Aufkleber und T-Shirt Blog

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Eine Antwort mit Aufklebern

343596_web_R_K_B_by_Marvin Siefke_pixelio.de (2)Immer wieder sieht man in den Städten die Schilder und Aufkleber „Bekleben Verboten“. An sich ist das schon ein Witz, wenn es sich um einen Aufkleber handelt und dasselbige Verbot ausspricht. Aber darüber hat sich Barbara an sich gar nicht geärgert, sondern viel mehr über den Ton, der mit dem Aufkleber wiedergegeben wird. Sie hat eine Nachricht hinterlassen, die da lautet „Dieser Befehlston verletzt meine Gefühle. Barbara“. Es ist schon richtig, man hätte ja auch einfach sagen können „Bitte keine Aufkleber anbringen. Danke.“ Das hätte sicherlich die Gefühle der Frau nicht verletzt und sie nicht zu dieser Tat verleitet.

Etwas makaber aber dennoch verständlich. Hakenkreuze findet man heute immer wieder an den Häuserwänden. Aber Barbara hat sich darüber nicht aufgeregt, sondern mit einem Aufkleber kommentiert, der Nelson, von den Simpsons zeigt. Dieser streckt den Finger in Richtung des Kreuzes und sagt nur „Ha ha“. Es scheint Barbara mehr daran zu liegen, sich über solche Schmierereien lustig zu machen, denn das ärgert die Verursacher vermutlich mehr, als wenn sich andere darüber ärgern würden.

Auch der Burschenschaft Vineta hat sich eine Nachricht hinterlassen, diese allerdings scheint entweder nur eine Belustigung zu sein oder tatsächlich handelt es sich hier nicht um eine Frau, sondern eher einen Mann. Ihre Mitteilung per Aufkleber lautet: „Hallo Burschen, ich wollte euch freundlich darauf hinweisen, dass ich heute Nacht gegen euer Schild gepinkelt hab. Für eine Frau ist das gar nicht so einfach. Barbara.“ Vermutlich soll es lediglich ein Anstoß für die Burschenschaft sein, um welche genau es sich handelt, das weiß keiner außer Barbara.

Ein Schild, auf dem sämtliche Sportarten verboten sind. Es darf weder Inlineskates, noch Fahrradgefahren werden. Auch das Spielen mit dem Ball wird in jeder Hinsicht verboten. Der Kommentar von Barbara „Kein Wunder, dass Deutschland kaum noch Medaillen gewinnt.“ Und damit hat sich auch vollkommen recht, denn wo sollen denn die künftigen Profis trainieren, wenn an diesem Ort überhaupt nichts erlaubt ist. Und das ist nicht das einzige solcher Schilder, das sie beklebt hat. Gerade die heutigen Kinder sind doch die Profis von morgen und warum wird ihnen verboten, zu spielen?

Die Städte sollten sich über die verschiedenen Verbote und Anmerkungen sowie Schilder die sie angebracht haben wirklich Gedanken machen, welchen Sinn diese ergeben. In einigen Fällen, wie mit dem bekleben verboten Aufkleber. Hier hat die Stadt selbst doch ihr eigenes Verbot gebrochen. Warum sollen sich also andere daran halten?

Ob es Straßenkunst ist oder nur der Versuch der Barbara hier einige Gedankenanstöße zu geben kann nur sie selbst beantworten. Fraglich ist auch, ob es sich hier nicht sogar um eine Straftat handelt, denn sie beschädigt öffentliches Eigentum.

Jetzt hat sie damit begonnen, ihre Werke ins Netz zu stellen. Irgendwann wird das Geheimnis gelüftet, wer sie tatsächlich ist.

Bildquelle: © marvinsiefke / Pixelio.de

Einwurf von Werbung trotz Aufkleber nicht grundsätzlich verboten

498768_web_R_K_B_by_Rainer Sturm_pixelio.de (2)Die Werbung füllt den Briefkasten zweimal die Woche. Gleiches gilt auch für die kostenlosen Stadtanzeiger, die von fleißigen Verteilern für einen sehr niedrigen Lohn verteilt werden. Bei Wind und Wetter muss der Zusteller seine Arbeit machen. Kommen Beschwerden von den Kunden, dann kann sich das negativ auf den Lohn auswirken. Ärgerlich ist es für den Zusteller dann schon, wenn er ständig die Aufkleber „Keine Werbung“ oder „keine kostenlose Zeitung“ lesen muss, denn dann wird er seine Anzeigenblätter nicht los.

Andersrum aber ist es für solche Haushalte ärgerlich, die keine Zeitung oder Werbung haben möchten, und diese trotz des Aufklebers erhalten. Schließlich denkt man sich doch, dass mit dem Kleber „keine Werbung einwerfen“ alles gesagt ist. Aber das stimmt nicht ganz. Steht auf dem Aufkleber nur, dass keine Werbung erwünscht ist, dann darf diese auch nicht eingeworfen werden. Hat aber das Anzeigenblatt einen Teil, der redaktionell ist, dann ist das Einwerfen durch den Zusteller erlaubt. In solchen Fällen handelt es sich nämlich nicht ausschließlich um Werbung.

Aber man kann sich auch vor der kostenlosen Zeitung mit Werbung schützen, wenn dem Aufkleber ein Zusatz beigefügt wird. Das bedeutet, dass solche Haushalte, die weder die Prospekte noch die kostenlose Zeitung wünschen, dieses gesondert mit einem Hinweis am Briefkasten darstellen müssen. Eine weitere Möglichkeit wäre es auch, die Redaktion direkt zu informieren. Hierzu gibt es sogar ein Urteil vom Bundesgerichtshof. Mit dem Urteil (Az.: I ZR 158/11) sagt der BGH, dass Briefkastenwerbung

„… dem Interesse der Verbraucher dient, über das Leistungsangebot des werbenden Unternehmens einen Überblick zu erhalten. Schon deshalb kann nicht von vornherein angenommen werden, der Umworbene lehne diese Art der Werbung ab. Etwas anderes gilt aber dann, wenn der Empfänger ausdrücklich zu erkennen gibt, dass er derartiges Werbematerial nicht zu erhalten wünscht. Eine solche Willensäußerung verlangt grundsätzlich Beachtung durch den Werbenden. Das folgt aus dem Selbstbestimmungsrecht des Betroffenen, das sich gegenüber dem Interesse des Unternehmens an der Werbung durchsetzt. Dem Empfänger steht einmal als Haus- oder Wohnungseigentümer bzw. -besitzer aus §§ 1004, 903, 862 BGB das Recht zu, sich gegen eine Beeinträchtigung seiner räumlich-gegenständlichen Sphäre durch das Aufdrängen von unerwünschtem Werbematerial zur Wehr zu setzen.“

Wer trotz eines Aufklebers Werbung einer Firma in Form eines Handzettels oder einer Wurfsendung bekommt, der darf diese verklagen. Wichtig ist hier aber, dass der Vermerk „Keine Werbung einwerfen“ an der Haustür oder dem Briefkasten für den Zusteller gut sichtbar aufgeklebt ist.

Anders sieht es aus, denn die Werbung persönlich adressiert ist. Dann ist die Post oder der Zusteller verpflichtet, die Werbung auszuliefern. Hier kann auch der Aufkleber nicht helfen. In solchen Fällen muss der Empfänger sich direkt an die Firma wenden und hier deutlich machen, dass eine solche personalisierte Werbung nicht erwünscht ist. Am besten ist dies schriftlich zu erledigen, sodass man für die späteren Fälle und das Vorhaben einer Klage auch nachweisen kann, dass diese als unerwünscht deklariert wurde.

Bildquelle: © rainersturm / Pixelio.de

Der Aufkleber für die Maut muss geklebt sein

274507_web_R_K_B_by_RainerSturm_pixelio.de (2)In Österreich beispielsweise besteht die Pflicht für die Maut-Vignette. Viele Autofahrer sträuben sich, diesen an die Frontscheibe zu kleben, weil er gar nicht so leicht wieder abgezogen werden kann. Aber das Aufkleben ist Pflicht, ansonsten wird es teuer. Fahrzeuge mit einer Last bis 3,5 t zahlen 120 € Strafe, wenn die Vignette nicht oder falsch aufgeklebt ist. Fahrzeuge mit einer Last von über 3,5 t zahlen mit 240 € sogar das doppelte.

Die Maut-Kontrolleure sind hier auch wirklich rigoros und haben weder mit Familien erbarmen noch mit solchen, die zwar eine Vignette haben, diese aber nicht korrekt angebracht ist. Jeder wird zur Kasse geben und das kann in die Urlaubskasse schnell ein Loch bringen, vor allem, wenn nur ein gewisses Budget eingeplant ist.

Das richtige Anbringen des Mautaufklebers wird zum einen auf der Vignette selbst erklärt. Zum anderen kann man sich auch an den Mautstellen informieren. Auch der ADAC ist Ansprechpartner, wenn es um das richtige Anbringen des unerwünschten Stickers geht.

Der Grund, warum die Maut-Vignette richtig angeklebt werden muss, ist eigentlich schlüssig. Auf den Autobahnen befinden sich Mautüberwachungssysteme. Diese können eine falsch geklebte Vignette nicht richtig erfassen, was dem Fahrer dann teuer zu stehen kommen kann.

Die Vignette muss links oben an der Innenseite der Frontscheibe aufgeklebt sein. Auch ist es erlaubt, sie hinter dem Innenspiegel anzubringen. Wichtig ist es darauf zu achten, ob man getönte Scheiben hat. In diesem Fall ist es erlaubt, den Aufkleber etwa weiter unten, also unter der Tönung, anzubringen. Allerdings, so rät der ADAC, darf das Pickerl nicht im Sichtfenster des Fahrers angebracht werden. Schließlich würde so die Gefahr eines Unfalls deutlich erhöht.

Für LKW ab 7,5 t zulässigen Gesamtgewicht besteht eine generelle Mautpflicht auf sämtlichen Bundesautobahnen. Dazu gehören auch die Rastanlagen. Sie beginnt mit dem Befahren auf eine Autobahn. Sollten Bundesstraßen die vom Gesetzgeber festgelegten Kriterien erfüllen, dann gilt auch hier für LKW die Mautpflicht.

Es scheint so, dass auch in Deutschland bald die PKW-Maut erhoben wird. Noch streitet sich die Politik, aber es soll feststehen, dass sie eingeführt wird. Zur Zeit sieht es aber so aus, dass die Diskussion darüber vor dem Europäischen Gerichtshof landen wird. Als Inländer denkt man sich nun auch, was das Ganze eigentlich soll und ob der Staat nicht schon genug Gelder von deutschen Autofahrern kassiert. Aber hier wurde natürlich drüber nachgedacht. Damit also die inländischen Autofahrer bei der Maut in Deutschland nicht noch mehr zusätzliche Kosten haben, soll bei der Kfz-Steuer eine Entlastung vorgenommen werden. Diese Entlastung soll Cent-genau der Mautgebühr entsprechen. Kritiker sind der Meinung, dass sie für Inländer auch gänzlich gestrichen werden könne, weil sie keinen Umsatz in die Kassen bringt.

Zwar sollte die Maut bereits 2016 in Deutschland zum Einsatz kommen, aber es ist, wegen der zahlreichen Streitigkeiten innerhalb der Politik, immer wahrscheinlicher, dass der Start erst im Jahr 2017 liegt.

Bildquelle: © RainerSturm / Pixelio.de

Laptopkunst: Wie mit einem Aufkleber ein trister Laptop zum Hingucker wird

69096_web_R_K_by_erysipel_pixelio.de (2)Angefangen hat alles mit dem Wunsch, dem Einheitslook des Laptops eine Note von Individualität zu verleihen. Zu diesem Zwecke rief ein Reporter von Spiegel Online die Leser auf, ihm Bilder von ihren individuell gestalteten Geräten zu schicken. Daraufhin gingen per Mail und über den Twitter-Hashtag #Laptopkunst Unmengen an Fotos ein. Vom im Handel erhältlichen Laptop-Sticker bis hin zur selbstbemalten Oberfläche war alles dabei.

Am Ende der Aktion war nicht nur die passende Verzierung gefunden, sondern es wurden ebenfalls wertvolle Erkenntnisse über das Verhalten der Laptopbesitzer und deren Kreativität gewonnen. Zuerst lernte der Initiator dieser Aktion, dass die Gestaltungsmöglichkeiten scheinbar unendlich sind. Außerdem bemerkte er, dass die Laptopverzierer in verschiedene Gruppen eingeteilt werden können.

So gibt es beispielsweise die Abkleber. Sie wollen einzig und allein einen Aufkleber auf ihrem Laptop, um das Logo zu überkleben. Andere wiederum rücken genau jenes in den Fokus. Ein Nutzer etwa hat das Logo des Herstellers in einen aufgeklebten Diarahmen eingefasst. Eine weitere Gruppe setzt auf großflächige Aufkleber, die häufig die gesamte Vorderseite des Laptops bedecken. In dieses Segment gehören fertig im Handel erhältliche Sticker ebenso wie selbstdesignte.

Zu den Ausnahmen gehörte ein bemalter Laptop. Hier hatte der User tatsächlich selbst Hand angelegt und die Oberfläche seines Geräts zur Leinwand umfunktioniert. Es ist ein echtes Kunstwerk entstanden, doch die Zahl der Nachahmer dürfte gering sein. Kreativer und individueller geht es wohl kaum. Der betreffende Nutzer kann sich sicher sein, dass sein Laptop zumindest gestaltungstechnisch ein Unikat ist. Eine größere Gruppe stellen hingegen wieder die Aufkleber-Messies dar. Sie kleben alles, was sie an Stickern in die Finger bekommen, irgendwie auf ihren Laptop. Heraus kommen einzigartige Collagen, die es ebenfalls kein zweites Mal gibt.

Das Herstellerlogo spielt bei vielen Nutzern eine große Rolle. Allerdings wollen es die einen hervorheben, die anderen überdecken und die dritte Variante rückt zwar das Logo in den Mittelpunkt, allerdings in der Art, dass der Hersteller verleugnet wird. Eine Dame ließ sich von der Kunst inspirieren. Sie orientierte sich bei der Gestaltung ihres Laptop-Stickers an einem Kunstwerk von René Magritte mit dem Titel “La trahison des images”, was mit „Der Verrat der Bilder“ übersetzt werden kann. Abgebildet ist eine Pfeife, unter der der Schriftzug “Ceci n’est pas une pipe.”, zu Deutsch “Dies ist keine Pfeife”, prangt. Die findige Besitzerin eines Apple-Laptops wandte jenen zu ihren Gunsten ab und klebte unter das Herstellerlogo den Satz “Ceci n’est pas une apple”, was sich unschwer mit “Dies ist kein Apple” übersetzen lässt.

Schlussendlich fiel die Wahl des Reporters auf einen einfachen, jedoch recht wirkungsvollen Aufkleber. Der Autor sieht die Oberfläche eines Laptops mit dem darauf platziertem Logo als das, was sie eigentlich ist: eine Werbefläche. Wie sonst ist es zu erklären, dass das Logo ausgerechnet dort gut sichtbar, aber dennoch weitgehend außerhalb des Sichtfeldes des Nutzers angebracht wird? Schließlich hat er sich bereits für diese Marke entschieden. Er muss also nicht auf die Vorzüge des Geräts aufmerksam gemacht werden. Wenn er es allerdings benutzt, kann er ja anderen ruhig zeigen, auf welche Technik er vertraut. Mit dem Logo auf der Oberfläche tut er dies ständig. Eine bessere Werbung kann sich ein Hersteller also nicht wünschen.

Also ziert nun ein Sticker mit dem Spruch “Your Ad here“ den Laptop des Reporters. Das lässt Platz für Mutmaßungen, welcher Marke der Laptop angehört. Die Aussage des Aufklebers: “Hier könnte Ihre Werbung stehen”. Das ist richtig und werbewirksam zugleich, denn die natürliche Neugier des Menschen wird angeregt.

Bildquelle: © erysipel / Pixelio.de

Aufkleber auf Autonummernschildern sind nicht erlaubt

304391_web_R_K_by_Klaus-Uwe Gerhardt_pixelio.de (2)Es gibt wohl kaum etwas Beliebteres zum Bekleben als Autos. Mit Aufklebern werden Botschaften überbracht. Das Auto ist ideal dafür, denn es kommt immerhin an die verschiedensten Orte. Manchen geht die Liebe zum Bekleben inzwischen soweit, dass sie auch mit dem Gedanken spielen, die Nummernschilder zu verzieren. Zwischen den Buchstaben und Zahlen sind immerhin noch genug freie Flächen, wo zumindest ein kleiner Aufkleber Platz finden könnte.

Doch davor warnt der TÜV Nord. Die Fahrzeug-Zulassungsverordnung (FZV) verbietet nämlich ein Bekleben der Nummernschilder. Selbst ein noch so kleiner Sticker hat auf den Kennzeichen nichts verloren. Im § 10 der FZV steht, dass dort nichts außer die Landeskennung in Form des Großbuchstabens „D“ angebracht werden darf. Alles, was Verwechslungen damit nach sich ziehen oder die Wirkung beeinträchtigen könnte, ist fehl am Platze.

Das Straßenverkehrsgesetz (StVG) sieht in dem Anbringen von Aufklebern sogar einen Kennzeichenmissbrauch, der mit empfindlichen Strafen einhergeht. Nachzulesen ist das im § 22, Absatz 3, in Satz 1 und 3. Hier steht geschrieben:

„Wer in rechtswidriger Absicht

1. ein Kraftfahrzeug oder einen Kraftfahrzeuganhänger, für die ein amtliches Kennzeichen nicht ausgegeben oder zugelassen worden ist, mit einem Zeichen versieht, das geeignet ist, den Anschein amtlicher Kennzeichnung hervorzurufen
2. ein Kraftfahrzeug oder einen Kraftfahrzeuganhänger mit einer anderen als der amtlich für das Fahrzeug ausgegebenen oder zugelassenen Kennzeichnung versieht,
3. das an einem Kraftfahrzeug oder einem Kraftfahrzeuganhänger angebrachte amtliche Kennzeichen verändert, beseitigt, verdeckt oder sonst in seiner Erkennbarkeit beeinträchtigt,

wird, wenn die Tat nicht in anderen Vorschriften mit schwererer Strafe bedroht ist, mit Freiheitsstrafe bis zu einem Jahr oder mit Geldstrafe bestraft.“

Zwar geht der TÜV Nord nicht davon aus, dass ein Aufkleber auf dem Nummernschild eine Gefängnisstrafe nach sich zieht, auch ein Fahrverbot oder Punkte in Flensburg sind unwahrscheinlich, aber mit einem Bußgeld ist zu rechnen. Außerdem dürfte es darauf ankommen, ob der auf diese Art Ertappte schon einmal mit der Straßenverkehrsordnung in Konflikt geraten ist. Dann könnte eventuell ein höheres Strafmaß in Betracht kommen. Auf der sicheren Seite ist auf alle Fälle derjenige, der beim Bekleben seines Autos mit Aufklebern die Kennzeichen außen vorlässt.

Bei den Scheiben ist gleichfalls Vorsicht geboten. Das Bekleben der Frontscheibe ist grundsätzlich verboten. An den Seitenscheiben und der Heckscheibe darf die Sicht nicht beeinträchtigt werden. Zudem müssen die Einfassungen der Scheiben freibleiben.

Ob ein Aufkleber auf der Scheibe aufgebracht werden darf, entscheidet hauptsächlich die Größe desselben. Nimmt der Aufkleber mehr als ein Viertel der Scheibenfläche in Anspruch, ist eine Genehmigung vom TÜV erforderlich. Diese sogenannte Bauartgenehmigung ist stets im Fahrzeug mitzuführen und auf Verlangen vorzuzeigen. Ist das nicht möglich, wird ein Bußgeld von 10 Euro fällig. Wer mit eingeschränkter Sicht fährt (das trifft nicht nur auf Sichteinschränkungen durch Aufkleber zu), muss gleichfalls 10 Euro löhnen. Ist gar die Verkehrssicherheit beeinträchtigt, werden 90 Euro erhoben und es gibt einen Punkt in Flensburg.

In der Gegenwart werden Scheibenaufkleber beziehungsweise für Scheiben vorgesehene Buchstaben und Zahlen ohne Hintergrund hergestellt. Das heißt, sie sind durchsichtig und der Fahrer kann durch sie hindurchschauen. So wird gewährleistet, dass keine Beeinträchtigung der Sicht erfolgt. Am sichersten ist es, Tönungen oder Aufkleber für Scheiben von einem Fachmann anfertigen zu lassen. Jener wird in der Regel die geltenden rechtlichen Bestimmungen beachten.

Bildquelle: © Klaus-Uwe Gerhardt/ Pixelio.de

Aufkleber bringt geklautes Auto seinem Besitzer zurück

85822_web_R_K_B_by_S. Hofschlaeger_pixelio.de (2)Die Aufklärungsquote bei Autodiebstahlen lag im Jahr 2014 bei ungefähr 27 Prozent. Viele Autos werden von organisierten Banden gestohlen, die ihr Diebesgut innerhalb kürzester Zeit außer Landes bringen, wo es auf Nimmerwiedersehen verschwindet. Oder ein paar Jugendliche unternehmen eine unerlaubte Spritztour mit dem Gefährt und lassen es anschließend als Totalschaden am Straßenrand stehen. Fakt ist, dass ein gestohlenes Auto selten im vorherigen Zustand zurückkehrt, wenn es überhaupt jemals wieder auftaucht.

Ein Mann aus Klötze in Sachsen-Anhalt bekam sein Auto vor allem deshalb zurück, weil er es mit einem auffälligen Aufkleber versehen hatte. Doch die Geschichte erst einmal von Anfang an. Am Morgen stellte der Betroffene seinen Golf vorschriftsmäßig auf dem Hof des Unternehmens ab, in dem er arbeitet. Als er am Mittag an die Stelle zurückkam, war sein Auto weg. Das Unglaubliche dabei: Der Wagen stand auf einem eingezäunten Grundstück und den Schlüssel hatte sein Fahrer mit in die Werkhalle genommen. Es geht allerdings noch unglaublicher: Der dreiste Dieb schloss nicht etwa das Auto kurz. Er hatte zuvor den Schlüssel aus der Halle entwendet und fuhr während der Arbeitszeit ganz selbstverständlich und unbemerkt mit dem geklauten Fahrzeug vom Hof.

Die Freude über den gelungenen Coup währte aber nur kurz, nach wenigen Stunden konnte das Auto seinem rechtmäßigen Besitzer wieder übergeben werden. Dabei spielte „Kommissar Zufall“ eine wesentliche Rolle. Ein Freund des Diebstahlopfers hatte nämlich den Wagen in Klötze an sich vorbeifahren sehen und das mit einem Fremden am Steuer. Erkannt hatte dieser das Auto an dem gelben Aufkleber, der auf der Heckklappe des ansonsten nicht weiter auffallenden, schwarzen Golfs prangte. Ein Blick auf das Kennzeichen brachte die Gewissheit, dass es sich wirklich um das Auto des Freundes handelte. Ein kurzer Anruf bei diesem und er erfuhr, dass der Wagen gestohlen wurde. Schnell sprang der Anrufer in sein Auto und nahm die Verfolgung auf. Leider blieb diese erfolglos.

Der Bestohlene hatte mittlerweile Anzeige bei der Polizei erstattet und beteiligte sich inzwischen selbst an der Suche. Der erste Weg des 38-Jährigen führte zur nächstgelegenen Tankstelle. Er wusste um den fast leeren Tank seines Fahrzeuges. Der Dieb hätte lediglich 50 bis 70 Kilometer mit der verbleibenden Tankfüllung fahren können. An der Tankstelle wurde das Auto aber nicht gesehen. Deshalb fuhr der Golfbesitzer mit einem Bekannten in Richtung Autobahn. Währenddessen erreichte ihn der Anruf seines Freundes. So fuhr man nach Klötze und informierte gleichzeitig die Polizei über die Sichtung des gestohlenen Wagens.

Jene fand das Auto bald darauf und zwar tatsächlich mit leerem Tank. Der 17-jährige Dieb hatte kein Geld mit und ließ das Auto deshalb stehen. Als sei das nicht schon Pech genug, erkannte ihn der Autobesitzer auch noch. Er konnte sich daran erinnern, dass der Täter vor einer Woche an seinem Arbeitsplatz erschienen und nach Arbeit gefragt hatte. Dabei habe er wohl gleich die Lage gepeilt.

Der Golf hat die rund 70 Kilometer lange Fahrt nicht unbeschadet überstanden. Die Beifahrertür, der Unterboden und der Stoßfänger weisen Schäden auf. Trotzdem ist der Besitzer glücklich, sein Auto wiederzuhaben. Sein Freund indes ist der Meinung, dass ohne seine Sichtung jenes bestimmt nicht so schnell gefunden worden wäre.

Bildquelle: © S. Hofschlaeger / Pixelio.de

Bunte Sticker erzählen die Geschichte vom Sauerland auf interessante Weise

Regelmäßig berichten wir in unserem Blog über Stickerserien, die Vereine oder Gemeinden herausgebracht haben. Während es früher hauptsächlich die Sammlungen anlässlich von Fußballgroßereignissen waren, geht heute der Trend immer mehr zu Serien mit regionalem Bezug. So haben beispielsweise im vergangenen Jahr schon kleinere Fußballvereine wie der FC Großen-Buseck in der Nähe von Gießen eigene Stickersammlungen veröffentlicht. Und auch die nordrhein-westfälische Landeshauptstadt Düsseldorf hat im Herbst 2015 ihre Bürger mit Stickern sowie einem dazu passenden Sammelalbum bedacht.

Aktuell ist im Sauerland das Sammelfieber ausgebrochen. „Sauerland sammelt Sauerland“ lautet(e) hier das Motto. Die Aktion selbst fand bereits im November letzten Jahres statt, doch bis heute gibt es gut besuchte Sammelbörsen, bei denen das Album vervollständigt werden kann. Erst kürzlich kamen knapp 80 Sammler im Bürgerzentrum von Brilon zu einer solchen zusammen. Sie entstammten aller Altersklassen. Einige sammeln für sich, andere für ihre Enkel, auch wenn diese, wie im Fall von Herbert Gneckow aus Niedersfeld, erst vier Monate alt sind. Die Sticker greifen die Geschichte des Sauerlandes auf und sind daher eine schöne Erinnerung an vergangene Zeiten. Eine Dame aus Olsberg hat durch ihre Sammlung gar von Menschen und Dingen erfahren, die sie ihrer Heimat gar nicht zugeordnet hätte. So hat Jung und Alt beim Stickersammeln seinen Spaß und lernt obendrein noch etwas.

Ins Leben gerufen hatte die Sammelaktion die „Westfalenpost“, eine südwestfälische Tageszeitung. Das Album fasst insgesamt 252 Klebebildchen. Das ist eine ganze Menge und nicht jeder hatte das Glück, sein Buch voll zu bekommen. Dafür konnte es aber durchaus sein, dass einige Motive mehrfach vorhanden waren. Für derartig „Betroffene“ gab es ab Ende Januar dann eben die Tauschbörsen, die bis heute durchgeführt werden.

Die Sticker sind tatsächlich eine Empfehlung und das nicht nur aus optischen, sondern ebenfalls aus wissenstechnischen Gründen. Die Fülle an interessanten Informationen ist enorm und es kann fast schon von einem modernen Geschichtsbuch die Rede sein. Der höchste natürliche Wasserfall Nordrhein-Westfalens, die „Plästerlegge“, ist ebenso im Album vertreten wie der „Kahle Asten“, den viele irrtümlicherweise als den höchsten Berg im Sauerland bezeichnen. Stimmt aber gar nicht, wie das Sammelalbum aufklärt. Es ist nämlich der „Langenberg“, der stolze 843,2 Meter misst. Und selbst der „Hegekopf“ ist mit seinen 842,9 Metern immer noch genau einen Meter höher als der „Kahle Asten“ mit 841,9 Metern. Der Titel „höchster Berg“ steht damit eindeutig jemand anderem zu.

Zum Einkleben gibt es außerdem den Diemelsee, die Medebacher Bucht und das Schloss Alme. An bekannten Persönlichkeiten mangelt es ebenfalls nicht. Da wäre etwa der ehemalige deutsche Bob-Pilot René Spies, der aus Winterberg im Hochsauerlandkreis stammt und seine gesamte Karriere beim BSC Winterberg verbrachte. Traditionelle Veranstaltungen wie die Osternacht in Hallenberg oder das Schützenfest sind weiterhin ein Thema. Die letzte Seite des Albums ist noch einmal ein Highlight. Hier geht es nämlich um das „Sauerländer Platt“, den typischen regionalen Dialekt. Für die einen Alltagssprache, für die anderen eine völlig neue Erfahrung.

Das gefüllte Stickeralbum ist wie eine kurzweilige Reise durch die Geschichte des Sauerlandes, bei der sozusagen alle zu Wort kommen. Aktuelles ist genauso dabei wie Vergangenes. In vielen sauerländischen Familien bringt es die Generationen zusammen an einen Tisch und lässt sie gemeinsam ihre Heimat (neu) entdecken.

Bildquelle: © Daniel Westphal / Pixelio.de

Landesfeuerwehrverband Sachsen hat „Kinderfinder“ – Aufkleber herausgebracht

743672_web_R_K_B_by_I-vista_pixelio.de (2)Das Prinzip dahinter ist einfach: Ein neongelber Aufkleber zeigt den Rettungskräften, wo sich das Kinderzimmer und demzufolge möglicherweise auch die Kinder befinden. So kann die Rettung wesentlich beschleunigt werden. Neu ist die Idee mit dem Kinderfinder nicht. In der Vergangenheit haben andere Rettungskräfteinstitutionen ähnliche Sticker herausgebracht. Flächendeckend haben sie sich leider noch nicht durchgesetzt. Fakt ist aber, dass die Verwendung von derartigen Aufklebern ein Schritt in die richtige Richtung ist.

Die „Kinderfinder“ des Landesfeuerwehrverbands Sachsen werden derzeit an die Feuerwehrverbände in den Landkreisen und Städten verteilt. Sie sollen bei Veranstaltungen wie Feuerwehrfesten oder Tagen der offenen Tür kostenlos an die Besucher verteilt werden. Die Realisierung der Sticker wurde durch die Beteiligung einer großen Reihe von Fördermitgliedern möglich, die sich an den Kosten beteiligten beziehungsweise jene übernahmen.

Die reflektierenden Aufkleber werden ebenfalls von den Wehrleuten befürwortet. Sie sind auch in Wohnungen voller Rauch noch gut zu sehen, sofern sie an einer geeigneten Stelle angebracht wurden. Wo das ist, darüber informiert die Faltbroschüre, in der der Sticker untergebracht ist. Da der Rauch bei einem Brand stets nach oben steigt, ist eine Anbringung im unteren Drittel der Kinderzimmertür empfehlenswert. Hier fällt er den Feuerwehrleuten, die sich in gebückter Haltung durch die Wohnung oder das Haus bewegen, sofort ins Auge. Sie können nun gezielt diesen Raum aufsuchen und nach Kindern auf die Suche gehen.

In Extremsituationen wie eben bei einem Wohnungsbrand sind Kinder häufig verwirrt und extrem verängstigend. Eine logische Reaktion ist nicht einmal von jedem Erwachsenen zu erwarten, wie soll es dann erst einem besonders schutzbedürftigem Kind gehen? Ein solches neigt dazu anstatt einen Weg nach draußen zu suchen oder sich bemerkbar zu machen sich vor der Gefahr zu verstecken. Es kriecht unter den Tisch oder das Bett, hält sich die Ohren zu und verschließt die Augen in der Hoffnung, dass das Grauen bald vorbei ist. Das kann fatal sein und im schlimmsten Falle tödlich enden! Die Feuerwehrleute müssen aufgrund des kindlichen „Fehlverhaltens“ oft eine intensive Suche durchführen, die viel Zeit kostet und eben jene ist im Brandfalle äußerst knapp. Der „Kinderfinder“ zeigt wenigstens schon einmal an, wo das Kinderzimmer ist.

Die Aufkleber allein sind allerdings keine ausreichende Schutzmaßnahme, um bei einem Brand auf der sicheren Seite zu sein. Die Feuerwehren empfehlen sie in Kombination mit Rauchmeldern, die bereits in vielen Bundesländern Pflicht sind. Diese erkennen frühzeitig eine Rauchentwicklung in den Räumen und warnen die Bewohner vor, sodass sie meist noch genug Zeit haben, um sich selbst aus der Gefahrenzone zu bringen.

Neben den örtlichen Feuerwehren, die die „Kinderfinder“ zu verschiedentlichen Veranstaltungen ausgeben werden, plant der Landesfeuerwehrverband Sachsen eigene Aktivitäten zum Verteilen derselben. Beispielsweise wird man zum Tag der Sachsen vom 2. bis 4. September 2016 in Limbach-Oberfrohna vor Ort sein und auf der eigens eingerichteten „Blaulichtmeile“ Informationen zum Aufkleber und zu Rauchmeldern geben. Zudem werden mehrere Kinder- und Jugendfeuerwehren zugegen sein, die das Bewusstsein von Kindern und Jugendlichen mit interessanten Aktionen zum Mitmachen und Lernen für die Gefahr von Bränden schärfen werden. Wer sich für den „Kinderfinder“ interessiert, kann sich aber auch außerhalb von derartigen Events beim Landesfeuerwehrverband melden und Infos einholen.

Bildquelle: © l-vista / Pixelio.de

Parkhäuser in Schwäbisch Hall stellen auf Aufkleber mit Chip um

205543_web_R_K_B_by_Bernd Sterzl_pixelio.de (2)Die Technik wird derzeit unter anderem im Parkhaus „Schiedgraben“ genutzt, sie steht allerdings nur ausgewählten Personengruppen zur Verfügung. Die Stadtwerke haben Inhaber von Dauerparkkarten, also beispielsweise Innenstadtbewohnern oder eben in der Innenstadt arbeitenden Personen mit einem gemieteten Dauerparkplatz im Parkhaus, angeschrieben. Ein Antrag war dafür nicht erforderlich.

Schon seit einiger Zeit gehen die betreffenden Briefe auf die Reise. Darin wird das Anbringen eines Aufklebers von innen an der Windschutzscheibe angeboten, der dank integriertem Chip die Parkhausschranke automatisch öffnet. Der Sticker wird im Ein- und Ausfahrtsbereich von dort installierten Antennen erkannt und löst den Öffnungsmechanismus aus. Ein umständliches Einführen der Parkkarte und das Warten auf die Rückgabe derselben entfallen. Kosten für die Umstellung auf den Chip-Aufkleber entstehen den Parkkarteninhabern nicht.

Eigentlich war die Einführung der Aufkleber schon länger geplant, allerdings hatte die Betreiberin der Parkhäuser noch einige Bedenken, was das reibungslose Funktionieren der Technik betraf. Als erstes wurde das Parkhaus „Alte Brauerei“ entsprechend ausgerüstet. Seit Mitte November können Dauer- und Jobparker dort den angenehmen Service der automatischen Erkennung nutzen. Es folgte das „Ritter-Parkhaus“. Aktuell werden die noch von den 2.000 Dauer- und Jobparkarteninhabern Übriggebliebenen über den neuen Service informiert.

Ein Sonderfall ist die Tiefgarage „Kocherquartier“. Hier gibt es bereits eine ähnliche Technik, die den Mitarbeitern der VR-Bank die Zufahrt zur Garage ermöglicht. Jene ist aber nicht für den Massenandrang in öffentlichen Parkhäusern ausgelegt. So ist zuerst die Installation neuer Antennen notwendig, von denen eine rund 2.000 Euro kostet, weshalb sich die Einführung der Chipaufkleber verzögern wird.

Ziel der neuen Chiptechnik ist es, zu Stoßzeiten Staus und Unfälle in den engen Ein- und Ausfahrten zu vermeiden. Etwa 2.000 Dauer- und Jobparkkarten für monatlich 45 beziehungsweise 55 Euro sind für die betreffenden Parkhäuser derzeit im Umlauf. Die Besitzer dieser können sich einen Aufkleber mit Chip auf ihrer Scheibe anbringen lassen. Im Laufe des Jahres soll der Service auch den etwa 14.000 Hall-Card-Inhabern zur Verfügung gestellt werden. Ob er für jene ebenfalls kostenlos sein wird, steht noch nicht fest.

Die Herausgabe der Aufkleber wird schrittweise erfolgen, damit eventuell auftretende Probleme leichter gelöst werden können. Bisher gingen die Schranken aber immer auf. Dennoch: Eine hundertprozentige Sicherheit gibt es bei keinem technischen System. Deshalb werden die Nutzer der Aufkleber gebeten, weiterhin ihre Parkkarte mitzuführen. Sie behält ihre Gültigkeit und öffnet bei einem Versagen der Chiperkennungstechnik die Schranke auf althergebrachte Weise. Ein Nutzen beider Systeme gleichzeitig ist jedoch nicht möglich. Auch das hat bereits ein Autofahrer erfolglos versucht.

Der Aufkleber mit dem Chip wird von den Mitarbeitern der Stadtwerke eigenhändig ins Auto geklebt. Außerdem weisen diese daraufhin, dass man sich die Nutzungshinweise genau durchlesen soll. Wichtig ist vor allem, dass das Fahrzeug auf der Höhe der Kontrollsäule vor der Schranke angehalten werden muss. Wird alles richtig gemacht, muss vor der Schranke nicht einmal stehengeblieben werden und man kann sich ohne bremsen hindurchrollen lassen.

Wer den Aufkleber künftig nutzen möchte und einen entsprechenden Brief erhalten hat, begibt sich mit diesem zur Zentrale der Stadtwerke An der Limpurgbrücke 1. Nachdem die Registrierung und eine Aufnahme beziehungsweise Ergänzung der Daten erfolgt ist, wird ein Mitarbeiter den Aufkleber nach einer kurzen Reinigung der betreffenden Stelle mittig am oberen Rand der Windschutzscheibe aufbringen. Der ganze Vorgang dauert nur wenige Minuten.

Bildquelle: © Bernd Sterzl / Pixelio.de

Aufkleber – Entferner im Test: Welche Produkte wirklich ihr Geld wert sind

290478_web_R_K_B_by_derateru_pixelio.de (2)Aufkleberentfernung schnell, rückstandslos und ohne Kraftaufwand – das versprechen die diversen Mittelchen, die im Handel erhältlich sind. Sie sind oft recht teuer und nicht alle halten das, was versprochen wird. Ärgerlich für den Verbraucher. Jetzt haben die Gesellschaft für Technische Überwachung (GTÜ) und die „Auto-Zeitung“ einen Test gemacht, welche Aufkleberentferner denn nun wirklich ihr Geld wert sind.

Das Ergebnis war in vielerlei Hinsicht überraschend. Testsieger wurde beispielswiese ein Mittel aus der unteren Preiskategorie. Der Aufkleberentferner von HG machte das Rennen. Für etwa 7 Euro gibt es eine Flasche mit 300 ml Inhalt. Das ist ein durchaus als günstig zu bezeichnendes Angebot. Als Urteil wurde ein „Empfehlenswert“ vergeben.

Dieses Prädikat erhielten auch acht weitere Produkte, die hauptsächlich wegen ihres Preises am Sieg vorbeischrammten. So gibt es unter anderem ein den Anforderungen gerecht werdendes Pumpspray von der Firma Nigrin, jedoch werden hier für 8 ml 6 Euro fällig. Fast doppelt so viel Inhalt wie die Flasche vom Testsieger weist zwar das Spray von Presto auf, die 500 ml kosten aber 12 Euro und sind damit (geringfügig) teurer.

Den 2. Platz sicherte sich der Meyer Chemie Problemlöser Aufkleber-Entferner. Auf den dritten Rang kam das Produkt von Caramba gefolgt vom Solvent 50 Etikettenlöser von Kontaktchemie. Der oben genannte Aufkleber-Entferner von Presto teilt sich den 4. Platz punktgleich mit dem professional Klebstoffentferner von Tesa. Dann kommt der Aufkleber-/Klebstoff-Entferner von Cleanextreme. Rang 8 und 9 belegen der Aufkleber und Kleberester Entferner von Mellerud sowie der Vignetten- und Kleber-Entferner von Nigrin. Damit sind alle Kandidaten mit dem Prädikat „Empfehlenswert“ beim Namen genannt. Ab dem 10. Platz folgen die „bedingt empfehlenswerten“ Produkte. Es sind der Würth Industrie Clean, der Wepos Aufkleber Entferner und der Etikettenlöser von Uhu.

Beurteilt wurden unter anderem die Dosierbarkeit, die Verteilbarkeit, die Verständlichkeit der Bedienungsanleitung, die Ergiebigkeit und der Geruch der verschiedenen Mittel. Bei der Bewertung des Preis-Leistungs-Verhältnisses wurde auch auf die Ausstattung und eventuell mitgeliefertes Zubehör geschaut. Dazu gehören etwa Pinsel für ein leichteres Auftragen oder Sprührohre für mehr Präzision bei der Verteilung eines Sprays. Hier konnten Uhu, Caramba, Tesa und Solvent 50 Extrapunkte einfahren.

Größtes Augenmerk wurde allerdings auf die Wirksamkeit gelegt. Dafür wurden sowohl Aufkleber auf Autoscheiben als auch auf Motorhauben aufgeklebt und anschließend wieder entfernt. Vergeben wurden in dieser Kategorie maximal 200 Punkte. Die erreichte Punktzahl der empfehlenswerten Mittel lag zwischen 140 bis über 160 Punkte.

Unterschiede stellten die Tester bei der Wirksamkeit auf die Aufklebermaterialien fest. Österreichische Vignetten und deutsche Schadstoffplaketten ließen sich deutlich besser entfernen als die Mautaufkleber der Schweiz. Oberflächenschäden wurden nicht vermerkt. Dafür wurde das jeweilige Mittel ebenfalls auf den Dichtungsgummis der Türen und auf dem Armaturenbrett aufgetragen und nach einer 24-stündigen Einwirkzeit wieder entfernt.

Explizit weisen die Prüfer der GTÜ auf die Gesundheits- und Umweltverträglichkeit hin. Egal, zu welchem Entferner gegriffen wird, die Bedienungsanleitung sollte unbedingt genau gelesen werden. Viele der Testprodukte sind mit Warnhinweisen versehen. Sie raten zum Beispiel zum Tragen von Schutzkleidung und –handschuhen während der Anwendung. Auch das Schützen von Augen und Gesicht wird für zahlreiche Mittel empfohlen. Die Gesundheitsgefahr dieser Mittel darf nicht unterschätzt werden. Dazu rät die GTÜ eindringlich.

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