Aufkleber und T-Shirt Blog

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„The Danish Girl“ – auf dem Poster ist Redmayne als Frau zu sehen

250150_web_R_K_by_Clemens Mirwald_pixelio.de (2)Hunderttausende von Menschen fühlen sich im falschen Körper geboren. Bisher hielten sich die sogenannten Transgender eher im Hintergrund, doch in der letzten Zeit rückte das Thema mehr und mehr in das Interesse der Öffentlichkeit. Prominente wie Caitlyn Jenner, die als Bruce William Jenner geboren wurde und niemand Geringeres als der Stiefvater von Kim Kardashian ist, erregten Aufsehen, als sie sich öffentlich zu ihrer Geschlechtsumwandlung bekannten. Im deutschen Fernsehen konnte beim Fernsehsender RTL 2 in einer Doku-Soap hautnah das Leid der Betroffenen miterlebt werden.

Mit dem Film „The Danish Girl“ erobern die Transgender nunmehr auch die Kinos. In der Hauptrolle ist Oscar-Preisträger Eddie Redmayne zu sehen. Er spielt Einar Wegener, der mit der Malerin Greta Waud, verkörpert von Alicia Vikander, verheiratet ist. Die Beiden führen eine ganz normale Ehe im Kopenhagen der 1920er-Jahre.

Greta ahnt nichts von dem gespaltenen Gefühlsleben ihres Mannes und er versteht es hervorragend, seine eigentlichen geschlechtlichen Vorlieben vor ihr zu verheimlichen. Eines Tages aber stellt Einar das Schicksal eine Falle. Oder ist es eher eine Aufforderung dazu, endlich mit der Geheimniskrämerei aufzuhören und im richtigen Körper ein erfülltes Leben zu leben?

Greta bittet ihn, für sie Modell zu stehen und zwar als Frau. So schlüpft Einar in Frauenkleider und begeistert seine eigene Frau als Modell Lili. Greta ahnt nicht, was die Lobeshymnen für die gekonnte Darstellung in ihrem Mann auslösen. Er fasst nämlich im Anschluss daran den Entschluss, sich einer Geschlechtsumwandlung zu unterziehen, um endlich eine Frau zu werden. Was das für ihn und seine bis dahin glücklich verlaufende Beziehung bedeutet, ahnen beide zu diesem Zeitpunkt nicht.

Ab dem 7. Januar 2016 läuft das Drama in den Kinos. Aktuell macht ein Poster Lust auf den Film. Auf ihm sind Redmayne und Vikander zu sehen. Letztere ist lediglich im Profil abgebildet. Ersterer blickt genau in die Kamera und macht als Frau eine erstaunlich gute Figur. Wer Redmayne nicht gerade aus einem seiner anderen Filme kennt, wird hinter dem zarten Antlitz sicher keinen Mann vermuten.

„The Danish Girl“ beruht auf einer wahren Geschichte. In derartigen Rollen wusste Redmayne bisher stets zu überzeugen. Den Oscar als „Bester Hauptdarsteller“ bekam er 2014 für seine brillante Verkörperung des jungen Naturwissenschaftlers Stephen Hawking in „Die Entdeckung der Unendlichkeit“. Und es war nicht die einzige Auszeichnung, die es dafür gab. 2015 heimste Redmayne außerdem den Golden Globe für den „Besten Hauptdarsteller – Drama“ ein. An der Besetzung sollte der Erfolg von „The Danish Girl“ also nicht scheitern.

Regie führte übrigens Tom Hooper. Er arbeitete bereits mit Redmayne 2012 in der Verfilmung des weltbekannten Musicals „Les Miserables“ zusammen. Redmayne ist zudem im Film „My Week with Marilyn“ zu bewundern. Das letzte Projekt der hübschen Schwedin Alicia Vikander war der Science-Fiction-Streifen „Ex Machina“. Dramaerfahrung bringt sie aber ebenfalls mit: Im Jahre 2012 schlüpfte sie im Historiendrama „Die Königin und der Leibarzt“ in die Rolle der Königin Caroline Mathilde. Für einen Oscar reichte es zwar bisher nicht, aber sie kann bereits ein paar Auszeichnungen aus der Heimat ihr Eigen nennen.

Weltpremiere feierte „The Danish Girl“ bei den diesjährigen Filmfestspielen von Venedig.

Bildquelle: © Clemens Mirwald / Pixelio.de

Die Geschichte des Rheins erfahren: Der QR-Code macht es möglich

734934_web_R_K_by_berggeist007_pixelio.de (2)Mit dem Reiseführer im Gepäck am Rhein entlangradeln und für Informationen absteigen und das Büchlein zur Hand nehmen müssen? Das war einmal! Der altehrwürdige Gevatter Rhein wird modern und zwar mit QR-Codes. Vor kurzem startete das Projekt „Audiotouren“. Insgesamt stehen Radlern – und auch anderen Interessierten – sieben verschiedene Touren mit 42 Stationen am Ufer des Rheins zur Verfügung. Ins Reisegepäck gehört von nun an also ein mobiles Endgerät, das zum Auslesen von QR-Codes in der Lage ist.

Das Projekt wollte andere Wege gehen. Die Nutzung von QR-Codes zu Informationszwecken ist nicht neu, Museen und öffentliche Einrichtungen verwenden diese Technologie ebenfalls seit einiger Zeit. Am Rhein aber informieren Menschen, die mit dem Fluss verbunden sind und aus der jeweiligen Region stammen.

Als Moderator konnte unter anderem der Leiter des Siebengebirgsmuseums in Königswinter, Elmar Scheuren, gewonnen werden. Weiterhin berichten Gotthard Emmerich, seines Zeichens Winzer aus Leutesdorf, der Direktor des Arp Museums Bahnhof Rolandseck, Oliver Kornhoff, und Schwester Michele als Bewohnerin der Klosterinsel Nonnenwerth von ihrem Leben am und mit dem Rhein.

In ihren Erzählungen geht es um Mythen, um die Landschaft, um die Geschichte des Stroms und vieles mehr. Mehr als 40 Menschen aus dem Mittelrheintal liehen dem Projekt ihre Stimme und halfen dadurch mit, die Idee in die Praxis umzusetzen. Die Touren tragen solch klangvolle Namen wie “Impulse aus einem weiten Tal” oder “Mythos und Menschen am Rhein”. Sie führen durch das Gebiet zwischen Mäuseturm und Rolandsbogen.

Interessant ist ebenfalls die Tour „essbare Stadt Andernach“, deren Moderation der Projektverantwortliche Lutz Kosack höchstpersönlich in die Hand genommen hat. An einer anderen Stelle erzählt der ehemalige Aalfischer Willi Frings aus Urmitz nach dem Scannen des QR-Codes, wie er einst in der Nacht am Rhein auf Aalfang ging. Sogar ein „Blaublütler“ kommt zu Wort: Fürst Alexander zu Sayn-Wittgenstein-Sayn erklärt, warum ein Abstecher zum Kulturpark Sayn unbedingt sein muss.

Die Radtouren sind zwischen 16 und 46 Kilometern lang. Da sie ausschließlich auf ebenerdigen Abschnitten des Rhein-Radwegs entlangführen, sind sie für Radfahrer aller Altersklassen geeignet. Die Audiobeiträge sind sowohl von den Schildern am Weg über den dazugehörigen QR-Code als auch im Internet auf der Webseite des Rhein-Radwegs abrufbar. Sie können weiterhin im MP3-Format auf geeignete Mobilgeräte heruntergeladen werden. Ferner ist eine Broschüre verfügbar, die gleichfalls die QR-Codes enthält. Sie steht auf der Internetseite zum Download bereit oder kann dort in gedruckter Form bestellt werden.

Der Rheinradweg hat eine Gesamtlänge von 1.233 Kilometern. Er ist einer der bekanntesten und wichtigsten Fernradwege Europas. Die durch Nordrhein-Westfalen führende Etappe gilt als besonders attraktiv. Sie reicht vom Drachenfels im Siebengebirge bis zur Hansestadt Emmerich am Rhein. Wer die Route befährt, trifft auf eine Landschaft, die unterschiedlicher nicht sein könnte. Die quirligen Großstädte Düsseldorf und Köln werden ebenso durchquert wie idyllische Landstriche am Niederrhein. Der Radler „erfährt“ einen Mix aus Tradition und Moderne. Mittelalterlich geprägte Ortskerne laden zum Verweilen und Entspannen ein, während Duisburg, die Stadt mit dem größten Binnenhafen der Welt, scheinbar nie zur Ruhe kommt.

Der Rhein und seine Landschaften am Ufer vereinen alles, was Deutschland charakterisiert. Kein anderer Radweg bietet mehr Abwechslung als der Rheinradweg in Nordrhein-Westfalen. Mit dem neu gestarteten Audiotourenprojekt ist er um eine Attraktion reicher.

Bildquelle: © berggeist007 / Pixelio.de

Mautpflicht in Urlaubsländern: Ohne Aufkleber wird´s teuer!

273791_web_R_K_B_by_RainerSturm_pixelio.de (2)Des Deutschen liebstes Kind ist auch im Urlaub für viele ein treuer Wegbegleiter. Das eigene Auto gewährt Mobilität und Unabhängigkeit. Wer möchte schon darauf verzichten? Innerhalb Deutschlands kein Problem, wer jedoch die Grenzen hinter sich lässt und in andere europäische Länder aufbricht, sollte sich vorab über eine eventuelle Mautpflicht informieren.

Der Begriff Maut steht für eine Straßennutzungsgebühr, mit denen in vielen Ländern die Autofahrer am Bau von Straßen und deren Instandhaltung finanziell beteiligt werden. In Deutschland werden derzeit Mautgebühren nur für LKW auf Autobahnen verlangt, in vielen anderen Ländern Europas ist allerdings das Zahlen von Straßenmaut für alle Kraftfahrzeuge Pflicht.

Dass die fälligen Gebühren gezahlt wurden, gibt eine sogenannte Vignette bekannt, die gut sichtbar an der Windschutzscheibe des jeweiligen Fahrzeugs platziert wird. Es handelt sich dabei um einen bunten Aufkleber, auf dem die Gültigkeitsdauer der Vignette vermerkt ist. Ein solcher kann beispielsweise bei einem Automobilclub erworben werden. Ferner gibt es an den gebührenpflichtigen Straßen entsprechende Möglichkeiten, eine Vignette zu erwerben.

Wichtig ist, dass diese vor dem Befahren der Straße angebracht wird. Gerade in der Urlaubszeit sind die Ordnungshüter besonders aufmerksam. Wird man ohne Vignette ertappt, kennen die Behörden keine Gnade. Vignettenpflicht besteht unter anderem für Autobahnen und Schnellstraßen in Österreich, in der Schweiz, in Tschechien, in Ungarn, in Slowenien, in Rumänien, in Bulgarien sowie in der Slowakei.

Die Bußgelder, die bei einem Verstoß gegen die Vignettenpflicht verhängt werden, sind saftig. Spitzenreiter ist Slowenien. Hier können bis zu 800 Euro fällig werden, ist man ohne Vignette unterwegs. Das Ärgerliche dabei: Die Strafe ist in der Regel sofort bar zu zahlen. In den anderen Ländern wird nicht so drastisch gegen Mautsünder vorgegangen, dennoch gibt es kein Pardon. In Österreich beginnen die Bußgelder für einen Vignettenverstoß bei 120 Euro, in Tschechien bei 185 Euro und in der Schweiz bei 190 Euro. Im Vergleich dazu kostet die Vignette aktuell um die 38 Euro. Da erscheint das vorherige Entrichten der Straßennutzungsgebühr das kleinere Übel.

In Frankreich sind einige Straßen ebenfalls mautpflichtig. Das Mautsystem unterscheidet sich allerdings von denen in den vorgenannten Ländern. Hier wird nach zurückgelegten Kilometern abgerechnet. Dafür passiert der Autofahrer eine Mautstelle und erhält dort ein Ticket. Beim Verlassen der mautpflichtigen Strecke wird wiederum an einer Mautstelle über dieses die Abrechnung vorgenommen. Gezahlt werden kann bar oder mit Karte. Die Gebührenhöhe richtet sich neben den gefahrenen Kilometern weiterhin nach der Art des Fahrzeuges. Pro Kilometer kostet das Befahren der Straße mit einem PKW rund sieben Cent.

Italien und Kroatien verlangen für die Nutzung seiner Straßen teilweise Gebühren. Norwegen finanziert Brücken und Tunnel mit einer befristeten Maut. Nach Errichtung derselben wird solange eine Nutzungsgebühr verlangt, bis das jeweilige Bauwerk abgezahlt ist. Schweden stellt seine Straßen kostenlos zur Verfügung. In Spanien ist das Fahren auf privat gebauten Autobahnen oft kostenpflichtig.

Das Erheben von Maut ist übrigens keine neue Erfindung. Bereits im Mittelalter wurden Wegezölle verlangt. Sie waren schon damals für die Finanzierung von Verkehrsbauwerken weit verbreitet. Reisende mussten an Toren und Brücken ein Entgelt entrichten, damit sie passieren durften. Weil dadurch aber der freie Handel gestört wurde, verschwanden diese Mautstellen später nach und nach. In Graz wurde allerdings noch 1938 für das Befahren der Innenstadt eine Gebühr verlangt. Vor einigen Jahrzehnten feierte die Mautgebühr sozusagen ihr Comeback.

Bildquelle: © Rainer Sturm / Pixelio.de

„Dating Queen“ startet in den Kinos – Poster schürten die Vorfreude

250150_web_R_K_by_Clemens Mirwald_pixelio.de (2)Fast ziemlich genau zehn Jahre ist es her, dass Regisseur Judd Apatow mit seiner Komödie „Jungfrau (40), männlich, sucht…” einen Mega-Filmhit landete. Jetzt nahm er wieder im Regiestuhl Platz und versuchte noch einmal sein Glück. Sein neuestes Werk trägt den Titel „Dating Queen“. Von Fans wurde der Streifen sehnsüchtig erwartet. Schon vor etlichen Monaten kamen Poster zum Film heraus. Und auch die regelmäßig erschienenen Trailer versprachen einiges.

Das Drehbuch zu „Dating Queen“ stammt von Hauptdarstellerin Amy Schumer. Sie ist der neue Stern an Amerikas Comedyhimmel. Die freche Blondine, die zuletzt die MTV Movie Awards moderierte, spielt mehr oder weniger sich selbst. In Interviews gab sie an, dass sie in der Vorlage nur Erlebnisse verarbeitet hat, die ihr jederzeit selbst passieren könnten. Ob sie tatsächlich ein solches Leben wie im Film führt(e), ließ sie allerdings offen.

Alles beginnt damit, dass Amy von ihrem Vater erzählt bekommt, dass Monogamie unrealistisch sei. Sie verinnerlicht das Motto derart, dass sie im Erwachsenenalter unfähig ist, eine feste Bindung einzugehen. Stattdessen hat sie einen One-Night-Stand nach dem anderen und fühlt sich dabei pudelwohl in ihrer Haut. Als sie in ihrer Eigenschaft als Redakteurin eines Männermagazins aber den Sportchirurgen Aaron (Bill Hader) interviewen soll, gerät ihre bis dahin heile Welt plötzlich ins Wanken.

Der Arzt schafft es tatsächlich, sie zu mehreren Treffen zu überreden, nach denen sie nicht einmal im Bett landen. Aaron ist ein Romantiker und glaubt unerschütterlich an die große Liebe. Er ist fest davon überzeugt, dass gerade Amy ebenjene ist. Doch es ist schwer, aufgrund ihrer Lebenseinstellung überhaupt an sie heranzukommen. Aber Aarons Beharrlichkeit zahlt sich aus: Irgendwann ertappt sich Amy dabei, dass sie tatsächlich tiefergehende Gefühle für ihn hat.

In diesem Moment kommt es allerdings nicht zum erhofften Showdown, wo sich beide in die Arme fallen und sich ihre Liebe zueinander gestehen. Das Gegenteil ist der Fall. Aaron und Amy geraten in Streit und schlagartig scheint es mit der gerade erst beginnenden Romanze wieder vorbei. Amy verfällt zurück in ihr altes Muster und „schleppt“ reihenweise Männer ab. Aaron muss mit seiner Eroberung von vorn beginnen.

Kriegen sie sich oder kriegen sie sich nicht? Die Antwort auf diese Frage wird die Kinobesucher bis zum Ende des Films auf ihren Plätzen halten. Bis es soweit ist, gibt es viel zu lachen, aber auch ein bisschen was zum Nachdenken. Bissiger Humor mit spitzen und teilweise bösen Kommentaren wechselt sich ab mit ernsthaften, ja manchmal sogar etwas traurigen Abschnitten wie etwa die Beerdigung von Amys Vater. Hier wird die Handschrift von Apatow deutlich. Er versteht es meisterhaft, Spaß und Ernst ins richtige Verhältnis zu setzen. Genau das macht seinen Erfolg aus. Seine Filme sind vordergründig Komödien, die bei näherer Betrachtung aber durchaus reale Probleme des menschlichen Miteinanders ans Licht bringen.

Der Film ist übrigens gespickt mit weiteren Highlights in Form von Gastauftritten verschiedener Stars. Oscar-Preisträgerin Tilda Swinton ist beispielsweise als Chefredakteurin dabei. Einer von Amys Bettgespielen wird vom Wrestling-Star John Cena gespielt. Auch der Basketballspieler LeBron James durfte in einer Szene mitwirken.

„Dating Queen“ läuft ab dem 12. August in den deutschen Kinos. In den USA hat er innerhalb kürzester Zeit die Produktionskosten eingespielt und war somit sehr erfolgreich. Mal schauen, ob der Film hierzulande genauso gut ankommt.

Bildquelle: © Clemens Mirwald / Pixelio.de

Knöllchen bezahlen mit QR-Code – Lübeck ist am Puls der Zeit

638293_web_R_K_B_by_Rainer Sturm_pixelio.de (2)Die Ordnungshüter in Lübeck zeigen sich am Puls der Zeit. Sie haben eine neue technische Ausstattung bekommen. Hauptbestandteil dieser sind Smartphones, mit denen von nun an auf die Jagd nach Verkehrssündern gegangen wird. Aber auch diese tun gut daran, ein Smartphone dabeizuhaben. Sie können nämlich dann sofort ihr Knöllchen per QR-Code bezahlen.

Wer falsch geparkt hat, findet nunmehr keinen Überweisungsträger mehr hinter seinem Scheibenwischer vor, sondern einen Beleg, auf dem ein QR-Code aufgedruckt ist. Mit einer entsprechenden App kann dieser sofort ausgelesen und die Zahlung des Verwarngeldes veranlasst werden.

Vorerst steht der Dienst nur Kunden der Volksbank, der Sparkasse und der BW-Bank offen. Die Apps dieser Kreditinstitute eignen sich zum Knöllchenzahlen mit dem Smartphone. Ist kein Online-Banking-Account vorhanden, bleibt dem Betroffenen die manuelle Eingabe der Kontodaten nicht erspart.

Der neue Dienst bringt auch den Ordnungshütern Vorteile: Sie können an jedem Standort relevante Daten abrufen und sind zudem untereinander vernetzt. Die Lübecker reagieren derzeit noch etwas befremdet beim Anblick der Politessen, die während des Dienstes mit gezücktem Smartphone am Straßenrand stehen und darauf herumtippen. Doch sie werden hoffentlich bald die Vorzüge der neuen Technik erkennen.

Geben die Ordnungshüter das Kennzeichen eines Autos ein, erscheinen auf dem Display wichtige Informationen wie das Vorhandensein eines Anwohnerparkausweises oder eine am selben Tag bereits durch einen anderen Kollegen ausgesprochene Verwarnung. Somit kommt es ebenfalls nicht mehr zu doppelten Verwarnungen, die zu einem späteren Zeitpunkt wieder zurückgenommen werden müssen.

Mit der Erfassung eines Falschparkers ist die Verwarnung sofort im System gespeichert und von den anderen Strafzettelverteilern abrufbar. Das Smartphone leitet die Daten direkt an einen Server weiter. Die vorher genutzten Mobilen Daten-Erfassungsgeräte wurden erst am Ende des Arbeitstages in eine eigens für die Datenübertragung vorgesehene Station gestellt. Da waren Doppelerfassungen an der Tagesordnung, die jedes Mal einen hohen Arbeitsaufwand nach sich zogen.

Außerdem war die Ausrüstung mit Datenerfassungsgerät, Papierrolle und Drucker wesentlich umfangreicher und schwerer. Über ein Kilo musste damit zusätzlich geschleppt werden. Heute reicht ein Gerät aus, das nur wenige Gramm wiegt, und es passt bequem in die Hose- oder Jackentasche.

Via Bluetooth werden die Daten nach Abschluss der Eingabe an einen Drucker am Gürtel der Knöllchenschreiberin gesendet. Kurze Zeit später kommt der Strafzettel mit dem QR-Code in gedruckter Version heraus und kann am Fahrzeug angebracht werden. Wird jener übersehen, erhält der Adressat eine kostenlose Benachrichtigung.

Natürlich erhofft sich die Stadt dadurch auch den schnelleren Eingang des Verwarngeldes. Kehrt der Fahrzeugführer zurück und findet das Knöllchen mit dem QR-Code an seinem Auto vor, kann er als Nutzer der sogenannten Giro-App sofort die Zahlung vornehmen. Ein schnelles und unbürokratisches Verfahren, was beiden Seiten eine enorme Zeitersparnis bringt. Für den Zahlungspflichtigen entfällt zum Beispiel das umständliche Eintippen der IBAN. Der QR-Code enthält alle zahlungsrelevanten Daten. Nach dem Einscannen werden die Daten automatisch übertragen und die Zahlung sofort ausgeführt.

Die Stadt hat erst einmal 40 Smartphones geordert. Diese werden gleichzeitig als Diensttelefone genutzt und dürfen mit nach Hause genommen werden. Die Autofahrer in Lübeck können sich mit dem neuen System noch nicht so richtig anfreunden. Sie sehen vor allem datenschutzrechtliche Probleme und geben auch zu bedenken, dass nicht jeder mit der notwendigen Bezahltechnik ausgestattet beziehungsweise im Umgang mit dieser vertraut ist.

Bildquelle: © Rainer Sturm / Pixelio.de

Filmhund „Uggie“ ist tot – die Poster von „The Artist“ zeigten ihn

500525_web_R_K_by_Karin Volkmer_pixelio.de (2)Einen Stummfilm in der Gegenwart zu drehen, bedarf einiges an Mut. Michel Hazanavicius nahm die Herausforderung an und widmete sich einer Lovestory im Hollywood der 1920er Jahr fast gänzlich ohne Worte. Lediglich am Ende des Films, quasi in der letzten Minute, fallen zwei Sätze: Al Zimmer alias John Goodman fragt George Valentin, verkörpert von Jean Dujardin, „Perfekt! Kriegen wir das hin?“, worauf jener antwortet: „Mit Vergnügen!“

Trotz fehlender Dialoge hatte der Film einen durchschlagenden Erfolg. In seinem Erscheinungsjahr 2011 heimste er insgesamt fünf Oscars, darunter den für den besten Film und den für den besten Hauptdarsteller, ein. Kritiker aber meinen, dass der Ruhm jemand anderem gebührt hätte, nämlich Filmhund „Uggie“. Der kleine freche Terrier ist den gesamten Film über an Dujardins Seite und sein bester Freund. Jetzt ereilte die Fans eine traurige Nachricht: „Uggie“ musste im Alter von 13 Jahren am 7. August in Los Angeles eingeschläfert werden.

Sein Herrchen Omar Von Mueller sprach von einer schweren Entscheidung, doch letztendlich habe er sie treffen müssen. „Uggie“ litt an Prostatakrebs. Die Krankheit bereitete ihm in den vorangegangenen Wochen große Probleme, sodass der Tod eine Erlösung für ihn war. Einige Poster von „The Artist“ erinnern an den niedlichen Hund. So ist er auf einem von ihnen zwischen Dujardin und Hauptdarstellerin Bérénice Bejo (sie spielt die aufstrebende Schauspielerin Peppy Miller) abgebildet. Auf einem anderen sitzt er auf dem Schoß von Dujardin.

„The Artist“ war übrigens der letzte Film, in dem „Uggie“ zu sehen war. Kurz danach ging er in Rente und konnte sich noch über ein paar unbeschwerte Jahre bei seinem Besitzer freuen. Ganz leer ging der Terrier dennoch nicht aus: Für seine Rolle erhielt er in Cannes den Palme Dog Preis und den Golden Collar Award. Seine Trainerin Sarah Clifford war ebenfalls ein großer Fan von ihrem Schützling. Sie nannte ihn den „perfekten kleinen Terrier“. Jener spielte übrigens auch in der Komödie “Die Qual der Wahl” und in dem Drama “Wasser für die Elefanten” mit. Nun hat sein erfülltes Leben ein Ende gefunden.

„Uggie“ wird aber ebenso unvergessen bleiben wie „Lassie“, „Beethoven“, „Marley“ und „Hachiko“. Sie alle waren berühmte Filmhunde, wobei ein Großteil von ihnen allerdings von mehreren Hunden verkörpert wurde. Die Filmkarriere von „Lassie“ begann beispielsweise im Jahre 1943 und endete vorerst 2005. Angesichts dieser Zeitspanne ist es unmöglich, dass nur ein einziger Hund den vierbeinigen Helden spielen konnte.

„Lassie“ ist ohne Zweifel der berühmteste Filmhund aller Zeiten und viele behaupten gar, er beziehungsweise sie wäre der berühmteste Hund der Welt. Die Colliehündin war die Hauptperson in mehreren Kinofilmen und Serien. Menschen aller Altersklassen saßen wie gebannt vor den Fernsehschirmen, wenn „Lassie“ über den Bildschirm flimmerte. Der Name „Lassie“ hat seinen Ursprung in einem schottischen Dialekt und heißt übersetzt Mädchen. Obwohl „Lassie“ weiblichen Geschlechts war, wurde sie vorwiegend von Rüden gespielt, weil diese ein volleres und schöneres Fell besaßen.

Ob sich die Langhaarcollies nach der Ausstrahlung von „Lassie“ einer größeren Beliebtheit erfreuen konnten, ist nicht bekannt. Die Jack Russel Terrier, zu denen auch „Uggie“ gehörte, zählen aufgrund ihrer Intelligenz und ihrer Gelehrigkeit bereits seit Längerem zu den bevorzugten Rassen im Filmgeschäft.

Bildquelle: © Karin Volkmer / Pixelio.de