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Jörg Mentzer bringt Optimismus und Lebensfreude auf die Leinwand

Farbenfrohe Kunst zieht ein in das schöne Wittelsbacher Land. Der einstige Schulleiter Jörg Mentzer stellt seine Werke derzeit im Rathaus von Aindling aus. Heute ist er in erster Linie Künstler und bringt mit seiner Malerei bunte Farben inspiriert von der Natur auf die Leinwand.

724295_web_R_K_B_by_Petra Bork_pixelio.de (2)Im Regierungsbezirk Schwaben im schönen Bayern liegt der Ort Aindling. Hier können Kunstinteressierte noch bis Oktober dieses Jahres einige Werke von Jörg Mentzer bestaunen. Die hierfür gewählte Location ist das Rathaus von Aindling. Die Wahl auf diese Gemeinde fiel nicht von ungefähr: Der Künstler hat einen engen Bezug zu ihr, denn er lebt hier und das seit 37 Jahren.

Bereits zum zweiten Male stellt Mentzer seine Bilder im Rathaus aus. Der Bürgermeister von Aindling höchstpersönlich eröffnete die Ausstellung. In seiner Eröffnungsrede zitierte er keinen Geringeren als den großen Meister Pablo Picasso: „Kunst wäscht den Staub des Alltags von der Seele“. Das darf wohl als Lob an den Künstler verstanden werden und natürlich ebenfalls als Einladung, sich beim Anblick der Kunstwerke „die Seele reinigen zu lassen“.

Dass der Künstler in der Region kein Unbekannter ist, bewies das zahlreich zur Eröffnung erschienene Publikum. Jörg Mentzer genießt heute seinen wohlverdienten Ruhestand. Früher war er der Rektor der hiesigen Grund- und Hauptschule. Sogar einige seiner ehemaligen Schüler hatten sich unter die Gäste gemischt. Darüber freute er sich ganz besonders.

Ein paar kurze Worte zum bisherigen Lebensweg des Künstlers dürften an dieser Stelle angebracht sein. Mentzer wurde in Riesa an der Elbe geboren und verbrachte seine gesamte Jugend dort. Im Jahr 1954 zog er zusammen mit seiner Mutter nach Göppingen. Dort besuchte er das Gymnasium, wo er 1960 sein Abitur ablegte. Im Anschluss daran studierte er Lehramt für Volksschulen. 1964 heiratete er seine heutige Frau Anneliese. Auch sie ist Lehrerin.

Seine Lehrerstellen hatte er unter anderem im Pöttmeser Ortsteil Handzell und in Alsmoos in der Gemeinde Petersdorf. Anschließend führte ihn sein Weg 1969 nach Aindling an die Grund- und Hauptschule des Ortes. Das Amt des Rektors bekleidete Mentzer dort von 1978 bis 2001. Er ist außerdem Gründungsmitglied des Deutsch – französischen Partnerschaftskomitees Aindling-Avord.

Die Kunst interessierte den Hobbymaler bereits im Kindesalter. Schon mit 14 malte er viel. Noch als er das Gymnasium besuchte, lernte Mentzer den Künstler Robert von der Heide kennen. Er nahm an Seminaren von Professor Gosebruch über Paul Cézanne teil und hatte das Glück, Hans Mayboden zu treffen, der wiederum ein Schüler des bekannten Expressionisten Oskar Kokoschka war. All diese Personen und Zusammenkünfte prägten Mentzers künstlerisches Schaffen maßgeblich.

Selber bezeichnet er sich als Künstler eines eher konstruktiven Expressionismus. Auf der Leinwand bringt er fröhliche Farbenspiele zusammen. Seine Werke erstrahlen in den unterschiedlichsten Farben. Sie vermitteln dem Betrachter Lebensfreude und Optimismus. Mentzer lässt sich von seinem Zuhause inspirieren. Auf seiner Terrasse öffnet sich der Blick auf eine farbenfrohe Natur. Und genau diese Eindrücke bringt er auf die Leinwand. Es entstehen natürliche Bilder, die über eine außergewöhnliche Farbenpracht verfügen.

In der Ausstellung kann leider nur ein kleiner Teil von Mentzers Werken gezeigt werden. Wie eingangs erwähnt sind sie noch bis Oktober zu sehen. Die Ausstellung kann zu den üblichen Öffnungszeiten des Rathauses besucht werden. Diese sind von Montag bis Freitag zwischen 8 und 12 Uhr, außerdem Donnerstagnachmittag in der Zeit von 13.30 bis 18 Uhr. So haben auch Berufstätige die Möglichkeit, einen Blick auf die Werke des Künstlers zu werfen und sie in aller Ruhe auf sich wirken zu lassen.

Bildquelle: © Petra Bork / Pixelio.de