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Acrylfarben und Pinsel für die Leinwand

Malen auf der Leinwand kann sicherlich jeder. Aber ob es sich dann bei den Bildern auch immer um Kunstwerke handelt, ist immer eine Ansichtssache. Für manch einen ist es einfach nur Hobby, wenn sie sich Farben und Pinsel schnappen und dann auf der Leinwand herummalen. Für andere Menschen aber ist es eine Leidenschaft, die sich in den Bildern auch widerspiegelt. So ist es auch bei Magdalena Freund. Sie ist eine wahre Künstlerin, die auf Leinwand malt. Ihre Leidenschaft für das Malen ist in den Bildern zu erkennen, die derzeit im Sportschloss Velen ausgestellt sind. Die Bocholterin sieht Acrylfarben und Pinsel als ihre Werkzeuge, so wie andere die Schraubenzieher und Zangen, wenn sie an etwas herumbasteln. Freund bringt Gefühle und Stimmungen auf die Leinwand und es ist wirklich sehr eindrucksvoll, welche Werke sich ergeben. Schon in Düsseldorf, Münster, Bochum und Winterswijk in den Niederlanden hat sie viele ihrer Werke der Öffentlichkeit präsentiert.

Es ist nun rund 25 Jahre her, dass die inzwischen 64-jährige mit dem Malen begonnen hat. Es war der Joe Ellen, Dozent von der Europäischen Kunstakademie Trier, der die künstlerische Entwicklung der Künstlerin begleitete und sie inspirierte. Freunde sagt selber „Neben der Freude und Lust am Malen“ hätte sie einen gewissen Ansprich an ihre Bilder. Die setzte sich „nicht für die Öffentlichkeit, vielmehr“ für sich selber vor die Leinwand. Sie sagte außerdem: „Ich habe den Willen, etwas zu schaffen, mit dem ich anschließend zufrieden bin“.

Das ist doch eigentlich der Wunsch aller, die sich vor eine Leinwand setzen, die Farben auswählen und den Pinsel schwingen. Aber nicht jeder geht an diese Aufgaben mit einer Leidenschaft heran, wie es Freund macht.

Dennoch ist auch für sie der Prozess des Schaffens nicht immer leicht. Sie muss ständig „in das Bild reingehen, es mit immer wieder ansehen“, wie sie selber sagte. Es kann sogar der Fall sein, dass sie einige Tage braucht, bis sie weiß, dass ein Bild wirklich fertig ist. Während des Malens lässt sie gute Musik laufen. Dabei kann es sich um Rock oder Klassik handeln. Beethoven, Bach und auch Joe Cocker gehören zu den Musikern, von denen sie sich während ihres Malens begleiten lässt.

Die Bilder werden von kräftigen Mischfarben und Formen bestimmt. Es gibt einige Bilder, die von der Künstlerin als „Gartenbilder“ bezeichnet werden. Die Exponate kommen so leicht und auch beschwingt rüber. Es kann aber auch vorkommen, dass Bilder auf den Betrachter ernsthafter wirken, was mit der Stimmung zusammenhängt.

Wer sich die Ausstellung im Sportschloss Velen ansieht, der wird einige Kunstwerke auf Leinwand sehen können, die keinen Titel tragen. Der Grund ist, dass die abstrakten Exponate ohne Anspruch sind und auch nicht Spezielles darstellen sollen.

Wer künstlerisch nicht begabt ist und mit Acrylfarben und Pinsel nicht umgehen kann, der hat auch die Möglichkeit, sich ein Bild auf Leinwand drucken zu lassen. Die Bilder der Künstlerin sollte man einfach einmal auf sich wirken lassen.

Bildquelle: © günther gumhold / Pixelio.de

Aufkleber an Geschäften

dsc01206grau_2Die Aufkleber mit der Aufschrift „Notinsel“ sollen den Kindern signalisieren, dass sie in diesen Geschäften Hilfe erhalten werden. In der Stadt Bochum sind immer mehr Aufkleber für Kinder an den Schaufenstern und Eingängen zu sehen. Insgesamt beteiligen sich schon 450 Einrichtungen an dieser Aktion. Darunter sind Cafés, Friseursalons, Bäckereien, Arztpraxen, Apotheken, Banken, Büchereien, Fleischereien, Versicherungsbüros und Lotto-Annahmestellen, alle wollen den Kindern helfen, die sich in Not befinden.

An diesem Projekt beteiligen sich inzwischen bundesweit etwa 120 Städte und Gemeinden. Den Kindern soll mit diesem Aufkleber signalisiert werden, dass sie hier Hilfe erwarten können. Im Jahr 2002 wurde dieses Projekt von der gemeinnützig anerkannten Stiftung „Hänsel und Gretel“ aus Karlsruhe ins Leben gerufen. Die Stiftung setzt sich zum Schutz für Kinder ein, die sexuell missbraucht werden. Viele Städte sind von dem Projekt begeistert und wollen noch mehr Aufkleber mit der „Notinsel“ anbringen.

Da es sich hierbei um einheitliche Aufkleber handelt, erkennen Kinder diese schnell wieder, das war auch der Grundgedanke der Stiftung. Alle Mitarbeiter, die den Aufkleber an den Türen oder Schaufenstern befestigt haben, helfen den Kindern, wenn sie in Not sind. Dabei können die Gründe ganz unterschiedlicher Natur sein, in denen Kinder Hilfe brauchen.

Einigen Kommunen hinterfragen jedoch die Stiftung und ihr Gebaren kritisch. Mit Richtlinien und Kosten ist diese Partnerschaft verbunden, denn es handelt sich hierbei um ein so genanntes Franchise Konzept. Vor allen Dingen ist dieses Prinzip aus dem Bereich der Wirtschaft bekannt. Hierbei werden beträchtliche Gebühren verlangt, damit die Geschäftsidee auch von anderen Unternehmen genutzt werden darf. Aus diesem Grund wollen einige Kommunen ihre eigenen Ideen zum Schutz für Kinder verwirklichen.

Foto: © Katrin Mikat / Pixelio.de