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Mit QR-Code an Sportgeräten gegen Langeweile und Vandalismus

610019_web_R_K_B_by_Juergen Jotzo_pixelio.de (2)Wer Langeweile hat, kommt auf dumme Gedanken. Das war auch eine Erfahrung, die in Langen, einer Stadt im Landkreis Offenbach nahe Frankfurt am Main, gemacht wurde. Des Öfteren kam es zu Vandalismus und nicht selten waren Jugendliche die Täter. Ihnen mangelte es ganz offensichtlich an Beschäftigungsmöglichkeiten. Doch wie Abhilfe schaffen? Um eine Antwort auf diese Frage zu finden, setzten sich Vertreter der Zielgruppe und Verantwortliche der Stadt gemeinsam an einem Tisch.

Die Jugendlichen wünschten sich Sportgeräte und mit finanzieller Unterstützung des Offenbacher Caritasverbandes sowie der Dr.-Bodo-Sponholz-Stiftung wurde der Wunsch erfüllt. Seit einiger Zeit können die „jungen Wilden“ beim Calisthenics ihre Kräfte messen. Für das Ausüben dieser Trendsportart braucht es nicht viel. Das eigene Körpergewicht ist das wichtigste Trainingsutensil und ein paar fest montierte Stangen, an denen die entsprechenden Übungen ausgeführt werden können. Das Geld für eben jene spendeten die vorgenannten Institutionen, angebracht wurden die Stangen vom städtischen Fachdienst für Migration und Jugend auf dem Spielplatz in der Langener Elbestraße.

Die Tatsache, dass sich die Jugendlichen selbst die Schaffung von idealen Trainingsvoraussetzungen gewünscht haben und dies nun realisiert wurde, soll jene zu mehr Verantwortungsbewusstsein bewegen. Man erhoffe sich davon, dass die Verschmutzung oder gar Zerstörung der Geräte verhindert werde, erklärte Andreas Rehwald vom örtlichen Jugendzentrum.

Wie beim auch als Street Workout bekannten Calisthenics richtig trainiert wird, können Interessierte übrigens über einen an den Stangen angebrachten QR-Code in Erfahrung bringen. Ein Smartphone gehört in der Gegenwart sozusagen zur Standardausstattung eines jeden Teenagers. Damit werden die Codes gescannt. Nach dem Auslesen derselben erscheinen auf dem Display bebilderte Trainingsanleitungen, Tipps und kleine Videos, die Übungen zum Nachmachen zeigen. Damit ist ebenfalls Anfängern jederzeit ein einfacher Trainingseinstieg möglich.

Schwer sind die Calisthenicsübungen ohnehin nicht unbedingt, obwohl es bei den Profis natürlich schon sehr beeindruckend aussieht, wenn sie beispielsweise die „Human Flag“ – Übung machen. Vieles dürfte den Kids aus dem Schulsport geläufig sein. Push ups und Sit ups etwa oder Crunches. Die Stangen in der Elbestraße können zum Beispiel für Klimmzüge, Pull ups und Chill ups genannt, verwendet werden. Schwieriger wird die Übung, wird statt beider Arme nur noch ein Arm zum Hochziehen genommen.

In Deutschland ist Calisthenics bislang nicht allzu populär. Das kann sich nun aber, zumindest in Langen und Umgebung, schnell ändern. Es sind weder die Anschaffung einer teuren Ausrüstung, noch Investitionen in einen Trainer notwendig. Im Grunde genommen kann der Sport überall ausgeübt werden. Deshalb auch der Name Street Workout. Gebräuchliche Geräte neben (parallel angebrachten) Stangen sind Leitern oder ähnliche Objekte, die horizontal oder vertikal aufgestellt für eine Vielzahl von Übungen genutzt werden können.

In den USA, wo die Sportart ihren Ursprung hat, gibt es direkte Workout – Parks. Sie bieten den Sportlern verschiedene Arten von Barren, Klimmzugstangen und ganze Hangelstrecken. Werden die Übungen korrekt ausgeführt, ist allein durch den gezielten Einsatz des eigenen Körpergewichts ein Training aller Muskelgruppen möglich. Ein überaus effektives Krafttraining ohne großen Aufwand! Raus aus der Schule, rauf auf den Spielplatz könnte also demnächst das Motto bei der Langener Jugend heißen. Da sollten keine Langeweile und dumme Gedanken mehr aufkommen.

Bildquelle: © Juergen Jotzo / Pixelio.de

Gar nicht konservativ: Das Bistum Osnabrück setzt auf den modernen QR Code

473712_web_R_K_B_by_Margot Kessler_pixelio.de (2)Das Bistum Osnabrück zeigt sich weltoffen und aufgeschlossen gegenüber der Digitalisierung. Neben der Internetseelsorge reift nun ein neuer Plan in den Köpfen der Verantwortlichen heran: Zukünftig möchte man an kirchlichen Orten per QR Code originelle Geschichten verfügbar machen und so den Menschen die Kirche und den Glauben besser verständlich machen. Rainer Gelhot, dem die Seelsorge via Internet beim Bistum unterliegt, spricht von einem bundesweit bisher einmaligen Angebot. Es trägt übrigens den Namen „Kirche am Weg“. Ziel ist es, mehr für die Außendarstellung zu tun, indem man Einblicke in das Innere gewährt.

Vorgestellt wurde das Projekt kürzlich in der St. Maria Rosenkranzgemeinde, die dem Stadtteil Schinkel zugehörig ist. Für den Anfang werden an insgesamt 16 Orten mit kirchlichem Bezug in der ganzen Stadt Schilder angebracht, die die typischen schwarzweißen Muster aufweisen. Jene bringen nach dem Scannen mit einer passenden App sowie einem mobilen Endgerät wie einem Smartphone oder Tablet die dort hinterlegten Informationen direkt auf den Bildschirm des Nutzers.

Seinen QR Code bezeichnet das Bistum Osnabrück als eine Art „Eintrittskarte“. Allerdings berechtigt sie nicht zum Eintreten in das jeweilige Gebäude, an dem der Code angebracht ist. Vielmehr möchte das Bistum seine Besucher in die Geschichte desjenigen entführen und sie auf eine Reise durch die Zeit einladen. In der St. Josephskirche in der Neustadt bedeutet das beispielsweise, dass der Gast dieses Hauses weiterführende Hintergrundinformationen darüber erhält, wie einst das Pfarrheim des Gotteshauses errichtet wurde. Natürlich darf sich der Interessent auch in der Kirche umsehen. Der Eintritt ist frei und nicht daran gebunden, den QR Code davor zu nutzen. Auch an der Sutthausener Klosterkapelle wird bald ein QR Code zu finden sein. Er greift die Glocke läutenden Nonnen als Thema auf.

Gelhot betont, dass es für ihn und seine Mitstreiter überaus wichtig war und ist, dass es sich bei dem Projekt nicht um einen digitalen Kirchenführer handelt. Es gehe einzig und allein um das Leben der Menschen an kirchlichen Orten. Man möchte den Glauben kommunizieren und damit ebenfalls außerhalb von diesem lebende Personen ansprechen.

Zurzeit verbergen sich hinter den QR Codes ausschließlich Bilder und Texte. Es ist aber geplant, zu einem späteren Zeitpunkt ebenfalls kurze Videos zu hinterlegen. Helfer für eine Ausweitung des Projekts sind übrigens jederzeit herzlich willkommen. Gelhot und seine Kollegin Julia Kühling sind stets auf der Suche nach neuen interessanten Geschichten vom Leben und Glauben an kirchlichen Orten. Wer etwas dazu beitragen möchte, kann seine Story auf maximal einer DINA4-Seite zu Papier bringen und anschließend einreichen. Die redaktionelle Bearbeitung übernehmen Kühling und Gelhot. Sie geben ebenfalls die Erstellung des QR Codes in Auftrag. Die anfallenden Kosten werden vom Bistum übernommen. Für die Orte gibt es als einzige Vorgabe, dass sie einen Bezug zur Kirche haben müssen. Ob es nun eine Kirche, ein Kloster oder ein Kreuz am Wegesrand ist, über das berichtet wird, ist unerheblich. Infos über das Projekt und die E-Mail-Adresse zum Einreichen der Geschichte können über das Internet auf kirche-am-weg.net abgefragt werden.

Angst um die Sicherheit der Daten bei der Nutzung der QR Codes muss sich niemand machen. Es wird weder erfasst, ob der Code gescannt wurde, noch wann das der Fall war.

Bildquelle: © Margot Kessler / Pixelio.de

Erst verpönt, jetzt erlaubt: Ein QR Code auf dem Grabstein

647127_web_R_K_B_by_Andreas Barth_pixelio.de (2) hspace=Jüngstes Beispiel ist die Stadt Herne in Nordrhein-Westfalen. Sie gab kürzlich bekannt, dass man sich den aktuellen Trends anpassen und daher eine Änderung der Friedhofssatzung auf den Weg bringen möchte. Jene soll unter anderem das Anbringen von einem QR Code auf oder neben dem Grabstein gestatten. Die Stadt sieht ein großes Potential in dieser Art von digitaler Erinnerung und geht von einer steigenden Nachfrage aus. Ein QR Code stellt mehr Platz für Informationen zur Verfügung als ein Grabstein und eröffnet ungleich mehr Möglichkeiten. So könnte der Code beispielsweise auf eine Internetseite zu Ehren des Verstorbenen umleiten, die Bilder und Texte enthält. Auf einem Grabstein aufgrund des begrenzt zur Verfügung stehenden Platzes ist das nicht oder nur eingeschränkt realisierbar.

Herne ist längst nicht die einzige Stadt, in der QR Codes auf Grabsteinen bald zum alltäglichen Anblick auf dem Friedhof gehören könnten. In Berlin ist man sogar schon einen Schritt weiter: Dort sind die Codes längst auf Grabstätten zu sehen. Es gibt einen Steinmetz in der Landeshauptstadt, der sich auf das Anfertigen derselben spezialisiert hat. In Dortmund wurde der erste QR Code gar bereits 2013 auf einem Grabstein angebracht. Auf dem Ostfriedhof können sich Besucher über das Leben und Schaffen einer bekannten Kochbuchautorin durch einen QR Code auf deren Grab informieren.

Herne erachtet die Einführung von QR Codes nicht nur für den privaten Zweck und auf dem Friedhof für sinnvoll. Die Stadt denkt weiter und sieht die schwarz-weißen Muster durchaus auch als Informationsquelle für ihre Bürger an anderen Orten geeignet. Museen und denkmalgeschützte Häuser könnten etwa mit ihnen ausgestattet werden. Auf dem Friedhof ist das Kriegsgrab für die Märzgefallenen ein potentieller Kandidat.

Neu ist die Technik in Herne nicht. Das Stadtmagazin „inherne“ nutzt sie seit längerem, allerdings greifen bisher nur wenige Leser auf den Service zu. Doch man ist sich sicher, dass der Bedarf an QR Codes steigen wird. Die an der Technik interessierten Generationen wachsen gerade heran. Für sie ist das Thema Tod und Friedhof noch nicht relevant, aber zum gegebenen Zeitpunkt werden sie die digitalen Möglichkeiten zu schätzen wissen.

Dass QR Codes auf Grabsteinen am Samstag, den 31. Oktober, im Hamburger Stadtteil Bergedorf zur Sprache kommen werden, davon gehen Bestatterin Regina Rosenkranz und Steinmetzmeister Torben Bohnhoff aus. An diesem Tag findet ein Tag der offenen Tür statt, der unter dem Motto “Gedenkstein selbstgemacht” steht. Interessenten können von 11 bis 14 Uhr im Raum der Trauerbegegnungen von Rosenkranz Bestattungen in der Schloßstraße 33 stellen und einen eigenen Gedenkstein herstellen.

Bohnhoff konnte in der jüngsten Vergangenheit einen Wandel in der Grabsteingestaltung feststellen. Einerseits geht das Bedürfnis nach Grabsteinen zurück, andererseits ist der Trend zur Individualisierung festzustellen. Grabsteine sollen genauso individuell wie der Verstorbene sein. Da passen QR Codes mit ihren Gestaltungsmöglichkeiten wunderbar hinein. Der Steinmetzmeister, der außerdem Steintechniker ist, wird deshalb ausführlich Rede und Antwort stehen, sollte das Stichwort fallen.

Zur oben genannten Veranstaltung sind übrigens auch junge Menschen herzlich eingeladen, die sich für den Beruf des Steinmetzes interessieren. Des Weiteren werden natürlich ebenfalls Fragen zum Beruf des Bestatters beantwortet. Zum Tag der offenen Tür bei Rosenkranz Bestattungen sind Jung und Alt willkommen.

Bildquelle: © Andreas Barth / Pixelio.de

Bargeldlos zahlen mit QR-Code und NFC-Technologie.

682914_web_R_K_B_by_Denise_pixelio.deWer kennt das nicht: Man muss ewig an der Supermarktkasse warten, weil das Geld mühsam passend zusammengesucht wird oder das Kartenlesegerät mal wieder einen schlechten Tag erwischt hat und einfach nicht die EC-Karte akzeptieren will. Dabei kann das Bezahlen heute bereits wesentlich schneller gehen. An etwa fünf Prozent der Kassenterminals in Deutschland ist mittlerweile die sogenannte berührungslose Zahlung möglich. Das hört sich erst einmal nicht viel an, aber Experten gehen davon aus, dass diese Methode zeitnah ihren Siegeszug antreten wird.

Für das Mobile Payment muss der Kunde lediglich sein Smartphone an der Kasse vorzeigen. Bislang scheitert das mobile Bezahlen allerdings noch an der fehlenden Infrastruktur. Genutzt wird für die Datenübertragung vordergründig die Funktechnik NFC (Near Field Communication). Sie überträgt kleine Datenmengen lediglich über kurze Distanzen von einigen Zentimetern. Das mutet in der Gegenwart überaus rückständig an, erweist sich aber beim Bezahlen via Smartphone als Vorteil, weil dadurch eine zusätzliche Sicherheit der Daten geschaffen wird.

NFC gehört bei modernen Smartphones fast schon zur Standardausstattung, bei den Kassen besteht aber Nachrüstbedarf. Steffen von Blumröder vom IT-Verband Bitkom sieht darin kein Problem. Ein Austausch der Kassenterminals erfolge in regelmäßigen Abständen. Man könne also davon ausgehen, dass der Anteil der NFC-fähigen Kassen „in zwei bis drei Jahren deutlich höher sein“ werde.

In den USA wird ebenfalls auf die neue Bezahlart gesetzt. Hier ist Apple Pay auf dem iPhone 6 und dem 6 Plus im Kommen. Auch jenes ist NFC-basiert. Der Anbieter erhofft sich eine Belebung des Marktes, ob es aber zum Marktführer reicht, ist bisher nicht abzusehen. Die Konkurrenz schläft nicht. Es dürfte nur eine Frage der Zeit sein, bis auch Amazon, Google, PayPal und Facebook auf diesem Gebiet Tätigkeit entfalten.

Die bereits mit NFC ausgestatteten Kassen in Deutschland ermöglichen es dem Verbraucher beispielsweise, das System Mpass zu nutzen. Dafür ist kein Smartphone erforderlich, sondern ein NFC-geeigneter Sticker. Er wird auf das Handy oder einen anderen Gegenstand aufgeklebt. Der Aufkleber enthält die erforderlichen Zahlungsdaten. Für die Zahlung wird der Sticker einfach am Terminal vorbeibewegt.

Kreditkartenunternehmen wie Mastercard und Visa verwenden ähnliche Systeme. Auch Mobilfunkanbieter haben Mobile Payment in ihrem Programm. Die Nutzung ist aber nur in Verkaufsstellen möglich, die mit dem jeweiligen Betreiber zusammenarbeiten. Blumröder weiß zu berichten, dass Mobile Payment hierzulande vor allem an Tankstellen gebräuchlich ist. Sie seien in dieser Hinsicht überaus fortschrittlich.

Das Bezahlen mit dem Smartphone ist auch mit Hilfe von QR-Codes durchführbar. Hauptsächlich bei lokalen Anbietern, großen Ketten und Diensten wie Yapital sind diese beliebt. Sie werden einfach mit einer entsprechenden App auf dem Smartphone gescannt. Den Händlern entstehen dafür keine Zusatzkosten, für die Kunden hat die Methode aber den Nachteil, dass die Zahlung langsamer als mit der EC-Karte oder mit Bargeld ist. Zudem funktioniert der QR-Code auch nur dann, wenn das System vom Händler unterstützt wird.

Mit dem Smartphone bezahlen ist also derzeit noch mit der Nutzung vieler verschiedener Dienste verbunden. Achim Himmelreich sieht darin eins der größten Probleme. Der Kunde wünsche sich eine App, die alles kann und nicht zehn Apps, die nur jeweils bei dem am System teilnehmenden Händler genutzt werden können. Hier könnte wiederum Apple Pay das Rennen für sich entscheiden.

Bildquelle: © Denise / Pixelio.de

QR-Codes: So werden sie sinnvoll genutzt

653883_web_R_K_by_Windorias_pixelio.deVielseitige Verwendbarkeit, einfache Handhabung, kostengünstig – diese drei Attribute stellen die wichtigsten Merkmale der QR-Codes dar. Damit sind sie für die verschiedensten Bereiche und Institutionen interessant: für Unternehmen, für Vereine, für Events und vieles mehr. Selbst auf Grabsteinen tauchen inzwischen die grafischen Codes auf. Zum Auslesen des Codes bedarf es lediglich eines Smartphones mit einer Kamera mit mindestens zwei Megapixeln und das hat heute fast jeder dabei. Der Code wird eingescannt und nach kurzer Zeit erscheinen die sich dahinter verbergenden Infos auf dem Bildschirm des Handys. Zumeist ist es ein Link, der zu einer Webseite führt. Vielleicht ist es aber auch ein Gewinnspiel, der Hinweis auf eine Veranstaltung, eine Firmenwebseite oder eine Produktinformation, die Liste der Möglichkeiten ließe sich unendlich fortführen.

In einem QR-Code haben Buchstaben, Zahlen und Zeichen Platz. Die Unterbringung von Links ist die bisher populärste Verwendungsart. Dabei lassen sich auch kurze Texte, Zugangsdaten für das WLAN, Nachrichten, Kalender- und Kontaktdaten in einem solchen Code unterbringen. Produktion und Logistik profitieren ebenfalls von den viereckigen Pixeln. Vermehrt werden sie ergänzend oder als Ersatz für die altbekannten Strichcodes eingesetzt. Zudem sind die Codes nicht mehr nur in Schwarz-weiß zu sehen, auch farbige Ausführungen tauchen in der Gegenwart immer wieder auf.

Die Erstellung der QR-Codes ist schnell erledigt. Es bedarf lediglich drei Schritte. Im ersten Schritt wird der Codetyp festgelegt, im zweiten Schritt die Fehlertoleranz und im dritten Schritt wird der Inhalt des Codes eingegeben. Anschließend wird der QR-Code erzeugt und steht dann zur weiteren individuellen Nutzung bereit. Nun kann der Code unter anderem in Mails oder auf Webseiten eingebunden oder ausgedruckt werden.

Die Speicherkapazität eines QR-Codes hängt von der Quadratzahl ab. Die kleinste Version enthält 11 x 11 Quadrate, die größte 177 x 177. Letztere eignet sich zur Unterbringung von maximal 7.089 Zahlen beziehungsweise 4.296 Zeichen. Durch die Kombination mehrerer Codes ist es möglich, die Speicherkapazität zu erhöhen. Wurde ein Code beschädigt, bedeutet das übrigens nicht, dass er nun nicht mehr lesbar ist. In die Codes ist eine Fehlerkorrektur integriert. Sie hält die Lesbarkeit auch bei einer Beschädigung aufrecht, sofern diese nicht irreparabel ist. Bis zu 30 Prozent des Codes können dadurch wiederhergestellt werden. Die Fehlerkorrektur wird in vier Stufen untergliedert, wobei die vorgenannten 30 Prozent den höchsten Level darstellen. Auf der niedrigsten Stufe liegt die Wiederherstellungsquote fehlerhafter Daten bei sieben Prozent.

Die Technologie der QR-Codes ist keine Entwicklung der Neuzeit. Sie gibt es bereits seit 20 Jahren. Entwickelt wurden die Codes vom japanischen Unternehmen Denso Wave für den Toyota-Konzern. Dieser setzt sie zu Logistikzwecken ein und markiert damit seine elektrischen und elektronischen Baugruppen. Das damalige Entwicklerteam um Masahiro Mara ist bis heute aktiv. Erst in diesem Jahr stand es im Finale des Europäischen Erfinderpreises und wurde mit dem Publikumspreis geehrt.

Der erste QR-Code in Deutschland erschien am 16. Oktober 2007. Nur wenige Tage später, nämlich am 9. November 2007, war „Welt kompakt“ die erste Zeitung, die QR-Codes einführte. In der Gegenwart verfolgen uns die QR-Codes sozusagen auf Schritt und Tritt. Für viele gehören sie einfach zur digitalen Welt von heute dazu.

Bildquelle: © Windorias / Pixelio.de

Leichtere Zahlung durch QR-Code auf Rechnung

Euro-ÜberweisungSEPA ist ein aktueller Begriff, der vielen Unternehmern einen unbehaglichen Schauer über den Rücken jagt. Dahinter verbirgt sich ein neues Zahlungsverfahren, welches den Zahlungsverkehr innerhalb der EU vereinfachen soll. Bisher aber kann diesem noch keiner so richtig was Gutes abgewinnen. Ursprünglich war die Einführung zum 1. Februar 2014 geplant. EU-Parlament und Kommission haben die Umstellungsfrist allerdings bis zum 1. August verlängert. Den Unternehmen ist es recht. Sie sehen große Probleme auf sich zukommen. Die Umstellung der EDV und der Kundendaten ist mit einem immensen Aufwand verbunden. Besonders kleine und mittelständische Unternehmen hätten den fristgerechten Umstieg auf SEPA zum 1. Februar nicht gewährleisten können. Deshalb schlug die Kommission im Januar einen Zeitraum von weiteren sechs Monaten für den Übergang vor. Dennoch dürften die Probleme weiter bestehen bleiben. Nicht nur, dass vor allem mit der IBAN eine schier unübersichtliche Zahlenkolonne auf den Rechnungen erscheinen muss, zugleich soll diese auch noch in einem einheitlichen QR-Code aufgebracht werden, um Fehler in der 22 Stellen umfassenden Zahl zu vermeiden. Das wiederum bedeutet, dass Unternehmen extra einen QR-Code generieren und in ihre Rechnungen implementieren müssen.

Aufgeschoben ist nicht aufgehoben. Zwar können die Unternehmen sich jetzt ein halbes Jahr länger Zeit lassen, ob es aber alle rechtzeitig schaffen, bleibt weiterhin abzuwarten. Wären die neuen Bedingungen zum 1. Februar in Kraft getreten, wäre von Zahlungsdienstleistern und Banken nur noch die Bearbeitung von Zahlungen im SEPA-Format erfolgt. Unternehmen, bei welchen die Umstellung noch nicht abgeschlossen gewesen wäre, hätten demzufolge mit großen Schwierigkeiten rechnen müssen. Bei ein- und ausgehende Zahlungen, die nicht das vorgeschriebene Format gehabt hätten, wäre eine Sperrung erfolgt. Im schlimmsten Falle könnte man dann sozusagen von einer Zahlungsunfähigkeit der betreffenden Firma sprechen.

Eigentlich soll das SEPA-Zahlungsverfahren der Vereinfachung von Zahlungen innerhalb der EU dienen, bisher jedoch hat es den Verwaltungsaufwand der Unternehmen nur enorm erhöht. Die Verschmelzung von Bankleitzahl und Kontonummer in einer Zahl, der IBAN, birgt ein hohes Fehlerrisiko in sich. Bei der Übertragung derselben kommt es schnell zu Zahlendrehern oder anderen Fehlern. Mit dem weiterhin geplanten QR-Code möchte der der European Payments Council (EPC) daher ein Einscannen der IBAN ermöglichen. Der Zahlungspflichtige erhält durch das Scannen des Codes alle notwendigen Daten beziehungsweise wird die IBAN gleich in die Überweisungsmaske eingefügt, sofern die Überweisung über eine entsprechende App ausgeführt wird.

Die Implementierung des QR-Codes ist freiwillig. Die Sicherheit im Zahlungsverkehr wird durch einen solchen erhöht, gleichzeitig kommt es aber auch zu einer nochmaligen Erhöhung des Umstellungsaufwands. Zudem ist fraglich, ob sich Aufwand und Nutzen die Waage halten, denn nicht jeder zahlt mit einem mobilen Endgerät seine Rechnungen. Hier werden sicher erst die Praxiserfahrungen zeigen, ob sich der QR-Code auf Rechnungen durchsetzen kann.

Zum Verwaltungsaufwand der SEPA-Umstellung gehört ebenfalls die Aktualisierung des Lastschrifteinzugs. Dafür müssen Geschäftspartner und Kunden angeschrieben werden. Im Dezember 2013 war dies trotz des damals feststehenden Umstellungstermins zum 1. Februar 2014 lediglich bei 10 Prozent der Lastschriftverfahren erfolgt. Sorgen bereiten den Unternehmern und Zahlungsinstituten ebenfalls die Auszahlung von Löhnen und Gehältern. Sollte die Fehlerquote bei der Umstellung nur zwei Prozent betragen, ist die Nachbearbeitung von mehr als eine Million Lastschriften und Überweisungen notwendig, gibt die Bundesbank zu bedenken. Bleibt zu hoffen, dass durch die Verlängerung der Umstellungsfrist Fehler weitestgehend vermieden werden.

Bildquelle: © Thorben Wengert / Pixelio.de

Ab sofort gibt es die Rettungskarte mit QR-Code für Mercedes und Smart

652462_web_R_K_B_by_Daniel Pittner_pixelio.deEingeführt wurde die Rettungskarte bereits 2007. Sie entstand auf Initiative des ADAC. Mit der Karte soll eine Rettung im Unglücksfalle erheblich schneller erfolgen und somit die Überlebenschancen der Verunglückten gesteigert werden. Eine Verpflichtung zum Mitführen der Rettungskarte besteht nicht, eine gute Idee ist sie aber allemal. Die Daimler AG griff die Idee der Rettungskarte für ihre Fahrzeuge auf und führte sie weiter. Konkret bedeutet das, sie passte die Rettungskarte an die Technik der Gegenwart an und stattete die Rettungskarten mit einem QR-Code aus. Ab sofort sind die Aufkleber für Fahrzeuge der Marken Smart und Mercedes ab Baujahr 1990 kostenlos in den Fachwerkstätten erhältlich. Empfohlen wird die Anbringung an der Innenseite des Tankdeckels und im Bereich der gegenüberliegenden B-Säule angebracht. Neugebaute Fahrzeuge sind künftig bereits ab Werk mit den Aufklebern an diesen Stellen ausgestattet.

Der aufgedruckte QR-Code enthält wichtige Informationen für Retter und Ersthelfer, speziell auf den Fahrzeugtyp abgestimmt. Er wird mittels Smartphone oder Tablet gescannt und ausgelesen. Anschließend erfolgt die Ausgabe der relevanten Daten direkt auf den Bildschirm des Lesegeräts. Zeitraubende Nachfragen werden somit vermieden und die Rettung der Verunglückten kann sofort beginnen. Enthalten ist beispielsweise die Position von den Gaspatronen für die Airbags, der Verlauf von stromführenden Kabeln und die genaue Lage der Autobatterie. Weiterhin werden die Stellen an der Karosserie angegeben, von welchen aus die Helfer am schnellsten mit ihren Stemm- oder Schneidgeräten in den Innenraum des Wagens vordringen können.

Wer nicht Besitzer von einem Smart oder Mercedes ist oder aus irgendeinem anderen Grund keine aufklebbare Rettungskarte mit oder ohne QR-Code sein Eigen nennt, hat auf der Webseite des ADAC die Möglichkeit, eine Rettungskarte passend zu seinem Fahrzeugtyp als PDF-Datei herunterzuladen und auszudrucken. Für den Inhalt der Karten sind die Fahrzeughersteller verantwortlich. Alternativ kann man sich die Rettungskarte in den ADAC-Geschäftsstellen ausdrucken lassen. Das ist insbesondere dann erforderlich, wenn man selbst nur einen Schwarz-Weiß-Drucker hat. Die Rettungskarte sollte unbedingt farbig sein, damit sie im Bedarfsfalle sofort ins Auge sticht und problematische Bereiche des Fahrzeugs klar erkennbar sind. Nach dem Ausdrucken wird erst einmal überprüft, ob die Rettungskarte dem Fahrzeug tatsächlich entspricht. Bei der Airbagausstattung sind stellenweise Abweichungen gegeben, da immer die maximal mögliche Ausstattungsvariante dargestellt ist. Ist sichergestellt, dass es sich um die korrekte Rettungskarte handelt, wird sie hinter der Fahrer-Sonnenblende platziert. Dieser Ort ist allen Rettungskräften, auch international, bekannt. Um ein Ausbleichen zu verhindern, wird die bedruckte Seite nach innen gefaltet. Zuletzt wird der Aufkleber „Rettungskarte im Fahrzeug“ – in jeder ADAC-Geschäftsstelle zu bekommen – entweder am linken oberen oder unteren Rand der Windschutzscheibe angebracht. So hält man auch ohne QR-Code die notwendigen Angaben für die Rettungskräfte bereit.

Derzeit ist für das Auslesen des QR-Codes auf der Rettungskarte eine Internetverbindung notwendig, nach eigenen Angaben plant Mercedes allerdings eine eigene App, die den Offline-Zugriff auf die Daten zulässt. Sie ist voraussichtlich ab Mitte 2014 verfügbar.

Die QR-Codes von Smart und Mercedes stellen eine Ergänzung zu einem seit Februar letzten Jahres eingesetzten Systems dar, welches herstellerübergreifend den Zentralen Leitstellen für Rettungsdienst sowie Brand- und Katastrophenschutz den direkten Abruf von Informationen aus dem Fahrzeugregister des Kraftfahrt-Bundesamts in Flensburg mit Hilfe des Kfz-Kennzeichens erlaubt.

Bildquelle: © Daniel Pittner / Pixelio.de

Mercedes will künftig mit Aufklebern und QR-Codes Leben retten

138700_web_R_K_B_by_Erich Kasten_pixelio.deDie sogenannten QR-Codes begegnen uns mittlerweile überall und jeder, der ein Smartphone oder Tablet besitzt, kann einen solchen mit einer Scansoftware beziehungsweise App auslesen. Diese ist in der Regel bereits auf dem Gerät vorhanden und ohne besondere Kenntnisse nutzbar. Ideale Voraussetzungen, um Leben zu retten, fand Autohersteller Mercedes-Benz und machte sich die aktuell herrschenden Umstände zunutze. Ab sofort wird jeder Neuwagen ab Werk mit zwei Aufklebern ausgestattet, die einen QR-Code tragen. Er enthält Daten über das Fahrzeug wie etwa Informationen zu Tanks, Batterie, Airbags, Druckzylinder, elektrische Leitungen und weiteren Bauteilen. Die Retter sind damit nicht auf die Hilfe des Autofahrers angewiesen und können außerdem oftmals wesentlich detaillierte Angaben abrufen. Über die dafür notwendige technische Ausstattung verfügen die Rettungskräfte der Gegenwart selbstverständlich. Die Codes werden auf der Tankklappe sowie auf der Seite der B-Säule, die der Tankklappe gegenüberliegt, aufgeklebt. Die Erfahrung zeigt, dass es in den beiden Bereichen selten schwere Schäden gibt, sodass die Aufkleber nach einem Verkehrsunfall problemlos erreichbar sind. Dafür ist es nicht einmal notwendig, in das Innere des Unfallfahrzeugs vorzudringen, von außen sind die QR-Codes gleichfalls leicht erfassbar.

Neu ist die Idee mit der elektronischen Rettungskarte nicht unbedingt. Der ADAC hat bereits eine solche entwickelt. Der Haken daran: Man muss sie sich selbst besorgen und ins Auto legen. Das Interesse war daher bislang mäßig. Es ist es allerdings für die schnelle Einleitung von Rettungsmaßnahmen von großer Bedeutung, das verunglückte Fahrzeugmodell zweifelsfrei identifizieren zu können. Laut einer Erhebung des ADAC werden 64 Prozent der verunfallten Pkw falsch oder gar nicht von den Helfern identifiziert. Das verzögert zum einen die Rettung, zum anderen begeben sich die Retter ebenfalls in Gefahr. Und es gibt noch etwas, das Sorgen bereiten dürfte: Je neuer das Automodell ist, umso mehr Zeit nimmt die Rettung der Unfallopfer in Anspruch, weil wichtiges Wissen über das Fahrzeug fehlt. Das Gebot der „Goldenen Stunde“ – das sind die ersten 60 Minuten nach dem Unfall, die den Rettern für eine erfolgversprechende Hilfeleistung zur Verfügung stehen – verliert damit zunehmend an Relevanz. Der Einsatz der Rettungskräfte sieht 20 Minuten für Alarmierung und Anfahrt, weitere 20 Minuten für die Rettung am Unfallort und noch einmal 20 Minuten für die Erstversorgung sowie den anschließenden Transport in eine Klinik vor. Innerhalb dieses Zeitrahmens haben Schwerverletzte die besten Überlebenschancen. Geht allerdings schon wertvolle Zeit mit dem Herausfinden des richtigen Automodells verloren, haben die Retter kaum noch die Möglichkeit, ihren Job richtig auszuüben. Ein Aufkleber mit einem QR-Code gibt dagegen in Sekundenschnelle Auskunft darüber, um was für ein Fahrzeug es sich handelt. So können geeignete Maßnahmen ohne Zeitverzögerung eingeleitet werden, was die Überlebenschancen der Unfallopfer um ein Vielfaches erhöht.

Mercedes-Benz jedenfalls hat die Wirkung dieser wahrlich als simpel zu bezeichnenden Aktion erkannt und wird sie in Zukunft zum Wohle seiner Kunden nutzen. Bleibt zu hoffen, dass sich andere Autohersteller von dieser Idee inspirieren lassen und sich ähnliche Gedanken machen. Der Aufwand für nur ein gerettetes Leben ist durch solch einen Aufkleber mit QR-Code verschwindend gering und das sowohl technisch als auch finanziell. Da dürfte es keinerlei Anlass für Überlegungen über die Verwendung geben.

Bildquelle: © Erich Kasten / Pixelio.de

Mit QR-Codes Kunden anlocken und den Umsatz erhöhen

653883_web_R_K_by_Windorias_pixelio.deDie QR-Codes kommen dem Trend zum mobilen Shopping entgegen. Nahezu jedes Smartphone verfügt über die Fähigkeit, einen QR-Code zu scannen und auszulesen. Darüber erfolgt eine Weiterleitung zum Online-Shop des jeweiligen Unternehmens oder zu speziellen Werbeaktionen in Form von Sonderangeboten, Werbespots oder ähnlichem. Das Schöne an den QR-Codes ist, dass sie selbst für kleine Unternehmen als Werbemaßnahme infrage kommen und einen neuen Vertriebskanal für diese öffnen.

Bei der Werbung ist Vielseitigkeit Trumpf. Wer alle Chancen nutzt, die Menschen auf seine Produkte aufmerksam zu machen, kann sich über mehr Kunden und dementsprechend mehr Umsatz freuen. Allerdings hat nicht jede Firma die finanziellen Mittel zur Verfügung, um zur besten Sendezeit einen Werbespot im Fernsehen zu schalten oder eine seitengroße Kampagne in einer bundesweiten Tageszeitung abdrucken zu lassen. Eine eigene Webseite dagegen hat mittlerweile eigentlich fast jeder und diese lässt sich hervorragend mit einem QR-Code verbinden, der ebenfalls keine Unsummen kostet.

Die quadratischen Kästchen mit den auffälligen Schwarz-Weiß-Mustern begegnen uns inzwischen überall. Sie hängen an Telefonmasten, sind in Katalogen und Zeitungen zu sehen, werden auf Verpackungen aufgedruckt oder aufgeklebt. Was sie uns sagen wollen, ist unterschiedlich. In Koblenz kann man zum Beispiel über einen QR-Code Schäden an Radwegen melden. Werbetechnisch dürfte diese Maßnahme aber kaum von Relevanz sein. Hier geht es eher darum, eine direkte Weiterleitung zum Onlineshop oder einem speziellen Produkt einzurichten und dem Interessenten damit das lästige Eingeben von URLs zu ersparen. Einmal gescannt und schon wird die hinter dem QR-Code versteckte Seite automatisch aufgerufen. Einfacher kann man es seinen Kunden nicht machen.

Die Nutzung von QR-Codes wird sicher in der Zukunft noch um einiges erweitert werden. Der Lebensmitteleinkauf via Smartphone, schnell noch die Konzerttickets bestellen oder die Fahrkarte für die Bahn kaufen? Überhaupt kein Problem und das, obwohl die technischen Möglichkeiten noch lange nicht ausgereizt sind. Aber die Kauffreude über das Internet wächst weiter, wie aktuelle Studien beweisen. Laut einer Befragung des ECC-Konjunkturindex im Mai nutzten in der Vergangenheit 40 Prozent der Online-Käufer schon einmal ihr Tablet oder Smartphone zum Einkaufen. Demgegenüber steht allerdings, dass bisher lediglich 35 Prozent der Händler ihre Onlineshops für die Benutzung mit mobilen Geräten optimiert haben. Das verprellt möglicherweise potenzielle Kunden.

Internetriese Google wird ebenfalls in Zukunft verstärkt auf die Präsenz von Webseiten auf mobilen Geräten setzen und danach das Ranking in den Suchergebnissen ausrichten. Dann wird eindeutig der Shop im Vorteil sein, der seine Seite für mobile Endgeräte optimiert hat. Sucht der Nutzer mit einem Smartphone oder Tablet nach einem bestimmten Produkt soll künftig die Weiterleitung nicht mehr auf die Hauptseite erfolgen, sondern sofort auf die mobile Version der Webseite und im Idealfalle sogar direkt auf die jeweilige Produktseite.

Die Nutzung von QR-Codes für den eigenen Shop setzt die Umstellung des Shops auf Responsive Web-Design voraus. Die Anzeige auf einem Smartphone oder Tablet erfolgt in dem Falle ebenso übersichtlich wie auf dem Bildschirm eines Desktop-PCs. Desweiteren muss ein Plug-in für QR-Codes installiert werden. Mit diesem können Codes erstellt und so platziert werden, dass noch mehr Menschen der Webseite einen Besuch abstatten. Richtig eingesetzt, sind QR-Codes das Bindeglied zwischen mobilen Endgeräten, Online-Marketing und Webshop.

Bildquelle: © Windorias / Pixelio.de

Mit Etiketten gegen Produktpiraterie

Nicht nur für die Wirtschaft sind Fälschungen und Produktpiraterie ein großes Ärgernis. Auch der Verbraucher kann dadurch einen großen Schaden erleiden, der nicht nur finanzieller Natur ist, sondern im schlimmsten Falle sogar mit einer Gefahr für Leib und Leben einhergeht. Die bisherigen Maßnahmen gegen Produktfälschungen sind entweder nicht ausreichend oder zu teuer. Daher haben die Unternehmen noch kein probates Mittel gegen die Produktpiraten gefunden. Zudem sind die gefälschten Produkte inzwischen so gut, dass sie oftmals nur schwer erkennbar sind. Doch jetzt scheint eine geeignete Lösung in Sicht, und zwar in Form von multifunktionalen Kunststoffetiketten mit farbigem Barcode. Derartige Etiketten könnten beispielsweise bei der Erhöhung der Umgebungstemperatur den Code sichtbar und somit auslesbar machen. Die Neuentwicklung stammt von der BAM Bundesanstalt für Materialforschung und -prüfung in Berlin.

Als Material für die Etiketten wurde thermoplastisches Polyurethan (TPU) gewählt. Der Werkstoff wurde zusammen mit der Bayer materialscience AG entwickelt. Für die gewünschte Funktionsweise wird sich das sogenannte Formgedächtnis der Kunststoffe zunutze gemacht. Wurden sie einmal thermo-mechanisch programmiert, gehen sie später bei einer bestimmten Umgebungstemperatur wieder in diese Form zurück, genauso so, als würden sie sich daran erinnern. Die Programmierung der Etiketten geschieht in mehreren Schritten und ist deshalb kompliziert. Zu Beginn wird das TPU erhitzt, in die entsprechende Form gebracht und in dieser abgekühlt. Anschließend wird das Material entlastet und zuletzt wieder auf Raumtemperatur erwärmt. Bringt man während dem Formungsprozess gleichzeitig eine Kennzeichnung ein, ist sie bei Raumtemperatur unsichtbar, wird aber mit zunehmender Umgebungstemperatur wieder sicht- und lesbar. Bei einem derartigen Kennzeichnungsverfahren kommen grafische und maschinenlesbare Elemente zum Einsatz, die in die Oberfläche des Polymers eingebracht werden. Bei Raumtemperatur sieht man von der Kennzeichnung nichts. Erhöht sich nun aber die Temperatur, nimmt das TPU die eingeprägte Form an und schon wird die Kennzeichnung erkennbar.

Die neu entwickelten Etiketten bieten die verschiedensten Gestaltungsmöglichkeiten. Sie sind Größe, Form und Farbe äußerst flexibel und können genau auf die Wünsche des Unternehmens angepasst werden. So sind Codes mit einer Fläche von wenigen Millimetern anbringbar oder man rollt das Etikett auf. Auch eine teilweise Verformung ist machbar. Selbst ein QR Code kann in die Farbschicht eingraviert werden. Ein solcher Code bietet den Vorteil, dass er schneller als ein Barcode auslesbar ist und keine speziellen Scanner erfordert.

Selbst der Kunde kann mit den TPU-Etiketten Produktfälschern innerhalb kurzer Zeit auf die Schliche kommen. Ein haushaltsüblicher Haartrockner reicht aus, um den Code sichtbar zu machen. Handelt es sich nun um einen QR-Code, scannt der Kunde diesen mit seinem Smartphone und schon weiß er über das Produkt Bescheid. Alternativ gelingt die Sichtbarmachung des Codes durch ein warmes Wasserbad.

Die Etiketten sind – vor allem, wenn sie mit einem QR-Code versehen sind – nur sehr schwer zu fälschen. Dafür muss man über viel Erfahrung und technisches Wissen verfügen. Eine weitere Sicherungsvariante mittels der TPU-Etiketten ist die Gravur mit einem Symbol oder einem Logo. Durch das Programmieren lässt sich dasselbe mit Hilfe einer temporär sichtbaren Information verschlüsseln. In dem Falle könnte es der Produktfälscher sogar übersehen oder auch missverstehen, weil er die sich dahinter verbergende Technik nicht nachvollziehen kann.

Bildquelle: © Gerd Altmann / Pixelio.de