Aufkleber und T-Shirt Blog

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Parkhäuser in Schwäbisch Hall stellen auf Aufkleber mit Chip um

205543_web_R_K_B_by_Bernd Sterzl_pixelio.de (2)Die Technik wird derzeit unter anderem im Parkhaus „Schiedgraben“ genutzt, sie steht allerdings nur ausgewählten Personengruppen zur Verfügung. Die Stadtwerke haben Inhaber von Dauerparkkarten, also beispielsweise Innenstadtbewohnern oder eben in der Innenstadt arbeitenden Personen mit einem gemieteten Dauerparkplatz im Parkhaus, angeschrieben. Ein Antrag war dafür nicht erforderlich.

Schon seit einiger Zeit gehen die betreffenden Briefe auf die Reise. Darin wird das Anbringen eines Aufklebers von innen an der Windschutzscheibe angeboten, der dank integriertem Chip die Parkhausschranke automatisch öffnet. Der Sticker wird im Ein- und Ausfahrtsbereich von dort installierten Antennen erkannt und löst den Öffnungsmechanismus aus. Ein umständliches Einführen der Parkkarte und das Warten auf die Rückgabe derselben entfallen. Kosten für die Umstellung auf den Chip-Aufkleber entstehen den Parkkarteninhabern nicht.

Eigentlich war die Einführung der Aufkleber schon länger geplant, allerdings hatte die Betreiberin der Parkhäuser noch einige Bedenken, was das reibungslose Funktionieren der Technik betraf. Als erstes wurde das Parkhaus „Alte Brauerei“ entsprechend ausgerüstet. Seit Mitte November können Dauer- und Jobparker dort den angenehmen Service der automatischen Erkennung nutzen. Es folgte das „Ritter-Parkhaus“. Aktuell werden die noch von den 2.000 Dauer- und Jobparkarteninhabern Übriggebliebenen über den neuen Service informiert.

Ein Sonderfall ist die Tiefgarage „Kocherquartier“. Hier gibt es bereits eine ähnliche Technik, die den Mitarbeitern der VR-Bank die Zufahrt zur Garage ermöglicht. Jene ist aber nicht für den Massenandrang in öffentlichen Parkhäusern ausgelegt. So ist zuerst die Installation neuer Antennen notwendig, von denen eine rund 2.000 Euro kostet, weshalb sich die Einführung der Chipaufkleber verzögern wird.

Ziel der neuen Chiptechnik ist es, zu Stoßzeiten Staus und Unfälle in den engen Ein- und Ausfahrten zu vermeiden. Etwa 2.000 Dauer- und Jobparkkarten für monatlich 45 beziehungsweise 55 Euro sind für die betreffenden Parkhäuser derzeit im Umlauf. Die Besitzer dieser können sich einen Aufkleber mit Chip auf ihrer Scheibe anbringen lassen. Im Laufe des Jahres soll der Service auch den etwa 14.000 Hall-Card-Inhabern zur Verfügung gestellt werden. Ob er für jene ebenfalls kostenlos sein wird, steht noch nicht fest.

Die Herausgabe der Aufkleber wird schrittweise erfolgen, damit eventuell auftretende Probleme leichter gelöst werden können. Bisher gingen die Schranken aber immer auf. Dennoch: Eine hundertprozentige Sicherheit gibt es bei keinem technischen System. Deshalb werden die Nutzer der Aufkleber gebeten, weiterhin ihre Parkkarte mitzuführen. Sie behält ihre Gültigkeit und öffnet bei einem Versagen der Chiperkennungstechnik die Schranke auf althergebrachte Weise. Ein Nutzen beider Systeme gleichzeitig ist jedoch nicht möglich. Auch das hat bereits ein Autofahrer erfolglos versucht.

Der Aufkleber mit dem Chip wird von den Mitarbeitern der Stadtwerke eigenhändig ins Auto geklebt. Außerdem weisen diese daraufhin, dass man sich die Nutzungshinweise genau durchlesen soll. Wichtig ist vor allem, dass das Fahrzeug auf der Höhe der Kontrollsäule vor der Schranke angehalten werden muss. Wird alles richtig gemacht, muss vor der Schranke nicht einmal stehengeblieben werden und man kann sich ohne bremsen hindurchrollen lassen.

Wer den Aufkleber künftig nutzen möchte und einen entsprechenden Brief erhalten hat, begibt sich mit diesem zur Zentrale der Stadtwerke An der Limpurgbrücke 1. Nachdem die Registrierung und eine Aufnahme beziehungsweise Ergänzung der Daten erfolgt ist, wird ein Mitarbeiter den Aufkleber nach einer kurzen Reinigung der betreffenden Stelle mittig am oberen Rand der Windschutzscheibe aufbringen. Der ganze Vorgang dauert nur wenige Minuten.

Bildquelle: © Bernd Sterzl / Pixelio.de

Poster von bekannten Rockbands ab Mitte Februar in Essen zu sehen

533625_web_R_K_by_Dieter Poschmann_pixelio.de (2)In Ausstellungen kann man vieles zeigen: Gemälde, Skulpturen, Dinge aus dem Alltag, Postkarten oder auch Poster. Liebhaber von letzteren kommen ab 13. Februar im „Soul Hellcafé“ im Essener Stadtteil Rüttenscheid auf ihre Kosten. Zugleich ist die „Rock-Poster-Art-Show“ für Fans diverser Rockgruppen ein Geheimtipp.

Initiator ist Olli Rose, seines Zeichens Künstler und Tätowierer. Er ist bereits im ganzen Ruhrgebiet für seine nicht alltäglichen Kunstveranstaltungen bekannt. Die „Rock-Poster-Art-Show“ ist allerdings die erste dieser Art in der Region. Rose hofft oder ist sich sicher, damit an den Erfolg vorangegangener Ausstellungen anknüpfen zu können. Aktuell läuft sogar noch eine von ihm im „Soul Hellcafé“. In der „Tattoo-Art-Labor“ widmet er sich seinem zweiten Standbein, dem Tätowieren. Sie kann noch bis zum 30. Januar besucht werden.

Trotzdem findet Rose ausreichend Zeit, seine nächste Vernissage vorzubereiten. Einige Leckerbissen hat er schon zusammengetragen. In der „1st Rock-Poster-Art-Show im Ruhrgebiet“ stellen Künstler aus ganz Deutschland ihre in oft nur geringer Auflage und besonders hochwertiger Qualität angefertigten Gig-Poster vor. Dabei handelt es sich keinesfalls um einfache Werbeposter, sondern um im Siebdruck hergestellte Kunstposter.

Wie der Name verrät werden Gig-Poster in der Regel nur für ein einziges Konzert, also einen Gig, angefertigt. Sie unterscheiden sich wesentlich von den Tourpostern und das vor allem in der Gestaltung. Die Motive setzen sich aktiv mit der jeweiligen Band und ihren Songtexten auseinander. Sie sind an individueller Ausdrucksstärke und Ausdruckskraft kaum zu übertreffen.

Zur Ausstellungseröffnung am Samstag, den 13. Februar um 15 Uhr erwarten die Besucher nicht nur seltene Poster, es haben sich auch einige Künstler angekündigt. Darunter beispielsweise Grace Helly aus Hamburg, Michael Hacker aus Wien, Antighost aus Mannheim und der ortsansässige Jan Meininghaus.

Ein weiteres Highlight dürfte ohne Zweifel die Möglichkeit zum Erwerb der Ausstellungsstücke sein. Die Preise dafür beginnen bei 20 Euro. Unter den gezeigten Postern befinden sich limitierte Exemplare von den Beatsteaks, Deichkind, Green Day, Sonics und Radio Birdman. Für Fans und Sammler ist der Besuch der Ausstellung somit ein absolutes Muss. Natürlich ist aber auch jeder andere herzlich willkommen. Eile besteht nicht. Bis zum 2. April 2016 können die Poster in der dazu passenden Atmosphäre besichtigt werden.

Das „Soul Hellcafé“ befindet sich in der Friederikenstraße 49-51 und hat Dienstag bis Donnerstag von 18 bis 0 Uhr sowie Freitag und Samstag von 18 bis 5 Uhr geöffnet. Geboten werden in „Essens Rock Bar No.1“ 30 verschiedene Whiskeys, 15 Sorten Rum, 40 Gins und acht Tonics. Die richtige Grundlage zum Probieren dieser wird mit den frischen Schnitzeln aus der Pfanne von Koch Richie Rau gelegt. Die Schnitzel werden auf Bestellung zurechtgeschnitten und mit selbstgemachten Soßen nach Art des Hauses gereicht.

Seine Ergänzung findet das hervorragende Angebot für das leibliche Wohl in einem ebensolchen Unterhaltungsprogramm, das von Konzerten über Partys bis hin zu Ausstellungen reicht. Bedient wird nicht nur das Rocksegment, die unterschiedlichsten Musikrichtungen haben im „Soul Hellcafé“ ein Zuhause gefunden. Zur Rockparty wurde ebenso schon geladen wie zur Rock´n´Roll-Party, Punkrock ist ebenso zu hören wie Irish Folk gemischt mit einer Brise Rockabilly. Genau der richtige Rahmen also für eine Ausstellung über Gig-Poster von bekannten Rockgrößen.

Bildquelle: © Dieter Poschmann / Pixelio.de

Gurlitt-Untersuchung abgeschlossen: Herkunft bei elf Bildern auf Leinwand geklärt

501163_web_R_K_by_Thorben Wengert_pixelio.de (2)Der Fall Cornelius Gurlitt war von Anfang an verwirrend. Nicht nur, dass den zuständigen Stellen Versäumnisse vorgeworfen wurden, auch die mit der Herkunftsforschung beauftragten Experten tappten lange im Dunkeln. Nach zwei Jahren intensiver Forschung legten sie nun ihren Abschlussbericht vor. Dieser offenbart, dass unter der mehr als 1.500 Kunstwerken umfassenden Sammlung nur bei den wenigsten Bildern unzweifelhaft davon ausgegangen werden kann, dass sie einst von den Nazis unrechtmäßig in deren Besitz gebracht wurden.

Cornelius Gurlitt war der Sohn des Kunsthändlers Hildebrand Gurlitt, der der bedeutendste Kunsthändler zu Zeiten des NS-Regimes war. Hildebrand Gurlitt war einer von vier Kunsthändlern, die von den Nazis als Händler für „Entartete Kunst“ bestimmt wurden. Sie allein waren dazu berechtigt, mit den vordergründig von Juden beschlagnahmten Gemälden und andere Kunstgegenständen Handel zu treiben. Gurlitts Haupttätigkeitsgebiet war Frankreich. Im Jahre 1943 wurde Hildebrand Gurlitt vom Kunsthistoriker Hermann Voss zu einem der Haupteinkäufer für das „Führermuseum“ in Linz ernannt. Nach dem Krieg stritt Gurlitt jegliche Beteiligung daran ab und blieb weiterhin ein geschätzter Kunstexperte.

Auch privat widmete sich Hildebrand Gurlitt dem Sammeln von Kunst. Die klassische Moderne hatte es ihm angetan und als er 1956 an den Folgen eines Autounfalls verstarb, wurde sein Sohn Cornelius Gurlitt als Erbe seiner umfassenden Kunstsammlung eingesetzt. Um welche Art von Kunst es sich handelte, war bis 2012 nahezu unbekannt. Cornelius Gurlitt fiel erst auf, als er 2010 bei einer Zugfahrt von Zürich nach München von Zollbeamten mit einer ungewöhnlich großen Menge Bargeld aufgegriffen wurde. Bis zur Durchsuchung seiner Wohnung dauerte es allerdings noch bis Februar 2012, wo die Fahnder dann die unglaubliche Entdeckung eines Teils des „Schwabinger Kunstfundes“ machten. Später wurden weitere Werke in seiner Salzburger Wohnung sichergestellt. Cornelius Gurlitt starb im Mai 2014, seine Kunstsammlung hielt die Welt aber weiter in Atem.

Mitte Januar 2016 wurde nun endlich der Abschlussbericht veröffentlicht. Die Arbeit der Expertenkommission ist damit beendet, das Zentrum Kulturgutverluste in Magdeburg wird jedoch die Ermittlungen nach der Herkunft der Bilder fortsetzen. Von den rund 1.500 Werken standen 500 in Verdacht, dass es sich bei ihnen um NS-Raubkunst handelt. In fünf Fällen ließ sich beweisen, dass dieser Tatbestand erfüllt ist. Bei sechs Gemälden auf Leinwand konnte die Herkunft tatsächlich geklärt werden. Vier Bilder vom aus Thüringen stammenden Maler Otto Dix wurden in der Sammlung vermutet, konnten aber nicht gefunden werden. Nach wie vor fehlt von ihnen jede Spur. Ein Gemälde vom Franzosen Marc Chagall stellte sich bei näheren Untersuchungen als Fälschung heraus.

Kulturstaatsministerin Monika Grütters (CDU) erklärte anlässlich der Veröffentlichung des Abschlussberichts am 14. Januar, dass es dennoch weiterhin das Ziel sei, die Herkunft jedes einzelnen Kunstwerkes herauszufinden. Für das nächste Jahr wird das Zentrum Kulturgutverluste mit der Provenienzenforschung beauftragt. Diesbezüglich wurde bereits ein auf ein Jahr befristeter Vertrag geschlossen.

Die bisher damit betraute Kommission sieht die größten Probleme in den oftmals während der Kriegszeit verlorengegangenen Dokumenten. Ohne diese sei es schwer, die Herkunft und auch den rechtmäßigen Besitzer zu ermitteln. Zudem seien Privatarchive selten an einer Zusammenarbeit interessiert und geben kaum Auskunft zu bei ihnen eventuell vorhandenen Informationen.

Die Bundestagsabgeordnete Sigrid Hupach (Linke) hegt Zweifel daran, ob die zur Verfügung stehenden Gelder überhaupt für die in Zukunft geplanten Ermittlungen ausreichend sind. Immerhin sei es mit den bisher verwendeten 1,8 Millionen Euro gerade einmal gelungen, elf Bilder eindeutig als NS-Raubkunst zu identifizieren.

Bildquelle: © Thorben Wengert / Pixelio.de

Der Schwindel auf den Etiketten von Lebensmitteln nimmt kein Ende

733308_web_R_K_B_by_Juergen Jotzo_pixelio.de (2)Diese Zahlen sollten zum Nachdenken anregen: Laut einer Umfrage von TNS Emnid im Auftrag des Bundesernährungsministeriums sind zwar 79 Prozent der Bundesbürger mit der Qualität der Lebensmittel zufrieden, allerdings haben gerade einmal 29 Prozent der Umfrageteilnehmer Vertrauen zur Lebensmittelindustrie. Doch zu stören scheint diese das wenig.

Die Missverständnisse beginnen bereits bei den Etiketten auf den Lebensmitteln. Denn was darauf geschrieben steht und was der Verbraucher darunter versteht, unterscheidet sich oft völlig. Ein Klassiker ist der Fruchtjoghurt, der trotz seiner vermeintlich eindeutigen Bezeichnung überhaupt keine Früchte enthalten muss. Ein richtiger Fruchtjoghurt hat einen Fruchtanteil von 6 Prozent. Ein Joghurt mit Fruchtzubereitung kommt mit 3,5 Prozent aus. Ein Joghurt mit Fruchtgeschmack soll lediglich nach Frucht schmecken und das tut er durch den Zusatz von Aromen wesentlich intensiver als mit echten Früchten. Warum also sollten dann selbige unbedingt enthalten sein?

Das Portal „Lebensmittelklarheit“ beschäftigt sich unter anderem mit Etikettenschwindel bei Lebensmitteln. Ungefähr 40 bis 50 Hinweise gehen pro Woche von Verbrauchern ein. Rund die Hälfte davon wird als durchaus berechtigt angesehen. Auf die Meinung und die Zufriedenheit der Verbraucher scheint die Lebensmittelindustrie allerdings nicht allzu viel Wert zu legen. Zwar sei das grundsätzliche Problem laut dem Jahresbericht der Bundesvereinigung der Deutschen Ernährungsindustrie (DVE) erkannt, aber weiter ist in dem Bericht zu lesen, dass eine Beseitigung desselben eine zunehmende kostenintensive Produktregulierung nach sich ziehen könne und Außenstehende ohnehin ein verzerrtes Bild von der Lebensmittelindustrie hätten. Eindeutige, für den Verbraucher verständlichere Kennzeichnungen wären schon einmal ein guter und sicher wenig aufwändiger Anfang.

Grund zur Eile besteht allerdings nicht, denn tiefgreifende Konsequenzen sind kaum zu befürchten und falls doch, treten sie nicht plötzlich in Kraft, sondern man kann sich in Ruhe darauf vorbereiten. Kommt es beispielsweise zu einem Gerichtsverfahren, dauert es bis zu einer Entscheidung oft Jahre. So geschehen im Fall Teekanne, der Anfang Dezember letzten Jahres endlich seinen Abschluss fand. Das „Felix Himbeer-Vanille-Abenteuer“, das gemäß Herstellerangaben „nur natürliche Zutaten“ enthält, darf nicht mehr so heißen, denn die im Namen enthaltenen und auf der Verpackung abgebildeten Zutaten sind gar nicht drin. Himbeeren und Vanille wurden durch Hibiskus, Brombeerblätter und Äpfel ersetzt. Für den passenden Geschmack sorgten Aromen. Die Gestaltung der Verpackung und der Name suggerierten dem Verbraucher jedoch einen Tee aus Himbeeren und Vanille.

Ein Verbraucherverband hatte den Teehersteller wegen bewusster Irreführung verklagt. Das Verfahren lief durch insgesamt vier Instanzen. Das Landgericht Düsseldorf fällte im März 2012 ein Urteil, wonach der Fall nach eingelegter Berufung durch die Beklagte ein Jahr später vor dem Oberlandesgericht Düsseldorf verhandelt wurde. Schließlich sollte sich der BGH damit beschäftigen. Jener setzte das Verfahren erst einmal aus und rief wiederum den EuGH an. Nach Rückmeldung des EuGH hob der BGH das Urteil des Oberlandesgerichts wieder auf und erklärte das Urteil des Landgerichts für rechtskräftig, welches der Unterlassungsklage des Verbraucherverbands stattgegeben hatte. Zwar hat dieser nun für die Verbraucher einen Sieg errungen, doch die vergangene Zeit war eindeutig zu lang.

Da eine Veränderung der Gesetze mindestens ebenso lange und meistens noch länger dauert, können sich die Lebensmittelhersteller sozusagen beruhigt zurücklehnen. Schließlich gehören Essen und Trinken zu den Grundbedürfnissen des Menschen, sodass Lebensmittel immer gekauft werden, egal, ob die Angaben auf den Etiketten verständlich sind oder nicht.

Bildquelle: © Juergen Jotzo / Pixelio.de

Fast & Furious 8: Vin Diesel persönlich präsentierte das erste offizielle Poster

OLYMPUS DIGITAL CAMERAOb es nach dem siebten Teil und dem während der Dreharbeiten überraschenden Unfalltod von Paul Walker überhaupt weitergehen wird, war lange Zeit unklar. Doch im Grunde genommen waren sich alle einig darüber, dass eine Fortsetzung ebenfalls im Sinne von Walker gewesen wäre. Nun steht der Beginn der Dreharbeiten zu “Fast & Furious 8“ unmittelbar bevor. Handlungsort wird New York City sein.

Daran lässt auch das von Vin Diesel auf Instagram veröffentlichte erste offizielle Poster keinen Zweifel aufkommen. Darauf zu sehen ist die Skyline von Big Apple mit dem Empire State Building. Von schnellen Autos dagegen keine Spur. Aber keine Angst: Sie werden natürlich wie immer dabei sein und den Darstellern so manches Mal die Show stehlen.

Die Besetzung, zumindest was die Hauptdarsteller betrifft, ändert sich kaum. Neben Vin Diesel geben sich wieder Jason Statham, Dwayne „The Rock“ Johnson und Michelle Rodriguez die Ehre. Regie wird F. Gary Gray führen. Das wurde bereits im Oktober letzten Jahres beschlossen. Gray wurde durch die für einen Oscar nominierte Biografie „Straight Outta Compton“ aus dem Jahre 2015 bekannt, mit der der Werdegang der Hip-Hop-Compilation „N. W. A.“ verfilmt wurde.

Mit der Vorstellung des Posters wurde außerdem der Titel des Films offiziell bestätigt. Er wird im Original „Fast 8 – New roads ahead“ heißen. Unter welchem Namen er in Deutschland laufen wird, darüber gibt es noch keine Aussage. Zudem gab Vin Diesel bekannt, dass der achte Teil der Beginn einer neuen Ära ist. Das Filmstudio Universal Pictures erklärte bereits zu einem früheren Zeitpunkt, dass mit Prequels und Spin-offs das Franchise weiter ausgebaut werden soll.

Das Publikum ist in dieser Hinsicht verwöhnt und stellt hohe Ansprüche. „Fast & Furios 7“ spülte 1,5 Milliarden US-Dollar in die Kassen und war damit die bisher erfolgreichste Episode der Reihe. Ob das zu toppen ist, bleibt abzuwarten. Viele sind skeptisch, rechnen den enormen Erfolg hauptsächlich Paul Walker und dessen tragischem Tod zu. Zahlreiche seiner Fans erwiesen ihm mit dem Besuch des Films die letzte Ehre und wollten vor allem sehen, wie der Abschied von Walker im Film ausfiel. Dennoch hat Universal Pictures drei weitere Filme in Planung.

Welche Überraschungen diese bereithalten sollen, darüber gibt es einige Spekulationen. Neue Charaktere, noch waghalsigere Stunts, bessere Autos? Was geht und was geht nicht? Darüber haben sich ebenfalls die Verantwortlichen der Filmfabrik Gedanken gemacht. So nahm der Vorsitzende der Universal Filmed Entertainment Group, Jeff Shell, schon einmal Abstand, noch risikoreichere Stunts zu initiieren. Im November 2015 erklärte er, dass es einfach nicht möglich sei, jede Fortsetzung mit größeren und besseren Stunts zu „garnieren“. Natürlich werde man auf Stunts nicht verzichten, aber man will sich hauptsächlich auf die eigentliche Handlung konzentrieren. Vin Diesel hat als beteiligter Produzent in dieser Hinsicht ein Wörtchen mitzureden. Er spricht sich vordergründig für neue Charaktere aus.

Jetzt, wo die Dreharbeiten bald beginnen, werden sicher in regelmäßigen Abständen neue Informationen durchsickern. Man darf also gespannt sein, mit was der neue Film die Zuschauer in die Kinos locken will. Der Start in den deutschen Kinos ist für den 13. April 2017 geplant. In den USA wird er einen Tag später anlaufen. Das ist noch etwas mehr als ein Jahr, in dem viel passieren kann.

Bildquelle: © Stefan Schuster / Pixelio.de

Mogelpackung des Jahres 2015 gewählt: Wenn Etiketten was anderes erzählen

714381_web_R_K_B_by_Denise_pixelio.de (2)Vom 4. bis 22. Januar rief die Verbraucherzentrale Hamburg zur Wahl der Mogelpackung des Jahres 2015 auf. Am Montag, dem 25. Januar, wurde der „Sieger“ bekanntgegeben. Insgesamt standen fünf Produkte zur Wahl. Das Rennen machte die Bebe Zartcreme von Johnson & Johnson. Mehr als 30 Prozent der Stimmen erhielt sie und dafür gab es mehrere Gründe.

Erst einmal wurde in den letzten drei Jahren drei Mal die Füllmenge in den verschiedenen Packungen verringert. Gab es anfangs noch Dosen mit 250 ml Inhalt, wurden später daraus 150 ml. Die 75 ml – Dosen wurden auf 50 ml reduziert, bei den 30 ml – Dosen kamen nur noch 25 ml hinein. An sich kein Grund zur Beanstandung, wenn gleichzeitig auch der Preis angepasst wird.

Hier allerdings war das Unternehmen eher spendabel als sparsam: In zwei Fällen blieben die Dosen gleich groß, sie wurden nur mit weniger Creme gefüllt. Für einen teureren Preis wurden aber letztendlich alle drei Dosen verkauft. Im Endeffekt ergab sich aus der Reduzierung der Füllmenge im Gleichschritt mit dem Anziehen der Preise eine bis zu 84-prozentige Preissteigerung.

Gemogelt wurde weiter bei den Etiketten. Dort tauchte nämlich plötzlich der Konservierungsstoff Phenoxyethanol auf. Bis dato kam die Bebe Zartcreme komplett ohne derartige Stoffe aus.

Geschummelt wird auch kräftig auf dem zweiten Platz, den sich mit 25,4 Prozent der Tassimo Latte macchiato classico von Jacobs Douwe Egberts sicherte. Der Ärger der Verbraucher ist hier ebenfalls berechtigt. Das Kaffeegetränk erlebte wie der Erstplatzierte eine Reduzierung der Füllmenge, zugleich ging die Qualität herunter. Anstelle von echter Milch ist nun eine Mischung aus verschiedenen Milchbestandteilen enthalten, die zudem nur mit dem Verdickungsmittel Gummi arabicum (E 414) zusammenhalten.

Dem drittplatzierten Heinz Curry Ketchup wurde gleichfalls eine Füllmengenreduzierung mit einer gleichzeitigen (wenn auch nur geringfügigen) Preiserhöhung zum Verhängnis. Bis zu 28 Prozent mehr muss der Verbraucher dafür zahlen. Über 20 Prozent der Abstimmungsteilnehmer hatten diesem Produkt ihre Stimme gegeben.

Für die viertplatzierte Zahnpasta Dentagard von Colgate Palmolive und den fünftplatzierten Herta Finesse Schinken von Nestlé sieht es zwar mit 11,2 Prozent beziehungsweise 10,6 Prozent etwas rosiger aus, doch schon allein die Nominierung für die Wahl zur Mogelpackung des Jahres sollte den Herstellern genug Anlass zum Nachdenken sein.

Bei der Zahnpasta muss man als Verbraucher schon sehr genau hinschauen, um eine Veränderung zu bemerken. Das Design der Tube ist das gleiche geblieben, die Rezeptur ebenfalls. Nur bei der Füllmenge stehen jetzt statt 100 nur noch 75 ml und diese ist nun auf der Rückseite der Tube aufgebracht. Das macht eine satte Preiserhöhung von über 30 Prozent, die sich ferner beim Herta Finesse Schinken ergibt.

Hier ging der Hersteller aber deutlich trickreicher vor. Im Gleichzug mit der Füllmengenreduzierung wurde auch der Preis gesenkt. Allerdings fiel die Preissenkung wesentlich geringer aus als die Verminderung der Füllmenge. Die Verbraucher haben es trotzdem bemerkt, wie die Verbraucherzentrale Hamburg anlässlich der enormen Beteiligung an ihrer Abstimmung feststellen konnte. Mit den über 26.000 Teilnehmern wurde eine sechs Mal größere Teilnehmerzahl gegenüber dem vergangenen Jahr erreicht.

Seit zehn Jahren führt die Verbraucherzentrale Hamburg nunmehr ihre Mogelpackungsliste, die mittlerweile 114 Seiten umfasst und in der schätzungsweise 1.000 Produkte verzeichnet sind. Die Liste kann im Internet eingesehen werden.

Bildquelle: © Denise / Pixelio.de