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Digitales Feedback via QR – Codes ist jetzt auch für offene Veranstaltungen verfügbar

255796_web_R_K_by_einzmedia_pixelio.de (2)Zeitnah ein Feedback abgeben, das war bisher nicht bei allen Veranstaltungen möglich. Probleme gab es vor allem bei sogenannten offenen Veranstaltungen wie bei Outdoorevents oder einem unbekannten Kreis an Teilnehmern. Dank QR-Codes soll dies aber bald der Vergangenheit angehören.

Über eine Plattform, die die digitalen Daten auswertet, erhalten die Veranstalter eine Auswertung in Echtzeit und können so auf einen Blick sehen, ob alles rund läuft oder ob hier und da noch Handlungsbedarf besteht. Die Teilnehmer wiederum müssen nicht erst am heimischen Computer Platz nehmen, um eine Bewertung vorzunehmen. Es ergeben sich also für beide Seiten Vorteile, die dem jeweils anderen schnell und noch während der Veranstaltung zu Gute kommen.

Die entsprechenden QR-Codes lassen sich für die verschiedensten Events nutzen und sind längst nicht nur auf die oben genannten beschränkt. Im Grunde genommen können sie überall dort zum Einsatz kommen, wo ein sofortiges Feedback gewünscht wird. Ihre Nutzung ist ebenfalls bei Seminaren, Firmentagungen, Kongressen und Workshops denkbar, also dort, wo die Teilnehmerkreis in der Regel aus geladenen und somit namentlich bekannten Personen besteht.

Voraussetzung ist lediglich eine Anmeldung auf der Plattform. Jeder Veranstaltung wird über diese ein QR-Code zugeordnet, über den sie eindeutig identifiziert wird. Mit ihren mobilen Endgeräten können nun die Teilnehmer den Code einscannen und erhalten im Anschluss daran einen Fragebogen übermittelt. Jener wurde vom jeweiligen Veranstalter erstellt und ist somit exakt auf die Veranstaltung zugeschnitten. Damit Teilnehmer ohne Scanmöglichkeit nicht außen vorbleiben, wird alternativ ein Link zur Verfügung gestellt, der gleichfalls zum Fragebogen führt.

Um welche Art von Veranstaltung es sich handelt, ist übrigens nicht von Bedeutung. Dadurch wird ein äußerst flexibler Einsatz der QR-Codes gewährleistet. Auch bei den Fragebögen gibt es keinerlei Limit, was die Menge der Fragen betrifft. Zu jeder Zeit kann auf diese zugegriffen werden, um sie zu verändern, zu aktualisieren oder als Vorlage zu speichern.

Flexibilität gilt ebenfalls bei den Sprachen. Wer möchte, kann mehrsprachige Feedbackabfragen einsetzen. Gleiches gilt für die Zeiträume, die zum Abgeben des Feedbacks eingeräumt werden. Die Spanne reicht von einer Minute bis hin zu einem Jahr. Und nicht nur Veranstaltungsteilnehmer können über die QR-Codes um eine Einschätzung gebeten werden: Mitarbeiter- und Kundenbefragungen sind ferner realisierbar.

Interessant ist weiterhin die Möglichkeit, dass Veranstalter mehrere Benutzer mit administrativen Rechten ausstatten können. Die Zahl der diesbezüglichen User ist unbegrenzt. Demzufolge können mehrere Verantwortliche mit Zugriffsrechten ausgestattet werden und unabhängig voneinander eine Auswertung der eingegangen Daten vornehmen. Gleichwohl erlaubt es diese Funktion, dass sich mehrere Personen eine Meinung bilden und eine eventuell notwendige Problemlösung aus verschiedenen Blickwinkeln angehen können.

Man mag sich nun fragen, warum nicht schon früher jemand auf diese Nutzungsmöglichkeit der QR-Codes gestoßen ist. Offensichtlich war die Zeit dafür einfach noch nicht reif. Doch nun sind die Tage gezählt, bis die neue Technik endlich verfügbar ist. Nach Willen der Entwickler soll sie einiges vereinfachen. Veranstalter ersparen sich zum Beispiel zeitraubende manuelle Auswertungen, die letztendlich zu spät kommen, weil sie für die aktuelle Veranstaltung nicht mehr von Bedeutung sind und eigentlich erst bei der nächsten zum Tragen kommen, sofern überhaupt eine neue Auflage geplant ist.

Bildquelle: © einzmedia / Pixelio.de

Mit QR-Codes Nominierung für den Kunstpreis der Rosenheim-Stiftung erhalten

492996_web_R_K_by_Thorben Wengert_pixelio.de (2)Die Erkratherin Katy Schnee sieht in der schnelllebigen Informationsgesellschaft der Gegenwart nicht nur Gutes. Das zeigt sie mit vielen ihrer Kunstobjekte oft deutlich. Eines dieser, ein weiblicher Torso, der über und über mit QR-Codes bedeckt ist, brachte ihr jetzt eine Nominierung für den von der Rosenheim-Stiftung ausgeschriebenen Kunstpreis ein.

Eigentlich rechnete sich die Künstlerin keine großen Chancen aus, dennoch bewarb sie sich mit ihrer Plastik aus Styropor, der sie den Namen „scan me, please“ gab. Ganz erfolglos war Schnee in den vergangenen Jahren auf internationaler Ebene nicht. So konnte sie beispielsweise im vergangenen Jahr bei einer Ausschreibung der Stiftung Deutsche Depressionshilfe den ersten Preis mit nach Hause nehmen. In diesem Jahr war sie bereits bei der Europa-Union Leverkusen erfolgreich und wurde zur Europa-Künstlerin gekürt. Das gab den Ausschlag, erneut sein Glück bei einem internationalen Wettbewerb zu versuchen.

Schnell erwies sich diese Entscheidung als richtig, den Schnee erhielt die Nachricht, dass sie zu den 33 nominierten Künstlerinnen und Künstlern aus insgesamt 291 Bewerbern gehört. Der Kunstpreis der Rosenheim-Stiftung wird alle zwei Jahre verliehen und ist mit einem Preis von 5.000 Euro dotiert. Die Erkrather Künstlerin tritt in der Wettbewerbskategorie „Babylon, Wahn und Wirklichkeit“ an. Ihr Beitrag ist ein Frauentorso, der in eine schwarz-weiße Weste gehüllt ist und die scheinbar ein Hahnentrittmuster aufweist. Bei näherer Betrachtung entpuppt sich jenes allerdings als ein dichtes Netz von QR-Codes. Die zur Weste kombinierten Accessoires wie Handtasche, Kette und Gürtel sind in edlem Gold gehalten. Dazu gesellt sich eine ebenfalls vergoldete Computer-Maus, die am Gürtel baumelt. Sie verfügt über einen direkten USB-Anschluss an den kopflosen Körper und stellt somit die Verbindung zur vernetzten Welt her.

Vor allem Smartphone- und Internetnutzer dürfte die Skulptur ansprechen, denn sie werden der Aufforderung „scan me, please“ nur allzu gerne nachkommen. Die Künstlerin möchte damit das Internet als globales Kommunikationsmedium thematisieren. Sie ist der Überzeugung, dass die heutige Flut an Informationen zur Folge hat, dass nichts mehr genau gelesen wird. Die Informationsvielfalt des Internets ist für Schnee ein moderner babylonischer Turm und genau das ist die Frage, die sie den Betrachtern ihrer Kunst stellen möchte. Klicks und Likes nehmen einen hohen Stellenwert in unserer Gesellschaft ein. Vielleicht einen zu hohen? Zum Nachdenken über diese Frage soll die Skulptur anregen.

An QR-Codes hat sich Katy Schnee nicht das erste Mal ausprobiert. Auch die Teilnahme am Kunstwettbewerb der Europa-Union Leverkusen basierte auf der Verwendung der auffälligen schwarz-weißen Muster. Hier war es eine codierte Fischskulptur, die Aufmerksamkeit erregte. Gemeinsam mit dem Künstler Volker Rapp bemalte Schnee anlässlich einer Ausstellung im Leichlinger Sinneswald Bäume sogar mit farbigen Codes.

Vor rund drei Jahren taten sich Rapp und Schnee erstmals zusammen, um QR-Codes zu Kunstobjekten werden zu lassen. Damals nutzten sie die Codes von der Website der Stadt Erkrath. Die Künstler schufen daraus ein 49 Quadratmeter großes Kunstwerk, welches beim Sommerfest in der Bahnstraße zum ersten Mal der Öffentlichkeit präsentiert und später beim Kunstfest „LokArt“ ausgestellt wurde. Weitere gemeinschaftliche Projekte sind in Planung. Das aktuelle Projekt der Künstlerin – die mit QR-Codes verzierte weibliche Figur ohne Kopf – ist übrigens vom 5. bis 30. Juni in den Niederlanden zu sehen.

Bildquelle: © Thorben Wengert / Pixelio.de

QR Codes, frische Küche, Panoramafenster: das bieten Jugendherbergen heute

681261_web_R_K_B_by_SuBea_pixelio.de (2)Jugendherbergen haben es in der Gegenwart nicht leicht. Ihnen haftet der Ruf als Anlaufstelle für Schulklassen und Jugendgruppen an. Einen erholsamen Urlaub kann sich wohl kaum jemand inmitten einer Horde von vergnügungssüchtigen jungen Menschen vorstellen. Doch die Jugendherbergen wollen auch für andere Zielgruppen interessant werden. Dafür ziehen sie nicht nur mit günstigen Preisen in den Kampf.

Die Stuttgarter Jugendherbergen konnten sich gerade wieder über einen enormen Zuspruch freuen. Anlass war das Frühlingsfest, das weit über die Stadtgrenzen hinaus bekannt ist. Die 155 Betten in der Jugendherberge am Neckarpark waren fast vollständig belegt. Bei den 309 Betten in der Haußmannstraße sah es ähnlich aus. Beide Häuser stehen unter der Leitung von Gerrit de Vries und seiner Frau Marlies. Der gebürtige Holländer hat ehrgeizige Ziele, um das Übernachten in seinen Jugendherbergen attraktiver zu machen. Schon jetzt fallen ihm ein paar gute Gründe ein, warum eine Jugendherberge die ideale Unterkunft ist. So etwa, dass seine Herbergen 365 Tage im Jahr geöffnet haben und daher immer für Übernachtungen zur Verfügung stehen.

Das Berufsbild des Herbergsleiters hat sich in den letzten Jahren enorm gewandelt, erzählt de Vries. Mit insgesamt 464 Betten und einem Mitarbeiterstab von 60 Leuten ist ein durchdachtes Management das A und O. Die Aufgaben der Herbergseltern ähneln daher stark dem Aufgabengebiet eines Hotelmanagers. In der Küche schwingt der Hausherr höchstpersönlich den Kochlöffel. De Vries ist gelernter Koch und das können seine Gäste jeden Tag spüren. Er kredenzt täglich frisch zubereitete Köstlichkeiten. Jede Zutat wird vom ihm selbst eingekauft und anschließend verarbeitet. De Vries möchte den Besuchern seiner Häuser was Besonderes bieten. Mit seinen Gaumenfreuden aus der nationalen und internationalen Küche hat er damit schon einmal einen Schritt in die richtige Richtung getan.

Die Stuttgarter Jugendherbergen sind längst nicht mehr nur einfache Übernachtungsmöglichkeiten. Sie können durchaus mit einem Hotel mithalten, wenngleich sie natürlich nicht einem Sternehaus Paroli bieten können. Trotzdem erfreuen sie sich mittlerweile bei allen Generationen großer Beliebtheit. Familien mit Kindern zählen ebenso zu den Gästen wie Geschäftsreisende und eben junge Menschen, die preiswert übernachten und sich amüsieren wollen. Dennoch geht es friedlich und ruhig zu.

Das Haus in der Haußmannstraße punktet mit seiner Ausstattung und seiner Aussicht. Jedes der Zimmer verfügt über eine eigene Nass-Zelle. Gemeinschaftsduschen gehören seit dem Umbau im Jahr 2003 der Vergangenheit an. Ein anderes Highlight sind die Panoramafenster, die bis zum Zimmerboden reichen und einen tollen Ausblick über die Stadt gewähren. Das kennt man sonst nur von teuren Hotels in weltberühmten Metropolen.

Seit 2000 hat das Ehepaar de Vries seine Zelte in Stuttgart aufgeschlagen. Für das Deutsche Jugendherbergswerk (DJH) arbeiten sie seit 1981. Vor den Stuttgarter Jugendherbergen leiteten sie die Jugendherberge in Hallwangen im Schwarzwald. Die Erfahrung ist ihnen anzumerken. Im letzten Jahr konnten sie mehr als 100.000 Übernachtungen in ihren beiden Stuttgarter Häusern zählen. Ein respektables Ergebnis für eine beziehungsweise zwei Jugendherbergen.

Wichtig ist den Herbergseltern, dass sie jedem etwas bieten können. Verschiedene Sportangebote zum Beispiel oder die Berücksichtigung von speziellen Wünschen beim Essen. Um den ständig zunehmenden Allergien und Unverträglichkeiten Rechnungen zu tragen, wurden am Buffet QR Codes angebracht. Sie geben bekannt, was in den einzelnen Gerichten enthalten ist. Natürlich verfügen die Herbergen auch über einen Internetzugang für ihre Gäste.

Bildquelle: © SuBea / Pixelio.de

QR-Codes erobern Museen, die Kunst und Friedhöfe wie im Sturm

725775_web_R_K_B_by_Christina Schmid_pixelio.de (2)Mit den QR-Codes ist es wie mit vielen anderen modernen Techniken: Erst begegnet man ihnen mit großer Skepsis und Zurückhaltung, dann plötzlich wollen sie alle nutzen. Derzeit erleben die Codes überall einen Boom: Museen, Sehenswürdigkeiten, Straßenschilder und sogar Grabsteine werden immer häufiger mit ihnen ausgestattet.

Die Fans des 1. FC Kaiserslautern können beispielsweise nun auch mit Hilfe von QR-Codes im Vereinsmuseum auf Spurensuche in der Geschichte ihres Lieblingsvereins gehen. Mit Beginn der Rückrunde konnte der aufmerksame Besucher zunehmend die schwarz-weißen Quadrate auf den Vitrinen und Ausstellungsstücken bemerken. Werden sie gescannt, geben sie viele interessante Informationen über das jeweilige Exponat preis.

Hinter manchen QR-Codes sind kurze Videos hinterlegt. Wer sie benutzt, kann etwa legendäre Spielszenen noch einmal erleben, sich anschauen, wie der begehrte DFB-Pokal hergestellt wird und der Übergabe desselben bei der Siegerehrung an den FCK beiwohnen. Schließlich wurde der Verein bereits zwei Mal Pokalsieger und gewann vier Mal die Deutsche Meisterschaft. Da gibt es jede Menge denkwürdige Szenen, die in Form eines QR-Codes festgehalten werden können.

Aber auch Misserfolge werden thematisiert, denn es herrschte nicht immer eitel Sonnenschein in der über 100-jährigen Clubgeschichte. So stieg das Gründungsmitglied der Bundesliga nach mehr als 30 Jahren in dieser in der Saison 1995/96 ab, um in der darauffolgenden Saison wieder in der Bundesliga aufzulaufen und 1998 den vierten Meistertitel zu holen. Von der Saison 2006/07 bis zur Saison 2009/10 spielte man wiederum nur zweitklassig, um ab der Saison 2010/11 endlich wieder in der Bundesliga dauerhaft zu Gast zu sein. Der Liebe der Fans tat das keinen Abbruch und so möchte das FCK-Museum ebenfalls ihnen mit der Einführung der QR-Codes danken, indem unter anderem die schönsten Fangesänge digital verewigt wurden.

Das Museum befindet sich auf dem Gelände des Fritz-Walter-Stadions und wurde im Juli 2011 eröffnet. Es öffnet jeweils zu Heimspielen zwei Stunden vor dem Anpfiff und hat bis eine halbe Stunde vor diesem geöffnet.

In der Kunstszene erfreuen sich die Codes gleichfalls wachsender Beliebtheit. Das letzte Werk des Streetartkünstlers Banksy versah dieser höchstpersönlich mit einem QR-Code, der zu einem Video führt, welches einen vor wenigen Wochen erfolgten Tränengaseinsatz gegen Flüchtlinge im französischen Calais zeigt. Der Brite hat sich bereits mehrfach künstlerisch mit der Flüchtlingskrise auseinandergesetzt. Der betreffende Code ist an einer Londoner Wand angebracht, die der Künstler mit der “Les Misérables” – Romanfigur Cosette besprühte. Jene befindet sich mitten in einer Wolke aus Tränengas.

Sweza, ein Kollege von Banksy aus Berlin, nutzt ferner die Macht der QR-Codes, wenngleich auch zu einem anderen Zweck. Er sieht die direkte Verbindung zum Internet wie eine Erweiterung des Ortes für die Kunst an, denn die virtuelle Welt hat kaum Grenzen und stellt deshalb ausreichend Raum zur Verwirklichung von Ideen zur Verfügung. Außerdem macht er seine verwendeten Codes selbst zu einem kleinen Kunstwerk.

Der Friedhof in der Ascherslebener Schmidtmannstraße informiert seit gut zwei Jahren mit Hilfe von QR-Codes über regionale Persönlichkeiten, die hier ihre letzte Ruhestätte haben. Der sogenannte Erinnerungspfad wird regelmäßig erweitert. Die Codes führen auf eine Webseite, auf der historische Fotos und wissenswerte Informationen von ortsansässigen Heimatgeschichtlern zusammengetragen wurden. Zu den neu in den Reigen Aufgenommenen zählen beispielsweise der Maler und Grafiker Heinrich Rademacher, der Heimatforscher Gerhard Stolle sowie der Arzt und Autor Paul Geish.

Bildquelle: © Christina Schmid / Pixelio.de

Der QR-Code auf Friedhöfen erhitzt so manches Gemüt

726871_web_R_K_B_by_DS61_pixelio.de (2)Der Mensch des 21. Jahrhunderts hat in der Regel kein Problem damit, private Daten und Informationen über das Internet der Öffentlichkeit preiszugeben. Bisher machte dieser Trend jedoch vor Friedhöfen halt. In letzter Zeit sieht der aufmerksame Besucher allerdings vermehrt QR-Codes auf Grabsteinen prangen. Bei diesem Thema scheiden sich die Geister. Die Einen finden es pietätlos, die Anderen sind begeistert.

Aschersleben im Salzlandkreis beherbergt einen der ältesten und gleichzeitig größten Friedhöfe des Bundeslandes Sachsen–Anhalt. Seit dem Jahr 1860 existiert der Zentralfriedhof bereits. Mittlerweile hat sich die Zahl der historischen Grabsteine auf stattliche 7.000 summiert. Viele Menschen wurden auch anonym beerdigt. Die Zeit ist auf dem Friedhof trotzdem nicht stehengeblieben. Das Gegenteil ist der Fall. Man zeigt sich überaus fortschrittlich und offen für Neues. Heute findet man nämlich vor genau 21 Grabsteinen einen QR-Code. Er ist auf einer kleinen Tafel vor dem jeweiligen Grab angebracht.

Die schwarzweißen Pixelcodes werden mit Hilfe eines Smartphones eingescannt. Kurze Zeit später erscheinen auf dem Bildschirm Informationen über den dort Beerdigten. Aktuell sind nur Grabsteine von bekannten Persönlichkeiten der Stadt mit einem QR–Code ausgestattet. So findet man eine solchen zum Beispiel am Grab vom Architekt Hans Heckner, vom Arbeitssportler Herrmann Gieseler und auch von der Fabrikanten–Familie Bestehorn. Besuchern soll auf diese Weise die Stadtgeschichte nähergebracht werden. Der sogenannte „Erinnerungspfad“ entstammt einer Zusammenarbeit der Friedhofsverwaltung mit der Geschichtswerkstatt und der Werbeagentur Layoutzone. Letztere bestätigte den Erfolg der Aktion mit der Aussage, dass im Durchschnitt 5.000 Aufrufe monatlich erfolgen. Sogar Schulen nutzen den Zentralfriedhof für Projekte zur Geschichte der Stadt Aschersleben.

Neu sind QR-Codes auf Friedhöfen nicht. Bundesweit sind sie inzwischen auf zahlreichen Gräberanlagen im Einsatz. Auch der Friedhof „Stadtgottesacker“ in Halle und der „Neue Begräbnisplatz“ in Dessau gehören dazu. Welcher Friedhof QR-Codes nutzt, verrät die Internetseite „Wo sie ruhen“. In der App sind zurzeit 37 historische Friedhöfe in ganz Deutschland aufgeführt, die Standort von etwa 1.000 kulturhistorisch bedeutsamen Grabsteinen sind. Mit dabei ist unter anderem das Grabmal von Georg Händel, dem Vater des Komponisten Georg Friedrich Händel, der in Halle seine letzte Ruhe fand. Auf dem „Neuen Begräbnisplatz“ in Dessau kann man über einen QR–Code zum Beispiel die Begräbnisstätte von Friedrich von Anhalt ausfindig machen.

Doch nicht jeder befürwortet den Trend zur Digitalisierung von Gräbern. Die Hansestadt Stendal lehnt QR–Codes auf Grabsteinen ebenso ab wie die Lutherstadt Wittenberg, zumindest was die Ausstattung von historischen Grabstätten damit betrifft. Kein Problem besteht dagegen hinsichtlich privater Gräber. Dahingehend fehlen bis jetzt aber die Anfragen.

Im traditionell geprägten Westen von Baden-Württemberg, genauer gesagt in Achern, hat das Thema eine große Debatte entfacht. Die Reaktionen auf Facebook bezüglich eines Beschlusses des Gemeinderats zur Erlaubnis von QR-Codes auf Grabsteinen waren gemischt. Es war von Geschmacklosigkeit und „Mist“ die Rede. Ein Großteil der Kommentatoren übte harsche Kritik an dem Vorhaben oder lehnte es gar strikt ab. Es sei unangebracht, die letzte Ruhestätte mit derart technischen Neuerungen zu versehen. Einige wenige Facebook – Nutzer zeigten aber auch Verständnis für den Beschluss. Jedem solle es selbst überlassen sein, wie er mit seiner Trauer umgeht. Manche sahen den QR-Code weiterhin als eine Möglichkeit, um bei den Lebenden in Erinnerung zu bleiben.

Bildquelle: © DS61 / Pixelio.de

QR-Codes vor Benutzung prüfen!

Allerorten trifft man heutzutage auf QR-Codes. Ob auf Verpackungen, an Bushaltestellen, an Strommasten, es scheint, als hätte die ganze Welt nur auf die Quick Response Codes, wie sie mit vollständigen Namen heißen, gewartet. Die kleinen, schwarz-weißen Quadrate sind überaus praktisch. Man benötigt lediglich ein Smartphone mit Kamera, auf welchem die entsprechende Software installiert ist, und schon kann man überall die Codes scannen und sich sofort auf die jeweilige Seite weiterleiten lassen. Kein Suchen, kein Eingeben von URLs, man kommt direkt auf der Webseite an und erhält die Informationen, die man haben möchte. Auch Spiele oder Downloads sind über die QR-Codes verfügbar.

Allerdings war es nur eine Frage der Zeit, bis die erfolgreichen Codes auch Menschen mit unlauteren Absichten ins Auge fallen. Smartphone-Phishing ist derzeit bei den Cyber-Kriminellen angesagt, aber es gibt Möglichkeiten, sich zu schützen. Da QR-Codes in der Regel von seriösen Unternehmen verwendet werden, ist der Verbraucher überaus vertrauensvoll und stellt die Echtheit der Codes nicht in Frage. Nun lassen sich die QR-Codes aber leicht von anderen QR-Codes überkleben. Das ist einfach und ruft in der Regel kein Misstrauen hervor, sofern es der Nutzer nicht weiß. Mit dem darüber geklebten Code wird man direkt auf die Seite der Betrüger geleitet. Im schlimmsten Fall lauert dort ein Trojaner, der das Smartphone oder auch den Tablet-PC infiziert. Der Zugriff auf persönliche Daten ist nunmehr kein Problem mehr.

Das heißt aber nicht, dass man auf die Nutzung von QR-Codes komplett verzichten sollte. Mit ein wenig Aufmerksamkeit sind die gefälschten Codes von den richtigen leicht zu unterscheiden. Auf Produkten aus dem Supermarkt, in Zeitungen oder anderen, schwerer zugänglichen Artikeln ist es problematisch, unbemerkt Fälschungen anzubringen. Daher trifft man häufig auf diese an belebten Orten, wie Bushaltestellen, Bahnhöfen oder Flughäfen, eben dort, wo man ganz schnell und unauffällig einen Aufkleber über einen schon vorhandenen Code kleben kann und genau da versteckt sich die Schwäche der gefälschten Codes: Bei genauerem Hinsehen bemerkt man, dass ein anderer Code darüber geklebt wurde. Das sollte stets eine Warnung sein und vom Benutzen des Codes abhalten. Außerdem verspricht ein QR-Scanner mit automatischer Überprüfung der Vertrauenswürdigkeit einer Internetseite noch größere Sicherheit. Ein solcher Scanner überprüft die Webseite, bevor die Weiterleitung auf diese erfolgt.

Längst wissen natürlich die Programmierer von QR-Codes um die Gefahren. Einen Code selbst zu manipulieren, ist überaus schwer, weshalb Kriminelle auf die Masche mit den selbst erstellten Codes via Aufkleber ausweichen. Ein professioneller QR-Code, auch als Secure-QR-Code bezeichnet, ist kaum anfällig für Manipulationen. Hauptsächlich sind es 2D-Codes und dann auch nicht der Code selbst, sondern die verwendete Anwendungssoftware und hier wiederum die darin versteckten URLs. Dabei kommt auch wieder der Nutzer ins Spiel, der häufig unbedarft mit diesen URLs umgeht. Weiterhin können in QR-Codes Texte, e-Mails, Telefonnummern und SMS enthalten sein.

Trotzdem müssen weder Unternehmen noch Verbraucher auf die Nutzung der beliebten Codes verzichten. Erstere können sich schützen, indem sie auf vertrauenswürdige Anbieter setzen, letztere müssen eigentlich nur genau hinschauen und ein sicheres QR-Leseprogramm installieren, dann kann eigentlich nichts schief gehen. Außerdem haben ebenfalls die Mobilfunkanbieter auf das Smartphone-Phishing reagiert und stellen für ihre Kunden entsprechende Programme zum Download zur Verfügung.

Bildquelle: © Gerd Altmann / Pixelio.de