Aufkleber und T-Shirt Blog

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Deutsches Historisches Museum hat Aufkleber als Propagandamittel zum Thema

433510_web_R_K_by_Helga Ewert_pixelio.de (2)Es gibt viele Arten, um Menschen in ihrer Meinungsbildung zu beeinflussen: Flugblätter, öffentliche Auftritte, bei denen große Reden geschwungen werden, Zeitungsartikel und dergleichen mehr. An Aufkleber denkt dabei kaum jemand. Sie stehen für Kindsein, Sammelspaß und Humor.

Eine neue Ausstellung im Deutschen Historischen Museum in Berlin zeigt Aufkleber von einer anderen Seite, nämlich als Propagandamittel. Bei einigen Exponaten können durchaus solche Begriffe wie „Volksverhetzung“ und „Rassenhass“ Verwendung finden. In der Gegenwart werden Aufkleber vor allem mit Sammelbildern wie beispielsweise zur im Juni stattfindenden Fußball-Europameisterschaft in Verbindung gebracht. Selbstklebende Bildchen gab es aber bereits ab Ende des 19. Jahrhunderts und da erfüllten sie häufig einen völlig anderen Zweck.

Bezeichnend bereits der Titel der Ausstellung: “Angezettelt. Antisemitische und rassistische Aufkleber von 1880 bis heute”. Er lässt keinen Zweifel daran offen, was für Arten von Stickern in den Berliner Museumsräumen zu sehen sind. Hier ging beziehungsweise geht es nicht um die schönen Dinge des Lebens, sondern darum, bestimmte Gruppen von Menschen zu diskriminieren. Ein Thema, was zurzeit aktueller denn je ist.

Vergleiche zwischen damals und heute können gleich am Anfang der Ausstellung angestrebt werden. Da ist beispielsweise ein Aufkleber aus der Kolonialzeit, welches hintereinander hergehende Sklaven zeigt. Der unmittelbar daneben angebrachte Aufkleber wird noch deutlicher. “Refugees not welcome” ist darauf zu lesen. Ein Motiv, das auch in der heutigen Zeit zu sehen sein könnte oder gar zu sehen ist. Zum Nachdenken regen ebenfalls die direkt nebeneinander hängenden „Hetzaufkleber“ der Nationalsozialisten aus dem Jahre 1933 und die von der NPD in den letzten Jahren in Umlauf gebrachten Sticker an.

Aufkleber sind hervorragend dazu geeignet, um anonym Botschaften zu überbringen. Überall treffen wir auf sie, wer mit ihnen seine Meinung kundtun wollte, bleibt allerdings in der Regel im Dunkeln. Dennoch nehmen wir die Mitteilung darauf wahr. Wir bilden uns ebenfalls eine Meinung dazu, die entweder dafür oder eben dagegen ist.

Im Vorfeld der Ausstellung gab es von den Initiatoren Bedenken, ob überhaupt Aufkleber mit derartigen Aussagen ausgestellt werden dürfen und dann auch noch in einer solch großen Zahl. Doch es wurde eine Lösung in Form von gegenpoligen Aufklebern gefunden. So gelingt es immer wieder, die „Macht“ der meist recht radikalen Aussagen zu brechen. Wie im Falle des Aufklebers, der sich gegen Flüchtlinge richtet. Unweit von diesem können Sticker betrachtet werden, die Flüchtlinge willkommen heißen und sich eindeutig gegen Fremdenhass aussprechen.

Bis Ende Juli kann die Ausstellung noch besucht werden. Die gezeigten Ausstellungsstücke stammen unter anderem aus der privaten Sammlung von Wolfgang Haney. Er hat hauptsächlich antisemitische Aufkleber der Nazis zusammengetragen, weil seine Familie selbst von der Verfolgung derselben betroffen war. Haney möchte mit seiner Sammlung die Menschen der Gegenwart mahnen und um erhöhte Aufmerksamkeit bei diesem Thema bitten. Ein weiterer Teil der Exponate stammt von einer Frau, die Aufklebern mit rechten Parolen mit einem Spachtel zu Leibe rückt und diese anschließend in Ordnern aufbewahrt. Sie stellte dem Museum einige ihrer prallgefüllten Aktenordner zur Verfügung.

Museumsdirektor Alexander Koch freut sich sehr darüber, dass die Ausstellung an Aktualität kaum zu übertreffen sein dürfte. Und Friederike Tappe-Hornbostel von der Bundeskulturstiftung ist sich sicher, dass jeder Besucher zukünftig Aufkleber in der Öffentlichkeit mit anderen Augen sehen und die Botschaft dahinter aufmerksamer betrachten wird.

Bildquelle: © Helga Ewert / Pixelio.de

US-amerikanische Polizei schummelte mit einem Sticker von Google

632432_web_R_K_by_Dieter Schütz_pixelio.de (2)Es ist zum Haare raufen! Wie ist es nur möglich, dass selbst von der Polizei genutzte Zivilfahrzeuge immer als Polizeiautos auffallen? Im US-amerikanischen Philadelphia hatte einige Polizisten nun eine scheinbar gute Idee, um ihr Fahrzeug perfekt zu tarnen: Sie klebten einfach einen Sticker an die hintere Scheibe, der das Auto als Street-View-Wagen von Google ausweisen sollte. Dumm nur, dass jene Fahrzeuge etwas anders aussehen. Zwar hatte das Polizeifahrzeug auch außen angebrachte Kameras, der Unterschied war dennoch kaum zu übersehen.

Es dauerte demzufolge auch nicht lange, bis ein Passant darauf aufmerksam wurde, dass hier irgendetwas nicht stimmt. Darüber konnte auch der Sticker mit dem Google-Logo nicht hinwegtäuschen. Den Vorübergehenden machte bereits der Anblick des Wagens stutzig. Ein Blick auf die Zulassung im anderen Fenster brachte ihn noch mehr ins Grübeln. Darauf war die Stadt Philadelphia als Zulassungsinhaber ausgewiesen. Das passte schon gar nicht zu Google. Umgehend erschien ein Bild des bewussten Fahrzeugs auf Twitter. Somit war die Tarnung aufgeflogen.

Nachfragen bei den Behörden ergaben, dass der Wagen weder zur Pennsylvania State Police gehörte, noch einer anderen derartigen Institution zugeordnet werden konnte. Google distanzierte sich gleichfalls davon, dass das Auto zu seiner Street-View-Flotte zählt. Schließlich wurde die städtische Polizei als Besitzer des Fahrzeugs ausgemacht. Diese erklärte, dass der Sticker von der Fahrzeugbesatzung eigenmächtig und ohne Wissen der Vorgesetzten an der Seitenscheibe aufgeklebt wurde. Selbstverständlich wurde der Aufkleber sofort entfernt. Welche Strafe die betreffenden Ordnungshüter erwartet, wurde nicht bekannt.

Es handelte sich übrigens um ein Überwachungsfahrzeug, welches die Kennzeichen vorbeifahrender Autos zu Analysezwecken scannt. Die Technik erfasst mehrere tausend Nummernschilder in einer Minute. Die gesammelten Daten dürfen in den USA ein Jahr lang gespeichert werden. Die Kameras halten neben dem Kennzeichen weiterhin das Datum, die GPS-Koordinaten sowie die Zeit fest. Außerdem wird ein Bild des Fahrzeugs und dessen Umgebung aufgenommen. Die Nutzung der gesammelten Daten ist dementsprechend auf vielfältige Weise möglich.

Dass auch ein rechtmäßig angebrachter Sticker von Google kein Freifahrtschein ist, die Erfahrung mussten in der Vergangenheit schon mehrere Menschen machen. So beging etwa im Jahre 2013 der Fahrer eines offiziellen Google-Street-View-Fahrzeugs mit demselben in Indonesien nach einem Unfall Fahrerflucht und lieferte sich eine wilde Verfolgungsjagd mit der dortigen Polizei. Dabei beschädigte er weitere Autos. Auslöser war ein minimal beschädigter Minivan, dessen Reparatur umgerechnet etwa 13 Euro gekostet hätte. Der auf der Flucht entstandene Schaden dürfte um einiges höher gewesen sein.

Das Projekt „Street View“ stößt weltweit auf geteilte Meinungen. Einerseits ist von Datenklau und totaler Überwachung die Rede, andererseits hat es einige Erfolge zu feiern, für die es eigentlich gar nicht ins Leben gerufen wurde. In Großbritannien konnte die Polizei 2010 einen Autodieb dank Googles Street View dingfest machen. Just als dieser einen Wohnwagen stahl, fuhr ein Google-Street-View-Fahrzeug vorbei und machte ein Foto von ihm. Aufgeklärt werden konnte der Diebstahl allerdings erst ein Jahr später, als der Eigentümer des Wohnwagens sein Fahrzeug und den Dieb daneben bei Street View am Tatort entdeckte. Dank des gut erkennbaren Bildes des Mannes konnte die Fahndung nach dem Täter nun endlich schnell abgeschlossen werden. Ein Jahr zuvor verliefen die Nachforschungen erfolglos.

Bildquelle: © Dieter Schütz / Pixelio.de

QR Codes, frische Küche, Panoramafenster: das bieten Jugendherbergen heute

681261_web_R_K_B_by_SuBea_pixelio.de (2)Jugendherbergen haben es in der Gegenwart nicht leicht. Ihnen haftet der Ruf als Anlaufstelle für Schulklassen und Jugendgruppen an. Einen erholsamen Urlaub kann sich wohl kaum jemand inmitten einer Horde von vergnügungssüchtigen jungen Menschen vorstellen. Doch die Jugendherbergen wollen auch für andere Zielgruppen interessant werden. Dafür ziehen sie nicht nur mit günstigen Preisen in den Kampf.

Die Stuttgarter Jugendherbergen konnten sich gerade wieder über einen enormen Zuspruch freuen. Anlass war das Frühlingsfest, das weit über die Stadtgrenzen hinaus bekannt ist. Die 155 Betten in der Jugendherberge am Neckarpark waren fast vollständig belegt. Bei den 309 Betten in der Haußmannstraße sah es ähnlich aus. Beide Häuser stehen unter der Leitung von Gerrit de Vries und seiner Frau Marlies. Der gebürtige Holländer hat ehrgeizige Ziele, um das Übernachten in seinen Jugendherbergen attraktiver zu machen. Schon jetzt fallen ihm ein paar gute Gründe ein, warum eine Jugendherberge die ideale Unterkunft ist. So etwa, dass seine Herbergen 365 Tage im Jahr geöffnet haben und daher immer für Übernachtungen zur Verfügung stehen.

Das Berufsbild des Herbergsleiters hat sich in den letzten Jahren enorm gewandelt, erzählt de Vries. Mit insgesamt 464 Betten und einem Mitarbeiterstab von 60 Leuten ist ein durchdachtes Management das A und O. Die Aufgaben der Herbergseltern ähneln daher stark dem Aufgabengebiet eines Hotelmanagers. In der Küche schwingt der Hausherr höchstpersönlich den Kochlöffel. De Vries ist gelernter Koch und das können seine Gäste jeden Tag spüren. Er kredenzt täglich frisch zubereitete Köstlichkeiten. Jede Zutat wird vom ihm selbst eingekauft und anschließend verarbeitet. De Vries möchte den Besuchern seiner Häuser was Besonderes bieten. Mit seinen Gaumenfreuden aus der nationalen und internationalen Küche hat er damit schon einmal einen Schritt in die richtige Richtung getan.

Die Stuttgarter Jugendherbergen sind längst nicht mehr nur einfache Übernachtungsmöglichkeiten. Sie können durchaus mit einem Hotel mithalten, wenngleich sie natürlich nicht einem Sternehaus Paroli bieten können. Trotzdem erfreuen sie sich mittlerweile bei allen Generationen großer Beliebtheit. Familien mit Kindern zählen ebenso zu den Gästen wie Geschäftsreisende und eben junge Menschen, die preiswert übernachten und sich amüsieren wollen. Dennoch geht es friedlich und ruhig zu.

Das Haus in der Haußmannstraße punktet mit seiner Ausstattung und seiner Aussicht. Jedes der Zimmer verfügt über eine eigene Nass-Zelle. Gemeinschaftsduschen gehören seit dem Umbau im Jahr 2003 der Vergangenheit an. Ein anderes Highlight sind die Panoramafenster, die bis zum Zimmerboden reichen und einen tollen Ausblick über die Stadt gewähren. Das kennt man sonst nur von teuren Hotels in weltberühmten Metropolen.

Seit 2000 hat das Ehepaar de Vries seine Zelte in Stuttgart aufgeschlagen. Für das Deutsche Jugendherbergswerk (DJH) arbeiten sie seit 1981. Vor den Stuttgarter Jugendherbergen leiteten sie die Jugendherberge in Hallwangen im Schwarzwald. Die Erfahrung ist ihnen anzumerken. Im letzten Jahr konnten sie mehr als 100.000 Übernachtungen in ihren beiden Stuttgarter Häusern zählen. Ein respektables Ergebnis für eine beziehungsweise zwei Jugendherbergen.

Wichtig ist den Herbergseltern, dass sie jedem etwas bieten können. Verschiedene Sportangebote zum Beispiel oder die Berücksichtigung von speziellen Wünschen beim Essen. Um den ständig zunehmenden Allergien und Unverträglichkeiten Rechnungen zu tragen, wurden am Buffet QR Codes angebracht. Sie geben bekannt, was in den einzelnen Gerichten enthalten ist. Natürlich verfügen die Herbergen auch über einen Internetzugang für ihre Gäste.

Bildquelle: © SuBea / Pixelio.de

QR-Codes erobern Museen, die Kunst und Friedhöfe wie im Sturm

725775_web_R_K_B_by_Christina Schmid_pixelio.de (2)Mit den QR-Codes ist es wie mit vielen anderen modernen Techniken: Erst begegnet man ihnen mit großer Skepsis und Zurückhaltung, dann plötzlich wollen sie alle nutzen. Derzeit erleben die Codes überall einen Boom: Museen, Sehenswürdigkeiten, Straßenschilder und sogar Grabsteine werden immer häufiger mit ihnen ausgestattet.

Die Fans des 1. FC Kaiserslautern können beispielsweise nun auch mit Hilfe von QR-Codes im Vereinsmuseum auf Spurensuche in der Geschichte ihres Lieblingsvereins gehen. Mit Beginn der Rückrunde konnte der aufmerksame Besucher zunehmend die schwarz-weißen Quadrate auf den Vitrinen und Ausstellungsstücken bemerken. Werden sie gescannt, geben sie viele interessante Informationen über das jeweilige Exponat preis.

Hinter manchen QR-Codes sind kurze Videos hinterlegt. Wer sie benutzt, kann etwa legendäre Spielszenen noch einmal erleben, sich anschauen, wie der begehrte DFB-Pokal hergestellt wird und der Übergabe desselben bei der Siegerehrung an den FCK beiwohnen. Schließlich wurde der Verein bereits zwei Mal Pokalsieger und gewann vier Mal die Deutsche Meisterschaft. Da gibt es jede Menge denkwürdige Szenen, die in Form eines QR-Codes festgehalten werden können.

Aber auch Misserfolge werden thematisiert, denn es herrschte nicht immer eitel Sonnenschein in der über 100-jährigen Clubgeschichte. So stieg das Gründungsmitglied der Bundesliga nach mehr als 30 Jahren in dieser in der Saison 1995/96 ab, um in der darauffolgenden Saison wieder in der Bundesliga aufzulaufen und 1998 den vierten Meistertitel zu holen. Von der Saison 2006/07 bis zur Saison 2009/10 spielte man wiederum nur zweitklassig, um ab der Saison 2010/11 endlich wieder in der Bundesliga dauerhaft zu Gast zu sein. Der Liebe der Fans tat das keinen Abbruch und so möchte das FCK-Museum ebenfalls ihnen mit der Einführung der QR-Codes danken, indem unter anderem die schönsten Fangesänge digital verewigt wurden.

Das Museum befindet sich auf dem Gelände des Fritz-Walter-Stadions und wurde im Juli 2011 eröffnet. Es öffnet jeweils zu Heimspielen zwei Stunden vor dem Anpfiff und hat bis eine halbe Stunde vor diesem geöffnet.

In der Kunstszene erfreuen sich die Codes gleichfalls wachsender Beliebtheit. Das letzte Werk des Streetartkünstlers Banksy versah dieser höchstpersönlich mit einem QR-Code, der zu einem Video führt, welches einen vor wenigen Wochen erfolgten Tränengaseinsatz gegen Flüchtlinge im französischen Calais zeigt. Der Brite hat sich bereits mehrfach künstlerisch mit der Flüchtlingskrise auseinandergesetzt. Der betreffende Code ist an einer Londoner Wand angebracht, die der Künstler mit der “Les Misérables” – Romanfigur Cosette besprühte. Jene befindet sich mitten in einer Wolke aus Tränengas.

Sweza, ein Kollege von Banksy aus Berlin, nutzt ferner die Macht der QR-Codes, wenngleich auch zu einem anderen Zweck. Er sieht die direkte Verbindung zum Internet wie eine Erweiterung des Ortes für die Kunst an, denn die virtuelle Welt hat kaum Grenzen und stellt deshalb ausreichend Raum zur Verwirklichung von Ideen zur Verfügung. Außerdem macht er seine verwendeten Codes selbst zu einem kleinen Kunstwerk.

Der Friedhof in der Ascherslebener Schmidtmannstraße informiert seit gut zwei Jahren mit Hilfe von QR-Codes über regionale Persönlichkeiten, die hier ihre letzte Ruhestätte haben. Der sogenannte Erinnerungspfad wird regelmäßig erweitert. Die Codes führen auf eine Webseite, auf der historische Fotos und wissenswerte Informationen von ortsansässigen Heimatgeschichtlern zusammengetragen wurden. Zu den neu in den Reigen Aufgenommenen zählen beispielsweise der Maler und Grafiker Heinrich Rademacher, der Heimatforscher Gerhard Stolle sowie der Arzt und Autor Paul Geish.

Bildquelle: © Christina Schmid / Pixelio.de

Moderne Raumgestaltung: Fototapete liegt (wieder) im Trend!

Die digitale Fotografie eröffnet uns zahlreiche Möglichkeiten. Und dank entsprechender Computertechnik wird die Bandbreite der daraus resultierenden Fotoprodukte immer größer. Was es da nicht alles bereits gibt: Tassen, Kissen, Hüllen für Smartphones und dergleichen mehr. Fototapeten erfreuten sich bereits vor einigen Jahren großer Beliebtheit, dann flaute allerdings das Interesse wieder ab. Jetzt feiert diese individuelle Raumgestaltungsvariante ihr Comeback. Woran das liegen mag, ist nicht eindeutig geklärt, es ist aber davon auszugehen, dass es die persönlichen Motive sind, mit denen die Tapete heute bedruckt werden kann.

Früher waren es ähnlich wie bei Postkarten zwar auch traumhafte Motive, ihnen fehlte aber etwas Entscheidendes: ihre Einzigartigkeit. Wer eine Fototapete kaufte, konnte sich nicht sicher sein, ob er diese nicht irgendwann irgendwo bei jemand anderem an der Wand hängen sehen würde. Heute ist das anders. Fällt die Entscheidung auf eine Fototapete, dann wird gleich das gewünschte Motiv bei der Aufgabe der Bestellung mitgeliefert. Das ist genauso einfach wie bei jedem anderen Fotoprodukt. Während des Bestellvorgangs wird an passender Stelle eine Datei vom eigenen Computer, dem Handy oder direkt von der Kamera hochgeladen. Außerdem legt der Besteller die Größe seiner ganz persönlichen Tapete selbst fest. Einzigartiger geht es wohl kaum.

Erst kürzlich befasste sich Ökotest mit Fototapeten. Augenmerk lag auf den Drucktechniken, der Schadstoffbelastung und dem Handling beim Anbringen an der Wand. Zugleich wurde ein Blick auf die Vorlieben der Verbraucher bezüglich der Motive geworfen. Zu verzeichnen sind verschiedene Strömungen. Es gibt tatsächlich diejenigen, die sich mit einer solchen Tapete ihre persönliche Traumlandschaft ins Haus holen. Andererseits werden aber auch grafische Motive oder Cityskylines wie etwa die Skyline von New York geordert. Hier gehen bedruckte Leinwände und Fototapeten fast ineinander über, denn nicht immer ist es gleich eine Tapete, die an die Wand kommt. Großformatige Leinwandbilder sind gleichfalls überaus begehrt. Hinsichtlich der Maße sind kaum Grenzen gesetzt, weshalb die Übergänge von Leinwandbild zu Fototapete nahezu fließend sind. Unterschiede herrschen dagegen in der Art der Anbringung. Das Leinwandbild wird aufgehängt, die Fototapete üblicherweise wie eine herkömmliche Tapete mit Kleister dauerhaft an der Wand befestigt.

Fototapeten werden zumeist aus speziellem, sehr reißfestem Papier oder Vlies gefertigt. Oft wird sogenanntes Bluebackpapier verwendet. Das ist ein Papier mit einer blauen Rückseite, die das Durchscheinen von Wandstrukturen und Motiven verhindert. Zum Anbringen der Tapete wird diese eingekleistert und abgewartet, bis der Kleber die Tapete eingeweicht hat. Dann wird die Tapete an der Wand angebracht. Für die strapazierfähigen und besonders reißfesten Vliestapeten, die darüber hinaus maßstabil sind, wird der Kleister auf die Wand aufgetragen und anschließend die Tapete darauf geklebt.

In der Vergangenheit wurden Fototapeten mittels Offsetdruck hergestellt. Dies hatte zur Folge, dass sich die Motive aus mehreren Bögen zusammensetzten und bei der Anbringung genau auf den Verlauf geachtet werden musste. Das ist längst nicht mehr der Fall. Quasi im Endlosdruck werden Fototapeten in allen erdenklichen Größen produziert. Der Drucker druckt das Motiv auf das entsprechende Material, was auf großen Rollen nahezu unendlich zur Verfügung steht. Am Ende wird es auf die gewünschte Länge zugeschnitten und der Verbraucher erhält lediglich eine Bahn. Bei besonders großen Motiven ist es deshalb empfehlenswert, einen Tapezierhelfer zu organisieren. Mit zunehmender Größe steigt nämlich auch das Gewicht der Tapete.

Bildquelle: © Jetti Kuhlmann / Pixelio.de

Erstes Poster und Trailer zu „The Bodyguard“ erschienen

608061_web_R_K_B_by_PeterFranz_pixelio.de (2)Poster und Trailer zu neu angekündigten Kinofilmen werden von der Fangemeinde immer sehnsüchtig erwartet. Nun sind brandneu ein erstes Poster und ein Trailer zum angeblich „besten Actionfilm der vergangenen 20 Jahre“ erschienen. Sein Titel: „The Bodyguard“. Wer nun unweigerlich an Kevin Costner und Whitney Houston denkt, wird herb enttäuscht sein. Die beiden Filme haben nichts miteinander gemein, denn „The Bodyguard“ ist ein Actionfilm, bei dem sich alles um die Kampfkunst Kung-Fu dreht. Um eine schöne Frau, die gerettet werden muss, geht es zwar auch, ob das allerdings so romantisch ist, wie einst bei Houston und Costner, sei dahingestellt.

Die Macher von „The Bodyguard“ haben ihren Film auf alle Fälle erst einmal „ganz bescheiden“ angekündigt und wecken damit berechtigtes Interesse. Bleibt nur zu hoffen, dass sie ihr Versprechen dann auch halten können. Der Trailer stößt bislang auf geteilte Meinungen. Das Poster indes geizt nicht mit einer auffälligen Gestaltung. Vorwiegend in Rot gehalten zeigt es einen Wolf mit glühenden Augen, zwei hübsche Frauen und im unteren Teil eine Kampfszene, die die Herzen der Kampfkunstfans höher schlagen lassen dürfte. Vor dieser prangt ein in Schwarz-Weiß gehaltener Kung-Fu-Kämpfer, der eine schwere Kette um seine überdimensional große, vorgereckte, linke Faust geschlungen trägt. Geheimnisvoll, kraftvoll und zu allem bereit mutet jener an.

Damit passt das Poster gut zum Film. Schließlich geht es um formvollendete Martial-Arts-Action. Yue Song nimmt dafür im Regiestuhl Platz und ist auch vor der Kamera als Hauptdarsteller Wu-Lin zu sehen. Derzeit findet in Berlin die „European Film Market“ statt. Sie ist eine der größten Messen für Filmrechte. Man darf dementsprechend von einer gewissen Fachkunde des Publikums ausgehen. Dieses feiert Song nach der Sichtung des filmischen Begleitmaterials bereits als nächsten Bruce Lee. Willkommene Vorschusslorbeeren, die eine hervorragende Werbung für den Film sind.

Nun kurz zu dessen Handlung: Der junge Wu-Lin ist Nachkomme eines altehrwürdigen Clans. Als sein Meister stirbt, begibt er sich auf die Suche nach einem neuen Schüler in die große Stadt. Dort ist das Leben hart. Um seinen Unterhalt bestreiten zu können, heuert er als Leibwächter der schönen Fei-Fei an. Doch obwohl er ein erfahrener Kämpfer ist, kann es der Bodyguard nicht verhindern, dass diese entführt wird. Aufgeben kommt aber für Wu-Lin nicht in Frage. Er ist fest entschlossen, die Frau zu befreien und zurückzuholen. Dabei tut er das, was er nun einmal am besten kann: kämpfen.

Neben Yue Song sind Xing Yu – hat mitgewirkt in „Kung Fu Killer“, „Kung Fu Hustle“ und „Way of the Warrior“ – sowie Collin Chou – bekannt aus „Matrix Reloaded“ und „Marco Polo (2014)“ – zu sehen. An spektakulären Kampfszenen sollte es angesichts dieser Besetzung also nicht mangeln. Was sonst noch erwartet werden darf, wird sich in den nächsten Monaten zeigen. Bekanntermaßen lassen nach dem ersten Poster und Trailer weitere Veröffentlichungen nicht lange auf sich warten. Aktuell haben die Dreharbeiten zu „The Bodyguard“ gerade erst begonnen. Ein Starttermin steht bisher nicht fest. Wer einen ersten Blick erhaschen möchte, der hat durch das Anschauen des etwa 2 Minuten und 40 Sekunden langen Trailers die Gelegenheit dazu. Der ist auf alle Fälle ein Leckerbissen für Freunde des Kung-Fus.

Bildquelle: © PeterFranz / Pixelio.de

Der Schwindel auf den Etiketten von Lebensmitteln nimmt kein Ende

733308_web_R_K_B_by_Juergen Jotzo_pixelio.de (2)Diese Zahlen sollten zum Nachdenken anregen: Laut einer Umfrage von TNS Emnid im Auftrag des Bundesernährungsministeriums sind zwar 79 Prozent der Bundesbürger mit der Qualität der Lebensmittel zufrieden, allerdings haben gerade einmal 29 Prozent der Umfrageteilnehmer Vertrauen zur Lebensmittelindustrie. Doch zu stören scheint diese das wenig.

Die Missverständnisse beginnen bereits bei den Etiketten auf den Lebensmitteln. Denn was darauf geschrieben steht und was der Verbraucher darunter versteht, unterscheidet sich oft völlig. Ein Klassiker ist der Fruchtjoghurt, der trotz seiner vermeintlich eindeutigen Bezeichnung überhaupt keine Früchte enthalten muss. Ein richtiger Fruchtjoghurt hat einen Fruchtanteil von 6 Prozent. Ein Joghurt mit Fruchtzubereitung kommt mit 3,5 Prozent aus. Ein Joghurt mit Fruchtgeschmack soll lediglich nach Frucht schmecken und das tut er durch den Zusatz von Aromen wesentlich intensiver als mit echten Früchten. Warum also sollten dann selbige unbedingt enthalten sein?

Das Portal „Lebensmittelklarheit“ beschäftigt sich unter anderem mit Etikettenschwindel bei Lebensmitteln. Ungefähr 40 bis 50 Hinweise gehen pro Woche von Verbrauchern ein. Rund die Hälfte davon wird als durchaus berechtigt angesehen. Auf die Meinung und die Zufriedenheit der Verbraucher scheint die Lebensmittelindustrie allerdings nicht allzu viel Wert zu legen. Zwar sei das grundsätzliche Problem laut dem Jahresbericht der Bundesvereinigung der Deutschen Ernährungsindustrie (DVE) erkannt, aber weiter ist in dem Bericht zu lesen, dass eine Beseitigung desselben eine zunehmende kostenintensive Produktregulierung nach sich ziehen könne und Außenstehende ohnehin ein verzerrtes Bild von der Lebensmittelindustrie hätten. Eindeutige, für den Verbraucher verständlichere Kennzeichnungen wären schon einmal ein guter und sicher wenig aufwändiger Anfang.

Grund zur Eile besteht allerdings nicht, denn tiefgreifende Konsequenzen sind kaum zu befürchten und falls doch, treten sie nicht plötzlich in Kraft, sondern man kann sich in Ruhe darauf vorbereiten. Kommt es beispielsweise zu einem Gerichtsverfahren, dauert es bis zu einer Entscheidung oft Jahre. So geschehen im Fall Teekanne, der Anfang Dezember letzten Jahres endlich seinen Abschluss fand. Das „Felix Himbeer-Vanille-Abenteuer“, das gemäß Herstellerangaben „nur natürliche Zutaten“ enthält, darf nicht mehr so heißen, denn die im Namen enthaltenen und auf der Verpackung abgebildeten Zutaten sind gar nicht drin. Himbeeren und Vanille wurden durch Hibiskus, Brombeerblätter und Äpfel ersetzt. Für den passenden Geschmack sorgten Aromen. Die Gestaltung der Verpackung und der Name suggerierten dem Verbraucher jedoch einen Tee aus Himbeeren und Vanille.

Ein Verbraucherverband hatte den Teehersteller wegen bewusster Irreführung verklagt. Das Verfahren lief durch insgesamt vier Instanzen. Das Landgericht Düsseldorf fällte im März 2012 ein Urteil, wonach der Fall nach eingelegter Berufung durch die Beklagte ein Jahr später vor dem Oberlandesgericht Düsseldorf verhandelt wurde. Schließlich sollte sich der BGH damit beschäftigen. Jener setzte das Verfahren erst einmal aus und rief wiederum den EuGH an. Nach Rückmeldung des EuGH hob der BGH das Urteil des Oberlandesgerichts wieder auf und erklärte das Urteil des Landgerichts für rechtskräftig, welches der Unterlassungsklage des Verbraucherverbands stattgegeben hatte. Zwar hat dieser nun für die Verbraucher einen Sieg errungen, doch die vergangene Zeit war eindeutig zu lang.

Da eine Veränderung der Gesetze mindestens ebenso lange und meistens noch länger dauert, können sich die Lebensmittelhersteller sozusagen beruhigt zurücklehnen. Schließlich gehören Essen und Trinken zu den Grundbedürfnissen des Menschen, sodass Lebensmittel immer gekauft werden, egal, ob die Angaben auf den Etiketten verständlich sind oder nicht.

Bildquelle: © Juergen Jotzo / Pixelio.de

Mogelpackung des Jahres 2015 gewählt: Wenn Etiketten was anderes erzählen

714381_web_R_K_B_by_Denise_pixelio.de (2)Vom 4. bis 22. Januar rief die Verbraucherzentrale Hamburg zur Wahl der Mogelpackung des Jahres 2015 auf. Am Montag, dem 25. Januar, wurde der „Sieger“ bekanntgegeben. Insgesamt standen fünf Produkte zur Wahl. Das Rennen machte die Bebe Zartcreme von Johnson & Johnson. Mehr als 30 Prozent der Stimmen erhielt sie und dafür gab es mehrere Gründe.

Erst einmal wurde in den letzten drei Jahren drei Mal die Füllmenge in den verschiedenen Packungen verringert. Gab es anfangs noch Dosen mit 250 ml Inhalt, wurden später daraus 150 ml. Die 75 ml – Dosen wurden auf 50 ml reduziert, bei den 30 ml – Dosen kamen nur noch 25 ml hinein. An sich kein Grund zur Beanstandung, wenn gleichzeitig auch der Preis angepasst wird.

Hier allerdings war das Unternehmen eher spendabel als sparsam: In zwei Fällen blieben die Dosen gleich groß, sie wurden nur mit weniger Creme gefüllt. Für einen teureren Preis wurden aber letztendlich alle drei Dosen verkauft. Im Endeffekt ergab sich aus der Reduzierung der Füllmenge im Gleichschritt mit dem Anziehen der Preise eine bis zu 84-prozentige Preissteigerung.

Gemogelt wurde weiter bei den Etiketten. Dort tauchte nämlich plötzlich der Konservierungsstoff Phenoxyethanol auf. Bis dato kam die Bebe Zartcreme komplett ohne derartige Stoffe aus.

Geschummelt wird auch kräftig auf dem zweiten Platz, den sich mit 25,4 Prozent der Tassimo Latte macchiato classico von Jacobs Douwe Egberts sicherte. Der Ärger der Verbraucher ist hier ebenfalls berechtigt. Das Kaffeegetränk erlebte wie der Erstplatzierte eine Reduzierung der Füllmenge, zugleich ging die Qualität herunter. Anstelle von echter Milch ist nun eine Mischung aus verschiedenen Milchbestandteilen enthalten, die zudem nur mit dem Verdickungsmittel Gummi arabicum (E 414) zusammenhalten.

Dem drittplatzierten Heinz Curry Ketchup wurde gleichfalls eine Füllmengenreduzierung mit einer gleichzeitigen (wenn auch nur geringfügigen) Preiserhöhung zum Verhängnis. Bis zu 28 Prozent mehr muss der Verbraucher dafür zahlen. Über 20 Prozent der Abstimmungsteilnehmer hatten diesem Produkt ihre Stimme gegeben.

Für die viertplatzierte Zahnpasta Dentagard von Colgate Palmolive und den fünftplatzierten Herta Finesse Schinken von Nestlé sieht es zwar mit 11,2 Prozent beziehungsweise 10,6 Prozent etwas rosiger aus, doch schon allein die Nominierung für die Wahl zur Mogelpackung des Jahres sollte den Herstellern genug Anlass zum Nachdenken sein.

Bei der Zahnpasta muss man als Verbraucher schon sehr genau hinschauen, um eine Veränderung zu bemerken. Das Design der Tube ist das gleiche geblieben, die Rezeptur ebenfalls. Nur bei der Füllmenge stehen jetzt statt 100 nur noch 75 ml und diese ist nun auf der Rückseite der Tube aufgebracht. Das macht eine satte Preiserhöhung von über 30 Prozent, die sich ferner beim Herta Finesse Schinken ergibt.

Hier ging der Hersteller aber deutlich trickreicher vor. Im Gleichzug mit der Füllmengenreduzierung wurde auch der Preis gesenkt. Allerdings fiel die Preissenkung wesentlich geringer aus als die Verminderung der Füllmenge. Die Verbraucher haben es trotzdem bemerkt, wie die Verbraucherzentrale Hamburg anlässlich der enormen Beteiligung an ihrer Abstimmung feststellen konnte. Mit den über 26.000 Teilnehmern wurde eine sechs Mal größere Teilnehmerzahl gegenüber dem vergangenen Jahr erreicht.

Seit zehn Jahren führt die Verbraucherzentrale Hamburg nunmehr ihre Mogelpackungsliste, die mittlerweile 114 Seiten umfasst und in der schätzungsweise 1.000 Produkte verzeichnet sind. Die Liste kann im Internet eingesehen werden.

Bildquelle: © Denise / Pixelio.de

Gar nicht konservativ: Das Bistum Osnabrück setzt auf den modernen QR Code

473712_web_R_K_B_by_Margot Kessler_pixelio.de (2)Das Bistum Osnabrück zeigt sich weltoffen und aufgeschlossen gegenüber der Digitalisierung. Neben der Internetseelsorge reift nun ein neuer Plan in den Köpfen der Verantwortlichen heran: Zukünftig möchte man an kirchlichen Orten per QR Code originelle Geschichten verfügbar machen und so den Menschen die Kirche und den Glauben besser verständlich machen. Rainer Gelhot, dem die Seelsorge via Internet beim Bistum unterliegt, spricht von einem bundesweit bisher einmaligen Angebot. Es trägt übrigens den Namen „Kirche am Weg“. Ziel ist es, mehr für die Außendarstellung zu tun, indem man Einblicke in das Innere gewährt.

Vorgestellt wurde das Projekt kürzlich in der St. Maria Rosenkranzgemeinde, die dem Stadtteil Schinkel zugehörig ist. Für den Anfang werden an insgesamt 16 Orten mit kirchlichem Bezug in der ganzen Stadt Schilder angebracht, die die typischen schwarzweißen Muster aufweisen. Jene bringen nach dem Scannen mit einer passenden App sowie einem mobilen Endgerät wie einem Smartphone oder Tablet die dort hinterlegten Informationen direkt auf den Bildschirm des Nutzers.

Seinen QR Code bezeichnet das Bistum Osnabrück als eine Art „Eintrittskarte“. Allerdings berechtigt sie nicht zum Eintreten in das jeweilige Gebäude, an dem der Code angebracht ist. Vielmehr möchte das Bistum seine Besucher in die Geschichte desjenigen entführen und sie auf eine Reise durch die Zeit einladen. In der St. Josephskirche in der Neustadt bedeutet das beispielsweise, dass der Gast dieses Hauses weiterführende Hintergrundinformationen darüber erhält, wie einst das Pfarrheim des Gotteshauses errichtet wurde. Natürlich darf sich der Interessent auch in der Kirche umsehen. Der Eintritt ist frei und nicht daran gebunden, den QR Code davor zu nutzen. Auch an der Sutthausener Klosterkapelle wird bald ein QR Code zu finden sein. Er greift die Glocke läutenden Nonnen als Thema auf.

Gelhot betont, dass es für ihn und seine Mitstreiter überaus wichtig war und ist, dass es sich bei dem Projekt nicht um einen digitalen Kirchenführer handelt. Es gehe einzig und allein um das Leben der Menschen an kirchlichen Orten. Man möchte den Glauben kommunizieren und damit ebenfalls außerhalb von diesem lebende Personen ansprechen.

Zurzeit verbergen sich hinter den QR Codes ausschließlich Bilder und Texte. Es ist aber geplant, zu einem späteren Zeitpunkt ebenfalls kurze Videos zu hinterlegen. Helfer für eine Ausweitung des Projekts sind übrigens jederzeit herzlich willkommen. Gelhot und seine Kollegin Julia Kühling sind stets auf der Suche nach neuen interessanten Geschichten vom Leben und Glauben an kirchlichen Orten. Wer etwas dazu beitragen möchte, kann seine Story auf maximal einer DINA4-Seite zu Papier bringen und anschließend einreichen. Die redaktionelle Bearbeitung übernehmen Kühling und Gelhot. Sie geben ebenfalls die Erstellung des QR Codes in Auftrag. Die anfallenden Kosten werden vom Bistum übernommen. Für die Orte gibt es als einzige Vorgabe, dass sie einen Bezug zur Kirche haben müssen. Ob es nun eine Kirche, ein Kloster oder ein Kreuz am Wegesrand ist, über das berichtet wird, ist unerheblich. Infos über das Projekt und die E-Mail-Adresse zum Einreichen der Geschichte können über das Internet auf kirche-am-weg.net abgefragt werden.

Angst um die Sicherheit der Daten bei der Nutzung der QR Codes muss sich niemand machen. Es wird weder erfasst, ob der Code gescannt wurde, noch wann das der Fall war.

Bildquelle: © Margot Kessler / Pixelio.de

Poster zur Neuverfilmung von Anne Franks Tagebuch veröffentlicht

561428_web_R_K_B_by_Petra Bork_pixelio.de (2)Das Schicksal des jüdischen Mädchens Anne Frank bewegte Menschen auf der ganzen Welt. Viele haben ihr Tagebuch gelesen, andere wiederum haben sich die Verfilmungen desselben angeschaut. Für den 3. März 2016 ist eine weitere angekündigt. Regie führte Hans Steinbichler. Das Drehbuch, basierend auf dem Original-Tagebuch der jungen Jüdin und persönlichen Aufzeichnungen ihrer Familie, stammt aus der Feder von Fred Breinersdorfer. Jener lieferte bereits die Vorlage zu „Sophie Scholl – Die letzten Tage“ und ist daher bestens mit dem sensiblen Thema Nationalsozialismus und seine Opfer vertraut. Einen ersten Einblick in die Neuverfilmung mit dem altbekannten Titel „Das Tagebuch der Anne Frank“ gewähren ein gerade erschienenes Poster und einige zeitgleich veröffentlichte Szenen-Bilder.

In die Rolle der Anne Frank schlüpfte Lea van Acken, die im letzten Jahr die Hauptrolle in dem Drama „Kreuzweg“ spielte. Van Acken ist ebenfalls auf dem aktuellen Poster zu sehen. Der 2016 in den Kinos anlaufende Film soll neue, bisher unbekannte Eindrücke aus dem Leben der Familie Frank in ihrem Versteck vermitteln. Anne Frank wurde 1929 in Frankfurt am Main geboren. Ihr Vater Otto Heinrich Frank war Kaufmann, ihre Mutter Edith Frank-Holländer entstammte ebenfalls einer Kaufmannsfamilie. Auf der Flucht vor den Nazis begibt sich die Familie ins Exil nach Amsterdam und wägt sich dort in Sicherheit. Doch diese Annahme erweist sich bald als trügerisch.

Als die Deutschen die Niederlande besetzen, verstecken sich die Franks mit Hilfe einer Freundin im Hinterhaus des Familienunternehmens. Anne feiert ihren 13. Geburtstag und bekommt ein Tagebuch geschenkt. Es ist der Anfang des legendären „Tagebuchs der Anne Frank“. Fortan hält das Mädchen alles darin fest und schafft damit ein einmaliges Zeitzeugnis, das schonungslos über die Verfolgung der Juden durch die Nazis berichtet. Offen und ehrlich schreibt Anne Frank über ihre Angst vor dem Entdecktwerden, über den Versuch, ein alltägliches Leben im Versteck zu führen, über die Bombenangriffe in der Nacht und über den Moment, als das Unfassbare wahr wird und die Deutschen zur Tür hereinkommen. Zugleich ist das Buch aber auch ein Bericht über das Erwachsenwerden, über den Teenageralltag während des Zweiten Weltkriegs und über das erste Verliebtsein.

Mehr als zwei Jahre gelang es den Franks, sich vor den Nazis zu verbergen. Im Laufe der Zeit kamen die Familie Pels und der Zahnarzt Fritz Pfeffer hinzu. Die acht Personen lebten auf engstem Raum zusammen, bis sie am 4. August 1944 verraten und von der Gestapo abgeholt wurden. Am 2. September 1944 wurden die Familie Frank und die Familie Pels mit einem Sammeltransport ins Konzentrationslager Auschwitz gebracht. Die beiden Mädchen Anne und Margot kamen anschließend ins Konzentrationslager Bergen-Belsen, wo sie Anfang März 1945 – nur wenige Wochen vor der Befreiung des Lagers durch die Briten am 15. April 1945 – starben. Anne war zu diesem Zeitpunkt 15 Jahre alt. Nur ein einziger überlebte das Martyrium der Konzentrationslager. Es war Otto Frank, der nach Amsterdam zurückkehrte und dort das Tagebuch seiner Tochter fand.

Neben Lea van Acken als Anne sind Ulrich Noethen als Vater Otto, Martina Gedeck als Mutter Edith, Stella Kunkat als Annes Schwester Margot sowie Gerti Drassl als Familienfreundin und Helferin Miep Gies in der Neuverfilmung zu sehen.

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