Aufkleber und T-Shirt Blog

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Die Ludwiggalerie in Oberhausen steht derzeit ganz im Zeichen von Keith Haring

Keith Haring und seine Strichmännchen sind legendär. Ein jeder kennt sie, vielleicht nicht unbedingt unter Angabe des Namens von dem jeweiligen Kunstwerk, aber der Name des Künstlers ist geläufig und wird auch gerne einmal im alltäglichen Sprachgebrauch benutzt.

In der Ludwig Galerie in Oberhausen läuft bis zum 6. Mai, von Dienstag bis Sonntag in der Zeit von 11 bis 18 Uhr eine Ausstellung, die sich den Schaffenswerken von Keith Haring widmet. Sie trägt den Namen “Keith Haring – Short Messages, Poster und Plakate 1982 bis 1990” und beinhaltet 85 Plakatentwürfe sowie Poster, die in diese Periode fallen.

Hauptsächlich prägte Haring die 1980er Jahre. Darum fühlt man sich als Besucher der Ausstellung gleich nach dem Eintreten in sie versetzt. Für manche ist es ein Rundgang durch ihre eigene Sturm- und Drangzeit. Erinnerungen werden wach und einige Poster lassen einen regelrecht auf Zeitreise gehen. Das erste Plakat des Künstlers hatte im Übrigen keinen kommerziellen Hintergrund. Haring plante die Teilnahme an einer Demonstration gegen Atomkraft im Juni 1982, selbstredend war es damals die bisher größte Demonstration gegen die Atomenergie, welche die USA bis dahin gesehen hatten. Der Veranstaltungsort war New York. Haring entwarf ein Plakat und ließ auf eigene Kosten 20.000 Exemplare davon drucken. Sie verteilte er kostenlos an die anwesenden Demonstranten.

Politische und gesellschaftliche Probleme griff der Künstler gerne auf. Das brachte ihm nicht nur Sympathien ein. Er war ein Kritiker, gleichzeitig nutzte er aber seine Fähigkeiten auch für finanzielle Zwecke. Er kämpfte mit seinen Postern gegen Drogen, gegen die Apartheid in Südafrika und gegen den Ausschluss von Aids-Infizierten aus der Gesellschaft. Ironie des Schicksals: Ein Jahr nach seiner Kampagne wurde bei ihm selbst eine Aids-Infektion festgestellt. Im Februar 1990 verliert er den Kampf gegen sie und stirbt. Sein ganzes Leben lang hatte er mit Schwierigkeiten und Hindernissen gekämpft. Selbst nach seinem Tod rissen diese nicht ab. Als seine Asche in den Hügeln von Pennsylvania verstreut werden soll, gelingt es keinem, die Urne zu öffnen. Als schließlich ein Gast an seinem Taschenmesser einen Dosenöffner findet, wird sie einfach wie eine Konserve aufgehebelt. Das hätte mit Sicherheit die Zustimmung von Haring gefunden.

Selbstwerbung beherrschte Keith Haring im Schlaf. Äußerlich eher unscheinbar mit dicker Hornbrille trat er mit seiner Person eigentlich nie in den Vordergrund. Er drückte sich durch Graffiti aus. Begonnen hatte alles in der New Yorker U-Bahn. Es dauerte nicht lange und Haring war stadtbekannt. Fragte man ihn nach der Bedeutung seines Werkes, forderte er den Frager gern selbst zur Interpretation auf. Er selbst ist nur der Zeichner, äußerte er. Der Betrachter kann darin die Message lesen, die er möchte.

Seine Karriere ist beispiellos. Ein Kunst-Student, der in den U-Bahnen Graffiti sprühte, schaffte es genau mit diesen in die namhaftesten Museen der Welt. Ja, sie rissen sich zum Teil sogar darum, die Poster und Plakate von Keith Haring in ihre Ausstellungsräume zu bekommen. Die Aufmerksamkeit der Kunstwelt war Haring gewiss und es dauerte nicht lang, bis man auf seine Fähigkeiten ebenfalls im kommerziellen Bereich bemerkte. Haring schuf daraufhin Werbeplakate für Absolut Vodka und Swatch, die als einzigartig gelten und natürlich ebenfalls in Oberhausen zu sehen sind.

Bildquelle: Whatsername / Flickr

Poster sollen die Menschen aufrütteln – und sei es nur zu einem Kirchenbesuch

Wer meint, in der Kirche hängt man der Zeit zurück und will sich nicht von alten Traditionen lösen, der sollte einmal im neuseeländischen Auckland die Kirche von Pastor Glynn Cardy besuchen. Dieser Mann vertritt übrigens den katholischen Glauben, der als besonders streng bekannt ist. Cardy allerdings stört das nicht. Natürlich versteht er sich als Sprachrohr Gottes, doch seine Ideen, dessen Meinung an die Gläubigen weiterzugeben, stoßen bei vielen Kirchenanhängern auf Protest.

Vielleicht erinnert sich der eine oder andere noch an den Namen Cardy. Es handelt sich um eben jenen Pastor, der vor rund zwei Jahren an seiner Kirche ein Poster anbrachte, das Maria und Josef gemeinsam im Bett liegend zeigte. Als wäre dies nicht schon genug Provokation, trug das Poster außerdem die Aufschrift: „Armer Josef, es ist hart Gott zu folgen!“ Dass ein solches Poster bei den Gläubigen auf wenig Gegenliebe stieß, steht außer Frage. Der Pastor aber war sich keiner Schuld bewusst. Er wollte lediglich Besucher in seiner Kirche locken. Der Erfolg des Posters blieb allerdings aus und schon bald war die Sache vergessen.

Allerdings nicht für Cardy. Er hat die letzten Jahre offensichtlich dazu genutzt, um ein weiteres Poster zu entwerfen. Vor kurzem prangte wiederum ein Plakat an seiner Kirche, worauf die Mutter Gottes zu sehen war. Das allein ist ja nicht verboten, aber die darauf gezeigte Szene rief sofort die Gegner auf den Plan: Die heilige Figur schaut entsetzt auf einen Schwangerschaftstest in ihren Händen! Was für eine Blasphemie!

Cardy sah sich diesmal einer noch größeren Kritik als bei seinem letzten Poster entgegen. Vor Ort trafen rund 100 traditionalistische Katholiken ein, die das Poster umgehend entfernten. Eine Wiederholung der Tat sei nicht ausgeschlossen, würde der Pastor wiederum so tätig, war zu hören. Anschließend knieten die Traditionalisten vor der Kirche nieder und schickten Sühnegebiete zum Himmel. Das globale Interesse wurde durch die Medien geweckt. Sie sprachen von Intoleranz. Die traditionalistischen Katholiken distanzierten sich von den nicht-traditionalistischen Neuseeland und der Pastor zeigte sich von den Reaktionen auf seine doch gut gemeinte Kampagne betroffen. Von den Bischöfen indes kam nichts als peinliches Schweigen.

Nicht jeder allerdings fand das Poster abstoßend. Im Gegenteil, dank Facebook fanden sich zahlreiche Begeisterte. Innerhalb weniger Tage war die Idee von Pastor Glynn Cardy überall auf der Erde bekannt und seine Facebookseite verzeichnete einen wahren Boom. Gebracht hat es nichts, jedenfalls nicht das, was er sich mit der Aktion erhoffte. Die Zahl der Gläubiger in seiner Kirche stieg nicht. Dafür regte er aber eine weltweite Diskussion an.

Vielleicht war daran aber auch Oliviero Toscani beteiligt. Er ist der Fotograf, der für Benetton bereits zahlreiche kontroverse Poster schaffte und als der Erfinder der Werbeposter gilt, die großes Aufsehen erregen. Seine aktuelle Bilderserie für Benetton hat gleichfalls einen Bezug zur Kirche. Sein „Opfer“ ist der höchste Kopf der katholischen Kirche, Papst Benedikt XVI. Unter anderem sieht man darauf einen Kuss zwischen dem Papst und dem Großmufti der islamischen Universität von Kairo. Nicht nur durch die Motive war diese Werbekampagne provozierend, sie erfolgte zudem nur in ausgewählten Städten, und zwar in Mailand, London, Rom und Tel Aviv.

Die Zeichen stehen auf Sturm gegen die katholische Kirche. Das weiß auch der Papst und gewährt den Anglikanern inzwischen sogar den Eintritt in den Vatikan. Nach bald 500 Jahren Geschichte muss nun die katholische Kirche endlich zu Neuerungen bereit sein.

Bildquelle: thopix / Pixelio

Der Oscar 2012 wirft seine Schatten voraus

Am 26. Februar 2012 ist es endlich wieder so weit: Dann erschallt wieder einige Male der berühmte Satz „The oscar goes to…!“. Millionen von Menschen werden die Übertragung im Fernsehen verfolgen. Auf dem roten Teppich in Los Angeles geben sich die Stars der Filmwelt ein Stelldichein und der glamouröseste Abend des Jahres nimmt seinen Lauf.

Solche großartigen Ereignisse werfen natürlich bereits Monate vorher ihre Schatten voraus. Vor wenigen Tagen wurde daher das offizielle Poster zum Oscar 2012 vorgestellt. Es zeigt neben der begehrten Oscar – Figur auf der rechten Seite, im linken Bereich verschiedene Szenen aus bereits ausgezeichneten Filmen. Hier finden sich beispielsweise unvergängliche Streifen wie „Casablanca“, „Forrest Gump“ und „Vom Winde verweht“. Wer aktuell den begehrten Oscar gewinnen kann, erfährt man erst am 24. Januar 2012. Dann erfolgt die Bekanntgabe der Nominierungen.

Jedes Jahr steht die Veranstaltung unter einem anderen Motto. In diesem Jahr heißt es „Life.Camera.Action.“ Selbstverständlich ist das Motto auf dem Poster zu sehen. Es hat einen Platz im oberen Bereich, links neben dem Kopf der Oscar – Figur bekommen. Unten ist dagegen zu lesen: „Celebrate the movies in all of us“, was übersetzt „Feiert die Filme in uns allen“ heißt. Es folgen die üblichen Angaben zu Ort, Datum und Zeit des Events. Das Poster ist das erste offizielle Plakat für die Oscar – Verleihung. Es wird also noch das eine oder andere folgen, um in den nächsten Woche die Vorfreude auf den Filmpreis anzuheizen.

Derzeit sind es nur Spekulationen, geht es um die Nominierungen, aber selbstverständlich sind diverse Filme und Schauspieler heiße Favoriten. Für viele wird es bei der 84. Oscar – Vergabe sehr überraschend werden. Ein Großteil der infrage kommenden Filme ist nämlich in Deutschland gänzlich unbekannt. Sie sind noch nicht einmal in den Kinos gelaufen. Am 26. Januar 2012 ist ein heißer Anwärter bei uns am Start. Er trägt den Namen „The Descendants – Familie und andere Angelegenheiten“. Die männliche Hauptrolle ist mit Frauenschwarm George Clooney besetzt. Er ist im Film ein Familienvater. Nachdem seine Frau ins Koma gefallen ist, ändert sich seine Rolle innerhalb der Familie und er muss sich um die Kinder kümmern. „The Descendants – Familie und andere Angelegenheiten“ ist somit ein Film, der einen ernsten Hintergrund hat, aber trotzdem eine Portion Humor mitbringt. Die Mischung ist perfekt und deshalb durchaus eines Oscars würdig. Der Film dürfte George Clooney ebenfalls die Nominierung für die beste männliche Hauptrolle einbringen.

Auch am 26. Januar 2012 kommt „The Artist“ in die deutschen Kinos. Obgleich dieser Streifen wohl kaum ein Publikumsliebling werden wird, konnte er sich bereits auf den Filmfestivals des vergangenen Sommers beweisen. Die Kritiken für den Schwarz-Weiß-Film, in welchem ein Kinostar gespielt von Jean Dujardin im goldenen Zeitalter reihenweise die Frauenherzen bricht, waren durchweg positiv.

Ein ganz anderes Genre dagegen greift Steven Spielbergs „Gefährten“ auf. Es ist ein Abenteuerfilm, wie man ihn von diesem Regisseur gewohnt ist. Hauptperson ist der Junge Albert, dessen Pferd Joey an die Front verkauft wird. Die Geschichte spielt im Ersten Weltkrieg und Albert macht sich auf die Reise nach Frankreich, um seinen Freund zu retten. Viele Abenteuer warten im Laufe der Zeit auf ihn.

Bildquelle: Rainer Sturm / Pixelio

Zum Drucken von Postern wird nur normales Papier verwendet? Fehlanzeige!

Dass Werbung einen großen Einfluss auf uns hat, mit diesem Fakt haben sich die Meisten von uns abgefunden. Tagtäglich werden wir überall mit Werbung berieselt. Ob im Radio, im Fernsehen, im Internet oder ganz klassisch gedruckt in der Zeitung, in Zeitschriften oder auf Werbepostern, überall treffen wir auf Werbung. Kürzlich fand ein Dialog für Werbefachleute genau im Zusammenhang mit den letztgenannten Werbemitteln statt, welcher auch für den Verbraucher sehr interessante Ergebnisse brachte. Wer bisher annahm, dass zum Drucken von Werbepostern einfaches Papier verwendet wird, der hätte sich auf dieser Veranstaltung eines Besseren belehren lassen müssen. Hier ging es nämlich darum, welche Eigenschaften die sogenannten Bedruckstoffe aufweisen müssen und wann welche von diesen Stoffen zum Einsatz kommen.

Ein gutes Beispiel, wie aufwändig sich die für die Werbung Verantwortlichen bereits vor dem Drucken um das gewünschte Material bemühen müssen, ist der Hersteller Bacardi. Er brachte einige seiner neuen Werbeposter mit und gab genaue Auskünfte, worauf bei der Herstellung geachtet wird. Es spielt nämlich nicht nur eine Rolle, was am Ende auf dem Poster zu sehen ist, sondern auch der Tastsinn soll durch die Poster angesprochen werden. Was man damit erreichen möchte? Dass ebenfalls blinde und sehbehinderte Menschen die Werbebotschaft verstehen und natürlich alle anderen nicht nur durch die Optik des Produktes und des Plakates angesprochen werden, sondern andere Sinne gleichfalls angeregt werden. Zuerst wird die Zielgruppe der Werbebotschaft ausgemacht, danach richtet sich, welcher Bedruckstoff infrage kommt. Weiterhin spielen Produkt und Packungsdesign eine Rolle. Wurde dies alles festgelegt, dann erfolgt die Auswahl des Bedruckstoffes nach Fühleigenschaften, Bedruckbarkeit und Aussehen.

Natürlich war diese Veranstaltung eigentlich eher für Druckereien, Werbeagenturen und Unternehmen interessant. Die Verbraucher bekommen im Endeffekt nur das Ergebnis präsentiert. Trotzdem ist es doch einmal sehr aufschlussreich, wie Printwerbung entsteht, welcher Aufwand dafür betrieben wird und vor allen Dingen, wie wir Verbraucher, obwohl wir eigentlich nur ein Bild betrachten, mit allen Sinnen von der Werbung angesprochen werden. Der Hintergrund war allerdings keine Aufklärung der Verbraucher, sondern eher eine Optimierung der Zusammenarbeit aller Beteiligten. Viel Geld steckt für alle dahinter. Hinzu kommt Zeitdruck und die Erwartung, dass gleich im ersten Anlauf das Ergebnis perfekt wird. Reklamationen und Fehler sind teuer und ärgerlich. Sie sollen von vornherein vermieden werden. Bei der Wirtschaft der Gegenwart kann man sich solche Sachen nicht mehr leisten. Deshalb sind derartige Zusammenkünfte wie der 39. Praxis-Dialog von Manroland wichtig. Hier wird man über neue Techniken und Möglichkeiten der Werbung informiert und kann daraus für das eigene Unternehmen seinen Nutzen ziehen.

Selbstverständlich gab es nicht nur Theorie von den verschiedenen Unternehmen zu hören, die sich und ihre Arbeit auf der Veranstaltung präsentiert haben. Der Mensch merkt sich vieles erst, wenn mehrere Sinne damit angesprochen wurden. Das haben wir oben bereits erfahren. Deshalb gab es außerdem praktische Vorführungen über Drucktechnik und zwischendurch immer wieder ausreichend Gelegenheit zu diskutieren und zu fachsimpeln. Wir können also sehr gespannt darauf sein, wie uns die nächsten Werbeposter beeindrucken werden und welche Eindrücke sie in unserem Kopf und vielleicht auch unserem Bauch hinterlassen. Auf alle Fälle wird man sich sicher für uns einiges an optischen Schmankerln in der Printwerbung einfallen lassen.

Bildquelle: Kladu/ Pixelio

Poster sind aus der Kinowerbung nicht wegzudenken – besonders begehrt sind von den Stars handsignierte Exemplare

Gehen wir an einem Kino vorbei, stoßen wir auf zahlreiche Poster, die uns auf die kommenden und laufenden Filme aufmerksam machen. Solch ein Poster ist trotz einer verhältnismäßig kleinen Fläche sehr aussagekräftig. Der Hintergrund besteht in der Regel aus einem zum Film passenden Motiv, im Vordergrund befinden sich die Hauptdarsteller. Sie sind zudem namentlich genannt. Außerdem findet sich der Titel auf dem Kinoplakat und weitere Angaben wie der Name des Regisseurs, des Produzenten und vielen mehr.

Die Werbung allein durch Poster reicht für die Bekanntmachung eines Films nicht aus. Dazu kommt die Werbung in den Medien wie Internet, Radio, Fernseher und allgemein Printmedien. Alles zusammen ergibt ein Gesamtpaket, was am Ende die Menschen anregt, ins Kino zu gehen und dort diesen Film gemeinsam mit vielen anderen zu sehen.

Diese Filmposter sind aber nicht nur für die Kinowerbung gedacht. Sie sind ferner bei den Fans enorm beliebt. Für ein Poster eines bekannten Kinofilms mit den Stars darauf sind die Fans bereit, hohe Summen zu zahlen – oder sie nehmen an Gewinnspielen teil und hoffen auf das Glück, ein handsigniertes Poster zu erhalten.

Aktuell gibt es wieder von verschiedenen Streifen handsignierte Poster zu gewinnen, so etwa von dem neuen Hugh Jackman Film „Real Steel“. Horrorfans und Liebhaber von Stephen King werden dagegen gespannt auf „Bag of Bones“ warten. Dieser Film wird im Dezember in den Fernsehern laufen, allerdings vorerst nur in den USA. Doch jetzt wurden erst einmal drei Promo-Poster veröffentlicht, die auch in Deutschland zu sehen sind und die Erwartungen auf eine Ausstrahlung hierzulande enorm hochschrauben dürften. Solche Promo-Aktien sind bei den Fans äußerst beliebt.

Wer Interesse an Filmpostern hat, der sollte sich im Internet auf die Suche begeben. Mit der Eingabe der Keywordkombination handsignierte Poster oder Filmposter kommt man auf einige Seiten, wo es derartige Poster zu gewinnen oder zu kaufen gibt. Darunter finden sich ebenfalls viele alte Schätze von Filmklassikern, die allerdings oft ihren Preis haben.

Der Markt der Filmposter ist groß. Man kann Originale aus dem Kino bekommen oder von den Darstellern unterschriebene, aber auch in diversen Postershops gibt es eine Bandbreite von Postern. Es finden sich nicht nur zahlreiche Exemplare zu Kinofilmen, man kann sich ebenfalls mit Postern zu bekannten Fernsehserien eindecken. Im übrigen sind die erhältlichen Poster eine tolle Geschenkidee. Kennt man einen richtigen Fan, dann ist für diesen natürlich ein handsigniertes Poster das Nonplusultra überhaupt. Dieses zudem mit einem schönen Rahmen versehen und fertig ist das ultimative Fangeschenk.

Manchmal ist es nicht einfach, an begehrte Poster zu gelangen. Dann sind Geduld und Durchhaltevermögen gefragt. Früher oder später führt Beharrlichkeit aber zum Ziel. Möchte man unbedingt ein handsigniertes Poster haben, dann kann man beispielsweise auch ein Poster ohne Unterschrift erwerben und sich bei Gelegenheit am Roten Teppich aufbauen. Dann sieht man seinen Star sogar einmal hautnah. Oder man wendet sich an die Agentur, von welcher der Star betreut wird. Sie hält neben Autogrammkarten ebenfalls oft Poster mit der Unterschrift ihres Schützlings für die Fans bereit.

Es ergeben sich zahlreiche Möglichkeiten, um an Filmposter heranzukommen. Man muss sie nur alle ausschöpfen und nicht zu früh aufgeben. Manchmal erhält man eine Chance, mit der man nie gerechnet hätte. Die Freude ist in dem Falle umso größer.

Bildquelle: Rainer Sturm / Pixelio

Plakate sind ein Ausdruck von Protest

Mit Plakaten kann man vieles ausdrücken. Das wissen die Meisten nur zu gut. Schließlich begegnen uns Plakate heute überall. In der Regel werden sie zu Werbezwecken genutzt. Uns wird damit etwas in besonderer Größe empfohlen, damit es uns interessant erscheint. Aber Plakate sind auch Ausdruck des Protestes. Derzeit ist dies aktuell sehr schön in Griechenland zu sehen. Tagtäglich wird in diesem Land gegen die Sparpläne der Regierung demonstriert. Plakate spielen dafür eine wesentliche Rolle. Sie sind mit Sprüchen oder Zeichnungen versehen und drücken überaus deutlich den Unmut ihrer Träger aus.

Nimmt man es genau, dann sind Plakate Poster. Für Demonstrationen werden diese oft mit der Hand gestaltet. Vielfach dienen Bettlaken als Grundlage. Für Werbezwecke muss natürlich ein Fachmann ran. Hier wird nichts dem Zufall überlassen und alles muss perfekt sein. Bei Protestplakaten ist Perfektion Nebensache. Man möchte nur einfach zeigen, dass einem etwas „gewaltig stinkt“ und da kommt es weder auf eine ausgefeilte Werbebotschaft noch auf eine tolle Grafik an. Wer natürlich kreativ ist und eine künstlerische Ader hat, kann sich auf seinem Plakat trotzdem austoben. Da spricht nichts dagegen. Solche Plakate bleiben vielleicht sogar noch mehr in den Köpfen der Menschen hängen. Ist es absehbar, dass man in der nächsten Zeit ebenfalls auf die Straße zu einem Protest gehen wird, sollte man sich Gedanken darüber machen, wie man seine Meinung am besten zum Ausdruck bringt. Schließlich sollte man eine Meinung schon konsequent vertreten und nicht nur halbherzig dahinter stehen.

Die Protestwelle greift mittlerweile immer mehr um sich. Inzwischen sind es nicht mehr nur die finanziellen Verhältnisse Griechenlands, die zu Widerstand führen. Auf der ganzen Welt gehen die Menschen auf die Straße, um gegen finanzielle oder politische Missstände zu demonstrieren. Ihr treuer Begleiter dabei sind Plakate. Ob nun in New York vor den Banken gegen die Finanzpolitik der Regierung der USA, in Libyen gegen den ehemaligen Machthaber Gaddafi und für mehr Demokratie oder eben in Griechenland gegen Entlassungen und Einsparungen, Plakate müssen sein.

Seit jeher nutzen die Menschen nicht nur ihre Stimme zum Kundtun ihres Protestes, sondern ebenfalls die visuelle Wahrnehmung. Das ist instinktiv genau die richtige Methode, um im Kopf des Menschen etwas zu bewegen. Hat man etwas gehört und gleichzeitig etwas dazu gesehen, wird es besser im Gedächtnis gespeichert. Das ist sogar wissenschaftlich belegt. Selbst in der Schule wird nach diesem Prinzip gearbeitet. Hier wird das Schriftliche zusammen mit Bildern in den Lehrbüchern verständlich gemacht und außerdem erklärt es der Lehrer noch einmal. Somit werden beim Lernen zahlreiche Sinneszellen angeregt. Im Ergebnis bleiben uns viele Dinge bis an unser Lebensende im Gedächtnis. Vielleicht verfolgen die Plakate bei den Protestbewegungen nicht unbedingt den Zweck, dass sie ein Leben lang im Gedächtnis bleiben sollen, aber für die Zeit, des Protestes und solange bis die Missstände abgeschafft wurden, werden sie es mit Sicherheit tun. Viele behalten zudem nach der Teilnahme an einer Demonstration ihre selbst gestalteten Plakate. Sie erinnern den Teilnehmer immer an das gemeinschaftliche Gefühl und die Zusammengehörigkeit während dieser Veranstaltung. Und wenn man dann wirklich etwas mit seinem Protest erreicht hat, ist das nicht nur ein persönlicher Sieg, sondern ein Sieg der gesamten Gemeinschaft.

Bildquelle: Stephanie Hofschlaeger/ Pixelio

Manche Bilder sind geradezu dazu auserkoren, ein Poster zu werden

Wir können immer und überall Fotos machen, sogar bei Handys ist die Technik bereits so ausgereift, dass man Fotos in einer tollen Qualität aufnehmen kann. Die Folge davon ist, dass wir uns gar nicht mehr richtig an den vielen Aufnahmen erfreuen können. Wenn überhaupt, dann werden die Bilder vielleicht noch auf den Rechner oder eine externe Festplatte gezogen, das war es aber meist schon. Die Bilder werden vielleicht noch einmal angesehen, aber oft ist nicht mal mehr das der Fall. Da muss man sich doch die Frage stellen, ob die Bilder das verdient haben und warum wir uns dann eigentlich die Mühe gemacht haben, diese aufzunehmen. Immerhin geht auch dabei Zeit verloren. Vielleicht haben wir die abgebildeten Menschen darauf sogar noch in Position gestellt, uns selbst vielleicht sogar in eine unbequeme Lage gebracht, um das Motiv optimal aufzunehmen. Und dieser ganze Aufwand nur, damit man unter tausend anderen Bildern ein Bild auf dem Rechner oder der Festplatte hat, das angeblich besonders ist? Das dürfte nicht Sinn und Zweck der Sache sein.

Dabei sollten wir mit unseren Bildern wesentlich pfleglicher umgehen. Immerhin hält jedes Foto eine Situation fest, die so nicht wieder kommen wird. Natürlich können wir nicht jedem Bild einen Ehrenplatz verschaffen, doch besonders schöne Motive sollten wir auch in einer besonderen Weise behandeln. Schaut man sich einmal seine selbst geschossenen Fotos an, wird manches Motiv dabei sein, was geradezu auserkoren ist, ein Poster zu werden. Hat man eines oder mehrere davon gefunden, sollte man nicht lange überlegen und sofort ein Poster davon in Auftrag geben. Nicht, dass man es sich doch wieder anders überlegt. Außerdem ist die Gefahr groß, dass man noch viele andere Motive findet, die für ein Poster toll wären.

Umso mehr Fotos man hat, umso mehr tolle Bilder wird man finden. Da heißt es, eisern bleiben und eine sorgfältige Auswahl treffen. Die anderen schönen Bilder kann man ja vielleicht zeitgleich als Fotobuch in Auftrag geben. Dann haben auch diese sozusagen einen Ehrenplatz bekommen, denn Fotobücher erfreuen sich ebenfalls großer Beliebtheit und werden gerne zur Hand genommen. Außerdem gibt es viele weitere Fotoprodukte, mit denen man seine selbst gemachten Schnappschüsse gut in Szene setzen kann, Fototassen etwa – sie nehmen nicht viel Platz weg und werden täglich gebraucht.

Bei den modernen Fotoprodukten kommt uns wiederum die digitale Technik und das Internet zu Hilfe. Über das Internet lassen sich ganz leicht Poster und andere Fotoprodukte in den verschiedensten Ausführungen bestellen. Beim Poster muss man lediglich sein Lieblingsmotiv hochladen und die Größe seines Posters bestimmen, den Rest übernehmen die Profis. Manchmal wird das Poster auf Wunsch sogar gerahmt. Es ist in dem Falle nicht nur eine Augenweide für die eigenen vier Wände, es ist gleichzeitig eine tolle Geschenkidee. Mit den heutigen Möglichkeiten ergeben sich zahlreiche gute Ideen. Bilder müssen deshalb nicht mehr auf dem Rechner ein trostloses Dasein fristen.

Bildquelle: Bettina Stolze / Pixelio

Aufkleber fürs Auto nach den eigenen Wünschen gestalten

Neben Namensaufklebern vom eigenen Kind und Aufkleber vom letzten Urlaubsort außerdem Aufkleber von irgendwelchen Aktionen gegen Steuererhöhungen, die es irgendwann einmal kostenlos als Beilage in der Zeitung gab, gibt es noch viele verschieden Aufkleber für das Auto. Aber seien wir doch einmal ehrlich. Ist das wirklich sehenswert? Manche Autoaufkleber sind derart geschmacklos und hässlich, dass man sein Auto damit geradezu zur Witzfigur abstempelt. Alten Autos, die mit Aufklebern zugekleistert sind, sagt man zudem nach, dass sie nur noch von diesen zusammengehalten werden. Möchte man seinem Auto beziehungsweise sich selbst so etwas antun?

Dabei gibt es richtig klasse Aufkleber, die echte Hingucker sind und das Auto nicht etwa herabwürdigen, sondern interessant machen. Eine große Anzahl von Aufklebern bringt Menschen dazu, stehen zu bleiben und sich den Aufkleber näher zu betrachten. Das kann durch ein schönes Motiv erreicht werden, durch einen lustigen Spruch oder beides. Man kann beispielsweise Autoaufkleber für eine optische Täuschung nutzen. Getunte Autos stehen hoch im Kurs, allerdings kann sich nicht jeder die dafür erforderliche Technik leisten. Da leisten Aufkleber gute Dienste, denn sie können das Auto zumindest von außen wie ein getuntes Modell wirken lassen, indem man sich für die Aufkleber entscheidet, die in der Tuningszene in sind. Tribals sind hier etwa die typischen Vertreter derartiger Autoaufkleber.

Ähnlich wie bei Postern und Fotos eröffnen sich auch in der Welt der Aufkleber dank digitaler Technik unendliche Möglichkeiten. Heute muss keiner mehr einen Aufkleber aus einer Massenproduktion kaufen. Man kann ganz leicht mit Hilfe des Internets genau den Aufkleber gestalten, den man haben möchte. Man selbst entscheidet über das Design und legt die Ausführung seines Traumaufklebers dann in die Hände von Profis. Das hat weiterhin den Vorteil, dass dieser Aufkleber mit Sicherheit lange hält und somit auf Dauer schön ist.

Zwei Techniken stehen für die Herstellung von Autoaufklebern zur Verfügung. Einerseits gibt es das Plotten. Hier wird das Motiv und/oder die Schrift auf eine Folie gestanzt. Mit moderner Technik werden die Konturen in die Folie so eingearbeitet, dass sich der Aufkleber später sehr leicht von dieser abziehen lässt. Das Plotten ist die teurere der beiden Herstellungsvarianten. Die zweite Möglichkeit ist der digitale Druck. Bei der Art reicht der Kunde sein selbstgestaltetes Design in Form eines Fotos, einer Grafik oder einer anderen Vorlage ein, das Motiv wird auf PVC-Folie aufgedruckt und anschließend noch einmal durch UV-Laminat veredelt. Durch beide Varianten lassen sich hervorragende Ergebnisse erreichen, was Farbbrillanz und Haltbarkeit des Aufklebers betrifft. Der digitale Druck ist etwas günstiger als das Plotten. Allerdings kann man darüber keine verbindliche Angabe machen. Schließlich spielen mehrere Faktoren bei der Gestaltung des Aufklebers eine Rolle.

Das Aufkleber selber gestalten ist übrigens überhaupt nicht schwer. Drei Schritte sind notwendig, um seinen ganz persönlichen Aufkleber in Auftrag zu geben. Zuerst wählt man das Format aus, als Zweites wird die Datei mit dem Motiv ausgesucht und anschließend diese hochgeladen. Nun muss man nur noch die abgefragten Informationen eingeben und seine Bestellung auf den Weg bringen.

Bildquelle: Lady Morgain / Pixelio

Poster vom Papst teilweise bewundert, teilweise verunglimpfend

Wenn man an Poster denkt, dann denkt man eigentlich an schöne Bilder und Motive. Sie werden aber in den Städten zahlreich aufgehängt, um den Menschen, die hier leben oder die hier durchfahren, eine Nachricht zu übermitteln. Es kann auch Werbung sein, die verbreitet werden soll oder Veranstaltungen werden durch Poster bekannt gegeben.

So war es auch, als sich Papst Benedikt XVI. angekündigt hat. Es sind zahlreiche Poster gestaltet und aufgehängt worden. Diese waren teilweise sehr bewundernswert, teilweise aber auch verunglimpfend. Das hat gezeigt, dass es einige Menschen gab, die sich auch den Besuch des Papstes gefreut haben, andere aber gar nicht so begeistert sind. Sicherlich liegt es unter anderem daran, dass die katholische Kirche nicht immer so positiv in den Schlagzeilen stand, sondern viel oft über Kindesmissbräuche berichtet wurde.

Warum auch immer nicht jeder begeistert über den Papstbesuch war, die Poster hat es in verschiedenen Städten gegeben. Zum einen handelt es sich um ein Poster, dass als größtes Papst-Plakat bezeichnet wurde. Es hat eine Länge von 64 Metern und eine Breite von 45 Metern. Es handelt sich hierbei um das Bild, das auf der Bild-Titelseite gezeigt wurde, nach dem die Wahl stattgefunden hatte. In der Bild Zeitung hatte das Bild eine Größe von gerade mal 40 x 57 Zentimetern. Gedruckt wurde das Poster aber nicht in einem Stück, sondern in zerlegten Streifen. Anders war es nicht möglich, denn einen solchen großen Poster Druck wird man wohl nur mit ganz speziellen Maschinen fertigen können. 8 Tage hat es gedauert, bis das Riesenposter des Papstes fertig war und zusammengeschweißt werden konnte. Aufgehängt wurde das Poster des Papstes am Axel Springer Hochhaus in Berlin.

In Sanderau sah man leider nicht so viel Begeisterung über den Besuch des Papstes. Die Polizei stellte zwei Poster sicher, die mit verunglimpfenden Inhalten bedruckt war. Man wollte sich hier über das Oberhaupt der katholischen Kirche auslassen, was aber glücklicherweise nicht erfolgreich war. Natürlich laufen jetzt Ermittlungen, die von der Kriminalpolizei in Würzburg und der Staatsanwalt geführt werden.

Die Poster hatten eine Größe in Form DIN-A3 und wurden von einem Zeugen im Bereich der Münzstraße und des Sanderrings festgestellt. Er hatte diese Poster sogar mitgenommen und dann an die Polizeiinspektion Würzburg-Ost übergeben. Es wird inzwischen werden unterschiedlicher Straftatbestände, beispielsweise Beleidigung oder auch „Verwenden von Kennzeichen verfassungswidriger Organisationen“.

Es gibt noch keine Hinweise über den Anbringer der Poster, was auch die Sachbearbeiter des Falles dazu bringt, auf Hinweise von Zeugen zu hoffen.

Manche Poster waren auch sehr begrüßend für Papst Benedikt. So gab es Poster mit „Herzlich Willkommen“, über die sich der Papst sich sicherlich gefreut haben wird.

Sicherlich ist es immer wieder so, dass bekannte Personen oder auch Berühmtheiten nicht von allen Menschen akzeptiert werden. Aber man sollte sich immer überlegen, ob man dies auch öffentlich machen muss, wie es mit den Postern von Papst Benedikt gewesen ist. Dennoch war der Besuch des Papstes sehr erfolgreich.

Bildquelle: Gerd Altmann / Pixelio

Poster der NPD bleiben hängen

In Berliner Bezirk Friedrichshain-Kreuzberg hängen derzeit Poster der NPD. Es handelt sich um solche, die sehr umstritten sind. Die rechtsextreme Partie ist schon vom Verwaltungsgericht aufgefordert worden, die Poster wieder abzuhängen, aber sie dürfen bleiben. Umstritten sind die Plakate wegen des Motives und der Aufschrift „Guten Heimflug“ und „GAS geben“. Die NPD hat die Aufforderung zum Anhängen der Poster als einen Angriff gegen ihr Recht auf „freie und gleiche Wahlen“ gesehen und beim Verwaltungsgericht einen Antrag für einen einstweiligen Rechtsschutz gestellt. Diesem wurde dann auch stattgegeben. Dennoch ist die endgültige Entscheidung bezüglich der Poster und die damit grundsätzliche Bedeutung noch nicht gefallen, und wird wohl auch erst dann getroffen werden, wenn der Wahltag schon vorbei ist.

Wie Franz Schulz, Bürgermeister (Grüne), sagte, sehe das Bezirksamt die Poster als einen „Tatbestand der Volksverhetzung“. Bei der Darstellung der Bilder „Guter Heimflug“ würden Erinnerungen geweckt werden, die entwürdigend sind und sich auf die jüdischen Bürger des Dritten Reiches beziehen. Mit dem Poster „GAS geben“, sehe man einen Vergleich zu den Massenmorden in Vernichtungslagern zu Zeiten des Dritten Reiches und eine Verharmlosung dieser Zeit.

Das Gericht ist nicht ganz dieser Meinung. Es sei zwar nicht abzustreiten, dass die NPD mit dem Poster Druck eine Assoziation zu den nationalsozialistischen Taten wecken wolle, aber die Aufschrift „GAS geben“ können auch ganz andere Bedeutungen haben.

Es sind viele Vereine und Bürger gewesen, die gegen die Plakate eine Strafanzeige gestellt haben. Allerdings sieht die Staatsanwaltschaft das Poster „Guter Heimflug“ nicht als strafbar an und hat dementsprechend die Verfahren alle eingestellt. Wie ein Sprecher sagte: „In politischen Auseinandersetzungen darf man zugespitzt formulieren. Somit ist es noch durch das Recht auf freie Meinungsäußerung gedeckt“.

Rechtsanwalt und Grüne Kandidat Stefan Gelbhaar hat in seiner Kanzlei für das Abgeordnetenhaus zu dem „GAS geben“ Poster ein Gutachten erstellen lassen. Hier kommt man Begründungen, die nicht denen des Bezirksamtes entsprechen, zu dem Entschluss, dass die Plakate abzuhängen seinen. Hier ist man der Meinung, dass die NPD provozieren möchte und vor allem „GAS geben“ weit über das Ziel hinaus gehe. Hier werde der Betrachter des Posters auf eine „widerliche Art“ an die Zeiten vom Holocaust erinnert. Es geht hier nun auch darum, dass in Berlin zahlreiche Hinterbliebene aus dem Naziregime leben und das Poster demnach gegen die öffentliche Ordnung verstößt. Geprüft worden ist auch, ob die NPD mit dem Plakat eventuell eine ganz andere Deutung machen wollte, hat sich hierzu aber selber nicht geäußert. Die NPD hat lediglich mitgeteilt, dass sich das Poster auf die Verwaltungsabläufe beziehe, die beschleunigt werden sollen, allerdings sieht Gelbhaar diese Behauptung als reine Schutzbehauptung an.

In der Wohnanlage von der Wohnungsbaugenossenschaft Wendenschloss sind Poster der NPD abgehängt worden. Anwohner hatten sich beschwert, worauf hin die Genossenschaft eine Frist zum Anhängen der Poster an die NPD gestellt hat. Diese Frist ist dann auch eingehalten worden. In den öffentlichen Regionen aber ist hier keine Pflicht zum Abhängen, sodass die Poster der NPD auch weiterhin hängen bleiben dürfen.

Poster der NPD sind schon oft umstritten gewesen. Welche Deutung mit den derzeitigen nun ausgedrückt werden soll, bleibt wohl immer ein internes Geheimnis der Partei.

Bildquelle: HAUCK MEDIEN ARCHIV, Alexander Hauck / Pixelio