Aufkleber und T-Shirt Blog

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Sticker von Panini bescheren Bahnhofsbuchhändlern 2014 hohen Umsatz

6045_web_R_K_B_by_Anna-Lena Ramm_pixelio.de (2)Jedes Jahr veröffentlicht die Fachzeitschrift „der neue Vertrieb“ ein Umsatz-Ranking der Buchhandlungen in Bahnhöfen und Flughäfen. Unlängst sind die Zahlen für das Jahr 2014 erschienen. Das Magazin „Der Spiegel“ sicherte sich hier – wie im Vorjahr – den ersten Platz. Er ist damit das umsatzstärkste Print-Produkt der vier großen Bahnhofs- und Flughafenbuchhandelsketten. Jene sind mit einem Marktanteil von mehr als 85 % immerhin tonangebend im Buchhandel beziehungsweise im Handel mit Print-Produkten.

Auf Platz 2 des Rankings findet sich die „Bild“-Zeitung wieder, die Ränge 3 und 4 belegen die „Süddeutsche Zeitung“ und „Die Zeit“. Es folgen der „Stern“ und die „FAZ“. An 7. Position dann eine große Überraschung. Nein, es ist weder eine Tageszeitung noch ein Magazin, auch keine Sonderveröffentlichung im Zeitungsformat, die scheinbar aus dem Nirgendwo erschien und zum Sturm auf die Top Ten geblasen hat: Es sind die Sticker von Panini zur Fußball-WM 2014 in Brasilien. Die kleinen bunten Klebebildchen, die bei Sammlern heißbegehrt sind, brachten den Zeitungskiosken im Frühjahr und Sommer mehr Umsatz als beispielsweise der „kicker“, die „Bunte“, der „Focus“ und die „Bild am Sonntag“ das ganze Jahr über. Ein unglaublicher Erfolg für die seit 1970 regelmäßig zu den Fußballweltmeisterschaften erscheinenden Sammelbilder. Seit 1974 sind die Stickerkollektionen ebenfalls in Deutschland erhältlich. Als sogenanntes Presse-nahes Produkt waren die Sticker zur Aufnahme in das Top-100-Ranking berechtigt und das mit durchschlagender Wirkung. Zu Recht kann nunmehr von ihnen behauptet werden, sie waren in 2014 maßgeblich am Überleben vieler Bahnhofs- und Flughafenbuchhandlungen beteiligt.

Bei den Tageszeitungen sieht es dagegen eher gemischt aus. Dass die „Bild“ auf Platz 2 ist, überrascht wenig und ist auch keine große Veränderung gegenüber 2013. Die „Süddeutsche Zeitung“ und die „FAZ“ konnten sich ebenfalls wieder in den Top Ten behaupten. Dann kommt in Sachen Tageszeitungen erstmal lange nichts. Weiter geht es auf Rang 43 mit dem „Hamburger Abendblatt“. Die „Hamburger Morgenpost“ schaffte es auf den 45. Platz. Die „taz“ sicherte sich den 52. Rang, „Die Welt“ den 55.

Verglichen mit den Umsatzzahlen im Einzelhandel spricht das Umsatz-Ranking der Bahnhofs- und Flughafenbuchhandlungen eine völlig andere Sprache. Zu einigen Magazinen wird in Bahnhöfen und Flughäfen Plätzen deutlich häufiger gegriffen. Offenbar sind sie als Reiselektüre hervorragend geeignet. Das Wissensmagazin „NEON“, eine monatliche Line Extension vom „Stern“, eroberte in 2014 Platz 13, verschlechterte sich aber damit im Vergleich zum Vorjahr um vier Plätze. Dennoch aber ein gutes Ergebnis. Allgemein sind Wissensmagazine an Reiseverkehrsknotenpunkten beliebt. „Geo Epoche“, „Geo Wissen“ und „Psychologie heute“ etablierten sich allesamt unter den ersten 25 Plätzen. Auflagenstarke Druckerzeugnisse aus dem Einzelhandel wie etwa TV-Zeitschriften belegen dagegen die hinteren Ränge.

Für das Ranking wurden die Umsatzzahlen von rund 450 Verkaufsstellen an Bahnhöfen und Flughäfen herangezogen. Der Gesamtumsatz für 2014 betrug 350 Millionen Euro. Das entspricht fast exakt dem Vorjahresergebnis. In Betrachtung des seit Jahren schwindenden Interesses an gedruckten Werken ist das eine respektable Bilanz, welche die zu beobachtende Entwicklung eigentlich zu widerlegen scheint. Den erzielten Umsatz generierten zu 75 % Presse-Produkte. Die restlichen 25 % verteilen sich auf Bücher und Non-Press-Produkte.

Das gesamte Umsatz-Ranking wurde in „der neue Vertrieb“ Ausgabe 7-8/2015 veröffentlicht und ist ferner auf der Webseite des Magazins abrufbar.

Bildquelle: © Anna-Lena Ramm / Pixelio.de

NS-Raubkunst gibt es nicht nur auf Leinwand

253502_web_R_K_B_by_Mathias Brenning_pixelio.de (2)Seit 2013 gibt es in Weimar die Klassik-Stiftung. Das passt gut, schließlich ist die Stadt für ihr kulturelles Erbe weltbekannt. Bei der Klassik-Stiftung geht es aber nicht ausschließlich um Schiller und Goethe, Theaterstücke oder Ausstellungen in Museen, sie beschäftigt sich weiterhin mit NS-Raubkunst. Der berühmte Dichterfürst und dessen Kollegen spielen hier gleichfalls eine Rolle. NS-Raubkunst gibt es nämlich längst nicht nur auf Leinwand in Gestalt von milliardenschweren Gemälden berühmter Künstler, sie umfasst ebenfalls Bücher und andere Kulturgüter. Diese müssen nicht zwangsläufig einen hohen ideellen Wert haben. Manchmal steht einfach nur die Erinnerung an ihre dem Nationalsozialismus zum Opfer gefallenen Familienangehörigen für die Erben im Vordergrund.

So ist es beispielsweise bei der Zitatensammlung „Mit Schiller durch das Jahr“ von Carl Retsiem, die 1908 im Concordia-Verlag erschienen war. Das Buch hatte einst die Thüringische Landesbibliothek von einem Antiquariat erworben. Was damals keiner wusste, woher das Buch ursprünglich kam. Es stammte aus dem Besitz des jüdischen Apothekers Leopold Scheyer. Dieser war 1939 in die Niederlande geflohen, um der Deportation zu entkommen. Seine Frau Nanny blieb zurück und wurde in das Vernichtungslager Sobibor verschleppt, wo sie umkam. Ihr Mann indes nahm sich 1943 das Leben.

Die Zitatensammlung der Familie landete in der heutigen Anna-Amalia-Bibliothek in Weimar. Einen großartigen Wert hat es nicht. Es wurde mehrfach gedruckt und ist zudem für Forscher uninteressant. Dennoch fand sich nach vielen Jahrzehnten jemand, dem das Buch sehr viel bedeutet. Es war eine Enkelin von Leopold Scheyer, die in Großbritannien beheimatet ist. Das fand der Historiker Peter Prölß heraus, der als Raubkunstforscher für die Klassik-Stiftung tätig ist. Er führt Nachforschungen zu den „Verdachtsfällen NS-verfolgungsbedingt entzogener Kulturgüter“ durch und stieß dabei auf die rechtmäßige Erbin, die inzwischen diese besondere Erinnerung an ihren Großvater zurückerhalten hat.

Prölß ist eine von insgesamt acht Personen, die sich seit dem Oktober 2013 mit derartigen Fällen systematisch befassen. Beteiligt an dem Projekt sind vier Forscher, drei Historiker und eine Juristin. Gefördert wird das bis in den nächsten Herbst laufende Vorhaben zur Hälfte von der in Berlin ansässigen Arbeitsstelle für Provenienzrecherche. Die Beteiligten hoffen natürlich auf eine Verlängerung, neu ist ihnen das Fachgebiet der NS-Raubkunst aber nicht. Schon länger beschäftigt sich die Stiftung mit der Herkunftsforschung von verschiedenen Kunstgegenständen. Allerdings geschah das bis zur Einrichtung des Projekts nur punktuell. Die systematische Recherche ist erst seit 2009 möglich.

Ab 2010 gab es ein erstes Förderprojekt. Historiker Rüdiger Haufe sorgte damals für einen genaueren Überblick über die Materie. Mit Hilfe von Rechnungen, Korrespondenzen, Zugangsbüchern und Inventarlisten fand er heraus, dass bei rund 20 Prozent dessen, was der Stiftung aus den Jahren von 1933 bis 1945 zugegangen war, der Verdacht auf NS-Raubkunst bestand. Bei der altehrwürdigen Anna-Amalia-Bibliothek ist der Anteil gar noch höher: Von den im vorgenannten Zeitraum getätigten 35.000 Buchankäufen besteht bei 10.000 Vorgängen Raubkunstverdacht. Derzeit werden die Käufe bis 1939 von den Stiftungsmitarbeitern untersucht. Dementsprechend wird es auch in der Zukunft noch genug zu tun geben.

Ein weiterer wichtiger Schritt wurde mit der Gründung des Internationalen Arbeitskreises Provenienzforschung getan, der am 23. und 24. April mit 100 Teilnehmern in Weimar tagte.

Bildquelle: © Mathias Brenning / Pixelio.de

Der QR-Code auf Friedhöfen erhitzt so manches Gemüt

726871_web_R_K_B_by_DS61_pixelio.de (2)Der Mensch des 21. Jahrhunderts hat in der Regel kein Problem damit, private Daten und Informationen über das Internet der Öffentlichkeit preiszugeben. Bisher machte dieser Trend jedoch vor Friedhöfen halt. In letzter Zeit sieht der aufmerksame Besucher allerdings vermehrt QR-Codes auf Grabsteinen prangen. Bei diesem Thema scheiden sich die Geister. Die Einen finden es pietätlos, die Anderen sind begeistert.

Aschersleben im Salzlandkreis beherbergt einen der ältesten und gleichzeitig größten Friedhöfe des Bundeslandes Sachsen–Anhalt. Seit dem Jahr 1860 existiert der Zentralfriedhof bereits. Mittlerweile hat sich die Zahl der historischen Grabsteine auf stattliche 7.000 summiert. Viele Menschen wurden auch anonym beerdigt. Die Zeit ist auf dem Friedhof trotzdem nicht stehengeblieben. Das Gegenteil ist der Fall. Man zeigt sich überaus fortschrittlich und offen für Neues. Heute findet man nämlich vor genau 21 Grabsteinen einen QR-Code. Er ist auf einer kleinen Tafel vor dem jeweiligen Grab angebracht.

Die schwarzweißen Pixelcodes werden mit Hilfe eines Smartphones eingescannt. Kurze Zeit später erscheinen auf dem Bildschirm Informationen über den dort Beerdigten. Aktuell sind nur Grabsteine von bekannten Persönlichkeiten der Stadt mit einem QR–Code ausgestattet. So findet man eine solchen zum Beispiel am Grab vom Architekt Hans Heckner, vom Arbeitssportler Herrmann Gieseler und auch von der Fabrikanten–Familie Bestehorn. Besuchern soll auf diese Weise die Stadtgeschichte nähergebracht werden. Der sogenannte „Erinnerungspfad“ entstammt einer Zusammenarbeit der Friedhofsverwaltung mit der Geschichtswerkstatt und der Werbeagentur Layoutzone. Letztere bestätigte den Erfolg der Aktion mit der Aussage, dass im Durchschnitt 5.000 Aufrufe monatlich erfolgen. Sogar Schulen nutzen den Zentralfriedhof für Projekte zur Geschichte der Stadt Aschersleben.

Neu sind QR-Codes auf Friedhöfen nicht. Bundesweit sind sie inzwischen auf zahlreichen Gräberanlagen im Einsatz. Auch der Friedhof „Stadtgottesacker“ in Halle und der „Neue Begräbnisplatz“ in Dessau gehören dazu. Welcher Friedhof QR-Codes nutzt, verrät die Internetseite „Wo sie ruhen“. In der App sind zurzeit 37 historische Friedhöfe in ganz Deutschland aufgeführt, die Standort von etwa 1.000 kulturhistorisch bedeutsamen Grabsteinen sind. Mit dabei ist unter anderem das Grabmal von Georg Händel, dem Vater des Komponisten Georg Friedrich Händel, der in Halle seine letzte Ruhe fand. Auf dem „Neuen Begräbnisplatz“ in Dessau kann man über einen QR–Code zum Beispiel die Begräbnisstätte von Friedrich von Anhalt ausfindig machen.

Doch nicht jeder befürwortet den Trend zur Digitalisierung von Gräbern. Die Hansestadt Stendal lehnt QR–Codes auf Grabsteinen ebenso ab wie die Lutherstadt Wittenberg, zumindest was die Ausstattung von historischen Grabstätten damit betrifft. Kein Problem besteht dagegen hinsichtlich privater Gräber. Dahingehend fehlen bis jetzt aber die Anfragen.

Im traditionell geprägten Westen von Baden-Württemberg, genauer gesagt in Achern, hat das Thema eine große Debatte entfacht. Die Reaktionen auf Facebook bezüglich eines Beschlusses des Gemeinderats zur Erlaubnis von QR-Codes auf Grabsteinen waren gemischt. Es war von Geschmacklosigkeit und „Mist“ die Rede. Ein Großteil der Kommentatoren übte harsche Kritik an dem Vorhaben oder lehnte es gar strikt ab. Es sei unangebracht, die letzte Ruhestätte mit derart technischen Neuerungen zu versehen. Einige wenige Facebook – Nutzer zeigten aber auch Verständnis für den Beschluss. Jedem solle es selbst überlassen sein, wie er mit seiner Trauer umgeht. Manche sahen den QR-Code weiterhin als eine Möglichkeit, um bei den Lebenden in Erinnerung zu bleiben.

Bildquelle: © DS61 / Pixelio.de

Die Kunsthalle in Mannheim zeigt die zwei Seiten einer Leinwand

587530_web_R_K_by_Dieter Schütz_pixelio.de (2)Obwohl es in der Kunst nicht unbedingt ungewöhnlich ist, ist es für den Betrachter doch immer wieder etwas Außergewöhnliches: eine Leinwand, die auf beiden Seiten ein Gemälde trägt. Ernst Ludwig Kirchner war einer der Künstler, die ihre Leinwände gern beidseitig benutzten. Die Kunsthalle Mannheim widmet diesem unter dem Titel „Doppelter Kirchner“ derzeit eine Ausstellung. Sie ist eine Kooperation des Kirchner Archivs in Wichtrach nahe Bern mit dem Kirchner Museum in Davos.

Immerhin sind bis heute ganze 138 Werke – alle doppelseitig bemalt – von Ernst Ludwig Kirchner bekannt. Der Expressionist teilte sich seine „Leidenschaft“ beispielsweise mit einigen Mitgliedern der Künstlervereinigung „Die Brücke“. Unter den „Leinwandwendern“ findet man bekannte Künstler wie Pechstein, Heckel und Karl Schmitt – Rottluff.

Warum Kirchner seine Leinwände auf beiden Seiten verwendete, hatte einen einfachen und heute durchaus ebenfalls gut nachvollziehbaren Grund. Es wurde ein Brief gefunden. In dem erklärte der Künstler, dass auch er sparen müsse. Das Material sei „sehr kostspielig geworden“, Gott sei Dank habe die Leinwand aber zwei Seiten. Dieser Satz mutet etwas ironisch an. Schließlich war Kirchner einer der Künstler, die bereits zu Lebzeiten für ihre Bilder hohe Preise erzielten. Er konnte also gut von der Malerei leben und dennoch zwangen ihn die Materialkosten zur Sparsamkeit.

Kirchner gilt als der passionierteste Künstler unter den Leinwandwendern. Viele Sammler und Museen, die ein Gemälde von Kirchner erwarben, konnten später hocherfreut feststellen, dass das zweite Bild auf der Rückseite im Preis inbegriffen war, sie also sozusagen zwei Bilder zum Preis von einem erworben hatten.

Den Ausschlag für die aktuelle Ausstellung gab die im Jahre 1910 fertiggestellte Restaurierung seines Werkes „Gelbes Engelufer, Berlin“. Auf dessen Rückseite wurde nämlich das vergessene Bild „Marokkaner“ wiederentdeckt, das auf ein paar Jahre früher datiert ist. In der Kunsthalle Mannheim kann man seit April 2014 beide Seiten dieses Werkes sehen. Ähnlich verhielt es sich beim „Akt im Atelier“, der gleichfalls aus dem Jahre 1910 stammt. Er befindet sich im Besitz des Städel Museums in Frankfurt. Auf dessen Rückseite verewigte Kirchner seine „Waldlandschaft“.

Die Ausstellung findet in fünf Räumen der Kunsthalle statt. Ansprechend präsentiert können Kunstinteressierte hier siebzehn Gemälde, genauer gesagt 34 Bilder, bewundern. Kirchner gilt als einer der bedeutendsten Maler des 20. Jahrhunderts. Die Ausstellung zeigt solch großartige Werke wie „Gebirgslandschaft“ und „Liegende Frau in weißem Hemd“ von ihm. Die Gemälde werden in speziell gefertigten Rahmenkonstruktionen präsentiert. Dadurch hat der Besucher die Möglichkeit, die Werke problemlos von beiden Seiten zu betrachten. Bei einigen Bildern stimmen Vorder- und Rückseite im Format nicht überein. Sie werden in regelmäßigen Abständen automatisch herumgedreht. Die Kunsthalle möchte mit dieser speziellen Darstellung der Bilder auf die Problematik von beidseitig bemalten Werken hinweisen und eine sowohl kuratorische als auch wissenschaftliche Diskussion zu diesem Thema anstoßen.

Die Ausstellung verzichtet bewusst auf Wertungen. Darf man die eine Seite der anderen vorziehen und sie künstlerisch höher bewerten? Wem steht eine Bewertung der Bilder überhaupt zu? Der 1938 verstorbene Künstler kann die Wertigkeit nicht mehr vorgeben. Zahlreiche Bilder hat er überarbeitet und deklarierte bei zweiseitigen Gemälden als Hauptseite zumeist das später gemalte Werk. Ein eigenes Urteil können sich Interessierte in der Moltkestraße 9 noch bis zum 8. November 2015 bilden.

Bildquelle: © Dieter Schütz / Pixelio.de

Seit März gibt es sie: Die neuen Sticker mit den Stars der WWE

14081_web_R_K_B_by_Dietmar Meinert_pixelio.de (2)Wrestling erfreut sich auch in unseren Breitengraden einer großen Beliebtheit. Menschen jeden Alters können sich dafür begeistern. Deshalb gibt es für diesen Sport – wie für viele andere Sportarten ebenfalls – eine eigene Stickerkollektion. Seit dem 26. März können Wrestlingfans und Stickersammler die Sticker von Topps im Handel erwerben. Erhältlich sind sie an Kiosken, in Bahnhofsbuchhandlungen und anderen Verkaufsstätten. Das Album kostet 2 Euro. Für jedes Päckchen mit fünf Stickern kommen noch einmal jeweils 0,60 Euro hinzu.

Bei der Kollektion dreht sich alles um die Welt der WWE. Das Album beinhaltet umfassende allgemeine Informationen zum World Wrestling Entertainment, wie die Abkürzung WWE ausgeschrieben heißt. Und natürlich sind jede Menge Infos zu den Wrestling – Superstars enthalten. Das Album ist aufgebaut wie ein Nachschlagewerk. Der Inhalt wurde nach dem Alphabet geordnet. Alle Fakten werden deshalb schnell gefunden. Die Sticker sind noch einmal mit zusätzlichen Informationen zum entsprechenden Motiv versehen. Für Fans ist das neue Sammelalbum eine ansprechend gestaltete Wissensquelle, die zudem echtes Insiderwissen zur WWE preisgibt.

Insgesamt wurden 182 verschiedene Sticker herausgebracht, die alle in das 32 Seiten umfassende Album passen. Als Highlights wurden wie üblich 16 Glitzer- und Papiersticker gedruckt, die auf die einzelnen Stickerpäckchen verteilt sind. Diese besonderen Sticker sind bei den Sammlern immer besonders begehrt.

Die WWE ist eigentlich ein Medien-, sprich  Unterhaltungsunternehmen. Vordergründig werden von diesem TV-Sendungen und Wrestlingshows produziert. Seit 1980 werden diese unter der offiziellen Bezeichnung „Sports–Entertainment“ vermarktet.

Wrestling ist eine Schaukampf–Sportart. Der Sieger steht bereits vor dem Kampf fest. Es geht hier rein um die Show. Mit einem sportlichen Wettkampf hat ein Wrestlingmatch nur wenig gemein. Diese Art der Publikumsunterhaltung ist vor allem in den USA, Mexiko und Japan populär. Der Kampf wird zum Einen nach vorab mit Hilfe von Storylines (Drehbüchern) festgelegten Abläufen durchgeführt, zum Anderen wird improvisiert. Die Anfänge des Wrestlings liegen im 19. Jahrhundert. Es handelt sich um eine Mischung aus Sport und Show. Es geht ausschließlich darum, das Publikum bestmöglich zu unterhalten. Es ist eben Entertainment, wie schon der Name World Wrestling Entertainment verrät.

Die Storylines werden frei erfunden. Sie umrahmen den Kampf und die Akteure, geben deren (erdichtete) Geschichte wieder. Man könnte das ein wenig mit den Serien vergleichen, die wir aus dem Fernsehen kennen. Die Wrestler spielen im wahrsten Sinne eine Rolle, und zwar die eines Kämpfers. Die Zuschauer sollen gefesselt werden und die Wrestler sollen ihre Rolle als „echt“ verkaufen.

Oft sind an dem Kampf „gute“ und „böse Mächte“ beteiligt, wobei natürlich die Vertreter der „guten“ Seite gewinnen. Diese Unterhaltungsvariante begeistert die Menschen seit Tausenden von Jahren. Der Kampf gut gegen böse ist ein immerwährender Kampf, der auch in der Gegenwart präsent ist. Ein bisschen könnte Wrestling mit den einstigen Gladiatorenkämpfen im Römischen Reich oder den Kämpfen mit wilden Tieren im Mittelalter verglichen werden. Sie waren zu damaliger Zeit ebenfalls eine beliebte Unterhaltung, wo der Kampf gut gegen böse im Mittelpunkt stand. Das Wrestling ist eine moderne Variante dieser Auseinandersetzung, unblutig und ohne schwerwiegende Verletzungen oder gar dem Tod eines Kämpfers. Und dennoch mangelt es den Wrestlern nicht an Starpotential.

Bildquelle: © Dietmar Meinert / Pixelio.de

Das Historiendrama „Die Frau in Gold“ wartet mit einem exklusiven Poster auf.

184114_web_R_K_by_VivitoArt_pixelio.de (2)Am 4. Juni 2015 kommt der Film „Die Frau in Gold“ in die Kinos. Im Mittelpunkt der Handlung steht ein Gemälde: die „Goldene Adele“ von Gustav Klimt. Das Porträt im Jugendstil zeigt die Salondame Adele Bloch–Bauer. Klimt hatte einst das Bild gemalt und anschließend der Familie Bloch geschenkt. Die Blochs waren jüdischer Herkunft und lebten in Wien. Als die Nationalsozialisten 1938 in der Stadt einmarschierten, ereilte sie das Schicksal vieler Juden: Gustav Bloch, im Film verkörpert von Allan Corduner, und seine Großfamilie werden enteignet. Die Nazis vereinnahmen die wertvolle Kunstsammlung der Familie und vertreiben sie anschließend aus der Stadt. Blochs Tochter Maria Altmann, gespielt von Helen Mirren, wandert in die USA aus und findet dort eine neue Heimat.

Rund 50 Jahre später beschließt sie, das rechtmäßige Hab und Gut ihrer Familie zurückzuholen. Vor allem das wertvolle Gemälde „Goldene Adele“ will sie wieder in den Besitz ihrer Familie bringen. Dafür tritt sie Ende der 1990er-Jahre die Reise von ihrem jetzigen Wohnort Los Angeles nach Wien an. Lange Zeit hatte es Altmann als Jüdin und Überlebende des Holocaust nicht gewagt, nach Österreich zurückzukehren. Zahlreiche Mitglieder ihrer jüdischen Familie fielen damals dem Holocaust zum Opfer. Nun, als mittlerweile alte Frau, fühlt sie sich stark genug, um ihr Recht und das ihrer Familie zu kämpfen.

Die „Goldene Adele“ befindet sich inzwischen im Besitz des Staates Österreich und wird von ihm im Schloss Belvedere ausgestellt. Gemeinsam mit dem Anwalt Randol Schoenberg, dargestellt von Ryan Reynolds, geht sie gegen die Regierung von Österreich vor, um das Bild endlich wieder seinen rechtmäßigen Eigentümern zuzuführen. Aber nicht nur dieses Kunstwerk findet sie in ihrer früheren Heimat wieder: Auch andere Bilder der Bloch´schen Kunstsammlung haben Österreich nicht verlassen und sind in diversen Galerien des Landes verstreut anzutreffen.

Natürlich ist das Land nicht bereit, freiwillig auf seine wertvollen Kunstschätze zu verzichten. So bleibt Maria Altmann nichts anderes übrig, als den österreichischen Staat mit Hilfe ihres Anwalts zu verklagen. Es beginnt ein zähes Ringen um die Gemälde und es wird ein langwieriger Prozess mit jahrelangen Verhandlungen.

Ein Poster zum Film wurde vor Kurzem veröffentlicht, Anfang Juni läuft es in den Kinos an. Regie führte Simon Curtis. Während Helen Mirren für die Darstellung der gealterten Maria Altmann gewonnen werden konnte, ist Katie Holmes als Maria in jungen Jahren zu sehen. Der Maler Gustav Klimt wird von keinem Geringeren als Moritz Bleibtreu gespielt.

Diese Starbesetzung verspricht einen schauspielerischen Hochgenuss, der ebenfalls in die Tiefe geht. Alle Darsteller haben sich bereits als Charakterdarsteller einen Namen in der Filmszene gemacht. Genau jener ist bei solch einem sensiblen Thema wie Holocaust und NS-Raubkunst unverzichtbar. Dass dieses nach wie vor aktuell ist, beweist der Fall des Kunstsammlers Cornelius Gurlitt einmal mehr. Vielen Menschen ist unter dem Regime der Nazis unermessliches Leid zugefügt wurden. Als wäre dies nicht schon genug, wurden sie auch noch ihres Eigentums beraubt und müssen Jahrzehnte nach dem Unrecht um den ihnen zustehenden Besitz kämpfen.

Der Film „Die Frau in Gold“ basiert auf einer wahren Geschichte. Die „Goldene Adele“ gilt als eines der bedeutendsten Werke des Wiener Jugendstils. Zu sehen ist es in der New Yorker „Neuen Galerie“.

Bildquelle: © Vivito Art / Pixelio.de