Aufkleber und T-Shirt Blog

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Etiketten – Ihre Verwendung ist vielseitig

553643_web_R_K_B_by_Petra Bork_pixelio.de (2)Produkte und Waren werden heute immer noch mit Etiketten gekennzeichnet. Sie spielen eine sehr wichtige Rolle. Auf Verpackungen von Lebensmitteln zeigen sie unter anderem die Inhaltsstoffe oder auch die Menge der Ware. Zudem wird mit einem Etikett das Produkt beschrieben. Zu etwas Speziellen werden beispielsweise auch Weinflaschen und weitere Nischenprodukte erst dann, wenn sie mit passend gekennzeichnet sind. An die Markenetiketten wird natürlich eine besondere Anforderung gestellt, was den Druck und die Qualität der Verarbeitung angeht. Möglich sind hier sogar Silber- oder Goldapplikationen. Rollenetiketten kommen in den häufigsten Bereichen vor. Diese werden in zahlreichen Maschinen eingesetzt und lassen sich leicht verarbeiten.

Neben den Rollenetiketten finden auch die Blatt-Haftetiketten ihren Einsatz. Nicht gerade in Produktionsstätten aber bei Endverbrauchern werden sie eingesetzt. Prüf-, Produkt-, Organisations- oder Adressetiketten sind die am häufigsten verwendeten Blatt-Haftetiketten. Heutzutage kann nahezu jeder Wunsch des Kunden umgesetzt werden. Bei der Produktion solcher Etiketten, die unter anderem Sicherheitshinweise oder Sicherheitsmerkmale enthalten können, werden mit speziellen Haftklebern versehen, um ihre Haftbarkeit zu gewährleisten. Auch im Direktmarketing findet diese Art der Etiketten Anwendung. Kunden können gewünschte Produkte aussuchen, kleben das Etikett auf und bestellen die Ware.

Weiterhin gibt es bei der Verwendung von Etiketten auch den besonderen Einsatz. Wünschen Kunden hochwertige Aufkleber zur Kennzeichnung dann finden auch Veredelungen statt und die Farbwiedergabe ist einfach brillant. Bilder, Firmenlogos oder ein eigenes Produktdesign müssen hochwertig zur Geltung kommen und die Waren, auf denen die Etiketten zum Einsatz kommen, hervorheben. Besonders bei Feinkostprodukten kann man immer wieder die Hochwertigkeit der Etiketten erkennen. Es ist nicht nur das Produkt, das hochwertig ist, sondern auch dessen Kennzeichnung. Hochwertige Etiketten werden meist in geringen Stückzahlen hergestellt. Dadurch werden Kunden auf die speziellen Angebote aufmerksam gemacht. Die Aufkleber sind schnell, einfach und sauber zu verarbeiten und sie haben eine lange Haltbarkeit.

Im Alltag eines Menschen kommt dieser im Grunde an Etiketten gar nicht vorbei. Wer einkaufen geht, findet Etiketten, wer in einem Fahrstuhl steht, findet Etiketten, wer sich eine Flasche Wasser kauft, findet Etiketten. Man sieht in nahezu jedem Bereich finden sich die Aufkleber, die auf irgendetwas aufmerksam machen. Und die Händler wissen genau, wie Etiketten gestaltet werden müssen, um für den Kunden interessant zu wirken. Besonders beim Verkauf ist immer wieder festzustellen, dass auffällig gestaltetet Etiketten einen Verbraucher mehr ansprechen, als solche, die einfach gestaltet sind.

Auch im privaten Bereich lassen sich heute Etiketten immer mehr einsetzen. Als Namensschilder oder Aufkleber für Ordner, in denen man seine privaten Unterlagen sortiert, Etiketten sind immer eine Hilfe, um schnell das finden, was man sucht, wenn diese entsprechend gekennzeichnet sind.

Bildquelle: © petrabork / Pixelio.de

Die DRR und ihre Kunst

83987_web_R_K_B_by_C. Nöhren_pixelio.de (2)Mit viel Furor und ohne jede Angst haben sich Nonkonformisten von der Diktatur abgearbeitet und das ist eine wahrhafte Entdeckung, die gezeigt werden muss. Hat auch der Martin-Gropius-Bau so gesehen und zeigt Werke der DRR Kunst von 1976-1989.

In Betrachtung der Geschichte von 1976 muss man erkennen, dass über dieses Jahr eigentlich wenig erzählt wird. Und der Kunsthistoriker Christoph Tannert will das nun ändern. Gemeinsam mit dem Leiter des Bahnhofs Museums Hamburgs kuratiert der Kunsthistoriker die Ausstellung in Berlin unter dem Namen „Gegenstimmen. Kind in der DRR. 1976 bis 1989“.

Es handelt sich um eine Zeit, in der es eine Wegscheide gab. Da waren die einen, die ihren ganzen Mut bewiesen haben und die andere Seite, wo sich angepasst wurde. Im Jahr 1976 hat die Ausbürgerung von Wolf Biermann, dem Liedermacher, stattgefunden. Die Unangepassten werden mit „Gegenstimmen“ vereint. Einer von ihnen ist auch Hans Scheuerecker, der Maler aus Cottbus.

Der Kurator beschrieb den Maler als angstfrei, verrückt und sinnlich mit vielen Impulsen. Weiter sagt er auch, dass Scheuerecker „das Epizentrum der Subkultur in der Provinz“ sei. Cottbus ist die einzige Stadt in der in der Künstlerszene Aufmüpfigkeit und Freiheit kein Problem waren.

Die Ausstellung in Berlin zeigt, dass die Künstler angstlos waren und nicht wie der Staat bedroht und eingeengt, sondern frei. Sie haben sich etwas gewagt haben Kritik ausgeübt und nicht ständig die Gedanken an die Revolution. Heute noch kann man sehen, wie die Werke ihre Kraft entfalten, was nicht zuletzt an den Kuratoren liegt. Es wird nicht der Blick auf die kulturhistorischen Einordnungen versperrt.

Vereint werden bei der Ausstellung rund 160 Werke von insgesamt 80 Künstlern. Dabei kann man sich auf verschiedene Sparten freuen. Sowohl die Malerei auf Leinwand als auch die Fotografie und Skulpturen sowie Performances und Installationen sind hier zu bestaunen. Zu den Künstlern gehören unter anderem Angela Hampel, Sybille Bergemann, Trak Wendisch oder Hans-Hendrik Grimmling. Sie alle haben dem System den Rücken gezeigt und dabei ihren persönlichen Ausdruck gefunden. Die Konventionen haben sie ausgelotet und sie mit ihrer Kunst verlassen.

Tannert ist diese neue Bewertung der Zeit sehr wichtig, vor allem was die Ignoranz des Westens angeht, der die DDR nichts gut nachgesagt haben. Aus diesem Grund sieht Hans Scheuerecker die Ausstellung „Gegenstimmen“ auch als „großes Glück“, denn es werden die Gegenbewegungen der Politik mit ernsthafter guter Kunst dargestellt. Mit zwei seiner Werken ist er ebenfalls in der Ausstellung vertreten.

Auf großen Fotografien wird in der Ausstellung gezeigt, wie die Künstler eine Leinwand zu ihrem eigenen Körper machen, einklemmen, bearbeiten, malträtieren und so nicht nur Grenzen, sondern auch Scham und Schmerz überschreiten. Sowohl die des Publikums als auch die von sich selbst.
Gezeigt werden in einer Vitrine auch Briefmarken mit DDR-Kunst.

Gezeigt wird die Ausstellung, organisiert von der deutschen Gesellschaft, noch bis 26. September. Von Mittwoch bis Montag in der Zeit von 10 bis 19 Uhr kann man die „Gegenstimmen“ noch betrachten.

Bildquelle: © C. Nöhren / Pixelio.de

Die Eiszeit ist wieder da und das nicht nur auf Poster

449480_web_R_K_by_freestyler_pixelio.de (2)Wie kann man eine Filmreihe, die eigentlich schon alles behandelt hat, interessant fortsetzen? Indem man die Erde verlässt und den Weltraum als Handlungsort wählt. Diesen Weg gehen im 5. Teil die Macher von „Ice Age“. Ob sie damit den Nerv der Eiszeitfans treffen und an den Erfolg der vorangegangenen vier Teile anknüpfen können, ist derzeit im Kino zu sehen.

„Ice Age – Kollision voraus!“ heißt das neueste Werk. Einmal mehr werden darin Manni, Sid, Diego und Co zu Rettern. Dieses Mal aber droht der Heimat der ungewöhnlichen Herde aber eine weitaus größere Gefahr und jene kommt auch noch von außerhalb. Während man sich bisher mit Dinosauriern, Flutwellen und auseinanderbrechenden Kontinenten umherschlagen musste, hat es nunmehr das Universum auf die Tiere abgesehen.

Auslöser der Katastrophe, die die ganze Welt auszulöschen droht, ist Rattenhörnchen Scrat. Wie gewohnt ist er auf der Suche nach einer Eichel, die natürlich nicht einfach so auf dem Boden herumliegt oder am Baum hängt. In „Ice Age – Kollision voraus!“ verlagert sich die Eicheljagd in das Weltall. Das Unheil nimmt seinen Lauf. Den Anfang macht ein von Scrat ausgelöster Meteoritenschauer, der auf der Erde niedergeht. Aber es soll noch schlimmer kommen und so müssen die Tiere neben der Lösung eigener Probleme auch noch um das Bestehenbleiben ihres Zuhauses kämpfen.

Mit dabei sind die in den letzten Teilen liebgewonnenen Charaktere. Manni, Sid und Diego, die die Helden der ersten Stunde sind. Ellie, Eddie und Crash, die im zweiten Teil hinzustießen. Peaches, die gemeinsame Tochter von Manni und Ellie, die sich mittlerweile im heiratsfähigen Alter befindet und mit dem Mann ihrer Träume vor den Traualtar treten will. Komplettiert wird das Rudel von Säbelzahndame Shira und Sids Faultieroma, die seit „Ice Age 4 – voll verschoben!“ mit von der Partie sind. Außerdem gibt es ein Wiedersehen mit Wiesel Buck, das aus der von Dinosauriern bevölkerten Unterwelt auftaucht, nachdem es eine Steinplatte mit der Prophezeiung vom Ende der Welt gefunden hat.

Sie alle fühlen sich in der Pflicht, ihre Heimat zu retten und haben darüber hinaus jede Menge persönliche Angelegenheiten zu bewältigen. Diese werden nicht dadurch weniger, dass die Herde ihre Heimatinsel verlassen und in exotische Länder aufbrechen muss. Unterwegs warten zahlreiche brenzlige Situationen und neue Bekanntschaften auf sie. Das zeigen auch die Poster zum Film. Mal flüchten die Tiere vor herabfallenden Meteoriten, mal ist Scrat im Raumanzug zu sehen, während seine geliebte Eichel im Schutzhelm steckt und einen bedrohlichen Riss verursacht hat.

Dennoch kommt der Spaß nicht zu kurz. Was wäre „Ice Age“ ohne Witze und Pointen? Ein anderes Poster zeigt beispielsweise die Opossums Eddie und Crash, die vermeintlichen Brüder von Ellie, wie sie lachend auf den Hörnern eines Lamas reiten. Faultier Sid ist nach wie vor auf der Suche nach der großen Liebe. Eins der Poster trägt den Titel „Die Schöne und der Sid“ und zeigt ebenjenen in Begleitung einer reizenden Faultierdame. Ob es wohl endlich klappt mit einer Partnerin? Das Poster macht berechtigte Hoffnungen. Um zu klären, ob diese erfüllt werden, hilft nur der Gang ins Kino. Dann kann man auch erfahren, ob es mit der Welt weitergehen wird oder nicht.

Bildquelle: © freestyler / Pixelio.de

Digitales Feedback via QR – Codes ist jetzt auch für offene Veranstaltungen verfügbar

255796_web_R_K_by_einzmedia_pixelio.de (2)Zeitnah ein Feedback abgeben, das war bisher nicht bei allen Veranstaltungen möglich. Probleme gab es vor allem bei sogenannten offenen Veranstaltungen wie bei Outdoorevents oder einem unbekannten Kreis an Teilnehmern. Dank QR-Codes soll dies aber bald der Vergangenheit angehören.

Über eine Plattform, die die digitalen Daten auswertet, erhalten die Veranstalter eine Auswertung in Echtzeit und können so auf einen Blick sehen, ob alles rund läuft oder ob hier und da noch Handlungsbedarf besteht. Die Teilnehmer wiederum müssen nicht erst am heimischen Computer Platz nehmen, um eine Bewertung vorzunehmen. Es ergeben sich also für beide Seiten Vorteile, die dem jeweils anderen schnell und noch während der Veranstaltung zu Gute kommen.

Die entsprechenden QR-Codes lassen sich für die verschiedensten Events nutzen und sind längst nicht nur auf die oben genannten beschränkt. Im Grunde genommen können sie überall dort zum Einsatz kommen, wo ein sofortiges Feedback gewünscht wird. Ihre Nutzung ist ebenfalls bei Seminaren, Firmentagungen, Kongressen und Workshops denkbar, also dort, wo die Teilnehmerkreis in der Regel aus geladenen und somit namentlich bekannten Personen besteht.

Voraussetzung ist lediglich eine Anmeldung auf der Plattform. Jeder Veranstaltung wird über diese ein QR-Code zugeordnet, über den sie eindeutig identifiziert wird. Mit ihren mobilen Endgeräten können nun die Teilnehmer den Code einscannen und erhalten im Anschluss daran einen Fragebogen übermittelt. Jener wurde vom jeweiligen Veranstalter erstellt und ist somit exakt auf die Veranstaltung zugeschnitten. Damit Teilnehmer ohne Scanmöglichkeit nicht außen vorbleiben, wird alternativ ein Link zur Verfügung gestellt, der gleichfalls zum Fragebogen führt.

Um welche Art von Veranstaltung es sich handelt, ist übrigens nicht von Bedeutung. Dadurch wird ein äußerst flexibler Einsatz der QR-Codes gewährleistet. Auch bei den Fragebögen gibt es keinerlei Limit, was die Menge der Fragen betrifft. Zu jeder Zeit kann auf diese zugegriffen werden, um sie zu verändern, zu aktualisieren oder als Vorlage zu speichern.

Flexibilität gilt ebenfalls bei den Sprachen. Wer möchte, kann mehrsprachige Feedbackabfragen einsetzen. Gleiches gilt für die Zeiträume, die zum Abgeben des Feedbacks eingeräumt werden. Die Spanne reicht von einer Minute bis hin zu einem Jahr. Und nicht nur Veranstaltungsteilnehmer können über die QR-Codes um eine Einschätzung gebeten werden: Mitarbeiter- und Kundenbefragungen sind ferner realisierbar.

Interessant ist weiterhin die Möglichkeit, dass Veranstalter mehrere Benutzer mit administrativen Rechten ausstatten können. Die Zahl der diesbezüglichen User ist unbegrenzt. Demzufolge können mehrere Verantwortliche mit Zugriffsrechten ausgestattet werden und unabhängig voneinander eine Auswertung der eingegangen Daten vornehmen. Gleichwohl erlaubt es diese Funktion, dass sich mehrere Personen eine Meinung bilden und eine eventuell notwendige Problemlösung aus verschiedenen Blickwinkeln angehen können.

Man mag sich nun fragen, warum nicht schon früher jemand auf diese Nutzungsmöglichkeit der QR-Codes gestoßen ist. Offensichtlich war die Zeit dafür einfach noch nicht reif. Doch nun sind die Tage gezählt, bis die neue Technik endlich verfügbar ist. Nach Willen der Entwickler soll sie einiges vereinfachen. Veranstalter ersparen sich zum Beispiel zeitraubende manuelle Auswertungen, die letztendlich zu spät kommen, weil sie für die aktuelle Veranstaltung nicht mehr von Bedeutung sind und eigentlich erst bei der nächsten zum Tragen kommen, sofern überhaupt eine neue Auflage geplant ist.

Bildquelle: © einzmedia / Pixelio.de

Acryl auf Leinwand bei der Leipziger Jahresausstellung „immer & ewig“

729592_web_R_K_B_by_Juergen Jotzo_pixelio.de (2)Die diesjährige Leipziger Jahresausstellung im „Westwerk“ steht unter dem Motto „immer & ewig“. Seit 23 Jahren erfreut sich die Kunstausstellung großer Beliebtheit. Ein Highlight 2016 ist Julius Hofmanns „Dreimal tausend Jahre“, ein 290 x 190 cm großes Acrylkunstwerk auf Leinwand.

Bei der Jahresausstellung präsentieren sich ausschließlich Angehörige der Leipziger Kunstszene beziehungsweise Künstler, die eine enge Verbindung zur Stadt haben. Verantwortlich zeichnet der Verein Leipziger Jahressausstellung e. V., kurz LIA genannt.
Die Kuratoren der aktuellen Ausstellung Thomas Möcker und Sebastian Gögel sind Vereinsmitglieder und Künstler zugleich. Sie haben die diesjährige Ausstellung entwickelt und konzipiert. Jene bringt Werke aus verschiedenen Genres zusammen. Die Künstler kommen aus allen Altersgruppen. Sie bringen ihre eigenen und ganz unterschiedlichen Stile in die Ausstellung ein.

Die Vorbereitungen begannen bereits im September 2015. Es wurde ein Vielzahl von Künstlerinnen und Künstlern kontaktiert. Am Ende fiel die Entscheidung auf 27, die sich und ihre Werke auf der Ausstellung präsentieren dürfen. Im Fokus stehen die Vielfalt der Kunst und natürlich die Verbundenheit mit Leipzig. So wird es zahlreiche Exponate von älteren Künstlern zu sehen geben. Dazu gesellen sich Werke junger und manchmal sogar noch neuer, nahezu unbekannter Künstler.

Die Ausstellung ist schon lange zu einer festen Institution im Terminkalender der Stadt geworden. Bislang ist es allerdings nie gelungen, so viele Künstler mit unterschiedlichen Stilen zusammenzubringen. Unter den Künstlern und Künstlerinnen finden sich neben dem eingangs bereits erwähnten Julius Hofmann Namen wie Laura Bieleau, Johannes Eckhardt, Sighard Gille, Christian Herzig, Jule Hoffmann, Corinne von Lebusa, Marian Luft, Holger Mandel, Gudrun Petersdorff, Annette Schröter, Kristina Schuldt oder Sopie von Stillfried.

Die Schirmherrschaft für die Ausstellung wurde wiederum von Burkhard Jung, dem Leipziger Oberbürgermeister, übernommen. Gestiftet wird der Preis der Leipziger Jahresausstellung von der Elke und Thomas Loest Stiftung, der Doris–Günther–Stiftung sowie der Sparkasse Leipzig. Zu den Förderern zählen unter anderem die Kulturstiftung des Freistaates Sachsen und das Kulturamt der Stadt Leipzig. Die feierliche Eröffnung der „immer & ewig“ ist für den 2. Juni vorgesehen. Vom 3. bis 26. Juni ist die Ausstellung dann für die Öffentlichkeit zugänglich.

Im letzten Jahr war Thomas Taube der glückliche Gewinner des ausgeschriebenen Preises. Er war mit seiner Videoinstallation „DARK MATTERS“ an den Start gegangen. Gewidmet war der Preis dem deutsch-jüdischen Bankier Hans Kroch, der am 3. März 1887 in Leipzig geboren wurde. Kroch war Gründer der Privatbank Kroch jr. KG a. A. sowie Mitgründer der Leipziger Messe- und Ausstellungs-AG, wo er ebenfalls im Aufsichtsrat saß. Nach der von den Nationalsozialisten initiierten Progromnacht vom 9. zum 10. November 1938 wurde er ins KZ Buchenwald verschleppt und kam später ins KZ Sachsenhausen. Nur der Verzicht auf sein Gesellschaftsvermögen an der Bank rettete ihm und seinen Kindern das Leben. Kroch flüchtete mit seinen Kindern aus Deutschland. Seine Frau Ella blieb zur Vertuschung der Flucht zurück und wurde später bei ihrer eigenen Flucht verhaftet. Sie wurde 1942 im KZ Ravensbrück ermordet. Kroch starb am 7. Februar 1970 in Jerusalem.

Das „Westwerk“ befindet sich in der Karl–Heine–Straße 93 in Leipzig. Die Öffnungszeiten sind Dienstag bis Freitag jeweils von 15 bis 20 Uhr, an den Wochenenden und Feiertagen jeweils von 13 bis 18 Uhr. Montags bleibt die Ausstellung geschlossen.

Bildquelle: © Juergen Jotzo / Pixelio.de

In Genf entrolltes Poster kommt ins Guinness Buch der Rekorde

245746_web_R_K_B_by_Judith Lisser-Meister_pixelio.de (2)Ein Weltrekordversuch stand nicht im Vordergrund, als am Pfingstwochenende 150 Aktivisten in Genf ein riesiges Poster entrollten. Sie wollten vielmehr ihre Meinung zu der Diskussion über die Einführung eines bedingungslosen Grundeinkommens kundtun, die seit einiger Zeit in der Schweiz geführt wird. Ein mehr als 8.000 qm großes Plakat war ihrer Ansicht nach die effektivste Methode dafür.

Egal, wie abgestimmt wird, auf alle Fälle hat sich das genau 8.115,53 qm große Poster einen Platz im Guinness Buch der Rekorde verdient. Wie eine Sprecherin von Guinness World Records bestätigte, wurde der Weltrekord bereits anerkannt. Gefertigt wurde das Plakat aus LKW-Planen. Es ist 72 x 110 m groß und hat 206.000 Euro gekostet. Finanziert wurde das überdimensionale Poster, das nach seiner Zweckerfüllung zu Rucksäcken und Taschen weiterverarbeitet werden soll, durch Crowdfunding-Spenden.

Für die größte Frage der Welt wird eben auch die größte Oberfläche der Welt benötigt. Für die Schweizer ist derzeit die Frage aller Fragen, ob in Zukunft jedem Einwohner des Alpenlandes ein monatliches Grundeinkommen zusteht. Das soll für Erwachsene 2.500 Schweizer Franken – das sind umgerechnet 2.268 Euro – und für Kinder 625 Schweizer Franken (rund 565 Euro) betragen. Gleichzeitig sollen Sozialleistungen wie Renten, Arbeitslosengeld und Sozialhilfe wegfallen. Die Abstimmung findet am 5. Juni statt.

Um sich Gehör zu verschaffen, hatten die Aktivisten den Plaine de Plainpalais in Genf als Präsentationsort für ihr begehbares Poster mit der Aufschrift „What would you do if your income were taken care of?“, zu Deutsch: „Was würdest du tun, wenn für dein Einkommen gesorgt wäre?“, gewählt. Wenige Wochen später wollten sie auch die Deutschen mit ins Boot holen und rollten ihr Plakat auf der Straße des 17. Juni in Berlin aus. Der Schriftzug bedeckte mehr als 400 Meter der Straße.

Nun liegt es an den Schweizern selbst, ob es künftig in ihrem Land ein Grundeinkommen geben wird oder nicht. Der Tenor aus der EU ist positiv. Mehr als 60 Prozent der EU-Bürger wurden mit Ja stimmen. Doch die Schweiz ist in der Regel gegen Einflüsse von außen immun. Umfragen haben ergeben, dass eine Mehrheit wohl nicht erzielt werden wird. Etwa ein Viertel ist für das bedingungslose Grundeinkommen, sodass die Initiative durchaus Erfolg haben könnte. Jener wird wahrscheinlicher, da 17 Prozent der Schweizer bei Befragungen angaben, dass sie noch nie etwas davon gehört hätten. Weitere 25 Prozent haben bisher nur wenig davon mitbekommen und sich deshalb mit der Thematik noch gar nicht richtig auseinandergesetzt.

Nach Ansicht der EU-Bürger ist das Grundeinkommen ausreichend, um alle Grundbedürfnisse befriedigen zu können und keine anderen Sozialleistungen in Anspruch nehmen zu müssen. Ein Grund, um mit dem Arbeiten aufzuhören, sieht aber kaum jemand darin. Gerade einmal vier Prozent würden beim Bezug des Grundeinkommens zu Hause bleiben.

Viele (40 Prozent der Umfrageteilnehmer) sehen das bedingungslose Grundeinkommen als eine Befreiung von finanziellen Existenzängsten an. 31 Prozent vermuten darin eine Verbesserung der Chancengleichheit. Wohlgemerkt handelt es sich bei all diese Angaben um Befragungsergebnisse innerhalb der EU. Wie die Schweizer selbst zu diesem Thema stehen, wird sich erst mit der Abstimmung am 5. Juni zeigen. Dann werden auch die Aktivisten erfahren, ob ihr riesiges Poster seinen eigentlichen Zweck erfüllt hat.

Bildquelle: © Judith Lisser-Meister / Pixelio.de

Mit QR-Codes Nominierung für den Kunstpreis der Rosenheim-Stiftung erhalten

492996_web_R_K_by_Thorben Wengert_pixelio.de (2)Die Erkratherin Katy Schnee sieht in der schnelllebigen Informationsgesellschaft der Gegenwart nicht nur Gutes. Das zeigt sie mit vielen ihrer Kunstobjekte oft deutlich. Eines dieser, ein weiblicher Torso, der über und über mit QR-Codes bedeckt ist, brachte ihr jetzt eine Nominierung für den von der Rosenheim-Stiftung ausgeschriebenen Kunstpreis ein.

Eigentlich rechnete sich die Künstlerin keine großen Chancen aus, dennoch bewarb sie sich mit ihrer Plastik aus Styropor, der sie den Namen „scan me, please“ gab. Ganz erfolglos war Schnee in den vergangenen Jahren auf internationaler Ebene nicht. So konnte sie beispielsweise im vergangenen Jahr bei einer Ausschreibung der Stiftung Deutsche Depressionshilfe den ersten Preis mit nach Hause nehmen. In diesem Jahr war sie bereits bei der Europa-Union Leverkusen erfolgreich und wurde zur Europa-Künstlerin gekürt. Das gab den Ausschlag, erneut sein Glück bei einem internationalen Wettbewerb zu versuchen.

Schnell erwies sich diese Entscheidung als richtig, den Schnee erhielt die Nachricht, dass sie zu den 33 nominierten Künstlerinnen und Künstlern aus insgesamt 291 Bewerbern gehört. Der Kunstpreis der Rosenheim-Stiftung wird alle zwei Jahre verliehen und ist mit einem Preis von 5.000 Euro dotiert. Die Erkrather Künstlerin tritt in der Wettbewerbskategorie „Babylon, Wahn und Wirklichkeit“ an. Ihr Beitrag ist ein Frauentorso, der in eine schwarz-weiße Weste gehüllt ist und die scheinbar ein Hahnentrittmuster aufweist. Bei näherer Betrachtung entpuppt sich jenes allerdings als ein dichtes Netz von QR-Codes. Die zur Weste kombinierten Accessoires wie Handtasche, Kette und Gürtel sind in edlem Gold gehalten. Dazu gesellt sich eine ebenfalls vergoldete Computer-Maus, die am Gürtel baumelt. Sie verfügt über einen direkten USB-Anschluss an den kopflosen Körper und stellt somit die Verbindung zur vernetzten Welt her.

Vor allem Smartphone- und Internetnutzer dürfte die Skulptur ansprechen, denn sie werden der Aufforderung „scan me, please“ nur allzu gerne nachkommen. Die Künstlerin möchte damit das Internet als globales Kommunikationsmedium thematisieren. Sie ist der Überzeugung, dass die heutige Flut an Informationen zur Folge hat, dass nichts mehr genau gelesen wird. Die Informationsvielfalt des Internets ist für Schnee ein moderner babylonischer Turm und genau das ist die Frage, die sie den Betrachtern ihrer Kunst stellen möchte. Klicks und Likes nehmen einen hohen Stellenwert in unserer Gesellschaft ein. Vielleicht einen zu hohen? Zum Nachdenken über diese Frage soll die Skulptur anregen.

An QR-Codes hat sich Katy Schnee nicht das erste Mal ausprobiert. Auch die Teilnahme am Kunstwettbewerb der Europa-Union Leverkusen basierte auf der Verwendung der auffälligen schwarz-weißen Muster. Hier war es eine codierte Fischskulptur, die Aufmerksamkeit erregte. Gemeinsam mit dem Künstler Volker Rapp bemalte Schnee anlässlich einer Ausstellung im Leichlinger Sinneswald Bäume sogar mit farbigen Codes.

Vor rund drei Jahren taten sich Rapp und Schnee erstmals zusammen, um QR-Codes zu Kunstobjekten werden zu lassen. Damals nutzten sie die Codes von der Website der Stadt Erkrath. Die Künstler schufen daraus ein 49 Quadratmeter großes Kunstwerk, welches beim Sommerfest in der Bahnstraße zum ersten Mal der Öffentlichkeit präsentiert und später beim Kunstfest „LokArt“ ausgestellt wurde. Weitere gemeinschaftliche Projekte sind in Planung. Das aktuelle Projekt der Künstlerin – die mit QR-Codes verzierte weibliche Figur ohne Kopf – ist übrigens vom 5. bis 30. Juni in den Niederlanden zu sehen.

Bildquelle: © Thorben Wengert / Pixelio.de

Deutsches Historisches Museum hat Aufkleber als Propagandamittel zum Thema

433510_web_R_K_by_Helga Ewert_pixelio.de (2)Es gibt viele Arten, um Menschen in ihrer Meinungsbildung zu beeinflussen: Flugblätter, öffentliche Auftritte, bei denen große Reden geschwungen werden, Zeitungsartikel und dergleichen mehr. An Aufkleber denkt dabei kaum jemand. Sie stehen für Kindsein, Sammelspaß und Humor.

Eine neue Ausstellung im Deutschen Historischen Museum in Berlin zeigt Aufkleber von einer anderen Seite, nämlich als Propagandamittel. Bei einigen Exponaten können durchaus solche Begriffe wie „Volksverhetzung“ und „Rassenhass“ Verwendung finden. In der Gegenwart werden Aufkleber vor allem mit Sammelbildern wie beispielsweise zur im Juni stattfindenden Fußball-Europameisterschaft in Verbindung gebracht. Selbstklebende Bildchen gab es aber bereits ab Ende des 19. Jahrhunderts und da erfüllten sie häufig einen völlig anderen Zweck.

Bezeichnend bereits der Titel der Ausstellung: “Angezettelt. Antisemitische und rassistische Aufkleber von 1880 bis heute”. Er lässt keinen Zweifel daran offen, was für Arten von Stickern in den Berliner Museumsräumen zu sehen sind. Hier ging beziehungsweise geht es nicht um die schönen Dinge des Lebens, sondern darum, bestimmte Gruppen von Menschen zu diskriminieren. Ein Thema, was zurzeit aktueller denn je ist.

Vergleiche zwischen damals und heute können gleich am Anfang der Ausstellung angestrebt werden. Da ist beispielsweise ein Aufkleber aus der Kolonialzeit, welches hintereinander hergehende Sklaven zeigt. Der unmittelbar daneben angebrachte Aufkleber wird noch deutlicher. “Refugees not welcome” ist darauf zu lesen. Ein Motiv, das auch in der heutigen Zeit zu sehen sein könnte oder gar zu sehen ist. Zum Nachdenken regen ebenfalls die direkt nebeneinander hängenden „Hetzaufkleber“ der Nationalsozialisten aus dem Jahre 1933 und die von der NPD in den letzten Jahren in Umlauf gebrachten Sticker an.

Aufkleber sind hervorragend dazu geeignet, um anonym Botschaften zu überbringen. Überall treffen wir auf sie, wer mit ihnen seine Meinung kundtun wollte, bleibt allerdings in der Regel im Dunkeln. Dennoch nehmen wir die Mitteilung darauf wahr. Wir bilden uns ebenfalls eine Meinung dazu, die entweder dafür oder eben dagegen ist.

Im Vorfeld der Ausstellung gab es von den Initiatoren Bedenken, ob überhaupt Aufkleber mit derartigen Aussagen ausgestellt werden dürfen und dann auch noch in einer solch großen Zahl. Doch es wurde eine Lösung in Form von gegenpoligen Aufklebern gefunden. So gelingt es immer wieder, die „Macht“ der meist recht radikalen Aussagen zu brechen. Wie im Falle des Aufklebers, der sich gegen Flüchtlinge richtet. Unweit von diesem können Sticker betrachtet werden, die Flüchtlinge willkommen heißen und sich eindeutig gegen Fremdenhass aussprechen.

Bis Ende Juli kann die Ausstellung noch besucht werden. Die gezeigten Ausstellungsstücke stammen unter anderem aus der privaten Sammlung von Wolfgang Haney. Er hat hauptsächlich antisemitische Aufkleber der Nazis zusammengetragen, weil seine Familie selbst von der Verfolgung derselben betroffen war. Haney möchte mit seiner Sammlung die Menschen der Gegenwart mahnen und um erhöhte Aufmerksamkeit bei diesem Thema bitten. Ein weiterer Teil der Exponate stammt von einer Frau, die Aufklebern mit rechten Parolen mit einem Spachtel zu Leibe rückt und diese anschließend in Ordnern aufbewahrt. Sie stellte dem Museum einige ihrer prallgefüllten Aktenordner zur Verfügung.

Museumsdirektor Alexander Koch freut sich sehr darüber, dass die Ausstellung an Aktualität kaum zu übertreffen sein dürfte. Und Friederike Tappe-Hornbostel von der Bundeskulturstiftung ist sich sicher, dass jeder Besucher zukünftig Aufkleber in der Öffentlichkeit mit anderen Augen sehen und die Botschaft dahinter aufmerksamer betrachten wird.

Bildquelle: © Helga Ewert / Pixelio.de

US-amerikanische Polizei schummelte mit einem Sticker von Google

632432_web_R_K_by_Dieter Schütz_pixelio.de (2)Es ist zum Haare raufen! Wie ist es nur möglich, dass selbst von der Polizei genutzte Zivilfahrzeuge immer als Polizeiautos auffallen? Im US-amerikanischen Philadelphia hatte einige Polizisten nun eine scheinbar gute Idee, um ihr Fahrzeug perfekt zu tarnen: Sie klebten einfach einen Sticker an die hintere Scheibe, der das Auto als Street-View-Wagen von Google ausweisen sollte. Dumm nur, dass jene Fahrzeuge etwas anders aussehen. Zwar hatte das Polizeifahrzeug auch außen angebrachte Kameras, der Unterschied war dennoch kaum zu übersehen.

Es dauerte demzufolge auch nicht lange, bis ein Passant darauf aufmerksam wurde, dass hier irgendetwas nicht stimmt. Darüber konnte auch der Sticker mit dem Google-Logo nicht hinwegtäuschen. Den Vorübergehenden machte bereits der Anblick des Wagens stutzig. Ein Blick auf die Zulassung im anderen Fenster brachte ihn noch mehr ins Grübeln. Darauf war die Stadt Philadelphia als Zulassungsinhaber ausgewiesen. Das passte schon gar nicht zu Google. Umgehend erschien ein Bild des bewussten Fahrzeugs auf Twitter. Somit war die Tarnung aufgeflogen.

Nachfragen bei den Behörden ergaben, dass der Wagen weder zur Pennsylvania State Police gehörte, noch einer anderen derartigen Institution zugeordnet werden konnte. Google distanzierte sich gleichfalls davon, dass das Auto zu seiner Street-View-Flotte zählt. Schließlich wurde die städtische Polizei als Besitzer des Fahrzeugs ausgemacht. Diese erklärte, dass der Sticker von der Fahrzeugbesatzung eigenmächtig und ohne Wissen der Vorgesetzten an der Seitenscheibe aufgeklebt wurde. Selbstverständlich wurde der Aufkleber sofort entfernt. Welche Strafe die betreffenden Ordnungshüter erwartet, wurde nicht bekannt.

Es handelte sich übrigens um ein Überwachungsfahrzeug, welches die Kennzeichen vorbeifahrender Autos zu Analysezwecken scannt. Die Technik erfasst mehrere tausend Nummernschilder in einer Minute. Die gesammelten Daten dürfen in den USA ein Jahr lang gespeichert werden. Die Kameras halten neben dem Kennzeichen weiterhin das Datum, die GPS-Koordinaten sowie die Zeit fest. Außerdem wird ein Bild des Fahrzeugs und dessen Umgebung aufgenommen. Die Nutzung der gesammelten Daten ist dementsprechend auf vielfältige Weise möglich.

Dass auch ein rechtmäßig angebrachter Sticker von Google kein Freifahrtschein ist, die Erfahrung mussten in der Vergangenheit schon mehrere Menschen machen. So beging etwa im Jahre 2013 der Fahrer eines offiziellen Google-Street-View-Fahrzeugs mit demselben in Indonesien nach einem Unfall Fahrerflucht und lieferte sich eine wilde Verfolgungsjagd mit der dortigen Polizei. Dabei beschädigte er weitere Autos. Auslöser war ein minimal beschädigter Minivan, dessen Reparatur umgerechnet etwa 13 Euro gekostet hätte. Der auf der Flucht entstandene Schaden dürfte um einiges höher gewesen sein.

Das Projekt „Street View“ stößt weltweit auf geteilte Meinungen. Einerseits ist von Datenklau und totaler Überwachung die Rede, andererseits hat es einige Erfolge zu feiern, für die es eigentlich gar nicht ins Leben gerufen wurde. In Großbritannien konnte die Polizei 2010 einen Autodieb dank Googles Street View dingfest machen. Just als dieser einen Wohnwagen stahl, fuhr ein Google-Street-View-Fahrzeug vorbei und machte ein Foto von ihm. Aufgeklärt werden konnte der Diebstahl allerdings erst ein Jahr später, als der Eigentümer des Wohnwagens sein Fahrzeug und den Dieb daneben bei Street View am Tatort entdeckte. Dank des gut erkennbaren Bildes des Mannes konnte die Fahndung nach dem Täter nun endlich schnell abgeschlossen werden. Ein Jahr zuvor verliefen die Nachforschungen erfolglos.

Bildquelle: © Dieter Schütz / Pixelio.de

Mit QR-Code an Sportgeräten gegen Langeweile und Vandalismus

610019_web_R_K_B_by_Juergen Jotzo_pixelio.de (2)Wer Langeweile hat, kommt auf dumme Gedanken. Das war auch eine Erfahrung, die in Langen, einer Stadt im Landkreis Offenbach nahe Frankfurt am Main, gemacht wurde. Des Öfteren kam es zu Vandalismus und nicht selten waren Jugendliche die Täter. Ihnen mangelte es ganz offensichtlich an Beschäftigungsmöglichkeiten. Doch wie Abhilfe schaffen? Um eine Antwort auf diese Frage zu finden, setzten sich Vertreter der Zielgruppe und Verantwortliche der Stadt gemeinsam an einem Tisch.

Die Jugendlichen wünschten sich Sportgeräte und mit finanzieller Unterstützung des Offenbacher Caritasverbandes sowie der Dr.-Bodo-Sponholz-Stiftung wurde der Wunsch erfüllt. Seit einiger Zeit können die „jungen Wilden“ beim Calisthenics ihre Kräfte messen. Für das Ausüben dieser Trendsportart braucht es nicht viel. Das eigene Körpergewicht ist das wichtigste Trainingsutensil und ein paar fest montierte Stangen, an denen die entsprechenden Übungen ausgeführt werden können. Das Geld für eben jene spendeten die vorgenannten Institutionen, angebracht wurden die Stangen vom städtischen Fachdienst für Migration und Jugend auf dem Spielplatz in der Langener Elbestraße.

Die Tatsache, dass sich die Jugendlichen selbst die Schaffung von idealen Trainingsvoraussetzungen gewünscht haben und dies nun realisiert wurde, soll jene zu mehr Verantwortungsbewusstsein bewegen. Man erhoffe sich davon, dass die Verschmutzung oder gar Zerstörung der Geräte verhindert werde, erklärte Andreas Rehwald vom örtlichen Jugendzentrum.

Wie beim auch als Street Workout bekannten Calisthenics richtig trainiert wird, können Interessierte übrigens über einen an den Stangen angebrachten QR-Code in Erfahrung bringen. Ein Smartphone gehört in der Gegenwart sozusagen zur Standardausstattung eines jeden Teenagers. Damit werden die Codes gescannt. Nach dem Auslesen derselben erscheinen auf dem Display bebilderte Trainingsanleitungen, Tipps und kleine Videos, die Übungen zum Nachmachen zeigen. Damit ist ebenfalls Anfängern jederzeit ein einfacher Trainingseinstieg möglich.

Schwer sind die Calisthenicsübungen ohnehin nicht unbedingt, obwohl es bei den Profis natürlich schon sehr beeindruckend aussieht, wenn sie beispielsweise die „Human Flag“ – Übung machen. Vieles dürfte den Kids aus dem Schulsport geläufig sein. Push ups und Sit ups etwa oder Crunches. Die Stangen in der Elbestraße können zum Beispiel für Klimmzüge, Pull ups und Chill ups genannt, verwendet werden. Schwieriger wird die Übung, wird statt beider Arme nur noch ein Arm zum Hochziehen genommen.

In Deutschland ist Calisthenics bislang nicht allzu populär. Das kann sich nun aber, zumindest in Langen und Umgebung, schnell ändern. Es sind weder die Anschaffung einer teuren Ausrüstung, noch Investitionen in einen Trainer notwendig. Im Grunde genommen kann der Sport überall ausgeübt werden. Deshalb auch der Name Street Workout. Gebräuchliche Geräte neben (parallel angebrachten) Stangen sind Leitern oder ähnliche Objekte, die horizontal oder vertikal aufgestellt für eine Vielzahl von Übungen genutzt werden können.

In den USA, wo die Sportart ihren Ursprung hat, gibt es direkte Workout – Parks. Sie bieten den Sportlern verschiedene Arten von Barren, Klimmzugstangen und ganze Hangelstrecken. Werden die Übungen korrekt ausgeführt, ist allein durch den gezielten Einsatz des eigenen Körpergewichts ein Training aller Muskelgruppen möglich. Ein überaus effektives Krafttraining ohne großen Aufwand! Raus aus der Schule, rauf auf den Spielplatz könnte also demnächst das Motto bei der Langener Jugend heißen. Da sollten keine Langeweile und dumme Gedanken mehr aufkommen.

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