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Poster zur Neuverfilmung von Anne Franks Tagebuch veröffentlicht

561428_web_R_K_B_by_Petra Bork_pixelio.de (2)Das Schicksal des jüdischen Mädchens Anne Frank bewegte Menschen auf der ganzen Welt. Viele haben ihr Tagebuch gelesen, andere wiederum haben sich die Verfilmungen desselben angeschaut. Für den 3. März 2016 ist eine weitere angekündigt. Regie führte Hans Steinbichler. Das Drehbuch, basierend auf dem Original-Tagebuch der jungen Jüdin und persönlichen Aufzeichnungen ihrer Familie, stammt aus der Feder von Fred Breinersdorfer. Jener lieferte bereits die Vorlage zu „Sophie Scholl – Die letzten Tage“ und ist daher bestens mit dem sensiblen Thema Nationalsozialismus und seine Opfer vertraut. Einen ersten Einblick in die Neuverfilmung mit dem altbekannten Titel „Das Tagebuch der Anne Frank“ gewähren ein gerade erschienenes Poster und einige zeitgleich veröffentlichte Szenen-Bilder.

In die Rolle der Anne Frank schlüpfte Lea van Acken, die im letzten Jahr die Hauptrolle in dem Drama „Kreuzweg“ spielte. Van Acken ist ebenfalls auf dem aktuellen Poster zu sehen. Der 2016 in den Kinos anlaufende Film soll neue, bisher unbekannte Eindrücke aus dem Leben der Familie Frank in ihrem Versteck vermitteln. Anne Frank wurde 1929 in Frankfurt am Main geboren. Ihr Vater Otto Heinrich Frank war Kaufmann, ihre Mutter Edith Frank-Holländer entstammte ebenfalls einer Kaufmannsfamilie. Auf der Flucht vor den Nazis begibt sich die Familie ins Exil nach Amsterdam und wägt sich dort in Sicherheit. Doch diese Annahme erweist sich bald als trügerisch.

Als die Deutschen die Niederlande besetzen, verstecken sich die Franks mit Hilfe einer Freundin im Hinterhaus des Familienunternehmens. Anne feiert ihren 13. Geburtstag und bekommt ein Tagebuch geschenkt. Es ist der Anfang des legendären „Tagebuchs der Anne Frank“. Fortan hält das Mädchen alles darin fest und schafft damit ein einmaliges Zeitzeugnis, das schonungslos über die Verfolgung der Juden durch die Nazis berichtet. Offen und ehrlich schreibt Anne Frank über ihre Angst vor dem Entdecktwerden, über den Versuch, ein alltägliches Leben im Versteck zu führen, über die Bombenangriffe in der Nacht und über den Moment, als das Unfassbare wahr wird und die Deutschen zur Tür hereinkommen. Zugleich ist das Buch aber auch ein Bericht über das Erwachsenwerden, über den Teenageralltag während des Zweiten Weltkriegs und über das erste Verliebtsein.

Mehr als zwei Jahre gelang es den Franks, sich vor den Nazis zu verbergen. Im Laufe der Zeit kamen die Familie Pels und der Zahnarzt Fritz Pfeffer hinzu. Die acht Personen lebten auf engstem Raum zusammen, bis sie am 4. August 1944 verraten und von der Gestapo abgeholt wurden. Am 2. September 1944 wurden die Familie Frank und die Familie Pels mit einem Sammeltransport ins Konzentrationslager Auschwitz gebracht. Die beiden Mädchen Anne und Margot kamen anschließend ins Konzentrationslager Bergen-Belsen, wo sie Anfang März 1945 – nur wenige Wochen vor der Befreiung des Lagers durch die Briten am 15. April 1945 – starben. Anne war zu diesem Zeitpunkt 15 Jahre alt. Nur ein einziger überlebte das Martyrium der Konzentrationslager. Es war Otto Frank, der nach Amsterdam zurückkehrte und dort das Tagebuch seiner Tochter fand.

Neben Lea van Acken als Anne sind Ulrich Noethen als Vater Otto, Martina Gedeck als Mutter Edith, Stella Kunkat als Annes Schwester Margot sowie Gerti Drassl als Familienfreundin und Helferin Miep Gies in der Neuverfilmung zu sehen.

Bildquelle: © Petra Bork / Pixelio.de

„Game of Thrones“ Poster bringt Fans fast um den Verstand

417924_web_R_K_B_by_Raimund Antonitsch_pixelio.de (2)Wenn Serienhelden sterben, ist das für die Fans ein schwerer Schicksalsschlag. Auch Jon Schnee, gespielt von Kit Harington, ereilte in der 5. Staffel von “Game of Thrones” der Serientod. Trotzdem haben die Produzenten schon vor einiger Zeit eine 6. Staffel für den April 2016 angekündigt. Ob jene ohne Schnee wohl genauso erfolgreich sein wird? Scheinbar wollen sich die Macher darauf nicht verlassen, denn jetzt wurde ein Poster veröffentlicht, dass niemand Geringeren als eben jenen Jon Schnee zeigt. Das sehen eingefleischte Fans als endgültigen Beweis für das Fortleben des Charakters in der Serie. Und genau das könnte ein Grund dafür sein, dass dieses Poster zu einer wahren Hysterie führte.

Gerüchte gab es schon lange. Sie keimten bereits kurz nach der Ausstrahlung des Todes von Schnee auf. Harington wurde nämlich an diversen Orten mit langen Haaren gesehen. Sie waren für die Rolle des Schnees unverzichtbar und man wunderte sich zu Recht, warum sich Harington nach dem vermeintlichen Ausscheiden aus der Serie nicht von seiner Haartracht trennte. Später wurde er bei den Dreharbeiten zu „Game of Thrones“ entdeckt und einige Zeit danach sogar im Kostüm von Jon Schnee. Da musste doch etwas im Busche sein!

Das neue Poster sehen die meisten Fans als untrügliches Zeichen für eine 6. Staffel mit Schnee an. Oder handelt es sich vielleicht um einen ausgeklügelten PR-Gag, der die Zuschauer vor die Bildschirme locken soll? In den als Vorlage geltenden Büchern kann nicht nach der Lösung gesucht werden, denn sie weisen den gleichen Stand auf wie die bisher ausgestrahlten Staffeln. Auch die Darstellung auf dem Poster eröffnet – bei einer realistischen Betrachtung – mehrere Interpretationsmöglichkeiten. Zu sehen ist das blutüberströmte Gesicht von Schnee. Das könnte ebenso als Erinnerung an dessen Tod aufgefasst werden und muss nicht unbedingt bedeuten, dass jener zurückkehrt. Egal, welche Aussage dem Poster zu Grunde gelegt wird, seit der Veröffentlichung brodelt es in der Gerüchteküche noch mehr.

Auch Kit Harington selbst trägt zur Aufklärung derselben wenig bei. Vor einiger Zeit erklärte er in einem Interview, dass er definitiv tot sei. So wurde es ihm zumindest von den Produzenten gesagt. Ob er ein „guter Schauspieler“ ist oder tatsächlich so ahnungslos, wie er sich in diesem Gespräch gegeben hat, kann nur geraten werden. In jedem Falle aber haben die Macher der Serie schon viel erreicht und einiges dafür getan, dass der Staffelstart ein Erfolg werden wird. Die „Wiederbelebung“ von Schnee ist das derzeit wichtigste Thema im Netz. Sollte bis dahin nichts durchsickern, kann das Rätselraten um Schnee durchaus bis zum Beginn der 6. Staffel anhalten. Viele vermuten, dass möglicherweise die rote Priesterin Melisandre das Unmögliche möglich macht und den Serienliebling wiedererweckt.

Übrigens dürfte der US-Präsident Barack Obama wohl einer der prominentesten Fans der Serie sein. Gegenüber des Magazins „GQ“ bekannte er sich öffentlich dazu, dass er regelmäßig den Fernseher zum Verfolgen von „Game of Thrones“ einschaltet. Sein Lieblingscharakter ist Tyrion Lannister, der Zwerg. Merken könne er sich jedoch lediglich den Namen Jon Snow (=Jon Schnee), da dieser so einfach sei und er ihn als einzigen aussprechen könne. Das allein sollte doch Grund genug sein, dass Schnee zurückkommen muss.

Bildquelle: © Raimund Antonitsch / Pixelio.de

Die Stuttgarter Bibliothek für Zeitgeschichte sammelt auch Aufkleber

356693_web_R_K_B_by_Rainer Sturm_pixelio.de (2)Auf eine 100- jährige Geschichte blickt die Stuttgarter Bibliothek für Zeitgeschichte (BfZ) in diesem Jahr zurück. Im Laufe der Zeit haben sich da so einige Dinge angesammelt. Einige von ihnen können derzeit in einer Ausstellung in der Landesbibliothek besichtigt werden. Obgleich es der Name vermuten lässt, handelt es sich bei den Ausstellungsstücken aber keineswegs nur um Bücher. Zeitgeschichte wird mit durchaus mehr als mit diesen gedruckten Werken dokumentiert. Das beweist die Ausstellung eindeutig.

Am Donnerstag, dem 19. November wurde sie feierlich von Bibliotheksleiter Christian Westerhoff eröffnet. Jener stellte anlässlich der Eröffnung auch die Festschrift zum 100. Jahrestag vor. Sie wird ebenfalls im Rahmen der Präsentation gezeigt und gesellt sich damit zu einem breit aufgestellten Sammelsurium an Exponaten.

Seit 1915 widmet sich die BfZ der Dokumentation der Zeitgeschichte und das mit regelmäßig wechselnden Sammelschwerpunkten. Die Bibliothek zeigt(e) sich wandelbar und aufgeschlossen gegenüber Neuem. Eben genauso, wie es die jeweilige Ära erfordert(e). Waren Plakate in Mode, wurden Plakate gesammelt. Nutzten die Menschen Aufkleber zum Überbringen von Botschaften, dann rückten die kleinen Klebebildchen in den Mittelpunkt des Interesses. Sie ergänzen sich perfekt mit den Sammelgegenständen, die üblicherweise als Zeitzeugnisse aufbewahrt werden. Im Ergebnis entstand eine interessante Mischung, die einen abwechslungsreichen Einblick in die letzten 100 Jahre gibt.

Zufall war es nicht, dass die Gründung der Bibliothek mitten hinein in den Ersten Weltkrieg fiel. Eigentlich gab genau jener den Ausschlag dafür. Die Menschen hatten das Gefühl, es bahne sich etwas Großes an und es liege eine neue Zeitepoche vor ihnen. So wurden einige Bürger Deutschlands von der Sammelleidenschaft gepackt. Im ganzen Land wurde damit begonnen, Zeugnisse der Zeit zu sammeln.

Deutschlandweit gibt es 200 derartiger Sammlungen, weiß Westerhoff zu berichten. Initiator und Finanzier der Stuttgarter war der Großindustrielle Richard Franck. Der Ludwigsburger war Inhaber der Heinrich Franck Söhne Kaffeefabrik, dem einst weltgrößten Produzenten von Ersatzkaffee aus Zichorien. Er verfolgte das Ziel, das Schrifttum des Ersten Weltkriegs aus dem In- und Ausland komplett zusammenzustellen und somit für die Nachwelt zu erhalten. Franck starb 1931. Seine von ihm gegründete Weltkriegsbücherei wurde weitergeführt.

Bis 1920 war Berlin Standort der Bücherei. Von dort aus zog sie ins Schloss Rosenstein in Stuttgart um und wurde bei einem Luftangriff der Alliierten 1944 fast vollständig zerstört. Im Jahre 1948 erfolgte die Umbenennung in Bibliothek für Zeitgeschichte. 1951 fanden sich in der Württembergischen Landesbibliothek geeignete Räumlichkeiten, wo die BfZ noch heute ihr Domizil hat.

Die Sammlung widmet sich nicht mehr nur den beiden Weltkriegen, sie thematisiert auch die Friedens- und Konfliktforschung, den staatlichen Terror, die Außen- und Sicherheitspolitik sowie die Geschichte der Genozide. Jeder Bibliotheksleiter hat seine eigenen Vorlieben eingebracht. Der von 1959 bis 1989 amtierende Jürgen Rohwer begeisterte sich für die Marinegeschichte und sammelte während seiner Amtszeit 500.000 Fotos zu diesem Thema. Ab 1972 verlagerte sich Rohwer auf die Thematik „soziale Bewegungen“. Fortan wurden vermehrt Flugblätter und Hefte von Amnesty International, der Friedensbewegungen sowie von Gruppen gegen Atomkraft gesucht. BfZ-Leiter Gerhard Hirschfeld, der von 1989 bis 2011 die Leitung der Bibliothek innehatte, fügte der Sammlung 25.000 Feldpostbriefe hinzu.

Westerhoff konzentriert sich vordergründig darauf, die Ausstellungsstücke in einer digitalen Form den Menschen auf der ganzen Welt zugänglich zu machen. Wer allerdings doch lieber persönlich in der Landesbibliothek vorbeischauen möchte, hat noch bis zum 5.?März 2016 die Gelegenheit dazu.

Bildquelle: © Rainer Sturm / Pixelio.de

50 Jahre Granini – das ist dem Unternehmen personalisierte Etiketten wert

295124_web_R_K_by_knipser5_pixelio.de (2)Im Jahre 1965 begann der Siegeszug der Fruchtsäfte von Granini in Deutschland. Von italienischen Gepflogenheiten inspiriert kam das Produkt „Trinkfrucht“ auf den Markt. Charakteristisches Merkmal neben der Fruchtigkeit ist damals wie heute die Flasche mit den Noppen, an der ein Saft aus dem Hause Granini selbst ohne Etikett erkannt wird. 50 Jahre nach dem ersten Fruchtsaft werden die Granini-Produkte in mehr als 50 Ländern auf der ganzen Welt getrunken. Das Sortiment besteht mittlerweile aus einer umfangreichen Palette aus Fruchtsäften, Nektaren und – seit April 2013 dabei – einer Limo.

Ein halbes Jahrzehnt Erfolg ist ein guter Grund zum Feiern. Deshalb hat sich Granini für sein 50-jähriges Markenjubiläum etwas ausgedacht: Die Verbraucher können ihre Saftflasche mit personalisierten Etiketten ganz persönlich gestalten. Neue Wege geht das Unternehmen damit nicht. Vielmehr schließt es sich einem aktuellen Trend an. Individuell gestaltbare Produktverpackungen sind derzeit der letzte Schrei. Bei Granini wird auf den Retro-Look gesetzt. Mit den Etiketten können sich die Kunden auf eine Zeitreise durch 50 Jahre Granini begeben.

Coca Cola, Heinz Ketchup und Ferrero haben es vorgemacht. Sie haben solche Aktionen bereits durchgeführt beziehungsweise laufen diese teilweise noch. Granini bringt für seine Kampagne zwölf Millionen Sticker in Umlauf. Sie sind auf allen Sorten „Trinkgenuss“ zu finden. Darüber hinaus wird auf Displays für die Aktion, auf einer extra zu diesem Zweck eingerichteten Internetseite sowie über den Unternehmensauftritt bei Facebook geworben. Die Jubiläumsaktion läuft im November und Dezember. Zur Auswahl stehen fünf unterschiedliche Motive, die mit eigenen Texten und Bildern personalisiert werden können.

Im letzten Jahr, ebenfalls kurz vor Weihnachten, startete Ferrero die Aktion „dein Nutella“. Naschkatzen und Schleckermäuler konnten sich ihre „eigene“ Nuss-Nougat-Creme kreieren, in dem sie mit Hilfe von einem Code zwei Etiketten mit individuellen Namen bedrucken lassen konnten. Die Aktion kam gut an. Unter vielen Weihnachtsbäumen und in zahlreichen Nikolausstiefeln waren im vergangenen Jahr personalisierte Nutella-Gläser zu finden, die keinen Zweifel an ihrem Eigentümer aufkommen ließen.

Leider ist jede erfolgreiche Aktion oft auch mit etwas weniger Erfolgreichem behaftet. So geriet beispielsweise Heinz Ketchup in die Schlagzeilen, weil ein Kunde statt auf die Seite zum Selbstgestalten des Etiketts auf einer Erotikseite landete, die nur für Besucher über 18 Jahre vorgesehen war und auf der es um die Bewerbung von eindeutige Dienstleistungen ging. Ferrero musste Kritik über sich ergehen lassen, als Pegida-Chef Lutz Bachmann ein Bild von einem Nutella-Glas mit der Aufschrift „Pegida“ zum Jahrestag des Bündnisses auf Facebook postete.

Dennoch erfreuen sich personalisierte Etiketten einer stetig wachsenden Beliebtheit. Inzwischen kann nahezu alles mit einem solchen versehen werden. Wein, Sekt, Parfum, Pralinen und vieles mehr werden zurzeit wieder vermehrt mit individueller Etikettierung geordert, denn das Weihnachtsfest steht unmittelbar vor der Tür. Sogar Bier und Olivenöl sind mit einem persönlich gestalteten Etikett verfügbar. Es macht eben mehr her, wenn das Geschenk den Namen des Beschenkten trägt und eindeutig erkennbar ist, dass es einzig und allein für diesen vorgesehen wurde. Und sicher wird so kurz vor Weihnachten die eine oder andere Aktion noch gestartet werden. Zudem ist es kein Problem, selbst kreativ zu werden und sich unabhängig von einem Produkthersteller als Etikettenentwerfer zu betätigen.

Bildquelle: © knipser5 / Pixelio.de

Kunst auf Leinwand aus Gotha bald in den USA zu sehen

475706_web_R_K_by_SonneDo_pixelio.de (2)Im kommenden Jahr wird es einen regen Verkehr zwischen dem Schloss Friedenstein im thüringischen Gotha und den USA geben. Etliche Spezialtransporter werden vor dem Museum Schlange stehen, um die wertvollen Kunstschätze des Schlosses über den großen Teich zu transportieren. Sie werden die Highlights der dortigen Luther-Ausstellungen sein.

Der weltberühmte Reformator begeht 2017 seinen 500. Geburtstag und die ganze Welt feiert mit. Schon jetzt laufen die Vorbereitungen auf Hochtouren. Schließlich ist es ein enormer logistischer Aufwand, die verschiedensten Exponate in alle Herrenländer zu verschicken. Die von der Stiftung Schloss Friedenstein zur Verfügung gestellten Kunstwerke sind für gleich drei Ausstellungen in den USA vorgesehen. Diese werden unter dem Titel „Here I stand…“ in New York, Atlanta und Minneapolis gezeigt.

Die dafür ausgewählten Stücke sind besonders hochkarätig. Ihre Präsentationen sind ein weiterer Höhepunkt zum Auftakt des Lutherjahres. Eins der Bilder ist zum Beispiel das Werk „Gesetz und Gnade“, welches von Lucas Cranach dem Älteren 1529 gemalt wurde. Ein anderes zeigt „Christus und Maria“ und entstand in den Jahren 1515/20.

Lucas Cranach der Ältere pflegte eine enge Beziehung zu Martin Luther. Er war dessen Trauzeuge bei der Eheschließung mit Katharina von Bora. Später wurde er zudem Taufpate von Luthers Sohn Johannes. Cranach der Ältere war ebenfalls mit Philipp Melanchthon befreundet. Die Freundschaften mit den beiden Männern ließen den Künstler zum Maler der deutschen Reformation werden. Außerdem stammten die Grafiken in den seinerzeit landesweit herausgegebenen, reformatorischen Schriften von ihm. Wessen Meisterwerke würden also besser zum 500. Jahrestage Luthers passen als die von Lucas Cranach dem Älteren!?

Die Stadt Wittenberg, in der die Reformation 1517 durch den Anschlag von Luthers 95 Thesen an der Schlosskirche ihren Anfang nahm, war viele Jahrzehnte die Heimat von Cranach dem Älteren. Bereits Ende 1504 stellte ihn Kurfürst Friedrich der Weise von Sachsen als Hofmaler im Wittenberger Schloss ein. Selbst über dessen Tode hinaus hatte er diese Stellung inne. Erst als sein mittlerweile dritter Dienstherr nach einer verlorenen Schlacht in Gefangenschaft nach Augsburg kam, verließ er die Stadt.

Doch nicht allein die Stiftung Schloss Friedenstein betätigt sich als Ausstatter der US-amerikanischen Ausstellungen. Und es werden auch nicht nur Gemälde gezeigt. Ein anderes Bundesland leiht einen Brief Luthers an Karl V. aus, der allerdings nie in die Hände des Kaisers gelangte. Des Weiteren werden eine Kutte des Reformators, ein Stiefel des Kurfürsten Johann Friedrich des Großmütigen, ein von Luther signiertes und von ihm übersetztes Exemplar der Bibel sowie ein Erlass des vorgenannten Herrschers, der die Reichsacht über den Reformator verhängte, präsentiert.

Aufmerksamkeit wird gewiss auch der Gothaer Tafelaltar erregen. Vorab muss das aus 160 Einzelbildern bestehende Werk aber erst einmal die Reise nach Amerika unbeschadet überstehen. Es ist übrigens der bilderreichste Wandaltar Deutschlands und entstammt der Werkstatt von Heinrich Füllmaurer.

Um die Ausstellungen zu besuchen, müssen Interessenten nicht unbedingt in die USA aufbrechen. Zeitgleich mit der Eröffnung wird es ab Oktober 2016 unter #hereistand eine Präsentation im Internet geben. Die digitale Version ist downloadbar und beinhaltet neben den vor Ort in den Museen vorhandenen Exponaten 3D-Scans, Infografiken über das Leben und Schaffen Luthers sowie Informationen über die Reformation im Allgemeinen.

Vordergründig sollen mit der Onlinepräsentation Kirchgemeinden, Schulen und Universitäten angesprochen werden. Privatpersonen sind aber ebenso herzlich willkommen und können sich Poster herunterladen oder einige der Ausstellungsobjekte in 3D ausdrucken.

Bildquelle: © SonneDo / Pixelio.de

Die schönsten Plätze Weilburgs sind nun auf Leinwand zu sehen

373667_web_R_K_by_Ulrich Velten_pixelio.de (2)Das hessische Weilburg ist ein anerkannter Luftkurort und hat als ehemalige Residenzstadt zahlreiche prunkvolle Bauten zu bieten. Darüber hinaus laden viele weitere schöne Plätze in der Stadt zum Verweilen ein. Genau diese hat der Maler Waldemar Kreis in den vergangenen Jahren auf Leinwand gebannt. Derzeit sind seine Ölgemälde im Löhnberger Mehrgenerationenhaus zu sehen und das noch bis Anfang Januar.

Der Ausstellungsort wurde nicht zufällig gewählt. Im Mehrgenerationenhaus haben alle Generationen die Möglichkeit, Zugang zur Kunst zu finden. So jedenfalls die Meinung von Bürgermeister Frank Schmidt (SPD) anlässlich der Ausstellungseröffnung bezüglich der Standortwahl. Täglich kommen hier alte und junge Menschen zusammen. Besonders Kinder zeigten sich der Kunst gegenüber offen und völlig vorurteilsfrei. Sie ließen sich gern von Bildern verzaubern und zu Fantasiereisen anregen.

Aber auch die Erwachsenen erfreuen sich an den Bildern des ortsansässigen Künstlers. Schließlich zeigen sie Orte, an denen jeder Weilburger schon einmal war: den Schlossgarten, die Oberlahnbrücke und das Landtor zum Beispiel. Alten und neuen Bauwerke hat Kreis seine Aufmerksamkeit geschenkt und sie zu unterschiedlichen Jahreszeiten gemalt. Wer etwa noch nie die vor rund 300 Jahren erbaute Schlosskirche in der Abenddämmerung gesehen hat, kann dieses Erlebnis bei der Betrachtung des entsprechenden Motivs von Kreis nachholen.

Schmidt war einer der ersten, der die Ausstellung besucht hat. Er freue sich schon auf die vielen Kommentare und bescheinigte dem Künstler eine große Professionalität. Der Chef des Rathauses lobte vor allem dessen Detailtreue und den enormen technischen Sachverstand, die die Werke von Kreis auszeichnen. Jener war 32 Jahre lang als Maler tätig und dachte gar nicht daran, in seinem wohlverdienten Ruhestand damit aufzuhören.

Der heute fast 80-Jährige ist Wolgadeutscher und musste sich einst der zwangsweisen Übersiedlung nach Sibirien fügen. Nach dem Abschluss der Schule wurde er Schlosser, arbeitete als Sportleiter in Krasnojarsk und dann als Theatermaler. Später war er mehr als zwei Jahrzehnte als Hauptmaler für ein in Minussinsk ansässiges Textilunternehmen tätig. Als sich ihm 1995 die Chance zur Umsiedlung nach Deutschland bot, nutzte er sie und schlug für zehn Jahre seine Zelte in Weyer auf. Anschließend zog er nach Ahausen, einem Ortsteil von Weilburg. Kreis liebt die Stadt und bringt das mit seinen Bildern deutlich zum Ausdruck. Insgesamt sind 28 davon im Mehrgenerationenhaus zu sehen.

Ein Besuch lohnt sich. Kreis versteht es meisterhaft, Stimmungen einzufangen und auf die Leinwand zu transportieren. Wer sich auf seine Bilder einlässt, wird mitgenommen auf eine Reise durch Weilburg und Löhnberg. Obwohl die Weilburger Motive in der Überzahl sind, hat der Künstler nicht vergessen, ebenfalls einige Sehenswürdigkeiten von Löhnberg in Szene zu setzen. Da wäre beispielsweise die Schleuse oder der Blick von Löhnberg aus über die Lahn hinüber nach Selters.

Weilburg sei nach wie vor ein Thema seiner Kunst, sagte Kreis. So ist es also durchaus möglich, dass er irgendwann noch einmal Bilder der Stadt ausstellt. Aktuell können sich Weilburger und Nicht- Weilburger erst einmal an der laufenden Präsentation erfreuen. Sie ist von Montag bis Freitag von 9.30 bis 15 Uhr und am Donnerstag bis 17 Uhr – analog zu den Öffnungszeiten des Mehrgenerationenhauses – geöffnet. Dieses befindet sich in Löhnberg, Am Berg 3a.

Bildquelle: © Ulrich Velten / Pixelio.de