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Neues Poster zu „Fast & Furious 7“ veröffentlicht

695212_web_R_K_B_by_Timo Klostermeier_pixelio.deFür den 4. März 2015 ist der Start von „Fast & Furious 7“ in den deutschen Kinos angekündigt. Doch schon heute gibt es täglich neue Informationen über den lang ersehnten Streifen. Ob er überhaupt kommen wird, war nach dem Unfalltod von Paul Walker monatelang unklar. Schließlich entschieden sich die Macher für das Fortsetzen der Dreharbeiten, zur Freude der zahlreichen Fans. Am 1. November 2014 soll ein Trailer zum Film erscheinen. Um die Vorfreude weiter anzuheizen, wurde aktuell ein neues Poster und eine Retrospektive veröffentlicht.

Der Trailer wird mindestens genauso sehnsüchtig erwartet wie der Film selbst. Er, die Retrospektive und das Poster sind Teil einer großangelegten Werbekampagne von Universal Pictures. Die Vorfreude soll sozusagen ins Unermessliche gesteigert werden und deswegen gibt es bis zum Filmstart regelmäßig neue Veröffentlichungen. Allein bis zur Trailerpremiere am 1. November wurden von Universal täglich neue Infos versprochen. Sie beinhalten Teile aus dem Film und Hintergrundinformationen zu diesem.

Die Retrospektive wird vor allem das Herz derer erfreuen, die sich nicht wegen dem Aufgebot an Stars für „Fast & Furious“ begeistern können, sondern wegen der motorisierten Hauptdarsteller: den schnellen Autos. Gezeigt werden Modelle aus den vorangegangenen sechs Episoden. Schließlich handelt es sich um einen Rückblick auf das bereits Geschehene. Wer noch Zweifel an der Rollenverteilung in den Filmen hatte, dürfte nach dem Anschauen des kleinen Filmchens restlos überzeugt sein, dass die schnellen Wagen die Hauptrolle spielen. Da rücken bekannte Gesichter wie das von Vin Diesel, Jason Statham, Kurt Russell und Paul Walker in den Hintergrund. Als sei das nicht schon Demonstration genug, dass die Autos im Film den Ton angeben, gibt es noch ein Poster dazu, das ebenfalls keine Fragen über die bestehende Hierarchie offenlässt. Im Vordergrund der Teil eines Autos in Nahaufnahme, in weiter Ferne dahinter – nur als Silhouetten zu sehen – eine Handvoll Menschen. Offensichtlich handelt es sich um die menschlichen Protagonisten des Films, erkennbar ist das aber nicht.

Die Handlung in der siebten Folge der bekannten Filmreihe steht ganz im Zeichen der Rache von Hans Tod. Er verstarb bei einem durch Owen Shaws Bruder Ian verursachten Unfall in Tokio, wie im Abspann von „Fast & Furious 6“ gezeigt wurde. Nachdem Dom alias Dominic Toretto, gespielt von Vin Diesel, und seine Crew vom Tode Hans erfahren haben, führt ihr Weg nach Tokio. Dort treffen sie sich mit Hans Freund, dem Drift-König Sean Boswell, der von Lucas Black verkörpert wird. Zusammen mit ihm und weiteren Verbündeten werden Rachepläne geschmiedet. Als es darum geht, jene umzusetzen, kommt es zu einem Zusammenstoß mit Ian Shaw (Jason Statham). Er ist der ältere Bruder von Owen Shaw und Anführer einer illegalen Straßenrennfahrerbande, die ohne Skrupel agiert. Wie die Rache für Han aussehen wird, ist angesichts der beteiligten Personen nicht schwer zu erraten. Es wird jede Menge Hochgeschwindigkeitswettkämpfe auf den Straßen geben. Wer wissen möchte, wer am Ende den Sieg davon trägt, muss allerdings noch bis Anfang März 2015 warten. Dann kann er den kompletten Film im Kino anschauen und live dabei sein, wenn die Guten mit ihren PS-Monstern gegen die Bösen antreten.

Bildquelle: © Timo Klostermeier / Pixelio.de

Auf zahlreichen Etiketten von Sektflaschen prangt der Name Rotkäppchen

570418_web_R_K_by_Ramona Greifzu_pixelio.deEs ist ziemlich genau 25 Jahre her, dass Deutschland wieder ein vereintes Land ist. Unabhängig voneinander hatte sich in der BRD und der DDR eine Reihe von Produkten entwickelt, die die Bewohner der jeweiligen Hälfte überaus schätzten. Nach der Wiedervereinigung waren vor allem die sogenannten Ostprodukte dem Untergang geweiht. Jeder ehemalige DDR-Bürger wollte fortan sein Leben so gestalten, wie die Bürger im „goldenen Westen“ und kaufte dementsprechend Westprodukte. Doch eine kleine Gruppe von Waren aus dem Osten überlebte und einige von ihnen besetzen in der Gegenwart Spitzenplätze in der jeweiligen Branche. Bestes Beispiel ist der Rotkäppchen Sekt. Er ist ein typisches Ostprodukt, hat aber nach dem Fall der Grenze ebenfalls seinen Siegeszug durch die westdeutschen Bundesländer angetreten. Auf den meisten Etiketten von Sektflaschen prangt der Name Rotkäppchen, denn das Unternehmen ist mittlerweile bundesweiter Marktführer in der Sparte Sekt und Wein.

Das Institut für angewandte Marketing- und Kommunikationsforschung (IMK) stellte unlängst eine neue Studie vor, bei der die Unterschiede im Kaufverhalten zwischen Ost- und Westdeutschen analysiert wurden. Dabei kam heraus, dass Ostmarken schon lange nicht mehr als Billigmarken gelten. In der Untersuchung fanden ebenfalls 60 Ostmarken Berücksichtigung. Etwa 2.000 Ostdeutsche und 1.000 Westdeutsche wurden im Zeitraum von Juni bis August repräsentativ befragt. In ganz Ostdeutschland waren Marken wie die Nuss-Nougat-Creme Nudossi, Bautzner Senf und das Knusperbrot Filinchen bekannt. Im Westen kannte man die Namen weniger, dafür wusste man mit der Quarkspeise Leckermäulchen, diversen Biersorten und Rotkäppchen Sekt etwas anzufangen.

Vordergründig sind die Ostmarken in dem Bundesland populär, in welchem sie produziert werden. Darüber hinaus werden sie in den angrenzenden Bundesländern angeboten. In ihrer Heimat haben diese Marken den Ruf, dass sie kultig, sympathisch, glaubwürdig, ehrlich und preiswert sind. Allerdings gibt es auch einen Wermutstropfen: Die Ostprodukte profitieren hauptsächlich davon, dass die heutigen Kunden jene bereits seit Jahrzehnten kennen. Die nachwachsende Generation aber ist längst nicht so heimatverbunden wie die ab 40-Jährigen. Die „Jungen“ greifen aus völlig anderen Gründen zu. Deshalb appelliert Sören Schiller als Geschäftsführer des IMK: „Wir müssen die Jungen mitnehmen!“

Weiterhin wurde im Rahmen der Studie das Essverhalten der West- und Ostdeutschen näher beleuchtet. Demzufolge stehen auf dem sonntäglichen Mittagstisch in allen Bundesländern am häufigsten Kartoffeln, Geflügel und Kohlgemüse. Die Bayern und die Thüringer bevorzugen Klöße oder Knödel, die Baden-Württemberger servieren lieber Spätzle. In der Mitte Deutschlands wird gerne Kohl gegessen, der Westen und der Süden stehen auf Fruchtgemüse wie Kürbis und Tomaten. Geht es um Fleisch, kommt in Ostdeutschland am Sonntag zumeist Geflügel auf den Tisch. Auf dem zweiten Platz landete Rindfleisch. Und dazu gibt es natürlich ein Glas Wein oder Sekt von Rotkäppchen.

Das Unternehmen Rotkäppchen wurde am 26. September 1856 gegründet. Die Traditionsmarke hat ihren Sitz in Freyburg an der Unstrut. Bereits in der ehemaligen DDR war Rotkäppchen Branchenprimus. Nach der Wiedervereinigung brach der Umsatz weitgehend zusammen. Der ehemals staatseigene Betrieb wurde unter die Führung der Treuhandanstalt gestellt, die ihn wiederum im Jahre 1990 in eine GmbH umwandelte. Es begann eine großangelegte Rettungsaktion für die Marke, die von Erfolg gekrönt war. Vom Rotkäppchen Sekt sind sechs Varianten verfügbar. Ferner sind eine Sektsorte für Diabetiker sowie das schaumweinhaltige Getränk „Mocca Perle“ auf dem Markt.

Bildquelle: © Ramona Greifzu / Pixelio.de

Mit Sticker am Briefkasten Nachbarn um Hilfe bitten

380421_web_R_K_B_by_Rainer Sturm_pixelio.deIn der heutigen Zeit ist Nachbarschaftshilfe selten geworden, trotzdem gibt es sie noch. Anstelle an der Tür des Nebenmieters zu klingeln, geht man heute andere Wege und spricht nicht einen Menschen gezielt an, sondern gleich eine breite Masse. Vor allem in Großstädten, wo vielerorts Anonymität herrscht und man oftmals nicht mal seinen direkten Nachbarn kennt, ist die Idee einer Schweizer Projektgruppe ebenso simpel wie clever: Sie haben Sticker entworfen, mit denen einfach am Briefkasten oder einer anderen, gut sichtbaren Stelle um den gewünschten Gegenstand oder die benötigte Dienstleistung gebeten wird. Die Gedanken dahinter sind weitaus komplexer. Die Initiatoren des Projekts setzen sich für den bewussten Umgang mit Konsumgütern ein und wollen die Menschen vermehrt zu sozialer Interaktion anregen. Darüber hinaus möchte man das Leihen und Ausleihen von selten gebrauchten Dingen fördern, so ist es jedenfalls auf der Webpräsenz der Projektgruppe zu lesen.

In der Schweiz kommt das Konzept gut an. Hier sieht man schon des Öfteren die kleinen Aufkleber auf den Briefkästen prangen. Erklärt man sich zum Verleihen von Geräten an seine Nachbarn bereit, bekundet man dies durch den entsprechenden Sticker an seinem Briefkasten. Wer dagegen etwas benötigt, der sollte den Briefkästen in seiner Nachbarschaft erhöhte Aufmerksamkeit schenken. Die aktuelle Kollektion umfasst über 40 Motive. Auf den Stickern sind beispielsweise Fahrradpumpen und zahlreiche Küchen- beziehungsweise Haushaltsgeräte wie Mixer zu sehen. Aber auch nach einem W-LAN-Anschluss oder einer Discokugel kann man mit den Aufklebern fragen. Klassische Motive sind Racletteöfen und Fonduesets. Kein Wunder, stammen doch die drei Gründer des Projekts aus Bern.

Seit 2012 gibt es das Projekt. Mittlerweile ist es bis über die Landesgrenzen hinaus bekannt. An 10.000 Haushalte wurden Sticker verschickt. Ein Großteil von ihnen ging in die Schweiz, einige nach Deutschland. Besonders hierzulande stieß das Vorhaben auf Interesse. Inzwischen sind mehr Menschen aus Deutschland daran beteiligt als Schweizer. Nach Angaben der Initiatoren ist das Projekt nicht profitorientiert. Die Unterstützung durch zahlreiche Projektpartner macht dies möglich. In die Schweiz und nach Deutschland erfolgt die Lieferung der Sticker kostenlos. Der Versand in andere Länder schlägt mit vier Euro zu Buche.

Mit den Stickern wird ein Trend aufgegriffen, der ursprünglich aus dem Internet kommt. Teilen ist in diesem Medium ein sekündlich ablaufender Prozess. Warum also nicht das Teilen wieder in die reale Welt zurückholen? Aber es wird heutzutage auch in der Realität vieles geteilt. Menschen stellen anderen Menschen ihre Wohnung zur Verfügung, weil sie am Wochenende nicht da sind oder sie tauschen sie gar für einen bestimmten Zeitraum. Oder es werden Lebensmittel verschenkt und nicht weggeworfen, wie es sonst oft der Fall ist. Plattformen zum Tauschen und Teilen boomen. Da liegt es doch nahe, dass Tauschen und Teilen ebenfalls persönlich unter Nachbarn stattfinden kann.

Beim Kurznachrichtendienst Twitter sind die Kunden vom Teil-Projekt gleichfalls angetan. Dort wird die Idee von der neuartigen Nachbarschaftshilfe bereits fleißig weitergegeben. Das macht den Projektbeteiligten Hoffnung, dass ihre türkisfarbenen Sticker bald in jeder Stadt, in jeder Straße an jedem Briefkasten kleben. Das könnte aber dann doch ein Wunschtraum bleiben, denn nicht jeder ist zum Teilen und Weitergeben bereit. Außerdem bleibt die von einigen hochgeschätzte Anonymität des Internets bei dem Projekt außen vor.

Bildquelle: © Rainer Sturm / Pixelio.de

Poster- und Fotoausstellung zu China im Foyer der Hamburger Universität

328094_web_R_K_by_Jennifer Scheffler_pixelio.deDie Entwicklung von China ist beispiellos und das hat das Land vor allem seiner Wirtschaft zu verdanken. Aber es ist längst noch nicht da angekommen, wo es hin möchte. Ging es bisher vordergründig um Quantität, spielt nun immer mehr Qualität eine Rolle. Eine höhere Wertschöpfung, die Förderung des Binnenmarkts sowie eine geringere Belastung der Umwelt gewinnen an Stellenwert und führen zu grundlegenden Veränderungen in der Wirtschaft Chinas. Die Entwicklung hat ihren Ursprung in den Metropolen des Landes. Man spricht von einer „Zweiten Transformation“ und genau das ist auch Teil des Titels einer Ausstellung, die aktuell im Foyer des Geomatikums der Universität Hamburg zu sehen ist. Dort wird vom 14. Oktober bis 21. November 2014 die Poster- und Fotoausstellung „Chinas Metropolen im Wandel: Die zweite Transformation“ gezeigt. Die Ausstellung ist Montag bis Freitag von 8 bis 19 Uhr sowie Samstag von 8 bis 12 Uhr geöffnet. Der Eintritt ist frei.

Chinas Metropolen sind die Quelle für Aufbruch und Umbruch im Land. Stetig trifft Tradition auf Moderne und beides scheint gut miteinander zu funktionieren. Die Entwicklung der Städte in der jüngeren Vergangenheit äußerte sich auf vielfältige Art und Weise. Diese vielseitigen Facetten hat das Institut für Geographie der Uni Hamburg gemeinsam mit der Arbeitsgemeinschaft für Pazifische Studien e.V. eingefangen und auf insgesamt 46 Poster im DIN A1-Format gebannt. Jene bestehen teilweise aus Fotos, teilweise wurden Karten und Diagramme aufwendig gestaltet. Nur so war es offensichtlich möglich, die beständigen Umbrüche in dem hochdynamischen Land anschaulich wiederzugeben. Aufgrund der enormen Vielfalt des Themas wurde die Ausstellung in vier Schwerpunkte untergliedert. Auf der einen Seite wird ein Überblick über China gegeben. Ein anderes Gebiet setzt sich mit der Architektur und Stadtentwicklung auseinander. Der dritte Bereich greift den Aspekt Umwelt und Nachhaltigkeit auf. Die vierte Kategorie befasst sich mit städtischen Kultur- und Kreativräumen.

Die Schau findet im Rahmen der Veranstaltungsreihe CHINATIME Hamburg 2014 statt. Organisator ist der Senat der Freien und Hansestadt Hamburg. Mehr als 200 Veranstaltungen stehen zur bereits fünften CHINATIME auf dem Programm. Mit Vorträgen, Konzerten, Lesungen, Ausstellungen, Diskussionen, Theater- und Kinovorstellungen sowie einem großen Angebot an kulinarischen Genüssen gewährt sie einen umfassenden Einblick sowohl in das Leben im traditionellen als auch im modernen China. So startet beispielsweise noch während der Ausstellung in der Hamburger Universität in den Deichtorhallen das Projekt „SECRET SIGNS – ZEITGENÖSSISCHE CHINESISCHE KUNST IM NAMEN DER SCHRIFT“. Vom 8. November 2014 bis 8. Februar 2015 können in der Sammlung Falckenberg in Hamburg-Harburg zwei- und dreidimensionale Werke aus verschiedenen Medien besichtigt werden. Gezeigt werden Schriftkunst, Installationen, Objekte, Fotografien und Videos. Außerdem werden an einem Infostand des Konfuzius-Instituts Hamburg Informationen zur chinesischen Schrift und Sprache gegeben.

Die Idee zur CHINATIME kommt nicht von ungefähr. Seit 25 Jahren verbindet Hamburg und Shanghai eine Städtepartnerschaft. Zahlreiche Kooperationen auf den verschiedensten Ebenen sind im Laufe dieser Zeit entstanden. Hamburg ist das Tor zur Welt und China ist gerade dabei, die Welt zu erobern. Was liegt da näher, als zusammenzutun und damit die ideale Basis für eine Kooperation mit Zukunft zu schaffen? Sicher wird die diesjährige CHINATIME nicht die letzte Veranstaltung dieser Art sein.

Bildquelle: © Jennifer Scheffler / Pixelio.de

Alter Wein ist nicht gleich guter Wein – so werden Etiketten richtig gelesen

705770_web_R_K_B_by_Timo Klostermeier_pixelio.deAlter Wein ist guter Wein, das ist sozusagen ein ungeschriebenes Gesetz beim Weinkauf. Allerdings halten sich vornehmlich Laien daran. Weinexperten schauen auf wesentlich mehr als nur auf das Alter des vermeintlich edlen Tropfens. Auch das Vorhandensein eines Schraubverschlusses oder ein Korken aus Kunststoff geben keinerlei Anhaltspunkte über die Qualität des Weins. Ein genauer Blick auf das Etikett ist unverzichtbar, soll der Wein den eigenen Geschmack treffen und dem Anlass angemessen sein. Das halten ebenfalls die Profis so. Deshalb im Folgenden eine kleine Anleitung, wie die Informationen auf den Etiketten richtig gelesen werden.

Weine werden in Qualitätsstufen eingeordnet

Das Etikett enthält Informationen über das Anbaugebiet, den Erzeuger und den Alkoholgehalt. Wurde der Wein nicht vom Erzeuger abgefüllt, ist zusätzlich der Abfüller namentlich genannt. Weiterhin wird die Qualitätsstufe angegeben, aber nicht nach dem Schulnotensystem oder einer ähnlich leicht nachvollziehbaren Gliederung, sondern mit Namen. Die Skala beginnt beim Tafelwein, der untersten Qualitätsstufe, für deren erreichen keine besondere Qualitätsprüfung vorgesehen ist. Die am häufigsten in Deutschland angebotenen Weine sind Qualitätsweine. Sie müssen zu 100 Prozent ihren Ursprung in einem deutschen Weinanbaugebiet haben und die amtliche Qualitätsweinprüfung bestanden haben. Jene setzt sich aus einer sensorischen und analytischen Kontrolle des Weins zusammen. Die höchste Qualitätsstufe ist der Prädikatswein. Diese Weine erfüllen höchste Qualitätsanforderungen. Die Prädikatsweine werden noch einmal in sechs Kategorien unterteilt: Kabinett, Auslese, Spätlese, Eiswein, Beerenauslese und Trockenbeerenauslese. Ist einer von diesen Namen auf dem Etikett zu lesen, kann man von einer guten Qualität des Weins ausgehen. Die vorgenannten Angaben sind Pflichtangaben, die Geschmacksrichtung jedoch ist keine Pflicht. Fehlt eine entsprechende Auskunft darüber, handelt es sich in der Regel um einen lieblichen Wein. Ferner müssen nicht zwangsläufig Jahrgang und Rebsorte auf dem Etikett erwähnt werden. Gleichfalls freiwillig, aber mittlerweile auf nahezu jeder Weinflasche zu finden, sind Speiseempfehlungen auf der Rückseite.

Kleiner Weinguide für die gelungene Kombination mit Speisen

Es ist nicht schwer, einen passenden und wohlschmeckenden Wein auszuwählen. Dazu bedarf es keines Fachwissens, das Beachten einiger Empfehlungen reicht aus. Bei Weißwein sind jüngere Jahrgänge besser, Rotwein darf gerne älter sein. Ist die Flasche im Regal verstaubt, hat man es nicht unbedingt mit einem hochwertigen Wein zu tun, es kann auch ein Hinweis darauf sein, dass der Wein nicht schmeckt und deshalb schon länger dort liegt. Viele Winzer verzichten übrigens heutzutage auf einen Korken, um das Auftreten von Korkgeschmack zu verhindern. Selbst eine Ein-Liter-Flasche mit Kunststoffkorken und im unteren Bereich des Supermarktregals zu finden, muss nicht minderwertig sein. Die Angaben auf dem Etikett verschaffen Klarheit. Meistens passt ein trockener Wein zum Essen. Dabei spielt es keine Rolle, ob es ein Weiß- oder ein Rotwein ist. Liebhaber der asiatischen Küche reichen am besten einen halbtrockenen Wein. Bei scharfen Speisen sollte ein Wein mit weniger Alkoholgehalt gereicht werden, da der Alkohol die Schärfe verstärkt. Eine Sahnesoße oder eine Buttersoße harmoniert dagegen mit einem alkohollastigen Wein, beispielsweise einem gehaltvollen Weißwein (Chardonnay, halbtrockene Riesling-Auslese). Außerdem gilt, je einfacher das Essen, umso komplexer darf der Wein sein. Das heißt nicht, dass das Essen preiswert oder alltäglich ist. Eine in Kräutern geschmorte Lammkeule verträgt sich zum Beispiel gut mit einem Bordeaux, der einen hohen Merlotanteil hat.

Bildquelle: © Timo Klostermeier / Pixelio.de

Babyfreundliche Stadt – in Wiesbaden weisen Aufkleber Stillplätze aus

589272_web_R_K_by_Hannelore Louis_pixelio.deStillen ist eigentlich die natürlichste Sache der Welt, doch wird es längst nicht von allen in der Gesellschaft toleriert, zumindest wenn in der Öffentlichkeit gestillt wird. Solange die Mütter mit ihren Säuglingen in den eigenen vier Wänden bleiben, scheint die Welt in Ordnung zu sein. Gibt aber eine Mutter ihrem Baby an einem öffentlichen Platz die Brust, muss sie durchaus damit rechnen, komisch angeschaut und manchmal sogar des Platzes verwiesen zu werden. Auch in der hessischen Landeshauptstadt Wiesbaden ist die Problematik bekannt und so startete die Stadt nun ein Projekt, um Müttern das Stillen unterwegs wesentlich zu erleichtern. Mit Aufklebern wird ihnen der Weg zu Plätzen gewiesen, wo sie ihren Kindern in Ruhe die Brust geben können.

Viele Mütter suchen zum Stillen Cafés oder Geschäfte auf. Schiefe Blicke sind dabei das Mindeste, was man erdulden muss. Manchmal kann es auch vorkommen, dass man direkt aus der Einrichtung heraus komplementiert wird. Cafés sind meist toleranter, weil sie die „Stillerlaubnis“ zugleich mit einer Bestellung verbinden. Die notwendige Ruhe, die Mutter und Kind bei dieser Art der Nahrungsaufnahme benötigen, ist aber weder in einem Café noch in einem Geschäft gegeben. Was also tun als stillende Mutter? Am besten gar nicht mehr das Haus verlassen und dem gesellschaftlichen Leben vorübergehend Adieu sagen? Nicht nach Meinung der Initiative „Runde Tisch Frauengesundheit“. Sie hat sich eine Kampagne ausgedacht, mit deren Hilfe Mütter „stillfreundliche Orte“ in der Stadt finden können. Dafür wurde ein blau-weißer Aufkleber entworfen, der ein Piktogramm von einer Mutter mit einem Baby zeigt. Überall dort, wo dieser Aufkleber zu sehen ist, steht ein ruhiger Ort für Mutter und Baby bereit, der frei von einem Kauf- und Verzehrzwang ist. Im Rathaus gibt es beispielsweise schon länger einen Still- und Wickelraum. Der Schlüssel für den Raum ist beim Pförtner hinterlegt. Bisher war das aber kaum bekannt. Nun durfte Juliane Philipp-Lankes vom Büro der kommunalen Frauenbeauftragten den ersten Aufkleber am Rathaus anbringen und damit den entscheidenden Hinweis auf den vorhandenen Raum im Gebäude geben.

Sabine Maurer, Einwohnerin von Wiesbaden und stillende Mutter, stellte bereits in Aussicht, den Raum gerne einmal nutzen zu wollen. Sie kannte ihn bislang ebenfalls nicht und wich auf kinderfreundliche Cafés aus. Stillberaterin Monika Pleiss weiß, dass viele Frauen gerne stillen möchten, doch der Alltag hält oft zahlreiche Hindernisse bereit, die über kurz oder lang zum Abstillen führen. Aus Medizinersicht sind vier bis sechs Monate der ideale Zeitraum für das Stillen. Wenn den Säugling aber der Hunger überkommt, muss es schnell gehen. Er kann nicht warten und der Weg nach Hause ist meist zu lang. Deshalb ist das Stillen an Ort und Stelle notwendig, was nicht jedem gefällt. Für einen Großteil der Mütter gleicht die Suche nach einem ruhigen Platz in der Stadt, an dem sie zudem noch willkommen sind, einem Spießrutenlauf. Mit einem schreienden Baby auf dem Arm erntet man kritische Blicke und dann muss man auch noch nachfragen, ob das Stillen gebilligt wird.

In Zukunft soll sich das ändern. Die Initiatorinnen hoffen darauf, möglichst viele von ihren Aufklebern an Geschäften und Lokalen anbringen zu dürfen. Zehn gekennzeichnete Plätze gibt es bereits. Ein Flyer stellt sie vor. Juliane Philipp-Lankes hofft, dass es bald noch mehr Orte werden und sie wünscht sich, dass mit dieser Kampagne die Lebensqualität der Wiesbadener Frauen erhöht wird.

Bildquelle: © Hannelore Louis / Pixelio.de