Aufkleber und T-Shirt Blog

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QR-Codes erobern Museen, die Kunst und Friedhöfe wie im Sturm

725775_web_R_K_B_by_Christina Schmid_pixelio.de (2)Mit den QR-Codes ist es wie mit vielen anderen modernen Techniken: Erst begegnet man ihnen mit großer Skepsis und Zurückhaltung, dann plötzlich wollen sie alle nutzen. Derzeit erleben die Codes überall einen Boom: Museen, Sehenswürdigkeiten, Straßenschilder und sogar Grabsteine werden immer häufiger mit ihnen ausgestattet.

Die Fans des 1. FC Kaiserslautern können beispielsweise nun auch mit Hilfe von QR-Codes im Vereinsmuseum auf Spurensuche in der Geschichte ihres Lieblingsvereins gehen. Mit Beginn der Rückrunde konnte der aufmerksame Besucher zunehmend die schwarz-weißen Quadrate auf den Vitrinen und Ausstellungsstücken bemerken. Werden sie gescannt, geben sie viele interessante Informationen über das jeweilige Exponat preis.

Hinter manchen QR-Codes sind kurze Videos hinterlegt. Wer sie benutzt, kann etwa legendäre Spielszenen noch einmal erleben, sich anschauen, wie der begehrte DFB-Pokal hergestellt wird und der Übergabe desselben bei der Siegerehrung an den FCK beiwohnen. Schließlich wurde der Verein bereits zwei Mal Pokalsieger und gewann vier Mal die Deutsche Meisterschaft. Da gibt es jede Menge denkwürdige Szenen, die in Form eines QR-Codes festgehalten werden können.

Aber auch Misserfolge werden thematisiert, denn es herrschte nicht immer eitel Sonnenschein in der über 100-jährigen Clubgeschichte. So stieg das Gründungsmitglied der Bundesliga nach mehr als 30 Jahren in dieser in der Saison 1995/96 ab, um in der darauffolgenden Saison wieder in der Bundesliga aufzulaufen und 1998 den vierten Meistertitel zu holen. Von der Saison 2006/07 bis zur Saison 2009/10 spielte man wiederum nur zweitklassig, um ab der Saison 2010/11 endlich wieder in der Bundesliga dauerhaft zu Gast zu sein. Der Liebe der Fans tat das keinen Abbruch und so möchte das FCK-Museum ebenfalls ihnen mit der Einführung der QR-Codes danken, indem unter anderem die schönsten Fangesänge digital verewigt wurden.

Das Museum befindet sich auf dem Gelände des Fritz-Walter-Stadions und wurde im Juli 2011 eröffnet. Es öffnet jeweils zu Heimspielen zwei Stunden vor dem Anpfiff und hat bis eine halbe Stunde vor diesem geöffnet.

In der Kunstszene erfreuen sich die Codes gleichfalls wachsender Beliebtheit. Das letzte Werk des Streetartkünstlers Banksy versah dieser höchstpersönlich mit einem QR-Code, der zu einem Video führt, welches einen vor wenigen Wochen erfolgten Tränengaseinsatz gegen Flüchtlinge im französischen Calais zeigt. Der Brite hat sich bereits mehrfach künstlerisch mit der Flüchtlingskrise auseinandergesetzt. Der betreffende Code ist an einer Londoner Wand angebracht, die der Künstler mit der “Les Misérables” – Romanfigur Cosette besprühte. Jene befindet sich mitten in einer Wolke aus Tränengas.

Sweza, ein Kollege von Banksy aus Berlin, nutzt ferner die Macht der QR-Codes, wenngleich auch zu einem anderen Zweck. Er sieht die direkte Verbindung zum Internet wie eine Erweiterung des Ortes für die Kunst an, denn die virtuelle Welt hat kaum Grenzen und stellt deshalb ausreichend Raum zur Verwirklichung von Ideen zur Verfügung. Außerdem macht er seine verwendeten Codes selbst zu einem kleinen Kunstwerk.

Der Friedhof in der Ascherslebener Schmidtmannstraße informiert seit gut zwei Jahren mit Hilfe von QR-Codes über regionale Persönlichkeiten, die hier ihre letzte Ruhestätte haben. Der sogenannte Erinnerungspfad wird regelmäßig erweitert. Die Codes führen auf eine Webseite, auf der historische Fotos und wissenswerte Informationen von ortsansässigen Heimatgeschichtlern zusammengetragen wurden. Zu den neu in den Reigen Aufgenommenen zählen beispielsweise der Maler und Grafiker Heinrich Rademacher, der Heimatforscher Gerhard Stolle sowie der Arzt und Autor Paul Geish.

Bildquelle: © Christina Schmid / Pixelio.de

Manierismus auf Leinwand noch bis Juni im Frankfurter Städel zu sehen

Der Manierismus war eine Kunstrichtung, die sich innerhalb der Spätrenaissance in Italien herausbildete. Es war eine Zeit des Aufruhrs, der Krankheiten und der Gewalt. Der „Schwarze Tod“ raffte 36.000 Menschen dahin, Florenz befand sich in der Belagerung, in Rom wurde geplündert. Und dennoch gab es Menschen, die sich der Kunst widmeten. Sie fertigten Gemälde und Skulpturen. Einige von ihnen sind nun im Städel-Museum in Frankfurt am Main zu sehen.

Von den Widrigkeiten dieser Ära ist in der Kunst nicht unbedingt etwas zu bemerken. Im Gegenteil: Der Manierismus gilt als übertrieben gekünstelt. Typisch sind Heiligenbilder und Porträts von Herrschern. Insgesamt 130 Kunstwerke zeigen Museumsdirektor Max Hollein und seine Mitarbeiter in der Ausstellung mit dem Titel “Maniera. Pontormo, Bronzino und das Florenz der Medici” dem interessierten Publikum noch bis zum 5. Juni. 120 davon stammen direkt aus Florenz. Das Städel ist das erste Museum, welches außerhalb Italiens eine derartig umfangreiche Präsentation zum Thema Manierismus in Europa auf die Beine gestellt hat.

Hollein zeigt sich von der Kunstrichtung besonders angetan. Er bezeichnet die Maler als Angehörige einer herausragenden Generation und bescheinigt ihnen einen modernen und kühnen Ideenreichtum, mit dem nach eigenwilligen und bisweilen auch radikalen Lösungen gestrebt wurde. Die Kunst ist für Hollein mit einer außergewöhnlichen Intensität behaftet, von der er sich wünscht, dass sie auch den Betrachter erfasst.

Jenen wird vor allem auffallen, dass mit einigen Tabus gebrochen wurde. Die Entstehungszeit der Gemälde auf Leinwand liegt zwischen 1512 bis 1568. Gott war allgegenwärtig und der Glaube an ihn nahm einen hohen Stellenwert im Leben der Menschen ein. Da wundert es nicht, dass die sich dem Manierismus zuwendenden Künstler als „die jungen Wilden von Florenz“ bezeichnet wurden. Schließlich ließen sie forsch aus dem Gewand der Gottesmutter eine Brustwarze hervorblitzen und das Jesuskind ähnelte mehr einer Karikatur anstatt wohlgenährt in den Armen seiner Mutter zu liegen. Die Grenzen zur Gotteslästerung dürften mit derartigen Darstellungen zur damaligen Zeit bei Weitem überschritten worden sein. Allerdings scheint dies in den Hintergrund zu rücken. Immerhin fiel in diese Phase eine ganze Reihe von historischen Ereignissen, die einschneidende Veränderungen brachten. Die von Deutschland ausgehende Reformation gestaltete das westliche Christentum komplett um, Spanien wurde zur Weltmacht und in Italien strebten die Medici nach der Herrschaft, während die Republiken der Vergangenheit angehörten.

Bei der Städel-Ausstellung steht nicht ein einzelner Künstler im Mittelpunkt, sondern derer viele. Es geht vordergründig darum, die Beziehungen untereinander näher zu beleuchten. Wer arbeitete zusammen, wer wollte überhaupt nichts miteinander zu tun haben und wer lernte von wem. Den meisten Vertretern des Manierismus blieb der große Durchbruch ohnehin verwehrt. Sie mussten sich bereits zu Lebzeiten gegen weltbekannte Künstler wie Leonardo da Vinci durchsetzen. Die Vertreter des Manierismus sind so etwas wie die stillen Helden der Kunst. Für Kurator Bastian Eclercy waren sie diejenigen, die dem Individualismus in der Kunst die Tür öffneten.

Die Ausstellung umfasst neben Gemälden, Zeichnungen und Skulpturen weiterhin Baukunst. Die Architektur des Manierismus hat es im Gegensatz zu den anderen Kunststilen zu einem wesentlich höheren Bekanntheitsgrad gebracht. Im ersten Stock des Museums kann der Besucher einen fünf Meter hohen Nachbau bestaunen von einer Bibliotheksfassade bestaunen. Sie entwarf einst Michelangelo für die Medici.

Bildquelle: © S. Hofschlaeger / Pixelio.de

Moderne Raumgestaltung: Fototapete liegt (wieder) im Trend!

Die digitale Fotografie eröffnet uns zahlreiche Möglichkeiten. Und dank entsprechender Computertechnik wird die Bandbreite der daraus resultierenden Fotoprodukte immer größer. Was es da nicht alles bereits gibt: Tassen, Kissen, Hüllen für Smartphones und dergleichen mehr. Fototapeten erfreuten sich bereits vor einigen Jahren großer Beliebtheit, dann flaute allerdings das Interesse wieder ab. Jetzt feiert diese individuelle Raumgestaltungsvariante ihr Comeback. Woran das liegen mag, ist nicht eindeutig geklärt, es ist aber davon auszugehen, dass es die persönlichen Motive sind, mit denen die Tapete heute bedruckt werden kann.

Früher waren es ähnlich wie bei Postkarten zwar auch traumhafte Motive, ihnen fehlte aber etwas Entscheidendes: ihre Einzigartigkeit. Wer eine Fototapete kaufte, konnte sich nicht sicher sein, ob er diese nicht irgendwann irgendwo bei jemand anderem an der Wand hängen sehen würde. Heute ist das anders. Fällt die Entscheidung auf eine Fototapete, dann wird gleich das gewünschte Motiv bei der Aufgabe der Bestellung mitgeliefert. Das ist genauso einfach wie bei jedem anderen Fotoprodukt. Während des Bestellvorgangs wird an passender Stelle eine Datei vom eigenen Computer, dem Handy oder direkt von der Kamera hochgeladen. Außerdem legt der Besteller die Größe seiner ganz persönlichen Tapete selbst fest. Einzigartiger geht es wohl kaum.

Erst kürzlich befasste sich Ökotest mit Fototapeten. Augenmerk lag auf den Drucktechniken, der Schadstoffbelastung und dem Handling beim Anbringen an der Wand. Zugleich wurde ein Blick auf die Vorlieben der Verbraucher bezüglich der Motive geworfen. Zu verzeichnen sind verschiedene Strömungen. Es gibt tatsächlich diejenigen, die sich mit einer solchen Tapete ihre persönliche Traumlandschaft ins Haus holen. Andererseits werden aber auch grafische Motive oder Cityskylines wie etwa die Skyline von New York geordert. Hier gehen bedruckte Leinwände und Fototapeten fast ineinander über, denn nicht immer ist es gleich eine Tapete, die an die Wand kommt. Großformatige Leinwandbilder sind gleichfalls überaus begehrt. Hinsichtlich der Maße sind kaum Grenzen gesetzt, weshalb die Übergänge von Leinwandbild zu Fototapete nahezu fließend sind. Unterschiede herrschen dagegen in der Art der Anbringung. Das Leinwandbild wird aufgehängt, die Fototapete üblicherweise wie eine herkömmliche Tapete mit Kleister dauerhaft an der Wand befestigt.

Fototapeten werden zumeist aus speziellem, sehr reißfestem Papier oder Vlies gefertigt. Oft wird sogenanntes Bluebackpapier verwendet. Das ist ein Papier mit einer blauen Rückseite, die das Durchscheinen von Wandstrukturen und Motiven verhindert. Zum Anbringen der Tapete wird diese eingekleistert und abgewartet, bis der Kleber die Tapete eingeweicht hat. Dann wird die Tapete an der Wand angebracht. Für die strapazierfähigen und besonders reißfesten Vliestapeten, die darüber hinaus maßstabil sind, wird der Kleister auf die Wand aufgetragen und anschließend die Tapete darauf geklebt.

In der Vergangenheit wurden Fototapeten mittels Offsetdruck hergestellt. Dies hatte zur Folge, dass sich die Motive aus mehreren Bögen zusammensetzten und bei der Anbringung genau auf den Verlauf geachtet werden musste. Das ist längst nicht mehr der Fall. Quasi im Endlosdruck werden Fototapeten in allen erdenklichen Größen produziert. Der Drucker druckt das Motiv auf das entsprechende Material, was auf großen Rollen nahezu unendlich zur Verfügung steht. Am Ende wird es auf die gewünschte Länge zugeschnitten und der Verbraucher erhält lediglich eine Bahn. Bei besonders großen Motiven ist es deshalb empfehlenswert, einen Tapezierhelfer zu organisieren. Mit zunehmender Größe steigt nämlich auch das Gewicht der Tapete.

Bildquelle: © Jetti Kuhlmann / Pixelio.de

Bunte Sticker erzählen die Geschichte vom Sauerland auf interessante Weise

Regelmäßig berichten wir in unserem Blog über Stickerserien, die Vereine oder Gemeinden herausgebracht haben. Während es früher hauptsächlich die Sammlungen anlässlich von Fußballgroßereignissen waren, geht heute der Trend immer mehr zu Serien mit regionalem Bezug. So haben beispielsweise im vergangenen Jahr schon kleinere Fußballvereine wie der FC Großen-Buseck in der Nähe von Gießen eigene Stickersammlungen veröffentlicht. Und auch die nordrhein-westfälische Landeshauptstadt Düsseldorf hat im Herbst 2015 ihre Bürger mit Stickern sowie einem dazu passenden Sammelalbum bedacht.

Aktuell ist im Sauerland das Sammelfieber ausgebrochen. „Sauerland sammelt Sauerland“ lautet(e) hier das Motto. Die Aktion selbst fand bereits im November letzten Jahres statt, doch bis heute gibt es gut besuchte Sammelbörsen, bei denen das Album vervollständigt werden kann. Erst kürzlich kamen knapp 80 Sammler im Bürgerzentrum von Brilon zu einer solchen zusammen. Sie entstammten aller Altersklassen. Einige sammeln für sich, andere für ihre Enkel, auch wenn diese, wie im Fall von Herbert Gneckow aus Niedersfeld, erst vier Monate alt sind. Die Sticker greifen die Geschichte des Sauerlandes auf und sind daher eine schöne Erinnerung an vergangene Zeiten. Eine Dame aus Olsberg hat durch ihre Sammlung gar von Menschen und Dingen erfahren, die sie ihrer Heimat gar nicht zugeordnet hätte. So hat Jung und Alt beim Stickersammeln seinen Spaß und lernt obendrein noch etwas.

Ins Leben gerufen hatte die Sammelaktion die „Westfalenpost“, eine südwestfälische Tageszeitung. Das Album fasst insgesamt 252 Klebebildchen. Das ist eine ganze Menge und nicht jeder hatte das Glück, sein Buch voll zu bekommen. Dafür konnte es aber durchaus sein, dass einige Motive mehrfach vorhanden waren. Für derartig „Betroffene“ gab es ab Ende Januar dann eben die Tauschbörsen, die bis heute durchgeführt werden.

Die Sticker sind tatsächlich eine Empfehlung und das nicht nur aus optischen, sondern ebenfalls aus wissenstechnischen Gründen. Die Fülle an interessanten Informationen ist enorm und es kann fast schon von einem modernen Geschichtsbuch die Rede sein. Der höchste natürliche Wasserfall Nordrhein-Westfalens, die „Plästerlegge“, ist ebenso im Album vertreten wie der „Kahle Asten“, den viele irrtümlicherweise als den höchsten Berg im Sauerland bezeichnen. Stimmt aber gar nicht, wie das Sammelalbum aufklärt. Es ist nämlich der „Langenberg“, der stolze 843,2 Meter misst. Und selbst der „Hegekopf“ ist mit seinen 842,9 Metern immer noch genau einen Meter höher als der „Kahle Asten“ mit 841,9 Metern. Der Titel „höchster Berg“ steht damit eindeutig jemand anderem zu.

Zum Einkleben gibt es außerdem den Diemelsee, die Medebacher Bucht und das Schloss Alme. An bekannten Persönlichkeiten mangelt es ebenfalls nicht. Da wäre etwa der ehemalige deutsche Bob-Pilot René Spies, der aus Winterberg im Hochsauerlandkreis stammt und seine gesamte Karriere beim BSC Winterberg verbrachte. Traditionelle Veranstaltungen wie die Osternacht in Hallenberg oder das Schützenfest sind weiterhin ein Thema. Die letzte Seite des Albums ist noch einmal ein Highlight. Hier geht es nämlich um das „Sauerländer Platt“, den typischen regionalen Dialekt. Für die einen Alltagssprache, für die anderen eine völlig neue Erfahrung.

Das gefüllte Stickeralbum ist wie eine kurzweilige Reise durch die Geschichte des Sauerlandes, bei der sozusagen alle zu Wort kommen. Aktuelles ist genauso dabei wie Vergangenes. In vielen sauerländischen Familien bringt es die Generationen zusammen an einen Tisch und lässt sie gemeinsam ihre Heimat (neu) entdecken.

Bildquelle: © Daniel Westphal / Pixelio.de

Erstes Poster und Trailer zu „The Bodyguard“ erschienen

608061_web_R_K_B_by_PeterFranz_pixelio.de (2)Poster und Trailer zu neu angekündigten Kinofilmen werden von der Fangemeinde immer sehnsüchtig erwartet. Nun sind brandneu ein erstes Poster und ein Trailer zum angeblich „besten Actionfilm der vergangenen 20 Jahre“ erschienen. Sein Titel: „The Bodyguard“. Wer nun unweigerlich an Kevin Costner und Whitney Houston denkt, wird herb enttäuscht sein. Die beiden Filme haben nichts miteinander gemein, denn „The Bodyguard“ ist ein Actionfilm, bei dem sich alles um die Kampfkunst Kung-Fu dreht. Um eine schöne Frau, die gerettet werden muss, geht es zwar auch, ob das allerdings so romantisch ist, wie einst bei Houston und Costner, sei dahingestellt.

Die Macher von „The Bodyguard“ haben ihren Film auf alle Fälle erst einmal „ganz bescheiden“ angekündigt und wecken damit berechtigtes Interesse. Bleibt nur zu hoffen, dass sie ihr Versprechen dann auch halten können. Der Trailer stößt bislang auf geteilte Meinungen. Das Poster indes geizt nicht mit einer auffälligen Gestaltung. Vorwiegend in Rot gehalten zeigt es einen Wolf mit glühenden Augen, zwei hübsche Frauen und im unteren Teil eine Kampfszene, die die Herzen der Kampfkunstfans höher schlagen lassen dürfte. Vor dieser prangt ein in Schwarz-Weiß gehaltener Kung-Fu-Kämpfer, der eine schwere Kette um seine überdimensional große, vorgereckte, linke Faust geschlungen trägt. Geheimnisvoll, kraftvoll und zu allem bereit mutet jener an.

Damit passt das Poster gut zum Film. Schließlich geht es um formvollendete Martial-Arts-Action. Yue Song nimmt dafür im Regiestuhl Platz und ist auch vor der Kamera als Hauptdarsteller Wu-Lin zu sehen. Derzeit findet in Berlin die „European Film Market“ statt. Sie ist eine der größten Messen für Filmrechte. Man darf dementsprechend von einer gewissen Fachkunde des Publikums ausgehen. Dieses feiert Song nach der Sichtung des filmischen Begleitmaterials bereits als nächsten Bruce Lee. Willkommene Vorschusslorbeeren, die eine hervorragende Werbung für den Film sind.

Nun kurz zu dessen Handlung: Der junge Wu-Lin ist Nachkomme eines altehrwürdigen Clans. Als sein Meister stirbt, begibt er sich auf die Suche nach einem neuen Schüler in die große Stadt. Dort ist das Leben hart. Um seinen Unterhalt bestreiten zu können, heuert er als Leibwächter der schönen Fei-Fei an. Doch obwohl er ein erfahrener Kämpfer ist, kann es der Bodyguard nicht verhindern, dass diese entführt wird. Aufgeben kommt aber für Wu-Lin nicht in Frage. Er ist fest entschlossen, die Frau zu befreien und zurückzuholen. Dabei tut er das, was er nun einmal am besten kann: kämpfen.

Neben Yue Song sind Xing Yu – hat mitgewirkt in „Kung Fu Killer“, „Kung Fu Hustle“ und „Way of the Warrior“ – sowie Collin Chou – bekannt aus „Matrix Reloaded“ und „Marco Polo (2014)“ – zu sehen. An spektakulären Kampfszenen sollte es angesichts dieser Besetzung also nicht mangeln. Was sonst noch erwartet werden darf, wird sich in den nächsten Monaten zeigen. Bekanntermaßen lassen nach dem ersten Poster und Trailer weitere Veröffentlichungen nicht lange auf sich warten. Aktuell haben die Dreharbeiten zu „The Bodyguard“ gerade erst begonnen. Ein Starttermin steht bisher nicht fest. Wer einen ersten Blick erhaschen möchte, der hat durch das Anschauen des etwa 2 Minuten und 40 Sekunden langen Trailers die Gelegenheit dazu. Der ist auf alle Fälle ein Leckerbissen für Freunde des Kung-Fus.

Bildquelle: © PeterFranz / Pixelio.de

Landesfeuerwehrverband Sachsen hat „Kinderfinder“ – Aufkleber herausgebracht

743672_web_R_K_B_by_I-vista_pixelio.de (2)Das Prinzip dahinter ist einfach: Ein neongelber Aufkleber zeigt den Rettungskräften, wo sich das Kinderzimmer und demzufolge möglicherweise auch die Kinder befinden. So kann die Rettung wesentlich beschleunigt werden. Neu ist die Idee mit dem Kinderfinder nicht. In der Vergangenheit haben andere Rettungskräfteinstitutionen ähnliche Sticker herausgebracht. Flächendeckend haben sie sich leider noch nicht durchgesetzt. Fakt ist aber, dass die Verwendung von derartigen Aufklebern ein Schritt in die richtige Richtung ist.

Die „Kinderfinder“ des Landesfeuerwehrverbands Sachsen werden derzeit an die Feuerwehrverbände in den Landkreisen und Städten verteilt. Sie sollen bei Veranstaltungen wie Feuerwehrfesten oder Tagen der offenen Tür kostenlos an die Besucher verteilt werden. Die Realisierung der Sticker wurde durch die Beteiligung einer großen Reihe von Fördermitgliedern möglich, die sich an den Kosten beteiligten beziehungsweise jene übernahmen.

Die reflektierenden Aufkleber werden ebenfalls von den Wehrleuten befürwortet. Sie sind auch in Wohnungen voller Rauch noch gut zu sehen, sofern sie an einer geeigneten Stelle angebracht wurden. Wo das ist, darüber informiert die Faltbroschüre, in der der Sticker untergebracht ist. Da der Rauch bei einem Brand stets nach oben steigt, ist eine Anbringung im unteren Drittel der Kinderzimmertür empfehlenswert. Hier fällt er den Feuerwehrleuten, die sich in gebückter Haltung durch die Wohnung oder das Haus bewegen, sofort ins Auge. Sie können nun gezielt diesen Raum aufsuchen und nach Kindern auf die Suche gehen.

In Extremsituationen wie eben bei einem Wohnungsbrand sind Kinder häufig verwirrt und extrem verängstigend. Eine logische Reaktion ist nicht einmal von jedem Erwachsenen zu erwarten, wie soll es dann erst einem besonders schutzbedürftigem Kind gehen? Ein solches neigt dazu anstatt einen Weg nach draußen zu suchen oder sich bemerkbar zu machen sich vor der Gefahr zu verstecken. Es kriecht unter den Tisch oder das Bett, hält sich die Ohren zu und verschließt die Augen in der Hoffnung, dass das Grauen bald vorbei ist. Das kann fatal sein und im schlimmsten Falle tödlich enden! Die Feuerwehrleute müssen aufgrund des kindlichen „Fehlverhaltens“ oft eine intensive Suche durchführen, die viel Zeit kostet und eben jene ist im Brandfalle äußerst knapp. Der „Kinderfinder“ zeigt wenigstens schon einmal an, wo das Kinderzimmer ist.

Die Aufkleber allein sind allerdings keine ausreichende Schutzmaßnahme, um bei einem Brand auf der sicheren Seite zu sein. Die Feuerwehren empfehlen sie in Kombination mit Rauchmeldern, die bereits in vielen Bundesländern Pflicht sind. Diese erkennen frühzeitig eine Rauchentwicklung in den Räumen und warnen die Bewohner vor, sodass sie meist noch genug Zeit haben, um sich selbst aus der Gefahrenzone zu bringen.

Neben den örtlichen Feuerwehren, die die „Kinderfinder“ zu verschiedentlichen Veranstaltungen ausgeben werden, plant der Landesfeuerwehrverband Sachsen eigene Aktivitäten zum Verteilen derselben. Beispielsweise wird man zum Tag der Sachsen vom 2. bis 4. September 2016 in Limbach-Oberfrohna vor Ort sein und auf der eigens eingerichteten „Blaulichtmeile“ Informationen zum Aufkleber und zu Rauchmeldern geben. Zudem werden mehrere Kinder- und Jugendfeuerwehren zugegen sein, die das Bewusstsein von Kindern und Jugendlichen mit interessanten Aktionen zum Mitmachen und Lernen für die Gefahr von Bränden schärfen werden. Wer sich für den „Kinderfinder“ interessiert, kann sich aber auch außerhalb von derartigen Events beim Landesfeuerwehrverband melden und Infos einholen.

Bildquelle: © l-vista / Pixelio.de