eine Eingrenzung vorzunehmen und hat 2014 das sogenannte „Regionalfenster“, ein blau-weißes Gütezeichen, eingeführt. Damit möchte man den Kunden zeigen, dass das jeweilige Produkt tatsächlich aus der Region stammt und zwar so, wie der Kunde den Begriff „regional“ für sich definiert.

Wer aber denkt, das „Regionalfenster“ sei gleichzeitig ein Beweis für eine artgerechte Tierhaltung, der liegt schon wieder falsch. Dies ist ein weiterer Gedanke, mit dem der Begriff „regional“ verbunden wird. Der Verbraucher sieht beim Lesen vor seinem geistigen Auge einen Bauernhof im näheren Umkreis mit glücklichen Tieren. Zwischen einem Bauernhof aus Verbrauchersicht und einem Bauernhof aus Herstellersicht liegen aber oft Welten. „Bauer“, „Bauernhof“ und „Land“ sind gern genutzte Begriffe, um dem Verbraucher in die Irre zu führen. So ist es beispielsweise den Herstellern erlaubt, Produkte mit Aufdrucken wie „Bauernhof Landglück“ zu versehen, obwohl der Bauernhof gar nicht existiert. Das geltende Recht lässt ausreichend Raum für geschickte Wortspielereien, die dem Kunden ein glückliches Leben der Tiere suggerieren.

Vor nicht allzu langer Zeit wurde diesbezüglich ein Fall beim Discounter Lidl bekannt, wo Hühnchen aus regionaler Zucht verkauft wurde. Die meisten Verbraucher gingen davon aus, dass jene vom Bauernhof „um die Ecke“ stammten, also die oben bereits aus Verbrauchersicht näher erläuterten Kriterien zum Begriff „regional“ erfüllten. Tatsächlich aber kamen die Tiere von der PHW-Gruppe, vielen besser bekannt als Wiesenhof. Das Unternehmen ist Deutschlands größter Geflügelproduzent und geriet bereits häufiger in die Schlagzeilen. Die Haltung von Hühnern auf engstem Raum und das Finden von auf den Müll geworfenen Küken sind nur zwei von zahlreichen Vorwürfen, die gegen die Firma in den letzten Monaten laut wurden.

Bei all diesen „Wahrheiten“ stellt sich die Frage, wie sich der Verbraucher vor einem derartigen Etikettenschwindel schützen soll. Da helfen wirklich nur der Gang zum Bauern im Ort und ein genaues Hinschauen auf dessen Hof. Es stimmt nicht, dass hier die Produkte um einiges teurer sind als im Supermarkt oder Discounter. Manches Mal mag das zutreffen, aber erst das Erkundigen über die Preise verschafft Klarheit. Sucht man nach Obst und Gemüse aus regionalem Anbau, kommen weiterhin Garten- und Landschaftsbauunternehmen in Betracht. Einige von ihnen widmen sich im kleinen Stil dem Anbau landwirtschaftlicher Produkte, verkaufen beispielsweise im Sommer und Herbst Obst von durch sie bewirtschafteten Streuobstwiesen. Nachfragen bei den Betrieben in der Umgebung kann sich also lohnen.

Bildquelle: © Reina / Pixelio.de