Aufkleber und T-Shirt Blog

US-amerikanische Polizei schummelte mit einem Sticker von Google

632432_web_R_K_by_Dieter Schütz_pixelio.de (2)Es ist zum Haare raufen! Wie ist es nur möglich, dass selbst von der Polizei genutzte Zivilfahrzeuge immer als Polizeiautos auffallen? Im US-amerikanischen Philadelphia hatte einige Polizisten nun eine scheinbar gute Idee, um ihr Fahrzeug perfekt zu tarnen: Sie klebten einfach einen Sticker an die hintere Scheibe, der das Auto als Street-View-Wagen von Google ausweisen sollte. Dumm nur, dass jene Fahrzeuge etwas anders aussehen. Zwar hatte das Polizeifahrzeug auch außen angebrachte Kameras, der Unterschied war dennoch kaum zu übersehen.

Es dauerte demzufolge auch nicht lange, bis ein Passant darauf aufmerksam wurde, dass hier irgendetwas nicht stimmt. Darüber konnte auch der Sticker mit dem Google-Logo nicht hinwegtäuschen. Den Vorübergehenden machte bereits der Anblick des Wagens stutzig. Ein Blick auf die Zulassung im anderen Fenster brachte ihn noch mehr ins Grübeln. Darauf war die Stadt Philadelphia als Zulassungsinhaber ausgewiesen. Das passte schon gar nicht zu Google. Umgehend erschien ein Bild des bewussten Fahrzeugs auf Twitter. Somit war die Tarnung aufgeflogen.

Nachfragen bei den Behörden ergaben, dass der Wagen weder zur Pennsylvania State Police gehörte, noch einer anderen derartigen Institution zugeordnet werden konnte. Google distanzierte sich gleichfalls davon, dass das Auto zu seiner Street-View-Flotte zählt. Schließlich wurde die städtische Polizei als Besitzer des Fahrzeugs ausgemacht. Diese erklärte, dass der Sticker von der Fahrzeugbesatzung eigenmächtig und ohne Wissen der Vorgesetzten an der Seitenscheibe aufgeklebt wurde. Selbstverständlich wurde der Aufkleber sofort entfernt. Welche Strafe die betreffenden Ordnungshüter erwartet, wurde nicht bekannt.

Es handelte sich übrigens um ein Überwachungsfahrzeug, welches die Kennzeichen vorbeifahrender Autos zu Analysezwecken scannt. Die Technik erfasst mehrere tausend Nummernschilder in einer Minute. Die gesammelten Daten dürfen in den USA ein Jahr lang gespeichert werden. Die Kameras halten neben dem Kennzeichen weiterhin das Datum, die GPS-Koordinaten sowie die Zeit fest. Außerdem wird ein Bild des Fahrzeugs und dessen Umgebung aufgenommen. Die Nutzung der gesammelten Daten ist dementsprechend auf vielfältige Weise möglich.

Dass auch ein rechtmäßig angebrachter Sticker von Google kein Freifahrtschein ist, die Erfahrung mussten in der Vergangenheit schon mehrere Menschen machen. So beging etwa im Jahre 2013 der Fahrer eines offiziellen Google-Street-View-Fahrzeugs mit demselben in Indonesien nach einem Unfall Fahrerflucht und lieferte sich eine wilde Verfolgungsjagd mit der dortigen Polizei. Dabei beschädigte er weitere Autos. Auslöser war ein minimal beschädigter Minivan, dessen Reparatur umgerechnet etwa 13 Euro gekostet hätte. Der auf der Flucht entstandene Schaden dürfte um einiges höher gewesen sein.

Das Projekt „Street View“ stößt weltweit auf geteilte Meinungen. Einerseits ist von Datenklau und totaler Überwachung die Rede, andererseits hat es einige Erfolge zu feiern, für die es eigentlich gar nicht ins Leben gerufen wurde. In Großbritannien konnte die Polizei 2010 einen Autodieb dank Googles Street View dingfest machen. Just als dieser einen Wohnwagen stahl, fuhr ein Google-Street-View-Fahrzeug vorbei und machte ein Foto von ihm. Aufgeklärt werden konnte der Diebstahl allerdings erst ein Jahr später, als der Eigentümer des Wohnwagens sein Fahrzeug und den Dieb daneben bei Street View am Tatort entdeckte. Dank des gut erkennbaren Bildes des Mannes konnte die Fahndung nach dem Täter nun endlich schnell abgeschlossen werden. Ein Jahr zuvor verliefen die Nachforschungen erfolglos.

Bildquelle: © Dieter Schütz / Pixelio.de

Ein israelisches Museum zeigt Poster vom Erzfeind Iran

friedenDass nicht jeder die Meinung seiner Regierung vertritt, demonstriert momentan die israelische Kulturszene. Im Museum für islamische Kunst in Jerusalem wurde unlängst eine Ausstellung eröffnet, deren Exponate nicht bei jedem auf Begeisterung stoßen dürften. Im Mittelpunkt stehen Poster. An sich nichts verwerfliches, allerdings handelt es sich dabei um Plakate, die aus dem Iran stammen und somit aus der Hand des Erzfeindes. Beide Länder stehen sich seit jeher überaus feindlich gegenüber. Zu unterschiedlich und von Missverständen geprägt sind die vertretenen Ansichten, als dass es bisher zu einer Annäherung der beiden Länder kommen konnte.

Genau das soll mit der Ausstellung erreicht werden, zumindest auf kultureller Ebene. Gerne würde es der in Israel lebende Iran-Experte Meir Javedanfar aber auch sehen, dass man sich auf anderen Gebieten näherkommt. Deshalb setzt er in die Präsentation große Hoffnungen. Jene trägt übrigens den denkwürdigen Titel „Zeichen aus dem Iran“.

Die iranische Regierung ist überzeugter Gegner des jüdischen Staats und streitet vehement ab, dass es den Holocaust je gegeben hat. Javedanfar kann und möchte sich dieser Meinung nicht anschließen. Er sieht in den Postern ein geeignetes Mittel, dem antisemitischen und antiisraelischen Auftreten des Irans entgegenzutreten.

Nahezu zeitgleich mit der Ausstellung in Jerusalem wurde eine ebensolche in Teheran mit einem eindeutigen Tenor gegen Israel eröffnet. Aus 50 Ländern wurden 150 Karikaturen zusammengetragen, die ausschließlich die Verunglimpfung des israelischen Staates zum Ziel haben.

Im Museum für islamische Kunst lässt man sich davon nicht beeindrucken. Die eigene Ausstellung setzt sich durchaus kritisch mit der Politik des Irans auseinander, das wird aber oft erst auf den zweiten Blick offenbart. So hat sich ein junger Perser mit dem beständig schwelenden Konflikt auf seine ganz eigene Weise auseinandergesetzt.

Das von ihm entworfene Poster befasst sich eigentlich mit einem weltweit existierenden Problem: HIV beziehungsweise Aids. Es zeigt eine Banane, die ein männliches Glied darstellen soll. Sie wird umhüllt von einem Kondom, welches aus Reißzwecken besteht. Die Banane prangt unübersehbar im Vordergrund, den Hintergrund bilden arabische Schriftzeichen und ein verschnörkeltes Blumenmuster. Wer hier genauer hinschaut, fühlt sich angesichts der kleinen Rechtecke an Gräber erinnert. Ein Hinweis auf die vielen Opfer, die der Konflikt der beiden Länder bereits gefordert hat.

Ein anderes Plakat befasst sich auf Umwegen mit dem jahrelangen Bestreben nach Frieden. Ein fauliger Granatapfel ist das Symbol für die Gesellschaft Persiens. Er teilt sich das Poster mit einer Krähe, die eigentlich eine Friedenstaube sein soll. Da diese bisher ihre Mission nicht erfüllen konnte, hat der Künstler dem seiner Meinung nach besser zur Situation passenden Vogel den Vorzug gegeben.

Die Organisation der Ausstellung wurde übrigens weitab von Israel im tschechischen Brünn von der Mährischen Galerie vorgenommen. Das auch aus dem Grund, um die Künstler zu schützen. Die Idee stammte vom in Tel Aviv lebenden Posterkünstler Lemel, der zugleich Kurator ist. 60 Poster aus vier Jahrzehnten konnte er zusammengetragen. Nach Israel gelangten nur Ausstellungsstücke, die schon verkauft oder verschenkt und demzufolge nicht mehr im Besitz der jeweiligen Urheber waren. Ein weiterer Schritt, um die Künstler keiner unnötigen Gefahr auszusetzen.

Das Museum hat Sonntag, Montag, Mittwoch und Donnerstag von 10 bis 15 Uhr, am Dienstag von 10 bis 18 Uhr sowie am Freitag, Samstag, an Feiertagen und Feiertagsvorabenden von 10 bis 14 Uhr geöffnet. Wer nicht bis nach Israel reisen möchte, kann dem Pendant in Berlin einen Besuch abstatten.

Bildquelle: © Denise / Pixelio.de

Mit QR-Code an Sportgeräten gegen Langeweile und Vandalismus

610019_web_R_K_B_by_Juergen Jotzo_pixelio.de (2)Wer Langeweile hat, kommt auf dumme Gedanken. Das war auch eine Erfahrung, die in Langen, einer Stadt im Landkreis Offenbach nahe Frankfurt am Main, gemacht wurde. Des Öfteren kam es zu Vandalismus und nicht selten waren Jugendliche die Täter. Ihnen mangelte es ganz offensichtlich an Beschäftigungsmöglichkeiten. Doch wie Abhilfe schaffen? Um eine Antwort auf diese Frage zu finden, setzten sich Vertreter der Zielgruppe und Verantwortliche der Stadt gemeinsam an einem Tisch.

Die Jugendlichen wünschten sich Sportgeräte und mit finanzieller Unterstützung des Offenbacher Caritasverbandes sowie der Dr.-Bodo-Sponholz-Stiftung wurde der Wunsch erfüllt. Seit einiger Zeit können die „jungen Wilden“ beim Calisthenics ihre Kräfte messen. Für das Ausüben dieser Trendsportart braucht es nicht viel. Das eigene Körpergewicht ist das wichtigste Trainingsutensil und ein paar fest montierte Stangen, an denen die entsprechenden Übungen ausgeführt werden können. Das Geld für eben jene spendeten die vorgenannten Institutionen, angebracht wurden die Stangen vom städtischen Fachdienst für Migration und Jugend auf dem Spielplatz in der Langener Elbestraße.

Die Tatsache, dass sich die Jugendlichen selbst die Schaffung von idealen Trainingsvoraussetzungen gewünscht haben und dies nun realisiert wurde, soll jene zu mehr Verantwortungsbewusstsein bewegen. Man erhoffe sich davon, dass die Verschmutzung oder gar Zerstörung der Geräte verhindert werde, erklärte Andreas Rehwald vom örtlichen Jugendzentrum.

Wie beim auch als Street Workout bekannten Calisthenics richtig trainiert wird, können Interessierte übrigens über einen an den Stangen angebrachten QR-Code in Erfahrung bringen. Ein Smartphone gehört in der Gegenwart sozusagen zur Standardausstattung eines jeden Teenagers. Damit werden die Codes gescannt. Nach dem Auslesen derselben erscheinen auf dem Display bebilderte Trainingsanleitungen, Tipps und kleine Videos, die Übungen zum Nachmachen zeigen. Damit ist ebenfalls Anfängern jederzeit ein einfacher Trainingseinstieg möglich.

Schwer sind die Calisthenicsübungen ohnehin nicht unbedingt, obwohl es bei den Profis natürlich schon sehr beeindruckend aussieht, wenn sie beispielsweise die „Human Flag“ – Übung machen. Vieles dürfte den Kids aus dem Schulsport geläufig sein. Push ups und Sit ups etwa oder Crunches. Die Stangen in der Elbestraße können zum Beispiel für Klimmzüge, Pull ups und Chill ups genannt, verwendet werden. Schwieriger wird die Übung, wird statt beider Arme nur noch ein Arm zum Hochziehen genommen.

In Deutschland ist Calisthenics bislang nicht allzu populär. Das kann sich nun aber, zumindest in Langen und Umgebung, schnell ändern. Es sind weder die Anschaffung einer teuren Ausrüstung, noch Investitionen in einen Trainer notwendig. Im Grunde genommen kann der Sport überall ausgeübt werden. Deshalb auch der Name Street Workout. Gebräuchliche Geräte neben (parallel angebrachten) Stangen sind Leitern oder ähnliche Objekte, die horizontal oder vertikal aufgestellt für eine Vielzahl von Übungen genutzt werden können.

In den USA, wo die Sportart ihren Ursprung hat, gibt es direkte Workout – Parks. Sie bieten den Sportlern verschiedene Arten von Barren, Klimmzugstangen und ganze Hangelstrecken. Werden die Übungen korrekt ausgeführt, ist allein durch den gezielten Einsatz des eigenen Körpergewichts ein Training aller Muskelgruppen möglich. Ein überaus effektives Krafttraining ohne großen Aufwand! Raus aus der Schule, rauf auf den Spielplatz könnte also demnächst das Motto bei der Langener Jugend heißen. Da sollten keine Langeweile und dumme Gedanken mehr aufkommen.

Bildquelle: © Juergen Jotzo / Pixelio.de

QR Codes, frische Küche, Panoramafenster: das bieten Jugendherbergen heute

681261_web_R_K_B_by_SuBea_pixelio.de (2)Jugendherbergen haben es in der Gegenwart nicht leicht. Ihnen haftet der Ruf als Anlaufstelle für Schulklassen und Jugendgruppen an. Einen erholsamen Urlaub kann sich wohl kaum jemand inmitten einer Horde von vergnügungssüchtigen jungen Menschen vorstellen. Doch die Jugendherbergen wollen auch für andere Zielgruppen interessant werden. Dafür ziehen sie nicht nur mit günstigen Preisen in den Kampf.

Die Stuttgarter Jugendherbergen konnten sich gerade wieder über einen enormen Zuspruch freuen. Anlass war das Frühlingsfest, das weit über die Stadtgrenzen hinaus bekannt ist. Die 155 Betten in der Jugendherberge am Neckarpark waren fast vollständig belegt. Bei den 309 Betten in der Haußmannstraße sah es ähnlich aus. Beide Häuser stehen unter der Leitung von Gerrit de Vries und seiner Frau Marlies. Der gebürtige Holländer hat ehrgeizige Ziele, um das Übernachten in seinen Jugendherbergen attraktiver zu machen. Schon jetzt fallen ihm ein paar gute Gründe ein, warum eine Jugendherberge die ideale Unterkunft ist. So etwa, dass seine Herbergen 365 Tage im Jahr geöffnet haben und daher immer für Übernachtungen zur Verfügung stehen.

Das Berufsbild des Herbergsleiters hat sich in den letzten Jahren enorm gewandelt, erzählt de Vries. Mit insgesamt 464 Betten und einem Mitarbeiterstab von 60 Leuten ist ein durchdachtes Management das A und O. Die Aufgaben der Herbergseltern ähneln daher stark dem Aufgabengebiet eines Hotelmanagers. In der Küche schwingt der Hausherr höchstpersönlich den Kochlöffel. De Vries ist gelernter Koch und das können seine Gäste jeden Tag spüren. Er kredenzt täglich frisch zubereitete Köstlichkeiten. Jede Zutat wird vom ihm selbst eingekauft und anschließend verarbeitet. De Vries möchte den Besuchern seiner Häuser was Besonderes bieten. Mit seinen Gaumenfreuden aus der nationalen und internationalen Küche hat er damit schon einmal einen Schritt in die richtige Richtung getan.

Die Stuttgarter Jugendherbergen sind längst nicht mehr nur einfache Übernachtungsmöglichkeiten. Sie können durchaus mit einem Hotel mithalten, wenngleich sie natürlich nicht einem Sternehaus Paroli bieten können. Trotzdem erfreuen sie sich mittlerweile bei allen Generationen großer Beliebtheit. Familien mit Kindern zählen ebenso zu den Gästen wie Geschäftsreisende und eben junge Menschen, die preiswert übernachten und sich amüsieren wollen. Dennoch geht es friedlich und ruhig zu.

Das Haus in der Haußmannstraße punktet mit seiner Ausstattung und seiner Aussicht. Jedes der Zimmer verfügt über eine eigene Nass-Zelle. Gemeinschaftsduschen gehören seit dem Umbau im Jahr 2003 der Vergangenheit an. Ein anderes Highlight sind die Panoramafenster, die bis zum Zimmerboden reichen und einen tollen Ausblick über die Stadt gewähren. Das kennt man sonst nur von teuren Hotels in weltberühmten Metropolen.

Seit 2000 hat das Ehepaar de Vries seine Zelte in Stuttgart aufgeschlagen. Für das Deutsche Jugendherbergswerk (DJH) arbeiten sie seit 1981. Vor den Stuttgarter Jugendherbergen leiteten sie die Jugendherberge in Hallwangen im Schwarzwald. Die Erfahrung ist ihnen anzumerken. Im letzten Jahr konnten sie mehr als 100.000 Übernachtungen in ihren beiden Stuttgarter Häusern zählen. Ein respektables Ergebnis für eine beziehungsweise zwei Jugendherbergen.

Wichtig ist den Herbergseltern, dass sie jedem etwas bieten können. Verschiedene Sportangebote zum Beispiel oder die Berücksichtigung von speziellen Wünschen beim Essen. Um den ständig zunehmenden Allergien und Unverträglichkeiten Rechnungen zu tragen, wurden am Buffet QR Codes angebracht. Sie geben bekannt, was in den einzelnen Gerichten enthalten ist. Natürlich verfügen die Herbergen auch über einen Internetzugang für ihre Gäste.

Bildquelle: © SuBea / Pixelio.de

Düsseldorfer Nacht der Museen zeigte nicht nur Kunst auf Leinwand

8287_web_R_K_B_by_Dietmar Meinert_pixelio.de (2)Wie facettenreich Kunst sein kann, bekamen rund 20.000 Interessenten in der Nacht vom 9. zum 10. April in Düsseldorf zu sehen. Mehr als 50 Kunstinstitutionen der Stadt hatten bis zwei Uhr morgens ihre Türen geöffnet, um den zahlreichen Gästen die unterschiedlichsten Ausprägungen von Kunst zu nahezubringen. Werke von großen Meistern waren ebenso darunter wie Exponate von hoffnungsvollen Nachwuchskünstlern. Außerdem gab es ein buntes Rahmenprogram mit Musik, Tanz und Lesungen. Eine große Zahl der Künstler war darüber hinaus anwesend und stand für ein persönliches Gespräch bereit.

Ob Laie oder Profi: Jeder, der sich in irgendeiner Weise mit Kunst verbunden fühlt, kam in der Museumsnacht auf seine Kosten. Es war bereits das 16. Mal, dass diese stattfand. Der rege Zuspruch gab den Organisatoren Recht, dass Kunst zeitlos und stets präsent ist. Wie sie interpretiert wird, ist Ansichtssache und der Fantasie eines jeden selbst überlassen. Dementsprechend konnten neben Gemälden auf Leinwand beispielsweise auch futuristisch anmutende Installationen aus Metall und ausdrucksstarke Fotografien betrachtet werden.

Über 40 Museen, Galerien und andere Orte, an denen Kunst eine wichtige Rolle spielt, standen für einen Besuch in den späten Abend- und Nachtstunden offen. Dabei war nicht nur ein Gang durch die Ausstellungsräume, sondern auch ein Blick hinter die Kulissen möglich. Zu den beteiligten Örtlichkeiten zählten etwa das Stadtmuseum, das NRW-Forum und die Kunsthalle. Eher ungewöhnlich muteten dagegen Kirchen, der Hafen und U-Bahnhöfe als Standorte für eine Kunstausstellung an. Dennoch nahmen sie an der „Nacht der Museen“ teil und konnten sich über einen nicht abreißenden Besucherstrom freuen. Damit jener ungehindert fließen konnte, wurde ein Shuttle-Bus eingesetzt, dessen Nutzung im Eintrittspreis von 14 Euro inklusive war.

Eins der Highlights war die erst seit Kurzem in der Kunstsammlung NRW gezeigte Gemäldeausstellung vom ehemaligen Henkel-Konzernchef Konrad Henkel. Seine Witwe Gabriele Henkel stellte einige Werke aus der umfangreichen Sammlung ihres verstorbenen Mannes dafür zur Verfügung. Bislang konnten diese nur in der Konzernzentrale bewundert werden. Dort schmückten sie die Flure, Treppenhäuser und Büros. Jetzt werden sie erstmals der Öffentlichkeit zugänglich gemacht. Henkel war vor allem ein Liebhaber der abstrakten Kunst, wie die von Imi Knoebel, Günther Uecker und Gerhard Richter gefertigten Gemälde auf Leinwand beweisen.

Was wäre Düsseldorf ohne Karneval? Jacques Tilly, der für seine bissig-satirischen Rosenmontagswagen zum Thema Politik deutschlandweit bekannt ist, beteiligte sich gleichfalls aktiv an der „Nacht der Museen“. Er nahm die Besucher mit in sein Allerheiligstes: In seinem Atelier konnten diese der Entstehung eines solchen Karnevalswagens von der Idee dazu über die Auswahl der geeigneten Materialien bis hin zur Fertigstellung beiwohnen.

Wer zwischendurch eine Pause benötigte und „den Kopf ein bisschen frei bekommen wollte“, konnte im Plenarsaal des Landtages einem spanischen Gitarristen lauschen oder in der Basilika St. Lambertus mit einem 15-köpfigen Kammerchor auf eine Reise durch sieben Jahrhunderte Musik gehen. Stand einem der Sinn dagegen nach einem Tänzchen, war das Benrather Schloss ein empfehlenswertes Ziel. Dort wurde unter der Leitung von Profitänzerin Isabell Edvardson Walzer getanzt.

So bot die Düsseldorfer Museumsnacht für jeden etwas und man kann sich sicher sein, dass es nicht die letzte Veranstaltung dieser Art in der nordrhein-westfälischen Landeshauptstadt war.

Bildquelle: © Dietmar Meinert / Pixelio.de

Die Teenage Mutant Ninja Turtles sind zurück, wenn auch erstmal nur auf Poster

549741_web_R_K_B_by_Rainer Sturm_pixelio.de (2)Das Warten hat ein Ende: Donatello, Leonardo, Michelangelo und Raphael sind wieder da! Vorerst auf einem neuen Poster und in einem neuen Trailer, ab dem 18. August erobern sie dann die deutschen Kinos. Wem die Namen nichts sagen: Es handelt sich um die „Teenage Mutant Ninja Turtles“, jenen Superhelden, die – halb Mensch, halb Schildkröte – 1984 zum ersten Mal den US-amerikanischen Comicmarkt betraten und sofort von sich überzeugten.

Schnell fanden sie Freunde in der ganze Welt. Von 1987 bis 1996 lief eine Zeichentrickserie mit ihnen. Es folgten Realserien, Videospiele und Verfilmungen. Von 1990 bis 2014 wurden insgesamt sechs Filme über und mit den „Teenage Mutant Ninja Turtles“ produziert. Nach zwei Jahren Pause kehren die kampferprobten Schildkröten diesen Sommer auf die Kinoleinwände zurück. Um die Vorfreude aufrechtzuerhalten, wurden jetzt ein neues Poster und ein neuer Trailer in deutscher Sprache veröffentlicht.

In „Teenage Mutant Ninja Turtles 2: Out Of The Shadows“ ziehen die vier “Weltretter” wieder einmal in die Schlacht gut gegen böse. Schauplatz dieser ist New York. Jeder bekommt sozusagen einen Gegner vor die Nase gesetzt. Da wäre beispielsweise Erzfeind Shredder, gespielt von Brian Tee, der den „Turtles“ schon früher an den Kragen wollte. Er erhält Unterstützung vom Mutanten Bebop, dargestellt von Gary Anthony Williams, und Rocksteady, der von Stephen Farelly verkörpert wird. Außerdem erscheint ein verrückter Wissenschaftler namens Baxter Stockman, gespielt von Tyler Perry, auf der Bildfläche. Und als sei das immer noch nicht genug an Feinden, taucht zudem die außerirdische Kreatur Krang auf, die ebenfalls nichts Gutes im Schilde führt.

Zum Glück können sich die Filmhelden auf ihre alten und neuen Freunde verlassen. Mit dabei ist wieder die Reporterin April O’Neil, die von Megan Fox verkörpert wird. Neu hinzu stößt Casey Jones, dargestellt von Stephen Amell. Er steht den „Turtles“ tatkräftig mit einem Eishockeyschläger zur Seite. Zwar mangelt es Jones noch an Kampferfahrung, doch trotzdem wird er im Laufe des Films ein treuer Weggefährte, auf den in manch brenzliger Situation nicht verzichtet werden kann. Weiterhin entwickelt sich eine Freundschaft mit der Polizeichefin Rebecca Vincent, gespielt von Laura Linney. Ob es allen zusammen gelingt, die Bösewichte in die Knie zu zwingen, ist ab August im Kino zu sehen.

Regie führte dieses Mal Dave Green. Er löste Jonathan Liebesman im Regiestuhl ab. Der Produzent Michael Bay war dagegen bereits beim letzten Teil dabei. In den Kostümen der „Teenage Mutant Ninja Turtles“ ist keine Änderung zu verzeichnen. Wie gewohnt sind Alan Ritchson als Raphael, Noel Fisher als Michelangelo, Jeremy Howard als Donatello sowie Pete Ploszek als Leonardo zu sehen. Weitere Rollen wurden mit Will Arnett, Alessandra Ambrósio und Brittany Ishibashi besetzt.

Bis zum Kinostart in knapp vier Monaten werden wohl noch einige Poster herausgebracht werden. Das aktuelle zeigt die vier Helden in scheinbar freudiger Erwartung auf einen bald beginnenden Kampf über den Dächern von New York in der Nähe des Empire State Buildings. Der Film läuft in ausgewählten Kinos in 2D, ansonsten in Digital-3D. Offizieller Starttermin ist der 11. August 2016. Die deutschen Fans müssen sich leider eine Woche länger gedulden.

Bildquelle: © Rainer Sturm / Pixelio.de

Seit Mitte März gibt es Sticker von Panini zur Fußball-EM 2016

319264_web_R_K_by_Rike_pixelio.de (2)Am 23. März war in Deutschland Verkaufsstart der begehrten Sticker, die seit 1961 regelmäßig anlässlich von Fußballgroßereignissen vom italienischen Unternehmen Panini herausgegeben werden. Längst haben die Aufkleber und Sammelalben Kultstatus erreicht. Sie sind nicht mehr nur reine Sammelobjekte, sondern wertvolle Nachschlagewerke, die selbst nach vielen Jahren noch gern zur Hand genommen werden.

In diesem Jahr ist die Europameisterschaft im Fußball das Thema der Panini-Sticker. In seinem mittlerweile zehnten Album zu einem solchen Ereignis hat das Unternehmen auf Altbewährtes gesetzt, aber auch Neuerungen eingeführt. Insgesamt sind es 680 Sticker, die in dem 96 Seiten starken Album Platz finden. Das sind 130 Aufkleber mehr als noch zur EM 2012. Jeder der sechs Gruppen wurde eine Doppelseite gewidmet. Die Teamseiten fassen jeweils 20 Aufkleber. Das ist pro Spieler je ein Sticker, auf dem das Porträt desselben abgedruckt ist. Der beste Spieler einer Mannschaft ist dagegen auf seinem Aufkleber komplett zu sehen.

Wie gewohnt enthält das Stickeralbum weiterhin viel Wissenswertes rund um die Fußball-EM. Ein Sticker zeigt beispielsweise das EM-Logo, ein anderer den offiziellen Spielball mit dem klangvollen Namen „Beau Jeu“. Natürlich dürfen ebenfalls der Pokal und die Aufstellung der 24 Finalisten nicht fehlen. Im neuen Album können zudem nicht nur Sticker von den Protagonisten eingeklebt werden. Die Fans werden in diesem Jahr den Stars gleichgestellt. Sie wurden genauso auf die Klebebildchen gebannt wie ihre Vorbilder. Eine große Ehre für die treuen Fußballanhänger!

Weiterhin spielt die Geschichte des Fußballs eine Rolle. Da die Alben in zahlreichen europäischen Ländern auf dem Markt sind, wurden sie in manchen Punkten entsprechend angepasst, wie eben bezüglich der Fußballgeschichte. Hier wurde sich auf die jeweilige Nation konzentriert und dementsprechende wichtige Meilensteine in der Entwicklung dieses Sports zusammengetragen. In einigen Ländern werden die Alben mit Postern und Nationalteamstickern ergänzt.

Alle Sammler dürfen sich dagegen über zahlreiche Extras wie beispielsweise Infos zu den Stadien und Gastgeberstädten, Kalenderseiten, eine ganze Seite über Fußball-EM-Rekorde sowie historische Bilder freuen. Auch sind wieder die beliebten „Glitzer-Sticker“ dabei. Die 50 Exemplare wurden auf einem speziellen Material mit metallischer Oberfläche gedruckt.

Abstriche muss der passionierte Sammler möglicherweise bei der Aktualität des Kaders hinnehmen. Nach Drucklegung nominierte Spieler sind verständlicherweise nicht unter den Stickern zu finden. Panini schaffte bei der letzten EM durch sogenannte Update-Bögen Abhilfe. Sie enthielten Sticker der aktuell nominierten Spieler, die an die Stelle der nun doch nicht antretenden Fußballer geklebt werden konnten.

Das deutsche Team im Album besteht aus Julian Draxler, Eric Durm, Mats Hummels, André Schürrle, Jonas Hector, Max Kruse, Marc-André ter Stegen, Toni Kroos, Mesut Özil, Ilkay Gündogan, Sami Khedira, Jérôme Boateng, Lukas Podolski, Marco Reus, Christoph Kramer, Bastian Schweinsteiger, Matthias Ginter, Thomas Müller, Mario Götze und Manuel Neuer.

Sticker und Album können im Handel sowie im Internet erworben werden. Die Sticker werden in Tütchen zu je 5 Stück angeboten. Wer diese nicht einzeln kaufen möchte, kann ein Display mit 50 oder 100 Tütchen erwerben. Außerdem gibt es Multipacks mit jeweils 8 Tütchen und Blister mit jeweils 16 Tütchen. Des Weiteren sind zwei Starterpacks verfügbar, die je ein Album und eine bestimmte Anzahl von Stickertütchen enthalten.

Ferner sind die Tauschbörsen schon in vollem Gange. Mehrmals vorhandene Sticker können dort gegen noch nicht vorhandene eingetauscht werden.

Bildquelle: © Rike / Pixelio.de

Eine Bibliothek für Kunst: Die Artothek verleiht Bilder auf Leinwand

487244_web_R_K_B_by_Rosel Eckstein_pixelio.de (2)„Kunst für Jedermann“ ist das Motto in der Artothek, die kürzlich im Seevetaler Ortsteil Meckelfeld eröffnet hat. Die Idee dahinter ist angelehnt an eine Bibliothek: Man kann etwas ausleihen. Allerdings stehen in der Artothek keine Bücher dafür bereit, sondern Kunst auf Leinwand. Wer sich für eins der Bilder interessiert, kann dieses mitnehmen und bei sich Zuhause oder an einem anderen Ort aufhängen.

Aufgebaut ist das Ganze wie eine Ausstellung. Sie steht unter der Leitung von Gabriele Maidorn, die gleichzeitig die Leiterin der Zentralbücherei Meckelfeld ist. Ein Jahr lang werden 55 Werke von drei aus der Region kommenden Künstlern gezeigt. Die Geesthachterin Jutta Gehrke-Freund machte 1999 die Malerei nach 40 Jahren im Büro zu ihrem Lebensinhalt. Sie nahm an mehreren Seminaren teil und erhält ihre Inspiration aus den Werken der Meister des Kubismus und Impressionismus.

Yvonne Lautenschläger ist 1964 in Bielefeld geboren, wuchs im Rheinland auf und zog schließlich nach Hamburg, wo sie seit 1998 lebt. Sie bezeichnet ihre Arbeiten als subversiv, die auf den ersten Blick äußerst dekorativ erscheinen, auf den zweiten Blick aber auch eine Botschaft vermitteln. Der einzige Herr in der Runde ist der in Seevetal lebende Rentner Peter H. Nissen. Der ehemalige Gymnasiallehrer, der unter anderem von 1978 bis 1994 am Gymnasium in Meckelfeld unterrichtete, hat 2011 die Liebe zur Acrylmalerei entdeckt.

Die zwei Künstlerinnen und der Künstler stell(t)en der Artothek Werke zur Verfügung, die eine enorme Bandbreite an Kunststilen abdeckt. Die Motive auf den Leinwänden reichen von Blumen über maritime Ansichten bis hin zu Landschaften, die der Fantasie entsprungen sind. Schon die Vernissage am 3. April ließ einige Hoffnung für eine erfolgreiche Zukunft aufkommen. Erschienen waren etwa 50 Gäste, die nicht nur die Kunstwerke auf Leinwand bewunderten, sondern auch Gespräche führen und Musik lauschen konnten. In der wohligen Atmosphäre konnte dann auch ein Bild verkauft werden, für sieben weitere haben sich bereits interessierte Entleiher registrieren lassen.

Bis Ende März 2017 können die Ausstellung besucht und Bilder geliehen werden. Das Angebot richtet sich nicht nur an Privatpersonen, auch Firmen sind herzlich willkommen. Der Ausleihzeitraum beträgt jeweils drei Monate. Dafür wird eine geringe Gebühr fällig, die sich an dem Wert des Bildes bemisst und gestaffelt berechnet wird. Die Leihgebühren betragen demnach 5, 10 oder 15 Euro. Weiterhin wird ein Jahresabonnement angeboten, das die Ausleihe von vier Bildern beinhaltet. Außerdem ist der Kauf von Bildern möglich. Eine eventuell entrichtete Leihgebühr wird dabei auf den Kaufpreis angerechnet.

Die Öffnungszeiten der Ausstellung sind analog zu denen der Zentralbücherei Meckelfeld und zwar am Montag von 10 bis 13 sowie von 15 bis 18 Uhr, am Dienstag von 15 bis 19 Uhr, am Mittwoch von 15 bis 18 Uhr, am Donnerstag von 10 bis 13 sowie von 15 bis 19 Uhr und am Freitag von 10 bis 18 Uhr. In den Schulferien können jene abweichen. Die Ausstellungsräume sind in den Räumen der Meckelfelder Bücherei unter der Adresse Am Schulteich 1 zu finden. Parkplätze sind direkt vor der Bücherei vorhanden. Darüber hinaus ist die Artothek gut mit öffentlichen Verkehrsmitteln erreichbar. Der Zugang zur Bibliothek ist barrierefrei.

Bildquelle: © Rosel Eckstein / Pixelio.de

Aufkleber bringt geklautes Auto seinem Besitzer zurück

85822_web_R_K_B_by_S. Hofschlaeger_pixelio.de (2)Die Aufklärungsquote bei Autodiebstahlen lag im Jahr 2014 bei ungefähr 27 Prozent. Viele Autos werden von organisierten Banden gestohlen, die ihr Diebesgut innerhalb kürzester Zeit außer Landes bringen, wo es auf Nimmerwiedersehen verschwindet. Oder ein paar Jugendliche unternehmen eine unerlaubte Spritztour mit dem Gefährt und lassen es anschließend als Totalschaden am Straßenrand stehen. Fakt ist, dass ein gestohlenes Auto selten im vorherigen Zustand zurückkehrt, wenn es überhaupt jemals wieder auftaucht.

Ein Mann aus Klötze in Sachsen-Anhalt bekam sein Auto vor allem deshalb zurück, weil er es mit einem auffälligen Aufkleber versehen hatte. Doch die Geschichte erst einmal von Anfang an. Am Morgen stellte der Betroffene seinen Golf vorschriftsmäßig auf dem Hof des Unternehmens ab, in dem er arbeitet. Als er am Mittag an die Stelle zurückkam, war sein Auto weg. Das Unglaubliche dabei: Der Wagen stand auf einem eingezäunten Grundstück und den Schlüssel hatte sein Fahrer mit in die Werkhalle genommen. Es geht allerdings noch unglaublicher: Der dreiste Dieb schloss nicht etwa das Auto kurz. Er hatte zuvor den Schlüssel aus der Halle entwendet und fuhr während der Arbeitszeit ganz selbstverständlich und unbemerkt mit dem geklauten Fahrzeug vom Hof.

Die Freude über den gelungenen Coup währte aber nur kurz, nach wenigen Stunden konnte das Auto seinem rechtmäßigen Besitzer wieder übergeben werden. Dabei spielte „Kommissar Zufall“ eine wesentliche Rolle. Ein Freund des Diebstahlopfers hatte nämlich den Wagen in Klötze an sich vorbeifahren sehen und das mit einem Fremden am Steuer. Erkannt hatte dieser das Auto an dem gelben Aufkleber, der auf der Heckklappe des ansonsten nicht weiter auffallenden, schwarzen Golfs prangte. Ein Blick auf das Kennzeichen brachte die Gewissheit, dass es sich wirklich um das Auto des Freundes handelte. Ein kurzer Anruf bei diesem und er erfuhr, dass der Wagen gestohlen wurde. Schnell sprang der Anrufer in sein Auto und nahm die Verfolgung auf. Leider blieb diese erfolglos.

Der Bestohlene hatte mittlerweile Anzeige bei der Polizei erstattet und beteiligte sich inzwischen selbst an der Suche. Der erste Weg des 38-Jährigen führte zur nächstgelegenen Tankstelle. Er wusste um den fast leeren Tank seines Fahrzeuges. Der Dieb hätte lediglich 50 bis 70 Kilometer mit der verbleibenden Tankfüllung fahren können. An der Tankstelle wurde das Auto aber nicht gesehen. Deshalb fuhr der Golfbesitzer mit einem Bekannten in Richtung Autobahn. Währenddessen erreichte ihn der Anruf seines Freundes. So fuhr man nach Klötze und informierte gleichzeitig die Polizei über die Sichtung des gestohlenen Wagens.

Jene fand das Auto bald darauf und zwar tatsächlich mit leerem Tank. Der 17-jährige Dieb hatte kein Geld mit und ließ das Auto deshalb stehen. Als sei das nicht schon Pech genug, erkannte ihn der Autobesitzer auch noch. Er konnte sich daran erinnern, dass der Täter vor einer Woche an seinem Arbeitsplatz erschienen und nach Arbeit gefragt hatte. Dabei habe er wohl gleich die Lage gepeilt.

Der Golf hat die rund 70 Kilometer lange Fahrt nicht unbeschadet überstanden. Die Beifahrertür, der Unterboden und der Stoßfänger weisen Schäden auf. Trotzdem ist der Besitzer glücklich, sein Auto wiederzuhaben. Sein Freund indes ist der Meinung, dass ohne seine Sichtung jenes bestimmt nicht so schnell gefunden worden wäre.

Bildquelle: © S. Hofschlaeger / Pixelio.de

„X-Men: Apocalypse“ – ein neues Poster ist da!

625671_web_R_K_B_by_Thomas Klauer_pixelio.de (2)Der Start des neunten „X-Men“-Teils ist in den deutschen Kinos für den 19. Mai 2016 angesetzt. Bis dahin werden uns wohl noch einige Poster und Trailer erwarten. Das derzeit aktuellste Poster zeigt Michael Fassbender, der einen der vier apokalyptischen Reiter verkörpern wird. Der in Heidelberg geborene Schauspieler ist als Magneto zu sehen und spielt damit an der Seite von solch Hollywoodgrößen wie Jennifer Lawrence (bekannt aus „Die Tribute von Panem“) sowie Sophie Turner, die durch ihre Rolle als Sansa Stark in „Game of Thrones“ zum Star wurde.

Neu ist die Handlung in „X-Men: Apocalypse“ nicht unbedingt. Die Menschen akzeptieren nun endlich die Mutanten in ihrer Mitte und leben friedlich mit ihnen zusammen. Doch der Friede währt nicht lange: Bald taucht wieder einmal ein Bösewicht auf, der mit seinem Gefolge dieses Mal nicht nur die Mutanten, sondern auch die Menschen zu seinen Untergebenen machen will. Im neuesten Teil der Filmreihe ist es der von Oscaar Isaac gespielte Apocalypse. Vielen wird Isaac noch aus „Star Wars: Episode VII – Das Erwachen der Macht“ geläufig sein. Auch im bald anlaufenden „Star Wars 8“ ist er zu sehen. Vorab nimmt er allerdings den Kampf gegen die Mutanten unter der Führung von Prof. X (James McAvoy) und Raven (Jennifer Lawrence) auf.

Unterstützt wird Apocalypse von seinen vier Reitern. Einer von ihnen ist der bereits oben genannte Magneto. Die anderen Drei sind Psylocke (gespielt von Olivia Munn), Archangel (gespielt von Ben Hardy) und Storm (gespielt von Alexandra Shipp). Das Auftauchen von Apocalypse geschieht nicht zufällig. Er war der erste Mutant der Welt und kehrt nun nach einem Jahrtausende langen Schlaf in seine vermeintliche Heimat zurück. Was er dort vorfindet, macht ihn allerdings nicht gerade glücklich.

Apocalypse strebt die Herrschaft über die Welt an. Die Menschen und abtrünnige Mutanten sind ihm dabei verständlicherweise im Weg. So trachtet er danach, sie aus dem Weg zu räumen. Da Apocalypse nicht der Einzige ist, dem Mutanten und Menschen ein Dorn im Auge sind, fällt es ihm nicht schwer, Mitstreiter zu finden. Schnell hat er eine kampfstarke Truppe zusammen, gegen die es die X-Men durchaus schwer haben könnten. Wie der Kampf ausgeht, wird ab Mai im Kino verraten.

Regie führte Bryan Singer. Er bewies bereits bei „X-Men“ und „X-Men 2“ sowie dem achten Teil „X-Men: Zukunft ist Vergangenheit“, dass ihm die Materie liegt. Die Starbesetzung sollte ihr Übriges dazu tun. Geht es nach den Machern, ist „X-Men: Apocalypse“ nicht der letzte Streich der seit dem Jahr 2000 existierenden Filmreihe. Für 2016 wurde noch der Teil „Gambit“ und für 2017 der dritte Wolverine-Film angekündigt. Ob es soweit kommt, bleibt abzuwarten. Ab Mai bricht erst einmal die Apokalypse über die X-Men herein.

Schon 2013 wurde das Erscheinen von „X-Men: Apocalypse“ durch Singer höchstpersönlich in Aussicht gestellt. Gedreht wurde der Film von April bis August 2015 im kanadischen Montreal. Anfang dieses Jahres fanden noch einige Nachdrehs statt. Damit wurde der Zeitplan eingehalten. Seine Premiere feiert der Film voraussichtlich am 18. Mai, einen Tag später können sich die Cineasten in Deutschland ein Bild davon machen, ob der Streifen gelungen ist oder nicht.

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