Aufkleber und T-Shirt Blog

Entries Tagged as ''

Gerade 18 – schon gefragter Künstler

729592_web_R_K_B_by_Juergen Jotzo_pixelio.de (2)Er ist ein Selbstbewusster junger Mann, der mit leichten Schritten die Promenade entlang geht. Er weiß, dass er sich derzeit mit Erfolg krönen kann und überall im Mittelpunkt steht, wenn er auftaucht. Für ihn gibt es seit seinem Schulabschluss nur noch die Malerei. Seine Bilder sind farbensatte Bilder, die sowohl an Picasso als auch an Franz Marc erinnern. Er selbst sagt: „Ich rede gerne über meine Gefühle. Aber auf der Leinwand kann ich mich ausdrücken.“

Und genau das ist, was ihn so eindrucksvoll macht und der Grund dafür, dass ihm die Galeristen regelrecht hinterherlaufen. Er ist einer, der sich nicht nur gegen die anderen vielen Künstler durchgesetzt hat, sondern, wie er selbst sagt, auch gegen diejenigen Menschen, die der Meinung waren, dass es sowieso nichts werde mit seinen Bildern. Als er das sagt, verrät seine Stimme, wie stolz er auf das ist, was er erreicht hat. Im Sommer 2015 fing der Start erst richtig an mit seinen Ausstellungen in London, Singapur und Basel.

Der 18-Jährige hat erklärt: „Meine Bilder in London zeigen zu dürfen, das war für mich das Allergrößte, das ist für mich nicht irgendeine Stadt, sondern die Stadt, in der ich später wohnen möchte.“ Schon im Alter von 13 Jahren hat er davon geträumt in der Hauptstadt Britanniens eine Vernissage zu eröffnen. Zu dieser ist er im absoluten Künstler-Look erschienen: weiße Kleidung, riesiger Schlapphut und seine bunten Turnschuhe.

Die nächsten Veranstaltungen stehen auch schon fest. Leon wird im Herbst in Basel ausstellen. Im November werden seine Bilder dann in New York gezeigt. Für beide Ausstellungen wird der junge Künstler extra neue Bilder malen.

Seine Eltern haben ihn bei allem was er gemacht hat unterstützt und dafür ist er auch sehr dankbar. Die Mutter, eine Krankenschwester, sie malt, der Vater ist Einzelhandelskaufmann. Für Löwentraut war es in den vergangen Jahren schwer, alles zu schaffen, seine Schule, die Vorbereitungen zum Abitur, die Fahrschule, seine Leidenschaft für die Schauspielerei und das Malen. Der Führerschein, den hat bereits geschafft. Das Fachabitur ebenfalls in der Tasche. Und seitdem kennt er fast nichts anderes als die Kunst. Jetzt konnte er endlich machen, was er wollte, nämlich malen.

Durch seine Mutter ist er zum Malen gekommen und hat bereits im Alter von sieben Jahren den Pinsel über die Leinwand geschwungen. In der Zeit vom 14. Oktober bis 12. November kann man sich seine Werke in Basel in der Galerie Loeffel ansehen. Am 15. November startet dann die Ausstellung in New York.

Für ihn ist es ein tolles Gefühl, seinen Traum leben zu können und die Menschen mit seinen Bildern zu erreichen. Und es gefällt ihm natürlich, dass er mit den Einnahmen, die er als Maler verdient, seinen Lebensunterhalt finanzieren zu können. Seine Werke werden mit mehreren tausend Euro gehandelt.

Er sagt: „Kunst ist für mich Leidenschaft, die kann man nicht erlernen – entweder man hat sie oder man sie nicht.“

Bildquelle: © juergenjotzo / Pixelio.de

Kinderzeichnungen auf dem T-Shirt verewigen.

500834_web_R_K_B_by_Rainer Sturm_pixelio.de (2)So hat beispielsweise eine Mutter aus den Bildern ihres Sohnes Spielzeuge hergestellt. Die Malereien des Kleinen nahm sie als Vorlage und hat so vierarmige Alienrobotore, Meerjungfrauenprinzessinen oder auch Zombies mit Propellermützen als Kuscheltiere gebastelt.

Ein anderes Beispiel dafür, dass Kindermalereien zu echten Kunstwerken werden können, zeigt sich, als ein Tätowierer damit angefangen hat, die Zeichnungen seines Sohnes und seiner Tochter als Tattoo Vorlagen zu benutzen. Aus den Schwarz-Weiß-Zeichnungen der Kinder sind farbenfrohe Illustrationen geworden.

Kinderzeichnungen können so auch tolle Motive für ein T-Shirt werden. Die Zeichnungen können via Scanner auf den Computerbildschirm gebracht werden. Mit einem Bildbearbeitungsprogramm, das man sich kostenlos downloaden kann, werden die Malereien dann entsprechend bearbeitet und es entstehen tolle und vor individuelle Geschenke. Wer das Motiv gar nicht bearbeiten möchte, dann es, wenn kein Scanner vorhanden ist, auch einfach abfotografieren. Es wird dann nur noch auf der Seite des Druckdienstleisters hochgeladen und bestellt.

Es mag sein, dass sich nicht immer perfekte Ergebnisse erzielen lassen, aber wenn man weiß, dass es sich um ein Kunstwerk eines Kindes handelt, dann spielt das nur selten eine Rolle. Bedenken muss man unter anderen, dass der Weiße Papierhintergrund oftmals beim Druck auch zu sehen sein wird, wenn es sich um ein weißes T-Shirt handelt.

Deswegen ist es auch lohnenswert, das Motiv mit einem entsprechenden Programm zu bearbeiten. Das Motiv kann so vom Hintergrund abgesetzt werden. So genanntes Freistellen oder Maskieren. Hierfür ist keine tiefgründige Erfahrung notwendig, denn solche Programme sind in der Regel einfach zu handhaben.

Kinder malen immer wieder gerne und sie malen sehr viel. Natürlich sind nicht alle Bilder für einen T-Shirt Druck geeignet. Ob Kreidezeichnungen, Kritzeleien mit Buntstiften auf Papier oder einfach nur das Krickeln auf einem Zettel mit einem Kugelschreiber, es sind schon viele kleine Künstler geboren, ohne das die Eltern das tatsächlich wissen.

So auch die inzwischen neunjährige Aelita Andre. Schon im Alter von fünf Jahren hat sie gemalt wie Picasso. Ihre Bilder wurden damals schon international für fünfstellige Dollar Preise gehandelt. Mit 22 Monaten hat die Australierin schon ihr erstes Bild verkauft. Auch Marla Olmstead aus den USA gehört zu den Kinderkünstlern. Im Alter von vier hat sie Bilder gemalt, die sich sehr gut verkaufen ließen.

Sicherlich sind in der Künstlerszene die Bilder von Kindern nicht immer als wahre Kunstwerke angesehen, weil die Kleinen schließlich noch gar nicht genau wissen, was die da eigentlich malen. Aber selbst erwachsene Künstler bringen einfach nur ein paar Farbkleckse auf Papier oder Leinwand und machen damit ein Vermögen. Als Elternteil muss man die Bilder seiner Kinder ja nicht gleich verkaufen, aber auf einem T-Shirt verewigen, das wird selbst das heutige Kind in ein paar Jahren stolz machen.

Bildquelle: © rainersturm / Pixelio.de

Eine Antwort mit Aufklebern

343596_web_R_K_B_by_Marvin Siefke_pixelio.de (2)Immer wieder sieht man in den Städten die Schilder und Aufkleber „Bekleben Verboten“. An sich ist das schon ein Witz, wenn es sich um einen Aufkleber handelt und dasselbige Verbot ausspricht. Aber darüber hat sich Barbara an sich gar nicht geärgert, sondern viel mehr über den Ton, der mit dem Aufkleber wiedergegeben wird. Sie hat eine Nachricht hinterlassen, die da lautet „Dieser Befehlston verletzt meine Gefühle. Barbara“. Es ist schon richtig, man hätte ja auch einfach sagen können „Bitte keine Aufkleber anbringen. Danke.“ Das hätte sicherlich die Gefühle der Frau nicht verletzt und sie nicht zu dieser Tat verleitet.

Etwas makaber aber dennoch verständlich. Hakenkreuze findet man heute immer wieder an den Häuserwänden. Aber Barbara hat sich darüber nicht aufgeregt, sondern mit einem Aufkleber kommentiert, der Nelson, von den Simpsons zeigt. Dieser streckt den Finger in Richtung des Kreuzes und sagt nur „Ha ha“. Es scheint Barbara mehr daran zu liegen, sich über solche Schmierereien lustig zu machen, denn das ärgert die Verursacher vermutlich mehr, als wenn sich andere darüber ärgern würden.

Auch der Burschenschaft Vineta hat sich eine Nachricht hinterlassen, diese allerdings scheint entweder nur eine Belustigung zu sein oder tatsächlich handelt es sich hier nicht um eine Frau, sondern eher einen Mann. Ihre Mitteilung per Aufkleber lautet: „Hallo Burschen, ich wollte euch freundlich darauf hinweisen, dass ich heute Nacht gegen euer Schild gepinkelt hab. Für eine Frau ist das gar nicht so einfach. Barbara.“ Vermutlich soll es lediglich ein Anstoß für die Burschenschaft sein, um welche genau es sich handelt, das weiß keiner außer Barbara.

Ein Schild, auf dem sämtliche Sportarten verboten sind. Es darf weder Inlineskates, noch Fahrradgefahren werden. Auch das Spielen mit dem Ball wird in jeder Hinsicht verboten. Der Kommentar von Barbara „Kein Wunder, dass Deutschland kaum noch Medaillen gewinnt.“ Und damit hat sich auch vollkommen recht, denn wo sollen denn die künftigen Profis trainieren, wenn an diesem Ort überhaupt nichts erlaubt ist. Und das ist nicht das einzige solcher Schilder, das sie beklebt hat. Gerade die heutigen Kinder sind doch die Profis von morgen und warum wird ihnen verboten, zu spielen?

Die Städte sollten sich über die verschiedenen Verbote und Anmerkungen sowie Schilder die sie angebracht haben wirklich Gedanken machen, welchen Sinn diese ergeben. In einigen Fällen, wie mit dem bekleben verboten Aufkleber. Hier hat die Stadt selbst doch ihr eigenes Verbot gebrochen. Warum sollen sich also andere daran halten?

Ob es Straßenkunst ist oder nur der Versuch der Barbara hier einige Gedankenanstöße zu geben kann nur sie selbst beantworten. Fraglich ist auch, ob es sich hier nicht sogar um eine Straftat handelt, denn sie beschädigt öffentliches Eigentum.

Jetzt hat sie damit begonnen, ihre Werke ins Netz zu stellen. Irgendwann wird das Geheimnis gelüftet, wer sie tatsächlich ist.

Bildquelle: © marvinsiefke / Pixelio.de

Das Bild für ein T-Shirt-Druck

245071_web_R_K_B_by_Stephanie Hofschlaeger_pixelio.de (2)Wer sich bisher nicht als kriminell bezeichnet hat, weil er keine Kaugummis klaut, nicht schwarz mit der Bahn fährt und auch bei grün statt rot über die Ampel geht, der hat sicher nichts gegen Regeln, die aufgestellt werden und hält sich auch daran. Natürlich überlegt man auch hin und wieder, welche Regel mehr Gewicht hat und bei welchem „Verbrechen“ die Strafe geringer ist. Also geht man lieber bei Rot über die Straße, statt ein Handy zu klauen. Das liegt vielleicht auch alles noch im Rahmen und wird, wenn es denn von der Polizei gesehen wird, mit einer Abmahnung oder kleinen Geldstrafe geahndet.

Wer im Internet unterwegs ist, der macht sich über die „Straftaten“, die man hier schnell begehen kann, meist nicht so viele Gedanken. Ein wenig surfen, mal was downloaden oder auch eine Bestellung tätigen, alles kein Problem. Wer sich aber ein Bild von irgendeiner Seite kopiert, der muss schon vorsichtiger sein.

Ein T-Shirt mit einem Bild versehen, um dieses zu verschenken, ist sicher eine tolle Idee. Es geht heutzutage auch ja auch denkbar einfach. Eine Firma ist im Internet schnell gefunden und ein passendes Bild sicher auch. Dieses kopiert, ein wenig bearbeitet und bei der Online-Druckerei hochladen. Fertig. Aber jetzt kommt der Punkt, an dem so manch einer stutzig wird. Mit einem Vermerk ähnlich wie „Um ein Motiv verwenden zu können, müssen Sie die Rechte an diesem Motiv besitzen“, soll man also bestätigen, dass man das Bild auch verwenden darf. Hier geht es um das Urheberrecht und wird das verletzt, dann handelt es sich nicht mehr nur um ein Kavaliersdelikt und hohe Geldstrafen sind hierfür zudem auch noch angesetzt.

Viele Fragen sich, wo denn hier eigentlich das Problem ist, denn schließlich kann das Bild doch jeder im Internet sehen. In zahlreichen Foren ist nachzulesen, dass nur der Urheber das Recht besitzt zu entscheiden, ob sein Werk kopiert, bearbeitet, umgestaltet oder überhaupt verwendet wird.

Bevor man also einfach ein Bild aus dem Netz kopiert und dieses bearbeitet oder ein wenig umgestaltet, um es als ein T-Shirt Druck zu nutzen, dann sollte man sich beim Schöpfer des Bildes erkundigen. Ist dieser nicht mehr am Leben, dann muss man zunächst ermitteln, wer denn eigentlich die Rechte jetzt besitzt.

Oft ist auf Webseiten ein Impressum. Hier werden die Bildrechte eigentlich immer erklärt. Sollte das aber nicht der Fall sein, dann ist es wohl doch sinnvoll, erst einmal nach dem Recht zu fragen, ein Bild zu verwenden und dieses bearbeiten zu dürfen. Zumal muss man das bearbeitete Bild auch erst einmal demjenigen zeigen, dem das Original gehört, um zu erfahren, ob man es in dieser Form verwenden darf.

Möchte man ein bestimmtes Bild auf ein T-Shirt drucken lassen, dann sollte man sich auf eine Webseite begeben, bei welcher die Rechte direkt erklärt sind. So ist man auf der sicheren Seite, dass man hier keine Straftat begeht und eventuell noch zu hohen Geldstrafen verdonnert wird.

Bildquelle: © stephaniehofschlaeger / Pixelio.de

Einwurf von Werbung trotz Aufkleber nicht grundsätzlich verboten

498768_web_R_K_B_by_Rainer Sturm_pixelio.de (2)Die Werbung füllt den Briefkasten zweimal die Woche. Gleiches gilt auch für die kostenlosen Stadtanzeiger, die von fleißigen Verteilern für einen sehr niedrigen Lohn verteilt werden. Bei Wind und Wetter muss der Zusteller seine Arbeit machen. Kommen Beschwerden von den Kunden, dann kann sich das negativ auf den Lohn auswirken. Ärgerlich ist es für den Zusteller dann schon, wenn er ständig die Aufkleber „Keine Werbung“ oder „keine kostenlose Zeitung“ lesen muss, denn dann wird er seine Anzeigenblätter nicht los.

Andersrum aber ist es für solche Haushalte ärgerlich, die keine Zeitung oder Werbung haben möchten, und diese trotz des Aufklebers erhalten. Schließlich denkt man sich doch, dass mit dem Kleber „keine Werbung einwerfen“ alles gesagt ist. Aber das stimmt nicht ganz. Steht auf dem Aufkleber nur, dass keine Werbung erwünscht ist, dann darf diese auch nicht eingeworfen werden. Hat aber das Anzeigenblatt einen Teil, der redaktionell ist, dann ist das Einwerfen durch den Zusteller erlaubt. In solchen Fällen handelt es sich nämlich nicht ausschließlich um Werbung.

Aber man kann sich auch vor der kostenlosen Zeitung mit Werbung schützen, wenn dem Aufkleber ein Zusatz beigefügt wird. Das bedeutet, dass solche Haushalte, die weder die Prospekte noch die kostenlose Zeitung wünschen, dieses gesondert mit einem Hinweis am Briefkasten darstellen müssen. Eine weitere Möglichkeit wäre es auch, die Redaktion direkt zu informieren. Hierzu gibt es sogar ein Urteil vom Bundesgerichtshof. Mit dem Urteil (Az.: I ZR 158/11) sagt der BGH, dass Briefkastenwerbung

„… dem Interesse der Verbraucher dient, über das Leistungsangebot des werbenden Unternehmens einen Überblick zu erhalten. Schon deshalb kann nicht von vornherein angenommen werden, der Umworbene lehne diese Art der Werbung ab. Etwas anderes gilt aber dann, wenn der Empfänger ausdrücklich zu erkennen gibt, dass er derartiges Werbematerial nicht zu erhalten wünscht. Eine solche Willensäußerung verlangt grundsätzlich Beachtung durch den Werbenden. Das folgt aus dem Selbstbestimmungsrecht des Betroffenen, das sich gegenüber dem Interesse des Unternehmens an der Werbung durchsetzt. Dem Empfänger steht einmal als Haus- oder Wohnungseigentümer bzw. -besitzer aus §§ 1004, 903, 862 BGB das Recht zu, sich gegen eine Beeinträchtigung seiner räumlich-gegenständlichen Sphäre durch das Aufdrängen von unerwünschtem Werbematerial zur Wehr zu setzen.“

Wer trotz eines Aufklebers Werbung einer Firma in Form eines Handzettels oder einer Wurfsendung bekommt, der darf diese verklagen. Wichtig ist hier aber, dass der Vermerk „Keine Werbung einwerfen“ an der Haustür oder dem Briefkasten für den Zusteller gut sichtbar aufgeklebt ist.

Anders sieht es aus, denn die Werbung persönlich adressiert ist. Dann ist die Post oder der Zusteller verpflichtet, die Werbung auszuliefern. Hier kann auch der Aufkleber nicht helfen. In solchen Fällen muss der Empfänger sich direkt an die Firma wenden und hier deutlich machen, dass eine solche personalisierte Werbung nicht erwünscht ist. Am besten ist dies schriftlich zu erledigen, sodass man für die späteren Fälle und das Vorhaben einer Klage auch nachweisen kann, dass diese als unerwünscht deklariert wurde.

Bildquelle: © rainersturm / Pixelio.de

Höchstleistungen des Sports auf Leinwand zu sehen

212824_web_R_K_B_by_bobby metzger_pixelio.de (2)Die Werke von Max Liebermann werden in der Kunsthalle in Bremen bald präsentiert werden. Gezeigt werden Höchstleistungen des Sports. Tennis, Polo, Reiten und anderen Sportarten widmete sich der Künstler Max Liebermann. Er gehörte zu den ersten Künstlern, die den Sport malerisch darstellten. Papier, Leinwand und Skulpturen gehören zu seinen Werken.

Heute gehört der Sport zu allen Lebensbereichen dazu. Sowohl beim modernen Lifestyle, als populäres Massenspektakel oder als elitäres Prestige, Sport ist überall zu finden. Der Sport fand schon vor hundert Jahren Einzug in Deutschland. Und Max Liebermann hat sich dieser Materie zugewendet und sich intensiv mit dem Sport als Kunst auseinandergesetzt.

Mit der Ausstellung, es handelt sich genaugenommen um eine Sonderausstellung, „Max Liebermann zum modernen Sport“ wird der Blick des Künstlers auf die Bewegungen und den Sport und auch die Geschichte, die damit verbunden ist, untersucht. Reiten, Polo und Tennis gehören zu den Sportarten, die besonders nah betrachtet werden.

Max Liebermann wandte sich zum Ende des 19. Jahrhunderts erst einmal solchen Motiven zu, die Gäste an der Nordsee zeigten. Badende und Reitende am Wasser malte er zuerst. Später dann wurde seine Kunst mit Polo, Pferdereiten und Tennis moderner. Diese Sportarten waren in England schon länger modern. Nun waren sie zu seinen Zeiten auch in Hamburg und in Florenz zu beobachten.

Mit diesen sportlichen Motiven setzte sich Liebermann in der Zeit von 1900 bis 1914 auseinander. Die Inspirationen des Künstlers werden durch Werke von Èdouard Manet, Henri de Toulouse-Lautrec und Edgar Degas als französische Malereien und Graphiken veranschaulicht. Als der Erste Weltkrieg vorbei war, hatte sich Liebermann mit sportlichen Motiven zurückgehalten. In den zwanziger Jahren waren es dann die jungen Künstler, die das Thema für sich entdeckt haben. Gerade die Massensportarten, wie Boxen und Fußball wurden zu sehr populären Motiven auf Leinwand.

In der Kunsthalle werden etwa 140 Werke gezeigt. Dazu gehören auch Materialien, die aus historischen Zeiten stammen. Die Sammlung, die hier zusammenkommt, stammt aus Privatsammlungen und internationalen Museen. Arbeiten auf Papier und Leinwand, Skulpturen und Gemälde stammen zum Teil aus Washington, Paris, Jerusalem oder Zürich. Am 22. Oktober wird die Werkschau eröffnet.

Max Liebermann war nicht nur deutscher Maler, sondern auch Grafiker. Geboren am 20. Juli 1847 und starb im Alter von 87 Jahren am 08. Februar 1935. Er gehört zu den populärsten Künstlern, wenn es um den deutschen Impressionismus geht. Er machte in Weimar eine Ausbildung und hielt sich danach in Paris und Holland auf. Begonnen hatte er mit naturalistischen Werken, die eine soziale Thematik hatten. 1880 fand er zu mehr Farbe und einem wesentlich schwungvolleren Auftrag, der zugleich die Prägung für sein Hauptwerk war. Seine Werke stehen als Symbol für den Übergang der Kunst des 19. Jahrhunderts bis zur klassischen Moderne. Er war sowohl Präsident für die Berliner Sezession als auch Ehrenpräsident bei der „Preußische Akademie für Künste“. Seine letzten Lebensjahre hat er sehr zurückgezogen in Berlin, seiner Heimatstadt, gelebt.

Mit Max Liebermann wird nicht nur ein großer Künstler, sondern auch eine Epoche in Verbindung gebracht. Für ihn wurde in Berlin eine Ehrengrabstätte errichtet.

Bildquelle: © bobbymetzger / Pixelio.de