Aufkleber und T-Shirt Blog

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Aufkleber auf Autonummernschildern sind nicht erlaubt

304391_web_R_K_by_Klaus-Uwe Gerhardt_pixelio.de (2)Es gibt wohl kaum etwas Beliebteres zum Bekleben als Autos. Mit Aufklebern werden Botschaften überbracht. Das Auto ist ideal dafür, denn es kommt immerhin an die verschiedensten Orte. Manchen geht die Liebe zum Bekleben inzwischen soweit, dass sie auch mit dem Gedanken spielen, die Nummernschilder zu verzieren. Zwischen den Buchstaben und Zahlen sind immerhin noch genug freie Flächen, wo zumindest ein kleiner Aufkleber Platz finden könnte.

Doch davor warnt der TÜV Nord. Die Fahrzeug-Zulassungsverordnung (FZV) verbietet nämlich ein Bekleben der Nummernschilder. Selbst ein noch so kleiner Sticker hat auf den Kennzeichen nichts verloren. Im § 10 der FZV steht, dass dort nichts außer die Landeskennung in Form des Großbuchstabens „D“ angebracht werden darf. Alles, was Verwechslungen damit nach sich ziehen oder die Wirkung beeinträchtigen könnte, ist fehl am Platze.

Das Straßenverkehrsgesetz (StVG) sieht in dem Anbringen von Aufklebern sogar einen Kennzeichenmissbrauch, der mit empfindlichen Strafen einhergeht. Nachzulesen ist das im § 22, Absatz 3, in Satz 1 und 3. Hier steht geschrieben:

„Wer in rechtswidriger Absicht

1. ein Kraftfahrzeug oder einen Kraftfahrzeuganhänger, für die ein amtliches Kennzeichen nicht ausgegeben oder zugelassen worden ist, mit einem Zeichen versieht, das geeignet ist, den Anschein amtlicher Kennzeichnung hervorzurufen
2. ein Kraftfahrzeug oder einen Kraftfahrzeuganhänger mit einer anderen als der amtlich für das Fahrzeug ausgegebenen oder zugelassenen Kennzeichnung versieht,
3. das an einem Kraftfahrzeug oder einem Kraftfahrzeuganhänger angebrachte amtliche Kennzeichen verändert, beseitigt, verdeckt oder sonst in seiner Erkennbarkeit beeinträchtigt,

wird, wenn die Tat nicht in anderen Vorschriften mit schwererer Strafe bedroht ist, mit Freiheitsstrafe bis zu einem Jahr oder mit Geldstrafe bestraft.“

Zwar geht der TÜV Nord nicht davon aus, dass ein Aufkleber auf dem Nummernschild eine Gefängnisstrafe nach sich zieht, auch ein Fahrverbot oder Punkte in Flensburg sind unwahrscheinlich, aber mit einem Bußgeld ist zu rechnen. Außerdem dürfte es darauf ankommen, ob der auf diese Art Ertappte schon einmal mit der Straßenverkehrsordnung in Konflikt geraten ist. Dann könnte eventuell ein höheres Strafmaß in Betracht kommen. Auf der sicheren Seite ist auf alle Fälle derjenige, der beim Bekleben seines Autos mit Aufklebern die Kennzeichen außen vorlässt.

Bei den Scheiben ist gleichfalls Vorsicht geboten. Das Bekleben der Frontscheibe ist grundsätzlich verboten. An den Seitenscheiben und der Heckscheibe darf die Sicht nicht beeinträchtigt werden. Zudem müssen die Einfassungen der Scheiben freibleiben.

Ob ein Aufkleber auf der Scheibe aufgebracht werden darf, entscheidet hauptsächlich die Größe desselben. Nimmt der Aufkleber mehr als ein Viertel der Scheibenfläche in Anspruch, ist eine Genehmigung vom TÜV erforderlich. Diese sogenannte Bauartgenehmigung ist stets im Fahrzeug mitzuführen und auf Verlangen vorzuzeigen. Ist das nicht möglich, wird ein Bußgeld von 10 Euro fällig. Wer mit eingeschränkter Sicht fährt (das trifft nicht nur auf Sichteinschränkungen durch Aufkleber zu), muss gleichfalls 10 Euro löhnen. Ist gar die Verkehrssicherheit beeinträchtigt, werden 90 Euro erhoben und es gibt einen Punkt in Flensburg.

In der Gegenwart werden Scheibenaufkleber beziehungsweise für Scheiben vorgesehene Buchstaben und Zahlen ohne Hintergrund hergestellt. Das heißt, sie sind durchsichtig und der Fahrer kann durch sie hindurchschauen. So wird gewährleistet, dass keine Beeinträchtigung der Sicht erfolgt. Am sichersten ist es, Tönungen oder Aufkleber für Scheiben von einem Fachmann anfertigen zu lassen. Jener wird in der Regel die geltenden rechtlichen Bestimmungen beachten.

Bildquelle: © Klaus-Uwe Gerhardt/ Pixelio.de

Deutsches Historisches Museum hat Aufkleber als Propagandamittel zum Thema

433510_web_R_K_by_Helga Ewert_pixelio.de (2)Es gibt viele Arten, um Menschen in ihrer Meinungsbildung zu beeinflussen: Flugblätter, öffentliche Auftritte, bei denen große Reden geschwungen werden, Zeitungsartikel und dergleichen mehr. An Aufkleber denkt dabei kaum jemand. Sie stehen für Kindsein, Sammelspaß und Humor.

Eine neue Ausstellung im Deutschen Historischen Museum in Berlin zeigt Aufkleber von einer anderen Seite, nämlich als Propagandamittel. Bei einigen Exponaten können durchaus solche Begriffe wie „Volksverhetzung“ und „Rassenhass“ Verwendung finden. In der Gegenwart werden Aufkleber vor allem mit Sammelbildern wie beispielsweise zur im Juni stattfindenden Fußball-Europameisterschaft in Verbindung gebracht. Selbstklebende Bildchen gab es aber bereits ab Ende des 19. Jahrhunderts und da erfüllten sie häufig einen völlig anderen Zweck.

Bezeichnend bereits der Titel der Ausstellung: “Angezettelt. Antisemitische und rassistische Aufkleber von 1880 bis heute”. Er lässt keinen Zweifel daran offen, was für Arten von Stickern in den Berliner Museumsräumen zu sehen sind. Hier ging beziehungsweise geht es nicht um die schönen Dinge des Lebens, sondern darum, bestimmte Gruppen von Menschen zu diskriminieren. Ein Thema, was zurzeit aktueller denn je ist.

Vergleiche zwischen damals und heute können gleich am Anfang der Ausstellung angestrebt werden. Da ist beispielsweise ein Aufkleber aus der Kolonialzeit, welches hintereinander hergehende Sklaven zeigt. Der unmittelbar daneben angebrachte Aufkleber wird noch deutlicher. “Refugees not welcome” ist darauf zu lesen. Ein Motiv, das auch in der heutigen Zeit zu sehen sein könnte oder gar zu sehen ist. Zum Nachdenken regen ebenfalls die direkt nebeneinander hängenden „Hetzaufkleber“ der Nationalsozialisten aus dem Jahre 1933 und die von der NPD in den letzten Jahren in Umlauf gebrachten Sticker an.

Aufkleber sind hervorragend dazu geeignet, um anonym Botschaften zu überbringen. Überall treffen wir auf sie, wer mit ihnen seine Meinung kundtun wollte, bleibt allerdings in der Regel im Dunkeln. Dennoch nehmen wir die Mitteilung darauf wahr. Wir bilden uns ebenfalls eine Meinung dazu, die entweder dafür oder eben dagegen ist.

Im Vorfeld der Ausstellung gab es von den Initiatoren Bedenken, ob überhaupt Aufkleber mit derartigen Aussagen ausgestellt werden dürfen und dann auch noch in einer solch großen Zahl. Doch es wurde eine Lösung in Form von gegenpoligen Aufklebern gefunden. So gelingt es immer wieder, die „Macht“ der meist recht radikalen Aussagen zu brechen. Wie im Falle des Aufklebers, der sich gegen Flüchtlinge richtet. Unweit von diesem können Sticker betrachtet werden, die Flüchtlinge willkommen heißen und sich eindeutig gegen Fremdenhass aussprechen.

Bis Ende Juli kann die Ausstellung noch besucht werden. Die gezeigten Ausstellungsstücke stammen unter anderem aus der privaten Sammlung von Wolfgang Haney. Er hat hauptsächlich antisemitische Aufkleber der Nazis zusammengetragen, weil seine Familie selbst von der Verfolgung derselben betroffen war. Haney möchte mit seiner Sammlung die Menschen der Gegenwart mahnen und um erhöhte Aufmerksamkeit bei diesem Thema bitten. Ein weiterer Teil der Exponate stammt von einer Frau, die Aufklebern mit rechten Parolen mit einem Spachtel zu Leibe rückt und diese anschließend in Ordnern aufbewahrt. Sie stellte dem Museum einige ihrer prallgefüllten Aktenordner zur Verfügung.

Museumsdirektor Alexander Koch freut sich sehr darüber, dass die Ausstellung an Aktualität kaum zu übertreffen sein dürfte. Und Friederike Tappe-Hornbostel von der Bundeskulturstiftung ist sich sicher, dass jeder Besucher zukünftig Aufkleber in der Öffentlichkeit mit anderen Augen sehen und die Botschaft dahinter aufmerksamer betrachten wird.

Bildquelle: © Helga Ewert / Pixelio.de

Aufkleber bringt geklautes Auto seinem Besitzer zurück

85822_web_R_K_B_by_S. Hofschlaeger_pixelio.de (2)Die Aufklärungsquote bei Autodiebstahlen lag im Jahr 2014 bei ungefähr 27 Prozent. Viele Autos werden von organisierten Banden gestohlen, die ihr Diebesgut innerhalb kürzester Zeit außer Landes bringen, wo es auf Nimmerwiedersehen verschwindet. Oder ein paar Jugendliche unternehmen eine unerlaubte Spritztour mit dem Gefährt und lassen es anschließend als Totalschaden am Straßenrand stehen. Fakt ist, dass ein gestohlenes Auto selten im vorherigen Zustand zurückkehrt, wenn es überhaupt jemals wieder auftaucht.

Ein Mann aus Klötze in Sachsen-Anhalt bekam sein Auto vor allem deshalb zurück, weil er es mit einem auffälligen Aufkleber versehen hatte. Doch die Geschichte erst einmal von Anfang an. Am Morgen stellte der Betroffene seinen Golf vorschriftsmäßig auf dem Hof des Unternehmens ab, in dem er arbeitet. Als er am Mittag an die Stelle zurückkam, war sein Auto weg. Das Unglaubliche dabei: Der Wagen stand auf einem eingezäunten Grundstück und den Schlüssel hatte sein Fahrer mit in die Werkhalle genommen. Es geht allerdings noch unglaublicher: Der dreiste Dieb schloss nicht etwa das Auto kurz. Er hatte zuvor den Schlüssel aus der Halle entwendet und fuhr während der Arbeitszeit ganz selbstverständlich und unbemerkt mit dem geklauten Fahrzeug vom Hof.

Die Freude über den gelungenen Coup währte aber nur kurz, nach wenigen Stunden konnte das Auto seinem rechtmäßigen Besitzer wieder übergeben werden. Dabei spielte „Kommissar Zufall“ eine wesentliche Rolle. Ein Freund des Diebstahlopfers hatte nämlich den Wagen in Klötze an sich vorbeifahren sehen und das mit einem Fremden am Steuer. Erkannt hatte dieser das Auto an dem gelben Aufkleber, der auf der Heckklappe des ansonsten nicht weiter auffallenden, schwarzen Golfs prangte. Ein Blick auf das Kennzeichen brachte die Gewissheit, dass es sich wirklich um das Auto des Freundes handelte. Ein kurzer Anruf bei diesem und er erfuhr, dass der Wagen gestohlen wurde. Schnell sprang der Anrufer in sein Auto und nahm die Verfolgung auf. Leider blieb diese erfolglos.

Der Bestohlene hatte mittlerweile Anzeige bei der Polizei erstattet und beteiligte sich inzwischen selbst an der Suche. Der erste Weg des 38-Jährigen führte zur nächstgelegenen Tankstelle. Er wusste um den fast leeren Tank seines Fahrzeuges. Der Dieb hätte lediglich 50 bis 70 Kilometer mit der verbleibenden Tankfüllung fahren können. An der Tankstelle wurde das Auto aber nicht gesehen. Deshalb fuhr der Golfbesitzer mit einem Bekannten in Richtung Autobahn. Währenddessen erreichte ihn der Anruf seines Freundes. So fuhr man nach Klötze und informierte gleichzeitig die Polizei über die Sichtung des gestohlenen Wagens.

Jene fand das Auto bald darauf und zwar tatsächlich mit leerem Tank. Der 17-jährige Dieb hatte kein Geld mit und ließ das Auto deshalb stehen. Als sei das nicht schon Pech genug, erkannte ihn der Autobesitzer auch noch. Er konnte sich daran erinnern, dass der Täter vor einer Woche an seinem Arbeitsplatz erschienen und nach Arbeit gefragt hatte. Dabei habe er wohl gleich die Lage gepeilt.

Der Golf hat die rund 70 Kilometer lange Fahrt nicht unbeschadet überstanden. Die Beifahrertür, der Unterboden und der Stoßfänger weisen Schäden auf. Trotzdem ist der Besitzer glücklich, sein Auto wiederzuhaben. Sein Freund indes ist der Meinung, dass ohne seine Sichtung jenes bestimmt nicht so schnell gefunden worden wäre.

Bildquelle: © S. Hofschlaeger / Pixelio.de

Landesfeuerwehrverband Sachsen hat „Kinderfinder“ – Aufkleber herausgebracht

743672_web_R_K_B_by_I-vista_pixelio.de (2)Das Prinzip dahinter ist einfach: Ein neongelber Aufkleber zeigt den Rettungskräften, wo sich das Kinderzimmer und demzufolge möglicherweise auch die Kinder befinden. So kann die Rettung wesentlich beschleunigt werden. Neu ist die Idee mit dem Kinderfinder nicht. In der Vergangenheit haben andere Rettungskräfteinstitutionen ähnliche Sticker herausgebracht. Flächendeckend haben sie sich leider noch nicht durchgesetzt. Fakt ist aber, dass die Verwendung von derartigen Aufklebern ein Schritt in die richtige Richtung ist.

Die „Kinderfinder“ des Landesfeuerwehrverbands Sachsen werden derzeit an die Feuerwehrverbände in den Landkreisen und Städten verteilt. Sie sollen bei Veranstaltungen wie Feuerwehrfesten oder Tagen der offenen Tür kostenlos an die Besucher verteilt werden. Die Realisierung der Sticker wurde durch die Beteiligung einer großen Reihe von Fördermitgliedern möglich, die sich an den Kosten beteiligten beziehungsweise jene übernahmen.

Die reflektierenden Aufkleber werden ebenfalls von den Wehrleuten befürwortet. Sie sind auch in Wohnungen voller Rauch noch gut zu sehen, sofern sie an einer geeigneten Stelle angebracht wurden. Wo das ist, darüber informiert die Faltbroschüre, in der der Sticker untergebracht ist. Da der Rauch bei einem Brand stets nach oben steigt, ist eine Anbringung im unteren Drittel der Kinderzimmertür empfehlenswert. Hier fällt er den Feuerwehrleuten, die sich in gebückter Haltung durch die Wohnung oder das Haus bewegen, sofort ins Auge. Sie können nun gezielt diesen Raum aufsuchen und nach Kindern auf die Suche gehen.

In Extremsituationen wie eben bei einem Wohnungsbrand sind Kinder häufig verwirrt und extrem verängstigend. Eine logische Reaktion ist nicht einmal von jedem Erwachsenen zu erwarten, wie soll es dann erst einem besonders schutzbedürftigem Kind gehen? Ein solches neigt dazu anstatt einen Weg nach draußen zu suchen oder sich bemerkbar zu machen sich vor der Gefahr zu verstecken. Es kriecht unter den Tisch oder das Bett, hält sich die Ohren zu und verschließt die Augen in der Hoffnung, dass das Grauen bald vorbei ist. Das kann fatal sein und im schlimmsten Falle tödlich enden! Die Feuerwehrleute müssen aufgrund des kindlichen „Fehlverhaltens“ oft eine intensive Suche durchführen, die viel Zeit kostet und eben jene ist im Brandfalle äußerst knapp. Der „Kinderfinder“ zeigt wenigstens schon einmal an, wo das Kinderzimmer ist.

Die Aufkleber allein sind allerdings keine ausreichende Schutzmaßnahme, um bei einem Brand auf der sicheren Seite zu sein. Die Feuerwehren empfehlen sie in Kombination mit Rauchmeldern, die bereits in vielen Bundesländern Pflicht sind. Diese erkennen frühzeitig eine Rauchentwicklung in den Räumen und warnen die Bewohner vor, sodass sie meist noch genug Zeit haben, um sich selbst aus der Gefahrenzone zu bringen.

Neben den örtlichen Feuerwehren, die die „Kinderfinder“ zu verschiedentlichen Veranstaltungen ausgeben werden, plant der Landesfeuerwehrverband Sachsen eigene Aktivitäten zum Verteilen derselben. Beispielsweise wird man zum Tag der Sachsen vom 2. bis 4. September 2016 in Limbach-Oberfrohna vor Ort sein und auf der eigens eingerichteten „Blaulichtmeile“ Informationen zum Aufkleber und zu Rauchmeldern geben. Zudem werden mehrere Kinder- und Jugendfeuerwehren zugegen sein, die das Bewusstsein von Kindern und Jugendlichen mit interessanten Aktionen zum Mitmachen und Lernen für die Gefahr von Bränden schärfen werden. Wer sich für den „Kinderfinder“ interessiert, kann sich aber auch außerhalb von derartigen Events beim Landesfeuerwehrverband melden und Infos einholen.

Bildquelle: © l-vista / Pixelio.de

Parkhäuser in Schwäbisch Hall stellen auf Aufkleber mit Chip um

205543_web_R_K_B_by_Bernd Sterzl_pixelio.de (2)Die Technik wird derzeit unter anderem im Parkhaus „Schiedgraben“ genutzt, sie steht allerdings nur ausgewählten Personengruppen zur Verfügung. Die Stadtwerke haben Inhaber von Dauerparkkarten, also beispielsweise Innenstadtbewohnern oder eben in der Innenstadt arbeitenden Personen mit einem gemieteten Dauerparkplatz im Parkhaus, angeschrieben. Ein Antrag war dafür nicht erforderlich.

Schon seit einiger Zeit gehen die betreffenden Briefe auf die Reise. Darin wird das Anbringen eines Aufklebers von innen an der Windschutzscheibe angeboten, der dank integriertem Chip die Parkhausschranke automatisch öffnet. Der Sticker wird im Ein- und Ausfahrtsbereich von dort installierten Antennen erkannt und löst den Öffnungsmechanismus aus. Ein umständliches Einführen der Parkkarte und das Warten auf die Rückgabe derselben entfallen. Kosten für die Umstellung auf den Chip-Aufkleber entstehen den Parkkarteninhabern nicht.

Eigentlich war die Einführung der Aufkleber schon länger geplant, allerdings hatte die Betreiberin der Parkhäuser noch einige Bedenken, was das reibungslose Funktionieren der Technik betraf. Als erstes wurde das Parkhaus „Alte Brauerei“ entsprechend ausgerüstet. Seit Mitte November können Dauer- und Jobparker dort den angenehmen Service der automatischen Erkennung nutzen. Es folgte das „Ritter-Parkhaus“. Aktuell werden die noch von den 2.000 Dauer- und Jobparkarteninhabern Übriggebliebenen über den neuen Service informiert.

Ein Sonderfall ist die Tiefgarage „Kocherquartier“. Hier gibt es bereits eine ähnliche Technik, die den Mitarbeitern der VR-Bank die Zufahrt zur Garage ermöglicht. Jene ist aber nicht für den Massenandrang in öffentlichen Parkhäusern ausgelegt. So ist zuerst die Installation neuer Antennen notwendig, von denen eine rund 2.000 Euro kostet, weshalb sich die Einführung der Chipaufkleber verzögern wird.

Ziel der neuen Chiptechnik ist es, zu Stoßzeiten Staus und Unfälle in den engen Ein- und Ausfahrten zu vermeiden. Etwa 2.000 Dauer- und Jobparkkarten für monatlich 45 beziehungsweise 55 Euro sind für die betreffenden Parkhäuser derzeit im Umlauf. Die Besitzer dieser können sich einen Aufkleber mit Chip auf ihrer Scheibe anbringen lassen. Im Laufe des Jahres soll der Service auch den etwa 14.000 Hall-Card-Inhabern zur Verfügung gestellt werden. Ob er für jene ebenfalls kostenlos sein wird, steht noch nicht fest.

Die Herausgabe der Aufkleber wird schrittweise erfolgen, damit eventuell auftretende Probleme leichter gelöst werden können. Bisher gingen die Schranken aber immer auf. Dennoch: Eine hundertprozentige Sicherheit gibt es bei keinem technischen System. Deshalb werden die Nutzer der Aufkleber gebeten, weiterhin ihre Parkkarte mitzuführen. Sie behält ihre Gültigkeit und öffnet bei einem Versagen der Chiperkennungstechnik die Schranke auf althergebrachte Weise. Ein Nutzen beider Systeme gleichzeitig ist jedoch nicht möglich. Auch das hat bereits ein Autofahrer erfolglos versucht.

Der Aufkleber mit dem Chip wird von den Mitarbeitern der Stadtwerke eigenhändig ins Auto geklebt. Außerdem weisen diese daraufhin, dass man sich die Nutzungshinweise genau durchlesen soll. Wichtig ist vor allem, dass das Fahrzeug auf der Höhe der Kontrollsäule vor der Schranke angehalten werden muss. Wird alles richtig gemacht, muss vor der Schranke nicht einmal stehengeblieben werden und man kann sich ohne bremsen hindurchrollen lassen.

Wer den Aufkleber künftig nutzen möchte und einen entsprechenden Brief erhalten hat, begibt sich mit diesem zur Zentrale der Stadtwerke An der Limpurgbrücke 1. Nachdem die Registrierung und eine Aufnahme beziehungsweise Ergänzung der Daten erfolgt ist, wird ein Mitarbeiter den Aufkleber nach einer kurzen Reinigung der betreffenden Stelle mittig am oberen Rand der Windschutzscheibe aufbringen. Der ganze Vorgang dauert nur wenige Minuten.

Bildquelle: © Bernd Sterzl / Pixelio.de

Aufkleber – Entferner im Test: Welche Produkte wirklich ihr Geld wert sind

290478_web_R_K_B_by_derateru_pixelio.de (2)Aufkleberentfernung schnell, rückstandslos und ohne Kraftaufwand – das versprechen die diversen Mittelchen, die im Handel erhältlich sind. Sie sind oft recht teuer und nicht alle halten das, was versprochen wird. Ärgerlich für den Verbraucher. Jetzt haben die Gesellschaft für Technische Überwachung (GTÜ) und die „Auto-Zeitung“ einen Test gemacht, welche Aufkleberentferner denn nun wirklich ihr Geld wert sind.

Das Ergebnis war in vielerlei Hinsicht überraschend. Testsieger wurde beispielswiese ein Mittel aus der unteren Preiskategorie. Der Aufkleberentferner von HG machte das Rennen. Für etwa 7 Euro gibt es eine Flasche mit 300 ml Inhalt. Das ist ein durchaus als günstig zu bezeichnendes Angebot. Als Urteil wurde ein „Empfehlenswert“ vergeben.

Dieses Prädikat erhielten auch acht weitere Produkte, die hauptsächlich wegen ihres Preises am Sieg vorbeischrammten. So gibt es unter anderem ein den Anforderungen gerecht werdendes Pumpspray von der Firma Nigrin, jedoch werden hier für 8 ml 6 Euro fällig. Fast doppelt so viel Inhalt wie die Flasche vom Testsieger weist zwar das Spray von Presto auf, die 500 ml kosten aber 12 Euro und sind damit (geringfügig) teurer.

Den 2. Platz sicherte sich der Meyer Chemie Problemlöser Aufkleber-Entferner. Auf den dritten Rang kam das Produkt von Caramba gefolgt vom Solvent 50 Etikettenlöser von Kontaktchemie. Der oben genannte Aufkleber-Entferner von Presto teilt sich den 4. Platz punktgleich mit dem professional Klebstoffentferner von Tesa. Dann kommt der Aufkleber-/Klebstoff-Entferner von Cleanextreme. Rang 8 und 9 belegen der Aufkleber und Kleberester Entferner von Mellerud sowie der Vignetten- und Kleber-Entferner von Nigrin. Damit sind alle Kandidaten mit dem Prädikat „Empfehlenswert“ beim Namen genannt. Ab dem 10. Platz folgen die „bedingt empfehlenswerten“ Produkte. Es sind der Würth Industrie Clean, der Wepos Aufkleber Entferner und der Etikettenlöser von Uhu.

Beurteilt wurden unter anderem die Dosierbarkeit, die Verteilbarkeit, die Verständlichkeit der Bedienungsanleitung, die Ergiebigkeit und der Geruch der verschiedenen Mittel. Bei der Bewertung des Preis-Leistungs-Verhältnisses wurde auch auf die Ausstattung und eventuell mitgeliefertes Zubehör geschaut. Dazu gehören etwa Pinsel für ein leichteres Auftragen oder Sprührohre für mehr Präzision bei der Verteilung eines Sprays. Hier konnten Uhu, Caramba, Tesa und Solvent 50 Extrapunkte einfahren.

Größtes Augenmerk wurde allerdings auf die Wirksamkeit gelegt. Dafür wurden sowohl Aufkleber auf Autoscheiben als auch auf Motorhauben aufgeklebt und anschließend wieder entfernt. Vergeben wurden in dieser Kategorie maximal 200 Punkte. Die erreichte Punktzahl der empfehlenswerten Mittel lag zwischen 140 bis über 160 Punkte.

Unterschiede stellten die Tester bei der Wirksamkeit auf die Aufklebermaterialien fest. Österreichische Vignetten und deutsche Schadstoffplaketten ließen sich deutlich besser entfernen als die Mautaufkleber der Schweiz. Oberflächenschäden wurden nicht vermerkt. Dafür wurde das jeweilige Mittel ebenfalls auf den Dichtungsgummis der Türen und auf dem Armaturenbrett aufgetragen und nach einer 24-stündigen Einwirkzeit wieder entfernt.

Explizit weisen die Prüfer der GTÜ auf die Gesundheits- und Umweltverträglichkeit hin. Egal, zu welchem Entferner gegriffen wird, die Bedienungsanleitung sollte unbedingt genau gelesen werden. Viele der Testprodukte sind mit Warnhinweisen versehen. Sie raten zum Beispiel zum Tragen von Schutzkleidung und –handschuhen während der Anwendung. Auch das Schützen von Augen und Gesicht wird für zahlreiche Mittel empfohlen. Die Gesundheitsgefahr dieser Mittel darf nicht unterschätzt werden. Dazu rät die GTÜ eindringlich.

Bildquelle: © derateru / Pixelio.de

Die Stuttgarter Bibliothek für Zeitgeschichte sammelt auch Aufkleber

356693_web_R_K_B_by_Rainer Sturm_pixelio.de (2)Auf eine 100- jährige Geschichte blickt die Stuttgarter Bibliothek für Zeitgeschichte (BfZ) in diesem Jahr zurück. Im Laufe der Zeit haben sich da so einige Dinge angesammelt. Einige von ihnen können derzeit in einer Ausstellung in der Landesbibliothek besichtigt werden. Obgleich es der Name vermuten lässt, handelt es sich bei den Ausstellungsstücken aber keineswegs nur um Bücher. Zeitgeschichte wird mit durchaus mehr als mit diesen gedruckten Werken dokumentiert. Das beweist die Ausstellung eindeutig.

Am Donnerstag, dem 19. November wurde sie feierlich von Bibliotheksleiter Christian Westerhoff eröffnet. Jener stellte anlässlich der Eröffnung auch die Festschrift zum 100. Jahrestag vor. Sie wird ebenfalls im Rahmen der Präsentation gezeigt und gesellt sich damit zu einem breit aufgestellten Sammelsurium an Exponaten.

Seit 1915 widmet sich die BfZ der Dokumentation der Zeitgeschichte und das mit regelmäßig wechselnden Sammelschwerpunkten. Die Bibliothek zeigt(e) sich wandelbar und aufgeschlossen gegenüber Neuem. Eben genauso, wie es die jeweilige Ära erfordert(e). Waren Plakate in Mode, wurden Plakate gesammelt. Nutzten die Menschen Aufkleber zum Überbringen von Botschaften, dann rückten die kleinen Klebebildchen in den Mittelpunkt des Interesses. Sie ergänzen sich perfekt mit den Sammelgegenständen, die üblicherweise als Zeitzeugnisse aufbewahrt werden. Im Ergebnis entstand eine interessante Mischung, die einen abwechslungsreichen Einblick in die letzten 100 Jahre gibt.

Zufall war es nicht, dass die Gründung der Bibliothek mitten hinein in den Ersten Weltkrieg fiel. Eigentlich gab genau jener den Ausschlag dafür. Die Menschen hatten das Gefühl, es bahne sich etwas Großes an und es liege eine neue Zeitepoche vor ihnen. So wurden einige Bürger Deutschlands von der Sammelleidenschaft gepackt. Im ganzen Land wurde damit begonnen, Zeugnisse der Zeit zu sammeln.

Deutschlandweit gibt es 200 derartiger Sammlungen, weiß Westerhoff zu berichten. Initiator und Finanzier der Stuttgarter war der Großindustrielle Richard Franck. Der Ludwigsburger war Inhaber der Heinrich Franck Söhne Kaffeefabrik, dem einst weltgrößten Produzenten von Ersatzkaffee aus Zichorien. Er verfolgte das Ziel, das Schrifttum des Ersten Weltkriegs aus dem In- und Ausland komplett zusammenzustellen und somit für die Nachwelt zu erhalten. Franck starb 1931. Seine von ihm gegründete Weltkriegsbücherei wurde weitergeführt.

Bis 1920 war Berlin Standort der Bücherei. Von dort aus zog sie ins Schloss Rosenstein in Stuttgart um und wurde bei einem Luftangriff der Alliierten 1944 fast vollständig zerstört. Im Jahre 1948 erfolgte die Umbenennung in Bibliothek für Zeitgeschichte. 1951 fanden sich in der Württembergischen Landesbibliothek geeignete Räumlichkeiten, wo die BfZ noch heute ihr Domizil hat.

Die Sammlung widmet sich nicht mehr nur den beiden Weltkriegen, sie thematisiert auch die Friedens- und Konfliktforschung, den staatlichen Terror, die Außen- und Sicherheitspolitik sowie die Geschichte der Genozide. Jeder Bibliotheksleiter hat seine eigenen Vorlieben eingebracht. Der von 1959 bis 1989 amtierende Jürgen Rohwer begeisterte sich für die Marinegeschichte und sammelte während seiner Amtszeit 500.000 Fotos zu diesem Thema. Ab 1972 verlagerte sich Rohwer auf die Thematik „soziale Bewegungen“. Fortan wurden vermehrt Flugblätter und Hefte von Amnesty International, der Friedensbewegungen sowie von Gruppen gegen Atomkraft gesucht. BfZ-Leiter Gerhard Hirschfeld, der von 1989 bis 2011 die Leitung der Bibliothek innehatte, fügte der Sammlung 25.000 Feldpostbriefe hinzu.

Westerhoff konzentriert sich vordergründig darauf, die Ausstellungsstücke in einer digitalen Form den Menschen auf der ganzen Welt zugänglich zu machen. Wer allerdings doch lieber persönlich in der Landesbibliothek vorbeischauen möchte, hat noch bis zum 5.?März 2016 die Gelegenheit dazu.

Bildquelle: © Rainer Sturm / Pixelio.de

Ganz Wolfsburg greift VW mit einem Aufkleber unter die Arme

724599_web_R_K_B_by_Cynthia Vieider_pixelio.de (2)Die Wolfsburger wollen ihr momentanes Sorgenkind keinesfalls im Stich lassen und haben deshalb Aufkleber in Herzform mit dem VW-Logo in der Mitte kreiert. Die Idee dazu hatte der ortsansässige Optiker Ehme de Riese. Er ließ 10.000 Stück drucken. Diese waren bereits nach kurzer Zeit vergriffen. Und nicht nur die Wolfsburger sind an einem solchen Sticker interessiert: Der Urheber hat Anfragen aus ganz Deutschland. Bis nach Zwickau in Sachsen und Eisenach in Thüringen sind Aufkleber rausgegangen.

Die Wolfsburger Allgemeine Zeitung (WAZ) beteiligt sich ebenfalls an der Aktion und ist von deren Erfolg überwältigt. Die VW-Fans geben sich in der Geschäftsstelle sozusagen die Klinke in die Hand, um einen der Aufkleber zu ergattern. Die Zeitung war es auch, die dem Ideengeber mit weiteren Gratisstickern aus seiner Verlegenheit half. Er wurde dort vorstellig, als seine eigenen Exemplare zur Neige gegangen waren.

Es scheint, als hätten alle VW-Anhänger nur darauf gewartet, ihren Lieblingsautokonzern unterstützen zu können. Die Aufkleber prangen auf Dienstwagen, Taxen und Privatfahrzeugen. VW ist der größte Arbeitgeber der Region und das soll so natürlich bleiben. Dafür wollen sich nicht nur die Wolfsburger einsetzen. Die Aktion ist längst über die Stadtgrenzen hinaus bekannt geworden. Das Telefon in der WAZ-Geschäftsstelle klingelt jetzt noch häufiger als sonst. Sogar die Freiwillige Feuerwehr Fallersleben hat sich gemeldet und Aufkleber für ihre Fahrzeuge geordert. Der NDR bekundete bei de Riese gleichfalls sein Interesse an der Hilfsaktion. Der Sender will darüber im Fernsehen berichten. Damit der Optiker auf den Ansturm von Interessenten vorbereitet ist, will er mindestens 50.000 weitere Aufkleber drucken lassen.

Die WAZ hat zudem zu einer Fotooffensive aufgerufen. Jeder, der sich einen Aufkleber geholt hat, soll sich mit diesem ablichten und das Bild an die WAZ schicken. Dabei spielt es keine Rolle, ob der Aufkleber auf einem Auto angebracht wurde, an einer Tür klebt oder irgendwo anders. Der Ort ist gleichfalls nebensächlich. Es muss nicht unbedingt Deutschland sein. Wer einen Urlaub plant und den Sticker für seinen Koffer haben möchte, kann beispielsweise ein vorm Hotel gemachtes Foto einreichen. Der künstlerischen Freiheit sind keinerlei Grenzen gesetzt. Die Bilder werden im Internet auf der Webseite der WAZ veröffentlicht.

Offensichtlich ist das Vertrauen in VW allerdings doch nicht in einem solchen Maß erschüttert, wie manche annehmen. Aktuell vermeldet die zweitstärkste Automarke der Welt eine steigende Zahl an Bestellungen. Nach eigenen Angaben sei diese sogar erst nach Bekanntwerden des Skandals gestiegen, zumindest in Deutschland. In Großbritannien hingegen sei die Order von Dieselfahrzeugen zurückgegangen.

Egal, wie sich der Absatz entwickelt, die Affäre wird das Unternehmen einiges an Geld kosten. Vor allem die Modellvielfalt mache es schwer, eine einheitliche Lösung zu finden. Vielmehr wird es mehrere tausend dieser geben, weil jedes Modell andere Ansprüche stellt. Eine große Herausforderung, die vordergründig technische Schwierigkeiten bereithält. Der Unterstützung der VW-Fahrer darf sich der Konzern allerdings gewiss sein. Sie werden sich ihrer treuen Gefährten nicht entledigen und sich auch in Zukunft sicher immer wieder für einen Volkswagen entscheiden.

Ab Anfang 2016 werden die Nachbesserungen an den betroffenen Fahrzeugen ausgeführt. Lediglich die Diesel mit 1,6-Liter-Hubraum kommen später dran. Sie benötigen neben Softwareanpassungen neue Bauteile, die voraussichtlich erst ab Herbst verfügbar sein werden.

Bildquelle: © Cynthia Vieider / Pixelio.de

Tierliebe Schweiz: Aufkleber sollen Haustiere retten

162404_web_R_K_by_Hans-Dieter Buchmann_pixelio.de (2)Im vergangenen Jahr bereicherten 31 Millionen Haustiere das Leben der Deutschen. Davon waren 11,8 Millionen Katzen, 6,8 Millionen Hunde und 2,38 Millionen Vögel. Ihre Besitzer bescherten dem Tierbedarfs- und Futtermittelhandel einen Umsatz von 4,44 Milliarden Euro. In der Schweiz und Österreich das gleiche Bild. Im Jahr 2007 gaben ¼ der Schweizer Haushalte einer Katze ein Zuhause. Die Hunde waren mit „nur“ 12 Prozent auf Platz 2. Diese Zahlen zeigen, wie wichtig Haustiere in der heutigen Zeit sind.

Ob nun Partner-, Kindersatz oder geliebtes Familienmitglied, welches die ganze Familie beglückt, in den letzten Jahrzehnten hat sich die Rolle von Hund, Katze und Co enorm gewandelt. Vom Nutztier, das sich sein Futter als Bewacher und Ungeziefervernichter auf dem Hof hart verdienen musste, zum verwöhnten Liebling, der mit erlesenen Leckerbissen, Spielzeug und sonstigen Annehmlichkeiten nahezu überschüttet wird.

Umso schöner, dass die Schweiz nun auch im Brandfall an die Rettung der Vierbeiner denkt: In Genf wurden 30.000 Aufkleber an Tierbesitzer verteilt, die auf ein Tier oder mehrere Tiere in der Wohnung hinweisen sollen. Die Aufkleber wurden von der in Genf ansässigen Tierschutzorganisation Société genevoise pour la protection des animaux (SGPA) entwickelt. Auf das Engagement wurde die Genfer Regierung aufmerksam und gab den Druck der oben genannten Anzahl in Auftrag. Anschließend erfolgte die Verteilung der Sticker.

Der Feuerwehrverband zeigt ebenfalls bereits Interesse an der Aktion. Rückt die Feuerwehr zu einem Brand aus, seien so viele Informationen wie möglich für eine erfolgreiche Lebensrettung und Brandbekämpfung vonnöten. Dazu gehört auch die Mitteilung, wie viele Lebewesen sich im Gebäude befinden. Der Aufkleber wird an der Wohnungstür angebracht und informiert darüber, dass hier Haustiere leben.

Tiere zu retten erfordert eine andere Vorgehensweise als die Rettung von Menschen. Haben sie die Möglichkeit zur Flucht ins Freie, dann werden sie diese wahrnehmen. Gibt es allerdings kein Entrinnen, dann verkriechen sich die Tiere oft unter einem Bett oder der Couch. Damit verhalten sie sich erst einmal instinktiv richtig. Weil sie sich tief auf den Boden drücken, sind sie vor den entstehenden giftigen Gasen vorerst in Sicherheit. Jene ziehen nämlich nach oben. Gerettet werden müssen die Tiere trotzdem, denn es handelt sich lediglich um eine Überlebensstrategie für eine kurze Zeit. Sie schaffen sich damit aber ein Zeitfenster, mit welchem sie ihre Überlebenschancen deutlich erhöhen.

Bei der Feuerwehr steht der Mensch natürlich an erster Stelle. Dann richtet sich das Augenmerk auf Haustiere und zu guter Letzt erfolgt die Bergung von Sachwerten. Leider machen es die Tiere den Feuerwehrleuten oft nicht leicht. Sie sind verstört und ängstlich, statt aktiv zu werden und sich zu zeigen, bleiben sie lieber passiv und unsichtbar. Der Aufkleber an der Wohnungstür zeigt den Einsatzkräften, dass sich Tiere in der Wohnung befinden. Sie werden nun auch an solchen Stellen suchen, wo sich Tiere bevorzugt verstecken.

Ob sich der Aufkleber durchsetzen wird, bleibt abzuwarten. Als größtes Problem sieht Robert Schmidli, der Direktor des Schweizerischen Feuerwehrverbandes, die Finanzierung an. Nichtsdestotrotz will er den Aufkleber bei der nächsten Sitzung der Geschäftsleitung vorstellen. Der Schweizer Tierschutz STS äußerte sich zu der Idee ferner positiv. In Basel gibt es ein ähnliches Projekt in Form einer Notfall-Karte für Tierhalter. Stößt derartigen Personen etwas zu, gibt die Karte bekannt, dass ein Tier in der Wohnung wartet.

Bildquelle: © Hans-Dieter Buchmann / Pixelio.de

Aufkleber vom Autolack entfernen – das hilft wirklich!

22675_web_R_K_B_by_Kurt_pixelio.de (2)Vor allem Gebrauchtwagenkäufer und –verkäufer haben regelmäßig mit einem Aufkleberproblem zu kämpfen. Der Vorbesitzer hat sich einst für diese Verschönerung seines Fahrzeugs entschieden, der nächste Besitzer aber kann sich gar nicht dafür begeistern und der Aufkleber soll ab. Doch wie geht das am besten? Was kann als Hilfsmittel genommen werden und wovon lässt man lieber die Finger?

Autolack ist ein empfindlicher Untergrund. Einmal zum Falschen gegriffen und schon ist er dauerhaft beschädigt. Grundsätzlich sind alle spitzen und scharfen Gegenstände zu vermeiden. Wer vor der Schule auf die Kinder wartet und plötzlich auf den Gedanken kommt, einen Aufkleber vom Auto zu entfernen, sollte also nicht zum Autoschlüssel als Hilfsmittel greifen. Scheren, Schraubenzieher, Messer und ähnliches sind gleichfalls ungeeignet.

Chemische Mittel können bedingt zum Einsatz kommen. Hier empfehlen sich spezielle Aufkleber-Entferner. Aber Achtung: Es sollte beim Kauf darauf geachtet werden, ob der Entferner auf Lack verwendet werden darf! Thermoplastische Lacke dürfen keinesfalls damit behandelt werden! Also Produktbeschreibung genau lesen oder an der Kasse nachfragen. Im Praxistest hat sich der Großteil der Produkte als effizient erwiesen. Wichtig ist die exakte Anwendung gemäß der Vorgaben des Herstellers. Bei Aufklebern aus Folie wird nur der Rand mit dem Entferner behandelt. Anschließend etwa zwei Minuten einwirken lassen und dann probieren, ob sich der Kleber schon löst. Kann der Rand abgezogen werden, ist das Abziehen des ganzen Aufklebers zumeist ein Kinderspiel. Bei Papieraufklebern wird der Entferner auf dem gesamten Aufkleber aufgetragen. Die Entferner gehen sanfter mit dem Untergrund um und riechen nicht so extrem wie die oft empfohlenen Mittel Waschbenzin oder Spiritus.

In der Rallyeszene, wo die Startnummern in Form von Aufklebern aufgebracht und nach dem Rennen wieder entfernt werden, behelfen sich viele Teams mit diesem Trick: Sie machen den Lack vor dem Aufbringen feucht. Wenn es regnet, steht ihnen dabei sogar die Natur hilfreich zur Seite. Ist das nicht der Fall, greifen sie zu Glasreiniger. Dann ist der Aufkleber später leichter ablösbar. Der gleiche Effekt lässt sich mit Wachs auf der betreffenden Fläche erzielen.

Prinzipiell ist für das Abziehen Geduld notwendig. Wird ruckartig und mit Kraft am Aufkleber gezogen, kann sich im schlimmsten Falle zusammen mit dem Aufkleber auch die Lackschicht ablösen. Die beste Vorgehensweise ist das langsame und schrittweise Abziehen in einem flachen Winkel. Ein probates Hausmittel zur Entfernung von Aufklebern auf Autolack ist Wärme. Und sie wirkt tatsächlich! Eine vorherige Wärmebehandlung macht den Klebstoff weich und dehnbar. Bleiben Klebereste zurück, ist das nicht schlimm. Sie lassen sich mit den Fingern durch Rubbeln leicht entfernen. Die so bereits entstandenen Kügelchen können prima für das Entfernen der weiteren Klebereste genutzt werden. Zeigt sich der Kleber allzu hartnäckig, wird den letzten Resten mit Spiritus, Waschbenzin oder Aufkleber-Entferner zu Leibe gerückt.

Von dem Einsatz einer Heißluftpistole ist für die Aufkleberentfernung abzuraten. Vielfach wird erzählt, dass die Entfernung damit schneller vonstattenginge. Das ist ein Trugschluss. Die Heißluftpistole entwickelt eine derart große Hitze, dass es zu Schäden am Untergrund kommen kann. Das trifft nicht nur auf Autolack zu, sondern ebenso bei Aufklebern auf den Scheiben oder dem Armaturenbrett. Besonders hartnäckige Vertreter können mit einem Folienradierer entfernt werden. Er wird in einen Akkuschrauber oder eine Bohrmaschine gespannt. Der Zeitaufwand ist gering, es vergehen nur wenige Sekunden, bis der Aufkleber entfernt ist. Allerdings ist Fingerspitzengefühl gefragt. Geht man zu forsch ans Werk, kommt es zu Lackschäden. Nach dem Einsatz des Folienradierers ist das anschließende Polieren des Lackes notwendig.

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