Aufkleber und T-Shirt Blog

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Trailer und Poster zu „Der Hobbit 3: Die Schlacht der fünf Heere“ veröffentlicht

73721_web_R_K_B_by_Axel Heuting_pixelio.deBis zum 10. Dezember 2014 müssen die Fans von Mittelerde und deren Bewohnern noch warten, bis der letzte Teil der Trilogie in den deutschen Kinos anläuft. Nachdem am 23. Juli endlich ein erstes Poster veröffentlicht wurde, gibt es nunmehr auch einen Trailer, der ausgewählten Szenen aus „Der Hobbit 3: Die Schlacht der fünf Heere“ zeigt. Schon einen Tag nach der Veröffentlichung kann das Video mehr als eine halbe Million Klicks auf You Tube verbuchen. Das ist wohl der beste Beweis für die große Vorfreude auf das Finale der „Hobbit“-Saga. Dieses ist noch mal eine Zusammenkunft aller Charaktere, die das Geschehen in Mittelerde in der Vergangenheit prägten. Natürlich tun sie auch im letzten Teil alles zur Rettung ihrer Heimat.

Schon das Poster verspricht einiges. Vor allem wird es feurig, das ist eindeutig zu erkennen. Im Vordergrund, verschwindend klein gegen die scheinbare Übermacht des feuerspeienden Drachen Smaug, der ungefähr die Hälfte des Bildes einnimmt, stellt sich der Bogenschütze Bard (Luke Evans) dem unvermeidbaren Kampf. Ob er ihn gewinnt? Um eine Antwort auf diese Frage zu erhalten, bleibt nur der Gang ins Kino. Auch die weiteren Poster, die inzwischen erschienen sind, und der Trailer geben darüber keine Auskunft.

Knapp eine Woche nach dem ersten Poster kam ein Zweites heraus. Darauf ist der kniende Bilbo, verkörpert von Martin Freeman, zu sehen. Der Fantasie sind beim Betrachten des Posters keine Grenzen gesetzt. Bittet Bilbo nun vor der Schlacht um Unterstützung durch die Götter oder dankt er ihnen, weil die Schlacht gewonnen wurde? Fakt ist, dass die Männer unter der Führung von Thorin Eichenschild (Richard Armitage) Mittelerde von Smaug zurückfordern, den Drachen damit überaus wütend machen und er seine zerstörerischen Kräfte freien Lauf lässt. Vor dem Zornesausbruch kann sich keiner retten. Der Drache greift die Seestadt und deren Bevölkerung an; es entbrennt ein langer zermürbender Kampf, der beiden Seiten zusetzt. Plötzlich aber verweigert Thorin jegliche Hilfe und auch Teile des vom Drachen gestohlenen Schatzes will er nicht zurückgeben. Der Hobbit Bilbo schaltet sich als Vermittler ein, doch er wird von Thorin als Verräter bezeichnet. Selbst Ian McKellen in Gestalt von Gandalf hat keinen Einfluss mehr. Beide Seiten beginnen mit der Aufrüstung und schließlich stehen sich zu allem entschlossene Armeen gegenüber. Dann aber passiert etwas Unvorhergesehenes und weitaus Bedrohlicheres als der Krieg zwischen den Stadtbewohnern und Smaug, das auf dem einsamen Berg seinen Anfang nimmt und dem Kampf um Mittelerde eine Wendung gibt.

Neben Martin Freeman, Luke Evans, Richard Armitage und Ian McKellen geben sich Cate Blanchett, Evangeline Lilly, Stephen Hunter und Orlando Bloom ein Stelldichein. Regie führte wie in den beiden vorangegangen Teilen Peter Jackson. Jener machte sich bereits mit der Verfilmung der „Der Herr der Ringe“-Trilogie einen Namen und da ebenfalls die Schauspieler dort in ihren Rollen brillierten, wurden zahlreiche von ihnen gleich für die Filmtrilogie „Der Hobbit“ gecastet. Die Drehbücher dafür basieren auf dem Roman „Der Hobbit“ von J. R. R. Tolkien aus dem Jahre 1937.

Der erste Teil mit dem Titel „Eine unerwartete Reise“ spielte über eine Milliarde Dollar ein. Der zweite Teil „Smaugs Einöde“ brachte es auf 958 Millionen Dollar. Bleibt zu hoffen, dass auch der dritte und letzte Teil an den Erfolg der ersten beiden Filme anknüpfen kann.

Bildquelle: © Axel Heuting / Pixelio.de

Tuning für High Heels – Sticker peppen langweilige Schuhe auf

228904_web_R_K_B_by_manwalk (Manfred Walker)_pixelio.deWem demnächst auf der Straße High Heels mit bunten Sohlen und stylischen Motiven auffallen, dem ist der vielleicht neueste Modetrend begegnet: Highheelsticker. Die Idee zum „Tuning“ hochhackiger Schuhe kam dem Grafikdesigner und Kommunikationswirt Marcus Eisermann aus Harpstedt im Landkreis Oldenburg eher zufällig. Die Tochter von Freunden wünschte sich ein Totenkopfmotiv auf ihren Schuhen. Eisermann sah darin kein Problem und versprach die Realisierung des Wunsches. Aber das war leichter gesagt als getan! Zuerst griff der 55-Jährige zu Lackfarbe, um die Sohlen zu bemalen. Allerdings stellten sich der Kunststoff und die Farbe als keine gelungene Kombination heraus. Allein der Trocknungsvorgang einer einzigen Farbschicht nahm sechs Wochen in Anspruch. Zwar gab Eisermann nicht auf und nach fast einem halben Jahr waren die Schuhe fertig, aber nun war sein Ehrgeiz geweckt. Die Idee gefiel ihm und so begann er, sich Gedanken darüber zu machen, wie man Schuhe einfacher und schneller aufpeppen kann. Die Wahl fiel auf Spezialklebefolien, die individuell bedruckt werden können.

Nachdem der Künstler eine ausführliche Beratung über Klebefolien erhalten hatte, die Entscheidung auf eine gefallen und der richtige Anbieter gefunden war, konnte mit der Produktion begonnen werden. Seit Mitte Juni nun sind die Aufkleber erhältlich. 228 Motive aus 14 unterschiedlichen Kategorien umfasst die aktuelle Kollektion: Animalprints, Punkte, Herzen, Sterne, Flaggen, Kussmünder, Totenköpfe, für jeden dürfte das passende Motiv dabei sein.

Die Handhabung der Foliensticker ist simpel. Das lag dem Erfinder besonders am Herzen. Bevor er seine Sticker auf den Markt brachte, ließ er sie durch Bekannte testen. Mehr als 90 Prozent hatten keinerlei Probleme damit. Die Sticker sind mit einer speziellen Beschichtung versehen. Sie schließt keine Luft mit ein und sollte es doch einmal zur Bildung von Blasen kommen, können jene bequem herausgedrückt werden. Die Folie kann jederzeit und rückstandslos wieder von den Sohlen entfernt werden. Nach dem Aufbringen wird die rechteckige Folie mit einem handelsüblichen Cutter an die Form der Schuhe angepasst.

Die Motivpalette wird beständig erweitert. Zum diesjährigen Oktoberfest plant der Designer eine eigene Serie. Auch zu Halloween steht die Produktion entsprechender Sticker auf dem Programm. An Fantasie mangelt es Eisermann nicht, was neue Motive betrifft. Beispielsweise können Unternehmen Sticker mit ihrem Logo bedrucken lassen und ihre Angestellten auf Messen oder Ähnlichem damit „Werbung zu Fuß“ machen lassen. Gleichfalls zeigt sich der Künstler gegenüber Anregungen von außen offen. Eigene Ideen von Kundinnen sind gern gesehen, dafür muss das Motiv aber selbst entworfen sein. Kleine Auflagen mit individuellen Motiven für Schulabschlussbälle oder andere Veranstaltungen sind ebenfalls realisierbar.

Seine Zielgruppe sieht der findige Unternehmer vor allem in Mädchen und Frauen zwischen etwa 15 bis 35 Jahren, die High Heels im unteren oder mittleren Preissegment erwerben. Liebhaber teurer Designerschuhe sind aus nachvollziehbaren Gründen vermutlich eher weniger für die Highheelsticker zu begeistern. Eisermann nutzt vordergründig die sozialen Netzwerke, um für seine Produkte Werbung zu machen. Langfristig gesehen möchte er national und international am Markt Fuß fassen. Desweiteren ist er der Zusammenarbeit mit Händlern und Einzelhändlern nicht abgeneigt. Was ihm die Zukunft bringen wird, weiß der Inhaber des nicht alltäglichen Start-Up-Unternehmens natürlich nicht, doch er ist guter Dinge, mit seiner Idee eine Marktlücke entdeckt zu haben.

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Bildquelle: © manwalk (Manfred Walker) / Pixelio.de

Neue Aufkleber sollen Fahrraddiebe abschrecken

579550_web_R_K_B_by_Peter Fenge_pixelio.deVor einigen Jahren machten sich kluge Köpfe in Syke schon einmal Gedanken darüber, wie man Fahrräder unverwechselbar kennzeichnen und nach einem Diebstahl zurück zu ihrem rechtmäßigen Besitzer bringen kann. Die Wahl fiel damals auf eine Codenummer, die in den Rahmen eingraviert wurde. Auf Gegenliebe bei den Herstellern und Versicherern stieß das nicht. Beide argumentierten mit einer Schwächung des Rahmens durch die Gravur. Das ging sogar soweit, dass die Versicherungen für Rostschäden oder Rahmenbruch nicht aufkommen wollten. Somit wurde die Aktion nach einer gewissen Zeit wieder eingestellt. Jetzt wagt die Syker Polizei einen neuen Vorstoß gegen Fahrraddiebe: mit einem neuartigen Aufkleber. Dieser bringt gleich mehrere Vorteile mit. Einerseits prangt er unübersehbar auf dem Rad, andererseits geht er nach ein bis zwei Tagen eine so feste Verbindung mit dem Lack ein, dass er nicht mehr abgelöst werden kann. Dann bleibt für den Dieb nur noch das Überlackieren oder das Abfräsen des Aufklebers. Beides hinterlässt auffällige Spuren. Bei einer Kontrolle wäre also sofort das Misstrauen geweckt.

Auf den Aufklebern sind eine fortlaufender Nummerierung und ein Balkencode aufgebracht. Bei der Herausgabe des Aufklebers werden Marke, Rahmennummer, Farbe, Größe und Ausstattung des Fahrrads bei der Polizei registriert. Außerdem erfolgt eine Verknüpfung der Daten mit den persönlichen Daten des Eigentümers. Ähnlich wie bei einem Auto über dessen Nummernschild kann dann bei dem Fahrrad anhand des Aufklebers über die Funkzentrale eine Überprüfung durchgeführt werden, ob das Rad und dessen Fahrer tatsächlich zusammengehören.

Aber nicht nur bei einem bereits gestohlenen Fahrrad soll der Aufkleber weiterhelfen. Hauptsächlich soll er zur Vermeidung von Diebstählen beitragen und potentielle Langfinger abschrecken. In Syke werden jährlich 300 bis 400 Fahrräder gestohlen. Die Polizei erhofft sich durch die Kennzeichnung mit den neuen Aufklebern eine Reduzierung dieser Zahl. Dazu soll auch das Design des Aufklebers beitragen. Etwa fünf Zentimeter breit fällt er schon von Weitem mit seinem strahlenden Weiß ins Auge. Das zeigt sofort, dass dieses Rad registriert ist.

Die Stadtverwaltung setzt gleichfalls große Hoffnungen in die Aufkleber. Zwar gehen hier nur selten Meldungen über den Verlust eines Fahrrads ein, dafür füllen aber Fahrräder das Lager des örtlichen Fundbüros. Wird ein Fahrrad künftig aufgefunden und abgegeben, dürfte es kein Problem sein, den rechtmäßigen Eigentümer mit Hilfe des Aufklebers ausfindig zu machen. Der Leiter des Fachbereichs „Ordnung und Soziales“, zu dem auch das Fundbüro zählt, ist immer wieder erstaunt darüber, dass die Menschen scheinbar ihre gestohlenen Fahrräder nicht wiederhaben wollen und es in dem Zusammenhang gar nicht in Betracht ziehen, einmal im Fundbüro danach zu fragen. Schließlich gibt es auch Diebe, die ohne näheres Hinsehen zuschlagen, bei eingehender Betrachtung ihre Beute als „wertlos“ einstufen und diese am Wegesrand entsorgen. Solche Fahrräder landen oft im Fundbüro. Sind sie mit einem Aufkleber gekennzeichnet, kann das Fundbüro in Zukunft zeitnah den Eigentümer ermitteln und ihm seinen geliebten Drahtesel wieder zurückgeben.

Auch in anderen Bundesländern und Gemeinden werden verschiedene Kennzeichnungsmöglichkeiten für Fahrräder von der Polizei angeboten. Welche am eigenen Wohnort aktuell sind, erfährt man bei der zuständigen Polizeidienststelle durch einen Anruf, einen persönlichen Besuch oder im Internet. Die Polizeiinspektion West in Hannover führt beispielsweise am 8. August 2014 in der Zeit von 9 bis 12 Uhr eine Fahrradcodieraktion durch.

Bildquelle: © Peter Fenge / Pixelio.de

Open-Air-Kino in Düsseldorf zeigt auch Filme, die man bisher nur vom Poster kennt

693321_web_R_K_B_by_Rainer Sturm_pixelio.deBereits zum 20. Male wird das Ufer des Rheins in Düsseldorf zum großen Open-Air-Kino. Ab dem 24. Juli werden einen Monat lang Blockbuster gezeigt, die für gefüllte Kinos sorgten oder noch sorgen (werden). Dabei steht jeden Abend ein anderer Film auf dem Programm.

Neu ist in diesem Jahr der Name der Veranstaltung. Nachdem jahrelang eine Brauerei als Sponsor fungierte und dem Open-Air-Kino somit seinen Namen gab, wird mit dem neuen Name “Kommerz Real Cinema”  schnell klar, wer nunmehr die Rolle des Hauptsponsors innehat, nämlich der Finanzdienstleister Commerz Real, der eine 100prozentige Tochtergesellschaft der Commerzbank AG ist. Und noch etwas Neues gibt es: Auf den Tribünen stehen jetzt komfortable Schalensitze in auffällig knalligem Gelb, die das Sitzen zum Genuss werden lassen sollen. Ihrem Konzept sind die Veranstalter aber treu geblieben. Am Robert-Lehr-Ufer wurde wie immer die 400 Quadratmeter große hydraulische Kinoleinwand aufgebaut, die mit dieser Fläche die größte hydraulische Kinoleinwand der Welt ist. Auch bei der Wahl der Filme hat man auf Bewährtes zurückgegriffen. Wie immer wird es eine interessante Mischung aus Klassikern, aktuellen Streifen und ausgewählten Vorpremieren geben. Einige von letzteren sind manchen begeisterten Kinogängern vielleicht schon von dem einen oder anderen Poster bekannt. Abgerundet wird das Kinoerlebnis unter freiem Himmel mit einem umfangreichen Gastronomie-Angebot und einigen bekannten Premierengästen.

Eröffnet wurde das Open-Air-Kino in diesem Jahr mit dem Film „One Chance“. Vorlage des Streifens war die Lebensgeschichte von Startenor Paul Potts, der durch die Teilnahme an der britischen Castingshow „Britain´s Got Talent“ im Jahre 2007 die größte und wohl einzige Chance seines Lebens erhielt, berühmt zu werden. Kein Geringerer als er selbst war dann auch vor Ort, um für die Besucher zu singen. Weitere Highlights dieser Art werden in den nächsten vier Wochen noch so einige folgen. Mit dabei ist auf alle Fälle der Dauerbrenner „Mamma Mia“. Ebenso wird wieder die Komödie „Ziemlich beste Freunde“ laufen. Sie bescherte schon im letzten Jahr den Veranstaltern volle Ränge. An aktuellen Kino-Blockbustern sind „Maleficent“, „Der Hobbit“ und „Stromberg – der Film“ dabei. Klassisch wird es mit „Spiel mir das Lied vom Tod“. Und wer es nicht geschafft hat, während der regulären Spielzeit ein Kino aufzusuchen, um „Grand Budapest Hotel“ von Wes Anderson zu schauen, hat jetzt noch einmal in Düsseldorf die Gelegenheit dazu.

Die angesetzten Vorpremieren können sich ebenfalls sehen lassen. Aus allen Genres wurden Vertreter ausgewählt. Romantisch wird es mit „Ein Augenblick Liebe“. Der Film „Can a Song save your Life“ mit Keira Knigthley ist dagegen ein Musikdrama. Lustig geht es in „Hectors Reise oder die Suche nach dem Glück“ zu. Spannend und actiongeladen präsentiert sich Scarlett Johansson als „Lucy“ im gleichnamigen Streifen. Das Segment Dokumentation wird mit „Rheingold“ bedient.

Das Open-Air-Kinofestival „Commerz Real Cinema“ endet am 24. August mit der “Joker-Night”. Dann gibt es eine filmische Überraschung, die noch bekanntgegeben wird. Die „Joker-Night“ beginnt gegen 21.10 Uhr. Ansonsten erfolgt der Einlass täglich ab 19 Uhr. Platzkarten gibt es nicht. Je früher man kommt, umso bessere Chancen hat man auf einen guten Platz. Der Start der Filmvorführungen erfolgt, sobald es dunkel genug ist.

Bildquelle: © Rainer Sturm / Pixelio.de

Gurlitt-Kunstwerk auf Leinwand erhalten Erben eines NS-Kasernenwarts

594525_web_R_K_B_by_www.hamburg-fotos-bilder.de_pixelio.deMehrere hundert Menschen haben sich nach dem Tode von Cornelius Gurlitt als mögliche Erben für Gemälde aus seiner mehr als 1.500 Kunstwerke umfassenden Sammlung gemeldet. Nun wurde eins der Werke den Erben seines rechtmäßigen Besitzers zurückgegeben. Es handelt sich um das Bild mit dem Titel „Die Bergpredigt“, welches der flämische Barockmaler Frans Francken der Jüngere um 1620 erschuf. Prekär daran: Das Gemälde fällt unter die aus NS-Raubkunst stammenden Sammlungsstücke und wurde im Mai vom Amtsgericht München offenbar den Erben eines NS-Kasernenwarts zugesprochen.

Unstrittig ist, dass „Die Bergpredigt“ im Jahre 1943 von Hildebrand Gurlitt an Adolf Hitler verkauft wurde. Dieser erwarb es damals für sein geplantes „Führermuseum“. Die vorherige Eigentümerin war vermutlich eine Jüdin, die deportiert wurde und die offensichtlich keine Erben mehr hat. Nach einem Diebstahl von über 600 Gemälden im April 1945 aus dem „Führerbau“ am Königsplatz in München galt auch „Die Bergpredigt“ als verschollen. Das Gericht sprach das Bild einer Münchner Familie zu, in dessen Besitz es sich seit Generationen befand. Ein Großonkel der Familie war während der NS-Zeit in München als Kasernenwart tätig. Zudem wohnte er in der Nachbarschaft. Nach dem Krieg hatten er und seine Frau das Gemälde in ihrer Obhut. Hildebrand Gurlitt selbst kaufte das Bild 1943 bei dem Händler, von dem er einen Großteil der umstrittenen Werke hatte. Später ging es in das Eigentum seines Sohnes Cornelius Gurlitt über, wo es 2012 anlässlich einer Wohnungsdurchsuchung aufgefunden und sichergestellt wurde.

Von der Kunstsammlung Gurlitts gelten knapp 600 Werke als NS-Raubkunst. Seit geraumer Zeit bemüht sich die eigens gegründete Taskforce um die Ermittlung der Herkunft. Nach dem Ableben des Kunstsammlers Anfang Mai dieses Jahres erhoben bis Ende Juni rund 300 Menschen Anspruch auf Gemälde aus dessen Sammlung. Für die Prüfung der Ansprüche will sich das Expertenteam um Leiterin Ingeborg Berggreen-Merkel ein Jahr Zeit nehmen. In seinem Testament bestimmte Cornelius Gurlitt das Kunstmuseum Bern als Alleinerben seiner Sammlung. Am 10. Juni wurde das Testament veröffentlicht. Das Kunstmuseum hat ab diesem Zeitpunkt eine Frist von sechs Monaten für die Ausschlagung oder den Antritt des Erbes. Erst einmal zog das Museum für die Entscheidung einen Rechtsbeistand hinzu. Sollte das Erbe abgelehnt werden, tritt die gesetzliche Erbfolge in Kraft. Dann würde die Kunstsammlung möglichen Verwandten von Gurlitt zustehen. Diesbezüglich hat das Amtsgericht bereits die Kontaktaufnahme zu infrage kommenden Personen in die Wege geleitet. Zudem wurde ein Nachlasspfleger eingesetzt.

Aufgrund einer Vereinbarung zwischen Gurlitt, dem bayerischen Justizministerium und der Bundesregierung im April 2014 darf die Forschung nach der Herkunft der umstrittenen Bilder bis zum April 2015 fortgeführt werden. Die Vereinbarung ist über den Tod Gurlitts hinaus gültig und ebenfalls für seine Erben bindend. Desweiteren sieht sie bei Nachweis eines unrechtmäßigen Entzugs eine gerechte und faire Lösung gemeinsam mit den Anspruchstellern vor. Die betroffenen Werke bleiben dementsprechend bis zum Ablauf der Vereinbarung in Deutschland, während der Rest der Sammlung bei Annahme des Erbes nach Bern überführt werden könnte. Außerdem ist das Kunstmuseum Bern als Rechtsnachfolgerin des Kunstsammlers nunmehr sowohl Ansprechpartner für die Taskforce als auch für die Erben der einstigen Besitzer der Kunstwerke auf Leinwand.

Bildquelle: © hamburg-fotos-bilder.de / Pixelio.de

Neue Etiketten vereinfachen die Überwachung der Kühlkette bei TK-Produkten.

645898_web_R_K_B_by_GG-Berlin_pixelio.deFisch, Geflügel und Fleisch, aber auch andere Lebensmittel, legen vom Erzeuger bis zum Verbraucher einen langen Weg zurück. Für eine längere Haltbarkeit ist das Tiefkühlen eine gängige Praxis. Es hält die Produkte frisch und sichert die Qualität. Das ist allerdings nur der Fall, solange die Kühlkette gut funktioniert und nicht unterbrochen wird. Kommt es zu einer Unterbrechung, leiden nicht nur Qualität und Frische des Produkts, im schlimmsten Falle ergeben sich für den Endverbraucher unkalkulierbar hohe, gesundheitliche Risiken. Die Kontrolle der Kühlkette gestaltet sich angesichts der zahlreichen Stationen, die die TK-Produkte durchlaufen, stellenweise schwierig. Zwar gibt es genaue Vorschriften, was die Herstellung, Lagerung und den Transport von tiefgekühlten Lebensmitteln betrifft, dennoch ist nicht immer deren Einhaltung gegeben.

Ein Unternehmen aus Bremerhaven hat jetzt zwei Etiketten entwickelt, die mit Hilfe eines Farbsystems die Überwachung des Produktionszyklus für alle Beteiligten wesentlich vereinfachen. Die Etiketten zeigen die Temperatur und den Sauerstoffgehalt der tiefgekühlten Lebensmittel an. Entstanden sind die sogenannten Smart Labels im Rahmen des Forschungsprojektes „IQ-FRESHLABEL“. Die Basis bilden Zeit-Temperatur-Indikatoren, kurz TTI genannt. Die Überwachung von Zeit und Temperatur mittels dieser Indikatoren und entsprechender Labels ist nicht neu, viele Möglichkeiten blieben aber bisher ungenutzt. Das Projekt beschäftigte sich mit der Entwicklung derartiger Etiketten speziell für den Einsatz bei Tiefkühlkost. Ziel ist der Schutz der Verbraucher vor verdorbenen Lebensmitteln.

Die optimale Lagertemperatur von Tiefkühlkost beträgt -18 °C. Dann sind die Produkte zwischen 18 und 24 Monaten haltbar. Schon eine geringfügige Erhöhung der Temperatur führt zu Einbußen bei der Qualität und das selbst, wenn die Lagertemperatur weiter unter dem Gefrierpunkt bleibt. Auch Beschädigungen der Verpackung beeinflussen Qualität und Haltbarkeit. Bereits ein kleines, kaum sichtbares Loch mit einem Durchmesser von 0,2 mm zieht eine Verringerung der Haltbarkeitsdauer um 26 Prozent nach sich. Ursache ist die Veränderung der Gasatmosphäre durch das Eindringen von Sauerstoff in die Verpackung. Im Rahmen des Forschungsprojekts wurde daher weiterhin ein Etikett entwickelt, welches die Sauerstoffkonzentration innerhalb der Verpackung überwacht. Treten Abweichungen auf, ist das ein Hinweis auf eine eventuelle Beschädigung. Das System basiert auf Lumineszenz-Technologie, ist günstig und zerstörungsfrei.

Die Smart Labels wurden an einer griechischen Kühlkette für Fischprodukte ausgiebig getestet und sind bereit für die Markteinführung. Zudem wurden Verbraucher, Lebensmittelhersteller und Einzelhändler in verschiedenen europäischen Ländern nach ihrer Meinung zur Nutzung der intelligenten Etiketten befragt. Das Feedback war mehrheitlich positiv. Über 2.500 Verbraucher schreiben Produkten mit einer TTI-Kennzeichnung eine bessere Qualität als indikatorlosen Produkten zu und erklärten sich damit einverstanden, für gekennzeichnete Lebensmittel 20 Cent mehr zu zahlen. Außerdem würde das Bewusstsein im Umgang mit Nahrungsmitteln gestärkt. Ferner ergebe sich aus der Verwendung von TTI-Etiketten eine Abfallreduzierung, die Verschwendung von Lebensmitteln werde eingeschränkt.

In den USA, der Schweiz und der Ukraine finden sich die Labels bereits deutlich sichtbar auf Tiefkühlprodukten. Ob es letztendlich zu einer großflächigen Einführung kommt, bleibt abzuwarten. Schließlich wird der Endverbraucher die Kosten tragen müssen. Auch wenn sich diese in der angeführten Befragung dafür ausgesprochen haben, kann die Bereitschaft für eine Kostentragung in der Praxis anders aussehen.

Das Forschungsprojekt zur Entwicklung der Smart Labels nahm seinen Anfang im August 2010 und endete im Januar 2014. Es wurde von der EU gefördert und bestand aus 17 Projektpartnern, die aus neun verschiedenen Ländern stammten.

Bildquelle: © GG-Berlin / Pixelio.de