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Nach 6 Jahren zeigt Krefelder Kaiser-Wilhelm-Museum wieder Kunst auf Leinwand

710736_web_R_K_B_by_Gila Hanssen_pixelio.de (2)Am ersten Wochenende im April konnten interessierte Besucher bereits einen Blick in die neu restaurierten Räume des Kaiser-Wilhelm-Museums in Krefeld werfen. Zu dem Zeitpunkt waren diese allerdings noch leer, am kommenden Samstag wird das Gebäude aber wieder seinem eigentlichen Zweck zugeführt: Kunst zu zeigen.

Zur Eröffnung gibt es 370 Werke aus dem zwischen 3.500 und 4.000 Exponate umfassenden Bestand des Museums zu sehen. Die Ausstellung wird den Titel „Das Abenteuer unserer Sammlung I“ tragen. Sie ist zugleich die Abschiedsausstellung des amtierenden Museumsdirektors Martin Hentschel. Nach 15 Jahren im Amt beendet er nunmehr seine Direktorentätigkeit.

Gegründet wurde das Museum Ende des 19. Jahrhunderts. Neben der Kunst widmete es sich damals außerdem dem Thema Kunstgewerbe. Die Eröffnungsausstellung stellt eine Reise durch die Geschichte des Kaiser-Wilhelm—Museums dar. Für einen Blick in die Anfangszeiten müssen die Ausstellungsräume im zweiten Obergeschoss aufgesucht werden. Gezeigt werden ein freigelegtes Wandgemälde von Johan Thorn Prikker, ein Tafelaufsatz von Josef Hoffmann, Gläser von Koloman Moser sowie zahlreiche Vitrinen mit Beispielen angewandter Kunst.

Der große Saal im ersten Obergeschoss widmet sich Kunstepochen, die zum Teil Jahrhunderte auseinanderliegen. Die Großporträts von Thomas Ruff stammen aus den 1980er-Jahren und sind somit eindeutig der zeitgenössischen Kunst zuzuordnen. In unmittelbarer Nähe zu Kunstwerken aus dem Mittelalter wie etwa die „Anna selbdritt“ wurde moderne Kunst wie die vorgenannten Porträts oder beispielsweise Skulpturen von Kiki Smith platziert. Zum Teil liegen 500 Jahre zwischen diesen Werken und dennoch lassen sie sich irgendwie miteinander verknüpfen.

Höhepunkt der Ausstellung ist ohne Zweifel der Hauptsaal. Hier ist der Platz für die ganz große Malerei. In diesem Raum wird deutlich, von welch enormer Vielfalt die Sammlung des Museums ist. Blickfang ist das Farbfeldbild „1024 Farben“ von Gerhard Richter aus dem Jahre 1973. Der in Argentinien geborene und heute in New York lebende Künstler Fabian Marcaccio verarbeitete in dem von ihm ausgestellten Werk den Mord an einer jungen Afroamerikanerin, der als eines der brutalsten Verbrechen Amerikas gilt. Eine gewisse Ironie ist hingegen bei den Gemälden und Fotografien des Deutschen Sigmar Polke zu bemerken. In der aktuellen Ausstellung des Kaiser-Wilhelm-Museums kann dies am Werk „Im Westen nichts Neues, Himmelstoß“ überprüft werden.

Sehenswert auch die beiden Beuys-Räume. Sieben Arbeiten des Aktionskünstlers sind dort ausgestellt. Der Fokus liegt auf der Regal-Installation „Barraque D’Dull Odde“, die sich aus rund 600 Einzelteilen zusammensetzt. Sie wurde einst von Beuys selbst in den Museumsräumen errichtet. Während der Sanierung des Museums wurde jene ebenfalls mit Sorgfalt restauriert. Dabei verblieb die Installation an Ort und Stelle. Die mit der Restaurierung betraute Kunsthistorikerin brauchte ein halbes Jahr dafür. Sogar der neue Fußboden wurde um das Kunstwerk herumverlegt.

Wer hinter den Mauern des Kaiser-Wilhelm-Museums also nur Bilder auf Leinwand vermutet, wird angenehm überrascht sein, wie vielseitig Kunst sich doch zu präsentieren vermag. Im Studio 2 ist gar die eigene Kreativität gefragt. Museumspädagoge Thomas Janzen hat in Zusammenarbeit mit der in Krefeld heimischen Künstlergruppe Sputnik eine Museumsbox entworfen, die begehbar ist und interessante Angebote für alle Altersgruppen enthält.

Die feierliche Wiedereröffnung des Kaiser-Wilhelm-Museums findet am Samstag, den 2. Juli, von 16 bis 24 Uhr statt. Der Eintritt ist frei, so auch am Sonntag. Standort des Museums ist der Joseph-Beuys-Platz 1, vormals Karlsplatz 35.

Bildquelle: © Gila Hanssen / Pixelio.de

Die Eiszeit ist wieder da und das nicht nur auf Poster

449480_web_R_K_by_freestyler_pixelio.de (2)Wie kann man eine Filmreihe, die eigentlich schon alles behandelt hat, interessant fortsetzen? Indem man die Erde verlässt und den Weltraum als Handlungsort wählt. Diesen Weg gehen im 5. Teil die Macher von „Ice Age“. Ob sie damit den Nerv der Eiszeitfans treffen und an den Erfolg der vorangegangenen vier Teile anknüpfen können, ist derzeit im Kino zu sehen.

„Ice Age – Kollision voraus!“ heißt das neueste Werk. Einmal mehr werden darin Manni, Sid, Diego und Co zu Rettern. Dieses Mal aber droht der Heimat der ungewöhnlichen Herde aber eine weitaus größere Gefahr und jene kommt auch noch von außerhalb. Während man sich bisher mit Dinosauriern, Flutwellen und auseinanderbrechenden Kontinenten umherschlagen musste, hat es nunmehr das Universum auf die Tiere abgesehen.

Auslöser der Katastrophe, die die ganze Welt auszulöschen droht, ist Rattenhörnchen Scrat. Wie gewohnt ist er auf der Suche nach einer Eichel, die natürlich nicht einfach so auf dem Boden herumliegt oder am Baum hängt. In „Ice Age – Kollision voraus!“ verlagert sich die Eicheljagd in das Weltall. Das Unheil nimmt seinen Lauf. Den Anfang macht ein von Scrat ausgelöster Meteoritenschauer, der auf der Erde niedergeht. Aber es soll noch schlimmer kommen und so müssen die Tiere neben der Lösung eigener Probleme auch noch um das Bestehenbleiben ihres Zuhauses kämpfen.

Mit dabei sind die in den letzten Teilen liebgewonnenen Charaktere. Manni, Sid und Diego, die die Helden der ersten Stunde sind. Ellie, Eddie und Crash, die im zweiten Teil hinzustießen. Peaches, die gemeinsame Tochter von Manni und Ellie, die sich mittlerweile im heiratsfähigen Alter befindet und mit dem Mann ihrer Träume vor den Traualtar treten will. Komplettiert wird das Rudel von Säbelzahndame Shira und Sids Faultieroma, die seit „Ice Age 4 – voll verschoben!“ mit von der Partie sind. Außerdem gibt es ein Wiedersehen mit Wiesel Buck, das aus der von Dinosauriern bevölkerten Unterwelt auftaucht, nachdem es eine Steinplatte mit der Prophezeiung vom Ende der Welt gefunden hat.

Sie alle fühlen sich in der Pflicht, ihre Heimat zu retten und haben darüber hinaus jede Menge persönliche Angelegenheiten zu bewältigen. Diese werden nicht dadurch weniger, dass die Herde ihre Heimatinsel verlassen und in exotische Länder aufbrechen muss. Unterwegs warten zahlreiche brenzlige Situationen und neue Bekanntschaften auf sie. Das zeigen auch die Poster zum Film. Mal flüchten die Tiere vor herabfallenden Meteoriten, mal ist Scrat im Raumanzug zu sehen, während seine geliebte Eichel im Schutzhelm steckt und einen bedrohlichen Riss verursacht hat.

Dennoch kommt der Spaß nicht zu kurz. Was wäre „Ice Age“ ohne Witze und Pointen? Ein anderes Poster zeigt beispielsweise die Opossums Eddie und Crash, die vermeintlichen Brüder von Ellie, wie sie lachend auf den Hörnern eines Lamas reiten. Faultier Sid ist nach wie vor auf der Suche nach der großen Liebe. Eins der Poster trägt den Titel „Die Schöne und der Sid“ und zeigt ebenjenen in Begleitung einer reizenden Faultierdame. Ob es wohl endlich klappt mit einer Partnerin? Das Poster macht berechtigte Hoffnungen. Um zu klären, ob diese erfüllt werden, hilft nur der Gang ins Kino. Dann kann man auch erfahren, ob es mit der Welt weitergehen wird oder nicht.

Bildquelle: © freestyler / Pixelio.de

Digitales Feedback via QR – Codes ist jetzt auch für offene Veranstaltungen verfügbar

255796_web_R_K_by_einzmedia_pixelio.de (2)Zeitnah ein Feedback abgeben, das war bisher nicht bei allen Veranstaltungen möglich. Probleme gab es vor allem bei sogenannten offenen Veranstaltungen wie bei Outdoorevents oder einem unbekannten Kreis an Teilnehmern. Dank QR-Codes soll dies aber bald der Vergangenheit angehören.

Über eine Plattform, die die digitalen Daten auswertet, erhalten die Veranstalter eine Auswertung in Echtzeit und können so auf einen Blick sehen, ob alles rund läuft oder ob hier und da noch Handlungsbedarf besteht. Die Teilnehmer wiederum müssen nicht erst am heimischen Computer Platz nehmen, um eine Bewertung vorzunehmen. Es ergeben sich also für beide Seiten Vorteile, die dem jeweils anderen schnell und noch während der Veranstaltung zu Gute kommen.

Die entsprechenden QR-Codes lassen sich für die verschiedensten Events nutzen und sind längst nicht nur auf die oben genannten beschränkt. Im Grunde genommen können sie überall dort zum Einsatz kommen, wo ein sofortiges Feedback gewünscht wird. Ihre Nutzung ist ebenfalls bei Seminaren, Firmentagungen, Kongressen und Workshops denkbar, also dort, wo die Teilnehmerkreis in der Regel aus geladenen und somit namentlich bekannten Personen besteht.

Voraussetzung ist lediglich eine Anmeldung auf der Plattform. Jeder Veranstaltung wird über diese ein QR-Code zugeordnet, über den sie eindeutig identifiziert wird. Mit ihren mobilen Endgeräten können nun die Teilnehmer den Code einscannen und erhalten im Anschluss daran einen Fragebogen übermittelt. Jener wurde vom jeweiligen Veranstalter erstellt und ist somit exakt auf die Veranstaltung zugeschnitten. Damit Teilnehmer ohne Scanmöglichkeit nicht außen vorbleiben, wird alternativ ein Link zur Verfügung gestellt, der gleichfalls zum Fragebogen führt.

Um welche Art von Veranstaltung es sich handelt, ist übrigens nicht von Bedeutung. Dadurch wird ein äußerst flexibler Einsatz der QR-Codes gewährleistet. Auch bei den Fragebögen gibt es keinerlei Limit, was die Menge der Fragen betrifft. Zu jeder Zeit kann auf diese zugegriffen werden, um sie zu verändern, zu aktualisieren oder als Vorlage zu speichern.

Flexibilität gilt ebenfalls bei den Sprachen. Wer möchte, kann mehrsprachige Feedbackabfragen einsetzen. Gleiches gilt für die Zeiträume, die zum Abgeben des Feedbacks eingeräumt werden. Die Spanne reicht von einer Minute bis hin zu einem Jahr. Und nicht nur Veranstaltungsteilnehmer können über die QR-Codes um eine Einschätzung gebeten werden: Mitarbeiter- und Kundenbefragungen sind ferner realisierbar.

Interessant ist weiterhin die Möglichkeit, dass Veranstalter mehrere Benutzer mit administrativen Rechten ausstatten können. Die Zahl der diesbezüglichen User ist unbegrenzt. Demzufolge können mehrere Verantwortliche mit Zugriffsrechten ausgestattet werden und unabhängig voneinander eine Auswertung der eingegangen Daten vornehmen. Gleichwohl erlaubt es diese Funktion, dass sich mehrere Personen eine Meinung bilden und eine eventuell notwendige Problemlösung aus verschiedenen Blickwinkeln angehen können.

Man mag sich nun fragen, warum nicht schon früher jemand auf diese Nutzungsmöglichkeit der QR-Codes gestoßen ist. Offensichtlich war die Zeit dafür einfach noch nicht reif. Doch nun sind die Tage gezählt, bis die neue Technik endlich verfügbar ist. Nach Willen der Entwickler soll sie einiges vereinfachen. Veranstalter ersparen sich zum Beispiel zeitraubende manuelle Auswertungen, die letztendlich zu spät kommen, weil sie für die aktuelle Veranstaltung nicht mehr von Bedeutung sind und eigentlich erst bei der nächsten zum Tragen kommen, sofern überhaupt eine neue Auflage geplant ist.

Bildquelle: © einzmedia / Pixelio.de

Ausdrucksstark auf Leinwand – Constanze Kirmes bringt das Meer nach München

519464_web_R_K_B_by_twinlili_pixelio.de (2)Gabi Green präsentiert in ihren Ausstellungsräumen bei „Schmuck & Anderes“ im Münchner Westend dieses Jahr etliche neue Werke. Vertreten sind in ihren Ausstellungen sowohl Künstlerinnen aus der Region als auch aus Übersee wie beispielsweise den USA. So wird etwa von Bridget Lynch Videokunst vorgeführt, Christine Wild zeigt Bilder und Pia Duppich begeistert mit Schmuck.

Die eingangs erwähnte Künstlerin Constanze Kirmse widmet sich der Malerei. Sie stellt ihre Visionen vom Wildsein und der Freiheit aus. Begonnen hat die Ausstellung bereits am 10. Juni. Titel derselben ist „Seeblicke“. Das macht das kunst- und naturverwöhnte Auge neugierig. Zur Vernissage, die am 10. Juni zwischen 18.00 und 20.30 Uhr stattfand, gab es eine kleine Einführung von Dr. D. Lamb.

Die Künstlerin selbst hat sich bei ihren neuen Arbeiten dem Meer in seiner Bewegung und dessen unendlicher Weite verschrieben. Ganz offensichtlich haben sie die vom Meer gebotenen Gegensätze inspiriert. Das Wasser kann sanft sein, aber auch bedrohlich, ruhig oder aufgewühlt, all das vereint sie in ihren Werken. Die Künstlerin lässt sich auf das Meer als ein unberechenbares und nicht angreifbares Phänomen ein und bringt diese unendliche Vielfalt in Farben und Strukturen auf die Leinwände. Mit äußerster Präzision lässt Kirmse den Betrachter Horizonte und Dünungen erleben, lässt Licht und Schattierungen zu einem Kunstwerk werden.

Viele ihrer Werke sind vor Ort entstanden, entweder direkt am Ufer oder auf einer hohen Klippe. Sie schafft es so, den Betrachter durch eine Unmittelbarkeit und eine atmosphärische Dichte auf sich zu konzentrieren, wie es kaum ein anderer kann. Ihre Arbeitsorte liegen am Atlantik ebenso wie an den nördlichen Küsten unseres Kontinents.

Kirmse arbeitet mit kraftvollem Strich und sehr intensiver Farbigkeit. Sie versteht es, das Wasser mit all seiner Wucht und Kraft, mit seinen Gezeiten und seiner ungestümen Art derart in Szene zu setzen, dass der Betrachter den Eindruck hat, selbst vor Ort zu sein und den festgehaltenen Moment live mitzuerleben. Das gibt jedem Besucher die einzigartige Gelegenheit, durch die Augen der Künstlerin in die Wasserwelt unseres Planeten einzutauchen und dennoch von einem trockenen Standort aus zu betrachten.

Constanze Kirmse lebt in Laim. Sie hat in ihrer Heimatstadt München Kunstgeschichte studiert, dazu noch in den USA Malerei. Dies ist bereits ihre dritte Einzelausstellung. Die Besucher dürfen sich auf weitschweifende Blicke über die See freuen. Sie dürfen sich entführen lassen auf das weite Meer bei Wind und Wetter. Mit diesen „Aussichten“ mutet die Ausstellung ein bisschen wie Urlaub vom Alltag an. Und genau das ist es, was sich jeder Künstler wünscht. Er möchte den Betrachter seiner Kunstwerke mit auf eine Reise nehmen und ihn einladen, die Welt durch seine Augen zu sehen.

Die Ausstellungsräume „Schmuck & Anderes“ befinden sich in der Gollierstraße 17 in München. Die Ausstellung von Constanze Kirmse ist bis zum 23. Juli zu sehen. Sie hat an den Tagen Mittwoch, Donnerstag und Freitag in der Zeit von 14 bis 18 Uhr geöffnet. Am Wochenende können Besucher ausschließlich am Samstag zwischen 11 und 13 Uhr vorbeischauen. Am vorletzten Tag, den 22. Juli, ist für 18.30 Uhr eine Finissage geplant. Sie wird unter dem Motto „Meeresrauschen“ stehen.

Bildquelle: © twinlili / Pixelio.de

Laptopkunst: Wie mit einem Aufkleber ein trister Laptop zum Hingucker wird

69096_web_R_K_by_erysipel_pixelio.de (2)Angefangen hat alles mit dem Wunsch, dem Einheitslook des Laptops eine Note von Individualität zu verleihen. Zu diesem Zwecke rief ein Reporter von Spiegel Online die Leser auf, ihm Bilder von ihren individuell gestalteten Geräten zu schicken. Daraufhin gingen per Mail und über den Twitter-Hashtag #Laptopkunst Unmengen an Fotos ein. Vom im Handel erhältlichen Laptop-Sticker bis hin zur selbstbemalten Oberfläche war alles dabei.

Am Ende der Aktion war nicht nur die passende Verzierung gefunden, sondern es wurden ebenfalls wertvolle Erkenntnisse über das Verhalten der Laptopbesitzer und deren Kreativität gewonnen. Zuerst lernte der Initiator dieser Aktion, dass die Gestaltungsmöglichkeiten scheinbar unendlich sind. Außerdem bemerkte er, dass die Laptopverzierer in verschiedene Gruppen eingeteilt werden können.

So gibt es beispielsweise die Abkleber. Sie wollen einzig und allein einen Aufkleber auf ihrem Laptop, um das Logo zu überkleben. Andere wiederum rücken genau jenes in den Fokus. Ein Nutzer etwa hat das Logo des Herstellers in einen aufgeklebten Diarahmen eingefasst. Eine weitere Gruppe setzt auf großflächige Aufkleber, die häufig die gesamte Vorderseite des Laptops bedecken. In dieses Segment gehören fertig im Handel erhältliche Sticker ebenso wie selbstdesignte.

Zu den Ausnahmen gehörte ein bemalter Laptop. Hier hatte der User tatsächlich selbst Hand angelegt und die Oberfläche seines Geräts zur Leinwand umfunktioniert. Es ist ein echtes Kunstwerk entstanden, doch die Zahl der Nachahmer dürfte gering sein. Kreativer und individueller geht es wohl kaum. Der betreffende Nutzer kann sich sicher sein, dass sein Laptop zumindest gestaltungstechnisch ein Unikat ist. Eine größere Gruppe stellen hingegen wieder die Aufkleber-Messies dar. Sie kleben alles, was sie an Stickern in die Finger bekommen, irgendwie auf ihren Laptop. Heraus kommen einzigartige Collagen, die es ebenfalls kein zweites Mal gibt.

Das Herstellerlogo spielt bei vielen Nutzern eine große Rolle. Allerdings wollen es die einen hervorheben, die anderen überdecken und die dritte Variante rückt zwar das Logo in den Mittelpunkt, allerdings in der Art, dass der Hersteller verleugnet wird. Eine Dame ließ sich von der Kunst inspirieren. Sie orientierte sich bei der Gestaltung ihres Laptop-Stickers an einem Kunstwerk von René Magritte mit dem Titel “La trahison des images”, was mit „Der Verrat der Bilder“ übersetzt werden kann. Abgebildet ist eine Pfeife, unter der der Schriftzug “Ceci n’est pas une pipe.”, zu Deutsch “Dies ist keine Pfeife”, prangt. Die findige Besitzerin eines Apple-Laptops wandte jenen zu ihren Gunsten ab und klebte unter das Herstellerlogo den Satz “Ceci n’est pas une apple”, was sich unschwer mit “Dies ist kein Apple” übersetzen lässt.

Schlussendlich fiel die Wahl des Reporters auf einen einfachen, jedoch recht wirkungsvollen Aufkleber. Der Autor sieht die Oberfläche eines Laptops mit dem darauf platziertem Logo als das, was sie eigentlich ist: eine Werbefläche. Wie sonst ist es zu erklären, dass das Logo ausgerechnet dort gut sichtbar, aber dennoch weitgehend außerhalb des Sichtfeldes des Nutzers angebracht wird? Schließlich hat er sich bereits für diese Marke entschieden. Er muss also nicht auf die Vorzüge des Geräts aufmerksam gemacht werden. Wenn er es allerdings benutzt, kann er ja anderen ruhig zeigen, auf welche Technik er vertraut. Mit dem Logo auf der Oberfläche tut er dies ständig. Eine bessere Werbung kann sich ein Hersteller also nicht wünschen.

Also ziert nun ein Sticker mit dem Spruch “Your Ad here“ den Laptop des Reporters. Das lässt Platz für Mutmaßungen, welcher Marke der Laptop angehört. Die Aussage des Aufklebers: “Hier könnte Ihre Werbung stehen”. Das ist richtig und werbewirksam zugleich, denn die natürliche Neugier des Menschen wird angeregt.

Bildquelle: © erysipel / Pixelio.de

Kanadische Designer entwarfen ein Poster mit Emojis

653367_web_R_K_B_by_Markus Vogelbacher_pixelio.de (2)Alle Emojis auf nur einem Poster vereint. Das bedeutet eine Menge Arbeit, denn schließlich gibt es mittlerweile unzählige davon. Seit Ende der 1990er-Jahre erleichtern uns die Symbole die Kommunikation. Was man sonst in einen komplizierten Satz packen muss, kann man mit einem Emoji in nur einem einzigen Symbol ausdrücken. Man kann zeigen, wie man sich fühlt, ob man eine Sache gut oder schlecht findet und vieles mehr.

Im Jahre 2014 veröffentlichte ein chinesischer Künstler ein Buch, das eine Geschichte nur mit Hilfe von Emojis erzählte. Das „Book from the Ground“ berichtet über einen normalen Tag im Leben eines Angestellten. Im letzten Jahre schaffte es das Tränen lachende Emoji, zum Wort des Jahres gewählt zu werden. Als Grund für die Wahl gab Oxford Dictionary an, dass mit dem Symbol Sprachbarrieren überwunden werden und dieses sich allgemein in Großbritannien überaus großer Beliebtheit erfreue.

Nun gibt es zur Abwechslung mal ein Poster. Alle Emojis haben es aber nicht auf dieses geschafft, es sind nur die wichtigsten vertreten. Aber auch jene sind ausreichend, um das ungefähr 61 x 91 cm große Plakat zu füllen. Bezogen werden kann es bislang ausschließlich über die Seite der Designer. Wer sich damit seine Wand schmücken möchte, zahlt etwa 17 Euro zuzüglich der Versandkosten nach Deutschland.

Derzeit ist jedoch noch nicht geklärt, ob die Kanadier überhaupt berechtigt waren, die Symbole für ihr Plakat zu verwenden. Die Rechtslage bei den Emojis ist sehr undurchsichtig. Gemäß dem Unicode-Standard darf jeder die Symbole nutzen. Die jeweiligen Verwender setzen sie nach ihren Vorstellungen um. Das erklärt auch, warum die Icons überall ein bisschen anders aussehen. Die veränderten Versionen unterliegen jedoch dem Urheberrecht. Ihr Gebrauch bedarf der Erlaubnis des Urhebers, also demjenigen, der die betreffende Variante geschaffen hat.

Die Emojis auf dem Poster stammen von Apple. Das kann auch am unteren Rand desselben nachgelesen werden. Ob jedoch eine offizielle Zustimmung vom Konzern erteilt wurde, ist bislang nicht bekannt. Somit ist nicht sicher, ob eine Urheberrechtsverletzung vorliegt oder nicht. Gerade in den letzten Jahren haben sich die Abmahnungen und Gerichtsverfahren auf diesem Gebiet enorm vervielfacht. Wurde eine Creative-Commons-Lizenz erteilt, besteht keine Gefahr.

Ob als Poster oder in der digitalen Welt auf dem Smartphone, Desktop oder wo auch immer, Emojis ermöglichen die weltweite Verständigung ohne Worte. Wie viele es von ihnen gibt, kann nicht gesagt werden. Aufgenommen wurden sie im Oktober 2010 in den internationalen Standard Unicode 6.0 und legten damit den Grundstein für eine einheitliche Kodierung, die auf dem gesamten Globus einsetzbar ist. Unicode 6.3 enthält über 720 Emojis. Mit der Einführung von Unicode 7.0 kamen noch einmal rund 250 hinzu.

Angesichts der Beliebtheit gab es natürlich ebenfalls bereits die eine oder andere Umfrage zum Thema. Im vergangenen Jahr beschäftigte sich das Unternehmen SwiftKey mit der Nutzung der Icons. Das heutige Microsoft-Tochterunternehmen hat eine gleichnamige Eingabemethode für Touchscreen-Geräte entwickelt, was eine enge Verbindung zu den Emojis nahelegt. Bei der Studie wurde herausgefunden, dass mit einem Anteil von 45 Prozent die fröhlichen Symbole am häufigsten verwendet werden. Daran schließen sich traurige Emojis an. Romantische Symbole, Herzen und Handgesten sind gleichfalls beliebt. Das Maus-Emoji ist übrigens der Liebling der Deutschen. Sie benutzen dieses Icon überdurchschnittlich oft.

Bildquelle: © Markus Vogelbacher / Pixelio.de