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Bekannte PC-Spiele kommen immer mehr auf die Kinoleinwand

Eine Leinwand ist nicht nur ein idealer Hintergrund für tolle Gemälde, auch im Kino kann auf die Leinwand nicht verzichtet werden.

Derzeit ist es Trend, bekannte PC-Spiele auf Leinwand zu bringen. Dabei heißt auf Leinwand zu bringen nicht, dass bestimmte Sequenzen aus diesen Spielen nun auf eine Leinwand gemalt werden, sondern es bedeutet, dass diese Spiele Vorlage für einen Kinofilm werden sollen, um diesen dort auf der großen Leinwand zu zeigen.

Aktuell steht das Action Adventure Assassin´s Creed hoch im Kurs der Kinomacher. Nachdem Prince of Persia einen derartigen Run auf die Kinos verzeichnen konnte, wird nunmehr der nächste Anlauf gewagt. Für Assassin´s Creed interessierten sich sowohl Sony Pictures wie auch Universal Pictures. Beide Unternehmen sind in der Filmwelt nicht unbekannt. Den Vorzug bekam nach Willen von Ubisoft allerdings Sony Pictures. Ubisoft ist der Herausgeber des Spiels. Die Wahl wird damit begründet, dass Sony Pictures Ubisoft beziehungsweise dessen eigenem Filmstudio Ubisoft Motions ein größeres Mitspracherecht bei der Produktion einräumt. Derzeit sind allerdings nur die Produktionsrechte an Assassin´s Creed geklärt. Ein Drehbuch existiert noch nicht, ein Regisseur und ein Produzent wurden ebenfalls noch nicht gefunden. Dementsprechend wurde auch noch kein Cast durchgeführt. Es steht also nur fest, dass wir uns irgendwann über eine filmische Darstellung von Assassin´s Creed auf der Leinwand freuen dürfen. Wann es aber soweit ist, das steht noch in den Sternen.

Was uns hier erwartet, darauf wird mit Spannung gewartet. Erst im letzten Jahr zeigte uns Regisseur Jerry Bruckheimer mit seiner Verfilmung von Prince of Persia, dass PC-Spiele durchaus das Potential für erfolgreiche Kinofilme haben. Der Film erreichte einen Umsatz von 355 Millionen US-Dollar. Dabei könnte man meinen, dass die Produktion gar nicht mit einem solchen Aufwand betrieben wird. Das Aufsuchen von Drehorten ist beispielsweise gar nicht vorgesehen. So wurde Prince of Persia komplett vor einem sogenannten Greenscreen gedreht. Das ist eine grüne Leinwand. Die Umgebung wurde anschließend mit einer speziellen Technik eingefügt.

Angesichts dieser technischen Spielereien, die heute möglich sind, stellt sich die Frage, ob man in der Filmbranche bald völlig auf Schauspieler und das Drehen an bestimmten Orten verzichten möchte. Immerhin spart man sich hier viel Zeit und Arbeit. Indem man lediglich ein Studio benötigt und hinterher alles per Computertechnik einfügt, kann schon einmal an Reisekosten, Unterbringungskosten für die Schauspieler und das Team und deren Verpflegung gespart werden. Im Gegenzug dazu wird das technische Equipment allerdings immer teurer. Auf alle Fälle befindet sich auch die Kinowelt im Wandel, was Helden und Filmtechnik betreffen.

PC-Spiele und Kinoleinwand scheinen aber durchaus eine gelungene Kombination zu sein. Das beweist gleichfalls die Gründung von Ubisoft Motions, welche erst in diesem Jahr erfolgte. Damit erhofft sich Ubisoft, ihre erfolgreichen Spieletitel an Filmstudios verkaufen zu können und so ebenfalls auf den Kinoleinwänden der Welt Erfolg zu haben. Hier stehen noch einige Titel zur Auswahl. Erfolgreiche Reihen wie Splinter Cell und Rayman Raving Rabbids bieten jede Menge Potential für einen erfolgreichen Kinofilm. Auch TV-Shows werden angestrebt. Immerhin bieten die Spiele außerdem viele Ideen für spannungsreiche Games auf dem Fernsehbildschirm und das diese sehr gefragt sind, steht außer Frage. Man darf also gespannt sein, was die Fernseh- und Kinomacher in den nächsten Jahren mit uns vorhaben werden. Der Erfolg von Sendungen und Filmen, die auf bekannten PC-Spielen basieren, ist fast schon garantiert. Immerhin kennt jeder diese Spiele bereits und da wird man sehr neugierig sein, was auf dem Bildschirm oder der Leinwand letztendlich zu sehen sein wird.

Bildquelle: © Clemens Mirwald / Pixelio.de