Aufkleber und T-Shirt Blog

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Kunst auf Leinwand, die ihre Inspiration in einem Luftschutzbunker hatte

Luftschutzraum-Hinweis, Stgt. / DIA-ScanUlrike Redlich-Kocks hat den Zweiten Weltkrieg hautnah miterlebt. Als Kind saß sie gemeinsam mit ihrer Mutter, ihrer Oma und ihrem kleinen Bruder, der noch ein Säugling war, im Luftschutzbunker an der Arnulfstraße und hörte die Bomben fallen. Genau erinnert sie sich an die Enge und die stickige Luft im Bunker und an das regelmäßig in ihr aufsteigende Verlangen, ins Freie zu laufen und durchzuatmen. Doch das ging nicht und so musste das Mädchen eine andere Möglichkeit finden, um seine Kindheitserlebnisse zu verarbeiten. Die Kunst war es schließlich, die ihm diese Chance bot. Aktuell zeigt die Düsseldorfer Künstlerin 50 ihrer Arbeiten im Untergeschoss der Bunkerkirche St. Sakrament, darunter Gemälde auf Leinwand, Installationen, Skulpturen und Fotografien. Alle befassen sich mit der zwiespältigen Bedeutung eines Luftschutzbunkers, der einerseits einen sicheren Ort darstellte, andererseits für Redlich-Kocks ein Ort der Enge und Angst war. Über allem steht das Thema der existenziellen Bedrohung des Menschen durch äußere Gefahr und innere Not.

“Aus der Tiefe ans Licht” lautet der Titel der Ausstellung. Ein Zeichen der Hoffnung, die während des Rundgangs immer wieder aufkeimt. An den Kirchenraum schließt sich allerdings erst einmal eine etwas düstere Aussicht an. Durch eine Tür geht es auf die Turmrampe und diese führt unwiderruflich in die Tiefe. Dabei wird der Besucher von wenig lebensbejahenden Bildern begleitet. Gespachtelte blaugraue Totentanzbilder zieren die Wände. Die Künstlerin dazu: „Wir sind alle dem Tod geweiht. Egal welche Bedeutung ein Mensch hat, im Tod sind wir alle gleich.” Am Ende der Rampe wird es bunter und farbenfroher, jedoch nicht weniger bedrohlich. Es öffnet sich ein Raum, in dem die Farben Gelb, Rot und Schwarz vorherrschend sind. Sie stehen für Emotionen, vermitteln auf der einen Seite Bedrohung und Gefahr, auf der anderen Seite aber stehen sie für Licht und Hoffnung. Hier schlägt Redlich-Kocks eine Brücke zu aktuellen Ereignissen, zu Kriegen, die heute toben, wie zum Beispiel ihre Arbeit „Bagdad“, die den seit langer Zeit schwelenden Nahostkonflikt aufgreift.

Im “Meditationsraum” spielen menschliche Empfindungen wiederum die Hauptrolle. Zwölf Monotypien stehen sinnbildlich für menschliches Verhalten. Thematisiert werden unter anderem Zuversicht, Trauer, Verzweiflung und List. Den Mittelpunkt bilden dicht beieinanderstehende Figurinen als Symbol für Enge und Angst. Außerdem beinhaltet die Ausstellung Zellen, die mit bröckelnden rissigen Wänden das Elend von Krieg und Zerstörung wiedergeben. Jede Zelle ist mit einem Bild versehen. Jenes steht im Dialog mit dem Kunstwerk in der gegenüberliegenden Zelle. Sie sollen anregen zu einer Auseinandersetzung mit Trauer, Liebe und Hoffnung. Die Wände des Flurs zwischen den Zellen tragen Fotos mit Detailaufnahmen von verwitterten und rostigen Oberflächen. Sie hat die Künstlerin als “Erholung von der Konfrontation in den Zellen” dort platziert.

Zurückkehren ins normale Leben lässt Redlich-Kocks die Besucher ihrer Ausstellung dann doch mit weniger düsteren Aussichten: Die letzte Station des Rundgangs ist ein rot-weißes Foto, welches den Ausstellungstitel “Aus der Tiefe ans Licht” symbolisiert. So mancher wird bestimmt auch froh darüber sein, dass er nach diesem Ausflug in die Schrecken des Krieges wieder in das Licht seiner vermeintlich friedlichen Welt kommt. Dennoch ist die Ausstellung unbedingt einen Besuch wert. Die Ausstellung in der Bunkerkirche ist bis zum 5. Oktober 2014 zu sehen.

Bildquelle: © Albrecht E. Arnold / Pixelio.de

Verbraucher fordern Klarheit auf Etiketten von Lebensmitteln

624802_web_R_K_by_siepmannH_pixelio.deEine aktuelle Umfrage der Verbraucherzentrale Bundesverband (vzbv) zeigt, dass die Verbraucher mehr Klarheit beim Kauf von Lebensmitteln fordern. So gaben 61 Prozent der Befragten an, dass sie sich bereits auf der Vorderseite der Verpackungen eine Zutatenliste wünschen, und sogar 78 Prozent möchten dort über das Mindesthaltbarkeitsdatum informiert werden. Allgemein sprach sich die Mehrheit für Klarheit über die Herkunft der Produkte auf den Etiketten der Lebensmittel aus und das vordergründig bei tierischen Produkten. Den Wünschen der Verbraucher soll ab Dezember entsprochen werden, und zwar mit neuen Vorgaben, an die alle Lebensmittelhersteller künftig gebunden sind.

Im Rahmen der Umfrage ergab sich außerdem, dass 86 Prozent der Befragten auf dem Etikett ebenfalls Angaben zur Füllmenge finden möchten. 54 Prozent – das ist etwa jeder Zweite – möchte auf der Verpackung lesen können, wo genau das Produkt herkommt. Als Beispiele für die gewünschten Angaben wird etwa das Ursprungsland oder der Hinweis, dass die Ware „aus der Region“ kommt, genannt. Klaus Müller aus dem Vorstand des vzbv erklärt: „Der Verbraucher will auf einen Blick verstehen, was er kauft“: Aus diesem Grunde gehören wichtige Angaben zu Lebensmitteln „klar verständlich auf die Vorderseite“.

Rund 1.500 Personen nahmen an der Umfrage teil. 72 Prozent von ihnen sprachen sich dafür aus, die Lebensmittelhersteller zu genauen Angaben zur Herkunft zu verpflichten. Wird der Ursprung auf der Verpackung angegeben, steigert dies das Vertrauen in das Produkt bei 69 Prozent der Befragten. Ein eindeutiges Ergebnis, weshalb eine Forderung des Verbraucherverbands auf „eine einheitliche informative Herkunftskennzeichnung“ lautet. Eine solche war bislang nur für wenige Lebensmittel vorgesehen, beispielsweise für frisches Obst, Gemüse und Fleisch. Das ist aber nicht ausreichend. Besonders bei tierischen Produkten möchten die Verbraucher mehr Informationen, vor allem über der Herkunft.

Trotz umfassenderen Angaben dürfe allerdings das Etikett nicht unübersichtlich werden. Das mutet wie die Quadratur des Kreises an. Ein Etikett bietet nun mal nur ein begrenztes Platzangebot. Wie sollen alle gewünschten Angaben und das möglichst auch noch auf der Vorderseite drauf untergebracht werden? Am 13. Dezember 2014 tritt die neue Lebensmittelinformationsverordnung (LMIV) in Kraft. Sie schreibt vor, dass genauere Angaben auf dem Etikett zu erscheinen haben, jedoch müssen sie nicht unbedingt auf der Vorderseite platziert werden. Es bleibt also abzuwarten, wie die Lebensmittelhersteller die Umsetzung der neuen Verordnung bewerkstelligt und ob damit tatsächlich die Wünsche der Verbraucher erfüllt werden.

Vor drei Jahren wurde ebenfalls das Portal lebensmittelklarheit.de gegründet. Es beschäftigt sich mit eben jener Problematik der Lebensmitteletiketten und dem damit verbundenen, häufig praktizierten Etikettenschwindel. Nach Meinung des stellvertretenden Geschäftsführers der Verbraucherorganisation foodwatch, Matthias Wolfschmidt, ist seit der Gründung des Portals nicht viel passiert. Vor allem der Umgang des Bundeslandwirtschaftsministeriums und der Bundesregierung mit der Problematik stößt ihm sauer auf: “Es ist der blanke Hohn, wenn das Bundeslandwirtschaftsministerium jetzt ein positives Fazit zieht. Ja, das Portal hat etwas bewegt – aber nein, das Ministerium hat kein Jota dazu beigetragen, die alltägliche Verbrauchertäuschung zu verhindern. Die Bundesregierung verschleppt seit Jahren die nötigen gesetzlichen Maßnahmen für ehrliche Etiketten und billigt damit die legale Täuschung der Kunden.” Harte Worte, aber vielleicht tritt mit der neuen Lebensmittelinformationsverordnung (LMIV) endlich die Wende ein?

Bildquelle: © siepmannH / Pixelio.de

Der Aufkleber mit Scheiders Unterschrift auf dem Auto von Glock

20465_web_R_K_B_by_Lars Kunze_pixelio.deEigentlich sind die Fahrer bei einem Autorennen Konkurrenten, doch abseits der Rennstrecke bleibt immer die Zeit für einen kleinen Spaß. Viele verbindet sogar eine Freundschaft. Als das DTM-Rennen am Lausitzring zu Ende ging, wollten Timo Glock und Timo Scheider gemeinsam nach Hause fahren. Beide leben am Bodensee. Da lag es nahe, eine Fahrgemeinschaft zu gründen. Allerdings war die gemeinsame Heimfahrt in verschiedenen Autos geplant.

Timo Scheider wartete also bereits abfahrtbereit neben dem Auto seines Kollegen. Jener war noch in seinem Wohnmobil zugange und zog sich dort um. Als Scheider die Wartezeit zu lang wurde, sann er danach, sich diese mit einem Streich zu verkürzen. Kurzerhand zückte er einen Aufkleber, auf dem sein Logo und seine Unterschrift prangten, und klebte ihn auf das Auto von Glock. Jener bemerkte dies erst gar nicht. So fuhren beide gemeinsam Richtung Heimat.

Zu einem späteren Zeitpunkt wurde die Twitter-Fangemeinde mit einem Bild überrascht: Darauf zu sehen das Auto von Timo Glock mit der Unterschrift von Timo Scheider. Schnell kam die Frage auf, was die Konkurrenz wohl dazu bewegt habe, ein Autogramm auf dem Fahrzeug zu hinterlassen. War es ein dezenter Hinweis darauf, dass Scheider der bessere von beiden ist? War es eine nett gemeinte Geste unter Kollegen? Wenn überhaupt ein wirklicher Grund dahintersteckte, dann eher der Letztere.

Scheider erwartete übrigens die ganze Zeit gespannt eine Reaktion seines „Mitfahrers“, der musste aber erst vom Fahrer seines Wohnmobils auf das Autogramm aufmerksam gemacht werden. Sauer war Glock nicht. Im Gegenteil: Er entfernte zwar das Logo, aber die Unterschrift Scheiders ließ er an Ort und Stelle, weil er sie so schön fand. So entstand dann auch das Bild, was die Fans auf Twitter anschauen konnten.

Auf die Nachfrage, ob Timo Scheider weitere Scherze plane, erklärte dieser lachend, dass er immer für einen Spaß zu haben sei. Er lebe nach dem Motto, dass „mit Spaß vieles im Leben einfacher ist“. Auch in der harten Welt des Motorsports sollte man nicht jede Situation so ernst nehmen. Scheider selbst habe „immer Blödsinn im Kopf“. Selbstverständlich wird die Professionalität dabei nicht vergessen. Letzten Endes aber seien doch alle nur Menschen und die wollen eben gerne auch mal lachen.

Für Scheider ging das Wochenende auf dem Lausitzring endlich mal wieder mit einem Platz auf dem Siegerpodest zu Ende. 350 Tage musste der Audi-Pilot auf diesen Erfolg warten. Aktuell liegt Scheider auf Platz 12 der Fahrerwertung, Timo Glock liegt nur einen Platz dahinter auf Rang 13. Eigentlich eine totale Konkurrenzsituation, aber nicht für die Beiden. Natürlich gibt jeder auf der Rennstrecke sein Bestes und will das Optimum für sich und sein Team herausholen, dennoch bleibt dabei Platz für Freundschaften und gute Stimmung, auch außerhalb des eigenen Teams. Timo Glock ist dem BMW Team MTEK zugehörig, während Scheider für das Audi Sport Team Phoenix seine Runden dreht. Die letzte Saison beendete Glock vor Scheider auf dem 9. Rang. Scheider lag gleich dahinter auf dem 10. Platz. Es scheint auch in diesem Jahr eine enge Kiste zwischen den Beiden zu werden. Bleibt abzuwarten, wer am Ende der bessere sein wird. Aber für die Freundschaft der Männer wird die Platzierung zweitrangig sein.

Bildquelle: © Lars Kunze / Pixelio.de

„Vampire Diaries“ geht in die 6. Runde – jetzt gibt es ein aktuelles Poster dazu

421448_web_R_K_B_by_Carsten Grunwald_pixelio.deSeit Januar 2010 können die deutschen Fernsehzuschauer mit der Serie „Vampire Diaries“ hautnah am Leben moderner Vampire teilnehmen. Das kommt scheinbar gut an, denn wie sonst lässt es sich erklären, dass mittlerweile die 6. Staffel der US-amerikanischen Fantasyserie kurz vor dem Produktionsbeginn steht. Ein Vorgeschmack, was in dieser passieren wird, erhielten die Fans bereits mit einem ersten Trailer. Nun ist ebenfalls ein erstes offizielles Poster zur neuen Staffel erschienen.

Dieses dürfte einige Fragen aufwerfen und dadurch die Spannung auf die brandneuen Folgen noch einmal gewaltig steigern. Warum hält Stefan alias Paul Wesley die Hand von Elena, verkörpert von Nina Dobrev? Bahnt sich zwischen den Beiden vielleicht etwas an? Und wieso hat es den Anschein, als würde Stefan Elena von Damon (Ian Somerhalder) wegziehen wollen? Jener steht gegenüber und schaut äußerst grimmig drein. Oder liegt das vielleicht daran, dass sich die Hexe Bonnie (Katerina Graham) an seinen Arm klammert? Wobei sich natürlich auch die Frage stellt, wie es Damon und Bonnie denn geschafft haben, von der anderen Seite wieder in die Welt der Lebenden zurückzukehren. Immerhin wurde die andere Seite ja zerstört. Wie konnten der Vampir und die Hexe die Gasexplosion bloß überleben? Die letzte Folge von Staffel 5 ließ keinen Zweifel offen, dass die Zwei ums Leben gekommen sind. Noch mehr Verwirrung ergibt sich angesichts der Betrachtung der am Boden kauernden Caroline, gespielt von Candice Accola. Sie scheint gebrochen und den Tränen nahe. Keine Frage, die neue Staffel ist ein Muss für alle Fans von „Vampire Diaries“.

Auch für den produzierenden, US-amerikanischen Sender „The CW“ war eine weitere Staffel sozusagen ein Muss. Die Serie ist eins der Zugpferde des Senders. Anfang des Jahres wurde in den USA bereits die 100. Episode ausgestrahlt und die Zuschauer verlangen immer noch nach mehr Vampirgeschichten. Seit Februar ist bekannt, dass es weitergeht. Da gab der Sender seine Planung für die Saison 2014/2015 offiziell bekannt und die Freude war groß, dass „Vampire Diaries“ dabei ist. Die Kombination aus Romantik, Gänsehaut und Blut kommt an und das nicht nur bei den Amerikanern. In der Heimat ist die Serie die dritterfolgreichste des Senders. Mehr Zuschauer haben nur „The Big Bang Theory“ und „American Idol“. Aber auch andere bekannte Serien aus dem deutschen Fernsehen wurden von „The CW“ ins Leben gerufen und gehen in eine Verlängerung. Mit dabei sind unter anderem eine 10. Staffel von „Supernatural“ und eine 3. Staffel von „Arrow“.

„Vampire Diaries“ gibt es jeden Donnerstag um 20.15 Uhr auf sixx und jederzeit online zu sehen. „Arrow“ läuft jeden Montagabend zur Primetime auf Vox. „Supernatural“ ist aktuell freitags und samstags auf RTL Nitro zu sehen, allerdings handelt es sich um Episoden aus älteren Staffeln. Derzeit feierte erst einmal die 9. Staffel ihre Deutschlandpremiere, und zwar am 25. September auf dem Pay-TV-Sender Sky Atlantic HD. Die Lizenz für die Ausstrahlung von „Supernatural“ im Free-TV hat Pro Sieben inne. Hier ist aber seit November 2011 erst einmal Pause mit der Serie. Aber keine Angst! Irgendwann wird es weitergehen mit den übernatürlichen Abenteuern der Brüder Dean und Sam Winchester. Für diejenigen, die nicht solange auf die Fortsetzung ihrer Lieblingsserie warten wollen, hält das Internet jede Menge Infos, Trailer und Fotos bereit.

Bildquelle: © Carsten Grunwald / Pixelio.de

Ein neuer Trend? Tattoos als Aufkleber

681715_web_R_K_B_by_Gila Hanssen_pixelio.deTattoos liegen im Trend. Längst sind sie mitten in der Gesellschaft angekommen und keine Randerscheinung mehr. Sozusagen eine „Randgruppe“ sind dagegen die Menschen, die zwar gerne ein Tattoo tragen würden, es aber aus beruflichen, gesundheitlichen oder zeitlichen Gründen nicht können. In der Gegenwart ist das aber kein Problem. Tattoos sind längst als Aufkleber zu haben und bieten zumindest die vorübergehende Möglichkeit, zum Tattooträger zu werden.

Eine Designerin, die Tattoos zum Aufkleben kreiert, ist Model, Moderatorin und Schauspielerin Fiona Erdmann. Die einstige Kandidatin der Castingshow „Germany´s Next Topmodel“ ist mittlerweile zu einem VIP herangereift. Mit „Mi Lumee by Fiona Erdmann“ unterhält sie ein eigenes Label für Schmuck und Accessoires. Darunter fallen ebenfalls die sogenannten temporären Tattoos für Hände und Finger, die von der jungen Frau selbst entworfen und designt wurden. Die Auswahl reicht von Hennabemalungen über Schriftzüge bis hin zu Aztekenmustern. Die Aufkleber-Tattoos können leicht aufgebracht und ebenso leicht wieder entfernt werden. Es bedarf lediglich eines nassen Schwammes, der als Überträger des Tattoos auf den Nagel oder die Haut dient. Apropos Haut: Wer mag, kann die Tattoos auch auf andere Körperstellen aufbringen. Eine genaue Vorschrift, in welcher Reihenfolge die Symbole, Bilder oder Schriftzeichen aufgebracht werden, gibt es nicht. Jeder kann seiner Fantasie freien Lauf lassen und selber kreativ werden.

Ursprünglich waren die Tattoos zum Aufkleben bei Kindern beliebt. Sie waren in Kaugummis und Schokoriegeln enthalten und erfreuten sich großer Beliebtheit. Eigentlich handelte es sich dabei um Abziehbildchen, die mit Wasser vom Trägerpapier gelöst und danach auf die Haut geklebt wurden. Das Prinzip hat inzwischen auch in die Welt der Erwachsenen Einlass gefunden. Mit der steigenden Nachfrage nach Tattoos flammt auch das Interesse nach möglichen Alternativen auf, da sich nicht jeder ein Tattoo stechen lassen kann oder will. Alternativen bieten Aufkleber, Stempel und Body Tattoo Liner, ähnlich einem Eyeliner, zum Aufzeichnen von Körperverzierungen. Letzterer ist mit spezieller Body Tinte gefüllt, die wasserfest ist. Je nach Hauttyp halten die aufgezeichneten Tattoos bis zu vier Tage. Eine ähnliche Haltbarkeitsdauer weisen mit Stempel geschaffene Tattoos auf. Tattoos in Aufkleberform sind bis zu sieben Tage auf der Haut haltbar.

Die temporären Tattoos haben den Vorteil, dass sich der Träger nicht für immer auf ein Motiv festlegen muss. Er kann variieren, sein Tattoo dem Anlass anpassen und Neues ausprobieren. Hat er keine Lust mehr auf seine Tätowierung, ist sie problemlos mit Nagellackentferner oder Öl wieder entfernbar oder man wartet einfach, bis das Tattoo nach wenigen Tagen weg ist. Auch vom finanziellen und zeitlichen Aufwand erweisen sich die temporären Tattoos als vorteilhafter. Ein toller Gag sind die sogenannten Tattoo Ärmel. Das sind Ärmel aus Nylon, die man über seinen Arm zieht und schon ist man vom Handgelenk bis zur Schulter „tätowiert“. Der Hingucker schlechthin und außerdem für jedermann geeignet.

Zusammenfassend ist zu sagen, dass man auch zum Tattooträger werden kann, wenn wichtige Gründe gegen eine echte Tätowierung sprechen. Aufkleber, Ärmel, Body Liner und Stempel sind ideal, um seine Tattoowünsche auszuleben. Man sollte allerdings aus gesundheitlichen Aspekten darauf achten, dass die jeweiligen Produkte entsprechend zertifiziert sind und die Richtlinien der EU-Kosmetikkennzeichnungsverordnung erfüllen.

Bildquelle: © Gila Hanssen / Pixelio.de

Ausstellung zur Geschichte der Aufkleber im Emslandmuseum in Lingen

635942_web_R_K_B_by_Rainer Sturm_pixelio.deDas Motto „Kleb dir einen“ ist ab dem 19. September im Lingener Emslandmuseum Programm. Ab diesem Zeitpunkt ist nämlich eine Ausstellung zu sehen, in deren Mittelpunkt Aufkleber aus den 1970er- und 1980er-Jahren stehen. Die offizielle Eröffnung der Ausstellung ist für Donnerstag, den 18. September, 19 Uhr geplant. Alle Interessierten sind dazu herzlich eingeladen. Der Eintritt ist frei. Wer zu dem Termin nicht kann, hat ab dem kommenden Tag die Gelegenheit zu einem Besuch der Ausstellung.

Die Exponate werden so manchen Besucher an seine Kindheit und Jugend erinnern. Der Sticker mit der Aufschrift „Atomkraft? Nein danke“ dürfte vielen noch in lebhafter Erinnerung sein. Der Eine oder Andere wird auch noch an Sprüche wie „Umweltschutz – mitmachen“ oder „Hallo Nachbar – Frieden ist machbar“ zurückdenken können. Bereits am Eingang wird der Museumsbesucher von einer Wand mit unzähligen Aufklebern empfangen. Hier sind Exemplare aus allen Themenbereichen platziert, während die Sticker, die im weiteren Verlauf der Ausstellung auf Stelltafeln gezeigt werden, jeweils einem Schwerpunkt zugeordnet wurden. Zu Anfang allerdings soll das allgemeine Interesse an Aufklebern geweckt werden. Mehrere private Sammler haben etwa tausende Aufkleber für das Zustandekommen der Ausstellung zur Verfügung gestellt. Viele von ihnen greifen Ereignisse und Probleme aus den 1970er- und 1980er-Jahren auf. Aber auch die legendären Pril-Blumen sind dabei. Auf den Stelltafeln sind die Aufkleber unter anderem nach Schwerpunkten wie Sport, Politik, Verkehr, Auto und Ortschaften geordnet.

Der Siegeszug der bunten Klebebildchen begann im Jahre 1967, als ein solches erstmalig selbsthaftend auf einer Kunststofffolie herausgebracht wurde. Fortan wurden diese als Werbeträger genutzt. Sie kamen für nahezu alles zum Einsatz, ob man nun eine politische Ansicht äußern oder eine Marke in die Köpfe der Menschen bringen wollte. Mit dem ersten Erscheinen der Aufkleber war die Verbreitung nicht mehr aufzuhalten und noch heute findet man sie an allen möglichen – oder auch unmöglichen – Stellen. Autos, Fahrräder, Buswartehäuschen, Laternenpfähle, Schulhefte, Handys, es gibt nichts, wo ein Sticker keinen Platz hätte. Und genauso kommen ebenfalls die Sammler zu ihren Sammlerstücken: Sie gehen mit offenen Augen durch die Gegend, immer auf der Suche nach einem Exemplar, welches sie noch nicht haben.

Nicht alle Aufkleber bringen eine tiefgründige Botschaft mit. Manche sollen die Menschen auch mal wieder daran erinnern, dass das Leben schön ist. Desweiteren mach(t)en Aufkleber auf Veranstaltungen aufmerksam und greifen Kunst auf. Die Klebebilder sind unglaublich vielseitig und bereiten jedem Menschen Freude. Es gibt kaum ein Thema, das bisher nicht auf einem Aufkleber zu finden war. Trotz dem Vormarsch neuer Medien wie dem Internet, behaupten sich Aufkleber weiterhin, wenngleich sich ihre Rolle geändert hat. In den 1970er- und 1980er-Jahren aber waren sie als „Sprachrohr“ der Gesellschaft unverzichtbar. Die Aufkleberausstellung im Lingener Emslandmuseum bringt auf einzigartige Weise den Zeitgeist dieser Ära zurück.

Die Ausstellung geht vom 19. September bis zum 31. Dezember 2014 und kann täglich (außer montags) von 14.30 bis 17.30 Uhr besichtigt werden. Führungen sind auf Anfragen gleichfalls möglich. Erwachsene zahlen 3,00 Euro Eintritt, Kinder die Hälfte. Das Emslandmuseum befindet sich in der Burgstraße 28 b und ist barrierefrei. Zeitgleich laden weitere interessante Ausstellungen wie „ vom 28. September bis 9. November oder die Dauerausstellung über die Geschichte der Stadt Lingen und des südlichen Emslands zu einem Besuch ein.

Bildquelle: © Rainer Sturm / Pixelio.de