Aufkleber und T-Shirt Blog

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Gar nicht konservativ: Das Bistum Osnabrück setzt auf den modernen QR Code

473712_web_R_K_B_by_Margot Kessler_pixelio.de (2)Das Bistum Osnabrück zeigt sich weltoffen und aufgeschlossen gegenüber der Digitalisierung. Neben der Internetseelsorge reift nun ein neuer Plan in den Köpfen der Verantwortlichen heran: Zukünftig möchte man an kirchlichen Orten per QR Code originelle Geschichten verfügbar machen und so den Menschen die Kirche und den Glauben besser verständlich machen. Rainer Gelhot, dem die Seelsorge via Internet beim Bistum unterliegt, spricht von einem bundesweit bisher einmaligen Angebot. Es trägt übrigens den Namen „Kirche am Weg“. Ziel ist es, mehr für die Außendarstellung zu tun, indem man Einblicke in das Innere gewährt.

Vorgestellt wurde das Projekt kürzlich in der St. Maria Rosenkranzgemeinde, die dem Stadtteil Schinkel zugehörig ist. Für den Anfang werden an insgesamt 16 Orten mit kirchlichem Bezug in der ganzen Stadt Schilder angebracht, die die typischen schwarzweißen Muster aufweisen. Jene bringen nach dem Scannen mit einer passenden App sowie einem mobilen Endgerät wie einem Smartphone oder Tablet die dort hinterlegten Informationen direkt auf den Bildschirm des Nutzers.

Seinen QR Code bezeichnet das Bistum Osnabrück als eine Art „Eintrittskarte“. Allerdings berechtigt sie nicht zum Eintreten in das jeweilige Gebäude, an dem der Code angebracht ist. Vielmehr möchte das Bistum seine Besucher in die Geschichte desjenigen entführen und sie auf eine Reise durch die Zeit einladen. In der St. Josephskirche in der Neustadt bedeutet das beispielsweise, dass der Gast dieses Hauses weiterführende Hintergrundinformationen darüber erhält, wie einst das Pfarrheim des Gotteshauses errichtet wurde. Natürlich darf sich der Interessent auch in der Kirche umsehen. Der Eintritt ist frei und nicht daran gebunden, den QR Code davor zu nutzen. Auch an der Sutthausener Klosterkapelle wird bald ein QR Code zu finden sein. Er greift die Glocke läutenden Nonnen als Thema auf.

Gelhot betont, dass es für ihn und seine Mitstreiter überaus wichtig war und ist, dass es sich bei dem Projekt nicht um einen digitalen Kirchenführer handelt. Es gehe einzig und allein um das Leben der Menschen an kirchlichen Orten. Man möchte den Glauben kommunizieren und damit ebenfalls außerhalb von diesem lebende Personen ansprechen.

Zurzeit verbergen sich hinter den QR Codes ausschließlich Bilder und Texte. Es ist aber geplant, zu einem späteren Zeitpunkt ebenfalls kurze Videos zu hinterlegen. Helfer für eine Ausweitung des Projekts sind übrigens jederzeit herzlich willkommen. Gelhot und seine Kollegin Julia Kühling sind stets auf der Suche nach neuen interessanten Geschichten vom Leben und Glauben an kirchlichen Orten. Wer etwas dazu beitragen möchte, kann seine Story auf maximal einer DINA4-Seite zu Papier bringen und anschließend einreichen. Die redaktionelle Bearbeitung übernehmen Kühling und Gelhot. Sie geben ebenfalls die Erstellung des QR Codes in Auftrag. Die anfallenden Kosten werden vom Bistum übernommen. Für die Orte gibt es als einzige Vorgabe, dass sie einen Bezug zur Kirche haben müssen. Ob es nun eine Kirche, ein Kloster oder ein Kreuz am Wegesrand ist, über das berichtet wird, ist unerheblich. Infos über das Projekt und die E-Mail-Adresse zum Einreichen der Geschichte können über das Internet auf kirche-am-weg.net abgefragt werden.

Angst um die Sicherheit der Daten bei der Nutzung der QR Codes muss sich niemand machen. Es wird weder erfasst, ob der Code gescannt wurde, noch wann das der Fall war.

Bildquelle: © Margot Kessler / Pixelio.de

Aufkleber – Entferner im Test: Welche Produkte wirklich ihr Geld wert sind

290478_web_R_K_B_by_derateru_pixelio.de (2)Aufkleberentfernung schnell, rückstandslos und ohne Kraftaufwand – das versprechen die diversen Mittelchen, die im Handel erhältlich sind. Sie sind oft recht teuer und nicht alle halten das, was versprochen wird. Ärgerlich für den Verbraucher. Jetzt haben die Gesellschaft für Technische Überwachung (GTÜ) und die „Auto-Zeitung“ einen Test gemacht, welche Aufkleberentferner denn nun wirklich ihr Geld wert sind.

Das Ergebnis war in vielerlei Hinsicht überraschend. Testsieger wurde beispielswiese ein Mittel aus der unteren Preiskategorie. Der Aufkleberentferner von HG machte das Rennen. Für etwa 7 Euro gibt es eine Flasche mit 300 ml Inhalt. Das ist ein durchaus als günstig zu bezeichnendes Angebot. Als Urteil wurde ein „Empfehlenswert“ vergeben.

Dieses Prädikat erhielten auch acht weitere Produkte, die hauptsächlich wegen ihres Preises am Sieg vorbeischrammten. So gibt es unter anderem ein den Anforderungen gerecht werdendes Pumpspray von der Firma Nigrin, jedoch werden hier für 8 ml 6 Euro fällig. Fast doppelt so viel Inhalt wie die Flasche vom Testsieger weist zwar das Spray von Presto auf, die 500 ml kosten aber 12 Euro und sind damit (geringfügig) teurer.

Den 2. Platz sicherte sich der Meyer Chemie Problemlöser Aufkleber-Entferner. Auf den dritten Rang kam das Produkt von Caramba gefolgt vom Solvent 50 Etikettenlöser von Kontaktchemie. Der oben genannte Aufkleber-Entferner von Presto teilt sich den 4. Platz punktgleich mit dem professional Klebstoffentferner von Tesa. Dann kommt der Aufkleber-/Klebstoff-Entferner von Cleanextreme. Rang 8 und 9 belegen der Aufkleber und Kleberester Entferner von Mellerud sowie der Vignetten- und Kleber-Entferner von Nigrin. Damit sind alle Kandidaten mit dem Prädikat „Empfehlenswert“ beim Namen genannt. Ab dem 10. Platz folgen die „bedingt empfehlenswerten“ Produkte. Es sind der Würth Industrie Clean, der Wepos Aufkleber Entferner und der Etikettenlöser von Uhu.

Beurteilt wurden unter anderem die Dosierbarkeit, die Verteilbarkeit, die Verständlichkeit der Bedienungsanleitung, die Ergiebigkeit und der Geruch der verschiedenen Mittel. Bei der Bewertung des Preis-Leistungs-Verhältnisses wurde auch auf die Ausstattung und eventuell mitgeliefertes Zubehör geschaut. Dazu gehören etwa Pinsel für ein leichteres Auftragen oder Sprührohre für mehr Präzision bei der Verteilung eines Sprays. Hier konnten Uhu, Caramba, Tesa und Solvent 50 Extrapunkte einfahren.

Größtes Augenmerk wurde allerdings auf die Wirksamkeit gelegt. Dafür wurden sowohl Aufkleber auf Autoscheiben als auch auf Motorhauben aufgeklebt und anschließend wieder entfernt. Vergeben wurden in dieser Kategorie maximal 200 Punkte. Die erreichte Punktzahl der empfehlenswerten Mittel lag zwischen 140 bis über 160 Punkte.

Unterschiede stellten die Tester bei der Wirksamkeit auf die Aufklebermaterialien fest. Österreichische Vignetten und deutsche Schadstoffplaketten ließen sich deutlich besser entfernen als die Mautaufkleber der Schweiz. Oberflächenschäden wurden nicht vermerkt. Dafür wurde das jeweilige Mittel ebenfalls auf den Dichtungsgummis der Türen und auf dem Armaturenbrett aufgetragen und nach einer 24-stündigen Einwirkzeit wieder entfernt.

Explizit weisen die Prüfer der GTÜ auf die Gesundheits- und Umweltverträglichkeit hin. Egal, zu welchem Entferner gegriffen wird, die Bedienungsanleitung sollte unbedingt genau gelesen werden. Viele der Testprodukte sind mit Warnhinweisen versehen. Sie raten zum Beispiel zum Tragen von Schutzkleidung und –handschuhen während der Anwendung. Auch das Schützen von Augen und Gesicht wird für zahlreiche Mittel empfohlen. Die Gesundheitsgefahr dieser Mittel darf nicht unterschätzt werden. Dazu rät die GTÜ eindringlich.

Bildquelle: © derateru / Pixelio.de

Vom Poster auf die Leinwand – diese Filme starten im Januar 2016

750761_web_R_K_B_by_Denise_pixelio.de (2)Den Anfang macht Leonardo diCaprio mit dem Abenteuerdrama „The Revenant – Der Rückkehrer“ am 7. Januar. Der Film kann bereits im Vorfeld mit guten Kritiken punkten. Er spielt in den 20er-Jahren des 19. Jahrhunderts. Trapper Hugh Glass, verkörpert von Leonardo DiCaprio, begibt sich auf eine Expedition. An seiner Seite Captain Andrew Henry, der von Domhnall Gleeson gespielt wird. Das Unternehmen dient der Erforschung des Missouri River. Allerdings droht es zu scheitern, als Glass in einem unachtsamen Moment von einem Grizzly angegriffen und schwer verletzt wird. Der Captain schwebt in Lebensgefahr und zu allem Überfluss kann er sich in dieser Situation nicht einmal auf seine Begleiter verlassen. Diese sind der Meinung, dass Glass keine Überlebenschance hat. So nehmen sie ihm kurzerhand seine Ausrüstung ab und ziehen weiter. Doch aller Vermutungen zum Trotz überlebt Glass und schwört all jenen, die ihn im Stich gelassen haben, blutige Rache. Er macht sich auf den Weg durch die eisige Bergwelt, kämpft weiter ums Überleben und um die Verwirklichung seiner Rachegelüste. Ob er es schaffen wird? Das können Filmliebhaber ab Anfang Januar in den deutschen Kinos herausfinden.

Scheinbar ist der Jahresanfang in den Kinosälen vorwiegend melancholisch angehaucht, denn die anlaufenden Filme stammen überwiegend aus dem Genre der Dramen. Ebenfalls am 7. Januar starten beispielsweise weiterhin „Conducta – Wir werden sein wie Che“, ein Drama um einen elfjährigen Jungen und seine drogenabhängige Mutter, und „Das Floß“, eine deutsche Tragikomödie. Ein seit längerem sehnsüchtig erwarteter Streifen kommt gleichfalls am 7. Januar endlich in unsere Kinos. Es ist das Drama „The Danish Girl“, über welches wir in unserem Blog schon einmal berichteten.

Ein Wiedersehen mit Bollywood-Star Shah Rukh Khan beschert uns der Film „Dilwale“. Jener beinhaltet aus allen Genres etwas. Er ist Drama, Actionkomödie und Tanzfilm zugleich. Die Handlung ist typisch für eine indische Produktion. Raj (Shah Rukh Khan) und Meera (Kajol) führen eine Beziehung wie aus dem Märchenbuch, doch der Schein trügt. Ihre Familien sind die ärgsten Feinde und der Konflikt zwischen beiden Parteien nimmt ständig an Intensität zu. Schließlich bricht der Kontakt vollends ab. Nach 15 Jahren begegnen sich Raj und Meera wieder. Das Feuer der Liebe lodert erneut auf und sie werden ein Paar. Da sie aber ihr Glück nicht allein genießen wollen, versuchen sie mit Gesang, Tanz und Lyrik ihre Familie gleichfalls zusammenzubringen. Schon das Poster zum Film dürfte Bollywood-Fans eine Gänsehaut auf den Rücken zaubern: Auf diesem sind Shah Rukh Khan und Kajol mit zurückgeneigten Köpfen und geschlossenen Augen kurz vor einem Kuss zu sehen. Das Knistern zwischen ihnen ist förmlich spürbar. Ein Poster, das Lust auf mehr macht.

Dem Übernatürlichen mit einem erschreckenden Bezug zur Gegenwart widmet sich der Horrorthriller „Unfriend“. Alycia Debnam-Carey spielt in diesem die auf dem Campus sehr beliebte Studentin Laura. Sie ist stolz auf ihre 800 Freunde auf Facebook. Eines Tages erhält sie eine Freundschaftsanfrage von der Außenseiterin Marina, verkörpert von Liesl Ahlers. Obwohl sie jene kaum kennt, nimmt Laura die Anfrage an und das Unheil nimmt seinen Lauf. Die junge Frau gerät in den Bann eines grausamen Fluches. Immer mehr von ihren Freunden sterben, während sie selbst einen Countdown von nur wenigen Tagen hat, um das Rätsel des Fluchs zu lösen.

Bildquelle: © Denise / Pixelio.de

„Spotlight“: Vom ungeduldig erwarteten Drama gibt es bisher nur Poster und Trailer

671776_web_R_K_B_by_Lars Berchten_pixelio.de (2)Am 25. Februar 2016 läuft in den deutschen Kinos das Drama “Spotlight” an. Der Film wird vor allem von Kritikern ungeduldig erwartet. Er beschäftigt sich mit einem hochbrisanten Thema: dem sexuellen Missbrauch von Kindern unter dem Deckmantel der katholischen Kirche. Das ist ein Thema, welches in der jüngsten Vergangenheit immer wieder in den Medien auftauchte und zu großer Empörung auf der ganzen Welt führte.

In „Spotlight“ geht es um die Enthüllung eines derartigen Missbrauchsfalles. Ort des Geschehens war beziehungsweise ist die US-amerikanische Stadt Boston. Dort wurde vor 25 Jahren ein Kind von einem katholischen Priester missbraucht. Obwohl der Fall öffentlich bekannt wurde, kam es niemals zu einer Haftstrafe oder ähnlichen Ahndung der offensichtlichen Straftat. Vielmehr sahen alle Menschen weg und schwiegen.

Eine Journalistin des „Boston Globes“ greift nun in der Gegenwart den Fall erneut auf und schreibt einen Artikel darüber. Sie weckt damit das Interesse des Chefredakteurs Marty Baron, gespielt von Liev Schreiber. Jener hat seinen Posten gerade neu angetreten und vermutet hinter der Geschichte mehr als in dem Artikel steht. Wie Recht er mit seinen Vermutungen hat, ahnt er zu diesem Zeitpunkt allerdings noch nicht. Er beauftragt das Team von „Spotlight“ mit weiterführenden Recherchen. Dabei kommt Schreckliches ans Licht.

Das Recherche-Team setzt sich aus dem Spotlight-Chef Walter „Robby“ Robinson, verkörpert von Golden-Globe-Gewinner Michael Keaton, sowie dessen Mitarbeitern Michael Rezendes (Mark Ruffalo), Matt Carroll (Brian D’Arcy James) und Sacha Pfeiffer (Rachel McAdams) zusammen. Bei ihren Nachforschungen stoßen sie auf eine Tragödie unglaublichen Ausmaßes. Die Zahl der Täter und Opfer ist weitaus größer als bisher angenommen. Immer wieder tauchen neue Namen und neue Gesichter auf.

Je tiefer die Journalisten in dieses Bienennest vordringen, umso schwieriger und gefährlicher wird es für sie. Gut bezahlte Anwälte versuchen, die Weste der katholischen Kirche reinzuwaschen und schrecken auch vor unlauteren Mitteln nicht zurück. Außerdem schweigen die meisten Opfer aus Angst vor möglichen Konsequenzen. Schließlich ist der Arm der Kirche lang. Das macht die Sache nicht einfacher für die Reporter, die längst nicht mehr nur aus reiner beruflicher Motivation die Angelegenheit verfolgen. Mittlerweile sind auch Gefühle wie Mitleid und Wut über die jahrelange Vertuschung der offensichtlich von der katholischen Kirche geduldeten Missstände im Spiel.

Der Film beschäftigt sich mit Macht und Vertrauen, mit dem Ausnutzen von letzterem, und mit dem christlichen Glauben, unter dessen schützendem Mantel scheinbar auch Unrecht zu Recht wird. Regie führte Tom McCarthy. Der Regisseur, Drehbuchautor und Schauspieler kann bereits auf eine ganze Reihe von Erfolgen verweisen. Der bisher erfolgreichste Film, für den McCarthy selbst das Drehbuch schrieb und anschließend im Regiestuhl Platz nahm, ist die mehrfach preisgekrönte Tragikomödie „Station Agent“ aus dem Jahre 2003. Für das international erfolgreiche Drama „Million Dollar Arm“ aus dem Jahre 2014 schrieb er gleichfalls das Drehbuch. Der Film spülte den US-amerikanischen Kinos gleich am Startwochenende über 10 Milliarden Dollar in die Kassen.

Bleibt zu hoffen, dass „Spotlight“ mit einem ähnlich guten Ergebnis punkten kann. Die Handlung des Films sowie die bisher erschienen Poster und Trailer machen jedenfalls berechtigte Hoffnung. Das Thema ist gleichfalls gut gewählt und auch die Besetzung lässt nichts zu wünschen übrig. Liebhaber schonungsloser Aufdeckung und Kritiker des Systems sollten auf alle Fälle auf ihre Kosten kommen.

Bildquelle: © Lars Berchten / Pixelio.de

Bilder von Ernst Martin Kirchner auf Leinwand gibt es jetzt auch fürs Wohnzimmer

35451_web_R_K_by_Frank Vogelskamp_pixelio.de (2)Die Stadtbücherei Fehmarn beherbergt in ihrem Obergeschoss seit 20 Jahren eine Dokumentation über den Expressionisten Ernst Ludwig Kirchner. Der gebürtige Aschaffenburger hatte zu der Insel eine ganz besondere Beziehung. Er verbrachte das Jahr 1908 und die Zeit von 1912 bis 1914 dort. Obgleich es sich lediglich um vier Jahre seines Lebens handelte, entstand auf Fehmarn ein Zehntel seines gesamten künstlerischen Lebenswerks.

Derzeit wird die Dokumentation in der Fehmarner Stadtbücherei erneuert. Dies nahm der ortsansässige Kirchner-Verein zum Anlass, um den Liebhabern des bedeutenden Expressionisten eine außergewöhnliche Gelegenheit zu bieten: Sie können die Reproduktion eines Werkes aus Kirchners Fehmarn-Zyklus im Klein- oder Großformat auf Leinwand erwerben und zwar gegen eine Spende für den Verein. Im Zuge der Neugestaltung der Dokumentation wird eine komplette Auswechslung der bislang an den Wänden zu sehenden Bildern vorgenommen. Eine ideale Chance für Kunstliebhaber, die nicht die erforderlichen finanziellen Mittel zum Erwerb eines Originals zur Verfügung haben!

Schon rund 1.500 Arbeitsstunden haben Christa Bänfer-Schellmann, Carmen Reinhardt und Dr. Joachim Schellmann in die Umgestaltung der Ausstellung investiert. Sie sind die drei Gründungsmitglieder des Vereins und können es nicht über das Herz bringen, die alten Bilder auf dem Dachboden einzumotten und dort dem Einstauben preiszugeben, wie Bänfer-Schellmann die nicht alltägliche Aktion begründet.

Die Künstler – neben Bildern von Kirchner gibt es auch Werke von weiteren Malern aus der Künstlergruppe „Brücke“ zu sehen – knüpften an die Realisierung des Wunsches nach einer Umgestaltung der Ausstellungsräume hohe Ansprüche. Sie widmeten sich zwar der Ölmalerei, die geprägt von tiefsatten Farben war, allerdings versahen sie die Leinwand mit einer matten Oberfläche, was für diesen Malstil eigentlich völlig untypisch ist. Die Druckereien, die die Leinwandreproduktionen herstellten, mussten etliche Probe abliefern, bis endlich alles passte. Damit die Bilder einheitlich und optimal zur Geltung kommen, werden sie in weiße Schattenfugen-Rahmen präsentiert.

Von den rund 120 Ölgemälden, die Kirchner in seiner Zeit auf Fehmarn erschaffen hat, möchte der Verein so viele wie möglich in der neuen Schau zeigen. Mit bislang 68 sind bereits mehr als die Hälfte der Werke vorhanden. Was nicht auf Leinwand an den Wänden zu sehen ist, kann zumindest als Poster in den eigens dafür erworbenen Ständern betrachtet werden. Zu den Gemälden gesellen sich diverse Skizzen und Zeichnungen des Künstlers.

Zum Verweilen lädt die gleichfalls neu gestaltete Leseecke die Ausstellungsbesucher ein. Wie sollte es anders sein: Auch hier dreht sich alles um das Leben und Schaffen von Ernst Ludwig Kirchner. Die Ecke wurde passend zum Erscheinungsbild der Ausstellungsräume mit weißen Möbeln eingerichtet und soll gleichzeitig ein Dankeschön für die Unterstützung durch die Mitarbeiterinnen der Stadtbücherei darstellen.

In den Vitrinen wurden die teilweise mit den Jahren ausgeblichenen Ausstellungsstücke durch neue ersetzt. Zu sehen sind nun seltene Postkarten des Künstlers, die einen Einblick in sein damaliges Lebensgefühl vermitteln. Der Verkauf von Postkarten mit Kirchner-Motiven bleibt über die Neugestaltung hinaus erhalten. Er ist weiterhin ein Bestandteil der Ausstellung.

Die Öffnungszeiten der neugestalteten Ernst-Ludwig-Kirchner-Dokumentation sind analog zu den Öffnungszeiten der Stadtbücherei. Diese hat von Montag bis Freitag von 9.30 bis 12 Uhr sowie von 14.30 bis 18 Uhr geöffnet. Am Mittwoch ist der Besuch lediglich am Vormittag möglich. Interessenten an einer Kirchner-Reproduktion sollten sich direkt an den Verein wenden.

Bildquelle: © Frank Vogelskamp / Pixelio.de

Großen-Buseck hat seine Fußballstars auf Sticker gebannt

509368_web_R_K_B_by_Didi01_pixelio.de (2)Was Panini kann, können wir schon lange, dachte sich wohl der FC Großen-Buseck. Die Fußballer aus der hessischen Gemeinde in der Nähe von Gießen spielen in der Kreisoberliga oder sogar noch in der Jugend und trotzdem sind sie jetzt genau wie die Stars vom FC Bayern München oder der deutschen Nationalmannschaft auf Stickern zu sehen. Und dazu gibt es natürlich auch ein Sammelalbum, wo die Aufkleber fein säuberlich von den Sammlern auf dem jeweils vorgesehenen Platz eingeklebt werden.

Insgesamt 209 Sticker sind es geworden und die Nachfrage ist groß. Vor allem die Kinder sind begeistert. Das wundert nicht, denn schließlich sind sie ein Teil der Sammlung wie beispielsweise Sebastian Kummer, der das Tor der E-Jugend hütet. Aber auch der Clubpräsident Jörn Gärtner und die Geschäftsführerin Monika Gallo gehören zu den Motiven. Fast alle haben mitgemacht, nur bei wenigen Kindern und Jugendlichen haben die Eltern die Zustimmung verweigert. Bei den Mannschaften standen die Spieler von der ersten Männermannschaft bis hin zur G-Jugend vor der Kamera. Außerdem wurden die Trainer und die Verantwortlichen abgelichtet. Zu guter Letzt wurden noch Bilder von den bislang gewonnenen Preisen, dem Vereinswappen sowie dem Vereinsgelände geknipst.

Der FC Großen-Buseck ist der erste Verein in Hessen, der so eine Stickeraktion ins Leben gerufen hat, weiß Vereinspräsident Gärtner nicht ohne Stolz zu berichten. Die Idee hatte aber nicht der Verein, sondern Marketingfachfrau Maike Döring. Sie trug diese an den örtlichen Edeka-Markt heran und arbeitete dann gemeinsam mit jenem an der Realisierung. Der Markt ist exklusiver Vertreiber der Sticker samt Album. Nur dort stehen sie zum Kauf bereit.

Die Fotos für die Aufkleber schoss Döring selbst. Besonders beeindruckt war sie dabei von den jüngsten Vereinsmitgliedern. Die Fünf- und Sechsjährigen stellten sich einfach hin und lächelten in die Kamera, fertig waren die Aufnahmen. Mit der Produktion der Sticker und des Albums wurde ein Unternehmen aus Berlin beauftragt. Gedruckt wurden 500 Alben und 50.000 Sticker, die in Päckchen zu je fünf Bildern verkauft werden. Der Preis für ein Päckchen beträgt 80 Cent.

Sowohl der Fußballverein als auch der Supermarkt profitieren von der Aktion. Letzterer erhofft sich davon neue Kunden, ersterem kommen die Einnahmen aus dem Verkauf zu Gute. Darüber hinaus ist es für alle, die mitgemacht haben, eine tolle Erinnerung.

Noch etwa zwei Monate soll der Verkauf der Sticker vonstattengehen. Wer sein Album nicht voll bekommt, kann danach die fehlenden Bildchen einzeln erwerben. So wird sichergestellt, dass wirklich jedes Sammelalbum vollständig beklebt werden kann. Wie bei solchen Stickeraktionen üblich, wird ebenfalls rege getauscht. Es ist schon fast ein alltägliches Bild in Großen-Buseck. Jeder ist ständig auf der Suche nach fehlenden Stickern in seiner Sammlung. Ob an der Bushaltestelle oder beim Bäcker, das Sammelfieber ist allgegenwärtig und hat Groß und Klein gepackt.

Selbst über die Ortsgrenzen hinaus ist die Aktion bekannt geworden. Und Neider gibt es auch schon, wie die Reaktionen der Konkurrenz zeigen. Da wird es bestimmt bald den einen oder anderen Nachahmer geben. Das ist aber kein Problem für die Großen-Busecker. In ihrem Stickeralbum tummeln sich nur Spieler, die sie persönlich kennen. Unter diesem Gesichtspunkt bekommt die Sammelleidenschaft einen ganz anderen Reiz.

Bildquelle: © Didi01 / Pixelio.de