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Die Titanic kommt zurück auf die Leinwand

Wer kennt nicht den Klassiker vom Untergang der Titanic. Damit ist allerdings nicht die erste Verfilmung in schwarzweiß gemeint, sondern der spektakuläre Film von Starregisseur James Cameron mit Leonardo Di Caprio und Kate Winslet in der Hauptrolle. Millionen von Menschen zog es vor 14 Jahren zu diesem Film in die Kinos. Selbst Abstinenzler, die seit Jahren kein Kino mehr von innen gesehen hatten, konnten plötzlich nicht schnell genug in den Kinosaal kommen und wollten den Untergang auf der überdimensionalen Leinwand hautnah miterleben.

Nun wird das Erlebnis noch intensiver, denn der unvergessene Film von James Cameron kommt in 3D ins Kino. Die „Wiederauferstehung“ der Titanic wird einen ähnlichen Erfolg haben wie der ursprüngliche Film aus dem Jahre 1998. Dieser lief in Deutschland am 8. Januar 1998 an. Damals war sich keiner des Hypes bewusst, den dieser Film nach sich ziehen würde.

Der Aufwand für das Spektakel Titanic war enorm. James Cameron ließ damals extra ein Studio bauen. In ihm wurde ein riesiger Wassertank mit einem Fassungsvermögen von 64 Millionen Litern aufgestellt. Das Schiff wurde maßstabsgetreu nachgebaut. Insgesamt wurde der Film an 160 Tagen produziert. Jeder einzelne Tag schlug mit einem Budget von knapp einer Million Dollar zu Buche. Das war einfach unglaublich. Dabei waren die Dialoge recht einfach gehalten. Von Tiefsinnigkeit konnte keine Rede sein. Aber das war auch nicht bezweckt, denn eigentlich stand die Titanic und mit ihr die Geschichte von Jack und Rose im Mittelpunkt und das hat Cameron mit seiner Inszenierung perfekt hinbekommen.

Die Titanic in 3D auf der Leinwand ist ein einmaliges Erlebnis. Nie war eine Verfilmung authentischer. Nun hat man nicht mehr den Eindruck Zuschauer zu sein, sondern man fühlt sich direkt in das Geschehen hineinversetzt. Die Titanic scheint aus der Leinwand heraus direkt in die Zuschauer zu fahren. Besonders spektakulär wirkt beispielsweise die Szene, als sich Rose alias Kate Winslet vom Heck des Schiffs in die eiskalten Fluten stürzen will. In der 3D-Version wird einem erstmals die ungeheure Dimension des Schiffes bewusst. Ein filmisches Highlight jagt das nächste und am Ende steht der spektakuläre Untergang der Titanic, den man in 3D noch einmal extremer erlebt. Fast kommt es der Realität gleich und doch befindet man sich in Sicherheit, in der Geborgenheit des Kinosaals, inmitten zahlreicher anderer Kinogänger, die sich dem Bann der Titanic nicht entziehen können.

Kino ist ohne Zweifel die beste Verwendung für eine Leinwand. Das hätte keiner für möglich gehalten, dass die Leinwand einmal einen solch hohen Stellenwert in der Gesellschaft einnehmen wird. Vor allem wusste keiner, dass die Leinwand irgendwann für die Wiedergabe von bewegten Bildern genutzt wird. Das Malen auf der Leinwand war seit Jahrhunderten bekannt und faszinierte ebenfalls die Menschen. Die Erfindung des Kinos stellte aber alles in den Schatten und heute kann man die Leinwand sogar nutzen, wenn man nicht zu den Künstlern oder Filmemachern gehört. Mittlerweile wird die Leinwand nämlich auch für den Digitaldruck verwendet. Dafür muss man nicht selber den Pinsel schwingen oder Millionen für die Produktion eines Kinofilms ausgeben, man muss einfach nur ein schönes Digitalfoto haben und dieses bei einem Anbieter für Fotoleinwände einreichen. Dann kann man sich bald sein persönliches Kunstwerk auf Leinwand in den eigenen vier Wänden aufhängen.

Bildquelle: © dagmar schmidt / Pixelio.de

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