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Maike Kloss lässt die Leinwand zur Tanzfläche werden

417449_web_R_K_B_by_Wolfgang Pfensig_pixelio.de (2)Zur Vernissage am Sonntagvormittag erklangen argentinische Klänge. Es war eine gelungene Einstimmung der Besucher auf die aufgestellten Bilder von Maike Kloss. Das Duo „Diagonal“ spielte mit Violine und Akkordeon auf. Die beiden Musiker Jörg Siegloch an Letzterem und Hans – Christian Jaenicke an dem Streichinstrument boten den Gästen ein Wechselspiel ihrer Instrumente. So eingestimmt konnten die Werke von Maike Kloss ihre volle Wirkung entfalten.

Sie lässt die Leinwand zur Tanzfläche werden. Auf einem ihrer Bilder ist etwa ein junges Pärchen zu sehen, das sich fest in den Armen hält. Begleitet von Violine und Akkordeon tanzen die beiden einen Tango. Die Künstlerin hat nur einen Moment des Tanzes eingefangen und doch ist die Harmonie des Paares zu erkennen, ihre fließenden Bewegungen, mit denen sie scheinbar schwerelos über die Fläche schweben. Die Bilder der Münsteraner Künstlerin sind mal im Großformat, mal kleinformatig gehalten und sie alle drücken ihre eigene Stimmung aus. Dr. Claudia Thoben, Leiterin des Palais, brachte es zur Ausstellungseröffnung mit einem Satz auf den Punkt: „Die Bilder wecken in uns Gefühle von Lebendigkeit und Freude“.

Eine frühere Wegbegleiterin von Maike Kloss, die Kunsthistorikerin Reinhild Mackowiak, führte die Gäste im Anschluss durch die Ausstellung. Sie hob vor allem die mehrdeutige Atmosphäre der Bilder hervor. Grazile, mit Bleistift gezeichnete Gesichter werden von üppigen Kleidern in enormer Farbpracht umhüllt. Auch bei der Darstellung der Umgebung geizt Kloss nicht mit Farben. Sie hat eben ihre ganz eigene Art sich in der Kunst auszudrücken und diese zu interpretieren. Das beweist auch die Tatsache, dass die Künstlerin gerne und häufig mit Textzitaten arbeitet. Sie bedient sich hier dem Geschriebenen von keinen Geringeren als Hermann Hesse oder Paul Cézanne. Damit gelingt ihr eine noch vielfältigere Gestaltung ihrer Arbeiten.

Solch besondere Kunst braucht einen besonderen Platz, wo sie in angemessenem Ambiente ihre volle Wirkung entfalten kann. Das Palais Rastede ist als Veranstaltungsort der Ausstellung „Kirschblütenköniginnenküsse“ geradezu ideal. Die altehrwürdigen Gemäuer, die Ende des 18. Jahrhunderts errichtet wurden, unterstreichen mit ihrer gediegenen Atmosphäre die Aussagekraft der Kunstwerke.

Zur Vernissage richtet die Künstlerin höchstpersönlich einige Worte an ihre Gäste. Sie bedankte sich bei den vielen freiwilligen Helfern. Durch sie ist ihre Ausstellung erst möglich geworden. Ebenso nahm Maike Kloss Bezug auf den speziellen Titel ihrer Ausstellung. Blüten sind auf ihren Bildern ein häufig zu sehendes Motiv. Kloss lebt mit der Vorstellung, dass jeder im Herzen eine Knospe trägt, deren Erblühen ein Symbol für das Leben ist.

Kunstinteressierte haben noch bis zum 13. September die Gelegenheit, in die Ausstellung zu kommen. Beim Betrachten der Bilder werden leidenschaftliche Melodien in den Köpfen der Besucher erklingen. Das Duo „Diagonal“ gab anlässlich der Vernissage den richtigen Rahmen dafür vor. Auch wenn die beiden Musiker leider keinen festen Bestandteil der Ausstellung darstellen, werden die Klänge im Kopf bleiben und in den Räumen allgegenwärtig sein. Eine Tanzfläche lebt nun einmal von der Musik, selbst wenn sie nur auf einer Leinwand existiert. Oder vielleicht gerade deswegen? Montag, Mittwoch, Donnerstag, Freitag und Sonntag von jeweils 11 bis 17 Uhr kann im Palais Rastede auf diese Frage eine Antwort gefunden werden.

Bildquelle: © Wolfgang Pfensig / Pixelio.de

Trailer und Poster zu „Before we go“ veröffentlicht

667337_web_R_K_by_Tony Hegewald_pixelio.de-2Chris Evans hat es gewagt: Er hat seinen Platz vor der Kamera verlassen, um den Regiestuhl zu besetzen. Damit tut er es vielen seiner Schauspielkollegen gleich. Ob der Versuch von Erfolg gekrönt ist, können die Zuschauer ab September entscheiden.

Mit „Before we go“ widmet sich Evans einem romantischen Indie-Drama. Ganz auf die Schauspielerei wollte er dennoch nicht verzichten und besetzte deshalb mal so eben nebenbei die männliche Hauptrolle. Der Film wurde bereits 2013 gedreht. Damals unter dem Namen „1:30 Train“. Das Drehbuch stammt gar aus dem Jahre 2007. Filmpremiere war im September letzten Jahres auf dem Toronto International Film Festival. Noch vor der Premiere wurde der Streifen in „Before we go“ umbenannt.

Das Thema des Films ist neu, vielmehr ist es immer wiederkehrend. Es geht um zwei Menschen, die sich durch Zufall kennenlernen. Niemals würden sie sich in ihrem Leben gezielt über den Weg laufen. Der Eine ist ein Straßenmusiker (Chris Evans), der Andere eine junge Frau (Alice Eve), die ihren Nachtzug von New York nach Boston verpasst hat. Als sei das doch nicht Unglück genug, wurde ihr außerdem die Brieftasche gestohlen. Hilfe naht in Gestalt des besagten Straßenmusikers. Er geht gemeinsam mit dem „Pechvogel“ auf die Suche nach der Brieftasche.

Anfangs ist die Frau skeptisch. Schließlich kommt der Musiker aus einer Bevölkerungsschicht, der sie sich eher fernhält. Doch dann beginnen die Beiden, zusammen durch die nächtlichen Straßen zu schlendern. Dabei kommen sie sich näher, obwohl sie beide liiert sind. Dieses Bild zeigt auch das Poster zum Film. Man sieht die Skyline der Stadt in warmen Gelb- und Orangetönen. Davor zwei Menschen, geschwärzt, daher nur als Mann und Frau zu erkennen. Sie gehen nebeneinander her, als wären sie sich schon lange vertraut.

Es ist eine einfache, aber dennoch schöne Geschichte, die die Herzen der Kinobesucher erwärmen soll. Evans übernahm nicht nur die Hauptrolle und die Regie, er war weiterhin als Produzent beteiligt. Es stand ein Budget von „nur“ drei Millionen zur Verfügung. Zeitgleich mit dem Poster wurde ein Trailer veröffentlicht. Er ist bislang die einzige Möglichkeit, in Deutschland einen Einblick in „Before we go“ zu erhalten. Wann der Film hierzulande zu sehen sein wird, steht noch in den Sternen.
Die US-Amerikaner haben es da besser. Hier läuft der Film am 4. September 2015 in den Kinos an. Seit dem 21. Juli kann er außerdem in den USA im iTunes Store heruntergeladen werden.

Evans war von der Regiearbeit so begeistert, dass er nach Abschluss der Dreharbeiten bekanntgab, seinen Job als Schauspieler an den Nagel zu hängen und nur noch als Regisseur tätig sein zu wollen. Er äußerte den Gedanken, künftig nur noch in seinen eigenen Filmen mitspielen zu wollen. Ob diese Euphorie angebracht ist, sei dahingestellt. Bislang sind die Kritiken zum Film eher verhalten. Da Evans aktuell bei Marvel unter Vertrag ist, dürfte bis zu diesem radikalen Karriereumbruch auch noch einige Zeit ins Land gehen. Das Aus von „Captain America“ wurde nämlich bisher nicht angekündigt. Erst in diesem Jahr erschien inspiriert von der erfolgreichen Comicreihe „Avengers: Age of Ultron“ mit Chris Evans als Steven Rogers alias Captain America in der Hauptrolle.

Bildquelle: © Tony Hegewald / Pixelio.de

Eine Fototapete nimmt Besucher mit auf eine Reise in die 80er-Jahre

251427_web_R_K_B_by_Stephanie Hofschlaeger_pixelio.de (2)Die Ausstellung „Geniale Dilletanten“ im „Haus der Kunst“ in München huldigt den deutschen Subkulturen der 1980er-Jahre. Im Eingangsbereich wird der Besucher von einer Fototapete empfangen. Sie zeigt einen leeren Raum mit zertretenen Bierdosen und verschmutztem Boden, zwei Kerle lehnen an der Heizung. Daneben präsentieren sich kahle Wände. Es ist ein Sinnbild für den Geist des westlichen Berlins zu dieser Zeit. Die Stadt enthielt viel Grau und damit viel Fläche, die als Abenteuerspielplatz der Künste genutzt werden konnte.

Die 80er-Jahre in Berlin mit all ihren Facetten kehren derzeit in München noch einmal zurück. „Geniale Dilletanten“ lautete damals im Jahre 1981 der Titel des Konzerts, absichtlich falsch buchstabiert. Hochtoupierte Frisuren, gehalten durch Unmengen von Haarspray, Leggings und Ketten waren typisch für diese Zeit. Das Konzert fand im Berliner Tempodrom statt und wurde zum Synonym einer kurzweiligen Epoche künstlerischen Aufbruchs. Es entwickelte sich auf dem Musikmarkt eine künstlerische Vehemenz. Geprägt war diese durch das Experimentieren mit verschiedenen Genres und den Einsatz neuer elektronischer Geräte. Statt der englischen Sprache etablierte sich plötzlich das Deutsche in Songtexten und Bandnamen.

Die Ausstellung in München widmet sich den großen Bands aus dieser Zeit. Das lässt zu Recht die Frage aufkommen, warum man sich in der Gegenwart so gern daran zurückerinnert. Es liegt wohl daran, dass es in Deutschland seither keine Subkultur in dem Sinne mehr gab. Die 80er-Jahre waren die Ära des Do–it–yourself. Nichtkönnen hieß nicht Nichtmachen. Man wollte sich Gehör verschaffen, egal wie.

An den Wänden der Ausstellungsräume hängen Bilder der „Neuen Wilden“, von Martin Kippenberger und Markus Oehlen. Besonders sehenswert, ja fast ein Highlight, ist das Werk „1/10 Sekunde vor der Warschauer Brücke“ von Bernd Zimmer. Jenes erstreckt sich über zwei Räume. Es ist 28 Meter lang und ganze drei Meter hoch. 1978 war es für einen einzigen Tag im „SO 36“ zu bewundern. Beim Betrachten rauscht die Berliner S – Bahn in annähernder Originalgröße an einem vorbei. Mit ihr grobe Pinselstriche und auch das Kreuzberger Nachtleben.

Im Mittelpunkt der Ausstellung stehen sieben Stellwände, die sich den prägendsten Bands dieser Epoche widmen. „Palais Schaumburg“, „Der Plan und Ornament“ sowie „Verbrechen“ seien an dieser Stelle nur stellvertretend genannt. Besucher können sogar an speziellen Hörstationen die Songs der Bands anhören.

Die Ausstellung umfasst eine überaus große Bandbreite dieser Subkultur. Musikbands und Künstler gehören ebenso dazu wie Designer und Filmemacher. Impulsgebend sind Städte und Regionen Ost- und Westdeutschlands. Es ist eine breit angelegte Ausstellung, die Protagonisten und Treffpunkte der Kunstszene präsentiert. Sie beleuchtet verschiedene Städte und gewährt damit vielfältige Einblicke in ein weites Netzwerk. Dazu werden Entwicklungen derselben Zeit aus Kunst, Mode, Design und Film thematisiert.

Das „Goethe – Institut“ hat die Ausstellung als Tournee konzipiert. Eine Station bildet das „Haus der Kunst“ in München. Kuratorin ist Mathilde Weh, Referentin des Bereichs der bildenden Künste im Institut. Seit dem 26. Juni macht die Ausstellung in der bayerischen Landeshauptstadt Halt. Noch bis zum 11. Oktober kann sich dort auf Zeitreise begeben werden. Öffentliche Führungen auf Deutsch finden am 25. Juli um 15 Uhr, am 26. Juli um 13.30 Uhr und am 01. August um 15 Uhr statt. Das „Haus der Kunst“ hat von Montag bis Sonntag von 10 bis 20 Uhr und am Donnerstag von 10 bis 22 Uhr geöffnet.

Bildquelle: © Stephanie Hofschlaeger / Pixelio.de

In Jestetten gibt es Acryl auf Leinwand zu sehen

609604_web_R_K_B_by_bagal_pixelio.de (2)Die gebürtige Ulmerin Nikola Schwarz ist Künstlerin, Fotografin und Grafikerin zugleich. Sie erblickte 1981 das Licht der Welt und wuchs in Dietingen bei Rottweil auf. Bereits früh interessierte sich Schwarz für Kunst. Während ihrer Schulzeit belegte sie diverse Zeichenkurse. 1999 bis 2002 besuchte die begabte Nachwuchskünstlerin die Kunstschule Hohenstein. Neben dem klassischen Zeichnen sammelte sie hier auch erste Erfahrungen in der Acrylmalerei. Ab da begeisterte sie sich immer mehr für diesen speziellen Bereich der Malerei.

Schwarz beschäftigte sich zunächst mit den verschiedenen Nuancen von einer Farbe. Diese bildete sie voneinander getrennt in abstrakter Form ab. Dazu kam das Experimentieren mit dem Komplementärkontrast. In dieser Zeit entstanden ihre Bilder sowohl auf Leinwand als auch auf Papier mit sehr kräftigen Farben. Die strikte Trennung der Farben geriet alsbald ins Hintertreffen. Die Künstlerin wollte die Farbtöne immer mehr ineinander verschmelzen lassen. Die Akzente in ihren Bildern stellten nun weiße beziehungsweise schwarze Striche dar.

Da Papier nicht so strapazierfähig ist, nutzte sie fortan vermehrt Leinwände für ihre Kunstexperimente. Über die Jahre hinweg hat sie versucht, mehr Tiefe in ihre Bilder zu bringen. Mittlerweile ist sie daher zu einer Technik des Übermalens gekommen. Dabei entsteht ein dunkler Hintergrund mit heller Struktur. Diese Technik regt den Betrachter durchaus zum genaueren Hinschauen an.

Schwarz machte ihr Abitur. Anschließend begann sie ein Studium mit dem Schwerpunkt Kunst und Englisch an der Pädagogischen Hochschule Weingarten. Während des Kunststudiums entdeckte die heute 34-Jährige die Fotografie für sich. Sie stellt das zweite Standbein ihrer Kunst dar. Bis 2007 widmete sich die Künstlerin außerdem der Grafik. Schon im Jugendalter konnte Schwarz mit Bleistift und Graphit umgehen. Im Rahmen ihres Studiums baute sie ihr Können weiter aus. Nun entstanden ebenfalls Grafiken aus Tusche, Kohle und Kreide. Desgleichen bot sich ihr die Gelegenheit, in der Druckgrafik neue Erfahrungen zu sammeln.

Ab 2007 rückten die Malerei und die Fotografie in den Vordergrund des künstlerischen Schaffens von Schwarz. Im Jahre 2009 beendete die junge Frau ihr Studium. Gemeinsam mit ihrem Mann verschlug es sie in die Schweiz, wo sie 2010 Mutter wurde. Die Zeit für die Kunst war nun begrenzt, doch die Leidenschaft blieb. Von ihren Auslandsreisen brachte sie immer wieder neue Anregungen mit, die sie in ihrer Acrylmalerei zum Ausdruck bringt.

Einige ihrer Bilder präsentierte Nikola Schwarz 2012 und 2013 im Rathaus von Dietingen, ihrer früheren Heimat. Seit 2014 lebt sie nun mit ihrer Familie in Jestetten und hier ist auch ihre aktuelle  Ausstellung zu sehen. Sie zeigt ausgewählte Werke in Acryl auf Leinwand. Diese bestechen insbesondere durch bewegte Formen und warme Farben. Die junge Künstlerin spielt mit Formen, Farben und Licht. Genau das verführt den Betrachter zu einer Auseinandersetzung mit dem, was dargestellt wird.

Die Vernissage ist angesetzt für den 24. Juli um 18 Uhr. Die Kunstausstellung ist bereits seit dem 10. Juli zu sehen. Besucher sind zu den Öffnungszeiten des Rathauses – Montag bis Freitag von 8 bis 12.30 Uhr sowie Mittwoch von 14 bis 18.30 Uhr – herzlich eingeladen, diese Form der Kunst auf sich wirken zu lassen. Das Ende der Ausstellung ist am 3. September.

Bildquelle: © bagal / Pixelio.de

Der Terminator ist zurück – auf einer Menge Poster und der Kinoleinwand

250150_web_R_K_by_Clemens Mirwald_pixelio.de (2)Es ist etwas mehr als 30 Jahre her, als Arnold Schwarzenegger als Terminator die Kinoleinwände eroberte. Nicht nur er gab damals sein Debüt, sondern auch Regisseur James Cameron. Mit nur wenig Budget gelang es diesem, einen echten Klassiker der Filmgeschichte zu produzieren. Am 9. Juli 2015 kehrte der Terminator in die Kinos zurück.

In der Zwischenzeit ist viel passiert. Immerhin gab es nach dem ersten Film drei weitere Filme und eine gleichnamige Fernsehserie. Die Handlung im neuesten Teil mit dem Namen „Terminator Genisys“ ist weitestgehend gleichgeblieben. Der Kampf zwischen Mensch und Maschine währt immer noch. Der Film nimmt seinen Anfang im Jahr 2029. Ein von den Maschinen ausgelöster Atomkrieg hat die Menschheit weitestgehend ausgelöscht. Nur ein kleines Häufchen Überlebender unter der Führung des aus früheren Terminator-Teilen bekannten John Connor leistet Widerstand. Unaufhörlich dringt die Widerstandsgruppe weiter in das Herz der künstlichen Superintelligenz Skynet vor. Als die Kapitulation unausweichlich scheint, hat Skynet den rettenden Einfall: Ein Roboter wird in das Jahr 1984 zurückgeschickt. Er hat den Auftrag, die Mutter John Connors, Sarah Connor, zu töten. Kurz danach gelingt es eben diesem, die Maschinenfestung zu erobern. Um seine Mutter – und somit auch sich selbst – zu retten, schickt er den Soldaten Kyle Reese ebenfalls zurück in die Vergangenheit.

Bis dahin kommt dem erfahrenen Cineasten einiges bekannt vor. Auch das Eintreffen des Terminators erinnert an den ersten Teil: Arnold Schwarzenegger landet nackt wie Gott ihn schuf mitten in der Nacht auf einer Straße in Los Angeles. Die ersten Menschen, auf die er trifft, sind drei junge Punker. Mit dem Ankommen des nächsten Terminators aber beginnt endlich die Handlung des neuen Streifens. Unzweifelhaft ist es der gleiche Terminator, der am Ort des Geschehens eintrifft. Er ist jedoch bekleidet und deutlich älter als sein Gegenüber. Das hält ihn aber nicht davon ab, sogleich das Feuer auf seine jüngere Kopie zu eröffnen und im Anschluss daran eine wüste Schlägerei mit dieser anzufangen.

Im Gegensatz zum ersten Teil findet Kyle Reese, verkörpert von Jai Courtney, in „Terminator Genisys“ keine ahnungslose Sarah Connor, gespielt von Emilia Clarke, vor. Sie traf bereits zehn Jahre zuvor auf einen Terminator, der ihre Eltern tötete. Sie selber entging diesem Schicksal, weil sie von einem anderen Terminator (ebenfalls von Arnold Schwarzenegger dargestellt) geschützt wurde. Er nahm sich des Mädchens an und trainierte es für den Kampf gegen die Maschinen. Die Ereignisse sorgen für Veränderungen in der Zeitlinie und so wird von Reese im Grunde genommen gar nicht erwartet, dass er die Rolle erfüllt, die ihm von John Connor zugedacht wurde. Also baut der Soldat eine Zeitmaschine, mit der er und Sarah in das Jahr 2017 gelangen. Ihr „väterlicher“ Terminator hat kein Interesse an Zeitreisen und lässt die Zeit lieber in normaler Geschwindigkeit an sich vorüberziehen. Demzufolge werden Reese und Sarah 2017 von einem weißhaarigem Mann Ende der 60 (Schwarzenegger in Echtzeit und in dieser Rolle ebenfalls auf einem der Poster zum Film zu sehen) in Empfang genommen. Aber auch die Maschinen geben nicht auf…

Bei „Terminator Genisys“ führte Alan Taylor Regie. Ohne Zweifel ist es ihm gelungen, sowohl die Ursprünge des Terminators gekonnt in Szene zu setzen als auch Neues zu etablieren, was junge und alte Science-Fictions-Fans gleichermaßen begeistern dürfte. Außen vor blieben jedoch die weniger beliebten Teile „Terminator 3“ aus dem Jahre 2003 und „Terminator Salvation“ von 2009.

Bildquelle: © Clemens Mirwald / Pixelio.de

Wieder ein Schwindel mit Etiketten – Kölschskandal in Köln

83767_web_R_K_B_by_S. Hofschlaeger_pixelio.de (2)Der Geschäftsführer der „Gräflich zu Stolberg’schen Brauerei Westheim“, Moritz Freiherr von Twickel, ist entsetzt: Zwei seiner Kunden haben bei ihm jahrelang eingekauft, um dann das bei ihm erworbene Bier mit falschen Etiketten zu versehen und als Kölsch weiterzuverkaufen. Bei den beiden Brüdern aus Niehl fand die Polizei unter anderem einige Fässer Pils von der Brauerei. Insgesamt wurden 1.000 50-Liter-Fässer sichergestellt, die von verschiedenen Brauereien stammten.

Die 42 beziehungsweise 34 Jahre alten Geschäftsmänner hatten das Bier günstig eingekauft und später als teures Markenkölsch wieder verkauft. Das ist nicht nur Etikettenschwindel, sondern „wie ein klassisches Plagiat“, gibt ein Polizeisprecher an. In der Westheimer Brauerei orderten die Brüder hauptsächlich helles obergäriges Bier, manchmal auch geringe Mengen von Weizen. Die Brauerei stellte Lohnbraubier für die Brüder her, das in Fässer abgefüllt wurde. Jene wurden von einer Spedition angeliefert, teilweise wurden auch Lieferungen nach Köln vorgenommen. Die Brüder versahen dann die Bierfässer mit den Etiketten ihrer eigenen Marke. Das lag nicht mehr im Zuständigkeitsbereich der Brauerei. Verkauft wurde das Bier offenbar unter dem Namen „Bachsteiner“. In der laufenden Ermittlung wird die Brauerei als möglicher Lieferant genannt, ein Strafverfahren wurde jedoch nicht eingeleitet.

Helles obergäriges Bier wird ähnlich wie Kölsch gebraut. Nach der Kölsch-Konvention aus dem Jahre 1985 sind derzeit elf Brauereien in Deutschland dazu berechtigt, Kölsch zu brauen. Die Konvention sieht vor, dass das Bier ausschließlich auf Kölner Stadtgebiet hergestellt werden darf. Ausnahmen gelten nur für Brauereien, die bereits vor der Konvention Kölsch gebraut haben. Die oben genannte Brauerei gehört nicht zu den ausgewählten. Die Brüder aus Niehl scheinen sich ebenfalls an die Konvention gehalten zu haben, denn auf den bisher gefundenen Etiketten taucht der Name Kölsch nicht auf.

Dass Kunden ein Bier zum Verkaufen unter eigenen Namen brauen lassen, sei nicht ungewöhnlich, erklärt Twickel. Das Vorgehen der beiden mutmaßlichen Betrüger sei allerdings ein Skandal. Man sei von einer ganz normalen Kundenbelieferung ausgegangen. Was die Brüder überhaupt mit dem Bier machten und was in den bisher verkauften Fässern war, wurde noch nicht vollständig ermittelt. Polizei und Kölschbrauereien untersuchen den Vorfall gemeinsam. Christian Kerner in der Eigenschaft als Geschäftsführer des Kölner Brauerei-Verbands geht davon aus, dass die Fässer mit den unverfänglichen Etiketten der Eigenmarke an die Brauereien geliefert und von diesen gefüllt wurden. Nach Rückholung der vollen Fässer wurden die Etiketten wieder abgenommen. Kerner hält eine Gewinnspanne von 30 Euro pro Fass für durchaus möglich. Ein mit 50 Litern Markenkölsch gefülltes Fass hat einen Verkaufspreis von rund 100 Euro. Das dafür ausgegebene Bier hat aber im Einkauf wahrscheinlich nur 70 Euro gekostet.

Eine Suche nach der Biermarke „Bachsteiner“ im Internet ergab keine brauchbaren Ergebnisse. Es sei außerdem wunderlich, dass die Wirte nicht gemerkt haben, dass es sich bei dem Bier nicht um echtes Kölsch handelte. Schließlich sollten jene doch einen Sinn für den Geschmack von Kölsch entwickelt haben. Verbraucher könnten dagegen schon in Schwierigkeiten kommen. Wird ein helles obergäriges Bier gut gekühlt gereicht, ist der Unterschied zum echten Kölsch nur schwer herauszuschmecken. Ob die Wirte davon wussten, dass das von ihnen verkaufte Bier kein echtes Kölsch war, ist ebenfalls noch nicht bekannt. Kenner der Branche bezeichnen auch das Vorgehen der liefernden Brauerei als zu blauäugig.

© S. Hofschlaeger / Pixelio.de