Aufkleber und T-Shirt Blog

Entries Tagged as 'Leinwand'

Freizeitbeschäftigung Leinwand

752943_web_R_K_B_by_Juergen Jotzo_pixelio.de (2)Für viele Menschen ist das Malen auf der Leinwand eine reine Freizeitbeschäftigung. Sie malen, was ihnen gerade in den Kopf kommt und lassen ihren Fantasien freien Lauf. Es entstehen hier zum Teil richtige Kunstwerke, die dann in der eigenen Wohnung einen Platz an der Wand finden. Es müssen auch nicht immer Bilder sein, die etwas bestimmtes, wie Landschaften, Blumen oder Personen zeigen. Häufig wird der Pinsel völlig wahllos über die Leinwand gestreift, wobei ´Bilder entstehen, die abstrakter Kunst sind.

Es sind auch nicht nur die Erwachsenen, denen die Leinwand als Freizeitbeschäftigung dient. Auch viele Kinder lieben das Malen. Und statt immer nur auf einem Papier zu malen, wird die Leinwand genutzt. Hier können Kinder ihren Fantasien freien Lauf lassen und Bilder mit bunten Farben gestalten. Oft sind die Kunstwerke der Kleinen ohne Hintergedanken gemalt. Schauen sich dann Erwachsene diese Bilder an, können sogar verschiedene Deutungen entstehen. Nicht alles ist einfach nur dahin gemalt.

Unter entwicklungspsychologischen Aspekten gesehen, können Bilder von Kindern verschiedene Aussagen haben. Werden Tiere, Menschen oder Gegenstände dargestellt, so kann daraus der Reifungsprozess erkannt werden. Auch werden die Geschicklichkeit trainiert und die Bewegungen werden großzügiger und sicherer. Haben Kinder schon in frühen Jahren die Möglichkeit, auf verschieden großen Flächen zu malen, so kann das zusätzlich die Grob- und Feinmotorik ausgebildet werden.

Es ist also gar nicht falsch, den Kindern auch das Malen als Freizeitbeschäftigung zu ermöglichen. Jedoch muss bei der Beurteilung solcher Bilder noch viel mehr als nur die Entwicklung des Kindes betrachtet werden. Das, was sie auf die Leinwand bringe, hat auch viel mit dem persönlichen Umfeld zu tun. Kinder können durch das wiederholte Malen eine persönlich und altersgemäße sogenannte Zeichensprache entwickeln.

Beobachtet man das Kind beim Malen, dann stellt man immer wieder fest, dass es laut denkt und erzählt, was es gerade malt. Häufig ist auch zu sehen, dass Kinder vor dem Bild stehen und am überlegen sind, ob ihr Bild fertig ist oder noch etwas fehlt. Das zeigt, dass die Kinder ihre ganz eigene Vorstellung von dem haben, was sie gerne auf dem Bild sehen wollen. Dadurch wird die Kreativität des Kinder immer weiter ausgeprägt.

Vergleicht man einmal die Bilder eines Kindes, das es in verschiedenen Altersstufen gemalt hat, dann sind hier deutliche Unterschiede zu erkennen. Waren es am Anfang einzelne Pinselstriche, ergeben sich später ganz deutliche Strukturen, die auf die Leinwand gebracht worden sind. Auch dadurch kann aus psychologischer Sicht erkannt werden, ob sich die Entwicklung eines Kindes weitergebildet hat, oder es vielleicht an einem Entwicklungspunkt stehen geblieben ist und gefördert werden muss.

Malen Kinder auf Leinwand oder auch Papier, dann hat das nicht nur mit Freizeitbeschäftigung zu tun, sondern auch viel mit der Entwicklung und deren Förderung. Aus diesem Grund sollte man seinen Kindern auch schon in jungen Jahren das Malen ermöglichen.

Bildquelle: © juergenjotzo / Pixelio.de

Herzenswunsch auf die Leinwand gebracht

725118_web_R_K_B_by_g. metzger_pixelio.de (2)Jörg Lehmann von „Personal Artist“ hat die Leistung des „Malkurses“ übernommen. Er hast „Motivation-Art“ gegründet und gibt auch regelmäßige Malworkshops in Süddeutschland. Er ist ein Künstler, der die Menschen bei der Findung von Visionen unterstützt und hilft auch, diese zu Leben. Er hat die Hoffnung, dass die Patienten in der Rehaklinik durch die Bilder, die mit einer lebendigen Stimme überzeugen, auch zu diesen übertragen.

Es gab zwei Gruppen mit je acht Patienten, die ihre eigenen Wünsche des Herzens auf die Leinwand gebracht haben. Dabei waren aber die Pinsel nicht das Arbeitsmaterial. Die Farben sind mit Schwämmen auf die Leinwand getupft worden. Ute Haase, Geschäftsführerin der Klinik, schwärmte: „Aus unseren drei Stationen ist eine leuchtende Kunstausstellung geworden. Die Flure sind gleich viel heller und freundlicher. Die großen Bilder sind eine Bereicherung“. Wie die Ergotherapeutin Franziska Abrahamczyk erklärte, ist es nicht nur eine Freude für die Patienten selbst gewesen, denn das Malen hat auch therapeutische Zwecke. Durch Malen und andere Übungen mit Acrylfarben werden die motorischen Fähigkeiten gefördert und verbessert. Und solche Sachen sind im Alltag mit dem Halten eines Glases und des Besteckes unerlässlich. „Schließlich sollen unsere Patienten nach ihrem Rehaaufenthalt wieder ein selbstbestimmtes Leben führen können“, erklärt die Ergotherapeutin.

Im Alltag der Klinik war die Malstunde auch für die Patientin Edith Gühne eine Abwechslung. Sie ist 81 Jahre alt und sagt: „Zuhause habe ich zuletzt gemalt, als die Kinder noch klein waren“. Auch sie hat ihren Herzenswunsch auf die Leinwand gemalt. Und der war es, wieder selbstständig laufen zu können, denn sie hatte eine Knie-Operation und muss nun wieder auf die Beine gebracht werden.

In den beiden Malgruppen hat sich eine sehr gute Laune entwickelt, was die Klinikchefin sehr begrüßt hat. Das gab ihr auch zum Anlass, dass solche eine Aktion noch einmal wiederholt werden soll. Noch bis zum 25. November können sich die Senioren, deren Angehörige und alle Besucher die Ausstellung im Geriatriezentrum ansehen.

Das Team des Zentrums betreut im Moment 81 Patienten, die alle älter als 65 Jahre sind. Manche müssen viele Wochen hier in Therapie bleiben, und da sind solche Malaktionen schon eine willkommene Abwechslung.

Gerade Senioren müssen beschäftigt werden, damit sie sich nicht einsam und überflüssig fühlen. In vielen Seniorenheimen fehlt es leider immer an Personal. Wenn dann eine solche Einrichtung, wie das Rehazentrum derartige Aktionen veranstalten, dann bringt das nicht nur gute Laune, sondern auch neuen Mut, zu erreichen, was das Ziel ist. Und natürlich ist es jedes das Ziel jedes Patienten, seinen Herzenswunsch irgendwann einmal erfüllen zu können.

Bei der Geriatrie handelt es sich um die Altersheilkunde. Insbesondere werden hier die Probleme der Inneren Medizin, der Neurologie, Psychiatrie und Neurologie behandelt. Das Ziel ist es die Gesundheit und die Lebensqualität der älteren Menschen zu erhalten oder gar zu steigern.

Bildquelle: © g.metzger / Pixelio.de

Höchstleistungen des Sports auf Leinwand zu sehen

212824_web_R_K_B_by_bobby metzger_pixelio.de (2)Die Werke von Max Liebermann werden in der Kunsthalle in Bremen bald präsentiert werden. Gezeigt werden Höchstleistungen des Sports. Tennis, Polo, Reiten und anderen Sportarten widmete sich der Künstler Max Liebermann. Er gehörte zu den ersten Künstlern, die den Sport malerisch darstellten. Papier, Leinwand und Skulpturen gehören zu seinen Werken.

Heute gehört der Sport zu allen Lebensbereichen dazu. Sowohl beim modernen Lifestyle, als populäres Massenspektakel oder als elitäres Prestige, Sport ist überall zu finden. Der Sport fand schon vor hundert Jahren Einzug in Deutschland. Und Max Liebermann hat sich dieser Materie zugewendet und sich intensiv mit dem Sport als Kunst auseinandergesetzt.

Mit der Ausstellung, es handelt sich genaugenommen um eine Sonderausstellung, „Max Liebermann zum modernen Sport“ wird der Blick des Künstlers auf die Bewegungen und den Sport und auch die Geschichte, die damit verbunden ist, untersucht. Reiten, Polo und Tennis gehören zu den Sportarten, die besonders nah betrachtet werden.

Max Liebermann wandte sich zum Ende des 19. Jahrhunderts erst einmal solchen Motiven zu, die Gäste an der Nordsee zeigten. Badende und Reitende am Wasser malte er zuerst. Später dann wurde seine Kunst mit Polo, Pferdereiten und Tennis moderner. Diese Sportarten waren in England schon länger modern. Nun waren sie zu seinen Zeiten auch in Hamburg und in Florenz zu beobachten.

Mit diesen sportlichen Motiven setzte sich Liebermann in der Zeit von 1900 bis 1914 auseinander. Die Inspirationen des Künstlers werden durch Werke von Èdouard Manet, Henri de Toulouse-Lautrec und Edgar Degas als französische Malereien und Graphiken veranschaulicht. Als der Erste Weltkrieg vorbei war, hatte sich Liebermann mit sportlichen Motiven zurückgehalten. In den zwanziger Jahren waren es dann die jungen Künstler, die das Thema für sich entdeckt haben. Gerade die Massensportarten, wie Boxen und Fußball wurden zu sehr populären Motiven auf Leinwand.

In der Kunsthalle werden etwa 140 Werke gezeigt. Dazu gehören auch Materialien, die aus historischen Zeiten stammen. Die Sammlung, die hier zusammenkommt, stammt aus Privatsammlungen und internationalen Museen. Arbeiten auf Papier und Leinwand, Skulpturen und Gemälde stammen zum Teil aus Washington, Paris, Jerusalem oder Zürich. Am 22. Oktober wird die Werkschau eröffnet.

Max Liebermann war nicht nur deutscher Maler, sondern auch Grafiker. Geboren am 20. Juli 1847 und starb im Alter von 87 Jahren am 08. Februar 1935. Er gehört zu den populärsten Künstlern, wenn es um den deutschen Impressionismus geht. Er machte in Weimar eine Ausbildung und hielt sich danach in Paris und Holland auf. Begonnen hatte er mit naturalistischen Werken, die eine soziale Thematik hatten. 1880 fand er zu mehr Farbe und einem wesentlich schwungvolleren Auftrag, der zugleich die Prägung für sein Hauptwerk war. Seine Werke stehen als Symbol für den Übergang der Kunst des 19. Jahrhunderts bis zur klassischen Moderne. Er war sowohl Präsident für die Berliner Sezession als auch Ehrenpräsident bei der „Preußische Akademie für Künste“. Seine letzten Lebensjahre hat er sehr zurückgezogen in Berlin, seiner Heimatstadt, gelebt.

Mit Max Liebermann wird nicht nur ein großer Künstler, sondern auch eine Epoche in Verbindung gebracht. Für ihn wurde in Berlin eine Ehrengrabstätte errichtet.

Bildquelle: © bobbymetzger / Pixelio.de

Blumen auf Leinwand – nicht zeitgemäß aber ansprechend

OLYMPUS DIGITAL CAMERASie ist eine Künstlerin aus Metzingen, Marieluise Barbara Bantel. Blumen sind ihre Motive, die sie auf Leinwand bringt. Schon seit sie ein Kind war, haben sie bunte Blumenwiesen begeistert und daran hat sich bis heute nichts geändert. „Blumen malen ist ein Versuch, die Schönheit wahrzunehmen und die Seele des Betrachters zu berühren“, so ihre Aussage. Sie hat eine Zeit in England verbracht und konnte dort nicht nur die kultivierten Formen, sondern auch die Farbenvielfalt erleben. Hier hat sie dann begonnen, die Natur und ihre Wunder auf die Leinwand zu malen.

Die Blüte spielt dabei immer eine der größten Rollen, denn diese ist für sie die Allegorie des ganzen Lebens. Die Metzingerin sagt selbst: „In all ihrer Pracht hält uns die Pflanze immer wieder einen Spiegel vor und zeigt und so deutlich mit ihrem Erblühen, Blühen, Verblühen und Sterben, das wir unser Leben sinnvoll verbringen sollen“.

„Regionale Kunst im Schloss“ ist eine Ausstellungsreihe des Förderkreises Schloss Filseck, der die Künstlerin hierzu eingeladen hat. Sie selbst ist der Meinung: „Oft nutzen wir unsere Zeit nicht und flattern dahin“ und die Blüte spiegelt wieder „dass alles eine bestimmte Zeit hat, auch im menschlichen Leben“.

Die Rose ist, die es der Künstlerin vor allem angetan hat. Auf ihren Bildern sind zarte, aber zugleich auch kräftige Blumenbilder zu sehen. Meistens die Blüte einer Rose in allen Facetten ihres Seins. Angefangen von den Knospen, die gerade dabei sind, aufzubrechen und Blütenblätter, die im Begriff sind zu verwelkten. Auch zu sehen ist die Frucht der schönen Rose, die Hagebutte. Für diese hat Bantel weiche Herbsttöne gewählt. Mit dem Farbenreichtum in ihren Bildern bringt die Malerin die Aussagekraft, die eine Blume mit sich bringt, auf Leinwand und reflektiert damit die Schönheit. „Ich halte fest, was uns die kurzlebige Schönheit der Pflanze sagen möchte.

Einen Hintergrund haben die Blüten nicht, denn dieser könnte von dem was Marieluise Barbara Bantel ausdrücken will ablenken. Es soll die Einfachheit, die eine Pflanze hat, ausgedrückt werden. Kräftige Farben oder auch zarte Töne, durch die man fast hindurchsehen kann, sind jene, die verwendet werden. In diesen Tönen malt sie die Blüten, die in ihrem eigenen Garten blühen und lernt immer weiter dazu.

Sie weiß noch nicht, welche Richtung sie künstlerisch einschlagen möchte und besucht seit nun einem Jahr die „Freie Kunstschule Stuttgart“. Sie weiß auch noch nicht, ob ihre Bilder weiter das Realistische zeigen. Aber eines steht für sie fest, sie wird weiterhin die Staffelei nehmen und die Schönheit und ihre Vergänglichkeit auf die Leinwand bringt. Sie weiß, dass es sich nicht gerade um zeitgemäße Bilder handelt, aber sie selbst sagt: „Sie zu malen, spricht meine Seele an und macht mich glücklich. Und genau das ist es auch, was sie dem Betrachter ihrer stimmigen, durchkomponierten Gemälde nahe bringen möchte.

Bildquelle: © uschidreiucker / Pixelio.de

Nach 6 Jahren zeigt Krefelder Kaiser-Wilhelm-Museum wieder Kunst auf Leinwand

710736_web_R_K_B_by_Gila Hanssen_pixelio.de (2)Am ersten Wochenende im April konnten interessierte Besucher bereits einen Blick in die neu restaurierten Räume des Kaiser-Wilhelm-Museums in Krefeld werfen. Zu dem Zeitpunkt waren diese allerdings noch leer, am kommenden Samstag wird das Gebäude aber wieder seinem eigentlichen Zweck zugeführt: Kunst zu zeigen.

Zur Eröffnung gibt es 370 Werke aus dem zwischen 3.500 und 4.000 Exponate umfassenden Bestand des Museums zu sehen. Die Ausstellung wird den Titel „Das Abenteuer unserer Sammlung I“ tragen. Sie ist zugleich die Abschiedsausstellung des amtierenden Museumsdirektors Martin Hentschel. Nach 15 Jahren im Amt beendet er nunmehr seine Direktorentätigkeit.

Gegründet wurde das Museum Ende des 19. Jahrhunderts. Neben der Kunst widmete es sich damals außerdem dem Thema Kunstgewerbe. Die Eröffnungsausstellung stellt eine Reise durch die Geschichte des Kaiser-Wilhelm—Museums dar. Für einen Blick in die Anfangszeiten müssen die Ausstellungsräume im zweiten Obergeschoss aufgesucht werden. Gezeigt werden ein freigelegtes Wandgemälde von Johan Thorn Prikker, ein Tafelaufsatz von Josef Hoffmann, Gläser von Koloman Moser sowie zahlreiche Vitrinen mit Beispielen angewandter Kunst.

Der große Saal im ersten Obergeschoss widmet sich Kunstepochen, die zum Teil Jahrhunderte auseinanderliegen. Die Großporträts von Thomas Ruff stammen aus den 1980er-Jahren und sind somit eindeutig der zeitgenössischen Kunst zuzuordnen. In unmittelbarer Nähe zu Kunstwerken aus dem Mittelalter wie etwa die „Anna selbdritt“ wurde moderne Kunst wie die vorgenannten Porträts oder beispielsweise Skulpturen von Kiki Smith platziert. Zum Teil liegen 500 Jahre zwischen diesen Werken und dennoch lassen sie sich irgendwie miteinander verknüpfen.

Höhepunkt der Ausstellung ist ohne Zweifel der Hauptsaal. Hier ist der Platz für die ganz große Malerei. In diesem Raum wird deutlich, von welch enormer Vielfalt die Sammlung des Museums ist. Blickfang ist das Farbfeldbild „1024 Farben“ von Gerhard Richter aus dem Jahre 1973. Der in Argentinien geborene und heute in New York lebende Künstler Fabian Marcaccio verarbeitete in dem von ihm ausgestellten Werk den Mord an einer jungen Afroamerikanerin, der als eines der brutalsten Verbrechen Amerikas gilt. Eine gewisse Ironie ist hingegen bei den Gemälden und Fotografien des Deutschen Sigmar Polke zu bemerken. In der aktuellen Ausstellung des Kaiser-Wilhelm-Museums kann dies am Werk „Im Westen nichts Neues, Himmelstoß“ überprüft werden.

Sehenswert auch die beiden Beuys-Räume. Sieben Arbeiten des Aktionskünstlers sind dort ausgestellt. Der Fokus liegt auf der Regal-Installation „Barraque D’Dull Odde“, die sich aus rund 600 Einzelteilen zusammensetzt. Sie wurde einst von Beuys selbst in den Museumsräumen errichtet. Während der Sanierung des Museums wurde jene ebenfalls mit Sorgfalt restauriert. Dabei verblieb die Installation an Ort und Stelle. Die mit der Restaurierung betraute Kunsthistorikerin brauchte ein halbes Jahr dafür. Sogar der neue Fußboden wurde um das Kunstwerk herumverlegt.

Wer hinter den Mauern des Kaiser-Wilhelm-Museums also nur Bilder auf Leinwand vermutet, wird angenehm überrascht sein, wie vielseitig Kunst sich doch zu präsentieren vermag. Im Studio 2 ist gar die eigene Kreativität gefragt. Museumspädagoge Thomas Janzen hat in Zusammenarbeit mit der in Krefeld heimischen Künstlergruppe Sputnik eine Museumsbox entworfen, die begehbar ist und interessante Angebote für alle Altersgruppen enthält.

Die feierliche Wiedereröffnung des Kaiser-Wilhelm-Museums findet am Samstag, den 2. Juli, von 16 bis 24 Uhr statt. Der Eintritt ist frei, so auch am Sonntag. Standort des Museums ist der Joseph-Beuys-Platz 1, vormals Karlsplatz 35.

Bildquelle: © Gila Hanssen / Pixelio.de

Ausdrucksstark auf Leinwand – Constanze Kirmes bringt das Meer nach München

519464_web_R_K_B_by_twinlili_pixelio.de (2)Gabi Green präsentiert in ihren Ausstellungsräumen bei „Schmuck & Anderes“ im Münchner Westend dieses Jahr etliche neue Werke. Vertreten sind in ihren Ausstellungen sowohl Künstlerinnen aus der Region als auch aus Übersee wie beispielsweise den USA. So wird etwa von Bridget Lynch Videokunst vorgeführt, Christine Wild zeigt Bilder und Pia Duppich begeistert mit Schmuck.

Die eingangs erwähnte Künstlerin Constanze Kirmse widmet sich der Malerei. Sie stellt ihre Visionen vom Wildsein und der Freiheit aus. Begonnen hat die Ausstellung bereits am 10. Juni. Titel derselben ist „Seeblicke“. Das macht das kunst- und naturverwöhnte Auge neugierig. Zur Vernissage, die am 10. Juni zwischen 18.00 und 20.30 Uhr stattfand, gab es eine kleine Einführung von Dr. D. Lamb.

Die Künstlerin selbst hat sich bei ihren neuen Arbeiten dem Meer in seiner Bewegung und dessen unendlicher Weite verschrieben. Ganz offensichtlich haben sie die vom Meer gebotenen Gegensätze inspiriert. Das Wasser kann sanft sein, aber auch bedrohlich, ruhig oder aufgewühlt, all das vereint sie in ihren Werken. Die Künstlerin lässt sich auf das Meer als ein unberechenbares und nicht angreifbares Phänomen ein und bringt diese unendliche Vielfalt in Farben und Strukturen auf die Leinwände. Mit äußerster Präzision lässt Kirmse den Betrachter Horizonte und Dünungen erleben, lässt Licht und Schattierungen zu einem Kunstwerk werden.

Viele ihrer Werke sind vor Ort entstanden, entweder direkt am Ufer oder auf einer hohen Klippe. Sie schafft es so, den Betrachter durch eine Unmittelbarkeit und eine atmosphärische Dichte auf sich zu konzentrieren, wie es kaum ein anderer kann. Ihre Arbeitsorte liegen am Atlantik ebenso wie an den nördlichen Küsten unseres Kontinents.

Kirmse arbeitet mit kraftvollem Strich und sehr intensiver Farbigkeit. Sie versteht es, das Wasser mit all seiner Wucht und Kraft, mit seinen Gezeiten und seiner ungestümen Art derart in Szene zu setzen, dass der Betrachter den Eindruck hat, selbst vor Ort zu sein und den festgehaltenen Moment live mitzuerleben. Das gibt jedem Besucher die einzigartige Gelegenheit, durch die Augen der Künstlerin in die Wasserwelt unseres Planeten einzutauchen und dennoch von einem trockenen Standort aus zu betrachten.

Constanze Kirmse lebt in Laim. Sie hat in ihrer Heimatstadt München Kunstgeschichte studiert, dazu noch in den USA Malerei. Dies ist bereits ihre dritte Einzelausstellung. Die Besucher dürfen sich auf weitschweifende Blicke über die See freuen. Sie dürfen sich entführen lassen auf das weite Meer bei Wind und Wetter. Mit diesen „Aussichten“ mutet die Ausstellung ein bisschen wie Urlaub vom Alltag an. Und genau das ist es, was sich jeder Künstler wünscht. Er möchte den Betrachter seiner Kunstwerke mit auf eine Reise nehmen und ihn einladen, die Welt durch seine Augen zu sehen.

Die Ausstellungsräume „Schmuck & Anderes“ befinden sich in der Gollierstraße 17 in München. Die Ausstellung von Constanze Kirmse ist bis zum 23. Juli zu sehen. Sie hat an den Tagen Mittwoch, Donnerstag und Freitag in der Zeit von 14 bis 18 Uhr geöffnet. Am Wochenende können Besucher ausschließlich am Samstag zwischen 11 und 13 Uhr vorbeischauen. Am vorletzten Tag, den 22. Juli, ist für 18.30 Uhr eine Finissage geplant. Sie wird unter dem Motto „Meeresrauschen“ stehen.

Bildquelle: © twinlili / Pixelio.de

Kunst auf Leinwand bietet nicht nur zur Saisoneröffnung das Pahl-Museum

487282_web_R_K_B_by_Dieter Schütz_pixelio.de (2)Wäre es nach dem Gemeinderat des Ortes gegangen, wäre das Pahl-Museum in Mainhardt-Gailsbach längst abgerissen. Dem Freundeskreis des Museums ist es zu verdanken, dass das Museumsgebäude im neuen Glanz erstrahlt. Seit dem 1. Mai hat es wieder geöffnet und zeigt bis zum 1. Oktober Kunst auf Leinwand.

Zur Eröffnung gab es ein zünftiges Weißwurstessen im Freien. Davor oder danach hatten die zahlreich erschienenen Besucher die Möglichkeit, sich in den frisch renovierten Ausstellungsräumen umzusehen. Präsentiert werden vornehmlich Werke von in der Region ansässigen Künstlern und Künstlerinnen beziehungsweise solchen, die es werden wollen. So gesellen sich zur Gemälde-Dauerausstellung des namensgebenden Ehepaares Manfred und Aenne Pahl aktuell einige von Schülern der Realschule Mainhardt gestaltete Arbeiten. In einem anderen Raum begegnen sich die Mitglieder der Mainhardter Kunst AG und des Arbeitskreises Kunst der Sozialeinrichtung Erlacher Höhe auf künstlerischer Ebene.

Besonders die Arbeiten der Schüler sind interessant, zeigen sie doch, dass sich auch junge Menschen in der heutigen Zeit intensiv mit der Malerei beschäftigen können. Ein Schuljahr lang wurde sich im Fach Kunst dieser gewidmet. Die Schüler sollten einen Künstler oder eine Künstlerin wählen und sich mit deren Arbeitsweise näher auseinandersetzen. Die Ergebnisse können sich sehen lassen. Viele haben sich für das Abmalen der Gemälde entschieden. Manche haben eigene Ideen umgesetzt und diesen lediglich den Stil ihres ausgewählten Künstlers beziehungsweise ihrer ausgewählten Künstlerin zugrunde gelegt.

Dass sich alle ausführlich mit dem Thema beschäftigt haben, beweisen die ebenfalls öffentlich ausgestellten Arbeitsmappen. Hier haben die Schüler ihre Recherchearbeiten zusammengestellt und ihre eigenen Gedanken zu den Kunstwerken festgehalten. Im Kontext mit den dazugehörigen Bildern ergibt sich eine eigene, erfrischend junge Sicht auf die mitunter recht „angestaubten“ Gemälde und die zum Teil jahrhundertealten Kunststile.

Die Sammlung des Ehepaares Pahl umfasst etwa 300 Ölgemälde sowie ungefähr 3.000 Grafiken. Letztere stehen teilweise zum Verkauf, sodass ebenfalls Kaufinteressenten in den Museumsräumen herzlich willkommen sind. Der 1994 verstorbene Manfred Pahl hatte sich dem Expressiven Realismus verschrieben. Seine Werke und die seiner Ehefrau Aenne vermachte er einst seiner Stiftung. Die Museumsgebäude standen gleichfalls im Eigentum der Pahls. Manfred Pahl hatte sie Mitte der 70er-Jahre nach seinen selbst entworfenen Plänen erbauen lassen. Nach seinem Tode wurde die Gemeinde Mainhardt Eigentümer derselben.

Die Verwaltung der Kunstsammlung liegt in den Händen von Adam Matheis. Er war es auch, der nach der Renovierung vorwiegend Künstlern der Region Räume zum Ausstellen ihrer Werke zur Verfügung stellen wollte beziehungsweise will.

Die Präsentation der Schülerarbeiten wird noch etwa einen Monat zu sehen sein. Ab 12. Juni weichen jene den Werken von Siegmund Piontek. Der heute 95-Jährige ist einer der letzten noch lebenden Schüler Manfred Pahls. Die neue Ausstellung hat das Schaffen von Künstlern aus dem Raum Hall zum Mittelpunkt. Neben Piontek werden Arbeiten von Friedrich Karl Fürst zu Hohenlohe-Waldenburg, Johannes Seibt, George Finley, Christa Schmid-Ehrlinger und Werner Jost gezeigt. Zur feierlichen Eröffnung wird weiterhin der ortsansässige Klarinettist Hans Kumpf zugegen sein und für eine passende musikalische Umrahmung sorgen.

Das Pahl-Museum hat Samstag und Sonntag sowie an Feiertagen jeweils von 13 bis 17 Uhr geöffnet. Zu finden ist es im Mainhardter Ortsteil Gailsbach, Hauptstraße 6.

Bildquelle: © Dieter Schütz / Pixelio.de

Picasso-Kunstwerke auf Leinwand in Marseille zu sehen

390902_web_R_K_by_Bildpixel_pixelio.de (2)Das Museum der Zivilisationen Europas und des Mittelmeers hört sich nicht unbedingt nach Kunst an. Vielmehr scheint es sich um ein Museum zu handeln, das sich mit der Geschichte der Menschheit in Europa und speziell mit den Menschen im Mittelmeerraum befasst. Ganz falsch ist das nicht. Immerhin ist die Kunst eng mit der Menschheitsgeschichte verknüpft. Malereien, Skulpturen und ähnliches geben Auskunft über das Leben der Menschen in vergangenen Zeiten. Da liegt es nahe, dass in den Museumsräumen ebenfalls Kunstausstellungen stattfinden.

Eine solche wurde unlängst eröffnet und beschäftigt sich mit niemand Geringerem als Pablo Picasso. Etwa 270 Werke von ihm sind zu sehen. Der Titel der Ausstellung lautet “Picasso, un génie sans piédestal”, was in etwa mit „Picasso, ein Genie ohne Sockel“ übersetzt werden kann. Ein weiterer Schwerpunkt der Schau sind volkstümliche Traditionen, die auf den Künstler gleichfalls großen Einfluss hatten. Er ließ sich von den Bräuchen und der Kunst seines Volkes inspirieren. Besonders von Erlebnissen aus seiner Kindheit, die er in Katalonien verbrachte, zehrte der Maler sein ganzes Leben lang.

Geboren wurde Picasso 1881 in Málaga. Im Alter von sieben Jahren siedelte die gesamte Familie nach Barcelona um. Schnell wurde die neue Stadt seine Heimat. Hier wagte der junge Pablo auch seine ersten Malversuche. Unter Anleitung seines Vaters begann er im Jahre 1889 das Ölgemälde „Picador“. Es zeigt einen Stierkämpfer in der Arena und wurde 1890 vollendet. Das Bild gilt als das erste bekannte Ölgemälde Picassos. Im Laufe seines Lebens sollte noch eine Vielzahl weiterer, auf der ganzen Welt bekannter Kunstwerke entstehen.

Stierkampfszenen widmete sich Picasso des Öfteren. Die aktuelle Ausstellung beinhaltet beispielsweise zwei Bilder mit dem Namen “Der Matador”, die aus einer privaten Sammlung stammen. Der traditionelle Corrida, wie der Stierkampf in der Landessprache heißt, war eine der mannigfaltigen Inspirationsquellen des Künstlers. Schaut man sich die Gemälde auf Leinwand genauer an, scheint Picasso aber eine etwas andere Sicht auf die Dinge zu haben. Er stellte nur selten eine Siegesszene des Toreros, also den Tod des Stieres, dar. Das Bild „Der Stierkampf” etwa bildet den Torero als Verlierer ab. Damit ist es mit einer eher ungewöhnlichen Aussagekraft behaftet.

Neben der Malerei war Picasso Bildhauer und Grafiker. Deshalb sind im Museum der Zivilisationen Europas und des Mittelmeers nicht nur Bilder auf Leinwand ausgestellt, sondern weiterhin Skulpturen, Grafiken und Keramiken. Zusammengetragen wurden die Exponate aus Museen und Privatsammlungen. Vom Pariser Picasso-Museum stammen fast 70 Ausstellungsstücke. Aus privater Hand kommen dagegen die „Männerbüste (II)“ und das „Spanische Paar“. Wesentlicher Bestandteil dieser Gemälde sind zwei traditionelle spanische Kopfbedeckungen: die Mantilla, ein Schleiertuch für Frauen, sowie die Barretina, eine rote Wollmütze, die ausschließlich den Männern vorbehalten ist. Jene Accessoires sind in vielen Werken des Künstlers wiederzufinden.

Bis zum 29. August hat die Ausstellung noch geöffnet. Für 9,50 Euro können die Museumsbesucher in die spanische Lebensweise des ausklingenden 19. Jahrhunderts und des 20. Jahrhunderts aus Sicht eines der bedeutendsten Künstler unserer Zeit eintauchen. Die Gärten und die Aussichtsterrasse des Museums sind frei zugänglich.

Das Museum der Zivilisationen Europas und des Mittelmeers wurde 2013 im Alten Hafen von Marseille eröffnet. Anlass war die Ernennung der Stadt zur Kulturhauptstadt Europas.

Bildquelle: © Bildpixel / Pixelio.de

Düsseldorfer Nacht der Museen zeigte nicht nur Kunst auf Leinwand

8287_web_R_K_B_by_Dietmar Meinert_pixelio.de (2)Wie facettenreich Kunst sein kann, bekamen rund 20.000 Interessenten in der Nacht vom 9. zum 10. April in Düsseldorf zu sehen. Mehr als 50 Kunstinstitutionen der Stadt hatten bis zwei Uhr morgens ihre Türen geöffnet, um den zahlreichen Gästen die unterschiedlichsten Ausprägungen von Kunst zu nahezubringen. Werke von großen Meistern waren ebenso darunter wie Exponate von hoffnungsvollen Nachwuchskünstlern. Außerdem gab es ein buntes Rahmenprogram mit Musik, Tanz und Lesungen. Eine große Zahl der Künstler war darüber hinaus anwesend und stand für ein persönliches Gespräch bereit.

Ob Laie oder Profi: Jeder, der sich in irgendeiner Weise mit Kunst verbunden fühlt, kam in der Museumsnacht auf seine Kosten. Es war bereits das 16. Mal, dass diese stattfand. Der rege Zuspruch gab den Organisatoren Recht, dass Kunst zeitlos und stets präsent ist. Wie sie interpretiert wird, ist Ansichtssache und der Fantasie eines jeden selbst überlassen. Dementsprechend konnten neben Gemälden auf Leinwand beispielsweise auch futuristisch anmutende Installationen aus Metall und ausdrucksstarke Fotografien betrachtet werden.

Über 40 Museen, Galerien und andere Orte, an denen Kunst eine wichtige Rolle spielt, standen für einen Besuch in den späten Abend- und Nachtstunden offen. Dabei war nicht nur ein Gang durch die Ausstellungsräume, sondern auch ein Blick hinter die Kulissen möglich. Zu den beteiligten Örtlichkeiten zählten etwa das Stadtmuseum, das NRW-Forum und die Kunsthalle. Eher ungewöhnlich muteten dagegen Kirchen, der Hafen und U-Bahnhöfe als Standorte für eine Kunstausstellung an. Dennoch nahmen sie an der „Nacht der Museen“ teil und konnten sich über einen nicht abreißenden Besucherstrom freuen. Damit jener ungehindert fließen konnte, wurde ein Shuttle-Bus eingesetzt, dessen Nutzung im Eintrittspreis von 14 Euro inklusive war.

Eins der Highlights war die erst seit Kurzem in der Kunstsammlung NRW gezeigte Gemäldeausstellung vom ehemaligen Henkel-Konzernchef Konrad Henkel. Seine Witwe Gabriele Henkel stellte einige Werke aus der umfangreichen Sammlung ihres verstorbenen Mannes dafür zur Verfügung. Bislang konnten diese nur in der Konzernzentrale bewundert werden. Dort schmückten sie die Flure, Treppenhäuser und Büros. Jetzt werden sie erstmals der Öffentlichkeit zugänglich gemacht. Henkel war vor allem ein Liebhaber der abstrakten Kunst, wie die von Imi Knoebel, Günther Uecker und Gerhard Richter gefertigten Gemälde auf Leinwand beweisen.

Was wäre Düsseldorf ohne Karneval? Jacques Tilly, der für seine bissig-satirischen Rosenmontagswagen zum Thema Politik deutschlandweit bekannt ist, beteiligte sich gleichfalls aktiv an der „Nacht der Museen“. Er nahm die Besucher mit in sein Allerheiligstes: In seinem Atelier konnten diese der Entstehung eines solchen Karnevalswagens von der Idee dazu über die Auswahl der geeigneten Materialien bis hin zur Fertigstellung beiwohnen.

Wer zwischendurch eine Pause benötigte und „den Kopf ein bisschen frei bekommen wollte“, konnte im Plenarsaal des Landtages einem spanischen Gitarristen lauschen oder in der Basilika St. Lambertus mit einem 15-köpfigen Kammerchor auf eine Reise durch sieben Jahrhunderte Musik gehen. Stand einem der Sinn dagegen nach einem Tänzchen, war das Benrather Schloss ein empfehlenswertes Ziel. Dort wurde unter der Leitung von Profitänzerin Isabell Edvardson Walzer getanzt.

So bot die Düsseldorfer Museumsnacht für jeden etwas und man kann sich sicher sein, dass es nicht die letzte Veranstaltung dieser Art in der nordrhein-westfälischen Landeshauptstadt war.

Bildquelle: © Dietmar Meinert / Pixelio.de

Eine Bibliothek für Kunst: Die Artothek verleiht Bilder auf Leinwand

487244_web_R_K_B_by_Rosel Eckstein_pixelio.de (2)„Kunst für Jedermann“ ist das Motto in der Artothek, die kürzlich im Seevetaler Ortsteil Meckelfeld eröffnet hat. Die Idee dahinter ist angelehnt an eine Bibliothek: Man kann etwas ausleihen. Allerdings stehen in der Artothek keine Bücher dafür bereit, sondern Kunst auf Leinwand. Wer sich für eins der Bilder interessiert, kann dieses mitnehmen und bei sich Zuhause oder an einem anderen Ort aufhängen.

Aufgebaut ist das Ganze wie eine Ausstellung. Sie steht unter der Leitung von Gabriele Maidorn, die gleichzeitig die Leiterin der Zentralbücherei Meckelfeld ist. Ein Jahr lang werden 55 Werke von drei aus der Region kommenden Künstlern gezeigt. Die Geesthachterin Jutta Gehrke-Freund machte 1999 die Malerei nach 40 Jahren im Büro zu ihrem Lebensinhalt. Sie nahm an mehreren Seminaren teil und erhält ihre Inspiration aus den Werken der Meister des Kubismus und Impressionismus.

Yvonne Lautenschläger ist 1964 in Bielefeld geboren, wuchs im Rheinland auf und zog schließlich nach Hamburg, wo sie seit 1998 lebt. Sie bezeichnet ihre Arbeiten als subversiv, die auf den ersten Blick äußerst dekorativ erscheinen, auf den zweiten Blick aber auch eine Botschaft vermitteln. Der einzige Herr in der Runde ist der in Seevetal lebende Rentner Peter H. Nissen. Der ehemalige Gymnasiallehrer, der unter anderem von 1978 bis 1994 am Gymnasium in Meckelfeld unterrichtete, hat 2011 die Liebe zur Acrylmalerei entdeckt.

Die zwei Künstlerinnen und der Künstler stell(t)en der Artothek Werke zur Verfügung, die eine enorme Bandbreite an Kunststilen abdeckt. Die Motive auf den Leinwänden reichen von Blumen über maritime Ansichten bis hin zu Landschaften, die der Fantasie entsprungen sind. Schon die Vernissage am 3. April ließ einige Hoffnung für eine erfolgreiche Zukunft aufkommen. Erschienen waren etwa 50 Gäste, die nicht nur die Kunstwerke auf Leinwand bewunderten, sondern auch Gespräche führen und Musik lauschen konnten. In der wohligen Atmosphäre konnte dann auch ein Bild verkauft werden, für sieben weitere haben sich bereits interessierte Entleiher registrieren lassen.

Bis Ende März 2017 können die Ausstellung besucht und Bilder geliehen werden. Das Angebot richtet sich nicht nur an Privatpersonen, auch Firmen sind herzlich willkommen. Der Ausleihzeitraum beträgt jeweils drei Monate. Dafür wird eine geringe Gebühr fällig, die sich an dem Wert des Bildes bemisst und gestaffelt berechnet wird. Die Leihgebühren betragen demnach 5, 10 oder 15 Euro. Weiterhin wird ein Jahresabonnement angeboten, das die Ausleihe von vier Bildern beinhaltet. Außerdem ist der Kauf von Bildern möglich. Eine eventuell entrichtete Leihgebühr wird dabei auf den Kaufpreis angerechnet.

Die Öffnungszeiten der Ausstellung sind analog zu denen der Zentralbücherei Meckelfeld und zwar am Montag von 10 bis 13 sowie von 15 bis 18 Uhr, am Dienstag von 15 bis 19 Uhr, am Mittwoch von 15 bis 18 Uhr, am Donnerstag von 10 bis 13 sowie von 15 bis 19 Uhr und am Freitag von 10 bis 18 Uhr. In den Schulferien können jene abweichen. Die Ausstellungsräume sind in den Räumen der Meckelfelder Bücherei unter der Adresse Am Schulteich 1 zu finden. Parkplätze sind direkt vor der Bücherei vorhanden. Darüber hinaus ist die Artothek gut mit öffentlichen Verkehrsmitteln erreichbar. Der Zugang zur Bibliothek ist barrierefrei.

Bildquelle: © Rosel Eckstein / Pixelio.de