Aufkleber und T-Shirt Blog

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Neue Film Poster im August

714249_web_R_K_B_by_Rainer Sturm_pixelio.de (2)Actionreich reicht so beispielsweise der neue Teil von Resident Evil. Es zeigt die Hauptdarstellerin Milla Jovovich als Alice und im Hintergrund ist viel Feuer zu sehen. Es ist der inzwischen sechste Teil der Reihe. Milla hält in der Hand zudem eine in Feuer gesetzte Waffe und hat ihren etwas arrogant wirkenden aber zu gleich auch eiskalten Blick. „Resident Evil: The Final Chapter“ beginnt natürlich an der Stelle, wo der letzte Teil sein Ende fand. Alice, als einige Überlebende. Sie muss jetzt an den Ort gehen, wo die ganze Geschichte begann. Anlaufen wird der Film aber leider erst am 27. Januar 2017 in den USA. Start in Deutschland soll der 05. Februar sein. Bis dahin kann man sich natürlich nicht nur das Poster, sondern auch den passenden Trailer ansehen.

Auch vom neuen Spider Man sind Poster bereits gezeigt worden. „Spider Man – Homecoming“ heißt der neue Streifen. Tom Holland in der Hauptrolle als Peter Parker und Tante May wird gespielt von Marisa Tomei. Interessant ist der Film vor allem für Science-Fiction-Fans. Wer nun glaubt, dass es sich hier um einen neuen Spider-Man Film handelt, der irrt sich ein wenig, denn der Streifen ist eine Fortsetzung von „The First Avenger: Civil War“. Es ist damit der Erste von mittlerweile 16 Filmen des Marvel Cinematic Universe, aber der Erste, in dem Spider Man die Hauptrolle spielt. Aber auf den Film muss noch ein wenig gewartet werden, denn er läuft erst am 06. Juli 2017 in den deutschen Kinos an. Das Poster selbst verrät nicht viel.

Transformers 5 ebenfalls auf einem Poster zu sehen. „The Last Knight“ nennt sich der Teil und dieses Mal wird der Ober-Roboter „Optimus Prime“ versuchen, den toten Heimatplaneten zu finden und will ihn wiederbeleben. Aber einfach wird er es wohl nicht haben, denn er muss ein Artefakt auf der Erde finden, das ihm dabei helfen soll. Zu sehen wird es auch einen neuen Monster-Roboter geben. Auf dem Poster ist Optimus Prime in Kampfstellung zu sehen. Schon das Bild selbst verspricht Spannung und Action. Wird er diesmal wieder sein Ziel erreichen? Man kann es ab 22. Juli 2017 selbst sehen, denn dann startet der Film in den deutschen Kinos.

Gleich drei neue Poster wurden zur sechsten Staffel von „American Horror Story“ veröffentlicht. Und diese lassen schon so einigen Horror versprechen. In Deutschland wird der Start der neuen Staffel im Oktober sein. Allerdings nur für solche zu sehen, die den Pay-TV-Sender FOX mit im Abo haben. Die Poster sind relativ harmlos gehalten, bringen aber zugleich ein mulmiges Gefühl mit. Bisher ist über die Staffel selbst nur wenig bekannt. Das bringt noch mehr Spannung für die Staffel.

Poster haben unterschiedlichste Aussagekräfte, wie es bei den Filmpostern immer wieder zu sehen ist. Und die Art und Weise, wie hier die Gefühle der Menschen beeinträchtigt werden können, ist schon faszinierend.

Bildquelle: © rainersturm / Pixelio.de

Blumen auf Leinwand – nicht zeitgemäß aber ansprechend

OLYMPUS DIGITAL CAMERASie ist eine Künstlerin aus Metzingen, Marieluise Barbara Bantel. Blumen sind ihre Motive, die sie auf Leinwand bringt. Schon seit sie ein Kind war, haben sie bunte Blumenwiesen begeistert und daran hat sich bis heute nichts geändert. „Blumen malen ist ein Versuch, die Schönheit wahrzunehmen und die Seele des Betrachters zu berühren“, so ihre Aussage. Sie hat eine Zeit in England verbracht und konnte dort nicht nur die kultivierten Formen, sondern auch die Farbenvielfalt erleben. Hier hat sie dann begonnen, die Natur und ihre Wunder auf die Leinwand zu malen.

Die Blüte spielt dabei immer eine der größten Rollen, denn diese ist für sie die Allegorie des ganzen Lebens. Die Metzingerin sagt selbst: „In all ihrer Pracht hält uns die Pflanze immer wieder einen Spiegel vor und zeigt und so deutlich mit ihrem Erblühen, Blühen, Verblühen und Sterben, das wir unser Leben sinnvoll verbringen sollen“.

„Regionale Kunst im Schloss“ ist eine Ausstellungsreihe des Förderkreises Schloss Filseck, der die Künstlerin hierzu eingeladen hat. Sie selbst ist der Meinung: „Oft nutzen wir unsere Zeit nicht und flattern dahin“ und die Blüte spiegelt wieder „dass alles eine bestimmte Zeit hat, auch im menschlichen Leben“.

Die Rose ist, die es der Künstlerin vor allem angetan hat. Auf ihren Bildern sind zarte, aber zugleich auch kräftige Blumenbilder zu sehen. Meistens die Blüte einer Rose in allen Facetten ihres Seins. Angefangen von den Knospen, die gerade dabei sind, aufzubrechen und Blütenblätter, die im Begriff sind zu verwelkten. Auch zu sehen ist die Frucht der schönen Rose, die Hagebutte. Für diese hat Bantel weiche Herbsttöne gewählt. Mit dem Farbenreichtum in ihren Bildern bringt die Malerin die Aussagekraft, die eine Blume mit sich bringt, auf Leinwand und reflektiert damit die Schönheit. „Ich halte fest, was uns die kurzlebige Schönheit der Pflanze sagen möchte.

Einen Hintergrund haben die Blüten nicht, denn dieser könnte von dem was Marieluise Barbara Bantel ausdrücken will ablenken. Es soll die Einfachheit, die eine Pflanze hat, ausgedrückt werden. Kräftige Farben oder auch zarte Töne, durch die man fast hindurchsehen kann, sind jene, die verwendet werden. In diesen Tönen malt sie die Blüten, die in ihrem eigenen Garten blühen und lernt immer weiter dazu.

Sie weiß noch nicht, welche Richtung sie künstlerisch einschlagen möchte und besucht seit nun einem Jahr die „Freie Kunstschule Stuttgart“. Sie weiß auch noch nicht, ob ihre Bilder weiter das Realistische zeigen. Aber eines steht für sie fest, sie wird weiterhin die Staffelei nehmen und die Schönheit und ihre Vergänglichkeit auf die Leinwand bringt. Sie weiß, dass es sich nicht gerade um zeitgemäße Bilder handelt, aber sie selbst sagt: „Sie zu malen, spricht meine Seele an und macht mich glücklich. Und genau das ist es auch, was sie dem Betrachter ihrer stimmigen, durchkomponierten Gemälde nahe bringen möchte.

Bildquelle: © uschidreiucker / Pixelio.de

Etiketten – Ihre Verwendung ist vielseitig

553643_web_R_K_B_by_Petra Bork_pixelio.de (2)Produkte und Waren werden heute immer noch mit Etiketten gekennzeichnet. Sie spielen eine sehr wichtige Rolle. Auf Verpackungen von Lebensmitteln zeigen sie unter anderem die Inhaltsstoffe oder auch die Menge der Ware. Zudem wird mit einem Etikett das Produkt beschrieben. Zu etwas Speziellen werden beispielsweise auch Weinflaschen und weitere Nischenprodukte erst dann, wenn sie mit passend gekennzeichnet sind. An die Markenetiketten wird natürlich eine besondere Anforderung gestellt, was den Druck und die Qualität der Verarbeitung angeht. Möglich sind hier sogar Silber- oder Goldapplikationen. Rollenetiketten kommen in den häufigsten Bereichen vor. Diese werden in zahlreichen Maschinen eingesetzt und lassen sich leicht verarbeiten.

Neben den Rollenetiketten finden auch die Blatt-Haftetiketten ihren Einsatz. Nicht gerade in Produktionsstätten aber bei Endverbrauchern werden sie eingesetzt. Prüf-, Produkt-, Organisations- oder Adressetiketten sind die am häufigsten verwendeten Blatt-Haftetiketten. Heutzutage kann nahezu jeder Wunsch des Kunden umgesetzt werden. Bei der Produktion solcher Etiketten, die unter anderem Sicherheitshinweise oder Sicherheitsmerkmale enthalten können, werden mit speziellen Haftklebern versehen, um ihre Haftbarkeit zu gewährleisten. Auch im Direktmarketing findet diese Art der Etiketten Anwendung. Kunden können gewünschte Produkte aussuchen, kleben das Etikett auf und bestellen die Ware.

Weiterhin gibt es bei der Verwendung von Etiketten auch den besonderen Einsatz. Wünschen Kunden hochwertige Aufkleber zur Kennzeichnung dann finden auch Veredelungen statt und die Farbwiedergabe ist einfach brillant. Bilder, Firmenlogos oder ein eigenes Produktdesign müssen hochwertig zur Geltung kommen und die Waren, auf denen die Etiketten zum Einsatz kommen, hervorheben. Besonders bei Feinkostprodukten kann man immer wieder die Hochwertigkeit der Etiketten erkennen. Es ist nicht nur das Produkt, das hochwertig ist, sondern auch dessen Kennzeichnung. Hochwertige Etiketten werden meist in geringen Stückzahlen hergestellt. Dadurch werden Kunden auf die speziellen Angebote aufmerksam gemacht. Die Aufkleber sind schnell, einfach und sauber zu verarbeiten und sie haben eine lange Haltbarkeit.

Im Alltag eines Menschen kommt dieser im Grunde an Etiketten gar nicht vorbei. Wer einkaufen geht, findet Etiketten, wer in einem Fahrstuhl steht, findet Etiketten, wer sich eine Flasche Wasser kauft, findet Etiketten. Man sieht in nahezu jedem Bereich finden sich die Aufkleber, die auf irgendetwas aufmerksam machen. Und die Händler wissen genau, wie Etiketten gestaltet werden müssen, um für den Kunden interessant zu wirken. Besonders beim Verkauf ist immer wieder festzustellen, dass auffällig gestaltetet Etiketten einen Verbraucher mehr ansprechen, als solche, die einfach gestaltet sind.

Auch im privaten Bereich lassen sich heute Etiketten immer mehr einsetzen. Als Namensschilder oder Aufkleber für Ordner, in denen man seine privaten Unterlagen sortiert, Etiketten sind immer eine Hilfe, um schnell das finden, was man sucht, wenn diese entsprechend gekennzeichnet sind.

Bildquelle: © petrabork / Pixelio.de

Der Aufkleber für die Maut muss geklebt sein

274507_web_R_K_B_by_RainerSturm_pixelio.de (2)In Österreich beispielsweise besteht die Pflicht für die Maut-Vignette. Viele Autofahrer sträuben sich, diesen an die Frontscheibe zu kleben, weil er gar nicht so leicht wieder abgezogen werden kann. Aber das Aufkleben ist Pflicht, ansonsten wird es teuer. Fahrzeuge mit einer Last bis 3,5 t zahlen 120 € Strafe, wenn die Vignette nicht oder falsch aufgeklebt ist. Fahrzeuge mit einer Last von über 3,5 t zahlen mit 240 € sogar das doppelte.

Die Maut-Kontrolleure sind hier auch wirklich rigoros und haben weder mit Familien erbarmen noch mit solchen, die zwar eine Vignette haben, diese aber nicht korrekt angebracht ist. Jeder wird zur Kasse geben und das kann in die Urlaubskasse schnell ein Loch bringen, vor allem, wenn nur ein gewisses Budget eingeplant ist.

Das richtige Anbringen des Mautaufklebers wird zum einen auf der Vignette selbst erklärt. Zum anderen kann man sich auch an den Mautstellen informieren. Auch der ADAC ist Ansprechpartner, wenn es um das richtige Anbringen des unerwünschten Stickers geht.

Der Grund, warum die Maut-Vignette richtig angeklebt werden muss, ist eigentlich schlüssig. Auf den Autobahnen befinden sich Mautüberwachungssysteme. Diese können eine falsch geklebte Vignette nicht richtig erfassen, was dem Fahrer dann teuer zu stehen kommen kann.

Die Vignette muss links oben an der Innenseite der Frontscheibe aufgeklebt sein. Auch ist es erlaubt, sie hinter dem Innenspiegel anzubringen. Wichtig ist es darauf zu achten, ob man getönte Scheiben hat. In diesem Fall ist es erlaubt, den Aufkleber etwa weiter unten, also unter der Tönung, anzubringen. Allerdings, so rät der ADAC, darf das Pickerl nicht im Sichtfenster des Fahrers angebracht werden. Schließlich würde so die Gefahr eines Unfalls deutlich erhöht.

Für LKW ab 7,5 t zulässigen Gesamtgewicht besteht eine generelle Mautpflicht auf sämtlichen Bundesautobahnen. Dazu gehören auch die Rastanlagen. Sie beginnt mit dem Befahren auf eine Autobahn. Sollten Bundesstraßen die vom Gesetzgeber festgelegten Kriterien erfüllen, dann gilt auch hier für LKW die Mautpflicht.

Es scheint so, dass auch in Deutschland bald die PKW-Maut erhoben wird. Noch streitet sich die Politik, aber es soll feststehen, dass sie eingeführt wird. Zur Zeit sieht es aber so aus, dass die Diskussion darüber vor dem Europäischen Gerichtshof landen wird. Als Inländer denkt man sich nun auch, was das Ganze eigentlich soll und ob der Staat nicht schon genug Gelder von deutschen Autofahrern kassiert. Aber hier wurde natürlich drüber nachgedacht. Damit also die inländischen Autofahrer bei der Maut in Deutschland nicht noch mehr zusätzliche Kosten haben, soll bei der Kfz-Steuer eine Entlastung vorgenommen werden. Diese Entlastung soll Cent-genau der Mautgebühr entsprechen. Kritiker sind der Meinung, dass sie für Inländer auch gänzlich gestrichen werden könne, weil sie keinen Umsatz in die Kassen bringt.

Zwar sollte die Maut bereits 2016 in Deutschland zum Einsatz kommen, aber es ist, wegen der zahlreichen Streitigkeiten innerhalb der Politik, immer wahrscheinlicher, dass der Start erst im Jahr 2017 liegt.

Bildquelle: © RainerSturm / Pixelio.de

Die DRR und ihre Kunst

83987_web_R_K_B_by_C. Nöhren_pixelio.de (2)Mit viel Furor und ohne jede Angst haben sich Nonkonformisten von der Diktatur abgearbeitet und das ist eine wahrhafte Entdeckung, die gezeigt werden muss. Hat auch der Martin-Gropius-Bau so gesehen und zeigt Werke der DRR Kunst von 1976-1989.

In Betrachtung der Geschichte von 1976 muss man erkennen, dass über dieses Jahr eigentlich wenig erzählt wird. Und der Kunsthistoriker Christoph Tannert will das nun ändern. Gemeinsam mit dem Leiter des Bahnhofs Museums Hamburgs kuratiert der Kunsthistoriker die Ausstellung in Berlin unter dem Namen „Gegenstimmen. Kind in der DRR. 1976 bis 1989“.

Es handelt sich um eine Zeit, in der es eine Wegscheide gab. Da waren die einen, die ihren ganzen Mut bewiesen haben und die andere Seite, wo sich angepasst wurde. Im Jahr 1976 hat die Ausbürgerung von Wolf Biermann, dem Liedermacher, stattgefunden. Die Unangepassten werden mit „Gegenstimmen“ vereint. Einer von ihnen ist auch Hans Scheuerecker, der Maler aus Cottbus.

Der Kurator beschrieb den Maler als angstfrei, verrückt und sinnlich mit vielen Impulsen. Weiter sagt er auch, dass Scheuerecker „das Epizentrum der Subkultur in der Provinz“ sei. Cottbus ist die einzige Stadt in der in der Künstlerszene Aufmüpfigkeit und Freiheit kein Problem waren.

Die Ausstellung in Berlin zeigt, dass die Künstler angstlos waren und nicht wie der Staat bedroht und eingeengt, sondern frei. Sie haben sich etwas gewagt haben Kritik ausgeübt und nicht ständig die Gedanken an die Revolution. Heute noch kann man sehen, wie die Werke ihre Kraft entfalten, was nicht zuletzt an den Kuratoren liegt. Es wird nicht der Blick auf die kulturhistorischen Einordnungen versperrt.

Vereint werden bei der Ausstellung rund 160 Werke von insgesamt 80 Künstlern. Dabei kann man sich auf verschiedene Sparten freuen. Sowohl die Malerei auf Leinwand als auch die Fotografie und Skulpturen sowie Performances und Installationen sind hier zu bestaunen. Zu den Künstlern gehören unter anderem Angela Hampel, Sybille Bergemann, Trak Wendisch oder Hans-Hendrik Grimmling. Sie alle haben dem System den Rücken gezeigt und dabei ihren persönlichen Ausdruck gefunden. Die Konventionen haben sie ausgelotet und sie mit ihrer Kunst verlassen.

Tannert ist diese neue Bewertung der Zeit sehr wichtig, vor allem was die Ignoranz des Westens angeht, der die DDR nichts gut nachgesagt haben. Aus diesem Grund sieht Hans Scheuerecker die Ausstellung „Gegenstimmen“ auch als „großes Glück“, denn es werden die Gegenbewegungen der Politik mit ernsthafter guter Kunst dargestellt. Mit zwei seiner Werken ist er ebenfalls in der Ausstellung vertreten.

Auf großen Fotografien wird in der Ausstellung gezeigt, wie die Künstler eine Leinwand zu ihrem eigenen Körper machen, einklemmen, bearbeiten, malträtieren und so nicht nur Grenzen, sondern auch Scham und Schmerz überschreiten. Sowohl die des Publikums als auch die von sich selbst.
Gezeigt werden in einer Vitrine auch Briefmarken mit DDR-Kunst.

Gezeigt wird die Ausstellung, organisiert von der deutschen Gesellschaft, noch bis 26. September. Von Mittwoch bis Montag in der Zeit von 10 bis 19 Uhr kann man die „Gegenstimmen“ noch betrachten.

Bildquelle: © C. Nöhren / Pixelio.de

Ich Teile alles – auch mein T-Shirt

618937_web_R_K_B_by_wobigrafie_pixelio.de (2)Aber es gibt sie, die WG in der wirklich alles geteilt wird. Ob das Schlafzimmer, die Küche oder das Badezimmer. Das Schlafzimmer? Ja es ist tatsächlich der Fall. Eine solche WG wird als „Funktionale WG“ bezeichnet. Hier hat nämlich niemand mehr ein eigenes privates Zimmer. Selbst die Kleiderschränke werden geteilt. Das bedeutet, das T-Shirt, das ein Bewohner kürzlich erst angezogen hatte, kann heute schon wieder von einem anderen Bewohner getragen werden.

Bei den FuWo-WGs besitzt im Grunde niemand etwas, denn alles was es gibt, gehört auch allen. Die Zimmer werden hier nicht in eigene private Räume eingeteilt, sondern in Funktionen unterteilt. Eine Individualität eines Besitzers, was das eigene Zimmer ausmachen würde, findet man in solchen Wohngemeinschaften nicht. Eigene Vier Wände, darauf darf man sich als Bewohner nicht einstellen.

Solche WGs gibt es vor allem in Szenen-vierteln, die viel zu überteuert sind, schon seit einigen Jahren. Gerade in den Großstädten sind diese Wohnungen, in denen ein eigenes Zimmer für jeden Bewohner nicht mehr vorgesehen ist. Der eigentlich sehr nüchterne Ausdruck „Funktionales Wohnen“ heißt nur, das die Zimmer ihre verschiedenen Funktionen erhalten. So gibt es unter anderem ein Schlafzimmer, in welchem alle Bewohner einen Schlafplatz haben. Wer als Paar in eine WG dieser Art einzieht, darf sich aber freuen, denn es gibt auch das Zimmer für schöne Stunden zu zweit. Und einen Luxus gönnen sich die Bewohner mit einem Hobbyraum und einem gemeinsamen Wohnzimmer. Es gibt zwei preisliche Bedingungen, die für das Wohnen in einer WG mit funktionalen Räumen erfüllt sein müssen: Besitz und Privatheit.

Die Dogmatik der Kommunen aus den Siebzigerjahren fällt hier gänzlich weg. Denn wie schon gesagt, es wird alles geteilt, nicht nur die Räumlichkeiten. Es spielt hier keine Rolle, wem tatsächlich etwas gehört und es ist auch uninteressant wessen Bereich irgendwo ist. Alle dürfen alles nutzen.

Das denken mit dem Kleiderschrank muss man aber akzeptieren können, denn ein Lieblings-T-Shirt kann hier auch jeder tragen. Dafür sorgt der gemeinsame Kleiderschrank mit dem Motto: „Wenn es nur einen Kleiderschrank gibt, dann hat man mehr zum Anziehen“. Hippies und neoliberale Technokraten treffen hier auf einen gemeinsamen Punkt und geben sich quasi das Versprechen aus Kapitalismus und Religion. „Alles wird eins, vor dem Göttlichen, oder vor dem Geld“.

Aber das funktionale Wohnen bringt auch immer wieder Auseinandersetzungen mit sich, wenn unter den Bewohnern einer ist, der das Gemeinsame nicht möchte. Dieser aber ist in solch einem Fall gänzlich Fehl am Platz. Man muss sich mit der intensiven, familienähnlichen und sehr intimen Form des Wohnens anfreunden können. Hier steht einfach nicht das eigene Individuum im Vordergrund, vielmehr ist hier das Soziale an erster Stelle. Es wird teilt, was da ist, ganz egal, was es ist.

Die Funktionale WG, hier ist alles Gemeingut. Es gibt keine Privatsphäre. Genaugenommen ist man als Bewohner Besitzlos. Niemand nennt hier eine Hose, eine Jacke, einen Fernseher oder ein T-Shirt sein eigen. Alles gehört jedem Bewohner.

Wird dadurch Alleinwohnen irgendwann die Ausnahme?

Bildquelle: &copy; wobigrafie / <a href=” http://www.pixelio.de/media/618937 ” rel=”nofollow”>Pixelio.de</a>