Aufkleber und T-Shirt Blog

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Niederländer sprechen sich gegen drohende Maut mit einem Aufkleber aus

678252_web_R_K_B_by_Initiative Echte Soziale Marktwirtschaft (IESM)_pixelio.deEigentlich ist es ein grenzübergreifendes Projekt, denn es geht nicht etwa um die Erhebung einer Maut auf den niederländischen Straßen, vielmehr soll mit den kostenlos erhältlichen Aufklebern der Unmut gegen die in Deutschland geplante Maut ausgedrückt werden. Bundesverkehrsminister Alexander Dobrindt (CSU) beschäftigen die Maut-Pläne für die deutschen Straßen aktuell überaus intensiv und das ist ebenfalls der Grund dafür, dass der Widerstand gegen diese inzwischen weit über die Grenzen Deutschlands hinausreichen. Schließlich wären die unmittelbar in den Grenzbereichen der Nachbarländer liegenden Straßen und Regionen davon betroffen. Auf der Suche nach einer Umgehungsmöglichkeit wird auf kleinere Straßen ausgewichen, ländliche Regionen würden stärker belastet. Außerdem müssten Pendler aus den Niederlanden eine höhere Belastung hinnehmen. Schätzungen zufolge würden für sie mehr als 100 Euro pro Jahr anfallen. Da wundert es nicht, dass vor allem die Niederländer gerne zu den Aufklebern gegen die geplante Maut greifen. Ferner denkt man bereits jetzt über den Anruf des Europäischen Gerichtshofes nach, um einen möglichen Verstoß gegen das geltende EU-Recht überprüfen zu lassen.

In der Grenzregion zwischen der Grafschaft Bentheim und der Gemeinde Nordhorn ist man sich einig, dass die Pläne zur Maut in ihrer jetzigen Form einen enormen Schaden nach sich ziehen würden. Die Politiker wollen daher die Auseinandersetzung weiter vorantreiben und übergeordnete Stellen einbeziehen. Auf großes überregionales Interesse stößt die Mobilmachung gegen die Maut schon jetzt. Print- und Onlinemedien sowie Fernseh- und Radiosender konkurrieren geradezu um die Gunst der regionalen Bürgermeister und Bürgermeisterinnen, um einen Bericht aus erster Hand zu liefern. Die Gebühr für die Nutzung sämtlicher Bundes-, Landes- und Kommunalstraßen in Deutschland soll ab 2016 erhoben werden.

Die erste gemeinsame Anti-Maut-Aktion von Niederländern und Deutschen war das Drucken der Aufkleber. Sie sind in niederländischer sowie deutscher Sprache verfasst und waren in Nullkommanichts vergriffen. Der Bürgermeister von Losser twitterte kurz nach dem Beginn der Aktion, dass er sich um Nachschub kümmern muss. Die Vorräte seiner Gemeinde seien bereits aufgebraucht. Der Ortsvorsteher war nicht von dieser enormen Nachfrage ausgegangen, hatte lediglich ein paar Dutzend Sticker geordert und wurde dann sozusagen vom Engagement seiner Landsleute überrumpelt.

Die Anfangsauflage der Aufkleber betrug 10.000 Stück. Mittlerweile wurde eine zweite Auflage mit der gleichen Stückzahl in Auftrag gegeben. Erhältlich sind die Aufkleber in den Geschäftsstellen der Volkspartij voor Vrijheid en Democratie“ in Denekamp und Nordhorn sowie in den Stadtverwaltungen der auf der deutschen Seite der Grenze liegenden Nachbargemeinden.

Angeschlossen an die Aktion hat sich die Ems-Dollart-Region (EDR). Hier sind ebenfalls die Sticker mit der Aufschrift „Für die Region – gegen die Maut“ in Umlauf. Sie sollen dort in den Geschäften verteilt werden. Dazu gab es am Abend des 14. August eine feierliche Übergabe von 250 Exemplaren an den Bürgermeister der Gemeinde Oldambt. Seit Jahrzehnten arbeite man für eine grenzüberschreitende Kooperation. Durch die Maut, die hauptsächlich ausländische Fahrer treffen werde, gerieten viele Projekte in Gefahr, erklärte EDR-Geschäftsführer Karel Groen anlässlich der Übergabe.

Initiator der Aufkleberaktion ist der VVV Stadt- und Citymarketing Nordhorn. Weitere Aktionen wie etwa das Drucken und Verteilen von entsprechenden Flyern ist geplant. Selbst Postkarten mit der Aufschrift „Maut kann tödlich sein“, in Anlehnung auf die Warnhinweise auf Zigarettenschachteln, könnten bald in den Briefkästen landen.

Bildquelle: © Initiative Echte Soziale Marktwirtschaft (IESM) / Pixelio.de

T-Shirt Druck und mehr im November auf der „Bazaar Berlin“

334740_web_R_K_by_marctwo_pixelio.deWer es vielfältig und bunt mag, sollte sich den 12. November 2014 in seinem Kalender anstreichen. An diesem Tag beginnt die „Bazaar Berlin“, eine internationale Messe, die eher einem quirligen Markt als einer Messe ähnelt. Der Name Bazaar ist hier Programm. Über 500 Hersteller und Händler aus 60 Ländern präsentieren ihre Waren auf der Verkaufsmesse für Kunsthandwerk, Design und Naturwaren. Vor allem Schulklassen empfiehlt der Veranstalter den Besuch. Andere Kulturen sind hier zum Greifen nah. Staunen, Stöbern und Entdecken lautet das Motto. Es geht wahrhaft zu wie auf einem orientalischen Basar. Eintauchen in die Lebenskultur anderer Länder direkt vor der Haustür. Wann bekommt man diese Möglichkeit schon einmal geboten? Fremdsprachenkenntnisse sind von Vorteil, aber nicht zwingend erforderlich. Die Aussteller freuen sich über das Interesse an ihren Produkten und damit einhergehend ihrer Herkunft. Gerne geben sie Hintergründe preis und erzählen Geschichten aus der Heimat.

Zum ersten Mal in diesem Jahr dabei: ein Fair Trade Markt. In Halle 14.1 steht alles im Zeichen des Fairen Handels. Man erfährt, was sich hinter dem Begriff verbirgt und wie man selbst den Fairen Handel unterstützen kann. Es wird das Prinzip Fair Trade vorgestellt und an einzelnen Projekten erläutert, denn nur wer die Methode versteht, kann sich damit identifizieren und dahinterstehen. Auch in der Nachbarhalle 15.1 geht es um fair gehandelte Produkte. Das Angebot richtet sich wiederum vordergründig an Schulklassen. Mehrere Institutionen und Vereine mit dem Interessenschwerpunkt Fair Trade haben ein abwechslungsreiches Programm an Workshops zusammengestellt. Die Schüler können hier testen, was sie über nachhaltige Produktion, soziale Verantwortung und ein faires Miteinander wissen. Ferner werden der Umgang mit Wasser und Energie sowie das Thema Recycling über theaterpädagogische Angebote, Spiele und praktische Arbeiten nähergebracht. Die daraus erarbeiteten Ergebnisse werden anschließend in der Halle ausgestellt, um als Anregungen für Diskussionen und zum Nachdenken zu dienen.

Zeitgleich mit der „Bazaar Berlin“ werden bei der Street Art- und Graffiti-Meisterschaft die Besten ermittelt. Die Veranstaltung steht ebenfalls unter dem Motto Fair Trade und bildet sozusagen die Ergänzung zur Messe. Kreativangebote wie zum Beispiel T-Shirt Druck, Live Painting, Sketch-Zirkel, Air Brush und 3D-Graffiti motivieren zum Ausprobieren und Mitmachen. Eine tolle Idee für einen erlebnisreichen Wander- oder Projekttag!

Um das Bildungsprogramm anlässlich der „Bazaar Berlin“ sowie der Street Art- und Graffiti-Meisterschaft aus der Taufe zu heben, waren zahlreiche Partner notwendig. Unter anderem sind in diesem Jahr das Berliner Missionswerk, Mama Afrika e. V., HelpAge Deutschland, der Deutsch-Kirgisische Kulturverein und Engagement Global dabei. Alle Partner sind an den Infoständen in Halle 15.1 vor Ort und freuen sich über Fragen, Lob und Kritik.

Unabhängig vom Bildungsprogramm öffnet die „Bazaar Berlin“ vom 12. bis 16. November 2014 täglich ab 11 Uhr für Besucher ihre Tore. Mittwoch und Donnerstag hat die Messe bis 20 Uhr, Freitag und Samstag bis 21 Uhr und am Sonntag bis 19 Uhr geöffnet. Tickets sind ab 9,00 Euro online oder an der Tageskasse erhältlich. Schüler, die gemeinsam mit ihrer Schulklasse kommen, zahlen jeweils 4,00 Euro, für begleitende Lehrer ist der Eintritt frei. Für die Teilnahme an den Workshops ist eine Voranmeldung erforderlich. Das Bildungsprogramm läuft Mittwoch bis Freitag täglich von 11 bis 18 Uhr.

Bildquelle: © marctwo / Pixelio.de

Durchnässt auf einer Parkbank – Poster zu Portmans Regiedebüt veröffentlicht

631232_web_R_K_B_by_daniel stricker_pixelio.deAls Schauspielerin hat sich Natalie Portman längst einen Namen gemacht. Jetzt möchte sie auch hinter der Kamera stehen und zeigen, dass sie nicht nur Regieanweisungen perfekt umsetzen, sondern solche ebenfalls geben kann. Die am 9. Juni 1981 in Jerusalem geborene Portman hat sich dafür ein besonders anspruchsvolle Genre ausgesucht: Sie gibt ihr Regiedebüt mit dem Drama „A Tale of Love and Darkness“. Ein Starttermin für den Film steht noch nicht fest, dafür gibt es nun ein erstes Poster, auf dem Natalie Portman durchnässt und auf einer Parkbank sitzend zu sehen ist. Die Regisseurin hat nämlich zugleich die Rolle der Hauptdarstellerin Fania inne. Verarbeitet hat die 33-Jährige in ihrem Film die Memoiren des ebenfalls aus Israel stammenden Schriftstellers Amos Oz. Er schrieb seine Kindheitserlebnisse in Jerusalem zum Ende der 1940er Jahre nieder und lieferte damit die Vorlage für Portmans Film. Sie selbst verkörpert die Mutter vom jungen Oz, die unter psychischen Störungen leidet. Das 2002 in hebräischer Sprache erschienene Buch wurde in 15 Sprachen übersetzt. Seit 2004 ist es in Deutschland unter dem deutschen Titel „Eine Geschichte von Liebe und Finsternis“ erhältlich.

Viel wurde über den Film bisher nicht bekannt. Die Handlung wird sich eng an der Romanvorlage orientieren. Wer neugierig ist, sollte daher vorab das Buch lesen. In einer weiteren Rolle ist Makram Khoury zu sehen. Er spielt den Halawani. Bisher wirkte Khoury in Filmen wie „Der Medicus“, „Lemon Tree“ und „München“ mit. Ebenso wie Portman und Oz stammt er aus Jerusalem. Er ist damit nahezu prädestiniert für eine Rolle in „A Tale of Love and Darkness“. Khoury gehört zu den bekanntesten Schauspielern aus dem arabischen Raum. Man darf also davon ausgehen, dass er die Fähigkeiten besitzt, den sensiblen Hintergrund der Geschichte an den Zuschauer heranzutragen.

Das schauspielerische Können von Natalie Portman steht gleichfalls außer Frage. Die Oscar- und Global Award-Preisträgerin stand schon als 13-Jährige vor der Kamera. Ihre bisher bekannteste Filmrolle hatte sie in „Black Swan“. Für die Verkörperung der Nina Sayers erhielt sie 2011 die oben genannten Auszeichnungen. Vor der Kamera ist Portman ein Profi, nun will sie wissen, ob das auch hinter der Kamera zutrifft. Unterstützung erhielt sie dabei von den Produzenten Ram Bergman und David Mandil. Ausführender Produzent war Nicolas Chartier. Letzterer bewies sein Talent unter anderem bei der romantischen Tragikomödie „Don Jon – Film 2013“ mit Scarlett Johannsson, Julianne Moore und Joseph Gordon-Lewitt. Die Arbeit mit großen Filmstars ist für Chartier demzufolge nichts Neues.

Ganz unbedarft ist die Schauspielerin an die Sache mit der Regieführung aber dann doch nicht herangegangen. Sie hat sich schon einmal an der Regier für den Kurzfilm „Eve“ und an einer Episode von „New York, I love You“ versucht. Die Besetzung der Crew und des Stabs für Portmans Langfilmregiedebüt ist bislang überaus hochkarätig. Da sollte doch am Ende ein Film mit Blockbusterqualitäten herauskommen. Ob es tatsächlich so ist, darauf muss man noch unbestimmte Zeit warten. Vor 2015 wird der Film wohl nicht in den Kinos anlaufen. Das erste Poster lässt aber darauf schließen, dass sicher zeitnah der Starttermin bekanntgegeben wird. Dann werden vielleicht auch weitere Einzelheiten zur Handlung und zu den mitwirkenden Schauspielern veröffentlicht.

Bildquelle: © Daniel stricker / Pixelio.de

Berufsbild Kinoplakatmaler – Filmstars auf die Leinwand bringen

424109_web_R_K_by_Jens Bredehorn_pixelio.deEchtes Handwerk, bei dem es auf Kreativität und Geschick ankommt, ist heute selten geworden. Vieles wird von Maschinen übernommen, die von Computern gesteuert werden und ein ums andere Mal zuverlässige Ergebnisse liefern. Auch bei Druckerzeugnissen hat die Digitalisierung schon lange Einzug gehalten. Kommt ein neuer Film in die Kinos, erscheinen monatelang vorher Plakate, die Schlüsselszenen und die Hauptdarsteller zeigen. Sie werden natürlich in einer Druckerei nach einer digitalen Vorlage erstellt. Doch wie war das früher? Immerhin begann das Zeitalter der Kinos in den 1920er Jahren. Da gab es zwar ebenfalls bereits Druckmaschinen, das Anfertigen von Kinoplakaten lag aber in der Hand von wahren Künstlern, den Kinoplakatmalern. Sie standen tatsächlich mit Pinsel und Farbpalette vor der Staffelei und brachten die Filmstars von Hand auf die Leinwand. Auch in der Gegenwart gibt es diesen Beruf noch. Angehörige desselben sind zwar selten, allerdings können sie sich über wachsendes Interesse freuen.

Die „Schauburg“ in Bremen ist beispielsweise ein deutsches Kino, welches auf in Handarbeit gefertigte Kinoplakate setzt. Beim Betreiber, einem Nostalgiker, kommen die neumodischen gedruckten Exemplare nicht gut an. Die handgemalten Plakate seines Hauses haben Kultstatus. Zur Freude der Kinoplakatmaler. Solange es Kinofilme und solche Kinobesitzer gibt, dürfte ihr Beruf nicht zu den aussterbenden gehören. Wenngleich es natürlich trotzdem schwer ist, sich gegen die digitale Konkurrenz durchzusetzen und der Beruf Seltenheitswert hat. Wer es allerdings als Kinoplakatmaler geschafft hat, kann zu Recht von sich behaupten, sein Hobby zum Beruf gemacht zu haben. Plakatmalerei ist eine Passion, keine in drei Jahren erlernbare Fertigkeit. Man selbst muss natürlich Freude an der Kunst mitbringen und eine gewisse Portion an Kreativität. Gemalt wird nach Vorlage, dennoch bleibt immer Raum für eine persönliche Note.

Die Kunstwerke selbst haben nur ein kurzes Leben. Das macht den Reiz der Kinoplakatmalerei aus. Die Bremer „Schauburg“ ordert alle zwei Wochen ein neues Plakat. Dafür gibt es 400 bis 500 Euro für den Künstler. Nicht genug zum Überleben, sodass viele Kinoplakatmaler oft die Malerei nur nebenbei betreiben und ansonsten einem „seriösen“ Hauptberuf nachgehen, zum Beispiel als Grafikdesigner, oder außerdem Malkurse geben.

Anders sieht es in der bayerischen Landeshauptstadt München aus. Hier ist René Birkner als Plakatmaler für drei Kinos tätig. Damit sind seine Auftragsbücher so gut gefüllt, dass er nicht nur sich, sondern seine ganze Familie von der Plakatmalerei ernähren kann. Zudem muss er wesentlich größere Flächen füllen. Er malt unter anderem für das Filmtheater am Sendlinger Tor, das über eine Werbefläche von ungefähr 40 Quadratmetern verfügt. Da ist manche Nachtschicht fällig. Aber wennschon, für die Maler ist die Plakatmalerei eine Berufung und kein normaler Beruf. Sie gehen mit Leidenschaft an die Sache heran und voll in ihrer Tätigkeit auf.

Wie viele Maler für Kinoplakate es in Deutschland noch gibt, weiß niemand, nicht einmal die AG Kino. Deren Geschäftsführer schätzt die Zahl auf „höchstens eine Handvoll“. Von einem Aussterben des Berufs geht trotzdem niemand aus. Liebhaber handgemalter Kinoplakate wird es immer geben und das auch außerhalb Deutschlands. Hierzulande hat man vor allem in größeren Städten wie Bremen, München und Berlin die Möglichkeit, handgemalte Kinoplakate zu bewundern.

Bildquelle: © Jens Bredehorn / Pixelio.de

Museum für Aufkleber – Wiedereröffnung in Berlin

257608_web_R_K_by_Robert Babiak_pixelio.deManche empfinden Aufkleber an Straßenlaternen und Mülltonnen als störend, andere schmunzeln darüber, wieder andere nehmen sie schon gar nicht mehr wahr und dann gibt es den Berliner Oliver Baudach: Wenn er durch die Straßen geht, schweift sein Blick in alle Ecken, um ja keinen Aufkleber zu übersehen. Vielleicht ist ja ein besonders schönes Exemplar dabei, das er noch nicht in seiner Sammlung hat. Baudach ist nämlich ein Aufkleberfan. Genauer gesagt ist der 43-Jährige der Inhaber des Aufklebermuseums im Berliner Stadtteil Friedrichshain.

Seit 30 Jahren faszinieren Baudach die bunten Klebebildchen. Im Jahre 2008 eröffnete er deshalb schon einmal sein Museum, das er leider 2012 aus finanziellen Gründen wieder schließen musste. Jetzt versucht er sein Glück erneut und stellt in der Schreinerstraße etwa 4.500 Sticker aus seiner Sammlung aus. Insgesamt umfasst diese aktuell etwa 30.000 Aufkleber. Chaos herrscht angesichts der Menge an Aufklebern aber trotzdem nicht. Der Sammler hat eine bestimmte Ordnung eingeführt. Die Aufkleber werden in Kisten gelagert, wo sie nach Künstlern, Firmen und Ländern sortiert sind. Jeden einzelnen Sticker kennt er. Am liebsten mag Baudach Aufkleber von Street Artists. So hat er beispielsweise ein Exemplar, auf dem der US-Präsident Barack Obama mit blutigen Lippen zu sehen ist. Daneben gibt es Sticker mit coolen Sprüchen und Comicfiguren.

Auf der 92 Quadratmeter umfassenden Museumsfläche hat der Sammler zwei Räume mit unterschiedlichen Schwerpunkten eingerichtet. Zu sehen sind Aufkleber zu den Themen Musik, Skateboarden, Streetwear und Street Art. Die Sticker sind angelehnt an die Präsentation auf der Straße. Dort sind ebenfalls „wilde Collagen von Motiven und Sprüchen“ zu sehen, so der Sammler. Die Besucher des Museums haben zumeist über soziale Netzwerke oder über Freunde davon erfahren. Über ein Werbebudget verfügt Baudach nicht. Zwischen 80 und 100 Besucher kann der Sammler dennoch pro Monat in seiner Ausstellung begrüßen. Sogar ein Australier war schon darunter. Von ihm erfuhr er, dass sein Museum als eine kuriose Berliner Sehenswürdigkeit im Internet gelistet ist.

Die Sammelleidenschaft packte Baudach bereits im Alter von 13 Jahren. Seine Lieblingssticker waren Aufkleber von Skateboardmarken. Als Erwachsener führte er einen eigenen Skateshop, was ihm beim Stickersammeln entgegenkam. Die Firmen überschütteten ihn regelrecht mit Aufklebern. Welches Ausmaß die Stickerkultur hatte, erkannte er als 14-Jähriger nach seinem Umzug von Speyer nach Berlin. Irgendwann wollte er wissen, ob es eigentlich ein Museum für Sticker gab. Er wurde über Google nicht fündig und schon war die Idee für ein Aufklebermuseum geboren. Baudach machte sich auf die Suche nach einem Sponsor, den er in einem Skateboardhersteller fand, lieh sich bei seinen Eltern Geld und hatte schlussendlich 8.000 Euro Startkapital zusammen. Das reichte aus, um 2008 sein Museum zu eröffnen, einige Monate die Miete zu zahlen und Bilderrahmen für die Sticker anzuschaffen.

Über einen parallel laufenden Onlineverkauf von Stickern wollte er die weitere Finanzierung sicherstellen. Zunächst schien der Plan aufzugehen. Bis zu 1.500 Aufkleber monatlich gingen in die Welt hinaus. Im Gegenzug erhielt er von Künstlern Exemplare für sein Museum. Trotzdem musste er sein Museum nach vier Jahren wieder schließen. Nun der Neuanfang, der hoffentlich unter einem besseren Stern steht.

Das „Hatch Stickermuseum“ befindet sich in der Schreinerstraße 10. Es hat Mittwoch bis Samstag von jeweils 12 bis 18 Uhr geöffnet. Für 2,50 Euro können sich Interessierte in die bunte Welt der Sticker entführen lassen.

Bildquelle: © Robert Babiak / Pixelio.de

Neues Poster zu „Teenage Mutant Ninja Turtles“ löst Entsetzen aus

644154_web_R_K_B_by_Rainer Sturm_pixelio.deSehnsüchtig erwarten die Fans der Ninja Turtles den nächsten Film mit ihren Helden. Am 16. Oktober wird es soweit sein. Dann läuft „Teenage Mutant Ninja Turtles“ in unseren Kinos an. Bis dahin wollen die Macher des Streifens natürlich durch diverse Poster die Vorfreude schüren und das Interesse wachhalten. Der letzte Versuch löste allerdings einen Sturm des Entsetzens aus und das vor allem in den USA. Dort ist als Filmstart der 11. September vorgesehen. Wir erinnern uns: Dieses Datum steht für den bisher verheerendsten Terroranschlag, den die Welt je erlebt hat. Auf dem anstößigen Poster sind die Hauptdarsteller Leonardo, Donatello, Michelangelo und Raphael zu sehen. Bis dahin alles in Ordnung, schließlich sind sie die Helden im Film. Doch das, was sie in der eingefangenen Szene tun, führte dazu, dass das Poster kurze Zeit später wieder vom Herausgeber aus dem Verkehr gezogen wurde: Die vier Helden stürzen nämlich gerade von einem explodierenden Wolkenkratzer herab und darunter prangt unübersehbar der Starttermin des Films in den USA, der 11. September.

Kaum war das Poster veröffentlicht, brach im Netz ein Sturm der Entrüstung los. Viele Menschen fühlten sich beim Betrachten des Posters an die schlimmen Ereignisse des 11. Septembers erinnert, der Tag, an dem das World Trade Center einstürzte und Tausende von Menschen unter sich begrub. Das war von Paramount Australien, den Herausgebern des Plakats, selbstverständlich nicht gewollt. In Windeseile wurde das Poster zurückgezogen. Es folgten eine offizielle Entschuldigung und das Versprechen, dieses Plakat nicht für die Kampagne zu verwenden. Ein Sprecher des Unternehmens erklärte: “Dieses Bild mit diesem Datum zu kombinieren, war ein Fehler“. Damit sollte der Fauxpas hoffentlich aus der Welt geschafft sein, obwohl das Internet ja nichts vergisst. Wer unbedingt das Poster sehen möchte, wird es sicher finden, auf den Erfolg des Films wird es wahrscheinlich keinen Einfluss haben.

Seit 1984 erfreuen die „Teenage Mutant Ninja Turtles“ ihre Fans. Damals waren die vier Schildkröten noch Comichelden. Von 1987 bis 1996 erfreuten sie uns als „Teenage Mutant Hero Turtles“ auf den Fernsehbildschirmen. Später eroberten sie die Kinos mit zahlreichen Verfilmungen und noch einmal gab es zwei Fernsehserien, die in Japan und den USA produziert wurden. Der neue Streifen wurde vom Regisseur Michael Bay produziert, dessen „Transformers 4: Ära des Untergangs“ aktuell auf Platz 3 der Kinocharts ist. Er ist als eine düstere Version des beliebten Comics gedacht.

Neben Alan Ritchson als Raphael, Noel Fisher als Michelangelo, Jeremy Howard als Donatello und Pete Ploszek als Leonardo werden Danny Woodburn als Ziehvater und Meister der Schildkrötenbrüder in Gestalt von Splinter, William Fichtner als der Bösewicht Shredder, Megan Fox als furchtlose Reporterin April O´Neil sowie Will Arnet als verrückter Kameramann Vernon Fenwick zu sehen sein. Die Handlung spielt in New York, das fest in der Hand von Shredders Unterweltclan ist. Die vier Schildkrötenbrüder sagen diesem gemeinsam mit ihrem Ziehvater sowie ihren Freunden April und Vernon den Kampf an. Sie wollen die Menschen aus der Knechtschaft Shredders befreien, der selbst Polizei und Politiker unter Kontrolle hat. Dass es dabei überaus actionreich zugeht, versteht sich nahezu von selbst.

Bildquelle: © Rainer Sturm / Pixelio.de