Aufkleber und T-Shirt Blog

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In Osnabrück bekommen Falschparker auf Radwegen eine(n Aufkleber) geklebt

SAMSUNGGedankenlos mal eben schnell auf dem Radweg geparkt, weil kein Parkplatz frei war? Für die rechtmäßigen Nutzer des Radweges kann sich das im schlimmsten Falle als tödlicher Fehler des Autofahrers herausstellen. Taucht plötzlich ein Pkw auf dem Radweg auf, ist schnelles Handeln gefragt und schon ist es passiert: Der Radfahrer verliert die Kontrolle und findet sich unversehens auf der dichtbefahrenen Straße wieder. Keine schöne Vorstellung! Auch Rollstuhlfahrer und Eltern mit Kindern können so in Gefahr gebracht werden.
In Osnabrück geht man bereits seit Längerem gegen die Falschparker vor. Laut einer aktuellen Umfrage des ADFC sind gerade hier die Radfahrer mit ihrer Situation äußerst unzufrieden. Im Vergleich mit 37 anderen Städten der gleichen Größenordnung landet Osnabrück nur auf Platz 23. Die etwas mehr als 1.000 Umfrageteilnehmer vergaben an die Stadt lediglich die Note 3,93.
Die Aktivisten vom Osnabrücker ADFC (Allgemeiner Deutscher Fahrrad-Club) wollen mit ihren Aktionen auch der Gedankenlosigkeit beim Falschparken ein Ende bereiten, und zwar mit Aufklebern auf der Windschutzscheibe. Die Sticker in der Größe einer Scheckkarte tragen die Aufschrift „Parke nicht auf unseren Wegen“. Darunter sind die Zeichen für Eltern mit Kindern sowie für Fahrrad- und Rollstuhlfahrer zu sehen. Zum Aufkleben wird lediglich ein wenig Feuchtigkeit benötigt. An regnerischen Tagen haften diese von selbst auf der Scheibe, an trockenen Tagen helfen die Verteiler mit etwas Spucke nach.
Schon seit über drei Jahrzehnten werden die „Strafzettel“ an Falschparker verteilt. Genauso lange währt auch der Streit darüber, ob es sich dabei um eine Sachbeschädigung handelt. Der Vorsitzende der Osnabrücker ADFC-Gruppe, Uwe Schmidt, verneint das. Mit dem Aufkleben bewege man sich zwar in einer rechtlichen Grauzone, der Tatbestand der Sachbeschädigung sei aber nicht erfüllt. Allerdings gebe es Aktivisten, die den Aufkleber auf dem Lack anbrächten. Das könnte juristisch anders beurteilt werden. Der Osnabrücker Fahrrad-Club will die Falschparker nicht bestrafen oder gar vorführen. Ziel sei die Schaffung eines Bewusstseins für Radfahrer und Fußgänger, erklärt Schmidt. Es ist ein „kleiner, netter Hinweis“, der hier gegeben werde.
Aber nicht nur Autos blockieren die Radwege: Da weisen zwei Schilder mitten auf dem Radweg auf einen bevorstehenden Umzug hin, dort wurde ein Bauschuttcontainer so ungünstig platziert, dass der an dieser Stelle ohnehin schon schmale Radweg noch schmaler wird und kaum mehr Platz zum Fahren ist. Auch da kommen die Aufkleber zum Einsatz. Ob sich die Schuldigen dadurch beeindrucken lassen? Die Parksünder behalten dennoch die Oberhand. Manche parken derart dreist, dass dem Radler nur der Weg über die Fahrbahn oder den Gehweg bleibt. Für die Nutzung von Letzterem muss er zudem von seinem Vehikel steigen und zu Fuß gehen. Das ist nicht Sinn und Zweck der Sache. Trotzdem sind Falschparker, die den kompletten Radweg unbenutzbar machen, die Ausnahme. Viel häufiger scheint es Unvermögen oder Schlampigkeit zu sein, die das Treffen der vorgegebenen Parkzone unmöglich machten. Oftmals ist es nur ein Reifen oder eine Seite des Autos, die den Radweg einengen. Aber Gefahrenquelle bleibt Gefahrenquelle und so bekommen auch diese Autofahrer einen „Denkzettel“ verpasst. Damit der „Vorfall“ in Erinnerung bleibt, werden Bilder von den falsch abgestellten Fahrzeugen vom ADFC ins Internet gestellt. Vorher werden allerdings die Kennzeichen unkenntlich gemacht. Schließlich soll niemand öffentlich angeprangert werden.
Wer einen Aufkleber auf seinem Fahrzeug vorfindet, kann diesen mit viel Wasser wieder entfernen. Scharfe Gegenstände sollten dabei aber nicht benutzt werden.

Bildquelle: © Benjamin Matzmorr / Pixelio.de

Bargeldlos zahlen mit QR-Code und NFC-Technologie.

682914_web_R_K_B_by_Denise_pixelio.deWer kennt das nicht: Man muss ewig an der Supermarktkasse warten, weil das Geld mühsam passend zusammengesucht wird oder das Kartenlesegerät mal wieder einen schlechten Tag erwischt hat und einfach nicht die EC-Karte akzeptieren will. Dabei kann das Bezahlen heute bereits wesentlich schneller gehen. An etwa fünf Prozent der Kassenterminals in Deutschland ist mittlerweile die sogenannte berührungslose Zahlung möglich. Das hört sich erst einmal nicht viel an, aber Experten gehen davon aus, dass diese Methode zeitnah ihren Siegeszug antreten wird.

Für das Mobile Payment muss der Kunde lediglich sein Smartphone an der Kasse vorzeigen. Bislang scheitert das mobile Bezahlen allerdings noch an der fehlenden Infrastruktur. Genutzt wird für die Datenübertragung vordergründig die Funktechnik NFC (Near Field Communication). Sie überträgt kleine Datenmengen lediglich über kurze Distanzen von einigen Zentimetern. Das mutet in der Gegenwart überaus rückständig an, erweist sich aber beim Bezahlen via Smartphone als Vorteil, weil dadurch eine zusätzliche Sicherheit der Daten geschaffen wird.

NFC gehört bei modernen Smartphones fast schon zur Standardausstattung, bei den Kassen besteht aber Nachrüstbedarf. Steffen von Blumröder vom IT-Verband Bitkom sieht darin kein Problem. Ein Austausch der Kassenterminals erfolge in regelmäßigen Abständen. Man könne also davon ausgehen, dass der Anteil der NFC-fähigen Kassen „in zwei bis drei Jahren deutlich höher sein“ werde.

In den USA wird ebenfalls auf die neue Bezahlart gesetzt. Hier ist Apple Pay auf dem iPhone 6 und dem 6 Plus im Kommen. Auch jenes ist NFC-basiert. Der Anbieter erhofft sich eine Belebung des Marktes, ob es aber zum Marktführer reicht, ist bisher nicht abzusehen. Die Konkurrenz schläft nicht. Es dürfte nur eine Frage der Zeit sein, bis auch Amazon, Google, PayPal und Facebook auf diesem Gebiet Tätigkeit entfalten.

Die bereits mit NFC ausgestatteten Kassen in Deutschland ermöglichen es dem Verbraucher beispielsweise, das System Mpass zu nutzen. Dafür ist kein Smartphone erforderlich, sondern ein NFC-geeigneter Sticker. Er wird auf das Handy oder einen anderen Gegenstand aufgeklebt. Der Aufkleber enthält die erforderlichen Zahlungsdaten. Für die Zahlung wird der Sticker einfach am Terminal vorbeibewegt.

Kreditkartenunternehmen wie Mastercard und Visa verwenden ähnliche Systeme. Auch Mobilfunkanbieter haben Mobile Payment in ihrem Programm. Die Nutzung ist aber nur in Verkaufsstellen möglich, die mit dem jeweiligen Betreiber zusammenarbeiten. Blumröder weiß zu berichten, dass Mobile Payment hierzulande vor allem an Tankstellen gebräuchlich ist. Sie seien in dieser Hinsicht überaus fortschrittlich.

Das Bezahlen mit dem Smartphone ist auch mit Hilfe von QR-Codes durchführbar. Hauptsächlich bei lokalen Anbietern, großen Ketten und Diensten wie Yapital sind diese beliebt. Sie werden einfach mit einer entsprechenden App auf dem Smartphone gescannt. Den Händlern entstehen dafür keine Zusatzkosten, für die Kunden hat die Methode aber den Nachteil, dass die Zahlung langsamer als mit der EC-Karte oder mit Bargeld ist. Zudem funktioniert der QR-Code auch nur dann, wenn das System vom Händler unterstützt wird.

Mit dem Smartphone bezahlen ist also derzeit noch mit der Nutzung vieler verschiedener Dienste verbunden. Achim Himmelreich sieht darin eins der größten Probleme. Der Kunde wünsche sich eine App, die alles kann und nicht zehn Apps, die nur jeweils bei dem am System teilnehmenden Händler genutzt werden können. Hier könnte wiederum Apple Pay das Rennen für sich entscheiden.

Bildquelle: © Denise / Pixelio.de

Kunst auf Leinwand als unterstützende Therapie bei Demenz

697979_web_R_K_by_Margit Völtz_pixelio.deEine Therapie im Museum, so könnte man die derzeit im Städel in Frankfurt/Main laufende Studie bezeichnen. Im Mittelpunkt stehen demenzkranke Menschen und die Wirkung von Kunst auf ihr Krankheitsbild. Das Artemis-Projekt – Artemis steht für Art Encounters: Museum Intervention Study – ist eine Studie, die weitere Erkenntnisse über Demenz und ihre Therapiemöglichkeiten liefern soll. Die wissenschaftliche Begleitung hat der Arbeitsbereich Altersmedizin der Goethe-Universität übernommen.

Das von der Schambach-Stiftung geförderte Projekt beschäftigt sich mit der Frage, ob durch das Betrachten von Kunst früher erworbene Fähigkeiten von Demenzkranken wieder geweckt und gefördert werden können. Dafür sollen die Projektteilnehmer auch zum eigenen Kreativsein angeregt werden. Ob dieser Ansatz erfolgversprechend ist, wird aktuell an drei Terminen pro Woche untersucht. Dazu treffen sich verschiedene Gruppen mit durchschnittlich sieben Demenzkranken nebst ihren Angehörigen im Museum.

Zuerst steht eine etwa einstündige Führung auf dem Programm, die von speziell geschulten Kunstvermittlern durchgeführt wird. Die insgesamt sechs Führungen beschäftigen sich stets mit einem anderen Thema. So sind in einer Woche Stillleben an der Reihe, in einer anderen Reihe Porträts. Über erste Erfolge weiß der Diplom-Psychologe und Kunsthistoriker Arthur Schall bereits zu berichten. Als ein Gemälde mit Schmetterlingen betrachtet wurde, konnte ein Dementer die Namen aller abgebildeten Exemplare nennen.

Schall gehört zur Arbeitsgruppe von Professor Dr. Johannes Pantel, dem Leiter des Arbeitsbereichs Altersmedizin. Sie untersucht zusammen mit den Museumsmitarbeitern, ob die Beschäftigung mit Kunst das emotionale Wohlbefinden und das Kommunikationsverhalten beim Vorliegen einer leichten bis mittelschweren Demenz steigern kann. Zugleich spielt die Beziehung zu den betreuenden Angehörigen eine Rolle. Hier wird geprüft, ob eine Verbesserung derselben möglich ist. Die Angehörigen sind einer hohen Belastung ausgesetzt. Deshalb ist die Studie auf Paare ausgelegt, erklärt Schall. Jeweils ein Demenzpatient und eine Betreuungsperson bilden ein Paar. Wichtig ist, dass sie ihren Alltag gemeinsam bewältigen müssen. Pro Führung erfolgt die Betrachtung von drei bis vier Bildern. Bei der Auswahl legen die Projektleiter den Fokus darauf, dass zwar Impulse gesetzt, aber keine zu starken Emotionen hervorgerufen werden. Das kann sonst zu einer nachhaltigen Verstörung der Erkrankten führen.

Nach der Führung geht es an die Praxis. Jetzt werden die Projektteilnehmer selber zu Künstlern. In den Atelierräumen wird gemalt, gedruckt und getöpfert. Die Zusammenarbeit von Betreuungspersonen und Demenzkranken steht im Vordergrund. Es werden bewusst Aufgaben vergeben, bei denen zusammengearbeitet und sich ausgetauscht werden muss. Vor und nach dem Museumsbesuch führen die Projektleiter eine Befragung der Teilnehmer durch. Während des Arbeitens werden zudem Videomitschnitte über die gemeinsame Arbeit angefertigt.

Ziel des Projekts sei es, „Menschen mit Demenz und ihren durch die Pflege belasteten Angehörigen ein Stück gesellschaftliche Teilhabe und soziale Integration zu ermöglichen«, sagt Schall. Mit der Kunst werde ein Kanal geschaffen, der es erlaube, sich auszudrücken und sich zu zeigen. Der Demenzkranke werde bei der Auseinandersetzung mit Kunst nicht ständig mit seinen Defiziten konfrontiert. Vielmehr ginge es darum, vorhandene Fähigkeiten wieder hervorzubringen. Das schaffe Selbstbewusstsein.

Für das aktuelle Jahr können sich noch Menschen mit Interesse an einer Projektteilnahme bei der Goethe-Universität melden. Neben den sechs Museumsbesuchen umfasst die Studie ein ausführliches Eingangsgespräch und im Abstand von mehreren Wochen zwei weitere Interviews. Dabei werden Fragen zum Schweregrad der Demenz, eventuellen psychiatrischen Begleitsymptomen, zur Lebensqualität, zur Selbstständigkeit und zur Belastung durch die Pflege gestellt.

Bildquelle: © Margit Völtz / Pixelio.de

And the oscar goes to…! – Vom Poster auf die Leinwand und mit dem Oscar geehrt

260919_web_R_K_B_by_Alexandra Bucurescu_pixelio.deNicht nur die Schauspieler, die wir in den erstmalig zum Oscar präsentierten Filmen bewundern dürfen, sind Künstler unserer Zeit. Es sind auch diejenigen, die die Poster zu diesem Event beziehungsweise den nominierten Filmen gestaltet haben. Äußerst kreative Köpfe bringen den Film, seine Handlung und die Darsteller mit ihrem Poster auf den Punkt.

Erst vor einigen Tagen fand die 87. Verleihung des Oscars im „Dolby Theatre“ in Los Angeles statt. Alles, was im Filmgeschäft Rang und Namen hat, war selbstverständlich anwesend. In der Königsdisziplin „Bester Film“ konnte sich „Birdman“ gegen seine Mitbewerber durchsetzen. Das etwas andere Poster zum Film gestaltete der Popart-Künstler Odes Roberts. Zu sehen ist ein Mann mit Maske, der unverkennbar den Superhelden „Birdman“ darstellt. Wir hatten über den Film schon einmal in unserem Blog berichtet. Es ist der Streifen, der vom Darsteller des verblassenden Superhelden „Birdman“ handelt und der auf der Suche nach einer neuen Herausforderung ist. Der Film fährt mit einer Reihe bekannter Stars auf. Die Hauptrolle wurde mit Michael Keaton besetzt, in weiteren Rollen sind Edward Norton, Emma Stone, Naomi Watts und Lindsay Duncan zu sehen.

Ein völlig anderes Genre greift der Film „American Sniper“ von Clint Eastwood auf. Auch er wurde für die Oscars hoch gehandelt, schnitt allerdings verhältnismäßig schlecht ab. Während „Birdman“ vier der begehrten Trophäen, darunter die für den besten Film, konnte „American Sniper“ die Jury lediglich in der Kategorie „Tonschnitt“ überzeugen. Diese ist wenig prestigeprächtig und kaum dazu geeignet, den Oscarpreisträger in der Erinnerung zu behalten. Vielleicht ist es ja das Poster von Kathy Cho? Dafür ließ sie sich vom Collage Stil des Künstlers Richard Hamilton inspirieren. Er war ein Meister der „Multi-Anspielungen“, fügte Bilder aus verschiedenen Lebensbereichen zu aussagekräftigen Collagen zusammen. Wie geschaffen für „American Sniper“, einen Film voller Gegensätze.

Jener rückt ein aktuelles Thema in den Fokus. Ein Mann, der aus dem Irakkrieg zurückkehrt und hofft, sein altes Leben wieder vorzufinden. Nach Hause zu seiner Frau kommt ein gesundheitlich unversehrter Mann, jedoch mit einer zerstörten Seele, der krampfhaft versucht, sein Leben in den Griff zu bekommen. Schnell stellt sich heraus, dass es dieses Leben so nicht mehr gibt. Ein Film ohne Happy End, denn am Schluss stirbt der tragische Held, der vom Mitregisseur Bradley Cooper verkörpert wird. Er war ebenfalls als bester Hauptdarsteller nominiert, musste hier allerdings

Eddie Redmayne für seine Rolle als Stephen Hawking in “Die Entdeckung der Unendlichkeit” den Vortritt lassen.

Als beste Hauptdarstellerin wurde Julienne Moore in „Still Alice – Mein Leben ohne Gestern“ gekürt. Eine weitere Nominierte war hier Reese Witherspoon. Der beste Dokumentarfilm wurde die Verfilmung des Lebens von Edward Snowden „Citizenfour“. In den kreativen Kategorien sahnte “Grand Budapest Hotel” ab: Der Oscar für die beste Filmmusik, das beste Produktionsdesign, das beste Make-up/die beste Frisur und das beste Kostümdesign gingen an diesen Film. Damit ist er genauso erfolgreich wie „Birdman“. Der Ruhm ist für diesen Streifen allerdings größer, schließlich war er der große Gewinner in den Top-Kategorien.

Einer der Verlierer war auch „The Imitation Game“. Der Film gehört zu den mit großer Spannung erwarteten Filmstarts in 2015. Bei der Oscarverleihung konnte er sich lediglich über den Preis für das beste adaptierte Drehbuch freuen.

Bildquelle: © Alexandra Bucurescu / Pixelio.de

Britische Versicherungen halten nichts von einem Aufkleber auf dem Auto

637109_web_R_K_by_Witbuh_pixelio.deAufkleber auf Autos sind Geschmackssache, in Großbritannien allerdings scheinen sie aus versicherungsrechtlichen Gründen verboten. Wie ließe sich sonst wohl die Forderung einer Autoversicherung gegenüber einer Vikarin erklären: Jene soll nämlich nach Willen der Versicherung sämtliche christliche Aufkleber von ihrem Vehikel entfernen. Geschieht dies nicht, stellt die Versicherung das Verlieren des Versicherungsschutzes anheim.

Eine überaus skurrile Forderung, die die Vikarin Wena Parry für einen schlechten Scherz hielt. Die 75-Jährige zeigt ihre Verbundenheit mit Jesus Christus auch durch entsprechende Aufkleber auf ihrem Auto. So ist auf der einen Seite “Christ Must Be Saviour” zu lesen, was sich mit “Christus muss der Retter sein” übersetzen lässt. Weiter steht auf der Motorhaube “Christ For Me”, zu Deutsch “Christus für mich”. Für die Versicherung Age UK ein Unding. Sie spricht von einer unzulässigen Modifikation des bei ihr versicherten Autos, die außerdem nach Abschluss der Versicherung vorgenommen wurde. Die Folge kann das Erlöschen des Versicherungsschutzes sein. Um die religiöse Aussagekraft geht es der Versicherung nicht. Es steht lediglich die Veränderung des Wagens zur Debatte.

Parry sieht das anders. Sie spricht von Schikane und ungerechter Behandlung. Ihrer Ansicht nach muss es jemanden bei der Versicherung geben, der den christlichen Glauben ablehnt. Sie selbst „nutze jede Gelegenheit“, anderen Menschen von Jesus zu berichten. Nach Schätzungen von Parry dürften bereits etwa eine Million Menschen die Botschaften auf ihrem Auto gelesen haben. Die Aufkleber helfen ihr dabei, die Botschaft von Jesus Christus zu verbreiten.

Auf diese aufmerksam geworden ist die Versicherung bei einer Schadensmeldung, der Fotos vom Fahrzeug beilagen. Sie dokumentierten den Diebstahl von Wagenteilen durch Unbekannte. Statt nun aber den Schaden zu ersetzen, bekam Parry von der Versicherung einen völlig unverständlichen Brief. Hierin wurde ihr eine Frist von zehn Tagen gesetzt, binnen derer sie erklären sollte, warum die Versicherung nicht über das Anbringen der Aufkleber informiert wurde. “Diese Modifikationen entsprechen nicht unseren Annahme-Kriterien für die Versicherung von Fahrzeugen. Ein Versicherungsschutz wäre abgelehnt worden, hätten wir von ihnen zum Zeitpunkt des Vertragsabschluss Kenntnis gehabt.”, war in dem Brief zu lesen. Eine religionsfeindliche Gesinnung lässt sich die Versicherung nicht unterstellen. Über einen Sprecher ließ sie ausrichten, dass “die Situation nichts mit den christlichen Darstellungen von Reverend Parry zu tun hat “.

Aktuell werde geprüft, ob die Versicherungsnehmerin beim Kauf derselben in ausreichendem Maße Informationen über die Versicherungsbedingungen erhalten habe. Dass alle Modifikationen anzugeben seien, wäre der Vikarin nicht klar gewesen. Daher wusste sie auch nicht, was sie der Versicherung bei Veränderungen am Fahrzeug hätte melden müssen, erklärte die Age UK. Man wolle nunmehr auf einfachere Formulierungen achten, damit zukünftig derartige Missverständnisse vermieden werden.

Auf den Fall der Vikarin Parry hat das jedoch keinen Einfluss. Sie muss weiter auf die Entscheidung der Versicherung warten. Ihre Aufkleber aber will sie in jedem Fall behalten. Sollte die Age UK tatsächlich die Entfernung dieser fordern, wird der Streit in die nächste Runde gehen. Wena Parry ist jedenfalls nicht zum Einlenken bereit. Sie will auch weiterhin die Botschaft Jesu Christi mit ihrem Wagen verbreiten. Bleibt abzuwarten, wer am Ende gewinnen wird. Ist es der christliche Glaube oder die Paragraphenreiterei der Autoversicherung?

Bildquelle: © Witbuh / Pixelio.de

Eben noch auf einem Poster, jetzt auf dem Roten Teppich in Berlin

690777_web_R_K_B_by_Petra Bork_pixelio.deNoch bis zum 15. Februar befindet sich die Hauptstadt im Ausnahmezustand. Staralarm an allen Ecken und Enden. Wenn die Berlinale ihre Pforten öffnet, lassen sich die Stars nicht lange bitten. Bereits zum 65. Male ist dies nun der Fall. Der Jury steht in diesem Jahr der US-amerikanische Produzent, Drehbuchautor und Regisseur Darren Aronofsky vor. Er arbeitete unter anderem schon mit Mickey Rourke, Russell Crowe und Hugh Jackman zusammen. Eines seiner bekanntesten Werke ist der Psychothriller „Black Swan“, wofür Aronofsky sogar für einen Oscar nominiert wurde. Aktuell stehen allerdings andere Filme mit hochkarätiger Besetzung im Fokus.

Am vergangenen Sonntag waren sogar gleich zwei Oscar-Preisträger anwesend, um ihren neuen Film vorzustellen. Natalie Portman und Christian Bale spielen die Hauptrollen in „Knight of Cups“. In dem Film geht es um einen Hollywoodschauspieler, der auf der Suche nach seiner Identität ist. Handlungsort ist Los Angeles, das ideale Pflaster für einen gekonnten Spagat zwischen Schauspielerei und dem realen Leben. Regie führte Starregisseur Terrence Malick, der 2011 mit „Tree of life“ von sich reden machte. Sowohl Darsteller als auch Regisseur hoffen natürlich, mit ihrem Streifen einen der begehrten Preise abzusahnen.

Zwar gibt es genug Trophäen in Berlin abzustauben, aber es gibt auch zahlreiche Bewerber dafür. Der begehrteste Preis ist natürlich der „Goldene Bär“. Er ist seit 1951 die wichtigste Auszeichnung der Berlinale. Bewerben können sich dafür nur Filme, die in den letzten zwölf Monaten vor Beginn der Internationalen Filmfestspiele produziert wurden. Diese dürfen zudem weder außerhalb ihres Produktionslandes, noch auf einem anderen Festival aufgeführt worden sein. „Knight of Cups“ gehört ebenso dazu wie „Love and Mercy“ mit Elizabeth Banks, die in einem eleganten, roten Abendkleid über den Teppich schwebte. Mit dem Streifen wurde das Leben von Beach Boy Brian Wilson verfilmt. Jener fand sich anlässlich der Filmpremiere sogar höchstpersönlich mit seiner Gattin Melinda Ledbetter in Berlin ein. Anwesend war auch Schauspieler Paul Dano, der den jungen Wilson verkörpert. Banks übernahm an dessen Seite die Rolle von Melinda Ledbetter.

Eine der ersten Auszeichnungen in diesem Jahr bekam die britische Schauspielerin Maisie Williams überreicht. Sie ist in der Serie „Game of Thrones“ als Arya Stark zu sehen und wurde in Berlin zu einem der „European Shooting Stars 2015“ gewählt. Der fünfte und sechste Tag der Berlinale, der 9. und 10. Februar, standen allgemein ganz im Zeichen der Serien. Hier ging Branchenprimus Netflix keine Kompromisse ein und brachte gleich mehrere neue Produktionen an den Start.

Das Rennen um den Bären findet in diesem Jahr sogar mit deutscher Beteiligung statt. Andreas Dresen hofft mit seiner Verfilmung „Als wir träumten“ auf die Verleihung der begehrten Trophäe. Aber die Konkurrenz schläft nicht: Weitere Anwärter in dieser Kategorie sind die schwarze Komödie „Body“ vom polnischen Produzenten Malgorzata Szumowska sowie das in Chile produzierte, kirchenkritische Drama „The Club”.„Als wir träumten“  ist übrigens eine chaotische Geschichte aus der Wendezeit, die zugleich einen düsteren, aber auch poetischen Touch hat.

Direkt vom Poster scheint Robert Pattinson nach Berlin geeilt zu sein. Er stellt diesmal eine äußerst reale Figur dar. Pattinson verkörpert im Film „Life“ von Regisseur Anton Corbijn den Fotografen Dennis Stock. Jener lernte 1955 den legendären James Dean (gespielt von Dane DeHaan) kennen. Corbiijn lässt mit seinem Film Dean noch einmal lebendig werden und macht sich damit zu Recht Hoffnung auf eine Auszeichnung.

Bildquelle: © Petra Bork / Pixelio.de