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Etiketten als Sammlerobjekte

Geht man in den Supermarkt und möchte ein Produkt kaufen, ist dieses natürlich mit einem Etikett beklebt, denn schließlich muss der Verbraucher lesen können, um welches Produkt es sich handelt und welche Inhaltsstoffe es hat. Für mehr interessiert sich kaum einer, denken zumindest viele. Aber da hat man sich schlichtweg geirrt, denn es gibt sogar Menschen, deren Hobby das Sammeln von Etiketten ist.

Dabei handelt es sich nicht um irgendwelche Etiketten, sondern um Weinetiketten. In Röttgen gibt es die Andreas-Hermes-Akademie, in der sich die Mitglieder vom Deutschen Freundeskreis der Weinetiketten-Sammler zu einem Tauschtreffen getroffen haben. Dieses dauerte sage und schreibe drei Tage. Hat man sich die Geschichte, wie manch einer zum Sammeln von Etiketten gekommen ist, einmal angehört, macht man teilweise große Augen und denkt sich sicherlich “das gibt es doch gar nicht”. Aber so hat der Vorsitzende des Vereins zum Beispiel ein Etikett eines Künstlers erhalten und dies gerahmt und gebügelt über seinem Schreibtisch aufgehängt. Später dann kam ein weiteres hinzu und die Sammlerleidenschaft hat begonnen.

Bei dem Treffen der Sammlerfreunde sind rund 100 Mitglieder erschienen. Es handelt sich hier nicht nur um Deutsche, denn auch Mitglieder aus Nachbarländern waren dabei, die gekommen sind, um die Etiketten untereinander zu tauschen. Wie die einzelnen Sammler zu weiteren Etiketten kommen, ist ganz unterschiedlich. So schaut man sich beispielsweise Fehllisten oder Tauschsammlungen an und hofft, dass Etiketten zu finden, die man schon lange sucht. Auf solchen Tauschtreffen darf auch nur getauscht und verkauft oder gekauft werden. Ein für viele seltsames Hobby, wenn man sich überlegt, dass man sich Etiketten drucken lassen kann, die man braucht.

Foto: Markus / Pixelio

Etiketten für die Landesgartenschau 2011

In Norderstedt wird die Landesgartenschau 2011 vorbereitet, hierbei sollen Etiketten als Maskottchen dienen. Langsam aber sicher nimmt die Landesgartenschau Farben und Formen an. Das Einzige, was hier noch fehlt, ist ein dementsprechendes Maskottchen. Denn das Maskottchen soll ein kleiner Glücksbringer sein. Die Vorsitzende des Fördervereins der Landesgartenschau, Corinne Eichner, sagt, dass das Maskottchen einen Bezug zur Landesgartenschau und gleichzeitig zur Stadt haben sollen. Dafür werden die Bewohner der Stadt aufgerufen, ihrer Phantasie freien Lauf zu lassen und ihre Vorschläge mit einzubringen.

Bei dem zukünftigen Maskottchen kann es sich beispielsweise um ein Fabelwesen handeln. Ebenfalls können es auch Menschen, Tiere oder Pflanzen sein. Hauptsache es ist etwas Originelles, was es bis zum heutigen Tag noch nicht gab, jedenfalls nicht in Norderstedt. Es sollte nur darauf geachtet werden, dass das Maskottchen als Kostüm von Schauspielern getragen werden kann. Denn diese sollen damit über die die Landesgartenschau laufen. Die Maskottchen sollen dann in Form von Plüsch und auch als Etiketten oder Aufkleber verkauft werden.

Der Förderverein der Landesgartenschau und die Zeitung von Norderstedt rufen alle Kinder und Erwachsenen auf, damit sie ihre Vorschläge unterbreiten. Es können einzelne Personen, Vereine, ansässige Unternehmen, Schulklassen oder Kindergärten ihre Meinungen kundtun. In den kommenden Wochen wird dann eine Jury gebildet mit Persönlichkeiten von Norderstedt, die dann das Maskottchen aus den eingegangenen Vorschlägen küren werden. Kleine Preise werden für die Teilnehmer verlost, die sich hier beteiligt haben.

Etwa 100 Mitglieder engagieren sich im Förderverein der Landesgartenschau. Es werden im Verein einige Aktionen und Konzepte für die Schau entwickelt. Neue Mitglieder werden immer wieder gerne gesehen, wer ein Interesse an der Arbeit hat, kann sich bei Corinne Eichner telefonisch melden. Unter der Telefonnummer 040/52878838 ist die Vorsitzende zu erreichen und freut sich immer über neue Mitglieder.

Foto: © zaubervogel / PIXELIO